Steve Jobs ist kein Fan von OEM-Produkten. Aber er lernt dazu. Die Strategie von Apple-Clones ist gründlich in die Hosen gegangen und hat Apple (unter Anderem) an den Rand des Ruins geführt. Welche Strategie Apple zu fahren hat, um den Markt zu dominieren, haben wir hier – auch im Schlagabtausch mit Dani Niklaus – öfters geführt. Zurecht meint Dani, dass “nur” eine offene Strategie zum Erfolg führen kann.
OEMs trieben Apple fast in den Ruin
Die Apple Clone Strategie ist von falschen Voraussetzungen ausgeganen. Apple bedient das Premium Segement, die Cloner sollten mit ihren Billigkisten das Tiefpreissegment ansprechen. Aber die OEMs haben keine minderwertigen Produkte verkauft, sie haben einfach auf eine 30%ige Marge verzichtet und günstige, gute Produkte auf den Markt gebracht. Das hat nicht nur den Apple-Absatz geschwächt, sondern auch die Marke.
Überholt Android das iPhone OS per Ende 2010?
Das iPhone hat seinen Marktanteil letztes Jahr von 8.2% im 2008 auf 14.4% im 2009 gesteigert, während Android von 0.5% im 2008 auf 3.9% im 2009 hochschnellte.
Wenn Google tatsächlich wie von Eric Schmidt verkündet, täglich 200 000 Android Telefone verkauft, wird Android das iPhone Ende Jahr überflügeln. Die Produktevielfalt wird es ausmachen. Ich bin zwar immer noch der Meinung, dass sich einige Hersteller wieder frustriet abwenden werden – das wird das Wachstum von Android aber kaum bremsen und Windows Mobil ist bis nächstes Jahr (welches Jahr wird nächstes Jahr sein?) nicht verfügbar sein.
Apple ist besser aufgestellt als in den 90ern
All das ist Steve Jobs nicht entgangen. Er braucht also das iPhone Betriebssystem auf mehreren Plattformen, iPhone, iPod und iPad reichen nicht. Sie suchen jetzt einen Manager, der eine OEM Strategie umsetzt. Den gleichen Fehler wird Apple aber nicht mehr machen. Die Voraussetzungen habe sich auch verändert. Früher hat Apple alles nur aus zuzukaufenden Komponenten gemacht. Es war also gar nicht möglich, die OEMs wirklich zu kontrollieren.
OEMs nicht mehr direkte Konkurrenten
Jetzt besitzt Apple auch den Chip und kann damit eine Produktekategorie für OEMs bedienen, die ganz bestimmte Eigenschaften hat. Es ist sogar wahrscheinlicher, dass die iPhone OEMs gar keine iPhone Clones machen. Diese könnten z.B. Geräte für das Auto und Flugzeuge fertigen oder Chip und iPhone Betriebssystem könnten TV-Geräte steuern. Es könnte gar sein, dass Apple alles Produziert, der OEM die Inhalte und das unter seiner Marke.
Bordunterhaltung
Das iPad eignet sich ideal für Bordunterhaltung in Flugzeugen und ist erst noch günstiger als herkömmliche Systeme. Wieso soll Apple diesen Markt alleine bedienen? Es ist günstiger einen OEM Manager einzustellen der einen Deal mit klassischen Onboard-Lieferanten aushandelt und Apple diese dann beliefert. Der Markt ist gigantisch.
Kindle Konkurrent mit iBookstore aber nicht von Apple
Es könnte Geräte geben, die nur als E-Reader fungieren. Dies zu einem super Preis und iBookstore. Apple würde mehr daran verdienen als diesen Markt selber zu bedienen. Man bedenke was passiert wenn die E-Paper-Hardware auf den Markt kommt. Dann muss der iBookstore positioniert sein sonst erwächst ihm ein unliebsamer Konkurrent der nicht zu schlagen wäre.
Für Apple kommt es darauf an, seine Marktplätze für elektronische Güter zu sichern. Wer bei den Inhalten vorne ist wird gewinnen. Deshalb ist das Billigsegment wichtig. Apple als Marke würde schaden nehmen, wenn Apple diese Märkte selber bedienen würde.
Fernsehgeräte mit iPhone Betriebssystem
Ich war immer der Meinung, dass Apple den TV-Markt entern sollte. Apple könnte unheimlich abräumen. Apple bliebe aber immer in einer Nische, in der es zwar viel Geld verdienen würde, die besser Strategie ist es aber, mit den herkömmlichen TV-Geräte-Herstellern zusammenzuarbeiten und nur das System d.h. den Chip, das Betriebssystem und den Store zu liefern. Die Verdienstmöglichkeiten wären noch grösser.
Chip als Kernstück
Der Chip bestimmt grösstenteils den Preis eines Computers und der Preis eines Chips hängt von seiner Stückzahl ab. Apple ist fast Konkurs gegangen, weil der von Motorola und IBM produziert PowerPC Chip nicht mehr genügend schnell weiter entwickelt werden konnte. Zu gering waren die Stückzahlen. Produziert Apple mehr Chips für andere, vergünstigt dies seine eigenen Produkte.
Apple braucht Masse
Somit hat Apple zwei Komponenten, die Masse brauchen: Die Stores und den Chip. Mit beiden lässt sich sehr viel Geld verdienen und die Marge nochmals erhöhen. Apple sitzt auf sehr viel Cash und hat mit Abstand die grösste Marge der Branche. Beides könnte mit dieser Strategie nochmals explodieren.
Letzte Woche erschien bei website-marketing.ch ein Artikel von Yves Moret zu Google Buzz, den ich euch nicht vorenthalten will.
