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IT-Landschaften konsolidieren

von Reto Hartinger

Wenn wir ein Redesign einer Website oder Applikation machen, haben wir immer bestehende IT-Landschaften die meist nicht optimal sind und konsolidiert werden sollten. Die Swisscom hat dies gemacht und bespricht ihre Erfahrung hier:

Re-Design Case Swisscom: IT- „Landschaften“ konsolidieren
Martin Rechsteiner, Lead Architekt für Telekom Lösungen, Ergon Informatik AG
Tiberiu Füstös, Lead Architekt für Corporate Business, Enterprise Architecture
Die herkömmliche Telekommunikationswelt ist in einer ständigen Transformation. Neben der „inside-out“-Transformation der historisch gewachsenen Produkt-, Prozess- und IT- „Landschaften“ wirkt zusätzlich die „outside-in“-Transformation durch neuen Wettbewerb von OTTs, Cloud- und Managed-Services-Anbietern als Katalysator und führt zu notwendigen und weitreichenden Änderungen der IT-Systeme. Der Vortrag zeigt wie Swisscoms Grossunternehmen-Sparte, in Partnerschaft mit Ergon Informatik, die notwendige Transformation des Order-Managements für die neuen Swisscom Managed-Services vorangetrieben hat.
Inhalt:
Nach einer kurzen Einführung in den Business-Kontext zeigen wir auf, wie wir basierend auf einen Capabilities-driven Ansatz die bestehende IT-Lösung in Richtung der Ziel-Architektur transformiert haben. Wir identifizieren die wichtigsten technischen Komponenten und stellen die Architektur für ein Katalog-getriebenes Order-Entry- und Order-Management-Systems vor. Wir berichten von unseren Erfahrungen mit der Einführung eines Industriestandard-Datenmodells, sprechen über die Grenzen der “Generizität” im Order-Entry-GUI und der Order-Dekomposition und erzählen von den Challenges in der Migration und im Testing.

Mehr Infos hier: http://www.internet-briefing.ch/ONE13Methoden

iWatch und welches Problem sie lösen soll

von Reto Hartinger

Hat jemand auf eine Uhr von Apple gewartet? Ok. es gibt immer einige verrückte die auf alles wartet was Apple herausbringt und ich gehöre auch dazu. Aber eine Uhr? Apple steigt nur dann in ein Markt ein, wenn es etwas grundsätzlich ändern kann.

Die Zeit abfragen ist wohl kein Problem heute und elegant sind Uhren allemal. Doch Apple hat zwei Dinge herausgefunden, die eine Uhr bis heute nicht macht.

Zur Zeit passt ein Kalender

Was nützt mir die Zeit zu wissen, wenn ich nicht weiss ob ich noch rechtzeitig zum Termin erscheine? Die Apple Uhr hat den Kalender integriert, der automatisch mit der Cloud und allen anderen Appledevices synchronisiert, und via Siri kann ich die Uhr nach dem Weg fragen.

Ich schaue dir Uhr gar nicht mehr an

Siri kann mir natürlich auch ausser die Zeit auch alles andere googlen oder wolframalphen. Die Uhr ist zu klein für ein wirkliches Display das ich ansehen will, aber brauch ich das, wenn ich die Uhr fast alles fragen kann was ich will und es mir eine Antwort “sagt”?. Jetzt sind Suchresultate definitiv keine Listen mehr. Wenn Google nicht auch an einer Uhr arbeitet oder ihre Brille solche Funktionen übernimmt, muss sich Google warm anziehen. Haben wir eine Suchmaschine jederzeit zur Hand (wörtlich), dann machen wir viel weniger Abfragen auf Google. Der wearable Computer schmiegt sich ans Handgelenk und hängt sich nicht vor die Augen.

Was kann die iWatch nicht

Es braucht keinen iPod am Handgelenk. Es braucht keinen vollwertigen Computer, die iWatch wird reduced to the max – das heisst was sie leisten soll kann sie maximal gut und der Rest wird wegdesignt.

Technische Hürden

Wo sind die Herausforderungen? Sollte die iWatch können, was ich oben beschrieben habe, braucht es einen richtigen Prozessor. Die Prozessoren in Uhren haben keine grosse Intelligenz, wer aber Siri verwenden will, braucht das iOS und viel Kommunikation mit den umgebenden iDevices und WiFi. Aber achtung, ein solcher Prozessor wird heiss und er braucht viel Energie. Hier liegt der Hund begraben, wieso Apple nicht schon längst mit einer Uhr auf dem Markt kommt und vielleicht gar nie auf den Markt kommt. Lässt sich das iOS nochmals gewaltig reduzieren auf genau diese Features (huch noch einen Verison des Betriebssystems). Lässt sich ein Prozessor entwerfen, der auf diese Funktionen abgespeckt ist? Wollen wir eine Uhr die wir jede Nacht aufladen müssen? Wie soll die iWatch kommunizieren wenn kein Wifi vorhanden ist? Wie lassen sich alle Komponenten nochmals verkleinern? Wie gross darf die Batterie sein und wie lange soll sie laufen? Soll das Gerät  jederzeit mit der Cloud verbunden sein um zum Beispiel neue Termine zu erhalten welche die Sekretärin oder der Lebenspartner einbucht?

