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Apple iTV kommt am 9. September

von Reto Hartinger

Die Anzeichen verdichten sich, dass Apple mit dem iTV ernst macht. Die Inhalte-Strategie und Partnerschaften stehen, die Displaytechnologie hat Fortschritte gemacht und Apple hat gleich mit 3 Firmen Produktionsverträge mit exklusiven Apple-Teams (denn alle Lieferanten sind auch gleichzeitig Konkurrenten und da soll nichts an die Mutterfirma geleakt werden). Und für den 9. September hat Apple ein 10x grösseren Raum reserviert als gewöhnlich für die Neuvorstellung der iPhones, welche zu diesem Zeitpunkt erwartet werden. Es ist also logisch, dass ein wirklich neues Produkt kommt.

Was ändert sich mit dem iTV?

Apple bringt kein Gerät auf den Markt, ohne dass es ein Gamechanger wird. Was also wird sich ändern, wenn Apple ins Wohnzimmer kommt?

Beginnen wir bei den weniger offensichtlichen Änderungen. Hast Du dich schon einmal gefragt, was passiert wenn auf Deinem Fernseher Dein iTunes Account verfügbar ist?

Du bist schon einmal  identifiziert mit all Deinen Soziodemografischen Daten, mit allem was Apple über Dich weiss und Deine Kreditkarte ist hinterlegt. Alle Apple-Geräte sind synchronisiert.

Ist ja toll, die auf im iPhone geschossenen Bilder auf dem Telefon zu sehen, aber ohne dass Du irgendetwas machst, sind sie auch auf dem extrem scharfen Bildschirm (es gibt eine Bildschirmtechnologie, welche HDTV-Auflösung alt aussehen lässt) in voller Grösse ansehen und bearbeiten kannst. Dasselbe natürlich mit den Videos.

Du kannst wenn Du fern gesehen hast und weg musst, den Film an dem Ort auf dem Tablett unterwegs ansehen, an dem Du auf dem TV aufgehört hast.

Neues Einkaufserlebnis

Noch schicker ist aber, dass Du auf dem Fernseher schoppen kannst. Du hast im Büro die Reisen angesehen, die Du Deinem Partner am Abend auf dem Fernseher präsentierst und klick, bestellst. Du blätterst von einer Seite zur andern auf dem Handy oder gar der Uhr und siehst das gleiche Bild auf dem Fernseher. Du kannst Dir Notizen machen indem Du auf dem Tablett schreibst, alle das Resultat aber auf dem TV ansehen.

Wieso soll ich nicht auch das Telefongespräch auf den TV-Bildschirm werfen? Videoconferenceing ist da nur eine Anwendung. Es ist auch schön, wenn Grosi die ganze Familie sieht und mit ihr spricht.

Split/Screen

Mit dem iTV wird es möglich sein fern zu sehen und gleichzeitig Rodger Federer zu sehen, eine Präs zu machen und jemanden via Skype einzuspielen. Alles dank Splitscreen.

Siri auf dem Fernseher

Mit dem Fernseher kann man sprechen. Wenn es angenehm ist, mit der Uhr zu sprechen, ohne dass immer das Telefon herausrücken muss so ist es auch angenehm, dem Fernseher die Fragen zu stellen, die man sonst Siri auf dem Telefon stellt. Ich möchte heute Abend einen Spielfilm sehen. Siri weiss, was für Dich heute Abend bedeutet, weiss auch, dass Du am liebsten Actionfilme hast.

Gesten steuern den Fernseher

Der Fernseher wird durch Gesten gesteuert, etwa so wie das Microsoft schon lange mit dem Kinect macht. Das ist nicht nur für Gaming spannend. Du wischt mit der Hand in der Luft und der Kanal wird gewechselt. Mit den zwei Händen die auseinandergehen kannst du reinzoomen usw.

Die Apple Watch als Mutmacher

Apple musste zuerst mit der Uhr ausprobieren, ob es gefragt ist Geräte mit den Vorteilen andere Bildschirmgrösse vorzustellen und diese in das Ökosystem einzubetten. So wird ein Gerät erst im Zusammenspiel der Geräte im Ökosystem vollständig benutzbar. Wieso nicht die Daten, den Chip und den Speicherplatz des iPhones nutzen, um Dinge auf dem TV möglich zu machen? Und dies nicht nur von einer Person, sondern von allen Anwesenden. Wieso nicht auf dem Fernseher den Vergleich der Fitness-App mit allen Anwesenden machen? Wieso nicht das iPhone als Zwischenspeicher oder dessen Chip als Rechenpower nutzen? Nur so kann die iTV Hardware günstiger sein und das Ökosystem noch wichtiger werden.

