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Referate an der ONE Konferenz

von Reto Hartinger

Es soll mich einer, nein lieber eine ganze Horde, zurückhalten. Die ONE Konferenz, vom 9. und 10. Mai 2012, ist auf gutem Wege und ich bin so dermassen von den Referatseingaben besoffen, dass ich zusätzlich am 1. Tag Abendtracks von 16.15-19.15 eingeführt habe. Zum Beispiel zum Thema Intranet, das wir gar nicht im Programm hatten. Aber was soll ich machen, wenn die besten Referenten gute Themenvorschläge machen? Für einige Themen reichen die 3 Stunden nicht aus, um all die guten Referate unterzubringen. So werde ich wahrscheinlich diese in den Sessions der Abendtrack unterbringen. Das Programm wird sich also demnächst nochmals erweitern. Hier siehst Du wie sich das Porgramm entwickelt

Zu den Firmen die gleich mehrere Referatsvorschläge eingereicht haben, gehören (Auszug, nicht vollständig) zum Beispiel:

Blogwerk, Crealogix, Edorex, Infocentric Research, INM, Microsoft, Namics, Netcetera, PriceWaterhouseCoopers, SAS Institute, Unic, Zeix

Möchtest auch Du in diesem Umfeld vortragen? Traust Du Dir zu, einen Vortrag vor einem fachkundigen Publikum zu halten? Kannst Du Deine Erkenntnisse anhand von konkreten Fallbeispielen mit Zahlen oder Fakten aus Studienresultaten belegen? Bergen Deine Erkenntinisse  Überraschendes und kannst DuHandlungsanweisungen geben, welche die Zuhörer am nächsten Tag in ihren Projekten umsetzen können? Dann wäre ich interessiert, wenn auch Du einen Referatsvorschlag einreichen würdest. Aber beeilde Dich, die verfügbaren Slots pro Thema schliessen sich.

Schau Dir das Konferenz-Programm an und sag mir was Du davon hälst

Die ONE Konferenz

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OnE: Messe, Konferenz und Beratungshilfe

von Reto Hartinger

Eigentlich braucht es ja gar keine Messe. Man kann sich schneller und jederzeit im Internet informieren, möchte man den persönlichen Kontakt, kommen die Anbieter auch gerne zu einem Beratungsgespräch. Es ist auch noch keine Agentur konkurs gegangen, weil sie nicht an einer Messe auftrat. Wieso berichtet die Presse, dass der Hartinger mit seinem Internet Briefing ein so veraltetes Vehikel mitorganisiert?

Sicht der Besucher

Evaluation hat mit Wissen und Spüren etwas zu tun. Man muss sich Wissen aneignen um richtig evaluieren und entscheiden zu können. Dazu sind Referate geeignet. Man kann von den Best Practices Anderer profitieren und Fehler vermeiden. Das ist bares Geld wert. Ist man inspiriert, möchte man auch die möglichen Angebote und Anbieter sowie Umsetzer kennen lernen. Das gehört zum Spüren. Man möchte spüren, ob der potenzielle Partner zu einem passt. Und man kann erste Abklärungen vornehmen ohne sich outen zu müssen.

Sicht der Aussteller

Ich habe Messen als Besucher gehasst, aber als Aussteller geliebt. Da kommt doch tatsächlich ein potenzieller Kunde als Bittsteller. Ich muss nicht die Klinke bei ihm putzen, er kommt mit einem Anliegen zu mir. Eine tolle Situation, die man ausnützen sollte. Jetzt habe ich den Wohlfühlgrad in der Hand. Ich habe es in der Hand wie willkommen und aufgehoben sich der Kunde fühlt. Bei einem Beratungsgespräch beim Kunden bestimmt dieser wie stark er den Berater an sich ran lässt. Kommt er zu mir, bestimme ich die Inszenierung, ich kann ihn beraten, bewirten und pflegen. Das kann ich mit Neukunden und mit bestehenden Kunden machen. Aber damit nicht genug. Ich kann im Vorfeld der Messe alle Kunden anschreiben, kann ihnen Anreize geben oder wichtiges Mitteilen ohne dass es Spam ist. Das war auch ein wichtiger Punkt für mich. Ich erhöhe die Anzahl Touchpoints und wenn ich es richtig mache, finde ich heraus wer gerade an welchem Thema dran ist. Unbezahlbar.

