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5 Jahre Internet Briefing Konferenz: Call for Speakers

von Reto Hartinger

 

Nächstes Jahr wird das Internet Briefing fünf Jahre alt. Wir kommen in den ersten Chindsgi oder im Internet-Zeitalter stehen wir wohl eher vor der Matura.
Ich möchte das Jubiläum mit zwei grossen Konferenzen begehen (die auch einen sozialen Teil mit Musik und Showeinlagen unserer Mitglieder beinhalten).
Die Konferenzen plane ich für März und September. Deshalb suche ich heute schon Speaker, künstlerische Taltente und Sponsoren. 
Call for speakers
Promotion: Social Media Marketing (wird ein Morgen gewidmet sein), Onlinemarketing, E-CRM, Mobilemarketing etc.
Trends: Userverhalten, Märkte, Businessmodelle, Technologien, E-Business, E-Commerce, Wisdom of the Crowds etc.
Best Cases: Suchmaschinenoptimierung, Usability, Web-Design, Markenführung, Mobile etc.
Mobile: iPhone & Android Trends, Businessmodelle, Ubiquitous Computing, Locationbased Konzepte etc.
Technologie: Cloud Computing, Collaboration, Virtualisierung, SaaS, Open Source, Pervasive Computing, 3D Web, HTML5 etc.
Development: Ajax, Automatisation, Webapplikationsdesign, P2P Architekturen, Agile Methoden, Model driven design, Computational Intelligence etc
und natürlich Deine eigene Idee eines Referates.
Keine Angst, sollte Dein Vorschlag an den Konferenzen nicht unterkommen – werde ich sie an normalen Briefings berücksichtigen können.

HTML5: Datenbank im Browser

von Reto Hartinger

Vieles was in HTML5 definiert wird macht viel Sinn.Bei zweiter Betrachtung wieder weniger. Ist es nicht toll, im Browser bzw. beim Client eine Datenbank zu haben? Das verschnellert doch alles – und wir werfen Ballast vom Server und verringern die ständige Kommunikation zwischen Client und Server.

Aber wollen wir das wirklich? Wollen wir keine Kontrolle über die Daten mit denen der User arbeitet? Können wir dann noch deren Richtigkeit garantieren? Was passiert wenn andere User auf diese Daten zurückgreifen sollen?  Hm, dann können die Daten also nicht permanent auf dem Client liegen. Oder würden Daten auf dem Server gespiegelt um für andere Verfügbar zu sein? Damit wäre doch der ganze Spass wieder vorbei.

Mir erschliesst sich der  Sinn nicht ganz – ok, ich habe das technische Konzept nicht gelesen. Dort wird es wohl drinstehen was man damit genau anstellen kann.

Uebrigens, Microsoft spührt den Druck von HTML5 auch und möchte nun auch seine Ideen einfliessen lassen. Damit ist klar, dass die nächsten Browsergenerationen im nächsten Jahr schon viel mehr HTML5fähiger sind. Wir müssen uns definitiv damit befassen.

Was mir immer noch nicht herunter geht ist, wieso HTML5 auch keinen Serverpush kennt. Es wäre doch schön wenn der Client nicht dauernd den Server abfragen müsste ob sich etwas geändert hat.

Auf Kunden hören, kann Marktanteile kosten

von Daniel Niklaus

Die Nr. 1 vom Thron zu stossen, ist das grösste. Nur gelingt es beinahe nie. Ausser die Nr. 1 hört zu gut auf ihre Kunden. Coca Cola machte dies 1985, als sie New Coke lancierten und den grössten Marktanteilverlust ihrer Geschichte hinnehmen musste. Microsoft ist auf dem besten Weg, denselben Fehler zu begehen.

Was ist 1985 passiert? In Blindtest gewann Pepsi die Geschmacksnerven der Konsumenten. Stelle zwei Coke im unangeschriebenen Glas auf den Tisch und lass die Konsumenten testen, Pepsi schnitt besser ab. Kein Wunder bekam die Company aus Atlanta das Muckensausen und teste neue Formeln. Sie fanden auch schnell eine: New Coke. Marktstudien ergaben, die Leute ziehen den neuen Geschmack dem alten Coke klar vor und so lancierte Coca Cola mit viel Werbeaufwand seine New Coke. Erwartet haben Sie den grössten Gewinn ihrer Geschichte.

