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iCar or iCantCar – was ist los mit Project Titan?

von Reto Hartinger

Ist Apple Autoprojekt am abrebeln oder im Endspurt? Es gibt ganz verschiedene Anzeichen und sie ergeben kein klares Bild. Die Frage die sich mir stellt, ist die Leadership von Tim Cook gut genug um ein solches Projekt zu stemmen? Kürzlich haben einige der Projektverantwortlichen gekündigt, Steve Zadesky, er wurde mit Bob Mansfield  ersetzt, sagt die Presse. Bob Mansfield ist aber Chipspezialist und verantwortet laut Apple diesen Bereich. Einige dutzend Mitarbeiter wurden entlassen, ok, bei über 1000 Titanmitarbeiter keine grosse Sache. Gleichzeitig gibt es Gerüchte, dass Apple den britischen Sportwagenhersteller McLaren übernehmen will. Aber mal der Reihe nach.

Was würde McLaren Apple bringen und was nicht?
Ein McLaren kann locker einmal 1 Mio CHF kosten, also keine Massenware sondern da wird vieles von Hand gebaut. Höchste Qualität und gutes Design. Die Leute bei McLaren denken in kleinen Stückzahlen, grossen Motoren und Fahrspass. Apple denkt aber (oder sollte) nicht in Produkte denken, sonder Problemlösung und Konzepte. Probleme sind da z.B. dass man immer im falschen Auto unterwegs ist. Zur Arbeit ist es zu gross, um in die Ferien fahren ist es zu klein etc. Die Anforderungen an das Auto sind eigentlich bei jeder Fahrt anders. Das darum herum eines Autos ist auch viel zu teuer, Parkplätze zuhause und im Geschäft oder wohin man immer hingehen will. Benzin ist relativ teuer und umweltverschmutzend . Kann McLaren so denken? Das Auto sollte als Prozess betrachtet werden.  oAlles für das was A Kaum. Alles für das was McLaren steht, kommt hier gar nicht vor. Hat man den eigenen Projektleiter vergrault, weil man ihm Leute vorgesetzt hat, die von dem was man bei Titan macht überhaupt nichts verstehen? War Cook von der Auto-Kompetenz der McLaren-Leute zu beeindruckt?

Was kann Apple nicht?

Was Apple dringend braucht, ist das Knowhow wie man ein Auto baut und das ist bis jetzt sicher überhaupt nicht vorhanden. Nur, bei McLaren auch nicht. So wie sie Autos bauen kann Apple sicher keinen iCar machen. Es braucht Kenntnisse in Automation, Robotik und Prozessen. Traditionelle Autobauer müssen auch für jede neue Modellreihe eine neue Fabrik bauen. Dauer: 2 Jahre. Und das mit allem Know-how, wie man eine Autofabrik baut. Apple ist also noch nirgends, hat aber kürzlich ein riesiges Stück Land gekauft und die Entwicklungsaufwendungen verdoppelt.

Wird aus iCar Apple Car?

Es ist möglich, dass Apple statt ein eigenes Auto zu bauen, eine Systemplattform macht welche von Autoherstellern lizenziert wird. Hm, Apple würde zum gewöhnlichen Softwareanbieter. Was ist mit denken in Dienstleistungen und Problemlösungen statt in Produkten? Apple hat ja auch mit Tesla gesprochen, die haben die Fertigungsproblematik bereits angegangen. Eine Einigung hat es aber nicht gegeben, zu ähnlich sind sich die Projekte und Visionen. Solange Tesla sich finanzieren kann, hat Apple nichts zu bieten. Aber Apple war noch nie ein Systemanbieter, es ging bei Apple nie um Produkte sondern um Ökosysteme die Produkte, Software und Dienstleistungen umfassten. Aber Apple hat schon beim TV kapituliert, wird das Auto begraben?

Wozu aber dann ein so grosses Gelände?

Apple hat  17 Hektar grosse Fläche bei San José gekauft. Tönt gross, für eine Autofabrik ist das aber eher klein, selbst Teslas Fabriken sind grösser. Die Möglichkeit ist, dass Apple einen Prototypen baut und diesen dann Herstellern zur Produktion anbietet. So macht es Apple ja mit jedem Produkt. Dafür würde die Fläche reichen.  Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit, die von den Fachleuten bisher völlig ausser Acht gelassen wurde. Apple baut eine Chipfabrik. Für 18,2 Millionen US-Dollar hat Apple den Chip-Herstellers Maxim Integrated Products gekauft. Diese ist in, ja in? Klar in  San Jose. Eine 6500 Quadratmeter große Anlage die direkt neben einer Samsung Fabrik steht. Was hat Maxim zu bieten? Eigentlich genau so viel wie McLaren, nix. Der Maschinenpark ist völlig veraltet und der A10 Chip von Apple ist das Beste was zurzeit gemacht wird.

Baut Apple seine Chips bald selber?

Solch ein Chip kann nur TSMC aus Taiwan oder Samsung aus Korea bauen. Dabei ist Samsung Apples Lieferant und gleichzeitig grösster Konkurrent.  Der A10 Chip wird von den Taiwanesen mit 16-Nanometer Technologie gebaut und zwar erstmals nur von TSMC. Frühere Aufträge gingen immer noch an beide Chipbauer. Der erste Chip aus Apple Produktion könnte also erst der A11 oder noch wahrscheinlicher der A12 sein. Ziel wäre es, dass in alle Apple Produkten also iPads und Macs nur noch ein Chip verwendet würde. Beim Chippreis ist der bestimmende Faktor die Stückzahl. Apple verfügt zurzeit über genügend grosse Stückzahlen um zu einem sehr günstigen Preis produzieren zu können. extern wie intern. Das Risiko eines solchen Schrittes ist aber enorm.

