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OnE: Messe, Konferenz und Beratungshilfe

von Reto Hartinger

Eigentlich braucht es ja gar keine Messe. Man kann sich schneller und jederzeit im Internet informieren, möchte man den persönlichen Kontakt, kommen die Anbieter auch gerne zu einem Beratungsgespräch. Es ist auch noch keine Agentur konkurs gegangen, weil sie nicht an einer Messe auftrat. Wieso berichtet die Presse, dass der Hartinger mit seinem Internet Briefing ein so veraltetes Vehikel mitorganisiert?

Sicht der Besucher

Evaluation hat mit Wissen und Spüren etwas zu tun. Man muss sich Wissen aneignen um richtig evaluieren und entscheiden zu können. Dazu sind Referate geeignet. Man kann von den Best Practices Anderer profitieren und Fehler vermeiden. Das ist bares Geld wert. Ist man inspiriert, möchte man auch die möglichen Angebote und Anbieter sowie Umsetzer kennen lernen. Das gehört zum Spüren. Man möchte spüren, ob der potenzielle Partner zu einem passt. Und man kann erste Abklärungen vornehmen ohne sich outen zu müssen.

Sicht der Aussteller

Ich habe Messen als Besucher gehasst, aber als Aussteller geliebt. Da kommt doch tatsächlich ein potenzieller Kunde als Bittsteller. Ich muss nicht die Klinke bei ihm putzen, er kommt mit einem Anliegen zu mir. Eine tolle Situation, die man ausnützen sollte. Jetzt habe ich den Wohlfühlgrad in der Hand. Ich habe es in der Hand wie willkommen und aufgehoben sich der Kunde fühlt. Bei einem Beratungsgespräch beim Kunden bestimmt dieser wie stark er den Berater an sich ran lässt. Kommt er zu mir, bestimme ich die Inszenierung, ich kann ihn beraten, bewirten und pflegen. Das kann ich mit Neukunden und mit bestehenden Kunden machen. Aber damit nicht genug. Ich kann im Vorfeld der Messe alle Kunden anschreiben, kann ihnen Anreize geben oder wichtiges Mitteilen ohne dass es Spam ist. Das war auch ein wichtiger Punkt für mich. Ich erhöhe die Anzahl Touchpoints und wenn ich es richtig mache, finde ich heraus wer gerade an welchem Thema dran ist. Unbezahlbar.

Der Erfolg eines Messeauftrittes hängt als vor allem mit der Vorbereitung und wie ich die Kundenbeziehung konzipiere. Wie ich diese Kommunikation inszeniere. Ich helfe Dir gerne mit Tipps.

Die Konferenz

Mit der Konferenz bestimmen wir weitgehend, für welche Themen wir auf welchem Level Besucher anlocken. Auch wenn diese dann nur die Messe besuchen. Die Konferenzthemen, deren Gehalt und Nutzwert bestimmt, was wir von einem Messebesuch erwarten können. Wir müssen also die bestmöglichen Referate anbieten. Dann hat nicht nur der Kongress Erfolg, sondern auch die Messe. Es geht also nicht darum, Messeaussteller ihre Prospekte vorlesen zu lassen, sondern es geht um Nutzwert für Internet-Entscheider. Dafür stehe ich ein. Hier bist Du nochmals gefordert, hast Du einen guten Referatsvorschlag? Fülle das Formular Call for Speakers aus

Die Sicht der Macher

Zum Messeerfolg braucht es auch ein Messeteam das etwas vom Inhalt versteht. Michael von Babo hat immer gute Messen gemacht, weil er die Themen gelebt hat. Ich glaube hier ist es wieder der Fall. Ich verstehe ja einiges vom Internet, aber von E-Commerce versteht Thomas Lang von Carpathia einiges mehr. Er hat die nötigen Kontakte und Wissen um den E-Commerce Bereich inhaltlich bestens zu füllen und die Macher von Blogwerk verstehen Bogging, Medienproduktion und Social Media und dann sollten sich auch die Mitglieder des Internet Briefings einbringen. Wer möchte seinen Bereich einbringen? Zum Beispiel Mobile, Webentwicklung, Outsorcing, Cloud Services, Online Marketing oder Security? Themen gibt es noch genug zu besetzen. Jetzt seid ihr dran. Mach mit bei der OnE, als Mitorganisator, als Aussteller, als Referent oder als Besucher am 9. und 10. Mai in der Messe Zürich.

Kongress

Es wird 2 – 4 Slots gleichzeitig geben. Jeweils von 08.45-12.00 und von 13.00-15.45. Themenblöcke von 3 Stunden mit 3 – 4 Referenten.