Hätte sich die Apple Watch nicht gut verkäuft, niemals hätte es Apple gewagt, den Apple TV zu bringen. Aber die Apple Watch war proof of concept, dass man inskünftig nicht mehr Geräte anbieten muss, die alles können sondern im Verbund arbeiten.

Neue Dienste

Der Apple TV bringt nicht nur die Computerpower auf den Fernseher, er definiert auch Fernsehen neu. Apple bietet selber Chanels an, welche im Monatsabo gekauft werden können. Und Apple hat Exklusivverträge mit den Hollywood Studios für eigene Kanäle. Man hat alles auf allen iOS Geräten für eine monatliche Gebühr zur Verfügung.

Internet/Fernsehen/Telefonie-Abos werden es schwer haben

Swisscom und Cablecom werden es mit ihren Internet/Fernsehen/Telefonie-Abos schwer haben. Telefonieren kann man mit dem iTV sogar mit dem Bild des Gegenübers. Kostenlos natürlich. Apple kann die Fernseh- und Videokanäle viel günstiger und umfangreicher anbieten. Aber vor allem mit dem Interface auch tatsächlich nutzbar machen. Wer möchte schon durch 500 Fernsehkanäle zappen? Und live-TV wird immer in Konkurrenz zum Archiv stehen. Das macht es für Hollywood interessant, Apple seine Inhalte Exklusiv zu geben – vorerst. Hollywood rechnet damit, dass dadurch mehr ihrer Produktionen (Filme und Serien) angesehen werden.

Realtime Werbung

Apple kann ganz neue Werbeprodukte anbieten. Apple weiss, wieviele und welche Personen vor dem Bildschirm sitzen und weiss auch, wenn jemand eine Werbung am Fernseher sieht, aber auf dem Tablett dann das Produkt ansieht. Apple hat umfangreiche Profile und eine ganze Historie zu den Leuten vor dem Fernseher sitzen. Endlich wird auch am Fernseher ein genaues Targeting möglich und man muss auch nicht mehr auf den nächsten Tag warten bis eine Hochrechnung einer ausgewählten Gruppe angeboten wird. Apple erfasst alle tatsächlichen Geräte (ausser die, die mit einem Androide-Geräte herumsitzen). Es ist also möglich, nicht mehr Werbung einer Sendung zu vergeben sondern Zielgruppen zu buchen.

Packt Apple den Werbemarkt endlich?

Apple war eigentlich noch nie gut im Verkaufen von Werbung. Wird sich das ändern? Wird Apple zu einen Self-Service Werbesystem übergehen, wie es Facebook und Google hat? Es wäre zu hoffen.

 

 

 

IT-Landschaften konsolidieren

von Reto Hartinger

Wenn wir ein Redesign einer Website oder Applikation machen, haben wir immer bestehende IT-Landschaften die meist nicht optimal sind und konsolidiert werden sollten. Die Swisscom hat dies gemacht und bespricht ihre Erfahrung hier:

Re-Design Case Swisscom: IT- „Landschaften“ konsolidieren
Martin Rechsteiner, Lead Architekt für Telekom Lösungen, Ergon Informatik AG
Tiberiu Füstös, Lead Architekt für Corporate Business, Enterprise Architecture
Die herkömmliche Telekommunikationswelt ist in einer ständigen Transformation. Neben der „inside-out“-Transformation der historisch gewachsenen Produkt-, Prozess- und IT- „Landschaften“ wirkt zusätzlich die „outside-in“-Transformation durch neuen Wettbewerb von OTTs, Cloud- und Managed-Services-Anbietern als Katalysator und führt zu notwendigen und weitreichenden Änderungen der IT-Systeme. Der Vortrag zeigt wie Swisscoms Grossunternehmen-Sparte, in Partnerschaft mit Ergon Informatik, die notwendige Transformation des Order-Managements für die neuen Swisscom Managed-Services vorangetrieben hat.
Inhalt:
Nach einer kurzen Einführung in den Business-Kontext zeigen wir auf, wie wir basierend auf einen Capabilities-driven Ansatz die bestehende IT-Lösung in Richtung der Ziel-Architektur transformiert haben. Wir identifizieren die wichtigsten technischen Komponenten und stellen die Architektur für ein Katalog-getriebenes Order-Entry- und Order-Management-Systems vor. Wir berichten von unseren Erfahrungen mit der Einführung eines Industriestandard-Datenmodells, sprechen über die Grenzen der “Generizität” im Order-Entry-GUI und der Order-Dekomposition und erzählen von den Challenges in der Migration und im Testing.

