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Kriterien für die Suchmaschinenoptimerung

von Beat Z'graggen

Das Internet Advertising Bureau Switzerland lud 14 Schweizer Experten dazu ein, über 100 Ranking-Kriterien von Google einem umfassenden Rating zu unterziehen. Im Ergebnis liegt damit ein profunder Überblick vor, was bei einer Suchmaschinenoptimierung zu beachten ist.

Die Studie beschreibt über 100 Kriterien für die Suchmaschinenoptimierung in einer verständlichen Sprache und zeigt auch auf, bei welchen Themen unter den Experten ein Konsens herrscht. Die Kriterien werden in der Studie, welche immerhin 65 Seiten umfasst, auch in einzelnen Kategorien verdichtet und kommentiert.

Die 10 wichtigsten Ranking-Kriterien
Auch wenn sich die Kriterien grösstenteils mit einer internationalen Umfrage bei weltweit führenden Experten für Suchmaschinenoptimierung decken (von SEOMOZ zuletzt im vergangenen Jahr aktualisiert) – es sind doch auch einige Unterschiede zur internationalen Studie sichtbar. Während in der internationalen Studie die drei wichtigsten Kriterien nur mit der Verlinkung zusammenhängen, ist das Top-Kriterium der Schweizer Studie der Inhalt der Seite (Einzigartiger Content; Rating: 4.64 von 5).

Natürlich haben auch bei der Schweizer Studie 7 der Top-10 Kriterien mit der externen Verlinkung zu tun. Es ist aber auffällig, dass neben dem gemäss Expertenpanel wichtigsten Kriterium auch zwei weitere Kriterien in den Top-6 sind, welche nichts mit der externen Verlinkung zu tun haben.

Da ich mich als teilnehmender Experte intensiv mit der Studie beschäftigt habe, kann ich mir den Unterschied zur internationalen Studie nur so erklären, dass von vielen Experten die Kriterien anhand von Schweizer Auftritten bewertet wurden. Im kleinen Schweizer Markt reicht es oft aus, die Inhalte zu optimieren, um besser gefunden zu werden (siehe auch Ranking-Kriterien für Suchmaschinenoptimierung).

Bei vielen Punkten folgt die Einschätzung der Studie aber der internationalen Umfrage. Die neue Schweizer Studie hat vor allem den Vorteil, dass sie eine gute Zusammenfassung über die wichtigen Kriterien gibt.

Die 5 Kriterien mit dem höchsten Konsens
Nicht überraschend war, dass der Keyword-Gebrauch im Meta Keywords Tag den letzten Platz belegte (Rating 1.21, Konsens: 83%). Obwohl es heute noch Webdesigner gibt, welche ihren Kunden erzählen, sie hätten den Auftritt für Google optimiert und damit meinen, sie hätten Meta-Keywords eingetragen – Google ignoriert den Meta Keywords Tag seit 2002 (siehe auch Mythen für die Suchmaschinenoptimierung: Anmelden, Pagerank, Metatags).

Den zweithöchsten Konsens (Rating 4.0, Konsens 79 %) hatte die Keyword-Varianz in externen Links. Den meisten Personen mit grundlegenden Google-Kenntnissen ist klar, dass Links wichtig sind. Wer aber einen künstlichen Link-Aufbau betreibt, tendiert dazu, mit grosser Mehrzahl die paar wenigen, aber sehr wichtigen Keywords in externen Links zu platzieren. Dabei wird die “Intelligenz” von Google oft unterschätzt. Sobald der Linkaufbau von Google als künstlich betrachtet wird, werden die entsprechenden Links abgestraft.

Im weiteren herrschte grosser Konsens beim Keyword-Gebrauch in den ersten 50 bis 100 Wörtern des HTML-Texts (Rating 3,79, Konsens: 78 %), beim Fakt, dass eine Adwords-Kampagne keinen Einfluss auf die Positionen bei den eigentlichen Suchergebnissen hat (Rating 1.29, Konsens: 78%) und dass Links von Social Media Plattformen wie Xing für die Suchmaschinenoptimierung nichts bringen (Rating 2.00, Konsens: 77%).