Der Erfolg eines Messeauftrittes hängt als vor allem mit der Vorbereitung und wie ich die Kundenbeziehung konzipiere. Wie ich diese Kommunikation inszeniere. Ich helfe Dir gerne mit Tipps.

Die Konferenz

Mit der Konferenz bestimmen wir weitgehend, für welche Themen wir auf welchem Level Besucher anlocken. Auch wenn diese dann nur die Messe besuchen. Die Konferenzthemen, deren Gehalt und Nutzwert bestimmt, was wir von einem Messebesuch erwarten können. Wir müssen also die bestmöglichen Referate anbieten. Dann hat nicht nur der Kongress Erfolg, sondern auch die Messe. Es geht also nicht darum, Messeaussteller ihre Prospekte vorlesen zu lassen, sondern es geht um Nutzwert für Internet-Entscheider. Dafür stehe ich ein. Hier bist Du nochmals gefordert, hast Du einen guten Referatsvorschlag? Fülle das Formular Call for Speakers aus

Die Sicht der Macher

Zum Messeerfolg braucht es auch ein Messeteam das etwas vom Inhalt versteht. Michael von Babo hat immer gute Messen gemacht, weil er die Themen gelebt hat. Ich glaube hier ist es wieder der Fall. Ich verstehe ja einiges vom Internet, aber von E-Commerce versteht Thomas Lang von Carpathia einiges mehr. Er hat die nötigen Kontakte und Wissen um den E-Commerce Bereich inhaltlich bestens zu füllen und die Macher von Blogwerk verstehen Bogging, Medienproduktion und Social Media und dann sollten sich auch die Mitglieder des Internet Briefings einbringen. Wer möchte seinen Bereich einbringen? Zum Beispiel Mobile, Webentwicklung, Outsorcing, Cloud Services, Online Marketing oder Security? Themen gibt es noch genug zu besetzen. Jetzt seid ihr dran. Mach mit bei der OnE, als Mitorganisator, als Aussteller, als Referent oder als Besucher am 9. und 10. Mai in der Messe Zürich.

Kongress

Es wird 2 – 4 Slots gleichzeitig geben. Jeweils von 08.45-12.00 und von 13.00-15.45. Themenblöcke von 3 Stunden mit 3 – 4 Referenten.

Wieso ich aus Google Analytics Reports nicht gescheiter werde

von Reto Hartinger

Immer wenn ich in Google Analytics schaue habe ich mehr Fragen als Antworten. Ich bin deshalb frustriet statt erleuchtet und kann kaum Massnahmen aus den geringen Erkenntnissen ableiten. Ich denke es geht vielen so. So gebe ich mir und dem Tool Schuld, dass ich Google Analytics eigentlich gar nicht wirklich brauchen kann.

Das Internet ist gespickt von Halbwissen. Man hat für mich beim Internet Briefing und dem Blog Google Analytics eingerichtet. Cool. Was ich nicht weiss und nicht nachprüfen kann, ob dies richtig gemacht wurde. Wie alle Manager, die für das Internet verantwortlich sind, muss ich annehmen, dass es richtig gemacht wurde. Schliesslich hat der Techie der es implementiert hat einmal sich im Internet über Google Analytics informiert. Mit vielen Themen ist das so, Techies befassen sich einfach nur  rudimentär mit den Dingen, sie bauen lieber Funktionen. Seit ich die Slides zum TechTalk Google Analytics für Techies gesehen habe, weiss ich, dass Analytics auf meinen Seiten nur rudimentär eingebaut sind. Und ich schätze wieder einmal den Wert Internet Briefing auch für Manager. Dieser TechTalk ist nicht nur für Techies interessant. Wie sollen wir als Manager wissen was man machen kann und wie man es machen kann wenn wir nicht solche TechTalks besucht haben. Wer diese Session besucht hat, lässt sich nicht mehr abspeisen mit einer rudimentären Installation und kann die Technies auch briefen, was und wie sie es machen sollen.

