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Wie Journalisten eine Story wählen oder was passiert mit deinem PR

von Reto Hartinger

Gibt es schlechtere PR als die von IT-Firmen? Ich glaube kaum. Ich habe immer wieder Diskussionen mit Start-ups die ich unterstüzte, wie sie PR machen sollen. Vieles glaubten sie mir nicht und manches das sie mir glaubten, konnten sie kaum in die Praxis umsetzen, zu verkrustet sind die Ansichten, wie ein PR auszusehen hat. Was sie nicht können, was eine PR Agentur nicht kann, sind Stories erzählen. Sie können sich einfach nicht vorstellen, was ein Journalist will, was für ihne eine Story ist und wie er sie auswählt.

Ein anderes leidiges Thema. Ich habe immer behauptet man soll einen PR so schreiben, dass er druckfertig ist. Nein, die Journalisten möchten das selber machen – hiess die Antwort. Aha. Viele Redaktionen haben einfach keine Zeit um stundenlang über einen nichtssagenden Text zu brüten und ihn ins Lesbare umzuarbeiten. Bei vielen Tageszeitungen gibt es gar niemanden der IT oder Internetartikel schreiben könnte, ist etwas gut geschrieben und es interessiert, nehmen sie es aber 1zu1.

Im Blogpost Pe Är – oder wie ich die Presse richtig bediene habe ich meine Weisheiten zum Thema in einem 10-Punkte ToDos dargestellt. Naja langer Rede kurzer Sinn. Ich habe Thomas Benkö, Nachrichten-Chef von Blick am Abend, aufgeboten, uns seine Sicht der Dinge am Internet Briefing zu erläutern. Erfahren wir aus Erster Hand, was wir tun müssen, um gegen PR-Maschinen von Apple, Microsoft und Co an- und in die Medien hineinzukommen. Das wird sicher nachher auch noch eine gute Diskussion geben.

2.03 Wie schaffen es IT-Themen in die Medien

Irgendwie kommen immer nur die Anderen in die Zeitung und wieso hat gerade der Konkurrent ein ellenlanges Interview? Als kleine Firma haben wir gegen Microsoft und Apple eh keine Chance in die Medien zu kommen. H i l f e – wir sind klein und müssen bekannt werden. Kommt Euch das bekannt vor? Blick am Abend Nachrichten-Chef Thomas Benkö bespricht, wie und wieso eine Medienmitteilung in die Medien schafft oder nicht.

- IT-Themen in den Schweizer Medien : Umfang-Entwicklung in den letzten 10 Jahren

- Kleine (Schweizer) Firmen vs. internationale Brands

- Was macht ein (IT-)Journalist den ganzen Tag?

- Informationsflut aus Journalisten-Sicht (PR-Schwemme in der Inbox, Was schreiben die anderen?, Alles schon mal gesehen, gehört…)

- Was wollen Journalisten? vs. Was wollen IT-Firmen?

- Was ist die Meta-Ebene einer Story?

- Wieso wollen alle möglichst positiv an ein möglichst breites Publikum?

- Wie verpacke ich Produkte/Dienste in eine Geschichte und wie verkaufe ich sie den Medien?

- Gute und schlechte Beispiele

- Tipps zum Vorgehen

- Fachpublikum vs. breite Masse

- “Exklusiv” oder alle angehen?

- Wer spricht mit den Medien? Wer nicht.

- Tabuthemen?

- Option PK. Vor- und Nachteile.

- Was bewirken Agenturen, was nicht?

- Kontaktaufnahme. E-Mail vs. Telefon, bzw. Kombination. Persönlich vs. Generisch. – - Welche Infos müssen mit, was wäre Overkill?

- Welche Kontrolle habe ich darüber, was geschrieben wird? Rechte und Pflichten des Journis.

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Internet Briefing 2010

von Reto Hartinger

Irgendwie bin ich optimistisch, dass das 2010 innhaltlich das beste Internet Briefing Jahr wird. Zum fünfährigen Bestehen des Internet Briefings habe ich eine Konferenzreihe vorgesehen, die mit 3 Konferenzen im März und April zu den Themen E- und Mobile-Commerce, den wichtigsten Developper-Themen und Social Media beginnen. Im Herbst folgen voraussichtlich wieder 3 Konferenz. Mindestens eine davon in Bern.