Doch Pepsi legte 14% zu
Eine kleine Gruppe von Südstaatlern fing an zu mokieren. Ein Aufstand ging durch die Cola Welt – neue Formel? Habt ihr einen Dachschaden?!. Über 60′000 Anrufer reklamierten bei Coca Cola. Sie wollten die alte Formel zurück. Aus Gewohnheit. Der Hauptprofiteur war aber nicht Pepsi. Coca Cola Käufer wechselten zu anderen Getränken.

Was hat das mit Microsoft zu tun?
Keine Ahnung wie es euch geht, aber ich mag die neue Oberfläche von Office nicht. Schon zwei Mal de-installierte ich das Teil wieder von meinem Computer. Ich verzweifle, wenn ich simple Sachen nicht dort finde, wo ich sie suche und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mich an das Teil gewöhnen will. Dabei machten sie beim Office doch alles richtig. Sie werteten 1′000 von Useranfragen aus, machten Labortest und fragten ihre Kunden, wie das optimale Office aussehen soll. Aber sie vergassen, dass da draussen noch ganz viele “Gewohnheitstiere” sind. Die lernen nur etwas neu, wenn sie auch etwas davon haben. Eine neue Oberfläche zu lernen, um dasselbe wie beim alten Office zu machen – ist mir zu blöd.

Alternative
Dies ist ein guter Zeitpunkt für Alternativen. Dabei setze ich nicht auf OpenOffice, sondern ziehe echte Änderungen vor. Google Spreadsheets hat mich zum Beispiel vollständig überzeugt. Es geht sogar so weit, dass ich beinahe keine MS Excel mehr erstelle. Als ich letzthin zwei Stunden an einem MS Excel arbeitete, fuhr ich den Computer in den Ruhezustand, so dass ich am nächsten Morgen normal weiter arbeiten kann. In jener Nacht machte MS ein Update und die Maschine somit einen Neustart. Am Morgen war also alles gelöscht, warum? Gewohnt von Google Spreadsheets vergass ich beim Excel den Speicherbutton zu klicken…

Werbung in eigener Sache
Wir entwickelten die letzten Jahre eine Alternative zu MS-Access www.demandit.ch. Ein Access Online mit der Funktion eines CMS. Vermehrt lösen wir klassische Datenbanken ab, die früher als mdb aufgebaut waren. Wer Lust auf einen Beta-Test hat, ist herzlich willkommen. Wir können noch Feedback gebrauchen.

Colayer vs Google Wave: Interview Mit Markus Hegi

von Reto Hartinger

Interview zum

Google erfindet E-Mail neu


Wo liegt denn das Problem mit der ‘alten’ Kommunikationsweise?
Markus Hegi: Da sich heute Online-Kommunikation entlang Tools organisiert, sind die Hauptprobleme die Fragmentierung der Information und die vielen Kopien von ähnlicher Information.
Der Paradigmenwechsel in der Online-Kommunikation führt zu zwei Veränderungen:

Zum einen wird Information nicht mehr nach dem benutzten Werkzeug organisiert, sondern nach dem Kontext, zu dem es gehört. Statt die verschiedenen Kommunikationen im E-Mail oder Chat zu speichern, wird in Zukunft alles an einem Ort zum entsprechenden Thema abgelegt – egal mit welchem Werkzeug die Information entstanden ist. So bleibt zusammen was inhaltlich zusammen gehört.

Andererseits ist das Problem mit E-Mail, dass wir Kopien der Information machen und diese herumsenden, auch an Leute die das überhaupt nicht interessiert. Dies führt zu Informationsüberflutung und im schlimmsten Fall wird deswegen auch nicht mehr gelesen, was man eigentlich hätte lesen sollen. Künftig wird es nur ein Original an einem Ort geben, welches jeder nach seiner persönlichen Relevanz gewichtet einsehen kann.

Wieso hat dann Colayer keine öffentliche Version? Google Wave ist offen und für jedermann zu gebrauchen.
Markus Hegi: Wollen Sie eine ehrliche Antwort?
Ja, bitte
Markus Hegi: Wir sind schlicht nicht in der Lage, den Massenmarkt zu bedienen und wahrscheinlich werden wir es auch mit dem durch Google getriebenen Erfolg nicht sein. Wir konzentrieren uns auf das, was wir am besten können: Firmen ein Produktivitätstool zur Verfügung zu stellen. Bereits dies ist eine gewaltige Aufgabe!
Wir wollen uns dort mit Google messen, wo wir stark sind – den privaten User überlassen wir Google kampflos. Google hat es ja auch einfacher Geld mit der Masse zu verdienen. Google weiss vieles über seine Nutzer. Google analysiert die Inhalte der Dokumente und verknüpft sie mit dazu relevanter Werbung. Damit verdient Google viel Geld. Wir wissen nichts über die Nutzer und uns sind auch deren Inhalte grundsätzlich egal. (lächelt) Ich denke, das kommt uns in der Corporate Welt zu pass.