Apple iTV kommt am 9. September

von Reto Hartinger

Die Anzeichen verdichten sich, dass Apple mit dem iTV ernst macht. Die Inhalte-Strategie und Partnerschaften stehen, die Displaytechnologie hat Fortschritte gemacht und Apple hat gleich mit 3 Firmen Produktionsverträge mit exklusiven Apple-Teams (denn alle Lieferanten sind auch gleichzeitig Konkurrenten und da soll nichts an die Mutterfirma geleakt werden). Und für den 9. September hat Apple ein 10x grösseren Raum reserviert als gewöhnlich für die Neuvorstellung der iPhones, welche zu diesem Zeitpunkt erwartet werden. Es ist also logisch, dass ein wirklich neues Produkt kommt.

Was ändert sich mit dem iTV?

Apple bringt kein Gerät auf den Markt, ohne dass es ein Gamechanger wird. Was also wird sich ändern, wenn Apple ins Wohnzimmer kommt?

Beginnen wir bei den weniger offensichtlichen Änderungen. Hast Du dich schon einmal gefragt, was passiert wenn auf Deinem Fernseher Dein iTunes Account verfügbar ist?

Du bist schon einmal  identifiziert mit all Deinen Soziodemografischen Daten, mit allem was Apple über Dich weiss und Deine Kreditkarte ist hinterlegt. Alle Apple-Geräte sind synchronisiert.

Ist ja toll, die auf im iPhone geschossenen Bilder auf dem Telefon zu sehen, aber ohne dass Du irgendetwas machst, sind sie auch auf dem extrem scharfen Bildschirm (es gibt eine Bildschirmtechnologie, welche HDTV-Auflösung alt aussehen lässt) in voller Grösse ansehen und bearbeiten kannst. Dasselbe natürlich mit den Videos.

Du kannst wenn Du fern gesehen hast und weg musst, den Film an dem Ort auf dem Tablett unterwegs ansehen, an dem Du auf dem TV aufgehört hast.

Neues Einkaufserlebnis

Noch schicker ist aber, dass Du auf dem Fernseher schoppen kannst. Du hast im Büro die Reisen angesehen, die Du Deinem Partner am Abend auf dem Fernseher präsentierst und klick, bestellst. Du blätterst von einer Seite zur andern auf dem Handy oder gar der Uhr und siehst das gleiche Bild auf dem Fernseher. Du kannst Dir Notizen machen indem Du auf dem Tablett schreibst, alle das Resultat aber auf dem TV ansehen.

Wieso soll ich nicht auch das Telefongespräch auf den TV-Bildschirm werfen? Videoconferenceing ist da nur eine Anwendung. Es ist auch schön, wenn Grosi die ganze Familie sieht und mit ihr spricht.

Split/Screen

Mit dem iTV wird es möglich sein fern zu sehen und gleichzeitig Rodger Federer zu sehen, eine Präs zu machen und jemanden via Skype einzuspielen. Alles dank Splitscreen.

Siri auf dem Fernseher

Mit dem Fernseher kann man sprechen. Wenn es angenehm ist, mit der Uhr zu sprechen, ohne dass immer das Telefon herausrücken muss so ist es auch angenehm, dem Fernseher die Fragen zu stellen, die man sonst Siri auf dem Telefon stellt. Ich möchte heute Abend einen Spielfilm sehen. Siri weiss, was für Dich heute Abend bedeutet, weiss auch, dass Du am liebsten Actionfilme hast.

Gesten steuern den Fernseher

Der Fernseher wird durch Gesten gesteuert, etwa so wie das Microsoft schon lange mit dem Kinect macht. Das ist nicht nur für Gaming spannend. Du wischt mit der Hand in der Luft und der Kanal wird gewechselt. Mit den zwei Händen die auseinandergehen kannst du reinzoomen usw.

Die Apple Watch als Mutmacher

Apple musste zuerst mit der Uhr ausprobieren, ob es gefragt ist Geräte mit den Vorteilen andere Bildschirmgrösse vorzustellen und diese in das Ökosystem einzubetten. So wird ein Gerät erst im Zusammenspiel der Geräte im Ökosystem vollständig benutzbar. Wieso nicht die Daten, den Chip und den Speicherplatz des iPhones nutzen, um Dinge auf dem TV möglich zu machen? Und dies nicht nur von einer Person, sondern von allen Anwesenden. Wieso nicht auf dem Fernseher den Vergleich der Fitness-App mit allen Anwesenden machen? Wieso nicht das iPhone als Zwischenspeicher oder dessen Chip als Rechenpower nutzen? Nur so kann die iTV Hardware günstiger sein und das Ökosystem noch wichtiger werden.

Hätte sich die Apple Watch nicht gut verkäuft, niemals hätte es Apple gewagt, den Apple TV zu bringen. Aber die Apple Watch war proof of concept, dass man inskünftig nicht mehr Geräte anbieten muss, die alles können sondern im Verbund arbeiten.

Neue Dienste

Der Apple TV bringt nicht nur die Computerpower auf den Fernseher, er definiert auch Fernsehen neu. Apple bietet selber Chanels an, welche im Monatsabo gekauft werden können. Und Apple hat Exklusivverträge mit den Hollywood Studios für eigene Kanäle. Man hat alles auf allen iOS Geräten für eine monatliche Gebühr zur Verfügung.

Internet/Fernsehen/Telefonie-Abos werden es schwer haben

Swisscom und Cablecom werden es mit ihren Internet/Fernsehen/Telefonie-Abos schwer haben. Telefonieren kann man mit dem iTV sogar mit dem Bild des Gegenübers. Kostenlos natürlich. Apple kann die Fernseh- und Videokanäle viel günstiger und umfangreicher anbieten. Aber vor allem mit dem Interface auch tatsächlich nutzbar machen. Wer möchte schon durch 500 Fernsehkanäle zappen? Und live-TV wird immer in Konkurrenz zum Archiv stehen. Das macht es für Hollywood interessant, Apple seine Inhalte Exklusiv zu geben – vorerst. Hollywood rechnet damit, dass dadurch mehr ihrer Produktionen (Filme und Serien) angesehen werden.

