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69 % der Schweizer haben sich schon online beworben

von Beat Z'graggen

Die Onlinebewerbung ist in der Schweiz zum meist genutzten Instrument bei der Bewerbung um einen neuen Arbeitsplatz geworden. Dies geht aus einer internationalen Studie des Personaldienstleisters Kelly Services hervor. In Grossbritannien erhalten nur noch 9 % der Stellensuchenden ihre Stelle aufgrund eines klassischen Stelleninserates in einer Zeitung!

Kelly Services befragte über 115′000 Teilnehmer in 33 Ländern, davon 2′100 in der Schweiz. Gemäss der Studie haben sich 69 Prozent der Schweizer Jobsuchenden schon einmal online beworben. Mit dem Feedback zufrieden waren allerdings nur 41 Prozent. Trotzdem stuften 76 Prozent der Befragten die Onlinebewerbung als effektiv ein. Allerdings liegt sie damit nur auf dem zweiten Rang: Die traditionelle schriftliche Bewerbung halten nämlich 77 Prozent der Schweizer Befragten für effektiv, was im im internationalen Vergleich überdurchschnittlich viel ist.

Hier einige weitere Ergebnisse der Studie:

  • In Grossbritannien fanden nur noch 9% der Befragten ihre letzte Stelle durch eine Stellenanzeige bei einer Zeitung

  • 76% der Befragten aus den untersuchten 33 Ländern countries haben Ihre Bewerbung online eingereicht.

Die Studie bestätigt andere Umfragen, welche die überragende Bedeutung des Internet bei der Stellenvermittlung aufgezeigt haben (siehe z.B. Werbetrends in der Stellenvermittlung).

Der Artikel ist ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/69-der-schweizer-haben-sich-schon-online-beworben.htm
erschienen.

Marktanteil Suchmaschinen in Deutschland: Google bei 93 %

von Beat Z'graggen

Während Google weltweit gesehen rund 2/3 der Suchabfragen beantwortet, sind es in Deutschland ca. 93 %. Google hat im deutschsprachigen Raum fast ein Monopol.

Zwar veröffentlichen die grössen Marktforschungsinstitute nur selten Daten über den deutschsprachigen Raum. Dank webhits.de, wo die entsprechenden Daten aber ständig aktualisiert werden, sind trotzdem neutrale Daten über den Marktanteil von Google erhältlich. Dieser deckt sich weitgehend mit unseren eigenen Beobachtungen bei unzähligen Internetauftritten von Kunden.

Gemäss den Zahlen von Webhits hat Google zwar “nur” einen Marktanteil von 89,7 Prozent. Da aber die Suchdienste von T-Online, AOL und freenet.de ebenfalls Google Ergebnisse anzeigen (zu erkennen an den Google-Logos auf den Seiten), sind deren Zugriffsanteile in Wirklichkeit ebenfalls Google-Zugriffe. Damit erreicht Google einen Marktanteil von satten 93 Prozent!


Marktanteil Suchmaschinen Marktanteil Entwicklung


Hier die aktuellen Zahlen im Detail:

  • Google 89.7%

  • Yahoo 3.1%
  • T-Online 2.1%
  • MSN Live Search 1.8%
  • AOL Suche 0.9%
  • ask.com 0.4%
  • suche.freenet.de 0.2%
  • search.com 0.2%
  • AllesKlar 0.2%
  • Lycos 0.2%
  • arcor.de 0.2%
  • WEB.DE 0.2%
  • Altavista 0.1%
  • Meta.Ger 0.1%
  • DMOZ 0.1%
  • AOL Search 0.1%
  • Bellnet 0.1%
  • fireball.de 0.1%
  • www.search.ch 0.0%
  • WEB.DE Verzeichnis 0.0%
  • Abacho 0.0%
  • die-reise.de 0.0%
  • search.bluewin.ch 0.0%
  • gmx.net 0.0%
  • alltheweb.com 0.0%
  • ixquick.com 0.0%
  • Voila 0.0%

Der Artikel wurde ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/marktanteil-suchmaschinen-in-deutschland-google-bei-93.htm
publiziert.

Suchmaschinen sind beim Kauf wichtiger als persönliche Empfehlungen

von Beat Z'graggen

Gemäss einer EIAA Studie, bei welcher 7′000 Personen in Europa befragt wurden, beeinflussen vor allem die Suchmaschinen die Entscheidung der Konsumenten. 40 % aller online Shopper in Europa haben ihren Entscheid, welche Marke dass sie kaufen sollen, nach einer online Recherche geändert.