Ist Google Wave eine grosse Konkurrenz für Colayer?
Markus Hegi: Unsere Konkurrenz ist nicht Google, unsere Konkurrenz ist die alte Art zu arbeiten. Wir sehen Google Wave als Chance für Colayer.

Sie haben bereits im Jahr 2000 begonnen, reiten sie jetzt einfach die “Google Wave” Welle?
Markus Hegi: Google hilft uns beim Paradigmawechsel. (lacht) Ja, wir sind zufrieden. So ganz alleine mit einem solchen Konzept anzutreten war oft schwierig.

Aber Wird Google Colayer nicht früher oder später aus dem Markt drängen?

Markus Hegi: Je erfolgreicher Google ist mit seinem Ansatz, desto erfolgreicher wird Colayer. Google schafft einen Markt und bearbeitet ihn auch für Colayer. Auf der ‘Google Welle’ werden die Benutzer den Paradigmenwechsel verstehen. Aber auch Google hat noch einen langen Weg vor sich.

Sie sprechen aus Erfahrung?

Markus Hegi: Ja, wir mussten sowohl technisch wie auch marketingmässig Lehrgeld bezahlen. Wir sind zum Beispiel mit dem Slogan: “email will be dead soon” angetreten. Da muss ich sagen, der Google Slogan “If email would be invented today: what would it look like?” ist überzeugender. Er hat eine positive Message und wird somit leichter verstanden. Das ist massentauglich. Als kleine Firma konnten wir Kunden und Partner von den Colayer Konzepten überzeugen, aber nicht die ganze Welt. Wir haben uns deshalb auf Firmenkunden fokussiert.

Wo liegen denn die Hauptunterschiede zwischen Google Wave und Colayer?
Markus Hegi: Das Paradigma, wie Informationen und Tools zu organisieren sind, ist sehr ähnlich: Kommunikation findet im Kontext statt, nicht in Tools. Google Wave ist am Anfang der Entwicklung seiner Konzepte.
Die erste Demo von Google Wave war sehr beeindruckend – Aber es genügt nicht, nur Kommunikationswerkzeuge wie Chat, E-Mail etc zusammenzuführen – Damit generiert man mit den verschiedenen Tools riesige Datenmengen, aber es fehlt die sinngebende Struktur. Stellen Sie sich vor, ein grosses Projektteam oder eine ganze Firma brauchen Google Wave für ihre tägliche Arbeit. Da wird man sich bald im grossen Ozean von Wellen verlieren. Wie kann man sich da schnell einen Überblick verschaffen, was neu ist?

Inhalte eines Chats, wie “Hallo, wie geht’s, und wie ist das Wetter bei Euch” hat ja nicht dieselbe Relevanz, wie beispielsweise das Resultat einer Sitzung, eine getroffene Entscheidung, ein fertiges Dokument, eine Liste mit offenen Fragen oder Todo’s.

Wie bildet Colayer Relevanz ab? Das ist ja sehr individuell.
Wir sind seit 2000 im Markt und haben mit unseren Kunden und Partnern zusammen gelernt, wie mit dieser Komplexität umzugehen ist. Colayer hat Werkzeuge entwickelt, um den Mengen von Informationen gerecht zu werden, sie nach ihrer Relevanz und Wichtigkeit zu strukturieren. Und Colayer gibt den verschiedenen Benutzern individuelle Sichten (Abstraktionsstufen) auf die Kommunikation. Einer unserer Kunden organisiert ein Projekt mit mehr als 200 Mitgliedern in 20 Ländern vollständig über Colayer – ohne E-Mail.

Wenn man Chat, E-Mail, Dokumentenmanagement und beispielsweise ein Issue Management Tool zusammenführen will, muss man den Inhalt auch nach dem Typ der Kommunikation strukturieren können. Man muss ein System bereitstellen, das allen Beteiligten ihre spezifische Sicht auf die Dinge gibt. Ist ein Chat einmal fertig, interessiert wahrscheinlich nur noch das Resultat. Wenn gewünscht, kann man den Chat wieder öffnen und einzelne Teile nachlesen.