Realtime Werbung

Apple kann ganz neue Werbeprodukte anbieten. Apple weiss, wieviele und welche Personen vor dem Bildschirm sitzen und weiss auch, wenn jemand eine Werbung am Fernseher sieht, aber auf dem Tablett dann das Produkt ansieht. Apple hat umfangreiche Profile und eine ganze Historie zu den Leuten vor dem Fernseher sitzen. Endlich wird auch am Fernseher ein genaues Targeting möglich und man muss auch nicht mehr auf den nächsten Tag warten bis eine Hochrechnung einer ausgewählten Gruppe angeboten wird. Apple erfasst alle tatsächlichen Geräte (ausser die, die mit einem Androide-Geräte herumsitzen). Es ist also möglich, nicht mehr Werbung einer Sendung zu vergeben sondern Zielgruppen zu buchen.

Packt Apple den Werbemarkt endlich?

Apple war eigentlich noch nie gut im Verkaufen von Werbung. Wird sich das ändern? Wird Apple zu einen Self-Service Werbesystem übergehen, wie es Facebook und Google hat? Es wäre zu hoffen.

 

 

 

Neue Produkte von Google

von Reto Hartinger

Ich habe vor ca 1 Jahr behauptet, dass Apple vor Google auf 1000 Dollar steigen werde. Begründet habe ich das, dass Google vorwiegend eine One Product Company sei und Apple immer wieder in der Lage sei, neue Produkte zu lancieren. Apple hat nur ihre alten Produkte renoviert, kein neues lanciert. Ich habe behauptet, dass Google eigentlich nur mit Werbung auf der Suchmaschine bzw mit Adwords und Adsense Geld verdient. Stimmt, denn Microsoft macht mit Android mehr Kohle als Google selber. Jetzt hat Google begonnen, die weltweit zweitgrösste Suchmaschine massiv mit Werbung zu bestücken. Niemand kann die Werbung auf Youtube übersehen und die Innovation von Werbemöglichkeiten auf Youtube wie deren Vermarktung stehen erst am Anfang. 2015 erwartet Google, dass 60 % aller Suchresultate auf einem Mobilen Device angezeigt werden. Es ist also so, dass die Cashcow in Gefahr ist. Deshalb diese massive Investition in Youtube-Werbung. Facebook macht es vor, wie man mit Mobilewerbung Geld verdienen kann. Ganz so einfach wird das für Google nicht sein. Herzstück für neue Werbemöglichkeiten ist Google+ bzw. das Google Account. Daraus lassen sich elegant viele soziodemografische Daten und Preferenzen fischen, um den Werbekunden Zielgruppen anbieten zu können.

Neue Produkte von Google? 

Das selbstfahrende Auto, das schon in vielen Staaten der USA zugelassen ist, könnte sich zu einem neuen Produkt entwickeln. Wilde Gerüchte gehen sogar davon aus, dass Google selbst ein Auto baut. Kaum, aber möglich. Bosch zeigt, dass man mit Zündkerzen im Auto sehr viel Geld verdienen kann ohne dass man ein eigenes Auto bauen muss. Aber was hat Google denn genau anzubieten? Es ist nicht das selbstfahrende Auto, es ist das Auto-Betriebssystem!

Das Auto-Betriebssystem

Es hätte von Steve Jobs ausgedacht sein können, denn es wird nicht irgendeine Technik ins Auto eingebaut, welches dieses selbst fahren lässt, das Auto bekommt ein ganz neues Benutzererlebnis. Es wird stressfrei. Man stelle sich das so vor. Ich steige ins Auto und sage, wir fahren zur Arbeit (ist eigentlich auch nicht nötig, denn das Auto merkt sich um welche Zeit wohin gefahren wird und fragt beim Einsteigen, fahren wir zur Arbeit?) oder wir fahren zu Hugo Meier. In diesem Falle sucht sich das Betriebssystem aus der Agenda die Adresse von Hugo und sagt, Freiestrasse 11 in Zürich? Ja. Wir sind in ca 25 Minuten dort. Jetzt kann das System Musik abspielen etc. Je nach Ausstattung verfügt das Auto über mehrere Touchbildschirme (Tablets) welche als onbeard Entertainment  funktionieren oder man unterhält sich oder benutz die selber mitgebrachten Devices.

Es sind wiederum nur Apple und Microsoft, die ein solches System anbieten könnten. Beide sind aber mächtig im Hintertreffen. Microsoft und Apple versuchen das Wohnzimmer zu erobern, Google fährt mit dem Auto an ihnen vorbei. Es kann sein, dass Google einen eigenen Concpetcar baut, um die Industrie unter Druck zu setzen. Welche Rolle kann Motorola hier spielen? Baut Motorola eine Hardware, welche das Betriebssystem beinhaltet? Wieviel Hardware kommt von Google/Motorola? Ganz spannend.

Wo bleibt Apple?

2013 war ein Totalausfall. Doch, doch, die Produkte sind nett. Also mir gefällt vor allem der neue, runde Mac. Wirklich ein guter Wurf, aber ein Nischenprodukt aus vergangener Zeit. Alle Produkte auf Retina Display zu bringen ist auch schön, aber nicht innovativ. Wo bleibt der Fernseher? Wo bleiben die IoT Produkte? Apple muss 2014 liefern! Microsoft und Apple waren und sind noch zu stark mit sich selber beschäftigt, als dass sie neue Produkte auf den Markt bringen konnten.