Mehr Infos hier: http://www.internet-briefing.ch/ONE13Methoden

Call for Speakers ONE Konferenz

von Reto Hartinger
Ich freue mich, dass das Internet Briefing wieder die Konferenz an der ONE Messe ausrichtet. Jetzt bist Du als Referent gefragt. Bringe Deine Themen ein, präsentiere Dich einem fachkundigem Publikum das am Evaluieren neuer Lösungen und Partner ist:
Mit diesen neuen Themen will ich Akzente setzen:
Web of Things
3D Druck
Die technischen Themen wollen wir ganz in den Fokus des Redesign von Websites und Applikationen und zwar für
Redesign für Management
Redesign für Developer
und natürlich die Klassiker
Mobile
E-Commerce
Social Media
Online Marketing
Strategien
Technologien
Best Pratices
… und natürlich Deine Themen
Wie vorgehen?
bis zum 10 März mit einer Themenliste und Kurzabstracts per Mail an Insider@vtx.ch senden
und bis spätestens 22. März den call for speakers vollständig ausfüllen und zwar hier: http://internet-briefing.ch/call_for_speakers
Sollte ich Deinen Vorschlag nicht berücksichtigen können, werde ich ihn für die normalen Internet Briefings oder weitere Konferenzen in Betracht ziehen. Zögere also nicht, jetzt Deine Vorschläge einzureichen.
Moderator statt Referent
Möchtest Du keinen Vortrag halten aber zu einem Thema doch präsent sein, kannst Du Dich als Moderator melden
Track Sponsor
Mehr Sichtbarkeit an der Konferenz und in der Promotion? Für jeden Track nehme ich 2 Sponsoren an. Frag mich doch nach den Sponsor-Möglichkeiten

Ich freue mich, dass das Internet Briefing wieder die Konferenz an der ONE Messe am 15 und 16. Mai in der Messe Zürich ausrichtet. Der Call for Speakers ist eröffnet. Bringe Deine Themen ein, präsentiere Dich einem fachkundigem Publikum das am Evaluieren neuer Lösungen und Partner ist:

Mit diesen neuen Themen will ich Akzente setzen:

Web of Things

3D Druck

Die technischen Themen wollen wir ganz in den Fokus des Redesign von Websites und Applikationen und zwar für

Redesign für Management

Redesign für Developer

und natürlich die Klassiker

Mobile

E-Commerce

Social Media

Online Marketing

Strategien

Technologien

Best Pratices

… und natürlich Deine Themen

Wie vorgehen?

bis zum 10 März mit einer Themenliste und Kurzabstracts per Mail an insider@vtx.ch senden

und bis spätestens 22. März den call for speakers vollständig ausfüllen und zwar hier: http://internet-briefing.ch/call_for_speakers

Sollte ich Deinen Vorschlag nicht berücksichtigen können, werde ich ihn für die normalen Internet Briefings oder weitere Konferenzen in Betracht ziehen. Zögere also nicht, jetzt Deine Vorschläge einzureichen.

Moderator statt Referent

Möchtest Du keinen Vortrag halten aber zu einem Thema doch präsent sein, kannst Du Dich als Moderator melden

Track Sponsor

Mehr Sichtbarkeit an der Konferenz und in der Promotion? Für jeden Track nehme ich 2 Sponsoren an. Frag mich doch nach den Sponsor-Möglichkeiten

iWatch und welches Problem sie lösen soll

von Reto Hartinger

Hat jemand auf eine Uhr von Apple gewartet? Ok. es gibt immer einige verrückte die auf alles wartet was Apple herausbringt und ich gehöre auch dazu. Aber eine Uhr? Apple steigt nur dann in ein Markt ein, wenn es etwas grundsätzlich ändern kann.

Die Zeit abfragen ist wohl kein Problem heute und elegant sind Uhren allemal. Doch Apple hat zwei Dinge herausgefunden, die eine Uhr bis heute nicht macht.

Zur Zeit passt ein Kalender

Was nützt mir die Zeit zu wissen, wenn ich nicht weiss ob ich noch rechtzeitig zum Termin erscheine? Die Apple Uhr hat den Kalender integriert, der automatisch mit der Cloud und allen anderen Appledevices synchronisiert, und via Siri kann ich die Uhr nach dem Weg fragen.