Die 10 schädlichsten Faktoren
Bei den 10 schädlichsten Faktoren mit grossem Potential, bei Google den Ruf zu verlieren, war der Konsens zwar nicht so eindeutig, aber die Liste von schädlichen Faktoren ist sicherlich lesenswert:

  • Cloaking (Schädlichkeit: 4.50, Konsens: 64%); also alle Techniken, mit denen man den
    Suchmaschinen andere Inhalte liefert als dem normalen Besucher (siehe auch Geolocation – Wie Google unterschiedliche Inhalte für verschiedene Länder akzeptiert).
  • Versteckter Text (Schädlichkeit: 4.14, Konsens: 63%)
  • Link-Kauf bei bekannten Link Brokers (Schädlichkeit: 3.86, Konsens: 56%)
  • Ausgehende Links zu Spam Sites (Schädlichkeit: 3.64, Konsens: 68%)
  • Server Downtime (Schädlichkeit: 3.50, Konsens: 64%)
  • Hohe Keyword-Dichte im sichtbaren Text (Schädlichkeit: 3.43, Konsens: 71%)
  • Hohe Keyword-Dichte im Title Tag (Schädlichkeit: 3.43, Konsens: 68%)
  • Starke Verlinkung mit Domains auf dem selben C-Block (Schädlichkeit: 3.23
    Konsens: 47%)
  • Stark parametrisierte URLs (Schädlichkeit: 3.07, Konsens: 53%)
  • Eingehende Links von Spam Sites (Schädlichkeit: 2.93, Konsens: 59%)

Hier die Ranking-Kriterien für Suchmaschinenoptimierung herunterladen.

Cross-Posting von Studie: Ranking-Kriterien für die Suchmaschinenoptimierung

GRYPS Offertenportal geht in die Registrierungsphase!

von GabyStaeheli

GRYPS Offertenportal sucht Anbieter von professionellem  IT & Office Equipment, sowie von Dienstleistungen für KMU in der Schweiz. Der Startschuss für die Lancierung des neuen Offertenservices ist für Ende Januar 2010 geplant.

Das Geschäftsmodell von GRYPS basiert auf der Vermittlung von Leads. Sucht ein Unternehmer z.B. eine Webagentur zur Erstellung  einer neuen  e-commerce Site,  so gibt er sein Kaufinteresse in wenigen Minuten kostenlos bei GRYPS ein.  Durch einen kurzen Online-Fragebogen, sowie einen Rückruf von GRYPS wird die Kaufabsicht verifiziert und qualifiziert.  Dieses sog. “Lead” wird dann an 3 passende Anbieter vermittelt, damit diese dem Kaufinteressent ein individualisiertes Angebot erstellen können.

Anbieter der verschiedensten Kategorien von Webservices über Telefonanlagen bis hin zu ERP-Software können sich kostenlos bei GRYPS registrieren und bezahlen nur für die gewünschten Leads (nach vorheriger Einsicht in den ausgefüllten Fragebogen). Die Kaufabwicklung selbst erfolgt nicht über die Plattform.

Der Nutzen für den Einkäufer liegt in der Zeitersparnis bei der Recherche nach geeigneten Anbietern und in der Möglichkeit rasch gleichwertige massgeschneiderte Offerten zu erhalten um damit auch das beste Preis-Leistungsverhältnis zu erzielen.
Der Nutzen für die Anbieter liegt in der Erschliessung neuer Absatzwege, sowie dem Erhalt von vorqualifizierten, konkreten Leads ohne Streuverlust.

Interessierte Anbieter, die sich bis zum 31.12.2009 unter www.gryps.ch registrieren erhalten Leads in den ersten 2 Monaten kostenlos. Die Anmeldung ist ebenfalls kostenlos und unverbindlich.  Testet uns! Weitere Infos gibt’s auf unserer Homepage www.gryps.ch oder direkt von mir: gaby.staeheli@gryps.ch

Internet-briefing.ch ist 270 000 CHF wert

von Reto Hartinger

Es wäre doch spannend zu wissen, wieviel die eigene Website wert ist. Ziemlich schwierig herauszufinden – es bräuchte dazu einen Kaufinteressenten oder man müsste wissen wieviel die Konkurrenz bei einem Verkauf wert war. Das wird aber leider nie verkündet.