In diesen Tagen lancierte Google einen neuen Dienst namens Buzz. Nach einem eher mässigen Erfolg mit Orkut ist dies ein weiterer Versuch von Google, einen Fuss in die Social Communities zu bringen. Heute will ich aufzeigen, warum Google unbedingt einen Fuss in diese Türe bringen will.
Bei Google Buzz handelt es sich um einen neuen Dienst von Google, der den normalen GMail Account zu einem Social Network macht. Neu lassen sich Statusmeldungen absetzen und lesen, Google Reader, Picasa, Twitter etc. sind mit eingebunden, können aber individuell zu oder abgeschaltet werden. Das ganze wirkt auf den ersten Blick wie eine Mischung aus Google Wave, Facebook, Twitter und Mailprogramm. Sieht auf den ersten Blick ein wenig verwirrend aus, aber ich bin sicher, wenn man sich an Twitter und Facebook gewöhnt hat, kommt man mit Google Buzz ziemlich schnell zu Recht.
Nun, wo liegt der Nutzen für Google? Wie meist bei Google spielt der soziale Gedanke wohl nicht die Hauptrolle. Für Google ist es in erster Linie wichtig, zu erfahren, was die Internet User in den Social Communities bewegt. Bisher war es für Google schwierig, die Inhalte zu indexieren, die in den geschlossenen Communities ausgetauscht wurden. Immer mehr Inhalte, werden ja von den Usern z. B. in Facebook publiziert. Auch wenn jetzt z. B. ein Bild oder ein Link Millionenfach in Facebook geshared wird, kann es sein, dass Google dies gar nicht registriert oder ganz falsch gewichtet, da sich dieser Austausch vielleicht im “offenen” Web gar nicht niederschlägt.
Ich bin mal gespannt wie Google Buzz bei den Leuten ankommt. Mir persönlich gefällt der Ansatz mal nicht schlecht, muss das ganze aber erst mal auf mich wirken lassen. Bin gespannt was ihr dazu meint. Wird das auch so ein Rohrkrepierer wie Wave?
Andreas Göldi vergleicht Googl Buzz mit Microsoft Office. Dabei zählt er vor allem die Integration verschiedener Dienste und den Plattformvorteil als Pluspunkt auf und erinnert an Microsoft, wie sie den Windows-Vorteil gegenüber der Konkurrenz nutzten. Und das ist richtig. Wordperfect war grottenlangsam auf Windows 3.1 – Word 2.0 war schnell. Excel kaufte man gleich im Office-Paket. (Einer der erfolgreichsten Promoaktionen damals war eine Soundkarte mit Office für 499 oder 990. Die ging weg wie warme Semmel.) Als ich mich 1993 selbstständig machte, zur Zeit als Windows DOS “übernahm”, hatte ich auch einen Entscheid zu treffen, will ich mit dbase (Dos) arbeiten oder setze ich auf Access (Windows). Access war die richtige Wahl. Trotz damals geringerer Installationsbasis.
Was hat das jetzt mit „wo bleibt Microsoft“ zu tun?
Beim lesen seines Artikels kam mir unweigerlich OS/2 in den Sinn. IBM der klare Marktführer, der unangefochtene Spitzenreiter stellte mit dem Betriebssystem OS/2 eine überlegene Windows-Alternative zusammen. Doch irgendwie kam das Teil nie zum Abheben. Genauso wie Microsoft trotz bester Ausgangslage heute irgendwie keinen Fuss im Web fasst.
Microsoft der unerkannte Riese
Google ist stolz auf 150 Millionen Gmail Nutzer? Hotmail hat die doppelte Zahl. Facebook mit 400 Millionen User der unangefochtene Social leader? Microsoft hat über 300 Millionen Windows Live Messenger Kunden. Zusammen mit den Hotmailleuten (Doppeluser ausgenommen) müsste das für den Spitzenplatz reichen. Dazu verfügen sie über den höchsten Browser-Anteil im Netz und wahrscheinlich ist Outlook der meistgenutzte E-Mail-Client. Microsoft ist eine Macht, nur sieht es niemand. Vor allem Microsoft selbst nicht.
Dabei hätten Microsoft alle Funktionen – aber…
Microsoft hat alles, ob Social, ob Software, ob Suche, ob Werbenetzwerk oder Plattform. Aber auch Cloud-Services, Cloud-Diskspace, Kleinunternehmensdienstleistungen und vieles mehr. Sie haben Kundenbeziehungen, Vertriebsnetze, Entwickler und viel, sehr viel Geld. Alles ist da, nur nimmt sie niemand Ernst.
Auf wen sollte heute ein Selbstständiger setzen?
Müsste ich mich heute selbständig machen, was wäre die Plattform meiner Wahl? iPhone-App, Facebook oder würde ich doch bei Google andocken? Es scheint, als ob jetzt wieder einmal die grosse Schlacht um die Plattformherrschaft stattfindet. Wer sie gewinnt, hat die Chance, die nächsten 20 Jahre im Schlaraffenland zu leben. Bis eine neue Technologie das Internet so alt aussehen lässt, wie das Internet einst Windows alt aussehen liess. Den wer installiert heute noch Twixtel, schreibt mehr Briefe mit Word, als per E-Mail oder nutzt ein anderes Programm öfter, als den Browser?