Ich schaue dir Uhr gar nicht mehr an

Siri kann mir natürlich auch ausser die Zeit auch alles andere googlen oder wolframalphen. Die Uhr ist zu klein für ein wirkliches Display das ich ansehen will, aber brauch ich das, wenn ich die Uhr fast alles fragen kann was ich will und es mir eine Antwort “sagt”?. Jetzt sind Suchresultate definitiv keine Listen mehr. Wenn Google nicht auch an einer Uhr arbeitet oder ihre Brille solche Funktionen übernimmt, muss sich Google warm anziehen. Haben wir eine Suchmaschine jederzeit zur Hand (wörtlich), dann machen wir viel weniger Abfragen auf Google. Der wearable Computer schmiegt sich ans Handgelenk und hängt sich nicht vor die Augen.

Was kann die iWatch nicht

Es braucht keinen iPod am Handgelenk. Es braucht keinen vollwertigen Computer, die iWatch wird reduced to the max – das heisst was sie leisten soll kann sie maximal gut und der Rest wird wegdesignt.

Technische Hürden

Wo sind die Herausforderungen? Sollte die iWatch können, was ich oben beschrieben habe, braucht es einen richtigen Prozessor. Die Prozessoren in Uhren haben keine grosse Intelligenz, wer aber Siri verwenden will, braucht das iOS und viel Kommunikation mit den umgebenden iDevices und WiFi. Aber achtung, ein solcher Prozessor wird heiss und er braucht viel Energie. Hier liegt der Hund begraben, wieso Apple nicht schon längst mit einer Uhr auf dem Markt kommt und vielleicht gar nie auf den Markt kommt. Lässt sich das iOS nochmals gewaltig reduzieren auf genau diese Features (huch noch einen Verison des Betriebssystems). Lässt sich ein Prozessor entwerfen, der auf diese Funktionen abgespeckt ist? Wollen wir eine Uhr die wir jede Nacht aufladen müssen? Wie soll die iWatch kommunizieren wenn kein Wifi vorhanden ist? Wie lassen sich alle Komponenten nochmals verkleinern? Wie gross darf die Batterie sein und wie lange soll sie laufen? Soll das Gerät  jederzeit mit der Cloud verbunden sein um zum Beispiel neue Termine zu erhalten welche die Sekretärin oder der Lebenspartner einbucht?

Je schwieriger diese Aufgaben desto unnachahmlicher wird die Lösung. Rechtfertigt die Absatzchancen ein eigenen Chip und ein eigenes OS? Wohl erst, wenn sich auch die iWatch mehrere Millionen Mal pro Monat verkaufen lässt. Trauen wir das Apple zu? Was hätte Swatch dem entgegenzusetzen? Gibt es rechtzeitig eine Android Swatch?

Rückblick: eGovernment Herausforderungen für Staat, Bürger und Unternehmen

von Michael Gisiger

Mit dem Thema eGovernment habe ich mich bisher nur am Rande befasst. Ich war schon froh, dass ich online meine Steuererklärung ausfüllen und den Termin für den neuen Pass vereinbaren konnte. Um so gespannter habe ich das letzte Internet-Briefing in Bern am 6. Februar besucht. Unter dem Titel “eGovernment – Herausforderungen für Staat, Bürger und Unternehmen” referierten Benno Häfliger, Director Public Service, Netcetera und Andreas Spichiger, Abteilungsleiter Forschung und Dienstleistungen, Berner Fachhochschule, Wirtschaft und Verwaltung vor einem gemischten Publikum aus IT-Branche, Politik und Verwaltung.

Benno Häfliger machte den Einstieg mit einigen grundlegenden Überlegungen zur vernetzten Verwaltung und der Cloud. Bei dieser kurzen Standortbestimmung aus der Sicht des einfachen Bürgers und Unternehmers verglich er den Bau der Sagrada Família mit dem Stand des eGovernments in der Schweiz: kein Bauplan und kein Ende. Dabei lässt sich das Ziel des eGovernments trotzdem auf eine Formel reduzieren: Mit dem Bürger Schritt halten. Dies ist technisch gesehen allerdings nicht ganz so einfach, da es viele – vielleicht zu viele – Standards gibt. Aber das interessiert den Bürger wiederum gar nicht, er will sein Anliegen vorbringen und möglichst rasch erledigt haben. Anhand des Beispiels Heirat zeigte er auf, wie viele Behördengänge für einen solchen an sich einfachen Vorgang nötig sind und was man dabei vereinfachen könnte. Um das umzusetzen braucht es durchgängige, medienbruchfreie Prozesse. Das Rezept dazu heisst vernetzte Verwaltung und bedeutet im Endeffekt ein Abbau von Bürokratie.