Die online Shopper in Grossbritannien werden besonders stark vom Internet beeinflusst (49 %) während die Italiener ihre Meinung diesbezüglich am wenigsten ändern (27 %). Nach der online Recherche wird bei elektronischen Geräten die Markenwahrnehmung und der Kaufentscheid besonders stark vom Internet geprägt. 59 % haben aufgrund des Internet eine andere Marke gekauft als beabsichtigt. Bei der Buchung von Reisen und Ferien haben 43 % ihre Meinung nach der online Recherche geändert.

“Nur” 59% der online Shopper betrachten die Internetauftritte der bekannten Markenartikel als wichtige Informationsquelle, wenn Sie nach einem Produkt oder einer Dienstleistung suchen. 76 % betrachten Suchmaschinen als wichtig, während persönliche Empfehlungen von 72 % als wichtig angegeben wurden. 61 Prozent der Entscheider halten zudem Preisvergleichsportale für wichtig bei der Kaufentscheidung. Das Web 2.0 ist ist fast so wichtig wie die Internetauftritte der Markenhersteller: 57 Prozent der Shopper lassen sich von Produktbewertungen anderer Internetnutzer bei der Kaufentscheidung leiten.

Wichtigste Quellen bei der Suche nach Produkten oder Dienstleistungen
Suchmaschinen Bedeutung beim Kauf
Quelle: Mediascope Europe von EIAA

Der Artikel wurde ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/suchmaschinen-sind-beim-kauf-wichtiger-als-persoenliche-empfehlungen.htm
publiziert.

Für welche Unternehmen lokales Internet-Marketing besonders interessant ist

von Beat Z'graggen

Eine aktuelle Studie aus Deutschland zeigt auf, nach welchen lokalen und regionalen Anbietern Internetnutzer besonders häufig suchen.

Die Suche nach lokalen Anbietern ist ein Milliardenmarkt mit enormem Wachstum. Von daher ist eine Studie des Städteportals meinestadt.de interessant.

Bei der Studie wurde aus allen lokalen Suchanfragen des vergangenen Jahres ein Ranking mit den häufigsten Suchbegriffen veröffentlicht.

Erwartungsgemäss landete die Suche nach Restaurants auf dem ersten Platz. Die Begriffe “Stellenangebote” und “Friseur” folgen auf den Plätzen zwei und drei.

Top 10 der allgemeinen lokalen Suchbegriffe:

  • Restaurant

  • Stellenangebote
  • Friseur
  • Immobilien
  • Immobilienmakler
  • Optiker
  • Hotel
  • Gastronomie
  • Bäcker

Zwar wird auch fast alles andere, was lokal angeboten wird, auch online gesucht aber bei der lokalen Suche sind diese Branchen häufig besonders gefragt. Die meisten Suchenden verwenden natürlich Google aber auch lokale Suchmaschinen haben ein beträchtliches Suchvolumen und sollten beim Internet Marketing nicht vernachlässigt werden.

Ursprünglich publiziert unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/fuer-welche-unternehmen-lokales-internet-marketing-besonders-interessant-ist.htm

Online Texten: Viele Shops verwenden den Kunden unbekannte Worte!

von Beat Z'graggen

Zwei Drittel der Bevölkerung nutzen online Shops und kaufen über das Internet ein. Eine aktuelle Usability-Studie zeigt nun, das viele Internet-Nutzer sich beim Online-Einkauf nach wie vor schwer tun, weil sie viele der von Shops verwendeten Menüpunkte und Begriffe einfach nicht verstehen. Die Studie liefert Shopbetreibern damit Erkenntnisse, wie sie ihren Shop benutzerfreundlicher gestalten können.

Es ist eine alte Wahrheit, dass beim online Texten auf die Sprache der Kunden geachtet werden sollte. Wie das Marktforschungsinstitut eResult herausfand, sind deutschen Internet-Nutzern viele Bezeichnungen für Funktionen in Online-Shops schlicht nicht geläufig. Werden aber wichtige Funktionen und Anwendungen nicht verstanden, weil der jeweilige Begriff nicht für den Nutzer nachvollziehbar ist, besteht die grosse Gefahr, dass sie nicht genutzt werden. Dieses Problem gilt natürlich insbesondere auch für die Betreiber von Internet-Angeboten, welche sich gegenüber ihrer Konkurrenz mit den neuen Funktionen und Elementen für die Nutzer abheben möchten.