Bizinformation.org schafft abhilfe. Du musst einfach Deine URL eingeben und erhälst sofort ein Resultat. Es ist zwar wohl grottenfalsch aber es gibt dir immerhin einen Hinweis wenn Du auch Deine Konkurrenz ansiehst. Nicht der Preis ist dabei interessant sondern die Preisdifferenz und was Bizinformation.org über die Bewertungskriterien sagt. Hier Internet-Briefing.ch

http://bizinformation.org/ch/www.blog.internet-briefing.ch

Internet-briefing.ch Bewertung 271′358.93 CHF

Webseite Wert 271′358.93 CHF
Seitenabrufe Täglich 3′301
Besucher Täglich 1′287
Weltweit Rang 192′962
DMOZ Kategorien Diese Domain ist nicht in einem DMOZ Kategorien.
Pagerank 5
Seitenanzahl 0
Externe Links 4′550
Reddit 0 submissions
Stumbleupon 0 reviews
Digg 1 submissions
Delicious 3 bookmarks

Und der Blog bringt es immerhin auf 280 000 CHF Bewertung

Blog.internet-briefing.ch Bewertung 288′112.34 CHF

Webseite Wert 288′112.34 CHF
Seitenabrufe Täglich 2′701
Besucher Täglich 1′505
Weltweit Rang 204′797
Suisse Rang 2′542
Website-Typ Blog
Seitenanzahl 1′728
Externe Links 9′750

Spannend – jetzt bin ich doch versucht, meine beiden Site zu verkaufen. Aber spannend ist jetzt der Blick auf die SIMSA Site

Simsa.ch Bewertung 14′394.12 CHF

Swissict.ch Bewertung 31′059.18 CHF

Sapperlot damit hätte ich nicht gerechnet. Schauen wir uns doch mal die grösseren Sites der Schweiz an:

Search.ch Bewertung 7.63 Mio CHF

Bluewin.ch Bewertung 10.81 Mio CHF


Und wie siehts bei Deiner Firma aus?

Phönix oder Fata Morgana?

von Reto Hartinger

Irgendwie scheinen alle in der IT-Verbandswelt unglücklich. So wie es ist, ist nicht recht und so wie es sein sollte auch nicht. Die Verschmelzung zu einem grossen Informatik-Einheitsverband ist nicht gelückt. Jetzt versuchen sich die Grossen der Branche nochmals mit dem Projekt Phönix. Siemens, Microsoft, Google, Accenture und IBM haben zwar ihren Verband noch nicht gegründet sondern wenigstens der Förderverein “IT Verband Schweiz der mit den bestehenden Verbänden sprechen soll um dann Mitte Jahr “den” Einheitsverband” oder was auch immer aus der Taufe zu heben.

Ich reibe mir die Augen

Wies soll ein Verband mit der Swisscom die gleichen Interessen gegenüber dem Bund vertreten wie alle übrigen Provider?  Wie kann ein Verband mit Microsoft und den Open Source Anbietern die selben Interessen vertreten? Es ist einfach Wunschdenken, dass ein Verband alle politischen Anliegen regeln kann. Leider ist es eben oft so, dass Verbände für die Grossen da sind und die kleinen deren Lobbying brav bezahlen. Das soll jetzt nicht gegen die Verbände sprechen – es braucht sie um die Interessen zu vertreten, nur, es gibt mehr als ein Interesse.

Ich gebe also dem Projekt Phönix nicht viel Chancen. Was mein ihr?

Was ist die beste Lösung um die Interessen der Mitglieder am besten vertreten zu können?

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XING-Übernahme: Ich bin Burda 290 Euro wert und Du?

von Reto Hartinger

XING-Gründer Lars Hinrichs verkauft 25,1 % der Anteile für 48 Mio Euro an die Burda Digital GmbH. Das sind 1.323.041 Aktien à  36,50 Euro.  Somit wird XING mit 192 Mio. Euro bewertet oder 24 Euro pro User und  290 Euro  pro zahlendem Premium-Mitglied .