Mit YouTube und Vimeo haben bereits zwei Videoplattformen damit begonnen, mit dem für HTML 5 geplanten <video>-Tag zu experimentieren. Dieser neue Tag ermöglicht es, Videos ohne ressourcenbelastende Plug-ins von Drittanbietern wie zum Beispiel Flash direkt im Browser abzuspielen. Diese ersten Schritte sorgten aber bei Mozilla und Opera für rote Köpfe. Der Grund: YouTube und Vimeo setzen den geschlossenen, lizenzpflichtigen Video-CodecH.264. Die bisherigen Umsetzungen von HTML 5 in Firefox und Opera setzen aber auf den offenen Theora-Codec des Ogg-Containerformats. Nutzer der beiden Browser können also die HTML 5-Seiten der Videoplattformen nicht darstellen.
Kein offenes Internet mehr
Mozilla begrüsste zwar die HTML 5-Experimente von YouTube, verurteilte aber gleichzeitig die Verwendung eines geschlossenen Codecs. Für Mozilla ist klar: Der Einsatz eines solchen Codecs birgt eine Reihe von Problemen für Browserhersteller, Content-Erzeuger und User und widerspricht zudem der Vision eines offenen Internets. Aus diesem Grund favorisiert Mozilla Theora.
“Opera ist davon überzeugt, dass das Web auf offenen Standards aufbauen sollte. Die Verwendung des proprietären Codecs H.264 für die native Videowiedergabe in HTML5 beurteilen wir daher kritisch”, erklärt Opera-Web-Evangelist Bruce Lawson. Wie Mozilla plädiert also auch Opera für den offenen und lizenzfreien Codec. Nach dem derzeitigen Lizenzmodell würde eine Unterstützung des H.264-Codecs die Browserhersteller fünf Mio. Dollar pro Jahr kosten.
Unterstützung erhalten beide diesbezüglich von der Videoplattform Dailymotion, die bereits im Mai vergangenen Jahres mit einem Theora-Ogg-basierten HTML5-Experiment auf sich aufmerksam gemacht hatte.
Lizenzfragen ungeklärt
Für Entwickler wie Opera oder Mozilla ist der Browser das Kerngeschäft. Da fällt ein solcher Betrag stärker ins Gewicht, als zum Beispiel bei Konzernen wie Google, Apple oder Microsoft. Die Lizenzkosten könnten zudem eine kaum überbrückbare Hürde für neue Browser- und Applikations-Entwickler darstellen.
Weitaus schwerwiegender könnte aber das unklare Lizenzmodell die User betreffend. Es ist möglich, dass ab 2011 auch für das Bereitstellen und Produzieren von Video-Inhalten mit dem H.264-Codec Gebühren anfallen könnten. Da werden Erinnerungen an einen vorübergehenden Lizenzstreit rund um das GIF-Format wach, der in den 1990er-Jahren aufgrund kolportierter Zahlungsaufforderungen für Verunsicherung bei Webseiten-Betreibern gesorgt hatte. Für semi-professionelle und professionelle Content-Anbieter könnte das alles also teuer werden.
Google beschwichtigt
Google war indes bemüht, der ganzen Angelegenheit etwas Wind aus den Segeln zu nehmen. Die Unterstützung für HTML5 auf YouTube sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur ein Experiment. Der zukünftigen Einbindung anderer Codecs stehe nichts im Wege. Tatsächlich ist Chrome derzeit auch der einzige Browser, der sowohl H.264 als auch Theora für das Video-Element in HTML5 unterstützt. Firefox ab 3.5 und Opera ab 10.5 setzen hingegen nur auf Theora/Ogg. Apple, welches offenbar gemeinsam mit Microsoft an den Patenten am H.264-Codec beteiligt ist, unterstützt mit Safari natürlich nur diesen. Ganz aussen vor steht Microsoft – der Internet Explorer versteht kein HTML 5.
Das Internet Advertising Bureau Switzerland lud 14 Schweizer Experten dazu ein, über 100 Ranking-Kriterien von Google einem umfassenden Rating zu unterziehen. Im Ergebnis liegt damit ein profunder Überblick vor, was bei einer Suchmaschinenoptimierung zu beachten ist.
Die Studie beschreibt über 100 Kriterien für die Suchmaschinenoptimierung in einer verständlichen Sprache und zeigt auch auf, bei welchen Themen unter den Experten ein Konsens herrscht. Die Kriterien werden in der Studie, welche immerhin 65 Seiten umfasst, auch in einzelnen Kategorien verdichtet und kommentiert.
Die 10 wichtigsten Ranking-Kriterien
Auch wenn sich die Kriterien grösstenteils mit einer internationalen Umfrage bei weltweit führenden Experten für Suchmaschinenoptimierung decken (von SEOMOZ zuletzt im vergangenen Jahr aktualisiert) – es sind doch auch einige Unterschiede zur internationalen Studie sichtbar. Während in der internationalen Studie die drei wichtigsten Kriterien nur mit der Verlinkung zusammenhängen, ist das Top-Kriterium der Schweizer Studie der Inhalt der Seite (Einzigartiger Content; Rating: 4.64 von 5).
Natürlich haben auch bei der Schweizer Studie 7 der Top-10 Kriterien mit der externen Verlinkung zu tun. Es ist aber auffällig, dass neben dem gemäss Expertenpanel wichtigsten Kriterium auch zwei weitere Kriterien in den Top-6 sind, welche nichts mit der externen Verlinkung zu tun haben.
Da ich mich als teilnehmender Experte intensiv mit der Studie beschäftigt habe, kann ich mir den Unterschied zur internationalen Studie nur so erklären, dass von vielen Experten die Kriterien anhand von Schweizer Auftritten bewertet wurden. Im kleinen Schweizer Markt reicht es oft aus, die Inhalte zu optimieren, um besser gefunden zu werden (siehe auch Ranking-Kriterien für Suchmaschinenoptimierung).