Fast jeder zweite Studienteilnehmer (45 Prozent) konnte beispielsweise die Funktion ‘Direktbestellung‘ nicht richtig als die Funktion deuten, mit der man direkt aus dem Katalog die Bestellnummer im Shop eingibt. Immerhin geht fast jeder fünfte Befragte davon aus, dass er mit diesem Link zu allen Artikeln im Warenkorb gelangt. Weitere 14,8 Prozent glauben über ‘Direktbestellung’ zum Warenkorb zu gelangen.

Ähnliche niederschmetternde Ergebnisse liefert die Studie zu den Funktionen ‘Filtern’ (Eingrenzen von Suchergebnissen) und ‘Sortieren’ (Listen nach bestimmten Kriterien wie Preis oder Verfügbarkeit von Suchtreffern): Fast die Hälfte der Befragten bringen die Begriffe Filtern und Sortieren durcheinander und wählt so die falsche Funktion.

Zusätzlich haben die Studienautoren die Probanden danach gefragt wie solche Funktionen verständlicher dargestellt beziehungsweise bezeichnet werden könnten. Bei ‘Direktbestellung’ reicht es nach der Meinung der Befragten nicht aus, den Link unkommentiert stehen zu lassen. Für die Studienteilnehmer wäre es von grosser Hilfe wenn dort das Eingabefeld ‘Bestellnummer’ aufgeführt würde. Wird eine Filterfunktion angeben, sollte diese Funktion mit ‘Suche verfeinern’ oder ‘Suche eingrenzen’ bezeichnet werden. Denn nur für gerade mal 20 Prozent der Befragten vermittelt der Begriff ‘filtern’ die Funktion an besten.

Es reicht also nicht aus, einfach nur das Suchverhalten der eigenen Kunden zu analysieren und sich auf die Sprache der Kunden auszurichten. Vor allem die Begriffe für Funktionen, Navigationspunkte und Elemente sollten kritisch überprüft werden.

Sind Begriffe unklar, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Es wird ein eindeutigerer Begriff gewählt, z. B. statt ‚Filtern’ wird der Begriff ‚Suche eingrenzen’ verwendet.

  • Wenn es scheinbar keinen besseren Begriff gibt, ist eine Beschreibung zu ergänzen/hinzuzufügen.
  • Der Begriff bzw. die Funktion wird aus dem gestalterischen Zusammenhang verdeutlicht, z. B. indem bei dem Link ‚Direktbestellung‘ ein Eingabefeld für die Bestellnummern angeboten wird.

Bei der Studie kam ebenfalls heraus, dass immerhin 2/3 der Befragten den Begriff Web 2.0 schon einmal gehört hatten. Mit der Entwicklung des Web 2.0 sind aber viele neue Begriffe aufgetaucht, wie z.B. „Tagwolke“, „Trackback“ oder „Social Bookmarking“. Diese Web 2.0 -Spezialbegriffe waren auffällig vielen Studienteilnehmern unbekannt: für ca. 60% von ihnen waren sie komplett unklar.

Für die Studie wurden insgesamt 400 deutsche Internetnutzer (Quotiert nach AGOF) befragt. Dabei wurden folgende Begriffe getestet:

  • Web 2.0-Begriffe und Funktionen – Web 2.0, Tag, Tagging, Tagwolke, Widget, Social Bookmarking, Trackback, Forum, Blog

  • E-Commerce-Begriffe und Funktionen: Direktlinks, Filtern, Suche eingrenzen, Suche einschränken, Sortieren, Sendungsauskunft, Direktbestellung, Suchassistent, Suchagent, Wunschliste, Merkliste, Hochzeitsliste

Wer sich für weitere Details interessiert, kann die Studie kann man hier bestellen.

Der Artikel wurde ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/online-texten-viele-shops-verwenden-den-kunden-unbekannte-worte.htm
publiziert.

Suchmaschinen-Optimierung für Videos

von Beat Z'graggen

Google bietet neu Website-Betreibern eine Funktion an, mit der eigene Videos besser im Videoindex der Suchmaschine erfasst werden können. Also eine Art Suchmaschinen-Optimierung für Videos.