Umgekehrt wird das Thema von den Techies unterschätzt. Eigentlich sollten alle diesen TechTalk besuchen. Innerhalb von kürzester Zeit sind sie mit den best practicies vertraut. Aber halt, Analytics ist für Anfänger, ein richtig guter Coder liest sich da rasch ein, so er dann mal gezwungen wird es zu implementieren – genauso wie bei Securtiy, Performance, Testing und weiteren Themen.

Sorry, diesen Frust musste ich mir wegschreiben. Komm an diesen TechTalk und am besten nimm deinen Techie gleich mit oder verdonnere ihn wenigstens zu kommen. Anmeldungen hier:

Google Analytics für Techies
01.11.2011 11.30-14.00
Brasserie Lipp, Uraniastrasse 9, Zürich

Das iPad verändert die Telcoszene

von Reto Hartinger

iPad online bereits ausverkauft

Die iPads scheinen bereits ausverkauft zu sein, zumindest was man vorbestellen konnte. Die Läden haben noch Geräte für den Start. Schliesslich möchte Apple auch die Leute noch abfangen, die zwar ein tragbares Mediendevice kaufen möchten, der iPaid aber doch nicht ausreicht.

Verlage geben Rabatt gegenüber Druckversionen

Das iPad wird die Regeln der Verlage ändern. Die Druckkosten und Verteilkosten fallen weg. Die Verteilkosten übernimmt der Nutzer. Anscheinend sind die Verlage bereit, dies via niedrigeren Preis zu kompensieren. Das Wallstreet Journal soll online fast 50 % günstiger zu haben sein. Kein Wunder Druck und Verteilung kosten im klassischen Geschäft 60 %. Beim iPad kommt die Provision an Apple dazu. Welcher Verlag wird wieviel seiner Kostenvorteile an den User abgeben? Es gibt einen neuen Verteilkampf. Stern, Geo und Gala werden die Preisvorteile nicht weiter geben — die auf der WePad Plattform – auf dem iPad hätten sie damit keine Chance. Aber hat WePad eine Chance? Wohl ein Rohrkrepierer, weil das Gerät, das Betriebssystem (Windows 7) und das Inhalteangebot mit dem iPad nicht wird mithalten können.

Gratisbücher bereits zu Beginn

Wie ich angekündigt habe, wird das iPad auch Gratisbücher haben. Vorerst 30.000 Bücher aus dem Projekt Gutenberg, der Public Domain Bibliothek mit mehrheitlich englischsprachigen Büchern.

Telcos werden sich konkurrenzieren

Was war das für ein Aufschrei, als das iPhone mit einem Vertrag verbunden war. Das iPad ist es nicht – was den Vorverkauf einfacher macht. Es wird jetzt auch einen Verteilkampf bei den Telcos einsetzen. Wer hat den besten iPad Daten-Vertrag. Wer subventioniert das Gerät mit wieviel? Das iPad wird nicht nur Segen über die Telcos bringen. Sie müssen endlich wieder ihre Konkurrenz-Muskeln zeigen, um im Rennen zu bleiben. Es bleibt die Frage, wieviele Leute möchten ein iPad mit Datenvertrag und wem reichen die gratis W-Lans. Wird dies ein Trend auslösen, gratis W-Lans anzubieten? Man stelle sich vor, was das iPad und Augmented Reality für Shops bedeuten könnte. Das wäre vielleicht ein Grund für IKEA ein W-Lan auf der ganzen Verkaufsfläche anzubieten.

Das alles hilft dem iPad – aber auch seiner Konkurrenz. Für Window sehe ich keine Chance in diesem Markt, warten wir auf Chrome und Android.

Allmächtige Überwachung (Vorratsdatenspeicherung) auch in der Schweiz

von AndreasFink

Wer in den letzten Monaten die Diskussionen im nahen Ausland bezüglich Vorratsdatenspeicherung, Online Durchsuchung und die Diskussion um “Zensursula” verfolgt hat, dem wird bekannt sein das es zur grossen Mode gehört das die Politik das Internet als grosses Gefahrenpotential sieht und alles mögliche tut um das Abzuwenden. Allerdings meist mit zweifelhaftesten Mitteln. So werden Grundrechte ausgehebelt (Zensursula), Urteile vom Ankläger gefällt ohne unabhängigen Richter (siehe Hadopi) und ähnliches.