Bei vielen Punkten folgt die Einschätzung der Studie aber der internationalen Umfrage. Die neue Schweizer Studie hat vor allem den Vorteil, dass sie eine gute Zusammenfassung über die wichtigen Kriterien gibt.
Die 5 Kriterien mit dem höchsten Konsens
Nicht überraschend war, dass der Keyword-Gebrauch im Meta Keywords Tag den letzten Platz belegte (Rating 1.21, Konsens: 83%). Obwohl es heute noch Webdesigner gibt, welche ihren Kunden erzählen, sie hätten den Auftritt für Google optimiert und damit meinen, sie hätten Meta-Keywords eingetragen – Google ignoriert den Meta Keywords Tag seit 2002 (siehe auch Mythen für die Suchmaschinenoptimierung: Anmelden, Pagerank, Metatags).
Den zweithöchsten Konsens (Rating 4.0, Konsens 79 %) hatte die Keyword-Varianz in externen Links. Den meisten Personen mit grundlegenden Google-Kenntnissen ist klar, dass Links wichtig sind. Wer aber einen künstlichen Link-Aufbau betreibt, tendiert dazu, mit grosser Mehrzahl die paar wenigen, aber sehr wichtigen Keywords in externen Links zu platzieren. Dabei wird die “Intelligenz” von Google oft unterschätzt. Sobald der Linkaufbau von Google als künstlich betrachtet wird, werden die entsprechenden Links abgestraft.
Im weiteren herrschte grosser Konsens beim Keyword-Gebrauch in den ersten 50 bis 100 Wörtern des HTML-Texts (Rating 3,79, Konsens: 78 %), beim Fakt, dass eine Adwords-Kampagne keinen Einfluss auf die Positionen bei den eigentlichen Suchergebnissen hat (Rating 1.29, Konsens: 78%) und dass Links von Social Media Plattformen wie Xing für die Suchmaschinenoptimierung nichts bringen (Rating 2.00, Konsens: 77%).
Die 10 schädlichsten Faktoren
Bei den 10 schädlichsten Faktoren mit grossem Potential, bei Google den Ruf zu verlieren, war der Konsens zwar nicht so eindeutig, aber die Liste von schädlichen Faktoren ist sicherlich lesenswert:
Vorbehalte, wieso Software as a Service nicht verwendet werden sollte, wird uns bitter bewusst mit Chinas-Hacker-Attacke. Je mehr darüber berichtet wird desto desaströser wird die Sache für alle Beteiligten. Haben wir einmal die Rollen von Gut und Böse verteilt, erscheint doch auf der Internet-Achse des Bösen China und auf der guten Seite die USA. China zensuriert – pfui und die USA kämpft für ein freies Internet. Bravo. Denkste. Es ist ja schon lange bekannt, dass z.B. Virenschutzprogramme für die NSA (Amerikanischer Militärgeheimdienst) unsere Computer abhören und Bots installieren. Nun kommts noch dicker:
In order to comply with government search warrants on user data,Google created a backdoor access system into Gmail accounts. This feature is what the Chinese hackers exploited to gain access. (siehe hier)
Nacktscanner für unsere E-Mails
Also hat auch Google einen Packt mit der Regierung und wieso sollte das nicht mit Hotmail und Yahoo Mail so sein? Wenn es eine verbreitete SaaS-Anwendung gibt, dann ist es E-Mail. Die Sicherheitsparanoia erlaubt es den Regierungen unsere Privatspähre völlig aufzulösen – und wir Stimmbürger geben dem mit dem Ja zum Biometrischen Pass und der zentralen Datenbank sogar noch die Absolution.
Bundestrojaner soll bald überall legalisiert werden
Dass auch die Deutschen ihre Bürger auf Vorrat überwachen wollen ist bekannt und diskutiert. Das Vorgehen wird globalisiert:
Google’s system isn’t unique. Democratic governments around the world — in Sweden, Canada and the UK, for example — are rushing to pass laws giving their police new powers of Internet surveillance, in many cases requiring communications system providers to redesign products and services they sell.
Herr Thür – ich habe keine Bedenken, dass man mich beim Urinieren auf der Strasse in Steetview publiziert – da kann ich das Malheur einsehen uns selber korrigieren. Wir sollten dem Tun einen Riegel vorschieben und die Gläsernheit des Bürgers aufzeigen und hoffentlich Politik, Wirtschaft und Volk aufrütteln. Ich werde ein entsprechendes Internet Briefing organisieren.
Es geht um Geld, richtig viel Geld. Wer hält die Türe im Informationszeitalter offen und wer darf bei den Kunden kassieren? Vor 20 Jahren war die Informations-Welt noch in Ordnung. Aus dem Fernseher und dem Radio bekamen wir von den Öffentlich Rechtlichen „gratis“ Information, die durch Gebühren bezahlt wurde. Und Verleger erhielten durch den Zeitung und Zeitschriften Abo-Verkauf, Kleinanzeigen sowie durch Werbung für die Informationsverteilung Geld. Das Internet stellte die Regeln auf den Kopf. Heute fliesen die Kleinanzeigengelder zu Ricardo und Scout24. Werbung wandert zunehmend ins Internet, sprich zu Google ab und der Abo-Verkauf von Zeitungen wird immer schwieriger. Selbstverständlich suchen die Verlage einen Schuldigen und wollen an dessen Honigtöpfe. Google eignet sich besonders, setzt der Suchmaschinengigant doch über 20 Milliarden Dollar im Jahr um. Das meiste Geld davon mit Werbung.