Es könnte sein, dass wir im April wieder einen Geschäftsleitungsmitglied eines renomierten amerikanischen Webunternehmens bei einem Internet Briefing begrüssen dürfen. Ich sehe sowieso mehr englische Briefings vor, damit sich die englischsprachigen Internetler mit uns besser vermischen.

Wenn Du weisst, dass irgendeine Persönlichkeit aus den USA in die Schweiz kommt, teile es mir doch bitte mit. Ich werde mich bemühen, dass diese vor dem Internet Briefing spricht.

Melde Dich jetzt zu den zu den nächsten Veranstaltungen an:


2.02.2010 11.30-14.00 Internationales Email Marketing
Email Marketing ist auch international d a s Tool um effizient Märkte zu bearbeiten sowie Kunden zu informieren. Aber wie erreichen wir unsere Branding-Ziele und bringen Promotions über verschiedene Sprachen, Kulturen, Zeitzonen an den Mann? Milko van Rijn von Mettler-Toledo International geht der Frage nach, wie man ein Internationales Email Marketing 

2.02.2010 17.30-20.00 User Experience and Application Design at Google
Usability is key in web applications. Simon Raess works as UX Designer at Google Docs in New York. He shares his views on how to create genuine user experiences for the web.

Dieses Event ist auf Englisch – wer es auf Deutsch haben will, geht nach Bern:

3.02.2010 17.30-20.00 User Experience und Application Design bei Google (Deutsch)
Bern: Ristorante La Gioia, Bärenplatz 7 map
Benutzerfreundlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg von Web-Applikationen. Simon Raess arbeitet als UX Designer im Google Docs Team in New York. Er spricht über die Gestaltung von Benutzer-Erlebnissen im Web.

Es warten spannende Konferenz auf Dich – melde Dich jetzt an zu:

15.03.2010 08.30-17.30 Konferenz:

E-Commerce & Mobile Commerce

E-Commerce Trens: Liveshopping, clubshopping, masscustomizing, crowdsourcing

Moderne Produktepräsentatin: Videos, Konfiguratioren, Augmented Reality

Social Commerce: Geld verdienen mit Facebook, Youtube, Twitter & Co, Social Media Kampagnen

Mobile Commerce: M-Commerce Möglichkeiten und Beispiele, Preisvergleiche,

… und mehr Themen


6.4.2010 08.30-17.30 Konferenz:

Social Media Marketing Summit

Kommunikationsstrategien: Facebook, Twitter, Youtube Kampagnen

Inhalte verbreiten:  Webapps, Page, Gruppe und Facebookinhalte auf eigener Page

Twitter: Twitter in Business, Virale Twitter-Applicationen

Mobile: Möglichkeiten und Aussichten

Social Media managen : Aktivitäten monitoren und auslösen, Social Media und CRM


Provisorisches Programm:
- Neue Kommunikationsstrategien mit Botschaften und Botschafter
- Social Media Aktivitäten monitoren und aktivieren
- Webapps, Page, Gruppe: Inhalt er eigenen Website auf Facebook publizieren
- Werbung in Sozialen Netzwerken
- Facebook Gruppe, Facebook Fanpage
- Virale Twitter-Applicationen: Wie man in 4 Wochen 600′000 Benutzer gewinnt
- Social Media goes mobile
- Twitter für Business: selbstreferenzielle Spielerei oder “the next big thing”
- Vom Dialog zum Lead – Social Media Marketing und CRM im Zusammenspiel

7.4.2010 08.30-17.30 Entwickler-Konferenz

Developer Summit

Entwicklen für/von: Twitterapplikationen, Facebook , iPhone und iSlate

Single Sing on mit Facebook, Twitter, und Google-ID

Web & Cloud verschnellern: Skalierbare Applikationen, Atomisierung von Komplexen Systemen

Trends: NoSQL , One Web, Web of Things

Projektmanagement: Boosting Requirements Analysis, Better Software Estimation

Real-Time Web: Standards und Herausforderungen,  Software-Architekturen für die Web-2.0-Welt

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Rückblick 2009: Twitter, Zeitungssterben und eine überforderte Contentindustrie

von Michael Gisiger

Für mich ist Twitter der ganz klare Gewinner und Aufsteiger des vergangenen Jahres: Weder die alten noch die neuen Medien kamen 2009 um den Mikroblogging-Dienst herum. Es fand sich kaum mehr ein Medium, welches nicht in irgendeiner Weise Bezug nahm auf Twitter. Ein eigener Account wurde zudem zu einem must have für (fast) alle. Gleichzeitig beschleunigte sich die Flurbereinigung bei den traditionellen Medien.