Bis jetzt sind wir in der demokratischen Schweiz davon verschohnt gewesen. Schweizer Politiker sind konsensfähig. Sie überlegen was sie zum Gesetz machen (zumindest meistens) und suchen pragmatische Lösungen statt populistisches Wahlkampfgehabe.

So steht im Gesetz das z.B. Telefonanschlüsse nur Abgehört werden dürfen bei schwerwiegenden Verbrechen und auch nur wenn die Informationen nicht anders beschafft werden können.

Soweit so gut. Nun kommt das Eidgenössische Justiz und Polizeidepartement, Abteilug Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr und Meldet ihren Bedarf an was sie den in Zukunft überwachen wollen und wie. Dies wird als Vernehmlassung deklariert und an alle Internet Provider und Telekommunikationsanbieter im Juni 2009 geschickt. Das Dokument wird als Vertraulich gekennzeichnet und die Technische Dokumentation (40 Seiten!) wurden ausschliesslich in Englisch abgefasst Das ganze wird zur Ferienzeit mit verkürzter Antwortzeit verschickt und wird am 1. August 2009  verbindlich.

Diese Richtlinien beinhalten Dinge wie das automatisierte verarbeiten von Überwachungsanfragen. Jeder Internet Provider wird verpflichtet eine Schnittstelle zur Verfügung zu stellen auf welcher dann die Überwachungsbehörden Ihre Überwachugsaufträge anliefern und die Daten abholen können. Tönt an sich noch nicht schlimm. Fatal ist aber das der Internet Provider nicht nachvollziehen kann ob ein Richter diese Überwachung überhaupt genehmigt hat. Auch ist die Schnittstelle zwingend und produziert jede Mege Kosten für den Provider das zur Verfügung zu stellen (ich schätze mal ca. 100′000 CHF). Dem Internet Provider werden die Kosten aufgedrückt die er nie zurück kriegt.

Die Überwachungsparanoja verlangt aber auch Verbindungsdaten aufgezeichnet werden und 6 Monate aufbewahrt werden sollen. Das EJPD geht hier davon aus das e-mails z.b. solche Verbindungsdaten sind (wer hat wem wann ein e-mail geschickt), verlangt das aber nur von den Telekommunikationsanbietern aber nicht von der Post.

Die Richtlinien verlange weitere Dinge die weder im Gesetz vorhanden sind noch das sie als Rechtsstaatlich erachtet werden können. Eine Vernehmlassung heisst für mich eine öffentliche Diskussion über ein mögliches neues Gesetz sieht das EJPD als 2 wochen zeit kommentare zu äussern zu eine Richtlinie die weitaus weiter geht als das Gesetz es verlangt und die der Polizei Mittel einräumt Daten zu erfassen über Bürger und Bürgerinnen ohne von irgendjemandem kontrolliert zu werden. Das öffnet Tür und Tor für den Missbrauch. Auch wird der Internet Provider Verpflichtet personensensitive Daten aufzubewahren. Auch das produziert Möglichkeiten des Missbrauchs durch Interessierte Kreise wie z.b. Geheimdienste usw.

Wer hier ein paar Beispiele sehen will, den verweise ich auf die Antwort des Chaos Computer Clubs (CCC) zu Handen des deutschen Bundesverfassungsgerichts zum Thema Vorratsdatenspeicherung.

Ich, als kleiner Internet Provider habe daher entschieden in die Offensive zu gehen und habe unsere Antwort an das EJPD öffentlich Publiziert auf

http://www.fink.org/ejpd-antwort.pdf

Ich hoffe es werden mir viele Internet Provider folgen um den Überwachungswahn des EJPD’s zu stoppen. Es kann nicht sein das unsere Grundpfeiler der Demokratie (Gewaltenteilung, Unschuldsvermutung, Privatsphäre) an der Datensammelwut des EJPD’s zu Grunde gehen.

Ohne Online geht’s nicht mehr

von Thomas Lang

Die Presse vermeldet heute, dass alleine das Onlinebanking in der Schweiz bereits über 3 Mio. Kunden kennt. Und der Trend sei ungebrochen. Nach Angaben der Bankinstitute könnte die Flut an Zahlungstransaktionen manuell gar nicht mehr bewältigt werden.