Aus Kunden- also Bürgersicht sind die folgenden Punkte wünschenswert:

  • Er will einen Single Point of Entry (SPOE)
  • bei freier Kanalwahl (Telefon, Social Media etc.)
  • und will dabei über Rechte und Pflichten aufgeklärt werden
  • wobei natürlich der Datenschutz immer gewährleistet werden muss.

Um dies zu realisieren gilt es seitens der Verwaltung einen Ausgleich zu finden zwischen der Vertriebssicht (Frontoffice) und der Produktionssicht (Backoffice), die natürlich unterschiedliche Anforderungen haben. Die Leistungen der Verwaltung definieren sich aus ihren Aufgaben, die wiederum durch Gesetze festgelegt werden. Die Prozesse zur Leistungserbringung sind meist komplex, gilt es doch, Prozesskreisläufe zwischen allen drei Ebenen Gemeinden, Kantone und Bund zu meistern. Aus diesem Grund läuft derzeit ein Projekt für ein gemeinsames BPM-Prozessportal, auf dem Verwaltungen aller Ebenen ihre Prozesse dokumentieren und anderen Teilnehmern im Sinne von Best Practices zur Verfügung stellen können.

Sichere Cloud für den Bürger

Ein weiteres aktuelles Thema ist die Realisierung einer Datapurse, also eines digitalen Datensafes für Dokumente in der Cloud, in den dem Bürger von verschiedener Seite – Verwaltung, Banken usw. – die Dokumente sicher und einfach zugestellt werden können. In Dänemark zum Beispiel besitzen bereits 80% der Bürger einen solchen Safe (e-boks.dk). Die hohe Verbreitung ist darauf zurückzuführen, dass das Angebot für den Bürger kostenlos ist. In der Schweiz ist mit SecureSafe ebenfalls bereits ein Anbieter in diesem Markt aktiv, so erhalten zum Beispiel alle E-Banking-Kunden der ZKB einen Datensafe für ihre Dokumente. SecureSafe ist auch an einem entsprechenden Pilotprojekt mit drei Ämtern beteiligt.

Erfreulicherweise ist Cloud Computing innerhalb der Verwaltung ein Thema, zumal auch die Verwaltung den Anwenderdruck seitens der neuen Mitarbeitenden spürt. Häfliger bezeichnete eine “Swiss Government Cloud” als Voraussetzung für einen sicheren, zuverlässigen und zukunftsorientierten Datenaustausch. Es werden bereits auch Überlegungen für einen “Government App Store”, weitere Plattformdienste (Stichwort IAM Identity- and Accessmanagement; ein gewichtiges Thema im eGovernment, wie auch Andreas Spichiger später noch ausführte) und Datenhaltung gemacht. So liegen die Schweizer Geodaten der ETH beispielsweise noch auf der EC2 von Amazon.

Andreas Spichiger, der an der Berner Fachhochschule eGovernment und E-Business lehrt, stellte fest, dass man im Bereich eGovernment sehr vieles lernen kann für das E-Business und umgekehrt. Allerdings lässt sich nicht alles eins zu eins aus der Privatwirtschaft auf die Verwaltung übertragen. So stellt er seinen Studenten regelmässig die Frage, wie den die Behörden in unserem Staat in Zukunft aussehen könnte. Dabei kristallisieren sich jeweils drei Punkte heraus:

  1. Behörden als informationsverarbeitende Systeme
  2. Behörden als Managementsysteme
  3. Behörden als Standortvorteil statt Bürger als Zwangskunde

Von Mengenlage und Genehmigungsfiktion

Die grösste Herausforderung bei der Umsetzung des eGovernment sieht Spichiger in der Mengenlage. Wir sprechen von 4’000 Behörden und alleine beim Bund von 37’000 Mitarbeitenden, die mit 780’000 juristischen und neun Millionen natürlichen Personen (Einwohner, Grenzgänger und Auslandschweizer) interagieren. Damit hier ein organisationsübergeifender Zugang zu Leistungen gewährt werden kann, müssen zuerst gemeinsame Verzeichnisse aller Leistungen, Mitarbeitenden (Ansprechpersonen) und aller Inputs/Outputs erstellt werden, damit auch organisationsübergreifende Transaktionen wie der Umzug eines Bürgers – der sich nämlich zusammensetzt aus einem Wegzug bei der bisherigen und einem Zuzug bei der neuen Wohngemeinde – als eine Transaktion an einem SPOE überhaupt erledigt werden können.