Die getroffenen Entscheide, Vorschläge und offenen Fragen müssen alle Teammitglieder sehen. Das mittlere und obere Kader muss nur das Wichtigste und die erreichten Meilensteine sehen.

Wo ist Google Wave besser also Colayer?
Markus Hegi: Ich mag das Ajax User Interface und die Geschwindigkeit ihres ‘real time’: Während die eine Person schreibt, kann die andere irgendwo in der Welt Buchstabe für Buchstabe sehen. Mir hat auch das Co-Editieren von Dokumenten gefallen: Mehrere Personen können gleichzeitig an Dokumenten arbeiten und sehen, wo die anderen sind und was sie tun. Auch das ‘Play-back’ ist cool: Jede Welle kann man bei Bedarf noch einmal Schritt für Schritt ablaufen lassen.

Wo ist heute der Nutzen von Colayer für seine Kunden?
Markus Hegi: Unsere Kunden erreichen zuallererst eine Kostensenkung. Denn, wieviel Zeit verbringen Mitarbeiter heute damit, Spam auszufiltern, E-Mails den verschiedenen Themen und Projekten zuzuordnen, und nachzufragen, ob man ein gewisses E-Mail nochmals senden könne, weil man es schlicht und einfach nicht mehr findet.

Die Mitarbeiter werden aber auch produktiver, weil sie überall, mit jedem beliebigen Kommunikationsmittel, im Kontext miteinander Informationen austauschen können – sogar via SMS, wenn es denn sein muss.

Stellen sie sich vor, sie sind in einer Sitzung und brauchen einfach rasch eine Zahl von einem Mitarbeiter, der irgendwo unterwegs und weder über Telefon, noch E-Mail erreichbar ist. Sie senden ihm direkt aus dem Colayer Dokument eine SMS und E-Mail. Er antwortet, sobald er Zugriff hat, zum Beispiel über sein iPhone per E-Mail und fügt eine Grafik bei. Seine Antwort erscheint an der Stelle des Colayer Dokuments, aus der die Anfrage gesandt wurde. Weil die Antwort wichtig ist, beept Colayer und sie können das Resultat noch während der Sitzung präsentieren.

Wohin werden sich solche Tools entwickeln?
Markus Hegi: Intranets werden abgelöst durch Tools wie Google Wave oder Colayer. Mitarbeiter wollen auf einen Blick mit für sie relevanten Informationen gefüttert werden. Sie wollen in Echtzeit über relevante Veränderungen informiert werden und sofort auf Veränderungen reagieren können. Die starren Strukturen der heutigen Intranets machen sie für die Benutzer unattraktiv und sie werden daher kaum benutzt.

Colayer gibt dem Mitarbeiter jederzeit den Überblick über das wirklich Wichtige, und Werkzeuge, um Informationen sofort zu bearbeiten. So werden Intranets hoch interaktiv und von allen Mitarbeitern als Kommunikations- und Arbeitstool genutzt.

Colayer könnte auch Knowledge Management Systeme ablösen oder ergänzen. Knowledge Management Systeme haben die unschöne Angewohnheit, nicht zu vergessen. Zu Beginn halten sie Best-practices fest, mit der Zeit verstärken sie aber das „das haben wir schon immer so gemacht“ und ihr Vorteil kehrt sich in einen Nachteil. Innovation und Ideenfindung brauchen Chaos, Unternehmen benötigen aber ein Tool, um dem ‘kreativen Chaos’ eine Struktur zu geben. Das machen wir mit Colayer.

5.jpg

Anpassungen an die Kundensprache und globale Botschaften für lokale Kunden

von Beat Z'graggen

Zahlreiche Unternehmen haben es geschafft, sich an die Kundensprache anzupassen und globale Botschaften für die lokalen Konsumenten umzuschreiben. Hier einige Beispiele.

Hier einige Unternehmen, die Übersetzung und Lokalisierung ernst genommen haben: Google, Yahoo, HP, American Express, Phillip, Skype, Ericsson, Procter & Gamble und Cisco.

Diese Unternehmen haben ihre Marke erfolgreich beworben, indem sie an die kulturelle und sprachliche Unterschiede ihrer globalen Audienz gedacht haben.