Twitter, Echtzeitsuche und die Opposition im Iran

Die Verbreitung von Information hat durch den Mikroblogging-Trend extrem an Geschwindigkeit zugelegt. Kein journalistischer Artikel kann so schnell geschrieben und publiziert werden, wie eine 140-Zeichen-Botschaft ihren Weg ins Netz findet und sich dort ausbreitet. Twitter hat vieles auf den Kopf gestellt. Dass es an Twitter derzeit kein Vorbeikommen gibt, zeigt unter anderem auch das gewachsene Interesse seitens grosser Internetkonzerne an dem Service. Der Begriff “Echtzeitsuche” entwickelte sich in Windeseile zum viel strapazierten buzzword, nachdem sowohl Google als auch Microsofts Bing bekannt gegeben hatten, künftig Informationen von Twitter zu indizieren.

Ein bemerkenswertes Beispiel für den Nutzen von Twitter und Social Media lieferten in diesem Jahr die Proteste im Nachgang zu den Präsidentschaftswahlen im Iran. Bilder und Nachrichten über den Verlauf der Proteste und die Übergriffe durch den staatlichen Unterdrückungsapparat des Regimes verbreiteten sich in Windeseile um den Globus. Die Rolle, die einst von Agitatoren im Zuge von Revolutionen und Demonstrationen eingenommen wurde, wird zunehmend durch eine “basisdemokratische” Vernetzung über Social Media ersetzt.

Der langsame Tod von Print

Die rasanten Entwicklungen im Web, das neben der Dominanz von grossen Playern wie Google, Microsoft und Co. auch zunehmend von nutzergenerierten Inhalten beherrscht wird, lässt auch die Zeitungsverlage weiterhin recht ratlos zurück. Während Printauflagen weiterhin sinken, die von den USA ausgehende Zeitungskrise – verschärft durch das eingebrochene Anzeigengeschäft – auch hierzulande noch stärker spürbar zu werden droht, wird das Internet als Informationsquelle immer wichtiger.

Doch auch wenn die Zugriffe auf Zeitungswebseiten wachsen, so verdienen die Verlage damit bis dato wenig bis kein Geld – nach wie vor fehlt es an Geschäftsmodellen. Fatal ist nun, dass alle nach “Paid Content” schreien und zumindest teilweise auf Bezahlinhalte im Netz umsteigen wollen oder diesen Umstieg bereits vollzogen haben. Mein Rückblick 2010 wird dieses Thema sicherlich wieder streifen (müssen) …

Contentindustrie noch immer ohne Plan

Die Überforderung klassischer mit den neuen Medien liess sich auch 2009 wieder an heftigen Urheberrechtsdiskussionen und dem damit verknüpften Online-Piraterieproblem ablesen. Das mittlerweile schon traditionsreiche Konfliktthema Copyrights gipfelte in diesem Jahr in der Verurteilung der schwedischen Pirate-Bay-Betreiber. Was folgte, waren weitere Prozesse, Verbote der Torrentseite in einzelnen Ländern sowie die (de facto gescheiterte) Stilllegung von Pirate Bay.

(Crosspost von www.wortgefecht.net)

GRYPS Offertenportal geht in die Registrierungsphase!

von GabyStaeheli

GRYPS Offertenportal sucht Anbieter von professionellem  IT & Office Equipment, sowie von Dienstleistungen für KMU in der Schweiz. Der Startschuss für die Lancierung des neuen Offertenservices ist für Ende Januar 2010 geplant.

Das Geschäftsmodell von GRYPS basiert auf der Vermittlung von Leads. Sucht ein Unternehmer z.B. eine Webagentur zur Erstellung  einer neuen  e-commerce Site,  so gibt er sein Kaufinteresse in wenigen Minuten kostenlos bei GRYPS ein.  Durch einen kurzen Online-Fragebogen, sowie einen Rückruf von GRYPS wird die Kaufabsicht verifiziert und qualifiziert.  Dieses sog. “Lead” wird dann an 3 passende Anbieter vermittelt, damit diese dem Kaufinteressent ein individualisiertes Angebot erstellen können.

Anbieter der verschiedensten Kategorien von Webservices über Telefonanlagen bis hin zu ERP-Software können sich kostenlos bei GRYPS registrieren und bezahlen nur für die gewünschten Leads (nach vorheriger Einsicht in den ausgefüllten Fragebogen). Die Kaufabwicklung selbst erfolgt nicht über die Plattform.