Google hat sein Sitemap-Protokoll so erweitert, dass neu auch Sitemaps für Videos erfasst werden können. Die Video Sitesmaps erlauben es, Meta-Informationen zum Video hinzuzufügen. Dadurch kann Google dann beispielsweise Videotitel, Beschreibung und Dauer indizieren. Der Thumbnail des Videos wird dann bei der Video-Suche in Google-Antwortseiten angegeben.

Folgende Dateitypen werden von Google unterstützt: .mpg, .mpeg, .mp4, .mov, .wmv, .asf, .avi, .ra, .ram, .rm und .flv.

In ihrer einfachsten Form enthält eine Video-Sitemap ein einziges Tag, anhand dessen Google erkennt, dass ein abspielbares Video auf einer bestimmten Zielseiten-URL vorhanden ist. Mit optionalen Feldern können andere Attribute des dort verfügbaren Videos angeben. Je weniger Informationen in der Dateierweiterung der Sitemap angegeben werden, desto stärker versucht Google, diese Informationen zu ermitteln und zu extrahieren. Google verwendet allenfalls auch Text, der sich auf der Seite des Videos findet und nicht den Text, den Sie in der Video-Sitemap bereitstellen, wenn hier Unterschiede bestehen.

Die neue Möglichkeit erlaubt damit eine minimale Suchmaschinen-Optimierung für Videos.

Der Artikel wurde ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/google-ermoeglicht-suchmaschinen-optimierung-fuer-videos.htm publiziert.

Internet Briefing zieht’s nach Bern

von Reto Hartinger

Das Internet braucht wieder eine Leistungsschau in Form einer Messe und einer Konferenz. Und zwar dort, wo die Kunden sind, in den Regionen. Das motiviert mich, zusammen mit der bereits etablierten Messen topsoft und OpenExpo Synergien zu nutzen und in Bern einen Kongress und eine Ausstellung zum Thema Internet zu organisieren.

In den Regionen zu neunen Kunden
Bis anhin waren alle Internet Briefings in Zürich. Internet Briefing hat aber auch viele Mitglieder aus dem Raum Bern und Mittelland. Ich halte dieses Gebiet für die zweitstärkste “Internet” Region, die wir nicht vernachlässigen wollen.

Die topsoft und OpenExpo bieten dem Internet Briefing eine gute Möglichkeit, das Berner Netzwerk stärker zu pflegen. Wir starten mit einer Ausstellung und einem Kongress in den gleichen Räumen der topsoft, der etablierten Fachmesse für Business-Software. Die Topsoft zieht in 2 Tagen ca 2000 Businessentscheider an. Die Besucher sind Geschäfts– und Bereichsleiter, IT-Verantwortliche, IT-Projektleiter, Berater sowie Entscheider und Mitarbeitende aus öffentlichen Verwaltungen und Behörden. Wir werden deren Fokus und das Besucheraufkommen erweitern.

Wir werden unsere eigenen “Interessenten” anziehen, also nicht einfach den Topsoft/OpenExpo Gängern einfach eine neue Kost anbieten.

Meine kleine Umfrage im Vorfeld zum Sinn und Erfolgschancen eines solchen Vorhaben war von Begeisterung bis totale Ablehnung alles drin. Vor allem aber gab es sofortige Zusagen für konkrete Unterstützung den Event bekannt zu machen. Grosse Mailverteiler wurden mir angeboten. Die Berner Szene hat sehr positiv reagiert.

Standkonzept
Als Internet-Briefing-Aussteller profitieren Sie vom «Rund-um-Sorglos-Paket». Es wird Einheitsstände (zu Fr. 4400.-) geben, die vollständig ausgerüstet sind – ein «Rund-um-Sorglos-Paket», einfach kommen PC einstecken und Prospekte auffüllen.

Konferenz “The Best of Internet Briefing”
Starker Part wird eine Konferenz mit unseren besten Themen sein.

E-Commerce Trends: Trends, Erfolgsrezepte, Cases, Technologien, Web 2.0, Userbewertungen, Zahlungssysteme, Logistik
E-Marketingstrategien: Wirkung, Konzepte, Resultate, Studien, Onlinewerbung, Suchmaschinenmarketing, Affiliates etc, E-Mailmarketing, CRM etc.
Websites der nächsten Generation: Cases, Technologien, Usability, User Generated Content und Bewertungen, Video, 3D, Web 2.0, Mash-up, RSS, Ajax, OpenID, Tiny URLs, Semantic etc.