Wie Crowdsourcing und schnelle Internetleitungen das Website Geschäft verändern

von Daniel Niklaus

vor 16 Jahren sass ich noch alleine vor meiner Silicon Graphics Webforce, einem unglaublich teuren, aber unglaublich tollen Computer und erstellte Websites für Kunden. Ein wenig Datenbank, ein wenig Photoshop und ein wenig programmieren genügte für die meisten Projekte. Doch dann stiegen die Kundenbudgets und mit ihnen die Anforderungen. Allein war ich auf verlorenem Posten. Ich brauchte Grafiker, Programmierer und ein Flash-Entwickler musste ebenfalls ausgebildet werden. Die Branche war jung, Spezialisten fehlten und der Markt boomte.

Verglichen mit der Anfangszeit des World Wide Web sind heute eine Unzahl neuer Fähigkeiten in den Internet-Projekten gefragt. Design, Usability, Suchmaschinenoptimierung und Social Media Marketing sind nur eine kleine Auswahl der gefragten Themen. Nutzt eine Internetfirma die Möglichkeiten des Internets, bietet sie dem Kunden die besten Grafiker, einen Firmenbesuch innerhalb von Sekunden und Textübersetzungen in jeder Sprache an. Die Zusammenarbeit über das Internet ermöglicht Dinge, die vor kurzem unvorstellbar waren.

Als wir die letzte Grafikerstelle neu zu besetzen hatten, stellten wir keinen neuen Mitarbeiter ein, sondern wechselten auf Crowdsourcing – die Weisheit der Vielen. 12designer.com ist ein Plattform, auf der über 12’000 Grafiker aus Deutschland, der Schweiz, Italien, Spanien und Argentinien ihre Vorschläge zu neuen Projekten einreichen. Vor kurzem setzten wir ein Projekt um, das von einer hervorragenden Designerin aus Norddeutschland erstellt wurde. Sie arbeitete bei einer Hamburger Top-Werbeagentur als Lead-Designerin. Normalerweise wäre sie aus Kostengründen für dieses Projekt nie in Frage gekommen. Als sie aber Mutter wurde, kündigte sie ihre Stelle in der Werbeagentur und machte sich von zu Hause aus selbständig. Wie andere Kollegen las sie unsere Ausschreibung auf 12designer.com, reichte ihre Entwürfe ein und sendete uns als Gewinnerin die Photoshopdatei.

Anstatt die Grafik dann selbst in ein Internetformat zu wandeln, lässt man über Nacht den Code von der in Las Vegas ansässigen Firma Psd2html.com umsetzen. Über Nacht ist möglich, weil die Firma Büros an der West-, Ostküste und in Europa betreibt. Das Personal arbeitet über die Zeitzonen praktisch rund um die Uhr. Ist das Design fertig, muss ein gekonnter Text her. Weil Kunden sich oft den Kopf darüber zerbrechen, was sie über sich selbst schreiben, bestellt man bei Supertext.ch den richtigen Texter, der passende Vorschläge erstellt. Für die Umsetzung der Google Ad-Word und Social-Media-Kampagne sucht man erfahrene Leute auf Odesk.com. Dort fanden wir für ein Projekt einen Aussteiger aus Wien, der Jahre in der Schweiz arbeitete und heute in Südafrika lebt.

Wie man in solchen Projekten kommuniziert? Ideen spinnt man mit dem Kunden über das Brainstormingtool Mindmeister.com. Für das Projektmanagement wählt man aus einem der vielen Tools wie Basecamphq.com. Dokumente werden über Dropbox.com ausgetauscht und telefonieren tut man mit Skype. Steht das Projekt, findet die Kundenschulung mit Gotomeeting.com per Fernwartung statt. Damit übernimmt man den Bildschirm des Kunden. Statt komplizierten Erklärungen, wie etwas funktioniert, erarbeitet man die Lösung ohne langen Anfahrtszeiten gemeinsam mit dem Kunden am Bildschirm. Für regelmässig auftauchende Fragen erstellt man auf Youtube Supportvideos.

Werden Projekte dadurch günstiger? Nicht unbedingt, aber sie können für alle Beteiligten besser werden. Die Grafikerin aus Hamburg arbeitet von zu Hause aus und verbringt mehr Zeit mit ihrer Tochter. Der Aussteiger aus Wien sorgt vom Strand in Südafrika aus für mehr Verkäufe und der Kunde ist hochzufrieden mit seiner Website. Stellt sich nur noch die Frage: Was mache eigentlich ich noch hier?

