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Und tschüss Kreditkarte

von Reto Hartinger

Wenn ein Zahlungsmittel nicht mehr aufzuhalten war, dann war es die Kreditkarte. Diese profitiert vom Internetboom und von seiner Omnipräsenz in den Läden. Wieso also dieser doofe Titel?

Die Zahlungsmittel verändern sich. Nicht nur, dass neue Währungen wie Bitcoins dazu kommen, mit den Bonsuprogrammen und Coupons kommen Währungsähnlich Produkte dazu und mit Apple Pay wird die Kreditkarte überflüssig. Zudem könnten grosse Portale wie Facebook ganz einfach eine neue Währung kreieren.  Was heisst das für Kreditkartenfirmen und Banken? Sie haben noch Schonfrist, diese ist jetzt angelaufen und plötzlich wird es ganz ganz schnell gehen.

Ich habe mit zwei Spezialisten gesprochen, beide meinen Apple Pay gehört die Zukunft, Apple hat es einfach begriffen wie Zahlungsabwicklung funktionieren sollte. Noch wehrt sich der Detailhandel in den USA und in der Schweiz braut jeder sein eigenes Süppchen, wie kontaktlos bezahlt werden kann. Das tönt nach vielen Verlierern.

Nicht wegzudenken in der Schweiz ist die Rechnung. Ein leidig umständliches System für alle Beteiligten. Bill Presentment ist bis heute noch etwas für grosse Firmen, das KMU hat das Nachsehen, also kann auch dieses Verfahren nicht so ganz einfach in der Implementierung sein. Wieso hat noch niemand einen Selfservice-Prozess gemacht? Eigentlich unverständlich.

Alle diese Probleme haben mich bewogen, diese in einer Payment und Anreizsystem Konferenz zu besprechen. Wir tippen die Probleme nur an und trotzdem bieten wir neben einem guten Überblick auch handfeste Lösungen, die gleich umgesetzt werden können. Melde Dich jetzt an zu:

03.03.2015 11.30-17.20 , Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, Zürich 

Anreizsysteme und Payment Konferenz

Für Mitglieder CHF 70, Nichtmitglieder CHF 220, Konsumationen extra

12.00-12.40 W3C Web & Payments Initiative 
Stephane Boyera, Web Payment Leader, W3C EMEA
14.00-14.30 Online-Zahlungsart “Kauf auf Rechnung” – Praxis-Tipps für die Evaluation und den Betrieb
Walter Oberli, Senior Consultant & Partner bei Carpathia Consulting GmbH
14.30-15.00 Aktuelle Erfahrungen mit Apple Pay 
Thomas Fromherz,Director Payment & Card Services Netcetera AG
15.00-15.40 Treue: Fremdwort im e-Commerce?
Charly Suter, PostFinance AG undt José Fontanil, Glarotech/PHPeppershop
15.40-16.10 Pause und Networking 
16.00-16.40 Digital Currencies: Die Zukunft des Geldes?
German Ramirez, Consultant, SPARK & STRATEGY
16.40-17.30 Schweizer Startups revolutionieren den Zahlungsverkehr
Moderation: Marc P. Bernegger,Investor, Fintech

Da musst Du dabei sein, als Ecommerce Betreiber oder Payment Spezialist.

 

 

ONE Konferenz ist online und buchbar

von Reto Hartinger

Die ONE Konferenz mehr Speaker als manche Konferenz Teilnehmer – 97 an der Zahl. Die Themen sind breit gefächert in 22 verschiedenen Tracks untergebracht. Mitglieder des Internet Briefings haben wieder eine Vergünstigung, statt CHF 295 für einen 3-4 stündigen Track, bezahlen sie nur CHR 220.

Ich selber bin natürlich begeistert vom Programm. Jetzt bin ich auf Deine Mithilfe angewiesen. Blogge, twittere, verlinke und empfehle die Konferenz weiter und melde Dich an. Als Mitglied darfst Du unbegrenzt viele Deiner Kontakte zu Mitgliederkonditionen einladen, sie müssen bei der Anmeldung einfach Deinen Namen angeben.