Das erinnert mich an Zeiten als Compuserve, AOL und Konsorten bewertet wurden. Die hatten in Hysteriezeiten 1000-3000 Dollar pro User wert, so ich mich recht entsinne. Es bildet sich wieder eine Währung für zahlende User oder Dienstenutzer. Interessant ist das Verhältniss von 24/290. Bei Diensten die keine Upgrademöglichkeit auf ein bezahltes Abo hat, wird der Gratisnutzer wohl einen viel geringeren Wert haben. Wieviel? Der Wert hängt natürlich auch massgeblich von der Anzahl User ab, denn bei einem stark staklierenden Business mit geringen Kosten pro Nutzer steigert sich das Potenzial mit jedem dazukommenden User überproportional. XING hat es auf 662 000 Premium Mitglieder geschafft.

Zeitungssterben nächste Runde

von Reto Hartinger

 

Jetzt wird es in der Schweiz konkret: Das Zeitungssterben geht in die nächste Runde. Tamedia stellt das Solothurner Tagblatt ein, die EBIT-Marge von Tamedia fällt auf 0,9 %, die Markenrechte von “.ch ” gehen an Moneycab.
Bedenkliche Margen
Tamedia hat im ersten Halbjar zwar seine Kosten um 47,8 Millionen gesenkt, die EBIT-Marge ist trotzdem von 15,5% auf beängstigende 0,9 % gefallen. Der Umsatz ist um 15,9 % zurück gegangen und Tamedia rechnet mit weiter fallenden Umsätzen.
Fixkosten sorgen für Zeitungssterben
Im Verlagsgeschäft sind die Fixkosten zu hoch und wenig flexibel. Es ist klar dass mit den sinkenden Umsätzen immer mehr unrentable Printtitel aus dem Rennen genommen werden müssen. Das Solothurner Tagblatt ist ein Kopfblatt der «Berner Zeitung». Geht damit nicht einmal mehr die Kopfblattstrategie auf? Wird demnächst die der «Berner Zeitung» und der «Der Bund» zusammen gelegt? Wann wird diese zusammengelegte Zeitung ein Kopfblatt des Tages Anzeigers?
Print ist nicht mehr die Primärquelle für Newsbezug 
Eine Tatsache sind sich die Verleger noch nicht bewusst. Ein Mitglied schreibt mir
“Wir glauben weiterhin und immer mehr gestärkt durch den Markt, dass News kostenlos sein müssen für die Leser und Online (vor allem dank iPhones) die Primärquelle für Newsbezug sein wird.”
Bezahlte News ist alte News. Es braucht ein griffiges Konzept, wieso ein Leser für solche Inhalte etwas bezahlen sollte. News sind sie nicht mehr. Was ist es dann? Es kann nur Recherche sein. Diese füllt täglich keine 110 Seiten mehr. Die andere Frage ist: Muss dann auch die Rechere unbedingt auf Papier daherkommen? Ist nicht auch das zu teuer?
ePaper Hardware kommt zu spät
So muss die Verlagsbranche geduldig auf die ePaper Hardware warten um etwa das zu machen, was sie bis anhin gemacht hat. Ich fürchte, die ePaper-Hardware kommt zu spät. Das Mitglied schreibt weiter:
“Mir fehlt nur schon die Phantasie, wie all die Verleger, die jetzt plötzlich online entdecken, weil ihnen das Geld für die Investitionen in Print-Projekte fehlt, ihre überteuerte Infrastruktur im Onlinebereich bezahlen möchten. Nur weil Verleger Geld benötigen, wird die Online-Leserschaft nicht schlagartig verzehnfacht.”
Verlage arbeiten auch online zu teuer
Ist der Online-Zug für die meisten schon abgefahren oder produzieren die Verlage online auch zu teuer?
Moneycab.com schnappt sich die Markenrechte von ‘.ch” zusammen mit fünf weiteren Markenrechten der ehemaligen Gratiszeitung.
Der Moneycab CEO Helmuth Fuchs dazu :
“Neben dem Internet haben Gratiszeitungen wie .ch stark dazu beigetragen, dass die Leserinnen und Leser heute von den Medienanbietern interessanten und qualitativ verlässlichen Content erwarten, ohne dafür bezahlen zu müssen. Wir sind überzeugt, dass sich dieser Trend weiter verstärken wird. Seit bald 10 Jahren bietet Moneycab.com Premium-Content und Themen-Dossiers aus dem Bereich ‘Wirtschaft & Börsen’ kostenlos an. Die Nutzung unseres Angebots und die Zahl der Werbekunden wachsen kontinuierlich. Es ist für uns daher naheliegend, dass wir diese langjährige Online-Erfahrung zusammen mit unseren Partnern für ein weiteres und auf schweizerische Bedürfnisse ausgerichtetes Medienangebot verwenden.
Erste dedizierte Pendler-Onlinezeitung der Schweiz
Moneycab will damit die erste dedizierte Pendler-Onlinezeitung der Schweiz machen.  Als Device steht das iPhone im Vordergrund. Der Gedanke dabei ist, dass es in den öffentlichen Verkehrsmitteln immer schwierieger ist, eine Zeitung auszubreiten und auch Pendlerzeitungen nicht wirklich aktuell sind. Das neue Produkt zapft  300 deutschsprachige Quellen an und bereitet sie iPhonelesbar auf und zeigt an, wenn sich in einem Artikel in den letzen Minuten oder Stunden etwas geändert hat.
Helmuth Fuchs:
Wir haben mit Moneycab in den letzten fast 10 Jahren gezeigt, dass wir mit einer ähnlichen Ausgangslage einen guten Brand und ein profitables Produkt im Markt plazieren können und sind bereit, hier eine weitere erfolgreiche Geschichte schreiben.
Wann sind auch Gratiszeitungen Auslaufmodelle?
Die Gratiszeitungen sind noch der Gewinnbringer der Verlage. Wird der auch noch angegriffen? Lesen wir inskünftig nicht mehr das Papier? Bei 300 000 iPhonebesitzern könnte das Produkt ankommen. Zurzeit sind sie noch keine Konkurrenz zu den Gratiszeitungen, weil die iPhonenutzer in einem höheren Segment angesiedelt sind und davon wohl auch die wenigsten im Öffentlichen Verkehr unterwegs sind. Aber das ist ja erst der Beginn. Die Verleger haben wegem dieser Argumente noch genügend Zeit um auch diesen Zug zu verschlafen.