Natürlich bin ich offen für weitere Themen. Einfach Referat anmelden

Networking Apéro
Am ersten Messetag organisieren wir einen Networking-Apéro, der von inside-it.ch offeriert wird.

Haben wir Deine Unterstützung?
Damit das gelingt, brauchen wir die volle Unterstützung aus dem gesamten Netzwerk. Was könntest Du zum Gelingen beitragen?

Web 2.0 funktioniert nur dank Jugendlichen!

von Beat Z'graggen

Gemäss einer repräsentativen Untersuchung von Gruner + Jahr bloggen nur drei Prozent der deutschen Internetnutzer. Insgesamt sind sieben Prozent der Internetnutzer aktive Nutzer von benutzergenerierten Inhalten wie Blogs, Communities oder Wikipedia. Eine andere Untersuchung zeigt: Beim Web 2.0 sind vor allem Jugendliche die Autoren der Beiträge und stellen Inhalte bereit, Erwachsene konsumieren diese.

„Web 2.0 ist in erster Linie eine Domäne der jungen Nutzer, insbesondere dann wenn es darum geht, das Internet tatsächlich selbst zu gestalten und aktiv mitzuwirken. Dennoch wird Web 2.0 über alle Altersgruppen hinweg und somit auch von älteren Personen genutzt“, sagt Robert A. Wieland, Geschäftsführer von TNS Infratest, welche eine Untersuchung über das Web 2.0 durchgeführt hat, bei welcher in Online-Interviews insgesamt 1.102 Personen befragt wurden, die Web 2.0 Inhalte nutzen.

Ein klassischstes Beispiel hierfür ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Während etwa ein Drittel (33 Prozent) der Verfasser von Beiträgen unter 20 Jahren sind, liegt der Anteil der Leser, die 30 Jahre und älter sind, bei 65 Prozent.

Noch deutlicher wird dies bei den Nutzern von Blogs, die in dieser Untersuchung genauer unter die Lupe genommen wurden: Bei Blogs sind 41 Prozent der Personen mit einem eigenen Blog unter 20 Jahre alt! (Siehe auch Blogs und benutzergenerierte Inhalte werden überschätzt!) Die Blog-Leser hingegen sind deutlich älter, bereits 35 Prozent sind über 40 Jahre alt, nur 20 Prozent sind unter 20 Jahren. „Das heisst, Blogs werden zwar auch von Gleichaltrigen gelesen aber gleichzeitig scheinen sie auch für Personen interessant zu sein, die nicht direkt in der Altersgruppe des Blog-Besitzers zu finden sind. Dennoch sind aber auch Erwachsene unter den Blog-Schreibern: Immerhin ein Viertel aller Blog-Besitzer sind über 40 Jahren“, erläutert Wieland.

Wer einen Internetauftritt mit Web 2.0 Inhalten anreichern will, muss also allem ihre jungen Nutzer mobilisieren. Sonst werden die Web-2.0-Dienste keinen Erfolg haben. Schliesslich sind es letzten Endes die jungen Nutzer, welche die Produktbewertungen oder Kommentare schreiben, die ältere Nutzer dann bei der Kaufentscheidung zu Rate ziehen. Angebote, welche vor allem ältere Personen ansprechen, haben da einen vergleichsweise schweren Stand. Wo es gelingt, die Jungen zu engangieren lohnt sich dies aber. So haben z.B. Shops mit Web 2.0 Inhalten höhere Umsätze.

Insgesamt wird die Verbreitung von Web 2.0 oft überschätzt. So zumindest die Studie Markenprofile von Gruner + Jahr (wo Zeitschriften wie Stern, Brigitte und Capital herausgegeben werden). Die Studie basiert auf rund 10.000 Interviews im Zeitraum März bis Mai 2007.

Demnach sind 2,5 Millionen Menschen in Deutschland (7,2 Prozent aller Internetnutzer) im Alter zwischen 14- bis 64 Jahren die Intensiv-Nutzer, die regelmässig bloggen, fremde Blogs kommentieren, Inhalte bei Foto- und Videocommunities einstellen, Einträge bei Wikipedia schreiben, Produktbeurteilungen für Amazon und ähnliche Seiten verfassen oder in Foren und Communities aktiv sind. Fast genauso gross ist mit 2,4 Millionen (7,0 Prozent) die Gruppe derer, die regelmässig an ihrer Internet-Homepage arbeiten.