Der Nutzen für den Einkäufer liegt in der Zeitersparnis bei der Recherche nach geeigneten Anbietern und in der Möglichkeit rasch gleichwertige massgeschneiderte Offerten zu erhalten um damit auch das beste Preis-Leistungsverhältnis zu erzielen.
Der Nutzen für die Anbieter liegt in der Erschliessung neuer Absatzwege, sowie dem Erhalt von vorqualifizierten, konkreten Leads ohne Streuverlust.

Interessierte Anbieter, die sich bis zum 31.12.2009 unter www.gryps.ch registrieren erhalten Leads in den ersten 2 Monaten kostenlos. Die Anmeldung ist ebenfalls kostenlos und unverbindlich.  Testet uns! Weitere Infos gibt’s auf unserer Homepage www.gryps.ch oder direkt von mir: gaby.staeheli@gryps.ch

5 Jahre Internet Briefing Konferenz: Call for Speakers

von Reto Hartinger

 

Nächstes Jahr wird das Internet Briefing fünf Jahre alt. Wir kommen in den ersten Chindsgi oder im Internet-Zeitalter stehen wir wohl eher vor der Matura.
Ich möchte das Jubiläum mit zwei grossen Konferenzen begehen (die auch einen sozialen Teil mit Musik und Showeinlagen unserer Mitglieder beinhalten).
Die Konferenzen plane ich für März und September. Deshalb suche ich heute schon Speaker, künstlerische Taltente und Sponsoren. 
Call for speakers
Promotion: Social Media Marketing (wird ein Morgen gewidmet sein), Onlinemarketing, E-CRM, Mobilemarketing etc.
Trends: Userverhalten, Märkte, Businessmodelle, Technologien, E-Business, E-Commerce, Wisdom of the Crowds etc.
Best Cases: Suchmaschinenoptimierung, Usability, Web-Design, Markenführung, Mobile etc.
Mobile: iPhone & Android Trends, Businessmodelle, Ubiquitous Computing, Locationbased Konzepte etc.
Technologie: Cloud Computing, Collaboration, Virtualisierung, SaaS, Open Source, Pervasive Computing, 3D Web, HTML5 etc.
Development: Ajax, Automatisation, Webapplikationsdesign, P2P Architekturen, Agile Methoden, Model driven design, Computational Intelligence etc
und natürlich Deine eigene Idee eines Referates.
Keine Angst, sollte Dein Vorschlag an den Konferenzen nicht unterkommen – werde ich sie an normalen Briefings berücksichtigen können.

Schweizer ICT Magazine und ihre Relevanz

von Reto Hartinger

Man könnte einfach die WEMF Zahlen anschauen und dann wüsste man, welche Printtitel relevant sind. Am Interne Briefing in Bern hat der Referent Marcel Meier eine Aussage gemacht die ich nachvollziehen konnte. Die Werbeforschung sagt zwar aus, dass Jugendlich soundsolang und soundsooft fernsehen, fragt man sie aber selber schauen sie aber nicht fern. Fernsehen ist kein Primärmedium mehr – es läuft höchstens noch, ohne wahrgenommen zu werden.

Mein Medienkonsum hat sich auch total verändert in der letzten Zeit. Irgendwie wird er immer extremer. Ich möchte nicht von mir auf andere schliessen und möchte trotzdem wissen, welche Medien meine Zielgruppe liest. Welche noch relevant sind. Deshalb mache ich hier eine total nicht representative Umfrage.

Es ist wichtig, dass Du Deine Meinung auch im Kommentar festhälst, damit wir ein so genaues Bild wie möglich erhalten. Mache aus diesem Grund auch Dein Umfeld auf diese Umfrage aufmerksam.