So drehe ich also meine Empfehlung, Google wird nächstes Jahr der Renner, Apple der Herausforderer und Microsoft wird immer noch um die Rolle kämpfen, die es zu spielen gedenkt.

Innovations-Trends für 2014

Ubiquitous Computing. Allgegenwärtiges Computing. Geht davon aus, dass wir nicht wie bisher ein Gerät hatten, mit welchem wir alles machen (PC/Laptop), sondern die Intelligenz geht in alle Produkte über. Wenn wir das Beispiel mit dem Auto nehmen, dann weiss das Auto wer einsteigt, da es mich am Handy erkennt. Das On-Board Unterhaltungssystem weiss, dass ich auf dem Fernseher gerade eine Serie geschaut habe und wird also, so ich am On-Board Unterhaltungssystem die Funktion Video wähle, den Film an dem Ort abspielen wo ich am Fernseher aufgehört habe. Oder ich schaue die Serie auf der Brille weiter.

Wearable Computing mit möglichen Produkten: Uhr, Brille, Schuhe, Kleider

Internet of Things: Jedes Produkt bekommt einen Chip und einen sensor, wird ansprech-, programmierbar. Dinge können untereinander Daten austauschen, interagieren und selbständig befehle geben bzw ausführen. Wir haben oben bereits das Autobeispiel gesehen, das natürlich mit IoT funktioniert.

Identitätsträger wird entscheidend

Die Schlüsselrolle, man könnte auch sagen das Lock-in, bei diesen Systemen ist der Identitätsträger. Das was mich ausweist als Reto Hartinger. Ich kann nicht jedes mal ein Passwort eingeben wenn ohne mein Hinzutun Dinge etwas für mich erledigen sollten. Bei Apple ist dies die Apple-ID, das i-Tunes Account, bei Google die Google ID bzw. Google+. Da hat Apple auf Google einen Vorsprung. Die Systeme werden untereinander sicher inkompatibel sein. Ich werde nicht mit einer Apple-ID auf einem Androidbasierenden System, oder was auch immer dem Auto für ein Betriebssystem unterliegt, identifizieren können. Die Hardware dazu wird das Handy oder Tablett sein (einfach das Gerät was die ID herumträgt). Ein kleines Schmankerl, natürlich setzen sich 5 Geräte mit 3 verschiedenen IDs ins Auto, aber nur 2 Personen. Aber das ist lösbar. Dämmerts, wieso Google+ ein so zentrales Produkt für Google ist, egal ob auf der Plattform wirklich etwas läuft oder nicht? Hast Du ein Google Produkt, hast Du Google+

Es werden spannende kommende Jahre. 2014 wird der Beginn dieser Produkte sein. Wenn das Tablet die Industrie verändert hat, dann werden es die obigen Technologien noch mehr.

Suchmaschinen Konferenz

04.02.2014 14.00-20.00
Falcone Konferenzsaal, Zürich

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3D Drucker breits für 900 CHF

von Reto Hartinger

Die 3D Druck Konferenz war spannend und hat einige Perspektiven einer Technologie aufgezeigt, welche unsere Welt verändern kann. Wir stehen am Beginn einer Revolution, die noch rasanter fortschreiten wird als der Computer. Auch beim 3D Druck wird es ein Moorsches Law geben. Brack lanciert 3D Drucker bereitsab 900 bis 1700 CHF. Damit werden Drucker wirklich für den Haushalt erschwinglich. Sind sie aber schon Massentauglich und nützlich genug?

Die Drucker von  PP3DP und Velleman arbeiten nach dem Schmelzverfahren: Das Verbrauchsmaterial besteht aus einer Rolle ABS- oder PLA-Kunststoff. Der Kunststofffaden wird in den vorgeheizten «Druckkopf» eingeführt, schmilzt dort und wird vom 3D-Drucker an denjenigen räumlichen Koordinaten aufgebracht, wo es die 3D-Druckvorlage verlangt.

http://www.pp3dp.se/cmsfiles/PP3DP/32/32b5de37-d6dd-4db0-a06f-1f7db9a63867.pngGünstig heisst noch nicht nützlich

Erschwingliche 3D Drucker waren bis heute noch etwas für Bastler. Von Plug and Play war kaum die Rede. Es brauchte viel Geduld um einen 3D Drucker in Betrieb zu nehmen. An der Konferenz konnten wir auch erfahren, dass es für Laien kaum möglich ist, Objekte zu scannen und dann ausdrucken zu lassen. Man sieht es einem Objekt einfach nicht an, ob es schwierig oder einfach zu scannen ist. Und Objekte die einfach zu scannen sind, sind dann oft schwierig zu drucken. 3D Modelle selber herstellen ist auch nicht sehr alltagstauglich. Zu oft bastelt Otto Normalverbraucher ein Objekt aus Vollplastik dort wo eigentlich Hohlräume hingehören. Brack verweist zu Recht auf Thingiverse, wo Objekt gesucht und dann die Modelle heruntergeladen werden können.

Wird Brack ein 3D Druck Kompetenzzentrum?

3D Druck braucht Beratung und Brack ist bereit, sich diese Kompetenz anzueignen und Schrott oder überteuerte Ware schon einmal auszumisten. Beide von Brack angebotenen Geräte sind nach 30 Minuten Endmontage einsatzbereit und unterscheiden sich hinsichtlich Druckgeschwindigkeit, Auflösung und maximaler Grösse des zu druckenden Objekts. Der Velleman K8200 wird in Bausatzform (oh mein Gott) geliefert und kostet 879.–. Es wäre schön, wenn Brach 3D Druck nicht nur als hippig ansähe sondern tatsächlich sowas wie ein Kompetenzzentrum aufbaut. Die Anlaufstelle zum Thema in der Schweiz. Ich trau das Brack zu auch wenn das nicht billig wird.