Heute wird jede zweite Rechnung schweizweit via Internet bezahlt.  Vor wenigen Jahren schätzte man das Potential von Online-Bankkunden gerademal auf 400′000 – am vergangnen Mittwoch begrüsste alleine die Raiffaisen-Bank ihre 500′000 Kundin.

Die breite Öffentlichkeit hat das Internet akzeptiert – nicht nur als Kommunikationskanal, sondern auch als sicheren Transaktionskanal. Die Finanzbranche war den anderen immer um Nasenlängen voraus.

Wann kommen die nächsten Anwendungen die sich an die grosse Masse richten? Im E-Commerce gibt es viele erfolgreiche Anbieter – meistens jedoch in Nischenmärkten. Die grossen Schweizer Lebensmittelhändler backen noch zu kleine Brötchen. Wo sind die anderen? Wann kann ich bei meiner Krankenkasse die Rechnungen elektronisch für die Rückvergütung einreichen? Einige wenige Versicherer lassen hier seit Jahren verheissungsvolle Ansätze erkennen, scheinen aber nicht vom Fleck zu kommen. Auch E-Government dreht sich im Kreis, nicht zuletzt wegen der fehlenden Akzeptanz der digitalen Signatur. Und was ist mit E-Voting?

Onlinebanking zeigt, die Bevölkerung ist bereit für den Onlinekanal – doch sind es der Dienstleistungssektor und die Behörden auch?

eMail Fehlleitung mit Folgen

von Paul Frey

Mit Interesse folgte ich am Internet Briefing anfangs April den Ausführungen von David Rosenthal zu “Rechtliche Stolpersteine im eBusiness“. Meiner Meinung greifen seine Ausführungen zum Thema Disclaimer zu kurz. Wieso möchte ich am Beispiel „ein vertrauliches eMail landet beim falschen Empfänger“ gerne mit Euch diskutieren:

Wie die NZZ kürzlich berichtete, zieht ein fehlgeleitetes eMail der Credit Suisse in Amerika schwerwiegende Konsequenzen mit sich. Verschiedene Investmentbanken, darunter die Credit Suisse hatten zwei Private-Equity Firmen einen Kredit zugesagt, damit diese die US-Firma Clear Channel kaufen können. Aus einem fehlgeleiteten eMail der Credit Suisse wurde für die beiden Käufer jedoch ersichtlich, dass die Banken den zugesagten Kredit platzen lassen wollten. Nun wurden die betroffenen Banken vor Gericht geladen. Ein kostspieliger Monsterprozess bahnt sich an.
Dieser Vorfall zeigt eine Schwäche des herkömmlichen eMail-Verkehrs. Ein falscher Klick und eine eMail kann fatale Folgen haben. Meistens haben diese Versehen keine direkte Auswirkung, doch wie dieser Fall zeigt, können solche Fehler zu erheblichem finanziellem und Reputations-Schaden führen.

Hilfsmittel erlauben solche Vorfälle zu minimieren. Mit Secure Messaging gibt es massentaugliche Lösungen, welches den Benutzer vor solchen Fehltritten schützt. Nur der authentisierte Empfänger kann auf die Nachricht mit einem Zugangscode zugreifen.

Der eMail-Verkehr wird schon lange nicht mehr nur als „Plauder-Kanal“ genutzt, ein Grossteil der geschäftsrelevanten Kommunikation wird heute per eMail abgewickelt. So sollte eine saubere Klassifizierung von sensibler Geschäftskommunikation gemacht werden und auch die Sicherheitsvorkehrungen angepasst werden. Die negativen Folgen einer Fehlleitung hat dieser Fall klar ersichtlich gemacht. Die Credit Suisse und die anderen beteiligten Banken wurden von einem Wirtschaftsanwalt in USA auf Schadenersatz von über 26 Mrd. $ eingeklagt.

Was meint Ihr zum Thema eMail Fehlleitungen? Habt Ihr auch schon nicht für Euch bestimmte Mails mit interessanten Informationen erhalten? Oder wurdet Ihr gar schon Opfer von einer ungewollten Fehlleitung?