Quelle: Kolumne itmagazine.ch

Facebook als Collaboration Tool

von Reto Hartinger

Ich spreche zurzeit mit einem Start-up über seine Strategie, Finanzierung etc. Plötzlich bekomme ich eine Einladung in eine geschlossene Facebook Gruppe. Ich war etwas verwundert. Dann entdeckte ich, dass sich darin alle über den neuesten Stand der Dinge informieren. Ich war sofort begeistert. Total übersichtlich, total gewohnt. Mit allen anderen Startups mit denen ich arbeite, bekomme ich immer eine Einladung in irgendein proprietäres Tool das ich lernen muss. Ich muss daran denken dort einzuloggen, mich durch Informationen durchzuwühlen. Bei Facebook können Diskussionen innerhalb des Kontextes geführt werden, man kann Objekte sharen und chatten – äh, kommt uns das nicht von Wave und Colayer her bekannt vor? Vor allem hat es eine unschlagbare Usability. Von Facebook bekomme ich auch immer ein Mail wenn sich etwas Neues tut und es ist für alle Beteiligten gratis. Liebe Startups und andere, Facebook ist ein Gedanke wert.

George Orwell hatte keine Ahnung…

von Daniel Niklaus

Wikipedia: Das Glastonbury Festival of Contemporary Performing Arts ist ein auf einer Farm bei Pilton, nahe der Stadt Glastonbury in Somerset im Südwesten Englands, stattfindendes Festival für Musik und darstellende Kunst. Während des Festivals treten Musikgruppen aus allen Bereichen der zeitgenössischen populären Musik auf, von Rockmusik, über Folk, Weltmusik und Jazz, bis hin zu Hip-Hop, Drum ’n’ Bass und anderen. Daneben gehören auch Aufführungen aus Theater, Tanz, Comedy und Zirkus zum Programm. Die Veranstaltung findet meist am letzten Wochenende im Juni statt, dauert drei Tage und ist heute eines der weltweit größten Open-Air-Musikfestivals (Besucherzahl 2008: rund 177.000[1]).

Man nehme eine hochauflösende Kamera, mache ein paar tolle Fotos, stelle sie ins Internet und verbinde das Foto mit Facebook-Tags. Fertig Privatsphäre.

glastonbury

Wieso wir mit Google nicht zusammenarbeiten wollen

von SandroGraf

Sandro Graf

Google hat 1 Milliarde Nutzer, rund die Hälfte sämtlicher (geschätzten) 2 Milliarden Internet-Nutzer, die es weltweit gibt. Facebook wird hier mit rund 700 Millionen Usern noch eine Weile zurück liegen. Ein Blick auf eine andere Grafik zeigt aber ein empfindliches Problem des Suchmaschinen-Giganten: Die durchschnittliche Verweildauer der Google-Nutzer liegt deutlich hinter derer der Facebook-Nutzer zurück. Soziale Netzwerke trumpfen mit längerer Verweildauer der User. Das ist nicht nur wichtig fürs Werbegeschäft.

Google hat ein Social Media-Problem

Und das ist Google alles andere als egal. Jüngst musste der frühere Google-Chef Eric Schmidt in einem Interview zugeben, dass er mit google im Bereich Social Media keine überzeugende Value Proposition für seine Kunden hat: “Ich wusste, ich muss etwas tun — doch ich habe es nicht hingekriegt.” Und auch Steve Ballmer von Microsoft bekommt sein Fett weg. Jüngst wurden fehlende Initiativen u.a. im Bereich der sozialen Netzwerken von einem Investor auf Steves “Charlie-Brown-Management”-Stil zurückgeführt.

Aber wieso Vertrauen so viele Leute ihre Daten Facebook an undwollen nicht mit Google zusammenarbeiten?

Blicken wir auf die klassische Ökonomie und lehnen uns an den Homo oeconimiucs, der nur zu seinem eigenen Nutzen handelt, finden wir keine Antworten. Weiter helfen die Erkenntnisse aus der Verhaltensökonomie, die nachweisen konnten, dass ein Grossteil der Menschen sehr wohl auch die Auswirkungen auf andere in ihr Handeln miteinbeziehen: Sie sorgen sich um das Wohl anderer, reagieren auf Unfairness äusserst stark und sind bereit, viele Aufgaben und Verantwortungen zu übernehmen, ohne unmittelbar eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Menschen kooperieren auch dann, wenn dies kurzfristig einen Verzicht auf eigene Vorteile mit sich bringt.

Gegenseitige Kooperation macht die Musik

Scheint uns die Bereitschaft zu kooperieren unter Freunden über Plattformen wie Facebook naheliegend, ist diese Aufgabe für Unternehmen eine Herausforderung. Denn oft erwidern die User die Einladung zur Kooperation nicht. Dies bedeutet bereits in einem frühen Stadium, dass hoffnungsvolle Social Media-Pläne scheitern, ehe sie begonnen haben (siehe Google Wave).