Ich glaube es lohnt sich einmal bei Brack.ch und bei Thingiverse vorbeizuschauen.

Die nächste Revolution wird das Internet der Dinge sein. Wer sich davon ein Bild machen will, soll zur Konferenz im Juli kommen:

Web of Things Konferenz

02.07.2013 11.30-20.00
Brasserie Lipp, Uraniastrasse 9, ZürichMehr Infos

 

Wenn Dinge eine Seele erhalten

von Reto Hartinger
Du wachst auf und gehst duschen. Sensoren in der Dusche melden der Kaffeemaschine und dem Toaster, dass du gleich Frühstücken wirst. Der Toaster weiss das du den Toast gerne knuspriger hast und wärmt ihn deshalb auf 180 Grad. Die Temperatur wird nicht über die rudimentäre Einstellung am Toaster geregelt, sondern via Sensor die tatsächliche Temperatur. Am Kleiderschrank meldet dir ein Display das erwartete Wetter und Temperatur von Zuhause und an deinem heutigen Arbeitsort in einer anderen Stadt. Die Information dazu kommt aus deinem Kalender. Nach dem Frühstück machst Du dich auf dem Weg. Da niemand Zuhause ist wird die Temperatur der Wohnung nach unten gestellt. Am Nachmittag startet der Geschirsspüler der dank Sensoren merkt, dass er voll ist und zu diesem Zeitpunkt die Solaranlage in der Region gerade genügend Strom liefert der genutzt werden soll.
Utopie?  Was hier besprochen wird, ist das Internet der Dinge oder auch Web der Dinge. Stell Dir vor, jedes Objekt hat eine URL, eventuell einen Sensor und einen Microship und ist mit dem Internet verbunden.  Das Internet der Dinge ist eines der faszinierendsten Themen heute, weil diese Technologie unser Leben bestimmen wird. Weit sind wir davon nicht mehr entfernt oder doch?

Am 2. Juli gibt unsere Web of Things Konferenz einen realistischen Uberblick zum Thema mit allen Aspekten. Es zeigt Dir auf, ob und wie Du einsteigen kannst. Genauso in die Programmierung, Produktentwicklung oder das Business und natürlich, was es für Dich und Deine Arbeitswelt bedeuten wird. Lass Dich inspirieren, melde Dich jetzt an:

02.07.2013 11.30-20.00 , Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, Zürich

Web of Things Konferenz

Mitglieder Internet Briefing CHF 75 Nichtmitglieder CHF 175

11.30-13.20 Für das Internet der Dinge entwickeln
Max Kleiner, Inhaber, kleiner kommunikation
14.20-15.10 Internet of Things Hardware – Get started
Thomas Amberg, Gründer, Yaler GmbH
15.10-15.50 Web of Things Produkte und Markenerlebnisse
Roland Sailer. Partner, Head of Interaction Design, Nose
16.10-16.30 Das Internet der Dinge und die Zukunft der Arbeit in Organisationen
Dr. Daniel Boos, Senior User Research Consultant, Swisscom (Schweiz) AG
16.30-17.15 Internet der Dinge: Geschäftsmodelle, Potenziale und Stolpersteine
Katja Moser, Senior Consultant, Core Information Consult AG
18.00-20.00 Das Internet der Dinge – Erste „Lessons Learned“
Dr. Cuno Pfister, Geschäftsführer, Oberon microsystems AG

Alle Abstracts und Infos

Schon für unsere nächste Konferenzen angemeldet?

Online Marketing Konferenz

04.06.2013 14.00-20.00
Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, ZürichMehr Infos

Intranet Best Practice Konferenz

03.07.2013 14.00-20.00
Berner Fachhochschule Wirtschaft Morgartenstrasse 2c 3000 BernMehr Infos

 

Spannende Diskussion zu läuft hier: https://www.facebook.com/reto.hartinger/posts/10152284188492841? Diskutiere mit

4 Technologien welche die Welt verändern

von Reto Hartinger

Wenn wir zurückblicken, dann hat es in der letzten Zeit keinen revolutionären Fortschritt gegeben. Hä? Doch, doch wirst Du jetzt sagen. Ich vergleiche das mit dem letzten Jahrhundert. Auto, Flugzeug,  Mondlandung. Sie haben unsere Welt zum Dorf gemacht und das Leben aller beeinflusst. Telefon, Fernsehen, Computer, Handy. Vieles Anderes waren incrementelle Verbesserung, genau so wie wir sie heute sehen Aber wo bleibt die Revolution? Ich identifiziere 4 Technologien die in den nächsten 25 Jahren unser Leben verändern werden.

Web of Things  in 5 Jahren geläufig, in 15 Jahren Mainstream

3D Druck in 10 Jahren geläufig, in 25 Jahren Mainstream

Nanotechnologie in 8 Jahren geläuft, 25 Mainstream

Gentechnologie /Genom geläufig 15 Jahren 20 Mainstream

Es gibt Technologien die zwar machbar sind, ich mir aber nie vorstellen konnte, dass sie der breiten Masse zugänglich werden. Schon Ende 60er Jahre hat man beschrieben, dass Autos ein Navigationssystem haben werden und mit diesem die Autos gesteuert werden. Dazu braucht es aber Satelliten am Himmel, welche nur für diesen Zweck im All stationiert werden. Undenkbar. Schlichtweg zu teuer. Und wer würde den ersten Schritt zu einer so teuren und hirnrissigen Idee wagen? Heute hängen sogar unsere Telefone an diesen Sateliten uns es wurden hunderte Satelliten  Ich habe deshalb jede Technologie unterschieden in geläufig = Es wird in Teilbereichen erfolgreich eingesetzt und man kennt es. Mainstream ist, wenn sich ein bzw. mehrere Businessmodelle durchgesetzt haben und die Technologie in alle Bereiche des Lebens durchgedrungen ist. Wir möchten diese nicht mehr missen und zwar alle.

