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Apple mit neuem Businessmodell für neue Hardware

von Reto Hartinger

Ich rätsle immer noch für was Apple das milliardenschwere Rechenzentrum braucht. Meine Vermutung ist eine Erweiterung des Businessmodells – aber welche neuen Dienste wird Apple anbieten? Dass es irgend etwas mit Cloud Computing zu tun hat ist klar.

Denis Nordmann hat in einem Kommentar die Überlegung gemacht

Plausibler scheint mir ein Service à la Amazon EC2. Die logische Folge von SaaS ist doch das gehostete OS in einem grossen Rechenzentrum und Apple verkauft dann einfach die Terminal-Hardware und entsprechende OS-Abos dazu. Damit erübrigen sich viele Probleme in der Miniaturisierung und Apple hat noch einen grösseren Lock-In bei den Kunden. Das iTablet besteht dann nur noch aus einen grossen Screen, der via WLAN/UMTS auf (fast) beliebig skalierbare Ressourcen zugreifen kann; via ein App-Store kannst du dir deine Software freischalten lassen, Backup, Updates etc. geschieht alles ohne dein zutun. Genügend spekulativ?

Ja das ist spannend.

Das kann ich gut nachvollziehen. Mit insi.ch haben wir einmal eine deutsche Virtualisierungsfirma strategisch beraten und mussten fesstellen, dass man eigentlich den ganzen Ajax bzw. Cloudcomputing-quatsch bleiben lassen könnte, würde man statt alles auf Ajax-Technologie zu schreiben, einfach virtualisieren.

Man hätte auf einen Schlag die ganze Usability und die Behaviour der Desktopapplikationen. Ich habe mich sowieso gefragt, wieso das Microsoft nicht macht. Vielleicht braucht es dazu eben doch die ganze Wertschöpfungskette. Datenhosting, Betriebssystem, Virtualisierungssoftware, Software, Hardware, Softwaredistribution (Appstore), Refinanzierung (Onlinewerbeplattform oder Miete) um ein sinnvolles Oekosystem aufzubauen.

Die Hardware

Apple könnte seine Hardware viel günstiger anbieten, weil bei der Hardware komponenten wegfallen. Apple wird die Geräte zwar nicht günstiger anbieten aber mit mehr Features und Convenience ausstatten.

Die Software und das Betriebssystem

Apple würde seine Office-Software bereits virtualisiert optimiert bringen. Man müsste wohl die Software so umschreiben, dass sie nur immer Segmente lädt. Vielleicht würde sogar das Betriebssystem virtualisiert – da bin ich mir nicht sicher. Wäre das so, könnte man die Hardware so abspecken, dass sie auch kein DVD braucht. Mit dieser Idee liebäugelt Apple ja bereits. Die Software und das Betriebssystem wären auf Multitouch optimiert.

iTablet

Das alles würde zwar mit bestehender Hardware auch laufen, wäre aber auf ein portables Device mit Multitouch optimiert. Vergesst den Netbook – das ist doch ein Konzept von gestern. Der iTablet schafft eine neue Kategorie. Kein Harddisk (wohl eher ein Flashspeicher), kein DVD, keine Tastatur aber viel RAM, Videocamera

SocialMedia und Collaboration

Geht Apple so weit dem iPhone mit dem Tablett Konkurrenz zu machen und ein Videoconferencing einzubauen? Es wird ja schon lange gemunkelt, dass Apple seine Plattformen mit einem Nutzerprofil zu einem sozialen Netz ausbaut mit dem es dann auch ziemlich einfach zum Videoconferenzen wird. Die Software dazu ist ja vorhanden – nur braucht sie fast niemand.