Hier ein Beispiel einer Seite von Yahoo, welche für den US-Markt ausgerichtet ist:

Kundensprache und Botschaft USA


Und hier nun die Seite für das selbe Angebot für den japanischen Markt:
Yahoo Botschaft für Japan

Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass erfolgreiche Firmen (Yahoo ist nach wie vor führend im asiatischen Markt) es verstanden haben, Ihre Botschaften und Inhalte an die lokalen Vorlieben der Kunden anzupassen.

Sie haben…

  • Webseiten in verschiednenen Sprachen für verschiedene Länder bereitgestellt mit einem einfachen Zugang von der Homepage aus.
  • sichergestellt, dass auf jeder Website die Bilder und der Inhalt dem entsprechenden Land / der entsprechenden ethnischer Gruppe angepasst ist, welche erreicht werden soll.
  • bei jeder einzelnen Seite darauf geachtet, dass sie denselben Look, Ton und dasselbe Feeling aufweist wie die Hauptwebsite, um so die Marke zu schützen.
  • sichergestellt, dass jede Seite unabhängig von ihrer Grösse schnell lädt und einfach zu navigieren ist.

Hier ein paar weitere Beispiele von beliebten Seiten aus dem asiatischen Raum. Während solche Seiten in unseren Breitengraden kaum gross anklang finden würden, sprechen Sie doch die Vorlieben vieler Asiaten für farbige und blinkende Internetauftritte an.
Yahoo Botschaft für JapanYahoo Botschaft für Japan
Yahoo Botschaft für JapanYahoo Botschaft für Japan

Internationalisation, Globalisierung: Wo liegt da der Unterschied?

Beide Worte sehen so aus, als ob sie dasselbe bedeuten würden, aber es gibt feine Unterschiede, welche die oben gelisteten Unternehmen sich zu Herzen genommen haben.

Wenn einmal die arbeitsintensive Übersetzung und Lokalisierung getan und überprüft worden ist, sollte man diesen Inhalt nehmen und alle Dokumente, Kampagnen und Produkte so gestalten, dass sie mit den verschiedenen Sprachen und regionalen Märkten kompatibel sind und – hierin liegt der Schlüssel – dies ohne den Bedarf von grosser Technik auf der Website. Das bedeutet “Internationalisierung” und es ist ein Prozess, der sich in jeder Sprache auszahlt.

Globalisierung bedeutet die Integration der Lokalisierung durch ein Unternehmen – in das Marketing hinein, in den Verkauf und Support. Wie markant sind die Nationalitäten der Firmen? Der durchschnittliche Ericsson Kunde weiss vermutlich nicht, dass die Firma Teil eines 132 Jahre alten Schwedischen Konzerns mit Hauptsitz in Stockholm ist.

Ursprünglich publiziert unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/anpassungen-an-die-kundensprache-und-globale-botschaften-fuer-lokale-kunden.htm

Wieso Webanalytics nicht weiter hilft

von Reto Hartinger

Ob eine einzelne Webseite Traffic hat oder nicht sagt doch überhaupt nicht aus, ob sie für die Zielgruppe relevant ist oder nicht! Meine Behauptung die ich gerne beweise. Irgendwie war mir der Blick in die Statistik von Webseiten immer etwas ungeheuer, weil sie zwar aussagt was die Leute von meiner Site zu sehen bekommen – mehr nicht – aber nicht unbedingt was sie wirklich wollen. Wieso?

1. Da der meiste Traffic eh von Suchmaschinen kommt ist es die Relevanz der Seite für Suchmaschinen die den Traffic bestimmt und nicht die Relevanz die er für meine Zielgruppe hat.

2. Weil die Struktur der Website bestimmt, ob die Zielgruppe relevanten Content überhaupt zu sehen bekommt. Wenn die Navigation kompliziert ist, bekommt eine relevante Seite kaum Traffic von der Homepage. Würde ich diese weil sie kein Traffic hat einfach löschen, würde ich also vordergründig das Richtige machen, für meine Zielgruppe aber genau das Falsche. Es ist in diesem Falle eben nicht der Traffic der über Relevanz bestimmt.

Gerne nehme ich ein Beispiel aus dem Blog auf. Da wird ja jede Seite gleich behandelt. Der Artikel 1,8 %  von Harald Taglinger bringt es auf eine ansehliche Leserschaft:

1.542 Seitenzugriffe   
1.123 Eindeutige Zugriffe   
00:00:46 Besuchszeit auf einer Seite   
66,94 % Absprungrate   
72,44 % % Ausstiege
   

Toll. Die Absprungrate zeigt, dass auch Viele weitere Artikel gelesen haben, was auch die Besuchszeit andeutet, denn dieser Artikel wird in viel weniger als 46 Sekunden gelesen:

 

1,8 %

von Harald Taglinger

Hammse nu, oder hammse nich? Sie hamm. 1,8% aller US-Handy-Verkäufegingen auf Apples Konto. Allerdings liegt der Marktanteil von Apple-Notebooks bei derzeit 17,6 Prozent. Da hamma noch was an Arbeit vor uns.