Das wollen sich die Verlage nicht bieten lassen und blasen zum Kampf gegen Google. Die Argumente sind dabei oft dürftig und zeigen, wie wenig technischer Sachverstand hinter den Argumenten vorhanden ist. Im Gegenzug macht sich dafür “die deutsche Bloggerwelt” für Google stark. Etwas mehr Hintergrundwissen ist aber auch auf dieser Seite angebracht. Positiv fällt zum Beispiel carta.info auf. Dem möchte ich gerne technisches Hintergrundwissen anfügen. Dieser Beitrag soll kein Pro oder Kontra zu Google oder den Verlagen sein, sondern einzig ein technischer „Aufklärungsartikel“, damit die Diskussion mit mehr Substanz geführt werden kann.
Was weiss Google?
Ganz offensichtlich, nach was Sie suchen. Google versucht über diese Informationen Transparenz zu schaffen und bietet das Google Dashboard an. Damit erhalten Sie einen Überblick, welche Dienste Sie von Google nutzen und wie aktiv Sie auf diesen sind. Das Google Dashboard ist ein guter Start, um zu verstehen, wie Google Daten sammelt.
Was weiss Google, ohne das Sie etwas davon wissen?
Google Analytics
Google bietet für uns Website-Macher eine Vielzahl von tollen Diensten gratis an. So kaufte Google vor einigen Jahren Analytics, ein Statistiktool um Besucher und Seitenaufrufe zu zählen. Viele unserer Kunden wechselten schnell vom kostenpflichtigen E-Tracker oder Web-Trends zum gratis Dienst. Aber nicht allein wegen den Kosten. Nein, Google Analytics bietet heute einen riesigen Funktionsumfang. Ob Besuchersegmentierung, gezielte Verfolgung der Surfer auf der Webseite, um das Angebot zu verbessern oder anonyme Vergleiche mit Branchenwebseiten, machen Analytics zu einem hervorragenden Dienst.
Damit Google Analytics funktioniert, baut der Webseitenbetreiber ein Stück Code auf seiner Webseite ein. Jedes Mal wenn ein Besucher eine solch präparierte Webseite aufruft, wird ein Cookie platziert und Google erfährt, welche Website, von wem, wie oft im Internet aufgerufen wird. Von den viel genutzten Websites in der Schweiz setzen 20min, 123people, scout24, Tages-Anzeiger und die NZZ auf Google Analytics. Auch „deine Rotlicht“ Seite aus der Nachbarschaft setzt Google Analytics ein.
Sie möchten herausfinden, ob Ihre oft besuchte Website ebenfalls Analytics einsetzt? Im Browser klicken Sie dafür „Quelltext“ an und suchen in diesem nach dem Stichwort google-analytics.
Ad-Sense
Wer sich von Googles Werbekuchen ein Stück abschneiden will, setzt auf seiner Webseite Ad-Sense ein. Das bedeutet, Google streut Werbung auf der eigenen Website ein. Klickt ein Kunde darauf, erhält der Websitebetreiber einen Teil der Einnahmen. Mit jeder Ad-Sense Anzeige erfährt Google erneut, wer auf der Webseite ist und Google kann ein Cookie setzen. Ad-Sense Werbung ist oft deutlich gekennzeichnet und schnell erkennbar. Möchten Sie dennoch sicher gehen, ob eine Seite Ad-Sense einsetzt: Quelltext und nach google-ad suchen. Seiten wie blick.ch und search.ch verdienen auf diesem Weg zusätzlich Geld mit ihren Inhalten.
Doubleclick die Werbemaschine
Google macht aber nicht nur in Ad-Words. Mit dem Kauf des Werbevermarkters Doubleclick dominiert Google auch den Markt mit Bannerwerbung. Bluewin setzt zum Beispiel Werbung von Doubleclick ein. Mit jedem Banner erfährt Google also, auf welcher Website Sie surfen und wenn Sie einen Werbebanner klicken, weiss Google dazu, für was Sie sich interessieren. Hier kann ich Ihnen keinen einfachen Weg zeigen, wie Sie erfahren, ob Ihre Lieblingswebsite Doublecklick einsetzt oder nicht. Sie können zwar im Quelltext nach doubleclick.net suchen. Aber moderne Ad-Server, Programme die Werbebanner ausliefern, beherrschen Tag in Tag. Das bedeutet, der Websitebetreiber nutzt womöglich den Opensource Ad-Server OASIS. Ein Werbekunde bucht über Doubleclick eine Werbung bei dieser Website. Diese Werbung wird über Tag in Tag angezeigt und Doubleclick/Google weiss: Aha, diese Person war auf jener Seite.
Google Suche auf der eigenen Homepage
Für uns Websitebetreiber gibt es keine schnellere Möglichkeit eine Suchmaschine in das eigene Angebot einzufügen, als mit Google website-suche. Die Suchmaschine ist mit wenigen Klicks eingebaut und sie bietet eine hervorragende Qualität. Selbstverständlich erfährt Google damit, was Sie auf einer fremden Website suchen. Zum Beispiel auf Bluewin.