Onlinewerbung bei 5 %

von Reto Hartinger

Im Januar 2005 habe ich im Savoy eine Umsatzprognose für Onlinewerbung für die nächsten 3 Jahre gewagt und im Herbst habe ich dasselbe im Mövenpickhotel in Regesndorf nochmals gemacht, da aber die Online Displaywerbung mit Annahmen zu Textwerbung und Rubrikenmarkte ergänzt. Problematisch war immer, dass die Zahlen z.B. in den USA und Deutschland immer auch diese Werte beinhalteten, die Schweizer Zahlen aber lediglich die Bannerwerbung. So sah die Schweiz immer wie ein Entwicklungsland aus. Schlimmer, in den USA-Zahlen warebn die europäischen Werte inbegriffen, weil Google diese nicht separat ausgewiesen hat.

Mediafocus erhebt und schätzt

Media Focus veröffentlicht nun Zahlen, welche auch Rubriken, Display, Textwerbung  und dazu noch Affiliate Werbung umfasst. Die Zahlen werden geschätzt und hochgerechnet. Sie sind also genau so verlässlich wie meine damals waren.

Online Werbung im 1. Halbjahr 2009

56 Mio Rubrikenmarkt

50,2 Mio Online Display Werbung

39,5 Mio Suchmaschinen-Werbung

4,1 Mio Affiliate-Marketing

Adword und Adsense werden immer noch unterschätzt

Für 2005 schätzte ich für das ganze Jahr bei Adwords (andere Textanzeigen gab es nicht) bereits auf 40 Mio. Die letzte gesicherten Zahlen hatte ich  für 2003: Banner 25 Mio gemäss WEMF AIS,  und Adwords 32 Mio. Diese 32 Mio für 2003 hatte ich von Google, da wir damals mit search.ch mit ihnen in Verkaufsverhandlungen standen. Diese Zahl ist auch ziemlich plausibel. Wir haben den US-Umsatz pro Suchabfrage auf das Suchvolumen der Schweiz angewandt und sind haben sie als plausibel gewertet. Das hat sich dann auch bestätigt, weil search.ch daraufhin google Adwords bei seinen Suchen eingeblendet hat.