 

Man kann mir nicht sagen, dass der üppige Inhalt entscheidend war, um in Suchmaschinen hochzuklettern und der aussagekräftige Titel hat wahrscheinlich auch nicht viele zum Klicken verleitet. Woher kam der Traffic tatsächlich?

1.
images.google.de
           
  26. September 2007 – 26. Dezember 2008 1.119 833 00:00:43 67,35 % 73,91 % $0,00
               
2.
images.google.ch
           
  26. September 2007 – 26. Dezember 2008 101 68 00:01:12 56,72 % 66,34 % $0,00
3.
images.google.at
           
  26. September 2007 – 26. Dezember 2008 83 65 00:00:10 75,38 % 78,31 % $0,00
4.
msn
           
  26. September 2007 – 26. Dezember 2008 79 43 00:00:53 67,44 % 54,43 % $0,00
5.
images.google.com
           
  26. September 2007 – 26. Dezember 2008 67 47 00:00:33 61,70 % 70,15 % $0,00
6.
live
           
  26. September 2007 – 26. Dezember 2008 42 28 00:00:54 65,38 % 61,90 % $0,00

Aha, von der Bildsuche. Haralds Bild kommt also in den Suchmaschinen an! Wie steht es mit dem Text? Mit welchen Suchbegriffen sind die Surfer gekommen?

Keyword Seitenzugriffe Eindeutige Seitenzugriffe Besuchszeit auf einer Seite Absprungrate % Ausstiege $Index
1.
elvis
58 32 00:01:06 65,62 % 55,17 % $0,00
2.
elvis presley
32 21 00:00:27 76,19 % 65,62 % $0,00
3.
fat elvis
11 5 00:00:22 80,00 % 45,45 % $0,00
4.
fat
6 5 00:02:54 33,33 % 50,00 % $0,00
5.
“joel janser”
4 4 00:01:06 50,00 % 50,00 % $0,00
6.
elvis imagesize:large
3 1 00:00:10 0,00 % 33,33 % $0,00
7.
elvis photos fat
3 1 00:00:08 0,00 % 33,33 % $0,00
8.
elvis presley imagesize:large
3 2 00:03:46 50,00 % 66,67 % $0,00
9.
elvis fat
2 2 00:00:00 100,00 % 100,00 % $0,00
10.
fat elvis picture
2 1 00:00:09 0,00 % 50,00 % $0,00

 

Sorry Harald – ich weiss nicht wieso Elvis mit dir assoziert wird. Die Lösung ist in den Kommentaren zu finden – an 6. Stelle schreibt Josel Janser (auszugsweise):

Joel Janser schrieb: (Auszug)

Aber ich sehe auch nirgends eine Revolution. Microsoft wird hat immer fetter, langsamer und älter… und sie schaffen es nicht alte Zöpfe (z.B. kerntechnologie von windows) abzuschneiden um vorwärts zu machen.

http://www.rockabilly-wildstreak.de/Bilder/Gestaltungs-Pics/Elvis-fat.jpg

Ich hoffe ich komme an den Vortrag von Steve Ballmer ran. Vor 2 Monaten war ich an einem Vortrag von Steve Wozniak in Zürich. Er hat einen sehr intelligenten und inspirierenden Eindruck gemacht. Aber Steve Ballmer ist sicher lustig…

Die gute Nachricht dabei: Kommentare sind durchaus relevant! 

Mich hinterlässt Google Analytics ratlos. Das Ziel von Haralds Artikeln ist, kurz zu informieren, auf Entwicklungen aufmerksam machen und auf weitere Seiten zu verlinken. Gut, wenn sich daraus auch noch eine Diskussion entwickelt wie in diesem Fall.