Datahosting

Wir sind uns immer mehr gewohnt, jederzeit von überall auf Daten zugreifen zu können. Egal mit welchem Device. Die von Apple gehosteten Daten könnten über Macs (PCs) iPhone und das Tablett abgerufen werden. D. h. es müsste auch eine iPhoneversion oder iPhone-Virtualisierung der Programme geben. Da wir uns gewohnt sind jederzeit überall auf die Daten zugreifen zu können, wollen wir sie gar nicht mehr bei uns auf einer Harddisk – dort sind sie nur an einem Ort und nicht wirklich immer verfügbar. Das SaaS-Konzept wird zur Selbstverständlichkeit und wir wissen nicht mehr wieso wir früher etwas dagegen hatten.

Refinanzierung

Jetzt wird auch klar, wieso Apple beim Kauf einer Mobilewerbeplattform mitgeboten hat. Apple wird seinen Entwicklern die Möglichkeit des Abrechnen via Micropayment, monatliche Nutzung, einmalige Bezahlung und/oder Werbeeinblendungen geben. Damit hat Apple das ganze Finanzierungsmodell parat und kassiert jedes Mal mit. So wird Apple und seine Entwickler von Google unabhängig(er).

Das Konzept lässt sich beliebig weiter spinnen. Was haltet ihr davon und wie realistisch ist es?

5 Jahre Internet Briefing Konferenz: Call for Speakers

von Reto Hartinger

 

Nächstes Jahr wird das Internet Briefing fünf Jahre alt. Wir kommen in den ersten Chindsgi oder im Internet-Zeitalter stehen wir wohl eher vor der Matura.
Ich möchte das Jubiläum mit zwei grossen Konferenzen begehen (die auch einen sozialen Teil mit Musik und Showeinlagen unserer Mitglieder beinhalten).
Die Konferenzen plane ich für März und September. Deshalb suche ich heute schon Speaker, künstlerische Taltente und Sponsoren. 
Call for speakers
Promotion: Social Media Marketing (wird ein Morgen gewidmet sein), Onlinemarketing, E-CRM, Mobilemarketing etc.
Trends: Userverhalten, Märkte, Businessmodelle, Technologien, E-Business, E-Commerce, Wisdom of the Crowds etc.
Best Cases: Suchmaschinenoptimierung, Usability, Web-Design, Markenführung, Mobile etc.
Mobile: iPhone & Android Trends, Businessmodelle, Ubiquitous Computing, Locationbased Konzepte etc.
Technologie: Cloud Computing, Collaboration, Virtualisierung, SaaS, Open Source, Pervasive Computing, 3D Web, HTML5 etc.
Development: Ajax, Automatisation, Webapplikationsdesign, P2P Architekturen, Agile Methoden, Model driven design, Computational Intelligence etc
und natürlich Deine eigene Idee eines Referates.
Keine Angst, sollte Dein Vorschlag an den Konferenzen nicht unterkommen – werde ich sie an normalen Briefings berücksichtigen können.

Onlinewerbung rückläufig

von Reto Hartinger

Jubelmeldung aus England, dort hat Onlinewerbung TV-Werbung überholt. Aus dem Mutterland der Onlinewerbung kommt jetzt eine schlechte Nachricht: Onlinewerbung geht im ersten Halbjahr 2009 um 5.3 % zurück, weltweit geht es 3.4 % bergab.

Die grössten US-Online-Werber waren:

Ecommerce 20%

Telecom 16%

Reisen 6%

Banken und Finanz 12%

Auto 11%

EDV 10%

Lebensmittel 6%

Das ist wohl in der Schweiz ganz anderes. Wer hat die genauen Branchenzahlen? Ich würde EDV an erster Stelle vermuten, gefolgt von Telekom. E-Commerce ist bei uns marginal.

 

Die Verteilung auf die Werbeformen scheint schon ähnlicher. Auch bei uns sollte Google die Hälfte der Onlinewerbung für sich verbuchen.Dabei hat sich dessen Marktanteil  in den USA von 44 % auf 47 % gesteigert.

 

Textads in Suchmaschinen 47%

Banner 34%

Kleinanzeigen 10%

Performance-Werbung 7%

Email  1%

Bei uns sollten Kleinanzeigen einen grösseren Stellenwert haben.