Verwende diesen Link: http://www.one-schweiz.ch/konferenz/

Du kannst die Programmübersicht auch auf Deiner Website einbinden. Maile mir einfach an insider@vtx.ch

Referate an der ONE Konferenz

von Reto Hartinger

Es soll mich einer, nein lieber eine ganze Horde, zurückhalten. Die ONE Konferenz, vom 9. und 10. Mai 2012, ist auf gutem Wege und ich bin so dermassen von den Referatseingaben besoffen, dass ich zusätzlich am 1. Tag Abendtracks von 16.15-19.15 eingeführt habe. Zum Beispiel zum Thema Intranet, das wir gar nicht im Programm hatten. Aber was soll ich machen, wenn die besten Referenten gute Themenvorschläge machen? Für einige Themen reichen die 3 Stunden nicht aus, um all die guten Referate unterzubringen. So werde ich wahrscheinlich diese in den Sessions der Abendtrack unterbringen. Das Programm wird sich also demnächst nochmals erweitern. Hier siehst Du wie sich das Porgramm entwickelt

Zu den Firmen die gleich mehrere Referatsvorschläge eingereicht haben, gehören (Auszug, nicht vollständig) zum Beispiel:

Blogwerk, Crealogix, Edorex, Infocentric Research, INM, Microsoft, Namics, Netcetera, PriceWaterhouseCoopers, SAS Institute, Unic, Zeix

Möchtest auch Du in diesem Umfeld vortragen? Traust Du Dir zu, einen Vortrag vor einem fachkundigen Publikum zu halten? Kannst Du Deine Erkenntnisse anhand von konkreten Fallbeispielen mit Zahlen oder Fakten aus Studienresultaten belegen? Bergen Deine Erkenntinisse  Überraschendes und kannst DuHandlungsanweisungen geben, welche die Zuhörer am nächsten Tag in ihren Projekten umsetzen können? Dann wäre ich interessiert, wenn auch Du einen Referatsvorschlag einreichen würdest. Aber beeilde Dich, die verfügbaren Slots pro Thema schliessen sich.

Schau Dir das Konferenz-Programm an und sag mir was Du davon hälst

Die ONE Konferenz

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Internet macht den Hypothekarzinssatz transparent

von Reto Hartinger

Ein kleines Startup mischt den Hypozinsmarkt auf. Banken haben auf ihren Websiten einen Referenzzinssatz publiziert. Der kommt meist gar nicht zu Anwendung. Der Markt ist sehr individuell. Banken beurteilen die Bonität eines Kunden mit bis zu 60 Kriterien. Das ist zwar keine Rocket Sience, aber jede Bank hat einen anderen Strauss an Kriterien und gewichtet diese anders. Deshalb ist der Markt intransparent und hochgradig verhandelbar. Ein Vergleich zwischen den Banken würde heissen, dass man bei jeder Bank die Hosen runter lässt. Aufwändig, zeit- und nervenaufreibend. Das macht niemand, drum geht man brav zu Hausbank und fragt höchstens noch eine andere Bank um eine Offerte. Was bei Krankenkassen bares Geld wert ist, schenkt bei den Hypozinsen noch mehr ein, ein Vergleich über den gesamten Markt. Bei www.hypoplus.ch gibt man seine Situation 1 mal ein und erhält einen Vergleich über mehrere Hypothekenanbieter. Das wäre noch nicht der Hammer, denn wenn man wieder nur den Referenzsatz zugrunde legt, nützt das gar nix. Hypoplus Initiant Dr. Silvan Kaufmann hat mit verschiedenen Banken ihre Kriterien in Hypoplus einfliessen lassen, so dass ein wirklich individueller günstiger Preis herauskommt, viel günstiger als was die Bank oder Versicherung auf der Homepage angibt.  Doch nicht jede Bank macht mit. Vereinbarungen hat er mit SZKB, Hypo Lenzburg, Bank Linth, Generali, Swiss Life und Axa Winterthur abschliessen können. Die anderen Banken werden mit dem offizellen allgemeinen Zinssatz angegeben. Entsprechend schlecht schneiden diese beim Vergleich ab. Vor allem die Grossen warten natürlich zu, bis sie zum Mitmachen gezwungen werden. Transparenz ist nicht erwünscht, auch bei den Banken mit vermeintlich tiefen Prozenten. Bei der Finanzierung muss immer beachtet werden wieviel Prozent zur 1. Hypothek, wieviel mit der 2. Hypothek finanziert wird. Erst das ergibt den Gesamtpreis. Mit hypoplus sparen die Banken zwar Prozesskosten, insgesamt wäre der Preisdruck aber hoch. Die Hypozinsen kämen ist trudeln. Eine Bank kann einen höheren Preis auch nicht mit Zusatzleistungen rechtfertigen, Geld ist Geld, Punkt. So lohnt sich ein Vergleich auf hypoplus selbst dann, wenn man bei seiner Hausbank ein Kredit will. Man reibt seinem Kundenberater den Vergleich unter die Nase.