Es sind immer mehrer Antworten möglich

Welche ICT Titel sind für dich relevant

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Auf welche ICT Titel habe/hätte ich Zugriff

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Mein Leseverhalten (mehrere Antworten möglich)

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Deine Meinung zu Blogs

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Begründe Deine Meinung im Kommentar

Wird Video zum Standard im Internet Briefing?

von Reto Hartinger

Beim letzten Internet Briefing hat die Uni St. Gallen die Video mitgebracht und quasi ein Video übers Videomachen gemacht. Das hat mich natürlich sehr gefreut. Ich werde immer wieder angefragt, ob es nicht eine Live-Uebertragung oder ein Video-Mitschnitt der Briefings gibt. Das kann ich selber nicht in die Hand nehmen, aber im Internet Briefing hat es ja Video-Blogger die dies übernehmen könnten

Am morgigen Briefing wird von INM der Vortrag Marketing in Social Media und Web 2.0 mit Philipp Sauber aufgenommen und am Mittwoch wird Aseantic den Referenten Marcel Meier zu seinem Vortrag SocialWeb – Erfolg ist nicht programmierbar! interviewen . Mich freuts und ich unterstütze gerne weitere Aktivitäten in diese Richtung. Hier das Video über Dani Niklaus’ Vortrag Videos in Websites: Storytelling, wie aufnehmen und schneiden

Link: Video Internet Briefing storytelling

Möchtest Du einen Podcast oder Video eines Referats aus unserem Porgramm machen oder ein Interview mit einem Referenten? Dann kontaktiere mich doch rasch. Oder möchtest Du selbst interviewt werden? Ich habe begonnen habstandartisierte Interview mit Mitgliedern aus dem Internet Briefing hier zu veröffentlichen. Es ist immer spannend zu hören, zu verschiedenen Themen sagen. Es müssen ja nicht immer die Referenten die Stars sein. Kontaktiere mich, wenn Du auch Interviews machen oder interviewt werden willst.

Ich kann mir vorstellen, dass ich auch mal Interviews via Skype mache. Wer möchte mir dabei helfen? Da bin ich noch zu schwach um sowas technisch richtig auf die Reihe zu bekommen. Wäre doch toll, würde der Blog etwas multimedialer

Jack Wolfskin: Negativwerbung in Social Media

von ArthurHefti

Vor knapp einer Woche begann Jack Wolfskin Abmahnungen an Hersteller von textilen Produkten mit Pfotendesign zu versenden. Es handelt sich hier aber nicht um Firmen aus Fernost, die Jack Wolfskin Artikel kopieren,  sondern um Artikel auf DaWanda.de, einem Online Portal für Selbstgemachtes. Die Hersteller erhielten Post von Jack Wolfskin mit einer Rechnung von gegen 1000 Euro und der Aufforderung die Produkte vom Portal zu entfernen.

In der betroffenen Blogger Community machte dies sehr schnell die Runde und eine grosse Solidaritätswelle nahm ihren Anfang. Was zuerst nur bei Insidern bekannt war, zog bald grössere Kreise und verschiedentlich ist zu lesen, dass Jack Wolfskin von nun an boykottiert wird. So findet sich die Geschichte nun z.B. auch auf werbeblogger.de, in englisch auf AdvertisingAge und seit gestern auch auf SpiegelOnline. Die grosse Präsenz in den verschiedensten Blogs hat nun auch zur Folge, dass wenn auf google.ch nach Jack Wolfskin gesucht wird, nicht mehr die Firmen Web Site an erster Stelle erscheint, sondern der Spiegel Artikel “Pfoten-Markenrecht Jack Wolfskin mahnt Bastler wegen Tatzen-Mustern ab‎” und einige weitere Links auf der ersten Google Seite verweisen auf Blogs zu diesem Thema. Die offizielle Stellungsnahme von Jack Wolfskin war noch Öl in das Feuer. Dort wurde nochmals bestätigt, dass die Abmahnung rechtens sei und die verrechneten Kosten von knapp Euro 1000 noch sehr günstig ausgefallen sind.

Im Artikel auf SpiegelOnline sind einige der abgemahnten Designs zu sehen. Diese gleichen, meiner Meinung nach, überhaupt nicht der Wolfspfote von Jack Wolfskin sondern mehr Katzenpfoten. Wir haben auch eine Katzenpfote im Firmenlogo und lassen diese auch auf Baseball Caps sticken. Wir hoffen nun, dass wir deshalb nicht von Jack Wolfskin abgemahnt werden.

Ich denke Jack Wolfskin hat die Auswirkungen dieses Handelns stark unterschätzt und angenommen, dass die abgemahnten Personen die Produkte kommentarlos von Netz nehmen. Die betroffene Blogger Community ist jedoch sehr stark verlinkt, so dass die ganze Geschichte grosse Kreise zog. Der Imageschaden ist, meiner Meinung nach, um sehr viel grösser als der erhoffte Nutzen. Das Beispiel zeigt, wie schnell mit den heutigen Möglichkeiten im Web 2.0 etwas erreicht werden kann.