Die tatsächlichen Zahlen sind nochmals viel besser

Es ist nicht anzunehmen, dass Bannerwerbung plötzlich Adwords überhohlt haben sollte. Es ist eher so, dass Textwerbung noch weiter davongezogen ist. Zumal zu Adwords noch der Adsense Umsatz dazu gekommen ist. Wieso kann sich eine solche Diskrepanz in die von Media Focus erhobenen Zahlen einschleichen? Media Focus berücksichtig die schweizer Auftraggeber, nicht aber das Volumen das den ausländischen Kunden für schweizer Klicks berechnet wird. Dies ist bei Displaywerbung verschwindend klein, bei der Textwerbung kann es gut und gerne 50 % oder mehr ausmachen.

Onlinewerbung hängt klassische Medien ab

Trotzdem könne wir mit den Media Focus Zahlen zufrieden sein. Onlinewerbung lässt mit einem Anteil von 5 % am Werbekuchen Teletext, Kino, Digitale Werbeflächen und Radio hinter sich. Das geht munter so weiter : Onlinewerbung hat in der Krise 13,5% zugelegt, der Gesamtmarkt ist 11 % geschrumpft (Kino -43,6% Print -14,9%).

Ich empfehle den Blick auf eine Analyse der Publicitas zu werfen. Diese geht von einem noch grösseren Wachstum für Online-Werbung aus und vergleicht Online mit den anderen Mediengattung.

Keine Rezession in der Internet Branche?

von Reto Hartinger

E-Commerce boomt, Internet Dienstleister haben volle Auftragsbücher, Onlinewerbung ist nicht eingebrochen. Die Rezession scheint im Internet noch nicht angekommen zu sein. Das sind Feedbacks aus den Medien und einzelnen Gesprächen. Die Schweiz tritt immer später in eine Rezsession ein als das Ausland, es dauert dafür auch länger, bis wir wieder heraus sind. Das Internet scheint nochmals eine Verzögerung zu kennen. Viele Projekte sind noch nicht abgeschlossen oder noch zu guten Zeiten verabschiedet worden. Es kann sein, dass die Rückgang also noch kommt. Trotzdem, die kurzfristigen Komponenten wie E-Commerce und Werbung kenne keine Bremsspuren.

Die Kunjunkturdaten aus den USA und Deutschland stimmen positiv, die Börsen weltweit haben wieder Mut gefasst und sind seit Anfang Jahr bis zu 60 % gestiegen. Ist der Spuck bereits wieder vorbei? In der Schweiz erwartet man einen heissen Herbst, die Exporte haben drastisch abgenommen, erhohlen sich aber wieder leicht.

Ist es möglich, dass die Internet Branche ungeschoren davon kommt?

Bitte fülle diese Umfrage aus und teile Deine Beurteilung der Lage mit uns als Kommentar. Mehrfachnennungen (3) möglich:

Alles spricht von Rezession. Wie sieht das in der Internet Branche aus?

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Allmächtige Überwachung (Vorratsdatenspeicherung) auch in der Schweiz

von AndreasFink

Wer in den letzten Monaten die Diskussionen im nahen Ausland bezüglich Vorratsdatenspeicherung, Online Durchsuchung und die Diskussion um “Zensursula” verfolgt hat, dem wird bekannt sein das es zur grossen Mode gehört das die Politik das Internet als grosses Gefahrenpotential sieht und alles mögliche tut um das Abzuwenden. Allerdings meist mit zweifelhaftesten Mitteln. So werden Grundrechte ausgehebelt (Zensursula), Urteile vom Ankläger gefällt ohne unabhängigen Richter (siehe Hadopi) und ähnliches.

Bis jetzt sind wir in der demokratischen Schweiz davon verschohnt gewesen. Schweizer Politiker sind konsensfähig. Sie überlegen was sie zum Gesetz machen (zumindest meistens) und suchen pragmatische Lösungen statt populistisches Wahlkampfgehabe.