 

Google mit pay per View Werbung

von Reto Hartinger

Längst hat Google in den Apfel gebissen, ist seine Unschuld los. Auf der Suche nach mehr Werbeeinnahmen, bietet Google in den Suchresultaten auch pay per View Werbung an. Nein nicht ihre Textwerbung und natürlich auch keine Banner oder Bildwerbung. Man kann mit der Textwerbung auch ein Video mitsenden. Klickt der User drauf um es anzusehen, ist Werbegeld fällig. Es braucht also immer noch eine aktive Geste des Users und er muss mindestens 10 Sekunden des Videos “geniessen”. So gesehen ist mein Titel zu reisserisch und es bleibt ein bezahlter Klick. Bis jetzt wurde diese Werbeform eingesetzt, um Kinofilme und Videogames  zu bewerben.

Erfahrung mit nervigen Werbeformen sammelt Google zurzeit reichlich bei youtube.com. Da werden Textbotschaften über das Video gelegt. Diskutiert wird auch, Video in Video Werbung – genau so wie bei der Fernsehwerbung. Das Problem dabei ist die Relevanz zum gesehenen Video. Einfach nur Streuwerbung möchte Google nie.

Onlinewerbung bei 5 %

von Reto Hartinger

Im Januar 2005 habe ich im Savoy eine Umsatzprognose für Onlinewerbung für die nächsten 3 Jahre gewagt und im Herbst habe ich dasselbe im Mövenpickhotel in Regesndorf nochmals gemacht, da aber die Online Displaywerbung mit Annahmen zu Textwerbung und Rubrikenmarkte ergänzt. Problematisch war immer, dass die Zahlen z.B. in den USA und Deutschland immer auch diese Werte beinhalteten, die Schweizer Zahlen aber lediglich die Bannerwerbung. So sah die Schweiz immer wie ein Entwicklungsland aus. Schlimmer, in den USA-Zahlen warebn die europäischen Werte inbegriffen, weil Google diese nicht separat ausgewiesen hat.

Mediafocus erhebt und schätzt

Media Focus veröffentlicht nun Zahlen, welche auch Rubriken, Display, Textwerbung  und dazu noch Affiliate Werbung umfasst. Die Zahlen werden geschätzt und hochgerechnet. Sie sind also genau so verlässlich wie meine damals waren.

Online Werbung im 1. Halbjahr 2009

56 Mio Rubrikenmarkt

50,2 Mio Online Display Werbung

39,5 Mio Suchmaschinen-Werbung

4,1 Mio Affiliate-Marketing

Adword und Adsense werden immer noch unterschätzt

Für 2005 schätzte ich für das ganze Jahr bei Adwords (andere Textanzeigen gab es nicht) bereits auf 40 Mio. Die letzte gesicherten Zahlen hatte ich  für 2003: Banner 25 Mio gemäss WEMF AIS,  und Adwords 32 Mio. Diese 32 Mio für 2003 hatte ich von Google, da wir damals mit search.ch mit ihnen in Verkaufsverhandlungen standen. Diese Zahl ist auch ziemlich plausibel. Wir haben den US-Umsatz pro Suchabfrage auf das Suchvolumen der Schweiz angewandt und sind haben sie als plausibel gewertet. Das hat sich dann auch bestätigt, weil search.ch daraufhin google Adwords bei seinen Suchen eingeblendet hat.

Die tatsächlichen Zahlen sind nochmals viel besser

Es ist nicht anzunehmen, dass Bannerwerbung plötzlich Adwords überhohlt haben sollte. Es ist eher so, dass Textwerbung noch weiter davongezogen ist. Zumal zu Adwords noch der Adsense Umsatz dazu gekommen ist. Wieso kann sich eine solche Diskrepanz in die von Media Focus erhobenen Zahlen einschleichen? Media Focus berücksichtig die schweizer Auftraggeber, nicht aber das Volumen das den ausländischen Kunden für schweizer Klicks berechnet wird. Dies ist bei Displaywerbung verschwindend klein, bei der Textwerbung kann es gut und gerne 50 % oder mehr ausmachen.