Eine detaillierte Aufstellung der ganzen Geschichte findet sich auf die.waschkueche.

Was ist heute Öffentlichkeit? Wer bestimmt die News?

von Reto Hartinger

Öffentlichkeit war, was Persönlichkeiten, Politiker oder Firmen den Journalisten mitgeteilt und diese als wichtig empfunden und publiziert haben. Und zwar dann erst als diese Publiziert wurden. Radio und TV waren am schnellsten, da sie immer senden. Die Tagespresse kam am nächsten Tag und die Fachpresse stolperte einen bis zwei Monate hinterher.

Und heute?

Federer kommunizert via Social Media direkt mit den Fans

Heute kann durchaus der Newsabsender selber bestimmen wann etwas öffentlich wird. Rodger Federer zum Beispiel verfügt über ein eigenes Massenmedium mit 3 Millionen Lesern: seine Facebook Page.

Vor 2 Sunden hat er diese Nachricht auf seinem Profil veröffentlicht:

I’m disappointed that I have to withdraw from Tokyo and Shanghai as they are two of my favorite cities in the world and the fans have been great to me over the years. After consultation with my team and doctors, I decided to take the difficult decision to withdraw from both tournaments so that I can give my body a chance to rest, rehabilitate and fully recover from a physically challenging year.

Innerhalb zweier Stunden hat er 12 227 Feedbacks erhalten. Zu seinen Babyfotos waren es  übrigens 140 000.

Virale Verbreitung

Ich  bin kein Fan von seiner Homepage und habe davon über Twitter erfahren. Eine Person die ich verfolge hat es getwittert (schade ich finde den Tweet nicht mehr hätte ihn gerne hier veröffentlicht). Dort macht die News ihre Runde und wird es vielleicht bis in die Trending Topics schaffen. Dann sehen es alle Twitterer. Ich trage die Nachricht wie viele andere auch in einem Blog aus Twitter hinaus.

Die Medien werden es aufnehmen und zuerst online schalten. Die Radios und Fernsehnachrichten versehen die News mit Bildern und eventuell sogar einem Interview. Bis dann haben wir es aber bereits erfahren und am nächsten morgen, was bleibt für Gratiszeitungen und Abozeitungen als News übrig? Zeitungen müssen sich neu erfinden.

Social Networks auch etwas für Firmen?

Können auch Firmen diese Kraft für sich gewinnen? Facebook Fanpage und Twitter-Account scheinen auch für Firmen ein Muss. Auch Firmen sollten den direkten Weg zu ihrem Publikum suchen. Jeder wird sein Verleger und die Personen die sich wirklich für die Sache und Sachen der Firmen interessieren werden die Abonennten.

Wir thematisieren das in unseren nächsten Internet Briefings Werbung in Social Media und Web 2.0 und SocialWeb – Erfolg ist nicht programmierbar!

Niedergang und Aufstieg der Presse

von Reto Hartinger

Es gibt Leute die vor Jahren darauf gesetzt haben, dass die York Times bankrott gehen werde. Ich glaube sogar Andreas Göldi war auch darunter. Wieso weiss ich nicht mehr.

The New York Times bald kein Pfifferling mehr wert?

Seit Anfang 2004 ist The New York Times Company von 40 Dollar auf 8 Dollar herunter gerutscht. Es gab für die Aktie nur eine Richtung, südwärts. Nicht einmal ein Zwischenhoch. Besser erging es News Corporation, da setzte der Abwärtstrend erst im Oktober 2007 ein, von 24 auf 11 Dollar.  Gut die haben mehr Online drin und sind breiter aufgestellt. Wie es den anderen Presseerzeugnissen ging, konnte ich nicht herausfinden. Sie sind in privater Hand oder gehören wohl grösseren Mediengruppen an.

Online kann die Verlage nicht retten

Online ist aber nicht die Rettung der Verlage und das wissen sie auch. Es kann höchstens das Überleben verlängern. So sieht ein Verlag online eben auch als Konkurrent und trifft deshalb nicht die richtigen Entscheidungen. Die Verlage haben die Preise für Onlinewerbung immer künstlich hoch gehalten. Oder sie verlinken nicht gegen aussen z.B. zu einem Konkurrenten oder einer anderen Quelle. Schweizer Sites verstehen nicht einmal das Cross-Selling der eigenen Artikel und mit Usergenerated Content können sie “fast” nichts anfangen.