So steht im Gesetz das z.B. Telefonanschlüsse nur Abgehört werden dürfen bei schwerwiegenden Verbrechen und auch nur wenn die Informationen nicht anders beschafft werden können.

Soweit so gut. Nun kommt das Eidgenössische Justiz und Polizeidepartement, Abteilug Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr und Meldet ihren Bedarf an was sie den in Zukunft überwachen wollen und wie. Dies wird als Vernehmlassung deklariert und an alle Internet Provider und Telekommunikationsanbieter im Juni 2009 geschickt. Das Dokument wird als Vertraulich gekennzeichnet und die Technische Dokumentation (40 Seiten!) wurden ausschliesslich in Englisch abgefasst Das ganze wird zur Ferienzeit mit verkürzter Antwortzeit verschickt und wird am 1. August 2009  verbindlich.

Diese Richtlinien beinhalten Dinge wie das automatisierte verarbeiten von Überwachungsanfragen. Jeder Internet Provider wird verpflichtet eine Schnittstelle zur Verfügung zu stellen auf welcher dann die Überwachungsbehörden Ihre Überwachugsaufträge anliefern und die Daten abholen können. Tönt an sich noch nicht schlimm. Fatal ist aber das der Internet Provider nicht nachvollziehen kann ob ein Richter diese Überwachung überhaupt genehmigt hat. Auch ist die Schnittstelle zwingend und produziert jede Mege Kosten für den Provider das zur Verfügung zu stellen (ich schätze mal ca. 100′000 CHF). Dem Internet Provider werden die Kosten aufgedrückt die er nie zurück kriegt.

Die Überwachungsparanoja verlangt aber auch Verbindungsdaten aufgezeichnet werden und 6 Monate aufbewahrt werden sollen. Das EJPD geht hier davon aus das e-mails z.b. solche Verbindungsdaten sind (wer hat wem wann ein e-mail geschickt), verlangt das aber nur von den Telekommunikationsanbietern aber nicht von der Post.

Die Richtlinien verlange weitere Dinge die weder im Gesetz vorhanden sind noch das sie als Rechtsstaatlich erachtet werden können. Eine Vernehmlassung heisst für mich eine öffentliche Diskussion über ein mögliches neues Gesetz sieht das EJPD als 2 wochen zeit kommentare zu äussern zu eine Richtlinie die weitaus weiter geht als das Gesetz es verlangt und die der Polizei Mittel einräumt Daten zu erfassen über Bürger und Bürgerinnen ohne von irgendjemandem kontrolliert zu werden. Das öffnet Tür und Tor für den Missbrauch. Auch wird der Internet Provider Verpflichtet personensensitive Daten aufzubewahren. Auch das produziert Möglichkeiten des Missbrauchs durch Interessierte Kreise wie z.b. Geheimdienste usw.

Wer hier ein paar Beispiele sehen will, den verweise ich auf die Antwort des Chaos Computer Clubs (CCC) zu Handen des deutschen Bundesverfassungsgerichts zum Thema Vorratsdatenspeicherung.

Ich, als kleiner Internet Provider habe daher entschieden in die Offensive zu gehen und habe unsere Antwort an das EJPD öffentlich Publiziert auf

http://www.fink.org/ejpd-antwort.pdf

Ich hoffe es werden mir viele Internet Provider folgen um den Überwachungswahn des EJPD’s zu stoppen. Es kann nicht sein das unsere Grundpfeiler der Demokratie (Gewaltenteilung, Unschuldsvermutung, Privatsphäre) an der Datensammelwut des EJPD’s zu Grunde gehen.

Bing erhöht Microsoft’s Marktanteil

von Beat Z'graggen

Ein Weltkonzern wie Microsoft kann sich nicht damit begnügen, nur ein kleiner Mitspieler in einem Marktsegment zu sein, das fast alle Internetnutzer als Einstiegstor in das Internet nutzen. In den USA konnte Microsoft dank enormem Werbeaufwand für Bing den Marktanteil wenigstens auf 11,1 Prozent aller Suchanfragen steigern. Weltweit gesehen ist es noch viel weniger.