Onlinewerbung hängt klassische Medien ab

Trotzdem könne wir mit den Media Focus Zahlen zufrieden sein. Onlinewerbung lässt mit einem Anteil von 5 % am Werbekuchen Teletext, Kino, Digitale Werbeflächen und Radio hinter sich. Das geht munter so weiter : Onlinewerbung hat in der Krise 13,5% zugelegt, der Gesamtmarkt ist 11 % geschrumpft (Kino -43,6% Print -14,9%).

Ich empfehle den Blick auf eine Analyse der Publicitas zu werfen. Diese geht von einem noch grösseren Wachstum für Online-Werbung aus und vergleicht Online mit den anderen Mediengattung.

Wieso Google seine Applikationen verkaufen wird

von Reto Hartinger

Diese Aussage kommt für viele überraschend, sie werden es für unmöglich halten. Mag sein, dass sie früh kommt. Innerhalb von 2 bis maximal 5 Jahren wird google seine Applikations-Suite nur noch teilweise gratis zur Verfügung stellen.

Keine ideologische Schranken

Ich hatte dies bereits einmal für Display Ads vorausgesagt. Es ging auch nur 2 Jahre bis es eintraf. Denn eines müssen wir sehen. Amerikanische Firmen sind Wachstum und Gewinn verschrieben – nicht irgendeiner Ideologie. Sollte das Wachstum mit dem bestehenden Businessmodell nicht mehr gewährleistet sein, so drehen sie es.

Google steckt in einer Wachstumsfalle

Ausser der Suchmaschine und Adsense gibt es keine Umsatzbringer. Beides ist von zwei Seiten in Gefahr. Zuersteinmal – mehr als 100 % Marktanteil gibt es nicht. In Europa ist Google bei praktisch 90 % angelangt. In den USA gäbe es noch Wachstum aber mit Bing haben Microsoft und Yahoo eine Antwort gefunden, um wenigstens ihre Position halten zu können. Womöglich nimmt Bing Google aber auch Marktanteile weg.

Traffic wandert vom Web zu mobile

Dann wandert auch immer mehr Traffic in soziale Netzwerke – das hilft auch nicht. Wahrscheinlicher aber wandert zunehmend Traffic auf mobile Geräte. Das hat auch Google erkannt und setzt seit Jahren auf mobile. Dort ist aber für Google – wenigstens zurzeit – weniger Geld zu holen als online.

Viele Initiativen ohne Businessmodell

Google ist zureit echt innovativ (ich habe früher das Gegenteil behauptet). Leider bringen weder Google Wave noch Chrome oder Chrome OS bzw Android Geld in die Google Bilanz. Es sind Kostenfaktoren, die man gerne via OpenSource auf die globale Entwicklergemeinde wenigstens teilweise auslagern möchte. 

Google sticht als Microsoft-Konkurrent nicht

Mir gefallen die Google Docs und Co und ich benutze sie täglich – gratis. Ich habe auch noch nie auf eine Werbung in Google Mail geklickt und Docs & Co haben sie gar nicht. Microsoft Office benutze ich nur noch 1 x pro Woche und werde kaum auf eine höhere Version umsteigen. Das ist ja schön für Google – bringt aber nur Kosten.

Microsofts Antwort als Chance für Google

Es gräbt aber am Umsatz von Microsoft. Deshalb schlägt Microsoft zurück und bringt nächstes Jahr eine Onlineversion seines Office Packets. Dem gebe ich dann wiederum eine Chance – vielleicht wird das besser als Google Docs. Ganz sicher gibt es aber eine gute Integration in das offline Office und eine bezahlte Online-Version. Genau hier ist die Chance von Google. Microsoft wird dem collaborativen Arbeiten zum Durchbruch verhelfen und seine Nutzer gewöhnen, für den Premium-Service zu bezahlen. Das könnte Google auch einführen. Auch von Google gibt es bereits Bezahlvarianten seiner Produkte. Wieviel wir in den nächsten Jahren noch gratis bekommen, hängt von den Wachstumsmöglichkeiten von Google in anderen Bereichen ab.