iPad als Beratungstool – Top oder Flopp

von Reto Hartinger

Du kannst dich sicher noch an die lustigen Videos erinnern die zum Start de iPhones kursierten, was man mit einem iPhone alles machen kann. Genauso ein Alleskönner soll jetzt das iPad sein, dabei hat es ja gar keine richtige Tastatur, es ist zwar leicht aber man muss Hanteltraining machen will man es zum Bücher lesen brauchen etc. etc.

Was kann das iPad wirklich? Bringt das iPad etwas im Beratungsalltag von Verkäufern? Aussendienstler hassen den Schlepptop, lieben sie plötzlich das iPad? Die Postfinance hat gewagt, ihre Kundenberater mit iPads auszurüsten und macht zu diesem Thema auch am 5. Oktober eine Präsentation am Internet Briefing.

Vorab möchten die Postfinace aber bereits diese Thesen diskutieren um in den Vortrag einfliessen zu lassen:

–       Das iPad hat den Fokus auf Privatkunden und bringt keinen nachhaltigen Mehrwert für eine Unternehmung
–       Eine Finanzberatung braucht Papier und Bleistift, um eine gemeinsame und akzeptierte Lösung für den Kunden zu finden
–       iApps sind für eine closed user group im Business Kontext nicht geeignet

Gib doch im Kommentar Deine Meinung ab. Wir wären Dir dankbar.

Nächste Internet Briefings

von Reto Hartinger

Der Sommer ist vorbei, die Ferien damit auch.  Bis September und Oktober Briefings stehen bereits. Ich habe wieder den TechTalk und das Internet Briefing thematisch so gewählt, dass ich diese zu einer Konferenz ausweiten kann. TechTalk und Internet Briefing sind weiterhin gratis und können einzeln gebucht werden. Die Konferenz ist für Mitglieder für 60 Franken zu haben, Nichtmitglieder bezahlen Fr. 180.-. Du kannst wieder zu Mitgliederkonditionen einen Gast mitnehmen. Ich glaube dieses Format kommt gut an. Ich habe dies letztes Jahr bereits begonnen. Ich kann die Themen vertiefen und mit einzelnen Referaten bespicken die alleine keinen Sinn machen würden. Aber gib mir doch ein Feddback dazu.

Die Berner Events mache ich nun auch anders. Es wird bernerischer. So mache ich nicht mehr Internet Themen, sondern zeige gleichzeitig auch was die Berner Internet Szene drauf hat. Seit geraumer Zeit tragen nur noch Berner Firmen in Bern vor. Das wird vorerst so bleiben. Ab Oktober werden wir auch bei der SECO einen ständigen Veranstaltungsort haben. Im September sind wir wieder in den Räumlichkeiten der SBB (also nicht in der Schmiedestube).

Melde Dich jetzt an:

Das Tablet goes Business
05.10.2011 17.30-20.00 anschliessend gemeinsames Nachtessen
Schmiedestube, Schmiedeplatz, Bern
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Konferenz: Data is King
04.10.2011 11.30-20.00
Falcone
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In den Sozialen Medien und schon fast im Gefängnis?
04.10.2011 17.30-20.00 anschliessend gemeinsames Abendessen
Restaurant Falcone, Birmensdorferstrasse 150Zürich
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Crowdsourcing und Social Media
07.09.2011 17.30-20.00 anschliessend gemeinsames Abendessen
SBB, Wylerstrasse 123, Bern
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Frontend Performance Optimierungen
06.09.2011 11.30-14.00
Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, Zürich
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horizobu: Wie man Google herausfordert
06.09.2011 17.30-20.00 anschliessend gemeinsames Nachtessen
Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, Zürich
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Konferenz: Next Generation Websites bauen
06.09.2011 11.30-20.00 anschliessend gemeinsames Nachtessen
Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, Zürich
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SociallyPay sucht Developer

von Falk Wolsky

Auf der Zugfahrt zurück von Wien nach Einsiedeln streikt der Tomcat auf meinem Rechner. Ich kann stundenlang nichts programmieren. Mist. Das geht für mich eigentlich gar nicht. Also setze ich mich an ein anderes Thema was mir seit Wochen durch den Kopf geht und schaffe es, die gesamte Patent-Anmeldung für SociallyPay im Zug zu schreiben. Das ist knapp 3 Wochen her.