Google verschnellert das Web
Je schneller das Web ist, desto besser für Google. Mit jedem Surfer mehr im Internet, mit jeder Stunde mehr, die ein Surfer im Internet verbringt, steigt die Chance, dass Google durch Werbung mit ihm Geld macht. Und weil Surfer Geschwindigkeit lieben, startet Google verschiedene Initiativen das Web zu verschnellern. Eine davon ist Google Code. Einige Webseiten setzen heute Javascript Frameworks wie jQuery ein. Das sind kleine Codeschnippsel, mit denen Bildergalerien, Menüs und Formulare „gepimpt“ werden. Kommt ein Surfer auf eine neue Webseite, muss jQuery zuerst geladen werden und das braucht Zeit. Die Idee von Google Code ist, dass ein Websitebetreiber jQuery nicht lokal auf seinem Server speichert, sondern der Surfer den Code zentral von Google abholt. Der Vorteil, die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass ein Surfer auf einer anderen Seite jQuery bei Google schon geladen hat und darum die Seite dank des Zwischenspeichers (Cach) schneller aufgebaut wird. Erneut haben wir ein Codeschnippsel, der versteckt auf einer Website gespeichert wird und Google erfährt so, dass Sie aktuell auf nzz.ch oder bei scout24.ch surfen.
local.ch setzt kein Analytics, kein Ad-Sense, kein Google Code ein
Trotzdem weiss Google ziemlich genau, nach was Sie soeben bei local.ch suchten. Zum Beispiel dank der Map zu Google Switzerland.
Apropos Map
Wenn Sie mit Ihrem iPhone Google Map nutzen, weiss Google, wo Sie aktuell stehen und wohin sie wollen. Und ob Sie dazu das Auto nehmen, den Zug besteigen oder zu Fuss gehen…
Kein Webbrowser, kein iPhone – nur noch Mailen
Ist ein netter Versuch, damit Google weniger von Ihnen erfährt. Aber, wenn Sie mir ein Mail an info@netlive.ch senden, weiss Google, dass wir miteinander mailen und was Sie und ich geschrieben haben. Wir setzten bei uns in der Firma Gmail ein, weil der Dienst gratis ist, gut ist und den besten Spamfilter hat, den ich kenne.
Wie Sie erkennen, ob jemand Gmail nutzt? Dazu sehen Sie sich den Quelltext der E-Mail an und wenn so etwas wie mail-ew0-f222.google.com steht, wissen Sie es bestimmt. Beinahe. Mailen Sie mit der UBS, Credit Suisse oder Vontobel, wird Ihr Mail zuerst von der US-Firma Postini auf Spam geprüft und das sehen Sie nicht. Postini ist eine Tochterfirma von Google.
Damit wir uns richtig verstehen
Ich will mit diesem Artikel keine Paranoia schüren. Ich will, dass Sie auch weiter im Internet surfen. Denn aus Googles Händen kommen Sie auch mit totaler Internetabstinenz nicht heraus. Dabei spreche ich nicht von Google Streetview. Ich spreche davon, weil Ihre Verwandten, Kollegen und Freunde dafür sorgen, dass Google mehr von Ihnen weiss.
Halten Sie mal ganz kurz den Atem an und schauen Sie sich dieses Video an
Ich hoffe, Sie nahmen meine Aufforderung, den Atem anzuhalten nicht allzu Ernst und liegen nicht blau angelaufen neben dem PC. Und Sie nehmen mir es auch nicht übel, dass Google jetzt weiss, dass Sie auf dieser Seite das Youtube-Video von Picasa Video angesehen haben. Sollten Sie demnächst auf einer anderen Website eine Ad-Word Werbung mit Picasa sehen, wissen Sie warum. Weil Google sich theoretisch merken kann, dass Sie sich für Picasa interessieren. Übrigens sehen Sie unter google.com/ads/preferences welche relevanten Themen Ad-Words Ihnen zuteilt.
Google Picassa ist ein Bildprogramm von Google. Offline installiert, bearbeiten Sie damit Fotos und speichern diese auf dem Google Server ab. Picasa erkennt auf jedem Ihrer Bilder die Gesichter und kann sie den richtigen Namen zuordnen. Wurde das Foto mit einer Kamera erstellt, die über Geo-tagging verfügt, weiss Google sogar, wann und wo das Foto gemacht wurde. Wenn Google dies in Picassa tun kann, was glauben Sie, wie einfach kann Google denselben Algorithmus auf die Bildersuche von Google anwenden? Das dürfte unser Datenschützer durchaus noch ins Schwitzen bringen. Denn Google weiss dank Fotos in Zukunft wann, wo und mit wem Sie zusammen waren. Allein durch das Foto-Crawlen im Internet – ohne Picasa.
Ist das alles?
Nein. Mit Google Toolbar senden Sie bei “richtiger” Einstellung jede URL zu Google. Google Checkout weiss was Sie wem bezahlen oder von wem Sie Geld erhalten und dank Google Docs kennt Google schon bald Ihre Geschäftsstrategie, Ihre Firmenkalkulation und was Sie für Dateien speichern.
Was andere über Sie und was Sie veröffentlichen
Weiss Google selbstverständlich ebenfalls. Wenn Google das Angebot von moneyhouse durchsucht, kennt Google Ihre Firmenbeteiligungen. Wenn Sie an einem Sportturnier teilnehmen und der Veranstalter die Rangliste veröffentlicht, kennt Google Ihre Platzierung, und wenn Sie einen Blogbeitrag über Google schreiben, ist der Inhalt schon am nächsten Tag im Google Index zu finden.
Wie gesagt, dieser Artikel soll keine Paranoia schüren, sondern nur zeigen, was Google heute schon von Ihnen weiss.
Irgendwie bin ich optimistisch, dass das 2010 innhaltlich das beste Internet Briefing Jahr wird. Zum fünfährigen Bestehen des Internet Briefings habe ich eine Konferenzreihe vorgesehen, die mit 3 Konferenzen im März und April zu den Themen E- und Mobile-Commerce, den wichtigsten Developper-Themen und Social Media beginnen. Im Herbst folgen voraussichtlich wieder 3 Konferenz. Mindestens eine davon in Bern.
Es könnte sein, dass wir im April wieder einen Geschäftsleitungsmitglied eines renomierten amerikanischen Webunternehmens bei einem Internet Briefing begrüssen dürfen. Ich sehe sowieso mehr englische Briefings vor, damit sich die englischsprachigen Internetler mit uns besser vermischen.