Microsoft und Yahoo geben Gas

von Reto Hartinger

So der Deal ist unter Dach. Nö keine Uebernahme von Yahoo durch Microsoft und keine teure Zahlung an Yahoo für den Deal. Die beiden Firmen haben einfach unter sich aufgeteilt wo sie stärker sind. Excellent, gratuliere. Keiner ist der Senior Partner. Um was geht es

Bing wird die Suchmaschine von Microsoft und Yahoo

Mit dem Markteintritt von bing.com hat Microsoft gezeigt, dass seine neue Suchmaschine gefällt. Eigentlich ist sie ja auch etwas wie ein Zwitter zwischen dem frühen Yahoo und einer Suchmaschine. Die Suchresultate werden von Menschenhand auf gewissen Themen getrimmt (aufwändig aber erfolgreich). Die Nummer zwei hinter Google wird in einigen Märkten sehr valabel. Vor allem in den USA.

Yahoo verkauft die Werbung

Endlich hat Microsoft begriffen, dass es keine Werbung verkaufen kann. Darin ist Yahoo besser und darf die Werbung über beide Netzwerke verkaufen. Interessant und sicher erfolgreich – auch klassische Onlinewerbung! Damit entsteht der absolut grösste Pool für Display Onlinewerbung.

Ein guter Deal in meinen Augen. Beide Firmen werden sich auf dem Nutzermarkt immer noch eigenständig behaupten (ausser im Suchbereich, welches exklusiv an Microsoft abgetreten wird). Es wäre doch eine Katastrophe gewesen, hätte Microsoft einen Einfluss auf die Portal-Strategie von Yahoo bekommen. Für Yahoo ist interessant, dass sie grosse Kostenblöcke sparen können. Man muss ja nicht alles besitzen um gutes Geld zu machen. Yahoo kann sich eine gute Position im Werbemarkt aufbauen ohne den Usermarkt aufgeben zu müssen.

Microsoft kauft sich nicht eine schwer zu integrierende Firmenkultur und ein kaum zu bereinigendes Produktportfolio. Die Sites und Dienste sind oft zu ähnlich. Möge der Bessere gewinnen. Das wird der User entscheiden und nicht die Hackordnung eines Firmengiganten.

Der Einfluss auf Google

Google wird nicht vor Angst erzittern. Ob sich Bing durchsetzen wird hängt von Google ab und wie gut sie ihren Suchcode weiterentwickeln.

Dass Adwords-Kunden zu Bing abwandern ist möglich – wahrscheinlicher aber ist, dass schlicht beide Plattformen genutzt werden. Onlinewerbung kann auf Kosten anderer Werbeformen  noch mehr Terrain gewinnen. Vor allem dank Yahoo wird Online-Display-Werbung noch attraktiver. Ob die Marktausweitung genügt um das Googlewachstum am laufen zu halten?

Wie wird sich der Microsoft/Yahoo Deal auswirken? (Mehrfachnennungen möglich)

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Interaktive Elemente in alten und neuen Medien

von Reto Hartinger

Heute ist Response gefragt – einfach nur Werbung gesehen reicht nicht aus. Das Internet hat auch die alten Medien in ihrer Argumentation und ihren Konzepten arg unter Druck gebracht. Of herrsch Erklärungsnotstand.  Was hat ein Plakat wirklich zum Abverkauf beigetragen? Wenn es an Umsatz fehlt ist Branding nur noch Beigemüse aber nicht mehr zwingen im Vordergrund.

Kein Wunder ist das Internet der Heilsbringer. Vor allem dort, wo auch noch nur der Abverkauf bezahlt werden muss. Irgendwie kann es das aber nicht gewesen sein.  Alexander Sollberger lotet für uns aus, wie man auch in alte Medien Interaktion bringt, wie man das Zusammenspiel von alten und neuen Medien richtig orchestriert. Ja nennen wir es beim Namen: Crossmedia (mein Gott ist der Begriff überstrpaziert.