Je schwieriger diese Aufgaben desto unnachahmlicher wird die Lösung. Rechtfertigt die Absatzchancen ein eigenen Chip und ein eigenes OS? Wohl erst, wenn sich auch die iWatch mehrere Millionen Mal pro Monat verkaufen lässt. Trauen wir das Apple zu? Was hätte Swatch dem entgegenzusetzen? Gibt es rechtzeitig eine Android Swatch?

Beam me up, Scotty

von Reto Hartinger

3D Printing ist auf dem Hype-Cycle-Höhepunkt bei Gartner und das Wired Magazin titelt «Atome sind die neuen Bits» und meint damit die 3D Drucker oder das herstellen von Produkten. Stell dir vor, statt Papier kommt ein fertiges Produkt aus einem Drucker. 3D Drucker gibt es für die Industrie aber auch für Haushalte, bereits unter 2000 Franken, zu haben. Je mehr ich mich mit der Materie befasse, desto mehr sehe ich dessen Potenzial und wie 3D Printing die Welt verändern wird. Und zwar gewaltig.

Nicht ganz unlogisch erschien mir, wenn im Raumschiff Entreprise Kapitän Kirk sagte “Beam me up, Scotty”. Ein Mensch wurde in seine atomare Einzelteile zerlegt und dann an einer anderer Stelle wieder aufgebaut. Wenn es einen Grundbaustein und einen exakten Plan gibt, wie ein Objekt aufgebaut ist, dann kann es möglich sein, das Objekt genau so wie im Raumschiff Entreprise Stück für Stück wieder aufzubauen. Obwohl das Objekt aus mehreren Teilen besteht, muss man es nicht zusammensetzen und es funktioniert sofort. Dies ist Realität geworden und nennt sich 3D Printing.

Stell dir vor, statt Papier kommt ein fertiges Produkt aus einem Drucker. 3D Drucker gibt es für die Industrie aber auch für Haushalte, bereits unter 2000 Franken, zu haben. Je mehr ich mich mit der Materie befasse, desto mehr sehe ich dessen Potenzial und wie 3D Printing die Welt verändern wird.

Es gibt verschiedene Verfahren wie 3D-Drucker anhand eines 3D Modells Dinge herstellen. Manche tun dies mit einer einzigen Komponente, andere können verschiedene Teile aus einem Arsenal von Materien erschaffen. Damit Du Dir die Funktionsweise besser vorstellen kannst, hier zwei Verfahrensbeschreibungen.

SLS, Selektives Lasern

SLS steht für Selektives Lasersintern. Bei diesem Verfahren wird Polyamid-Pulver mit einem Laserstrahl angeschmolzen und dadurch verhärtet. Durch Absenken des Bauteils und Aufbringen neuen Materials wird dieses mit dem darunter liegenden verbunden. Dieser Prozess lässt sich mit vielen Thermoplasten, aber auch mit niedrigschmelzenden Metallen durchführen. Ein Vorteil ist, es lassen sich auch Filigranteile bis 0,6mm Stärke herstellen. SLS ist vorteilhaft wenn mechanische Eigenschaften gefordert sind. Ein Nachteil sind die sehr hohen Anschaffungs- und Materialkosten von Maschine und Modell.

Stereolithografie

STL steht für Stereolithografie. Bei diesem verfahren wird flüssiges UV-empfindliches Epoxydharz (Monomere) in ein Becken eingebracht. In diesem bewegt sich eine Bauplattform, welche zu Beginn des Bauprozesses ganz oben steht. Ein über Umlenkspiegel geführter UV-Laser überstreift die zu bauende Kontur. Dabei vernetzt sich der Monomer zu einem Polymer und härtet aus. Die Bauplattform wird abgesenkt, ein Abstreifer fährt über das Becken, um die definierte Schichtdicke zu erzeugen. Der Prozess beginnt von neuem. STL ist vorteilhaft bei höchsten Genauigkeitsansprüchen. Maßgenauigkeit: +/- 0,1mm Nachteil: sehr teuer und keine Mehrfarbmodelle möglich.

Wo kann es eingesetzt werden?