Wenn Du weisst, dass irgendeine Persönlichkeit aus den USA in die Schweiz kommt, teile es mir doch bitte mit. Ich werde mich bemühen, dass diese vor dem Internet Briefing spricht.
Melde Dich jetzt zu den zu den nächsten Veranstaltungen an:
2.02.2010 11.30-14.00Internationales Email Marketing Email Marketing ist auch international d a s Tool um effizient Märkte zu bearbeiten sowie Kunden zu informieren. Aber wie erreichen wir unsere Branding-Ziele und bringen Promotions über verschiedene Sprachen, Kulturen, Zeitzonen an den Mann? Milko van Rijn von Mettler-Toledo International geht der Frage nach, wie man ein Internationales Email Marketing
2.02.2010 17.30-20.00 User Experience and Application Design at Google Usability is key in web applications. Simon Raess works as UX Designer at Google Docs in New York. He shares his views on how to create genuine user experiences for the web.
Dieses Event ist auf Englisch – wer es auf Deutsch haben will, geht nach Bern:
3.02.2010 17.30-20.00 User Experience und Application Design bei Google(Deutsch) Bern: Ristorante La Gioia, Bärenplatz 7 map Benutzerfreundlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg von Web-Applikationen. Simon Raess arbeitet als UX Designer im Google Docs Team in New York. Er spricht über die Gestaltung von Benutzer-Erlebnissen im Web.
Es warten spannende Konferenz auf Dich – melde Dich jetzt an zu:
Cool, Deine Replik auf meine Handy “Wer macht das Rennen” Serie. Wir sind ganz anderer Meinung. Ich werde Deine Argumente nochmals verpflücken. Weil es etwas länger wird, nicht als Kommentar in Deinem Post sonder hier als eigener
Software ist für Handys weniger wichtig
Wenn Du mit Handy das Gerät meinst das heute den grössten Teil der transportablen Telefone ausmacht, hast Du Recht. Beim Smartphone, das in 3 Jahren der Stnadard sein wird, nicht. Bei Smartphones wird zur Hälfte der Zeit eine App benutzt. Deshalb ist die App so wichtig. Ob ich Produkt A oder B kaufe entscheidet oft ein einziges fast unbedeutendes Feature; vor allem dann wenn alle Produkte das gleiche machen (z.B. telefonieren). In einem Markt, wo sich der Hersteller über die Produktequalität oder das Produkte-Design nicht mehr abheben kann, wird der Preis wichtiger und das ist leider auf die Dauer fatal. Wer als Hersteller auf das falsche Betriebssystem setzt, hat vielleicht von vorne herein keine Chance auf dem Markt. Wenn Windows Mobile einfach kein Killer-Feature hat, dann kann das Telefon sogar zwei Tastaturen haben – es wird trotzdem nicht gekauft.
Der Einfluss der Firma
Stimmt. Es ist kaum ein Vorteil ob das Geschäft das gleiche Handy hat wie ich – so ich nicht eine gewisse Applikation verwende, die nur auf diesem Handy oder Betriebssystem verfügbar ist (zum Beispiel Outlook Zugang oder eine spezielle iPhone App). Im Gegensatz zum Computermarkt entscheidet beim Handy nicht eine (oder wenige) Personen, welches Betriebssystem oder Gerät gekauft wird, denn oft wird das private Handy auch fürs Geschäft genutzt oder umgekehrt. Ausser man sei z.B. der CIA oder die US Army. Dort ist entscheidend, dass die Daten der Angestellten bzw Soldaten zentral von irgendwo her gelöscht werden können, um die Sicherheit aller zu gewährleisten. Auch cool, dass man ein verlorenes Handy orten kann. Diese Features hat Apple für diese Firmen gebaut und nun erfreuen sich alle darüber – ausser die die eben kein iPhone haben.
Hype ist teil der Marke
Wirklich entscheidend, wenn sich die Geräte in den Grundfunktionalitäten nicht unterscheiden sind User Experience und Marke. Alle Autos können von A nach B fahren. Deshalb ist die Marke so entscheidend. Die Marke sagt mir und den Anderen, wer ich bin, wohin ich gehöre, was ich representiere. Für Apple ist es entscheidend den Hype aufrecht zu erhalten, sonst funktioniert genau das nicht. Apple als Marke profitiert zurzeit davon, dass alle Produkte einen gewissen Status haben – sie befruchten sich also gegenseitig. Den Mac konnte man ignorieren. Aber wenn man den Coolnessfaktor des iPods oder des iPhones auf seinen Laptop übertragen will, dann muss es ein Powerbook sein. Was aber, wenn alle Geräte eine Touchscreen und gute Apps haben? Dann müsste ein riesiges Marketingbudget her und es würde nicht reichen, weil dann der Preis wieder entscheidender wird. Das iPhone muss immer Features haben, die kein anderes Geräte hat, Features die man gerne Anderen zeigt. Sonst ist das kein Statussymbol.
User Experience entscheidet
Apple verzichtet bewusst auch auf Features. Das iPhone hat nicht einmal die Möglichkeit einfach eine Tastatur anzuhängen. Ein Feature das wirklich viele Anwender wollen. Apple möchte aber nicht alle zufrieden stellen sondern eine eigenständige und bessere User Experience schaffen. Apple hat bei den Computern auf das Diskettenlaufwerk verzichtet, aber auf verschiedenfarbige Computer gesetzt. Hä? Das kann ein Techniker nicht verstehen, der Markt schon.