Idealerweise tritt der Bürger nämlich nicht nur über einen SPOE an die Verwaltung heran, sondern kann sich auf einen Single Point of Contact (SPOC) beziehen, also eine bestimmte Person, ähnlich einem Case Manager. Damit sich dieser SPOC um die Anliegen kümmern kann, müssen die Handlungskompetenzen innerhalb der Verwaltung entsprechend verschoben werden. Im Zweifels- bzw. Fehlerfall muss zum Beispiel der SPOC entscheiden können (vgl. Genehmigungsfiktion).

Zum Schluss zählte Spichiger die aus seiner Sicht anstehenden Herausforderungen für das eGovernment auf, die sich so bei organisationsübergreifender Wertschöpfung mehr oder weniger auch in der Privatwirtschaft stellen:

  • Shared Service Center
  • Cloud Computing
  • Open Government Data
  • behördenübergreifendes IAM

Der Abend endete wie bei den Internet-Briefings üblich mit einer lebhaften Diskussion unter den Teilnehmern. Ich für mich konnte an diesem Abend mitnehmen, dass erstens im Bereich des eGovernment vieles in Bewegung und im Aufbrauch ist und dass zweitens wegen – oder dank – der Kleinräumigkeit und des Föderalismus viele kleine Projekte angerissen werden, die später hoffentlich auf das ganze Land ausstrahlen. Die subjektiv wahrgenommene Passivität im eGovernment in Kombination mit teuren, abgebrochenen Projekten stimmt so also nicht, bzw. gibt nur einen Teil des Ganzen wieder. Einzig schade fand ich es, dass an diesem Abend kein einziges Mal die Rede von neuen Formen der Bürgerbeteiligung mittels neuer Technologien die Rede war.

Nächste Internet Briefings

von Reto Hartinger

Melde Dich jetzt bereits zu den nächsten Internet Briefings an. Wir sind wieder in der Brasserie Lipp an der Uraniastrasse 9 was heisst, maximal 80 Personen können teilnehmen. Wir haben schon viele Anmeldungen, zögere als nicht, sonst sind die Events ausgebucht.

6.11.2012 17.30-20.00 Google und die semantische Suche
Patrick Price, Idealizer AG – Brasserie Lipp, Uraniastrasse 9, Zürich

06.11.2012 11.30-14.00 Web Grafik Technologien
Brasserie Lipp, Uraniastrasse 9, Zürich
Mehr Infos: http://internet-briefing.ch/webgrafik

Bern: 07.11.2012 17.30-20.00 Wie entwickle ich eine Content Strategie
Berner Fachhochschule Wirtschaft Morgartenstrasse 2c 3000 Bern 22

Webinar: 13.11.2012 19.00-19.40 In 5 Schritten den eigenen A/B Test aufsetzen
http://www.edudip.com/webinar/In-5-Schritten-den-eigenen-A-B…
Mehr Infos: http://internet-briefing.ch/ABTesting

04.12.2012 – 17.30-20.00 Social Media ROI berechnen
Brasserie Lipp, Uraniastrasse 9, Zürich
Mehr Infos: http://internet-briefing.ch/roi

04.12.2012 11.30-14.00 Beyond HTML: Scriptsprachen, Frameworks, Templatesprachen und vieles mehr
Brasserie Lipp, Uraniastrasse 9, Zürich
Mehr Infos: http://internet-briefing.ch/beyondhtml

Bern: 05.12.2012 17.30-20.00 Mobile: Funktionieren In-App-Käufe?
Berner Fachhochschule Wirtschaft Morgartenstrasse 2c 3000 Bern 22
Mehr Infos: http://internet-briefing.ch/inapp

Internet Briefing wird sein Angebot mit Webinaren ergänzen – Call for Papers

von Reto Hartinger

Vor 2 Wochen habe ich die Idee lanciert, das Internet Briefing mit Webinaren zu ergänzen. Mir ist natürlich klar, dass das Internet Briefing vom persönlichen Kontakt und von der Diskussion nach dem Referat lebt und sich dadurch von manch anderer Veranstaltung abhebt. Für viele wird es aber immer schwieriger zu den Events anzureisen. Der zweite Grund für mich, und das ist der wichtigere, immer wieder finde ich in einem Vortrag Teilaspekte auf die man gründlicher eingehen sollte, sie aber für ein Internet Briefing zu speziell sind. Auch schon deshalb, weil es danach kaum eine Diskussion gäbe, weil es eher “Wie geht das eigentlich” bzw. “Wie macht man das konkret” Seminare wären. Genau damit könnte man die Internet Briefings ideal ergänzen.