Am meisten profitieren können Unternehmen von sozialen Netzwerken, wenn die Bereitschaft miteinander zu kooperieren, gegenseitig ist. Der Aufbau dieser so genannten „Kooperationsräume“ bedeutet viel Arbeit; trotzdem handelt es sich um ein zerbrechliches Gleichgewicht, das durch unbedarfte Managemententscheidungen schnell wieder in sich zusammenbrechen kann. Es braucht die Überzeugung der Kunden, dass Unternehmen ihren Kooperationswillen auch erwidern. Nur diese Überzeugung ermöglicht es, dass Kunden den Firmen im Social Web den Zugang zum persönlichen Netzwerk öffnen.

Erwartungen erfüllen

Die Überzeugung, dass das Unternehmen die Kooperation längerfristig erwidert, darf auf keinen Fall enttäuscht werden. Hinzu kommt natürlich noch, dass der User einen Sinn hinter der Kooperation sehen will. Der Nutzer gibt nur dann von seinen Daten etwas preis, wenn er glaubt, dass er damit, nicht heute, aber möglicherweise in der Zukunft, etwas Sinnvolles zurückbekommt.

Wenn Kunden prinzipiell mit einem Unternehmen kooperieren, ist bei ihnen bereits die Überzeugung gereift, dass das Unternehmen kooperationsbereit ist. Nur dannwerden User unter anderem “liken”, weiterempfehlen und ihren digitalen Freunden von ihrer positiven Erfahrung erzählen. Und dies, ohne zusätzliche monetären Anreize zu setzen oder zusätzlichem kommunikativenAufwand betreiben zu müssen.

Wenn Du mehr zum Thema wissen möchtest, besuche das nächste Internet Briefing. Sandro spricht über Verhaltensökonomie und Social Media

Demokratie 2.0

von Markus Hegi
Die Politik entdeckt das Web 2.0 und das Social Web
English Translation

Die Wahlen 2011 könnten für die Schweiz die ersten sein, in welchen das Social Web eine wichtige Rolle spielt – wie das auch in anderen Ländern zunehmend der Fall ist. Neben den statischen Informationen auf Websites spielen der soziale Austausch auf Web 2.0 Sites eine zunehmende Rolle für den politischen Prozess.

Die Politik bewegt sich dabei vor allem auf drei Ebenen, welche drei Zwecken dienen:
1) Die Mobilisierung
2) Die Meinungsbildung
3) Die Umsetzung
Die politische Mobilisierung findet auf grossen öffentlichen Netzwerken statt – in der Schweiz ist das heute vor allem Facebook. Es gibt dort schon zahlreiche Gruppen und Seiten mit politischen Inhalten und künftig wird dies eine zunehmende Rolle Spielen.
Aber auch die Profile und Seiten der Politiker spielen eine wichtiger werdende Rolle. Nicht nur als Information, sondern auch für die direkte Interaktion mit den Wählern.
Andere Plattformen spielen noch eine untergeordnete Rolle: Twitter wurde unter Anderem bekannt als politisches Instrument, z.B im Wahlkampf von Barak Obama – In der Schweiz ist die Twitter community heute noch sehr bescheiden und kein Massenmedium für die Politik – Dies kann sich jedoch schnell ändern, falls eine wichtige politische Persönlichkeit Twitter aktiv zu nutzen beginnt. Bis dahin ist Twitter vor allem wichtig, um ein Segment von Key Opinion Leaders anzusprechen. In Zukunft wird es wohl mehr Plattformen geben, welche meist eng verknüpft sind mit Facebook und/oder Twitter.
Die zweite Ebene dient der politischen Meinungsbildung. Sie hat eine kleinere Benutzergruppe: die politisch interessierten und politischen Opinion Leader. Als Web Tools findet man heute vor allem Diskussionsforen mit politischem Inhalt: Einige werden von Parteien betrieben, andere sind unabhängig. Ich denke in Zukunft findet die Meinungsbildung vor allem auf unabhängigen Plattformen statt, da die politisch interessierten für die Diskussion und Meinungsbildung keine “Propaganda” wollen, sondern eine möglichst breite Diskussion. Auch ist es auf Sozialen Plattformen möglich, die Informationsflüsse nach seinen Vorlieben zu “filtern” (’Follow’) und das über alle Parteigrenzen hinweg.
Die Tools werden sich in diesem Bereich stark wandeln. In der Schweiz ist Politnetz ein gutes Beispiel, in welche Richtung die Entwicklung gehen wird:
> Starke Integration mit der ersten Ebene (Facebook & Twitter). So kann aus der Mobilisierung eine breite politische Diskussion entstehen.
> Nicht nur Diskussionen, sondern Personen: Es geht eben im Social Web nicht mehr nur um Information, als vielmehr um Personen, Profile, ‘Freundschaften’ etc.
> Anreicherung mit Funktionen der Kollektiven Meinungsbildung & -bekundung: Das “I-Like” von Facebook gibts hier für Kommentare, wie auch für Personen (Unterstützen)
Eine Integration in die dritte Ebene fehlt zur Zeit noch weitgehend.