Im Dienste seiner Genossen

von Reto Hartinger

Die Chinesische Regierung verfügt über einiges Internet-Know-how. Unbestritten. Mit Hackermethoden werden Tibetische Websites aus dem Verkehr gezogen, Leute bespitzelt oder der Informationsfluss gesperrt. Alles Massnahmen, die sich gegen innen richten – die sogenannte virtuelle Chinesische Mauer. Doch die Leute wollen nicht nur den Gwunder seiner Landsleute in Grenzen halten sie sind auch selber gwunderfixige Leute.

So warnte britische Inlandsgeheimdienst MI5, dass Firmencomputer von China ausspioniert würden. Der MI5-Chef Jonathan Evans versandte einen Brief an 300 britische Firmenchefs mit der Warnung, dass ihre Unternehmen über das Internet von “staatlichen Organisationen” Chinas angegriffen würden. Darin erklärt er auch, wie chinesische “Trojaner” zu erkennen sind.

Es ist einfach eine Tatsache, dass was mit technischen Mitteln gemacht werden kann, auch gemacht wird. Deshalb sollten wir vorsichtig sein mit amtlich bewilligten vorsorglichen Spioniermassnahmen – auch bei uns.

Da trifft es sich gut, dass wir als nächstes Thema im Internet Briefing Angriffe aus unsere Server zum Thema haben:

Sicherheitslücken in Webapplikationen – Die grössten Probleme und deren Lösungen
01.04.2008 11.30-14.00 inkl. Mittagessen
Zunfthaus zum Grünen Glas

Markenführung im Internet

von Beat Z'graggen

An einem Internet Briefing Vortrag in Zürich analysierte Pascal Urscheler Möglichkeiten und Grenzen der Markenführung im Internet. Die meisten Firmen machen sich noch zu wenig Gedanken darüber, wie Sie Ihre Marke im Internet führen und weiterentwickeln können. Das Internet wird meistens erst am Schluss betrachtet und nicht in die Markenführung integriert.

Noch immer wird dem Internet als Marketinginstrument viel zu wenig Beachtung geschenkt. Obwohl das Internet von vielen Kundengruppen mehr genutzt wird als das Fernsehen, wird bei Kampagnen häufig noch erst kurz bevor die Kampagne beginnt daran gedacht, dass das Thema im Internet aufgenommen werden sollte. Die wenigsten überlegen sich, ob man z.B. nicht auch einmal das Internet als Leadmedium verwenden kann.

Eigentlich müssen die definierten Zielgruppen in allen Massnahmen die Markenwerte, Positionierung, Identität und das Versprechen wahrnehmen. Klassische Kommunikationsanbieter und Berater integrieren das Internet aber zu wenig konsequent in Ihre Ideen. Es braucht in Zukunft eine komplett andere Vorgehensweise in der Planung von Marketing- und Kommunikationsmassnahmen. Dazu bedarf es aber auch an Mitarbeitern mit einem neuen Know-how und einem Verständnis für vernetzte Massnahmenpakete. Pascal Urscheler vermittelte anhand vieler Beispiele einige der Möglichkeiten des Internets im Marketingmix.

Gezeigt wurden vor allem Beispiele von animierten Internetauftritten. So eine Seite von Porsche, auf welcher man sich das Motorengeräusch des Modells anhören konnte, welche aber nicht einmal das Porsche Logo enthielt. Eine dreidimensionale Animation von Michelin soll zum Verweilen verleiten und bei Redbull kann man sich online selber ein Flugzeug zusammenbasteln. Wilkinson hatte einigen Erfolg mit einer Animation, bei welcher ein Vater mit dem Baby um die Liebe der Mutter kämpft. Einen innovativen Ansatz verfolgt Dove wo auf der Startseite ein Film (welcher die in der klassischen Werbung enthaltenen Personen zeigt) mit einer klassischen Navigation verbunden wurde. Auch Ikea macht Versuche, mit Animationen einzelne Zimmer erlebbar zu machen. Die Post erreicht das jüngere Zielpublikum mit einer Schreibfabrik, wo jeder sein Briefpapier gestalten kann und Vorlagen für Liebesbriefe erhält.