Eine Umfrage bei den Mitgliedern hat ergeben, dass sie grösstenteils von der Idee begeistert sind. Ich habe mögliche Themen identifiziert und schon potenzielle Referenten angeschrieben.

– Google Adsens aufsetzen
– Banner-Kreation
– Social Media in WordPress integrieren
– Linkbuilding
– Flashpage zu HTML5 mitrieten
– Die optimale Navigation / Informationsarchitektur
– Social Recommendation Optimisation
– Social Media in WordPress integrieren
– Tatsachen hinter Öffnungsraten und Spamfilter
– Wie mache ich meinen Blog multimedial
– 5 der besten WordPress Tools
– Wie setze ich ein Wiki auf
– 5 Tools für Profitwitterer
– Webseiteninhalte in Facebook Page einbauen
– Facebook App bauen
– Yahoo Pipes
– Social Media Monitoring

Die Themenliste liesse sich beliebig fortsetzen. Was wichtig ist, dass man immer ganz konkret am Bildschirm zeigt, wie die Dinge genau funktionieren. Steht bei einem Vortrag das Slide im Mittelpunkt, so ist es hier die Demo am Objekt. Mit ist klar, dass das Webinar andere Anforderungen an die Referenten stellt. Nebenher läuft ja auch gerade noch der Chat auf welchen der Referent auch ab und an einen Blick werfen muss um auf die Fragen der Teilnehmenden eingehen zu können. Die Teilnehmenden können sich aber gegenseitig auch die Fragen beantworten.

Das schöne an den Webinaren ist, dass sie auch nachher noch als Video zur Verfügung stehen.

Möchtest Du als Webinar-Referent dabei sein? Welches sind Deine Themen? Muss ja nicht in der obgenannten Themenliste sein. Sende mir ein Mail an insider@vtx.ch. Ich freu mich.

Cloud Computing für Anbieter und Anwender hinterfragt

von Reto Hartinger

Am nächsten Zürcher Internet Briefing, das ausnahmsweise nicht am ersten Dienstag des Monats stattfindet – wegen Feiertags – sondern am 9. Mai an der ONE Konferenz, analysiert Ronnie Brunner was Cloud Computing heute dem Anbieter und dem Anwender bringen. Ich habe die Slides gesehen und bin beieindruckt wie Ronnie Vor- und Nachteile von Cloud Computing den normalen Anwendungen gegenüberstellt und berechnet, wie und wieso sich ein Cloud-Dienst für Anwender wie auch für Anbieter rechnet. Zum Beispiel rechnet er Grenzkosten, Opportunitätskosten und den Zeitwert des Geldes. Minuziös betrachtet er alle Aspekte, Versprechen und Risiken und zeigt deren Konsequenzen auf. Das solltest du dir nicht entgehen lassen, melde dich an

Danach werden wichtige Cloud-Dienste und deren praktischer Nutzen vorgestellt.

Internet Briefings am 1. Mai?

von Reto Hartinger

Ich habe mal fröhlich mit Referenten Briefings für den 1. Mai in Zürich abgemacht. Ja, bis ich gemerkt habe, dass der Tag der Arbeit heilig ist. Was machen? Da komme ich doch auf Entzug. So habe ich TechTalk und Briefings einfach an die ONE Konferenz in die Messe Zürich verlegt. Als Mitglied bist Du wie immer gratis dabei. Die ONE Besucher können für CHF 80 teilnehmen. Also wie gehabt, einfach an einem anderen Ort und einem etwas anderen Format. Melde Dich jetzt an, damit Du sicher einen Platz hast, weil diese Sessions mit dem ONE Konferenzprogramm beworben werden.