Web of Things, ist wohl eher eine evolutionäre Technologie so wie das Mobile es zum Telefon ist. Trotzdem hat es dazu einer weiternen Technologie – Computer – benötigt um das Handy hervorzubringen. Web of Things ist die reifste der angesprochenen Technologien.

Ich werde zu allen 4 Technologien separate Beurteilungen machen und hoffe, ihr diskutiert mit. Seht ihr sonst noch Technologien, die das Zeugs haben, unsere Welt und die Art wie wir leben umzukrempeln?

 

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IT-Landschaften konsolidieren

von Reto Hartinger

Wenn wir ein Redesign einer Website oder Applikation machen, haben wir immer bestehende IT-Landschaften die meist nicht optimal sind und konsolidiert werden sollten. Die Swisscom hat dies gemacht und bespricht ihre Erfahrung hier:

Re-Design Case Swisscom: IT- „Landschaften“ konsolidieren
Martin Rechsteiner, Lead Architekt für Telekom Lösungen, Ergon Informatik AG
Tiberiu Füstös, Lead Architekt für Corporate Business, Enterprise Architecture
Die herkömmliche Telekommunikationswelt ist in einer ständigen Transformation. Neben der „inside-out“-Transformation der historisch gewachsenen Produkt-, Prozess- und IT- „Landschaften“ wirkt zusätzlich die „outside-in“-Transformation durch neuen Wettbewerb von OTTs, Cloud- und Managed-Services-Anbietern als Katalysator und führt zu notwendigen und weitreichenden Änderungen der IT-Systeme. Der Vortrag zeigt wie Swisscoms Grossunternehmen-Sparte, in Partnerschaft mit Ergon Informatik, die notwendige Transformation des Order-Managements für die neuen Swisscom Managed-Services vorangetrieben hat.
Inhalt:
Nach einer kurzen Einführung in den Business-Kontext zeigen wir auf, wie wir basierend auf einen Capabilities-driven Ansatz die bestehende IT-Lösung in Richtung der Ziel-Architektur transformiert haben. Wir identifizieren die wichtigsten technischen Komponenten und stellen die Architektur für ein Katalog-getriebenes Order-Entry- und Order-Management-Systems vor. Wir berichten von unseren Erfahrungen mit der Einführung eines Industriestandard-Datenmodells, sprechen über die Grenzen der “Generizität” im Order-Entry-GUI und der Order-Dekomposition und erzählen von den Challenges in der Migration und im Testing.

Mehr Infos hier: http://www.internet-briefing.ch/ONE13Methoden

iWatch und welches Problem sie lösen soll

von Reto Hartinger

Hat jemand auf eine Uhr von Apple gewartet? Ok. es gibt immer einige verrückte die auf alles wartet was Apple herausbringt und ich gehöre auch dazu. Aber eine Uhr? Apple steigt nur dann in ein Markt ein, wenn es etwas grundsätzlich ändern kann.

Die Zeit abfragen ist wohl kein Problem heute und elegant sind Uhren allemal. Doch Apple hat zwei Dinge herausgefunden, die eine Uhr bis heute nicht macht.

Zur Zeit passt ein Kalender

Was nützt mir die Zeit zu wissen, wenn ich nicht weiss ob ich noch rechtzeitig zum Termin erscheine? Die Apple Uhr hat den Kalender integriert, der automatisch mit der Cloud und allen anderen Appledevices synchronisiert, und via Siri kann ich die Uhr nach dem Weg fragen.

Ich schaue dir Uhr gar nicht mehr an

Siri kann mir natürlich auch ausser die Zeit auch alles andere googlen oder wolframalphen. Die Uhr ist zu klein für ein wirkliches Display das ich ansehen will, aber brauch ich das, wenn ich die Uhr fast alles fragen kann was ich will und es mir eine Antwort “sagt”?. Jetzt sind Suchresultate definitiv keine Listen mehr. Wenn Google nicht auch an einer Uhr arbeitet oder ihre Brille solche Funktionen übernimmt, muss sich Google warm anziehen. Haben wir eine Suchmaschine jederzeit zur Hand (wörtlich), dann machen wir viel weniger Abfragen auf Google. Der wearable Computer schmiegt sich ans Handgelenk und hängt sich nicht vor die Augen.

Was kann die iWatch nicht

Es braucht keinen iPod am Handgelenk. Es braucht keinen vollwertigen Computer, die iWatch wird reduced to the max – das heisst was sie leisten soll kann sie maximal gut und der Rest wird wegdesignt.

Technische Hürden

Wo sind die Herausforderungen? Sollte die iWatch können, was ich oben beschrieben habe, braucht es einen richtigen Prozessor. Die Prozessoren in Uhren haben keine grosse Intelligenz, wer aber Siri verwenden will, braucht das iOS und viel Kommunikation mit den umgebenden iDevices und WiFi. Aber achtung, ein solcher Prozessor wird heiss und er braucht viel Energie. Hier liegt der Hund begraben, wieso Apple nicht schon längst mit einer Uhr auf dem Markt kommt und vielleicht gar nie auf den Markt kommt. Lässt sich das iOS nochmals gewaltig reduzieren auf genau diese Features (huch noch einen Verison des Betriebssystems). Lässt sich ein Prozessor entwerfen, der auf diese Funktionen abgespeckt ist? Wollen wir eine Uhr die wir jede Nacht aufladen müssen? Wie soll die iWatch kommunizieren wenn kein Wifi vorhanden ist? Wie lassen sich alle Komponenten nochmals verkleinern? Wie gross darf die Batterie sein und wie lange soll sie laufen? Soll das Gerät  jederzeit mit der Cloud verbunden sein um zum Beispiel neue Termine zu erhalten welche die Sekretärin oder der Lebenspartner einbucht?