Inzwischen gibt es Website (www.sociallypay.com), Facebook-Page mit schon 100 Likes (www.facebook.com/SociallyPay) und Twitter (www.twitter.com/sociallypay) mit 550 Followern. Das spornt an. Irgendwie hat es diese Erfindung “eiliger” als meine anderen…

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Worum geht es eigentlich:

Ausgangspunkt war ein hochinteressantes Gespräch mit Frau Schneider, einer Verlagsleiterin in Bern (wieder im Zug…). Aus meiner Sicht müssen Verlage in Zukunft aufhören ausschließlich ganze Werke zu verkaufen. Verlage haben in Ihrer “Produktion” bereits Zugriff auf die thematischen Einzelteile. Also sollten sie diese Einzelteile für die kommenden jüngeren Zielgruppen ebenso zugänglich machen und die Zusammenstellung eigener Werke aus diesen “Snippets” für die Kunden möglich machen… Damit verbunden muss es aber eine einfache Möglichkeit geben, paid Content auch ohne Hürden bezahlen zu können. Und die jüngere Zielgruppe ist natürlich im Social Media Space zuhause. Womit die Idee schon gut umrissen ist…

SociallyPay ist ein Web-Button auf dem ein Preis steht, mit dem man sich an einem “Dienst” wie Facebook, Twitter, Google oder Yahoo anmeldet und genau mit dieser Anmeldung eine Zahlung autorisiert. Wenn man SociallyPay das erste mal benutzt, gibt man die Verbindung und einige Einstellungen zu einem Payment Provider wie PayPal oder Google Checkout an. Später können SociallyPay Benutzer einfach mit ihrem SocialNetwork Login bezahlen und müssen keine sensiblen Daten mehr eingeben. Da viele ohnehin den ganzen Tag eingeloggt bleiben, reduziert sich das bezahlen im Web im besten Fall auf einen einzigen Klick. Aus der Perspektive der eCommerce Betreiber oder Content Anbieter – die nur den Button integrieren müssen – eine geniale Kombination. Man vereinfacht die Zahlung für die Kunden und kann deren Social Media Profil erhalten, wenn die Kunden es “freigeben”. Damit erhält man eine direkte Bindung von Produkten und Social-Media Profilen!

Kurze Rede, langer Sinn: Ich suche Entwickler, die sich mit Payment Provider APIs – natürlich am Anfang vor allem mit PayPal und Google Checkout auskennen. Bei Interesse bitte einfach eine Mail an falk.wolsky@sociallypay.com senden.

Und wie immer: Vielen Dank an Reto!

Banking is essential, Banks are not – Video des Vortrages

von Reto Hartinger

Martin Krebs, Vorstandsmitglied Europas grösste OnlineBank hat uns am Treffen der Internet Briefing Banking Group vom 29.4. die Bedeutung des Bill Gates Zitates aus heutiger Sicht erläutert. Die ING-DiBa ist die grösste Direktbank Europas mit estaunlichen Zahlen. Martin bespricht die Erfolgsfaktoren einer Direktbank und wieso ING-DiBa so erfolgreich ist. Ganz spannend aber seht selbst.

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Second Life? Vielleicht? Virtuelle Welten? Logisch!

von HansFischer

Gastbeitrag auf Einladung von @RetoHartinger.

Für Schnellleser die Essenz vorneweg genommen: (…) dass auf Kundeninteraktion angewiesene Unternehmen ohne virtuelle Umgebungen längerfristig nicht überleben können.

Und nun von Anfang an: Gestern habe ich in einem Tweet zum Computerwoche-Beitrag “Zweite Chance für Second Life und Co.?” als Kurzantwort auf die Frage festgehalten: “Virtuelle Spielwelten sind etabliert, die Biz-Welt folgt.” Eine Meinung, die einige Gesprächspartner seither nicht teilten. Nun, ich habe keinen Zweifel und gehe sogar davon aus, dass auf Kundeninteraktion angewiesene Unternehmen ohne virtuelle Umgebungen längerfristig nicht überleben können. Die Überlegungen dazu habe ich unter anderem im Fachartikel “Drei virtuelle Thesen zum Bankkunden von morgen” festgehalten – der Artikel ist zwei Jahre alt, der Inhalt scheint mir immer noch stimmig zu sein.