Industrie

Der Airbus Ingenieur Bastian Schafer meint, dass es 2050 hangargrosse 3D Printer geben wird. 3D Printing soll für uns günstiger werden und die Teile könnten auch 65% leichter sein. Dass gerade Airbus über 3D Printing nachdenkt ist klar. Irgendwo entwickelte Teile müssen in verschiedenen Fabriken rund um den Globus produziert oder zusammengebaut werden. Heute transportiert Airbus riesige Teile über grosse Distanzen. Das dauert alles sehr lange und ist teuer.

Gewerbe

Wieso sollte eine Autowerkstatt Ersatzteile auf Lager halten, die zuerst produziert, transportiert und gelagert werden müssen. Das dauert, kostet Geld und bindet auf der ganzen Kette Geld. Der kluge Autobauer macht Teile so, dass sie 3D gedruckt werden können. Vielleicht liefert er den Vertrags-Werkstätten den Printer und die Materialien. Damit wäre dann auch die Garantie sichergestellt.

Privathaushalt

Wenn ich heute etwas kaufen möchte, durchstöbere ich das Netz, besuche E-Commerce Sites oder Läden. Inskünftig lade ich von dem Geschirr das mir gefällt die Pläne in meinen 3D Printer und drucke sie aus. Ich bezahle dem Verkäufer nicht mehr die Ware und den Transport, sondern das Design, die Idee und die Marke. Ein Teil der Wertschöpfung entfällt gänzlich, aber ich habe für immer die Möglichkeit eine weitere Tasse nachzudrucken wenn eine kaputt gehen sollte.

Globalisierung

Eigentlich kann heute jeder, egal wo er sitzt, ein Produkt erschaffen, welches im 3D-Verfahren ausgedruckt werden kann. Der Tüftler in Indonesien, zusammen mit einem Designer in Deutschland, bauen einen Veloständer, eine schicke Lampen-Kollektion oder Spielzeug. Das ist die Konkurrenz zu den heutigen “Made in China” Produkten. Die Konsequenzen können brutal sein. Genauso für Marken und Distributoren wie für die Hersteller in China, Vietnam oder anderen Billiglohnländern.

Wo steht die Schweiz? Wo stehen wir? Wo stehst Du?

Es gab die industrielle Revolution, jetzt wird sie nochmals neu erfunden. Sie wird mindestens genauso dramatisch wie dazumal. Wenn wir geschickt sind, können Schweizer KMUs und Schweizer Universitäten rechtzeitig diese Entwicklung gestalten, verhindern können wir sie so oder so nicht.

Die Dimensionen

3D Printing hat Entwicklungs-Potenzial in Chemie, Nanotechnologie, Maschinenbau, Mechanik und weiteren wissenschaftlichen Gebieten. Da sollte geforscht werden und die Schweiz muss jetzt die Weichen stellen. Man sollte an Wirtschaftsunis auch über die wirtschaftlichen und sozialpolitischen Konsequenzen nachdenken.

Das Thema beleuchten wir am nächsten TechTalk. Sei dabei, diskutiere mit. Anmeldung: http://internet-briefing.ch/3dprinting

04.09.2012 11.30-14.00 , Falcone Konferenzsall, Birmensdorferstrasse 155, Zürich

3D Printing – die nächste Revolution?

Peter Troxler, Square One

«Atome sind die neuen Bits», titelt das Wired Magazin und meint damit die 3D Drucker oder das Herstellen von Produkten. das genau so funktioniert wie drucken. Piratebay verbreitet als «Physibles» digitalisierte Baupläne über das Internet, auf Thingiverse findet man digitale Files für fast alles, von Legosteinen bis zu Autoersatzteilen. Wer selbst keinen 3D Drucker hat, findet in öffentlichen Labs die nötige Infrastruktur für das Personal Digital Manufacturing. 2011 öffnete das erste FabLab der Schweiz in Luzern seine Türen für die Öffentlichkeit. 2012 werden es schweizweit bereits fünf Labs in Luzern, Lugano, Neuchâtel, Zürich, Bern eröffnet. Was bedeutet es für «herkömmliche» Hersteller, wenn Maker Produkte aus dem Internet herunterladen können? Hören wir wieder der Aufschrei gegen Piraterie? Oder sind Chancen zu erkennen, zu nutzen?

Für Mitglieder gratis, Mitglieder SwissICT CHF 30, Gäste CHF 80

Hier anmelden

Internet Briefing wird sein Angebot mit Webinaren ergänzen – Call for Papers

von Reto Hartinger

Vor 2 Wochen habe ich die Idee lanciert, das Internet Briefing mit Webinaren zu ergänzen. Mir ist natürlich klar, dass das Internet Briefing vom persönlichen Kontakt und von der Diskussion nach dem Referat lebt und sich dadurch von manch anderer Veranstaltung abhebt. Für viele wird es aber immer schwieriger zu den Events anzureisen. Der zweite Grund für mich, und das ist der wichtigere, immer wieder finde ich in einem Vortrag Teilaspekte auf die man gründlicher eingehen sollte, sie aber für ein Internet Briefing zu speziell sind. Auch schon deshalb, weil es danach kaum eine Diskussion gäbe, weil es eher “Wie geht das eigentlich” bzw. “Wie macht man das konkret” Seminare wären. Genau damit könnte man die Internet Briefings ideal ergänzen.