Je schwieriger diese Aufgaben desto unnachahmlicher wird die Lösung. Rechtfertigt die Absatzchancen ein eigenen Chip und ein eigenes OS? Wohl erst, wenn sich auch die iWatch mehrere Millionen Mal pro Monat verkaufen lässt. Trauen wir das Apple zu? Was hätte Swatch dem entgegenzusetzen? Gibt es rechtzeitig eine Android Swatch?

Beam me up, Scotty

von Reto Hartinger

3D Printing ist auf dem Hype-Cycle-Höhepunkt bei Gartner und das Wired Magazin titelt «Atome sind die neuen Bits» und meint damit die 3D Drucker oder das herstellen von Produkten. Stell dir vor, statt Papier kommt ein fertiges Produkt aus einem Drucker. 3D Drucker gibt es für die Industrie aber auch für Haushalte, bereits unter 2000 Franken, zu haben. Je mehr ich mich mit der Materie befasse, desto mehr sehe ich dessen Potenzial und wie 3D Printing die Welt verändern wird. Und zwar gewaltig.

Nicht ganz unlogisch erschien mir, wenn im Raumschiff Entreprise Kapitän Kirk sagte “Beam me up, Scotty”. Ein Mensch wurde in seine atomare Einzelteile zerlegt und dann an einer anderer Stelle wieder aufgebaut. Wenn es einen Grundbaustein und einen exakten Plan gibt, wie ein Objekt aufgebaut ist, dann kann es möglich sein, das Objekt genau so wie im Raumschiff Entreprise Stück für Stück wieder aufzubauen. Obwohl das Objekt aus mehreren Teilen besteht, muss man es nicht zusammensetzen und es funktioniert sofort. Dies ist Realität geworden und nennt sich 3D Printing.

Stell dir vor, statt Papier kommt ein fertiges Produkt aus einem Drucker. 3D Drucker gibt es für die Industrie aber auch für Haushalte, bereits unter 2000 Franken, zu haben. Je mehr ich mich mit der Materie befasse, desto mehr sehe ich dessen Potenzial und wie 3D Printing die Welt verändern wird.

Es gibt verschiedene Verfahren wie 3D-Drucker anhand eines 3D Modells Dinge herstellen. Manche tun dies mit einer einzigen Komponente, andere können verschiedene Teile aus einem Arsenal von Materien erschaffen. Damit Du Dir die Funktionsweise besser vorstellen kannst, hier zwei Verfahrensbeschreibungen.

SLS, Selektives Lasern

SLS steht für Selektives Lasersintern. Bei diesem Verfahren wird Polyamid-Pulver mit einem Laserstrahl angeschmolzen und dadurch verhärtet. Durch Absenken des Bauteils und Aufbringen neuen Materials wird dieses mit dem darunter liegenden verbunden. Dieser Prozess lässt sich mit vielen Thermoplasten, aber auch mit niedrigschmelzenden Metallen durchführen. Ein Vorteil ist, es lassen sich auch Filigranteile bis 0,6mm Stärke herstellen. SLS ist vorteilhaft wenn mechanische Eigenschaften gefordert sind. Ein Nachteil sind die sehr hohen Anschaffungs- und Materialkosten von Maschine und Modell.

Stereolithografie

STL steht für Stereolithografie. Bei diesem verfahren wird flüssiges UV-empfindliches Epoxydharz (Monomere) in ein Becken eingebracht. In diesem bewegt sich eine Bauplattform, welche zu Beginn des Bauprozesses ganz oben steht. Ein über Umlenkspiegel geführter UV-Laser überstreift die zu bauende Kontur. Dabei vernetzt sich der Monomer zu einem Polymer und härtet aus. Die Bauplattform wird abgesenkt, ein Abstreifer fährt über das Becken, um die definierte Schichtdicke zu erzeugen. Der Prozess beginnt von neuem. STL ist vorteilhaft bei höchsten Genauigkeitsansprüchen. Maßgenauigkeit: +/- 0,1mm Nachteil: sehr teuer und keine Mehrfarbmodelle möglich.

Wo kann es eingesetzt werden?

Industrie

Der Airbus Ingenieur Bastian Schafer meint, dass es 2050 hangargrosse 3D Printer geben wird. 3D Printing soll für uns günstiger werden und die Teile könnten auch 65% leichter sein. Dass gerade Airbus über 3D Printing nachdenkt ist klar. Irgendwo entwickelte Teile müssen in verschiedenen Fabriken rund um den Globus produziert oder zusammengebaut werden. Heute transportiert Airbus riesige Teile über grosse Distanzen. Das dauert alles sehr lange und ist teuer.

Gewerbe

Wieso sollte eine Autowerkstatt Ersatzteile auf Lager halten, die zuerst produziert, transportiert und gelagert werden müssen. Das dauert, kostet Geld und bindet auf der ganzen Kette Geld. Der kluge Autobauer macht Teile so, dass sie 3D gedruckt werden können. Vielleicht liefert er den Vertrags-Werkstätten den Printer und die Materialien. Damit wäre dann auch die Garantie sichergestellt.

Privathaushalt

Wenn ich heute etwas kaufen möchte, durchstöbere ich das Netz, besuche E-Commerce Sites oder Läden. Inskünftig lade ich von dem Geschirr das mir gefällt die Pläne in meinen 3D Printer und drucke sie aus. Ich bezahle dem Verkäufer nicht mehr die Ware und den Transport, sondern das Design, die Idee und die Marke. Ein Teil der Wertschöpfung entfällt gänzlich, aber ich habe für immer die Möglichkeit eine weitere Tasse nachzudrucken wenn eine kaputt gehen sollte.