Die Analyse des Beitrags via Google Analytics bringt mir sehr wenig Erkenntnisse. Die Frage, ob dieser Artikel für die Zielgruppe relevant war oder nicht, in welchem Verhältniss zu anderen? Die relevanteste Messmethode bleibt, wieviele Rekationen hat ein Beitrag ausgelöst – dazu brauche ich allerdings kein Webanalytics Tool. Ein möglicher Schluss wäre gewesen, dass auch kurze Beiträge viel Traffic bringen können. Das stimmt hier bei näherer Betrachtung sicher nicht – ohne die Kommentare wäre weniger gar kein Traffic von Suchmaschinen gekommen. Der Haupttraffic kam vom Bild und nicht vom Text. Und der Texttraffic kommt gar nicht vom Text sondern von einem Text in einem Link! Hm, eine Knacknuss für Suchmschinenoptimierer: Wieso ist das so? Wieso Google Image das Bild so hoch ratet kann ich mir allerdings auch nicht vorstellen. Wieso die Suchbegriffe von Google Image nicht ausgewiesen werden auch nicht.

Ich möchte hier nicht gegen Webanalytics sprechen, nur die Probleme aufzeigen, die ich damit habe. Sicher geht es vielen so. Ich habe nachher immer mehr Fragen als vorher. Was machen wir falsch? Google Analytics sollte doch Fragen beantworten statt neue stellen.

 

 

 

Social Network Marketing Erfolg für Indiana Jones

von Beat Z'graggen

Beim neuen Indiana Jones Film “Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull” wurde mit Hilfe von Facebook gezielt Social Network Marketing betrieben. Eine der bisher erfolgreichsten Aktionen dieser Art.

Das die grossen Filmstudios auf Promotion wie Spiele setzen, ist nicht neu. Paramount hat sich nun eine interessante Form des Werbens auf Facebook ausgedacht. Dabei wurde die alltägliche Funktion des “Pokens” genutzt, mit der man seine Freunde oder einfach andere User bei Facebook grüsst bzw. kontaktiert. Paramount schloss einen Vertrag mit Facebook ab, der es ermöglichte, diese Poke-Funktion über einen gewissen Zeitraum zu sponsern und im Indiana Jones Look zu gestalten.

Social Marketing auf FacebookNun konnten die Facebook User ihre Freunde mit kleinen Peitschen kontaktieren und bekamen so einen ersten Eindruck auf das neue Abenteuer von Indiana Jones. Die virtuelle Peitsche, das Markenzeichen von Indiana Jones, brachte zudem noch den Vorteil, dass man plötzlich mehrere Facebook-User gleichzeitig anschreiben konnte.

Am Tag bevor der Film in die Kinos kam erhielten zudem Facebook Nutzer die Chance, ihren Freunden ein kleines Geschenk in Form einer digitalen Form des klassischen Filzhutes von Indiana Jones zu senden. Während einige Geschenke $ 1 kosten, war der Filzhut kostenlos erhältlich. Nachdem der Filzhut am Mittwoch ab 4 Uhr 30 erhältlich war, hatte Paramount um 15.00 sämtliche 250′000 Filzhüte ausverkauft. Bei solchen Aktionen ist es üblich, die Menge an erhältlichen Geschenken zu limitieren, damit deren Wert gesteigert wird.


Artikel ist ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/social-network-marketing-erfolg-fuer-indiana-jones.htm
erschienen.

Bild-Werbung auf Google noch dieses Jahr

von Beat Z'graggen

Auf der gestrigen Google Factory Tour hat Google unter anderem angekündigt, dass spätestens 2009 auch Bild-Werbung eingeführt wird. Mit VisualRank und BuzzTargeting werden zudem neue Algorithmen eingeführt, welche dabei helfen, Bilder und Videos zu finden, die für den Suchenden relevant sind.

Bild-Werbung auf GoogleGoogle wurde mit Textanzeigen neben den Suchresultaten reich. Nun verstärkt der Suchgigant seine Anstrengungen, auch Bild-Werbung zu schalten.

Der Kauf von DoubleClick half offensichtlich dabei, dieses neue Feld aufzubauen. Nach erfolgreichen Tests wird Google die Bild-Werbung vorerst innerhalb der Bildersuche anzeigen. Die Bildersuche wäre damit die erste Google-Suche die mehr als reine Textanzeigen anzeigt. Wie das aussehen wird, zeigt das nebenstehende Bild.

Google ist auch daran für weitere Aspekte der Bild-Suche neue Algorithmen zu testen. Der neue VisualRank soll in den nächsten Monaten innerhalb der Google Labs an den Start gehen. Damit sollen digitale Bilder miteinander verglichen und den Bildern ein Wert für eine Suche zugewiesen werden können. Die Ähnlichkeit von Bildern kann mit dem neuen Algorithmus gemessen werden.