Die dritte Ebene der Umsetzung von politischen Programmen findet heute bei den Parteien noch wenig auf dem Web statt. Es gibt einige Ansätze und Experimente, wie der Grünliberale IdeenPool der Sektion Kloten (Auf Colayer implementiert), welcher teilweise offen gegen aussen ist, und für die Partei einen Bereich bietet für die Diskussion und Koordination der Umsetzung.
Eine Ausnahme bildet hingegen die Piraten Partei, bei der ein Grossteil nicht nur der Information, Mobilisierung & Meinungsbildung, sondern auch der Umsetzung auf dem Web geschieht. Dafür werden diverse Tools genutzt: Neben einer Website und einem Newsletter sind das vor allem:
> Ein Forum für die breite Diskussion, wie auch zur Koordination und Unterstützung der Umsetzung.
> Ein Wiki für Begriffsdefinitionen.
> IRC und Mumble für real time.

Eigentlich erstaunlich, dass in der Schweizer Politik noch so wenig auf dem Web geschieht. Gerade im Schweizer Milizsystem könnten Web 2.0 und Social Tools eine wichtige Unterstützung werden – bei der Mobilisierung und im politischen Diskurs, und künftig wohl auch immer mehr bei der politischen Umsetzung.

Google me – ein Facebook-Killer?

von Reto Hartinger

Die Gerüchteküche spricht über einen Facebook-Konkurrenten aus dem Hause Google. Es war schon ein bischen beschämend, dass Google im Bereich Social Media nichts zustande gebracht hat. Von Facebook geht eine reale Gefahr für Google aus. Erinnern wir uns, was das Wichtigste für Google ist, nein nicht wieviel Sucheläufe jemand auf Google macht, sondern wieviel Zeit mit Google und seinen Diensten verbracht wird. Darum geht das Internet Game. Facebook ist so stark geworden, dass es “das Internet” sein könnte. Wieso Applikationen ausserhalb von Facebook entwickeln, wenn die Surfer in Facebook sind und Facebook für eine virale Verbreitung sorgt? Dienste wie Youtube braucht es nur noch als Behälter/Speicher für Videos, abgespielt und verbreitet werden sie in Facebook und jettzt wo sich Facebook sogar noch über seine eigenen  Grenzen ausdehnt, wird es immer schlimmer für Google.

Wie ernsthaft kann Google die Stellung von Facebook überhaupt attakieren?

Google hat es mit Buzz nicht geschafft, einen Konkurrenten zu Twitter zu etablieren und Wave ist ein Lüftchen, reisst aber keine  Welle. Collaboration- und Social Media Ansätze sind auch in iGoogle eingebaut, doch niemand braucht sie. Googles Strategie ist glücklos, unbeholfen, könnte man sagen. Sie hecheln dem Markt hinterher. Ein weiteres Problem: die Produkte sind isoliert und nicht von einer Gesamtstrategie getragen. Das hängt mit der Unternehmenskultur von Google zusammen. Nicht das Management welches eine Gesamtsicht auf das Unternehmen und die Produkte hat, gibt vor was gemacht wird, sondern einzelne Ingenieure bringen Ideen hoch. Diese werden aufgenommen oder zurückgewiesen. Meist werkelt ein Team vor sich hin und zeigt, was es in x Monaten gemacht hat. Dann wird entschieden ob das Projekt mehr Ressourcen bekommt. Siehe Wave.

Was müsste bei Google me anders sein?

Mit Google me könnte es klappen, wenn es gelingt, dass wirklich alle Projekt-Teams zusammenarbeiten. Google hat ja jeden Content und kennt seine User. Aber wieso soll das Picasa- (Foto), Youtube- (Video), Buzz- (Twitterkopie), Blogger-, Orkut-,  Apps Engine, Docs-, Google Talk-Team und weiter zusammen arbeiten? Wieso sollen sie ein Produkt machen, das stärker ist als seine Einzelteile?

Google ist auch getrieben von einer Nein-Politik. Wenn jemand no sagt, geht das Ding nicht online. Das kann Security, User Experience oder weiss der Geier was sein. So zögern sich die Projekte endlos hin. Je mehr weiter Teams dazu kommen desto schwieriger wirds, denn jetzt kann jedes Einzelteil das Ganze blockieren.

Ich hoffe, dass Goolge das auf die Reihe kriegt oder es wird ein Schnellschuss auf den die User nicht gewartet haben.