1,22 Millionen deutsche Internetnutzer zwischen 14 und 64 Jahren bloggen selber. Davon schreiben rund 880.000 Internetnutzer gelegentlich in ihrem eigenen Blog, 340.000 dagegen regelmässig. 1,6 Millionen Internetnutzer in Deutschland kommentieren Postings in fremden Blogs.

Zusammenfassung von
Web 2.0: Die Jugendlichen produzieren die Inhalte, ältere konsumieren diese!
Blogs und benutzergenerierte Inhalte werden überschätzt!

Wahlen 2007: Wer sucht danach?

von Beat Z'graggen

Immerhin 3 – 10 Prozent geben die grossen Schweizer Parteien für die online Werbung aus. Zumindest die SVP und die CVP setzen dabei auch auf Suchmaschinen wie Google. Wofür interessieren sich aber die Wähler in der Schweiz bei der Suche auf Google? Welche Schweizer Partei wird über Google im Wahljahr besonders häufig gesucht? Wie wirkt sich das Verhalten der klassischen Medien auf das Suchverhalten aus?

Am online Marketing Forum in Zürich wurde erwähnt, dass auf Seiten der SVP bewusste Anstrengungen unternommen wurden, um bei der Suche nach “Wahlen 2007″ gefunden zu werden. Der neue Auftritt svp-wahlen.ch wurde dafür optimiert. Und tatsächlich, er erscheint auf Position 3. Ich muss zugeben, ich war skeptisch, ob dieser Begriff der SVP überhaupt etwas bringt.

Nachfolgend einige Daten von Google Trends über das Suchverhalten dieses Jahres in der Schweiz:
Wahlen 2007 Es zeigt sich, dass zumindest in der Endphase des Wahlkampfes der Begriff “Wahlen 2007″ auch gesucht wird. Doch die CVP folgt der SVP gleich auf Platz 4, obwohl die entsprechende CVP-Seite für den Begriff nicht optimiert wurde. Wenn die CVP wirklich gewollt hätte, wäre es auf jeden Fall möglich gewesen, die SVP zumindest in diesem Punkt zu überholen. Immerhin kommt der SVP-Auftritt aber auch bei der Suche nach Wahlen ziemlich weit vorne.

Gemäss einem Bericht der Netzwoche wird bei www.cvp.ch ebenfalls ein besonderes Augenmerk auf die Suchmaschinen-Tauglichkeit gelegt: «Bei einer Suche beispielsweise nach dem Bericht ‹GPK-N› wird die offizielle Stellungnahme der CVP an dritter Position nach den Parlamentsdiensten und dem EJPD aufgelistet» (Quelle: Netzwoche 35/2007)

Dass der CVP-Auftritt so gemacht wurde, dass die Inhalte über Google gefunden werden ist sicherlich lobenswert. Allerdings gibt es nur 962 Seiten bei der Suche nach GPK-N, welche es zu überholen galt. Vor allem aber: wer sucht schon nach GPK-N! Ich konnte auf jeden Fall keine Hinweise darauf finden, dass der Begriff bei Google gesucht wird. Es kann gut sein, dass ein paar Hundert Leute danach gesucht haben aber auf jeden Fall hat es keinen Einfluss auf die Wahlen, wenn die CVP für diesen Begriff unter den Ersten erscheint. Ein wenig peinlich ist auch, dass bei der Suche nach CVP auf Platz 2 bei Google eine Seite auf cvp.ch mit dem Titel “Fehlerseite” erscheint.

Beim Interesse für die Wahlen hat die SVP erst in der Schlussrunde die anderen Parteien wirklich übertrumpft. Lange lag die SP vorne, vermutlich auch dank der aktiven Blogging-Politik.
Parteien Wahlen 2007
So oder so ist es interessant zu sehen, wie das Medienecho sich im Suchverhalten auf Google niederschlägt.

Verschiedene Medien und Organisationen haben Google auf Ihre Weise genutzt, um die Wahlergebnisse zu beeinflussen. So erschien bei der Suche nach einzelnen SVP-Politikern Werbung des WWF mit dem Hinweis, ob man solche Politiker wirklich wählen solle. 20 Minuten hat aktiv für myvote Werbung gemacht und auch andere Organisationen machten über Werbung auf Google auf ihre Anliegen aufmerksam. Derzeit scheint die meiste Werbung nicht mehr zu laufen. Vielleicht sind da die Budgets bereits aufgebraucht.