Handys fehlt der Vorteil durch Rückwärtskompatibilität
Ich kann das Betriebssystem nicht wechseln wenn ich Daten auf einer App des iPhones habe und diese Applikation auf einem anderen Betriebssystem nicht zur Verfügung steht. Also ist die App durchaus ein lock in. Wie es sich mit der Datenübernahme bei gleicher App verhält, weiss ich nicht.
Mehr Grosshandel als Betriebssystem getrieben
Na, da wäre ich nicht so sicher. Apple konnte ja das ganze Businessmodell der Branche umwerfen. Ein einmaliger Schachzug von dem sich weder die Carrier noch die Hersteller erholen werden. Wenn auf einem Andoid nicht Google drauf steht, verkauft es sich ziemlich sicher auch schlechter. Die Kräfteverhältnisse haben sich definitiv verändert.
Ich belasse es mal hier. Wir sind offen für mehr Argument. Beteiligt Euch an der Diskussion
Android ist und bleibt ein ganz grosser Herausforderer für das iPhone. Die Frage bleibt, ob Apple den Smartphone-Markt wird dominieren können wie es den MP3-Player-Markt dominiert. Sicher ist, nicht so stark – aber wird Apple ein dominierender Player sein können oder in der Versenke verschwinden wie der Macintohs? Die Strategie eines geschlossenen System geht nur auf, wenn man den Markt dominiert.
Offene Betriebssysteme sind langfristig mächtiger
Android ist offen und wird von vielen Herstellern unterstützt. Deshalb müsste sich das Androoid Betriebssyste druchsetzen – so wie Windows. Das ganze hat aber einen Hacken. Es gibt zu viele Mobile Betriebssysteme, die noch um die Vorherrschaft kämpfen. So lange das so ist, werden viele Hersteller auf das eigene Betriebssyste setzen. Und daran scheitern, weil sie nie ein Premiumsegment besetzen können, denn
Applikationen bestimmen den Wert des Smartphones
Ein Betriebssystem ist wie ein Traktor, es kann selber gar nichts. Der Traktor dient nur dazu den Pflug oder die Dreschmaschine zu ziehen. Genau hier liegt das iPhone vorne. Kein anderes Betriebssystem hat so viele Applikationen wie das iPhone. Deshalb ist kein anderes so vielseitig einsetzbar wie das iPhone. Ein iPhone-Killer müsste eine Killerapplikation haben. Das Android hat dies mit Streetview als Navigationsgerät mit Spracheingabe. Da die anderen Hersteller über keine so gute Applikationsentwickler verfügen wie Google, werden sie es kaum schaffen, eine Killerapplikation zu entwickeln. Goolge hat mit seiner Spracheingabe, oder Google Goggles solche Killerapplikationen. Deshlab wird auf die Länge Android zum Herausforderer.
Produktevielfalt
Android wird in “fast” allen Preissegmenten zu finden sein und auf vielen Produkten von vielen Herstellern zu finden sein. Doch Apple verfügt nicht nur über ein einziges Gerät. Das iPhone Betriebssystem gibt es auch auf dem iPod Touch und damit sind viele Applikatinen auch auf einem günstigen Geräte verfügbar. Die Hälfte der Zeit verbgringen die iPhone Nutzer in Applikationen. Deshalb ist der Touch so wichtig für die iPhone Applikationen.
Mit dem iSlate, dem Tablett-PC von Apple, lanciert Apple bald einen neuen Gerätetyp mit grösserem Display und einem noch cooleren Handling. Apple will vom iSlate im ersten Jahr 10 Millionen Stück absetzen und mit dem iPhone Betriebssystem funktionieren.
iSlate eröffnet neue Perspektiven für App-Entwickler
Das iSlate eröffnet den Entwicklern nochmals mehr Möglichkeiten. Was bisher wegen des kleinen Displays eher schlecht als recht umsetzbar war, wird plötzlich möglich. Bessere Eingabemöglichkeiten beheben ein grossen Schwachpunkt des iPhones. Und die Innovation beim Handling macht das Produkt noch attraktiver für Entwickler. Apples Benutzerführung wird “unique” bleiben.
Innovation ist entscheidend
Die Hsrdwarehersteller können nur so innovativ sein, wie es das Betriebssystem erlaubt. Deshalb versuchen sie ja auch sich im Markt mit einem eigenen Betriebssystem von der Konkurrenz abzuheben und sich durchzusetzen. Nur können sie den Forschungsaufwand einfach nicht leisten. Apple verdient an seinen Geräten soviel wie kein anderer Hersteller (mit einer Marge von 60%!!!).
Das iPhone Betriebssystem ist schon mit Abstand wichtiger als das originale Mac OS, denn jährlich verkaufen sich so viele Geräte mit dem iPhone OS wie die gesamte installierte Mac OS Basis.
Eigener Chip wird Apple nochmals Auftrieb geben
Handyhersteller sind also von der Innovation des Betriebssystems abhängig. Apple weitet das Spiel noch aus und betreibt Innovation beim Handy-Chip, um die Funktionen der Hardware und des Betriebssystems noch besser gerecht zu werden. Genau da wird der Unterschied zu Android-Phones liegen. Apple kann den Markt dominieren, wenn Apple alles aus einer Hand macht. Und Apple ist dabei dies zu tun. Wird der iSlate den neuen Chip bereits haben? Ich hoffe es.
TechCrunch Leser sehen Android als Sieger – ich nicht
Der Branchenblog TechCrunch hat seine Leser gefragt, wer das Rennen machen wird Android oder das iPhone. Eine grosse Mehrheit war für Android. Ich habe meine Meinung geändert, das iPhone wird das Rennen machen.