Cloud Computing: Hoppla, jetzt steigen grosse Firmen auf!

von Reto Hartinger

Die Cloud wird für Entwickler interessant

Als Entwickler muss man sich heute die Frage stellen, ob man eine Desktopsoftware, eine iPhone bzw. Mobile App oder einen cloudbasierte Software as a Service entwickelt. Für mich ist Desktopsoftware tod. Microsoft hat ein Monopol darauf, wogegen anzutreten sich eine kleine Softwareschmiede nicht leisten kann. Mit einer iPhone App kann man sicher Geld verdienen, aber ist das nicht auch eine Falle? Da bleibt die Cloud und nachdem ja gute Websites auch auf mobilen Devices funktionieren, müsste ein SaaS für Etnwickler die erste Wahl sein. Welche Tücken sich dahinter verbergen, besprechen zwei Vorträge der Cloudkonferenz vom 6.7.

Die Cloud wird für Anwender langsam erwachsen

Cloudsoftware ist doch immer noch eine Nische. Fast niemand wendet sie an. Hm, tatsächlich? Privatanwender setzen kaum mehr auf nicht cloudbasiertes E-Mail. Hotmail, Gmail und Co erobern die Privatanwender im Sturm. David Nücheler, CTO von Day Software meint, dass er für Day schon länger keinen E-Mailserver mehr betreibt. Zu aufwändig, zu teuer. Soll sich Google für ihn mit Viren, Serverkapazitäten, Downtime etc ärgern. Man kann nicht sagen, dass Day dies nicht alles selber könnte, aber es ist einfach zu teuer. Salesforce.com wir oft als das Paradebeispiel eines gut funktionierender Cloudsoftwareangebotes herumgereicht. Sicher, es ist ziemlich verbreitet, aber ich empfinde es für KMUs als zu teuer, wie die meisten B2B Angebote.

Ich selber habe mich von Office schon lange verabschiedet, empfinde aber Google Docs noch als unvollständig (die neue Version bringts aber) in den Features der einzelnen Programme und Docs braucht unbedingt ein File-System. Ich schätze aber die Collaboration-Features und den Umstand, dass ich von  überall her mit den Dokumenten arbeiten und meine Dokumente mit anderen teilen kann. Neuerdings auch auf dem iPad. Cool. Das steigert meine Produktivität enorm. Deshalb verzichte ich trotzdem lieber auf einige wichtige Features.

Jetzt geht auch Ringier den Schritt und ersetzt Office Schritt für Schritt. Die Cloud wird erwachsen, die Produktivitätsfortschritte und die Kosteneispahrung sind gewaltig.

An der Cloudcomputing Konferenz geben wir einen Überblick über den Stand der Dinge. Wir singen kein Loblied, wir stellen die Facts dar und zwar aus Entwickler- wie auch aus Anwendersicht. Da solltest Du dabei sein:

Cloud Computing Konferenz
6.7.2010 – 11.00-20.00
Restaurant Falcone, Zürich

10.45-11.30 Registrierung
11.30-12.15 Planung und Aufbau eines SaaS-Dienstes
12.15-13.15 Diskussion
13.15-13.45 Mittagessen
13.15-14.00 Registrierung
14.00-14.40 Cloudangebote im Vergleich
14.40-15.00 Wer die Finger von der Cloud lassen sollte
15.00-15.30 Cloud Computing juristisches Niemandsland?
15.30-15.50 Pause
15.50-16.50 Software as a Service – Ein Paradigmenwechsel
16.50-17.15 Diskussion
17.15-17.45 Registration
17.45-18.45 Ringier in der Google-Wolke: Wieso sich Ringier von Office verabschiedet
20.00 gemeinsames Essen

Anmeldung Anlass: http://internet-briefing.ch/cloudKonf

Kosten:  Für Mitglieder Fr. 60.-, Gäste bezahlen Fr. 180.- für die Vorträge plus Konsumationen

Planung und Aufbau eines SaaS-Dienstes
Andreas Jacob, Managing Partner, DataInherit
Dr. Tobias Christen, CTO, Datainherit

Der Desktop ist tot! Macht es heute überhaupt noch Sinn, Software für Desktop zu entwickeln? Andreas Jacob und Tobias Christen haben sich dagegen entschieden und schildern uns die Gründe dafür anhand von DataInherit, eines Schweizer SaaS-Dienstes für den weltweiten B2C-Markt

  • Planung/Entscheidung für SaaS statt Software
  • Kostenvergleich bei Entwicklung und Unterhalt
  • Was unterscheidet SaaS- von Software-Projekt
  • Technologien
  • Schwierigkeiten
  • Skalierbarkeit
  • Kundenkontakt/-feedback
  • Internationales Roll-out
  • Akzeptanz der SaaS Idee bei den Kunden

Cloudangebote im Vergleich
Dr. Wibke Sudholt, Associate, Board CloudBroker GmbH

Die Cloud liefert skalierbare Infrastrukturressourcen, Entwicklungsplattformen und Softwareanwendungen nach Bedarf, die nur
nach der tatsächlich genutzten Leistung bezahlt werden. Wibke
beschreibt Anforderungen und Lösungsansätze für Cloud und SaaS und
gibt ein Überblick über verschiedene Cloud Computing-Anbieter.