Ebenfalls spannend ist in diesem Zusammenhang der Blick über den Atlantik. Dort werden Millionen für politische Suchmaschinen Werbung ausgegeben. Ob es immer etwas nützt ist allerdings eine andere Frage. Die Republikaner haben bei den letzen US-Parlamentswahlen doppelt soviel für Google Werbung ausgegeben wie die Demokraten und haben trotzdem verloren…

Ursprünglich publiziert unter
Wahlen 2007: Wer sucht danach?
Wahlen 2007: Für welche Partei interessieren sich die Suchenden auf Google?

Internet kompensiert geschwundenes Vertrauen in Unternehmen

von Beat Z'graggen

Vor dem Kaufentscheid vertraut man Informationen aus dem Internet, unabhängigen Organisationen, Freunden und der Familie. Zu den Verlierern gehören herkömmliche Informationsquellen wie Werbung und klassische Medien. Dies die Ergebnisse einer aktuellen GDI-Studie «Vertrauen 2.0: Auf wen sich Konsumenten in Zukunft verlassen»

Das Misstrauen der Konsumenten wächst. Gammelfleisch, Nebenwirkungen von Medikamenten, Krebsberichte über Handys und Mikrowellenöfen, giftige Spielsachen und allzu offensichtliche Medienmanipulationen untergraben die Glaubwürdigkeit der Anbieter. Wie reagieren die Kunden? Wem vertrauen sie noch? Wo ziehen sie Experen bei und welche? Die Studie «Vertrauen 2.0» basiert auf einer repräsentativen Befragung in der Schweiz und zeigt, wie sich Konsumenten orientieren, wer morgen ihr Vertrauen gewinnt oder verliert. Anhand aktueller Beispiele aus Konsumgüter-, Freizeit-, Medien- und Gesundheitsmärkten untersuchten die Autoren wie die Entscheidungsfindung abläuft und wie Nischenprodukte ihr Publikum finden.

GDI Studie Vertrauen InternetDie Verbraucher verändern ihr Verhalten fundamental. Jahrzehntelang konsumierten sie, was sie kannten und was in den Läden verfügbar war. Die grossen Handelsketten bestimmten, was verkauft werden konnte. Vor allem dank dem Internet ist heute aber fast alles erhätlich – unabhängig von der produzierten Menge. Die explodierende Auswahl fordert die Verbraucher. Um die Komplexität der Informationsflut zu reduzieren, gehen sie ein kalkuliertes Risiko ein: Sie vertrauen auf Empfehlungen und Hinweise von Dritten. Statt auf sachliche Argumente der Experten zu hören entscheiden sie zunehmend emotional. machen Suchmaschinen wie Google, Preisvergleichsdienste, soziale Netzwerke, Foren mit Kundenfeedbacks und Selbsthilfe-Foren machen den Kunden zum wirklichen König. Und damit nimmt das Vertrauen in Hersteller, Händler und Expertenwissen ab, gleichzeitig nimmt das Vertrauen in Meinungswissen (z.B. Wikis) zu.

Konsumenten wählen ihre Quellen sehr differenziert: Bei emotional geprägten Entscheiden setzen sie auf Freunde und Familie, neutrale Quellen im Internet benutzen sie namentlich auf der Suche nach systematisierbaren Informationen wie beispielsweise Auto-Vergleichsdiensten. Bei erlebnisbezogenen Angeboten wie Reisen oder Ausgehen ziehen sie zunehmend die Erfahrungsberichte Dritter im Internet zu Rate. Doch auch unabhängige Organisationen wie die Stiftung Warentest haben eine hohe Glaubwürdigkeit.

Den herkömmlichen Medien schenken die Befragten zwar noch immer ein hohes generelles Systemvertrauen; sobald es aber um eine konrete Entscheidungsfindung geht, spielen TV, Radio und Zeitungen nur noch eine marginal Rolle. Dass die meisten Unternehmen trotzdem noch den überragenden Teil Ihrer Marketingausgaben für klassische Medien ausgeben verstärkt die Chancen für diejenigen, welche die neuen Möglichkeiten wirklich aktiv nutzen.

Der Beitrag wurde ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/internet-kompensiert-geschwundenes-vertrauen-in-unternehmen.htm publiziert.

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