Im Publikum wurde bezüglich dem starken Einsatz von Animationen einiges an Widerstand entgegengebracht. So wurden die Studien zitiert, wonach ca. 70 % der Besucher verloren gehen, wenn ein Flash-Intro den Besucher begrüsst. Einige der anwesenden Vertreter von Werbebüros waren der Ansicht, dass der Widerstand gegen die Animationen da sei, weil die Anwesenden ihre eigenen Internetauftritte verteidigen wollten. Reto Hartinger, welcher als Moderator fungierte, setzte dem entgegen, dass der Widerstand wohl vor allem von denen kommt, welche das Verhalten der Besucher aktiv verfolgen und dafür verantwortlich sind. Diese wissen in der Regel genau, dass falsch eingesetzte Animationen Umsatz kosten können.

Ein Vertreter von travel.ch führte aus, dass sie verschiedene Versuche mit mehr Bildern oder Animationen versucht hätten. Alle mit negativen Auswirkungen auf den Umsatz.

Pascal Urscheler empfahl, auf folgende Punkte zu achten:

  • Interaktive Erlebniswelt umsetzen, welche beim Besucher Begeisterung auslöst.

  • Wo sinnvoll, Besucher involvieren.
  • Produkte mit den entsprechenden Emotionen präsentieren (Lifestyle, Genuss, usw).
  • Feedback Möglichkeiten des Internets einsetzen.
  • Auf Details achten.
  • Bildsprache und Interaktionen stärker gewichten als Inhalte.
  • Nicht alles kann über die Corporate Website kommuniziert werden, mehr mit Microsites arbeiten.
  • Erweiterte Möglichkeiten des Internet nützen, die Story aus der klassischen Kommunikation aufnehmen und ausbauen
  • Produkte / Themen entsprechend präsentieren – Menschen, Technik Lifestyle, Anwendung.
  • Marke erlebbar machen

Im Verlauf der Diskussion kamen einige konkrete Hinweise, was für die Markenführung wichtig ist:

  • Klarer Widererkennungswert

  • Emotionen transportieren (z.B. durch Animationen)
  • Inhalte, welche sich über Virus-Marketing verbreiten
  • Hohe Qualität der Bilder, welche eine Aussage machen
  • Gute Inhalte / Funktionalitäten (z.B. Google).

Nicht direkt erwähnt wurden weitere Möglichkeiten wie

  • Sponsoring

  • Newsletter
  • Brand Placement

Was für andere Instrumente zur Markenführung im Internet gibt es noch?

Artikel wurde ursprünglich publiziert unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/markenfuehrung-im-internet.htm
http://news.worldsites-schweiz.ch/instrumente-zur-markenfuehrung-im-internet.htm

69 % der Schweizer haben sich schon online beworben

von Beat Z'graggen

Die Onlinebewerbung ist in der Schweiz zum meist genutzten Instrument bei der Bewerbung um einen neuen Arbeitsplatz geworden. Dies geht aus einer internationalen Studie des Personaldienstleisters Kelly Services hervor. In Grossbritannien erhalten nur noch 9 % der Stellensuchenden ihre Stelle aufgrund eines klassischen Stelleninserates in einer Zeitung!

Kelly Services befragte über 115′000 Teilnehmer in 33 Ländern, davon 2′100 in der Schweiz. Gemäss der Studie haben sich 69 Prozent der Schweizer Jobsuchenden schon einmal online beworben. Mit dem Feedback zufrieden waren allerdings nur 41 Prozent. Trotzdem stuften 76 Prozent der Befragten die Onlinebewerbung als effektiv ein. Allerdings liegt sie damit nur auf dem zweiten Rang: Die traditionelle schriftliche Bewerbung halten nämlich 77 Prozent der Schweizer Befragten für effektiv, was im im internationalen Vergleich überdurchschnittlich viel ist.

Hier einige weitere Ergebnisse der Studie:

  • In Grossbritannien fanden nur noch 9% der Befragten ihre letzte Stelle durch eine Stellenanzeige bei einer Zeitung

  • 76% der Befragten aus den untersuchten 33 Ländern countries haben Ihre Bewerbung online eingereicht.

Die Studie bestätigt andere Umfragen, welche die überragende Bedeutung des Internet bei der Stellenvermittlung aufgezeigt haben (siehe z.B. Werbetrends in der Stellenvermittlung).

Der Artikel ist ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/69-der-schweizer-haben-sich-schon-online-beworben.htm
erschienen.

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