  • Die spezifischen Probleme und Anforderungen der Cloud
  • Wann normales Hosting, wann Cloud
  • Die Lösungen verschiedener Cloud-Anbieter: Amazon Web Services (AWS), Microsoft, Google, Salesforce.com, Cloud Sigma u.a.

Cloud Computing & SaaS: Wer die Finger davon lassen sollte
Daniel Niklaus, CEO, Netlive

Achtung Gefahr! Die IT-Welt hat ein neues Schlagwort: Cloud Computing. Wir versprechen Ihnen das blaue vom Himmel und lassen Sie von 1′000 Möglichkeiten träumen. Verschweigen tun wir Ihnen, dass der Himmel sich dunkelrot färben kann und 1′000 Fallstricken im Cloud Computing stecken. Werfen Sie einen Blick auf die ungeschminkte Wahrheit hinter dem neuen Schlagwort. Denn die Technik steckt noch in den Kinderschuhen. Den meisten Anbieter fehlt jeder Erfahrungswert und es ist gut möglich, dass Ihr Projekt das lang ersehnte Versuchskaninchen ist, bei dem das Experiment (vielleicht) klappen könnte…

Software as a Service & Cloud Computing – Ein Paradigmenwechsel
Andreas Von Gunten, PARX AG, Cloud Computing Evangelist & Blogger

Sofware as a Service (SaaS) ist nicht ASP, nicht Mietsoftware und ist auch nicht einfach ein Hype, sondern beschreibt einen Paradigmenwechsel in der Informatikindustrie der in vollem Gange und wohl nicht mehr aufzuhalten ist. Andreas erklärt die Gründe für den Erfolg zeigt die Fakten über die Verbreitung des Models, anhand von verschiedenen Beispielen. Insbesondere zeit ger welche Vorteile das Model für Organisationen und Unternehmen jeder Grösse und Branche bringt und auf welche Kriterien bei einer Evaluation besonders zu achten ist.

  • Das SaaS Model, die Unterschiede zu ASP und Mietsoftware
  • Die Multi-Tenant Architektur und die 3 Cloud Computing Schichten
  • Die heutigen Möglichkeiten des Customizings und Integration von State-of-the-Art SaaS Lösungen
  • Beispiele von SaaS & Cloud Computing Anwendungen
  • Erfahrungsberichte aus diversen SaaS & Cloud Computing Projekte

Cloud Computing juristisches Niemandsland?
Lic. iur. David Rosenthal, Counsel, HOMBURGER AG

Immer mehr Unternehmen wollen Cloud-Computing-Dienste nutzen, haben aber rechtliche Bedenken. Wie heikel ist die Cloud aus juristischer Sicht
wirklich?  Welche Verantwortlichkeit übernehmen die Anbieter und was bedeutet das für ihre Kunden? Wie verhält es sich insbesondere mit dem Datenschutz? David Rosenthal gibt Antworten und zeigt Lösungswege für die Praxis auf.

Ringier in der Google-Wolke: Wieso sich Ringier von Office verabschiedet
Samuel Hügli, Group CFO/CIO, Mitglied der Konzernleitung Ringier AG

Immer mehr Firmen verlegen ihre Software in die Cloud. Nach einer einjährigen Evaluation mit dem Einsatz von Prototypen unterschiedlicher Hersteller hat das multinationale Medienhaus Ringier entschieden, weltweit alle 8 unterschiedlichen Mail- und Kalendersysteme mit einem zentralen, web –und cloud-basierten System von Google (GAPS) zu ersetzen. Ringier Group CFO/CIO Samuel Hügli erläutert uns die Beweggründe.

Ringier wird Schritt für Schritt die Office-Applikationen ablösen. Ziel ist es, Informations- statt Dokument-basiert zu arbeiten. Mit diesem Projekt werden in allen 10 Ländern mehr als 8000 Arbeitsplätze umgerüstet, in einer ersten Phase wird das Mail- und Kalendersystem sowie die Handy-Synchronisation ersetzt, später folgen weitere Projekte auf Basis der Technologie-Plattform von Google Apps (www.google.com/a) Nebst der Kosteneinsparungen durch die Vereinheitlichung war ein wesentlicher Grund der „Change of Mindset“, den die Firmenleitung mit diesem Schritt einleiten wollte, hin zu mehr interner und externer Vernetzung, grenzüberschreitender Zusammenarbeit von Experten sowie einer höheren Selbständigkeit der Anwender.