Am Beispiel erprobter Konzepte für crossmediale Kampagnen, bei Firmen wie Coop, 20 Minuten, Swisslos oder Heineken bespricht Alexander Sollberger, CEO der MOBILEtechnics, die Möglichkeiten interaktive Marketing-Elemente in der Kommunikation mit Fokus auf:  Crossmedia Kampagne/hohe Vernetzung  Hohe Interaktivität  Zeitgemässe Kommunikation

• Wie sich das Marketing und die Kommunikation mit den neuen Medienverändert haben
• Crossmedia, die speziellen Herausforderungen.
• Der richtige Kampagnenaufbau
• Die Nebeneffekte
• Crossmedia in der Praxis: Erkenntnisse, Fakten und Statistiken
• Facts und Resultate
• Mobile – vom Gadget zum Marketing-Allzweckgerät, wo wurde Geld verdient und wo wird in Zukunft Geld verdient.
• Wo sind die Gefahren und was muss beim Crossmedia Einsatz berücksichtigt werden.
• Prozesse, Tools und Techniken

Diskutiere mit, beim nächsten Internet Briefing

http://internet-briefing.ch/crosssoll

(ich kann irgendwie keine Links mehr anhängen ohne dass sich Wordpress aufhängt)

Google im Print erfolglos

von Reto Hartinger

Google hat seit 2006 versucht, sein Businessmodell auf Print zu übertragen. So hat Google grosse Mengen von Printseiten in etwa 800 Titeln gekauft und seinen Kunden weiterversteigert. Na – nicht gerade ein Reisser. Google stellt das Angebot nun ein. Nur gerade das Versteigern auf ein andere Medium zu übertragen ist einfach zu schwach. Man konnte seine Werbung nach Ort, demografische Merkmale und Titelart buchen. Etwa so, wie das normale Mediaagenturen auch machen, nur konnte man diese umgehen und selber online buchen. Der Vorteil von Adword oder Online-Werbung ist seine Ueberprüfbarkeit und das rasche Handeln, solle etwas nicht oder sehr gut funktionieren. Der Wegfall dieser Anzeigen wird die Printtitel auch nicht in Schwierigkeiten bringen – es hat nie richtig Umsätze generiert.

 

Google versucht auch mit Radio und Fernsehwerbung Geld zu verdienen bzw. zu einem Ansprechpartner für Werbekunden zu sein. Dort funktioniert es schon besser, weil Google bestehende Firmen übernommen hat und mehr Tools anbieten kann. Der grosse Wurf ist es aber auch nicht.

Hat das Google Geschäftsmodell ein Problem?

von Reto Hartinger

Eigentlich habe ich ja immer alles positiv gesehen, was das Google Geschäftsmodell angeht. Bis mir heute aufgefallen ist – Google hat im Dezember 2008 gegenüber Dezember 2007 um 7 % bei den Suchen zugelegt. Das müsste ja eigentlich fast direkt 7 % mehr Umsatz geben. Müsste, muss nicht. Wie früher schon einmal geschrieben, suchen die Leute auf Google heute andere Sachen, weniger Artikel und auf der Werberseite könnte sich das Auktionsmodell nun als Retourkutsche erweisen. Weniger Bieter heisst doch automatisch sinkende Klickpreise. Das könnte sogar massiv in die Hosen gehen.  Muss nicht sein. Werbung wird ja normalerweise über Budgets generiert. Ich habe 20000 Franken Budget und die gebe ich aus – dann halt für schlechtere Keywords. Aber auch das hat so seinen Hacken – denn gerade bei Performance-Werbung geht das nur so lange gut wie die Rentabilität noch stimmt und wenn weniger vom gutem Suchberiff-Inventar da ist, kann ich nicht mehr gleich viel Geld ausgeben wie früher. 

Ich verfüge über keine Zahlen. Wie sieht das bei Euch aus?

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