Suchmaschinen wie Google versorgen die Welt mit Informationen und helfen bei einem beträchtlichen Teil der heutigen Kaufentscheidungen. Entsprechend viel Geld wird mit unterschiedlichen Werbeformen verdient. Microsoft versucht mit einem beträchtlichen Aufwand, den Internetnutzern seine neue Suchmaschine Bing schmackhaft zu machen (siehe auch Kann Microsoft mit Bing Google Konkurrenz machen).

Wie lukrativ der Suchmaschinen-Markt ist, verdeutlicht eine von Interactive Advertising Bureau und PricewaterhouseCoopers durchgeführte Marktstudie. Während die klassischen Werbeformate 2008 fast alle verloren, steigerte sich der Online-Werbemarkt weltweit (unter Beteiligung von Suchmaschinen) gegenüber 2007 um über 10 % auf über 23 Mrd. Dollar. Laut des IT-Branchenverbands Bitkom hat 2008 der Online-Werbemarkt in Deutschland sogar ein Plus von 29 % (1,3 Mrd. Dollar.) im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaftet (siehe auch Europäische Marketingchefs geben 1/4 ihres Budgets für Onlinemarketing aus).

In den USA hatte Microsoft gemäss Comscore im April noch 9,1 % Marktanteil bei den Suchabfragen und liegt damit weit abgeschlagen hinter Yahoo und dem Marktführer Google. Weltweit gesehen sieht die Situation sogar noch schlechter aus. Zwar besuchen 64.2 % aller Internetnutzer Microsoft Internetauftritte aber nur die wenigsten davon nutzen die Suchmaschine von Microsoft. Google erreicht hingegen vor allem über die Suche über 77 % der weltweiten Internetnutzer. Dass es nicht mehr sind liegt vor allem daran, dass in grossen Ländern wie China und Russland wie auch generell in weiten Teilen Asiens Google nicht führend ist (siehe auch Google ist nicht überall die Nummer 1).

Seit der Einführung von Bing konnte nun Microsoft vor allem in den USA den Marktanteil leicht steigern. Damit haben auch mehr Personen auf Werbung neben Microsofts Suchergebnissen geklickt. Gemäss Comscore konnte Bing Microsofts Marktanteil der Online-Suchdienste auf Kosten von Google und Yahoo von 9,1 Prozent auf 11,1 Prozent steigern.

Binnen fünf Jahren, soll Microsoft gemäss CEO Steve Ballmer der weltweit zweitgrösste Suchmaschinenbetreiber werden. Diese Vorgabe wurde nach Auskunft des Marktforschungsdienstes StatCounter bereits einen Tag nach dem offiziellen Start von Bing am 3. Juni erreicht. Dank 80 bis 100 Mio. Dollar Marketingbudget konnte Microsoft den Rivalen Yahoo mit einem weltweiten Marktanteil von 5,13 % auf Platz 3 verdrängen. Bing liegt gemäss StatCounter nun weltweit gesehen mit 5,62 % auf dem angestrebten 2. Rang – aber immer noch sehr weit hinter Google, das weltweit und vor allem in westlichen Ländern die Suchabfragen dominiert. Selbst wenn representativere Studien zeigen werden, dass Yahoo noch vor Microsoft liegt, Bing hat Bewegung in den Markt gebracht.

Google nimmt diese Entwicklung trotz des grossen Abstandes offensichtlich ernst. So wurden “zufällig” zusammen mit der Ankündigung von Bing durch Microsoft auch von Google Neuentwicklungen bekanntgegeben und ein Teil des Medieninteresses konntes abgezweigt werden. In einem Fernsehinterview mit Fox Business Network äusserte sich Google CEO Eric Schmidt ebenfalls über Microsofts neue Suchmaschine. Laut Schmidt handle es sich dabei lediglich um einen weiteren Relaunch und auch Microsoft werde irgendwann schon eine eigene Strategie im Suchbereich finden. Trotz dieser Kommentare scheint Google Bing nicht zu unterschätzen. So fand am vergangenen Mittwoch extra eine Geschäftsleitungssitzung zum Thema Bing statt.

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