Globalisierung

Eigentlich kann heute jeder, egal wo er sitzt, ein Produkt erschaffen, welches im 3D-Verfahren ausgedruckt werden kann. Der Tüftler in Indonesien, zusammen mit einem Designer in Deutschland, bauen einen Veloständer, eine schicke Lampen-Kollektion oder Spielzeug. Das ist die Konkurrenz zu den heutigen “Made in China” Produkten. Die Konsequenzen können brutal sein. Genauso für Marken und Distributoren wie für die Hersteller in China, Vietnam oder anderen Billiglohnländern.

Wo steht die Schweiz? Wo stehen wir? Wo stehst Du?

Es gab die industrielle Revolution, jetzt wird sie nochmals neu erfunden. Sie wird mindestens genauso dramatisch wie dazumal. Wenn wir geschickt sind, können Schweizer KMUs und Schweizer Universitäten rechtzeitig diese Entwicklung gestalten, verhindern können wir sie so oder so nicht.

Die Dimensionen

3D Printing hat Entwicklungs-Potenzial in Chemie, Nanotechnologie, Maschinenbau, Mechanik und weiteren wissenschaftlichen Gebieten. Da sollte geforscht werden und die Schweiz muss jetzt die Weichen stellen. Man sollte an Wirtschaftsunis auch über die wirtschaftlichen und sozialpolitischen Konsequenzen nachdenken.

Das Thema beleuchten wir am nächsten TechTalk. Sei dabei, diskutiere mit. Anmeldung: http://internet-briefing.ch/3dprinting

04.09.2012 11.30-14.00 , Falcone Konferenzsall, Birmensdorferstrasse 155, Zürich

3D Printing – die nächste Revolution?

Peter Troxler, Square One

«Atome sind die neuen Bits», titelt das Wired Magazin und meint damit die 3D Drucker oder das Herstellen von Produkten. das genau so funktioniert wie drucken. Piratebay verbreitet als «Physibles» digitalisierte Baupläne über das Internet, auf Thingiverse findet man digitale Files für fast alles, von Legosteinen bis zu Autoersatzteilen. Wer selbst keinen 3D Drucker hat, findet in öffentlichen Labs die nötige Infrastruktur für das Personal Digital Manufacturing. 2011 öffnete das erste FabLab der Schweiz in Luzern seine Türen für die Öffentlichkeit. 2012 werden es schweizweit bereits fünf Labs in Luzern, Lugano, Neuchâtel, Zürich, Bern eröffnet. Was bedeutet es für «herkömmliche» Hersteller, wenn Maker Produkte aus dem Internet herunterladen können? Hören wir wieder der Aufschrei gegen Piraterie? Oder sind Chancen zu erkennen, zu nutzen?

Für Mitglieder gratis, Mitglieder SwissICT CHF 30, Gäste CHF 80

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Internet Briefing wird sein Angebot mit Webinaren ergänzen – Call for Papers

von Reto Hartinger

Vor 2 Wochen habe ich die Idee lanciert, das Internet Briefing mit Webinaren zu ergänzen. Mir ist natürlich klar, dass das Internet Briefing vom persönlichen Kontakt und von der Diskussion nach dem Referat lebt und sich dadurch von manch anderer Veranstaltung abhebt. Für viele wird es aber immer schwieriger zu den Events anzureisen. Der zweite Grund für mich, und das ist der wichtigere, immer wieder finde ich in einem Vortrag Teilaspekte auf die man gründlicher eingehen sollte, sie aber für ein Internet Briefing zu speziell sind. Auch schon deshalb, weil es danach kaum eine Diskussion gäbe, weil es eher “Wie geht das eigentlich” bzw. “Wie macht man das konkret” Seminare wären. Genau damit könnte man die Internet Briefings ideal ergänzen.

Eine Umfrage bei den Mitgliedern hat ergeben, dass sie grösstenteils von der Idee begeistert sind. Ich habe mögliche Themen identifiziert und schon potenzielle Referenten angeschrieben.

– Google Adsens aufsetzen
– Banner-Kreation
– Social Media in WordPress integrieren
– Linkbuilding
– Flashpage zu HTML5 mitrieten
– Die optimale Navigation / Informationsarchitektur
– Social Recommendation Optimisation
– Social Media in WordPress integrieren
– Tatsachen hinter Öffnungsraten und Spamfilter
– Wie mache ich meinen Blog multimedial
– 5 der besten WordPress Tools
– Wie setze ich ein Wiki auf
– 5 Tools für Profitwitterer
– Webseiteninhalte in Facebook Page einbauen
– Facebook App bauen
– Yahoo Pipes
– Social Media Monitoring

Die Themenliste liesse sich beliebig fortsetzen. Was wichtig ist, dass man immer ganz konkret am Bildschirm zeigt, wie die Dinge genau funktionieren. Steht bei einem Vortrag das Slide im Mittelpunkt, so ist es hier die Demo am Objekt. Mit ist klar, dass das Webinar andere Anforderungen an die Referenten stellt. Nebenher läuft ja auch gerade noch der Chat auf welchen der Referent auch ab und an einen Blick werfen muss um auf die Fragen der Teilnehmenden eingehen zu können. Die Teilnehmenden können sich aber gegenseitig auch die Fragen beantworten.

Das schöne an den Webinaren ist, dass sie auch nachher noch als Video zur Verfügung stehen.

Möchtest Du als Webinar-Referent dabei sein? Welches sind Deine Themen? Muss ja nicht in der obgenannten Themenliste sein. Sende mir ein Mail an insider@vtx.ch. Ich freu mich.

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