Die Konkurrenz kommt vom Online only

In Amerika läuft eine Online-Zeitung der traditionellen Presse den Rang ab: The Huffington Post. Es ist eine News-Site wie sie viele gibt und versteht sich auch als Newsagregator. Sie ist auch nicht anders organisiert wie eine normale Zeitung. Bezahlte Journaliste recherchieren Stories oder schreiben Associated Press Meldungen um. Aber sie macht auch etwas anderes. Zum Beispiel wie die Weltwoche, hat sie Stars unter Vertrag. Ron Howard, ein Blogger und Filmregisseur oder den Schauspielerblogger Alec Baldwin und den Talkmaster und Filemacher Bill Maher.

In The Huffington Post haben ebenfalls ihre Meinung gebloggt haben Barack ObamaHillary ClintonMichael MooreAlec BaldwinNorman MailerMadeleine Albright,  Mia Farrow,  Gary HartEdward KennedyJohn KerryNancy PelosiJamie Lee Curtis oder Donatella Versace.

Heute gilt die Huffington Post als Meinungsmacher und wird von den Printmedien zitiert – zwangsläufig. Es gilt als “chic” der Huffington Post ein exklusives Interview zu geben.

Online only hat eine ganz andere Kostenstruktur

Die Macher der Huffington Post haben begriffen, dass ein Verlag keine Druckerei und kein Verteilzentrum ist, sondern ein Meinungsmacher. Diese Einsicht reduziert die Kosten enorm. Ein teil der Journalisten bemüht sich nicht, eine Story zu schreiben sondern bewegt Persönlichkeiten, dies in der Huffington Post zu tun.

Online only verkauft sich besser – nicht der Artikel steht im Vordergund sonder die Community

Da Internet das Medium ist, wird Internet auch ausgereizt. Allerlei Möglichkeiten sich zu beteiligen wie

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und

Read more from Huffington Post bloggers: (Beiträge interner Blogger)

Aber was haben sie gemacht. Einfach eine zwar aktuelle und gute Geschichte einfach von Associated Press

Associated Press writers Pauline Jelinek in Washington, Philip Elliott in Oak Bluffs, Mass., and Denise Lavoie in Boston contributed to this story.

genommen, mit anderen Artikeln verlinkt sowie den Bloggern. Ziemlich billig – so 20Minutenmässig, einfach besser.

Jeder Artikel ist in sich ein Marketinginstrument.

Die Kommentare werden nicht einfach so freigeschaltet, sondern auch ausgemüllt wie die NZZ das macht. Die Huffington Post ist ein Qualitätsblatt. Man sieht aber auch immer, wieviele Kommentare noch nicht freigeschaltet sind. Innerhalb der Kommentare entstehen Diskussionen. Man kann also auch einen Kommentar kommentieren.

Mit fremden Inhalten wird billigst noch mehr eigener Inhalt generiert

Es gibt einen Videokanal. Da werden z.B. NBC Videos gezeigt, eingebettet in die oben beschrieben Umgebung. Aus viel fremden Content entsteht eigener sowie User Generated. Billig, clever und vor allem es ist und bleibt guter Inhalt. Da ist kein Journalist einmal von seinem Pult aufgestanden.

Gratiszeitungen produzieren günstig, gegenüber online only immer noch zu teuer

Gratiszeitungen sind deshalb so erfolgreich, weil sie fast nicht zum produzieren kosten, aber gegen die Huffington Post ist das noch zu teuer und vor allem inhaltlich zu schwach.

Es wäre die Weltwoche die den Schritt zur schweizer Huffington Post machen könnte. Sollten die Inserate noch mehr einbrechen und die Druckkosten den Verlag an die Wand drängen, dann, Roger Köppel, solltest Du Dir dieses Konzept überlegen. Aber dann ist es zu spät.

Besser wäre du beginnst heute schon damit – damit du ready bist, wenn du die grossen Kostenblöck los werden musst.

Die Rettung für die Verlage sind nicht neue Einnahmen, es ist die readikale Reduktion der Kosten. Nicht vergessen 2/3 der Kosten könnten eingespahrt werden und heraus käme ein noch besseres Produkt. Oder lesen wir die Weltwoche wegen ihres Pfadidesigns? (ok, ich lese die Weltwoche nicht mehr – sie ist inhaltlich nicht mehr geniessbar).

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