Internet Breifing

09.05.2012 – 16.30-19.00 , Messe Zürich

Cloud Computing

http://internet-briefing.ch/onecloud

16.30-17.10 Wirtschaftlichkeit von Cloud Computing
Ronnie Brunner, Mitglied der Geschäftsleitung, Head of Solutions, Netcetera
Salesforce Chatter – Eine neue Art der Zusammenarbeit in Unternehmen
Michael Gisiger, Online Communication & Marketing Manager, PARX
17.10-19.00 Cloud-Dienste die den Business-Alltag erleichern
SecureSafe – die hochsichere zentrale Ablage für alle wichtigen Dokumenten
Dr. Tobias Christen, CTO, DSwiss AG
Google Apps for Business – Collaboration in der Cloud mit Google
Beat Käch, Managing Partner, PARX
connex.io: Schluss mit Adressdatenchaos
Marcus Kuhn, CEO und Gründer von connex.io GmbH h
Run my Accounts: Die Cloud-Buchhaltungs-Maschine
Thomas Brändle, CEO, Run my Accounts AG

Für Internet Briefing Mitglieder gratis, Nichtmitglieder Fr. 80.-

Anmeldung: http://internet-briefing.ch/onecloud

Wirtschaftlichkeit von Cloud Computing
Ronnie Brunner, Mitglied der Geschäftsleitung, Head of Solutions, Netcetera
Einer der Haupttreiber, der das wirtschaftliche Potential von Cloud Computing bestimmt, ist der Skaleneffekt. Die Kombination von sehr grossen, dicht gepackten und automatisierten Daten-Zentren, die virtualisiert und standardisiert in Selbst-Bedienung verwendet werden können, mit statisch geglätteter Nachfrage von potentiell Millionen von Benutzern, reduziert die jährlichen Kosten pro Benutzer soweit, dass sie allenfalls sogar durch Werbeeinnahmen gedeckt werden können und somit im Extremfall für den Kunden gratis angeboten werden können.

In diesem Vortrag werden die wichtigen Konzepte aus den verschiedenen Perspektiven vorgestellt. Auf der Anbieterseite: “pay-as-you-go” (keine langen Verträge, Kosten gemäss tatsächlicher Nutzung), Mandantenfähigkeit, Automatisierung; auf der Kundenseite: Verlagerung von Investitionskosten in direkte Ausgaben, verbesserte Aufnahme von “Best Practices”, einfachere Zusammenarbeit mit Partnern; und auf der Markt-Seite: vom “Freemium” Business-Modell zu behördlichen Auflagen und Datenschutz-Gesetzen im Markt.

Nach einem zusammenfassenden Blick auf das fundamentale Wirtschaftsmodell, das Cloud Computing so attraktiv macht, werden die ökonomischen Konsequenzen aufgezeigt, die eine Verlagerung von IT Dienstleistungen in die Cloud bedeuten, aus der Perspektive sowohl der Benutzer, als auch der Anbieter.

Anmeldung: http://internet-briefing.ch/onecloud

Techtalk:

09.05.2012 16.45-18.00 , Messe Zürich

How to fail at Agile

http://internet-briefing.ch/onefail

This english session is free for internet briefing members, others CHF 80


Scrum is not going to solve your problems, it’s just going to make all of them in-your-face obvious, every day. The challenge of Agile software development lies not in perfection, but in addressing failure. Fail early. Fail often. Don’t to fail the same way twice. Discover concrete ways to inspect and adapt your system. Fail at something new.
Be transparent. Identify failure, and react to it (a wise Texan once said, “The first rule of holes: when you’re in one, stop digging.”)
No-one wants to work on a failing project. Nearly everyone wants to be on a creative project. Make failure OK for your project teams in ways that promote innovation. Show improvements.
It’s not your job as Agile Coach to prevent the team from making mistakes.
It’s your job as Management to be prepared to meet failure head-on.

Registration/Anmeldung

ONE Konferenz ist online und buchbar

von Reto Hartinger

Die ONE Konferenz mehr Speaker als manche Konferenz Teilnehmer – 97 an der Zahl. Die Themen sind breit gefächert in 22 verschiedenen Tracks untergebracht. Mitglieder des Internet Briefings haben wieder eine Vergünstigung, statt CHF 295 für einen 3-4 stündigen Track, bezahlen sie nur CHR 220.

Ich selber bin natürlich begeistert vom Programm. Jetzt bin ich auf Deine Mithilfe angewiesen. Blogge, twittere, verlinke und empfehle die Konferenz weiter und melde Dich an. Als Mitglied darfst Du unbegrenzt viele Deiner Kontakte zu Mitgliederkonditionen einladen, sie müssen bei der Anmeldung einfach Deinen Namen angeben.

Verwende diesen Link: http://www.one-schweiz.ch/konferenz/

Du kannst die Programmübersicht auch auf Deiner Website einbinden. Maile mir einfach an insider@vtx.ch

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