  • Ausgangslage Ringier IT-Landschaft
  • Warum ein Medienhaus Collaboration fördern muss
  • Ringier’s IT-Strategie „asset-less, web-based, cloud-based“
  • Evaluation und Entscheidungskriterien
  • Ziele, Aufbau und Ablauf Change-Management-Projektes
  • Kulturelle und demografische Voraussetzungen für Collaboration
  • Vor- und Nachteile für die Firma, die Benutzer und die IT-Abteilung
  • Do’s and Dont’s Einführung GAPS
  • Einfluss auf Portal-Lösungen und MS Office-Nutzung
  • Wie sieht’s aus mit Datenschutz, Sicherheit, BCM und Skalierung?
  • Strategie Ringier Google Expert Team (Telefonie, Videoconferencing, Redaktionssysteme)
  • Kooperation mit „Mitbewerber“ ja/nein? / Art der Zusammenarbeit
  • Erstes Fazit nach der Migration von 4 Ländern (China, Vietnam, Ungarn, Slowakei)
  • Offene Baustellen (SSO, Einsatz Web-Tools für Produktionsprozesse)

Anmeldung Cloud Computing Konferenz

Best of Swiss Web: unblu

von Reto Hartinger

Die Branche hat sich wieder gefeiert und gekürt. Wilmaa.com hat den Master abgeräumt. Mein Liebling unblue hat sich gleich 3x feiern lassen aber die höchste Auszeichnung nicht gewonnen. Unblu ist ein technisches Meisterwerk, das schon fast 10 Jahre alt ist. Erstmals öffentlich gezeigt an der Internet Briefing Ajax Konferenz. Wir hatten damals Bauklötze gestaunt, weil die innovativen Entwickler etwas vollbracht hatten, was niemand für möglich gehalten hat. Bernie und ich haben uns überlegt in dieses Produkt zu investieren. Wir haben es nicht gemacht, dafür hat Luc Haldiman Geld und Geduld aufgebracht. Nochmals fast 5 Jahre hat es gedauert, bis Unblu fertig wurde. Bravo Luc! Unblu wird sicher ein Erfolg werden.

Unblu wird auch Thema beim Mai Briefing “Neue Wege zum Kunden“.

Jürg bei der Laudatio für unblu (nächstes Mal nicht mehr ablesen bitte)

Jürg bei der Laudatio für unblu (nächstes Mal nicht mehr ablesen bitte)

GRYPS Offertenportal geht in die Registrierungsphase!

von GabyStaeheli

GRYPS Offertenportal sucht Anbieter von professionellem  IT & Office Equipment, sowie von Dienstleistungen für KMU in der Schweiz. Der Startschuss für die Lancierung des neuen Offertenservices ist für Ende Januar 2010 geplant.

Das Geschäftsmodell von GRYPS basiert auf der Vermittlung von Leads. Sucht ein Unternehmer z.B. eine Webagentur zur Erstellung  einer neuen  e-commerce Site,  so gibt er sein Kaufinteresse in wenigen Minuten kostenlos bei GRYPS ein.  Durch einen kurzen Online-Fragebogen, sowie einen Rückruf von GRYPS wird die Kaufabsicht verifiziert und qualifiziert.  Dieses sog. “Lead” wird dann an 3 passende Anbieter vermittelt, damit diese dem Kaufinteressent ein individualisiertes Angebot erstellen können.

Anbieter der verschiedensten Kategorien von Webservices über Telefonanlagen bis hin zu ERP-Software können sich kostenlos bei GRYPS registrieren und bezahlen nur für die gewünschten Leads (nach vorheriger Einsicht in den ausgefüllten Fragebogen). Die Kaufabwicklung selbst erfolgt nicht über die Plattform.

Der Nutzen für den Einkäufer liegt in der Zeitersparnis bei der Recherche nach geeigneten Anbietern und in der Möglichkeit rasch gleichwertige massgeschneiderte Offerten zu erhalten um damit auch das beste Preis-Leistungsverhältnis zu erzielen.
Der Nutzen für die Anbieter liegt in der Erschliessung neuer Absatzwege, sowie dem Erhalt von vorqualifizierten, konkreten Leads ohne Streuverlust.

Interessierte Anbieter, die sich bis zum 31.12.2009 unter www.gryps.ch registrieren erhalten Leads in den ersten 2 Monaten kostenlos. Die Anmeldung ist ebenfalls kostenlos und unverbindlich.  Testet uns! Weitere Infos gibt’s auf unserer Homepage www.gryps.ch oder direkt von mir: gaby.staeheli@gryps.ch

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