Eine andere neue Technologie soll nun auch die Popularität von Video-Clips messen können. Von BuzzTargenting erwartet Google auch, seinen Werbekunden die Werbung zukünftig gezielt im Umfeld solcher Video-Clips schalten zu können. Im Vordergrund stehen dabei die Videos, welche in der Beliebtheits-Skala der Nutzer ganz weit oben stehen. BuzzTargeting soll voraussagen können, wie sich die Popularität eines Videos in der Nutzergemeinde entwickeln wird. Dabei berücksichtigt BuzzTargeting Faktoren wie Abrufe, Rankings oder Markierung als Favorit.

Dieser Artikel wurde ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/bild-werbung-auf-google-noch-dieses-jahr.htm publiziert.

Online Kundenbewertungen sind entscheidend für die Reiseverobereitung

von Beat Z'graggen

Verschiedene Studien zeigen auf, wie wichtig die Kundenbewertungen im Internet für die Reisevorbereitung geworden sind.

Gemäss einer letztes Jahr von Österreich Tourismus präsentierten Studie sind beim Entscheid für den Urlaub Kundenbewertungen von grosser Bedeutung:

Glaubwürdigkeit von Kundenbewertungen für die Reisevorbereitung

Glaubwürdigkeit von Kundenbewertungen


Einfluss von Kundenbewertungen für die Reisevorbereitung
Einfluss von Kundenbewertungen

Auch bei einer anderen Studie, welche die Marktforscher von Fittkau & Maaß erstellt haben, unterstreicht die Bedeutung des Web 2.0 für die Reisevorbereitung. Über ein Drittel der Internet-Nutzer gibt bereits heute an, sich vor der Buchung einer Reise auch auf Hotelbewertungs- beziehungsweise Meinungsportalen zu informieren! Besonders Personen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren verlassen sich auf die Meinungen der bisherigen Gäste. Hier liegt der Anteil der Nutzer bei fast 40 Prozent. Unter denjenigen, die das Internet aktiv zum Buchen von Reisen nutzen, besucht sogar mehr als jeder Zweite Hotelbewertungs-/Meinungsportale, um sich vor seinen Reisebuchungen zu informieren.


Der Beitrag wurde ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/online-kundenbewertungen-sind-entscheidend-fuer-die-reiseverobereitung.htm
publiziert.

Amazon im Trend: Social Network beim Online-Shopping

von Beat Z'graggen

Nachdem letztes Jahr bereits eBay damit begonnen hat, die Besucher noch stärker einzubinden und ein Social Network für Produkte aufzubauen, macht jetzt auch Amazon einen grossen Schritt in diese Richtung. Amazon-Kunden können die Produkte mit Tags (Stichwörtern) indizieren und werden dafür auf den Produktseiten präsentiert und somit gleichsam automatisch Mitglieder einer Produkttag-Community.

Seit kurzem sieht man, wie Amazon in den USA Produkttags nutzt, um – wie Amazon es nennt – “Customer Communities” aufzubauen. Diese enthalten Diskussionsforen, Wunsch- und Geschenklisten, Produktempfehlungen und weitere Elemente, um die Besucher stärker einzubinden. Eher ungewöhnlich für einen klassischen E-Commerce Anbieter ist dabei, dass dazu auch die Nutzer präsentiert werden, die das entsprechende Tag vergeben haben. Wohl ein Massnahme, um möglichst rasch möglichst viele dazu zu bringen, die neuen Möglichkeiten zu nutzen.
Social Network Shopping Amazon

Amazon macht also beim Trend zum Social Shopping mit und treibt in der neuen Version den Wandel hin zu einem Social Shopping Network, in dem sich die Nutzer untereinander weitaus direkter austauschen können. Während Ebay die entsprechenden Aktionen gross angekündigt hat, macht es Amazon derzeit eher noch still und heimlich durch die Hintertür.

Erst vor kurzem hatte Amazon ein Widget für Facebook veröffentlicht, mit dem die Kunden nun auch beim Online-Händler einkaufen können, ohne die Community verlassen zu müssen. Ein weiteres ECommmerce-Widget, das Amazon für Facebook entwickelt hat, streamt Aktivitäten auf Amazon zu Facebook. So wird beispielsweise angezeigt, wenn sich Bewertungen ändern oder Rezensionen zu einem Buch hinzukommen.

Artikel wurde ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/amazon-im-trend-social-network-beim-online-shopping.htm
publiziert.

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