“Es kann durchaus sein, dass «Second Life» wieder von den Bildschirmen verschwinden wird. Es steht aber kaum zur Debatte, dass neue virtuelle Parallelwelten entstehen werden. Die kommenden Bankkunden bewegen sich nämlich so gern wie engagiert in den Spielwelten. Sie investieren viel Geduld und manchmal auch Geld in die Gestaltung ihrer Spielfi guren, die so genannten Avatare. Die Identifi kation mit ihnen ist so gross, dass die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt perforiert werden.

Es braucht nicht viel Fantasie, die Folgen dieser Entwicklung zu abstrahieren. Wird ein heute Jugendlicher in einigen Jahren finanziell selbstständig und will ein reales Konto eröffnen, wird er die ihm vertraute Welt mit Interaktionsmöglichkeiten dem realen Gang in eine Bankfiliale vorziehen. Wer diesen Gedanken beim Lesen sofort negiert, sollte nicht vergessen, dass die virtuelle, dreidimensionale Bank der Zukunft Begegnungszonen für Kunden und Interessierte, Diskussionsebenen mit Bankangestellten und Besuchsmöglichkeiten von Trading-Räumen oder Hypothekenabteilungen beinhalten wird – ein Rundum-Wohlfühlpaket für virtuell Geübte. Kommt dazu, dass die Speicherung der Daten und Interessen eine Komplett-Betreuung ermöglicht. Die grössten Anforderungen sind im regulatorischen Bereich anzusiedeln. Dass die Generation an potenziellen Nutzern solch virtueller Bankwelten heranwächst, steht ausser Zweifel.”

Wir twittern @rolotec.

Bald “Kiss Goodby” den Prämienvorteilen bei Online-Krankenkassen?

von Thomas Lang

Die Medien pfeifen es wie Spatzen von den Dächern, uns steht ein heisser Prämienherbst bevor. Wie könnte es sein, die Rede ist von den Krankenversicherern (die sich überhaupt nicht gerne als Krankenkassen bezeichen, doch das ist ein anderes Thema).

Heute lancierte nun auch die Sanitas mit Sanitas Compact eine reine Onlinekasse wie schon früher andere Versicherungen auch. Grund dazu ist die sog. “Jagd nach guten Risiken” – also Versicherungsnehmer, die vornehmend über digitale Kanäle mit den Anbietern kommunizieren, demnach nicht alt jünger sind und damit mutmasslich weniger Gesundheitskosten verursachen.

Neu ist diese Entwicklung nicht – spannend ist sie trotzdem. Heute ziehen Argumente wie Online-Gesundheitsberatung, Web-Administration uvm. auch in dieser Branche. Genau solche Argumente, welche ich bereits vor 7 Jahren in einem pfannenfertigen Konzept inkl. klickbarem Prototypen lancierte, damals mit mässigem Erfolg. Heute zeugt nur noch Archive.org von diesem Vorhaben, das wir mit dem Label vimeca.com (virtual medi care) versahen.

Die Entwicklungen bei den Versicherern hinken der Finanzbranche leider gut und gerne ein knappes Jahrzehnt hinterher. Um die Jahrtausendwende waren es die Onlinebankings, die nicht nur den technologischen Weg ebneten sondern auch die Akzeptanz bei den Anwendern aufbauten. Heute wäre ein Bankbetrieb ohne die Online-Administration – sprich u.a. die Erfassung von Zahlungs- und Börsenaufträgen durch die Kunden selbst – nicht mehr bewältigbar.

Die Krankenversicherer stehen nun in etwa genau an der Stelle bzgl. Verlagerung von Onlineprozessen an die Kunden, wo die Banken ca. 2002 waren – diese sind mittlerweile bereits viel weiter. Sie verlangen heute (wieder) für gänzlich durch die Kunden erfasste Transaktionen überhöhte Gebühren. Dort sind die Gebührenvorteile passé – die Prämienvorteile bei den Billigkassen wird man wohl auch mittelfristig “kiss goodbye” sagen können.

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