Eine Umfrage bei den Mitgliedern hat ergeben, dass sie grösstenteils von der Idee begeistert sind. Ich habe mögliche Themen identifiziert und schon potenzielle Referenten angeschrieben.

- Google Adsens aufsetzen
- Banner-Kreation
- Social Media in WordPress integrieren
- Linkbuilding
- Flashpage zu HTML5 mitrieten
- Die optimale Navigation / Informationsarchitektur
- Social Recommendation Optimisation
- Social Media in WordPress integrieren
- Tatsachen hinter Öffnungsraten und Spamfilter
- Wie mache ich meinen Blog multimedial
- 5 der besten WordPress Tools
- Wie setze ich ein Wiki auf
- 5 Tools für Profitwitterer
- Webseiteninhalte in Facebook Page einbauen
- Facebook App bauen
- Yahoo Pipes
- Social Media Monitoring

Die Themenliste liesse sich beliebig fortsetzen. Was wichtig ist, dass man immer ganz konkret am Bildschirm zeigt, wie die Dinge genau funktionieren. Steht bei einem Vortrag das Slide im Mittelpunkt, so ist es hier die Demo am Objekt. Mit ist klar, dass das Webinar andere Anforderungen an die Referenten stellt. Nebenher läuft ja auch gerade noch der Chat auf welchen der Referent auch ab und an einen Blick werfen muss um auf die Fragen der Teilnehmenden eingehen zu können. Die Teilnehmenden können sich aber gegenseitig auch die Fragen beantworten.

Das schöne an den Webinaren ist, dass sie auch nachher noch als Video zur Verfügung stehen.

Möchtest Du als Webinar-Referent dabei sein? Welches sind Deine Themen? Muss ja nicht in der obgenannten Themenliste sein. Sende mir ein Mail an insider@vtx.ch. Ich freu mich.

Der Unterschied zwischen Apple und Google

von Reto Hartinger

Heute haben sich die Börsenkurse von Apple  und Google angeglichen. Dabei war der Googlekurs früher einiges höher als jener von Apple, jetzt liegt Apple vorne.  Google hat ganze 1,5 Produkte in seinem Arsenal. Die Suchmaschine mit Adwords und Android mit Onlinewerbung Admob. Richtig Kohle verdient Google mit Adwords auf der Suchmaschine. Die anderen Dienste werfen nur Brosamen ab. Schon besser ist die Onlinewerbung Adsense auf fremden Sites. Google schafft es auch nicht weitere Plattformen zu etablieren, die richtig gutes Geld verdienen. Android macht eigentlich auch kein Geld. So verdient Google mit Mobile-Werbung auf der Apple Plattform iOS mehr als auf Android, obwohl das Android Betriebssystem viel stärker verbreitet ist als das iOS. Für Google ist es schlicht nicht möglich, ein weiteres Produkt hinzuzufügen, das mit Adwords oder der Suchmaschine einigermassen mithalten könnte. Zudem nehmen die Kosten um Traffic auf die Google Suche zu lenken (Mozilla, Telcos und OEMs) immer mehr zu (6,4 % im letzten Quartal). Damit Androide nicht zum Flopp wird, musste Google Motorla kaufen, der Patente wegen. Nun hat Google einen Klotz am Bein das zur Gewinnbremse oder zum Strategiedesaster mutiert. Google muss Motorola stärker und damit gewinnbringend machen, sonst ist Motorola ein Geldvernichter. Je stärker Motorola bevorzugt wird, desto mehr Probleme bekommt Google mit seinen Android-Partnern. Ein Balanceakt mit einem oder mehreren Verlierern.

Apple kann mit jeder neuen Produktelancierung einen Multimilliarden-Markt mit satten Margen öffnen. Einige Analysten gehen davon aus, dass Apple demnächst mehr iPads als iPhones verkaufen wird. Die Begründung: Die Firmen steigen viel schneller auf den iPad-Zug auf, als sie das mit dem iPhone und iPhone tun bzw getan haben. Auf fast allen Produkten (ausser dem iPod) hat Apple weiteres Wachstumspotenzial. Nennt Apple den iPad Mini iPod, kann das iPod Segment sogar wachsen. Sogar die Macs können weiter wachsen und wenn das iPhone in China richtig lanciert wird, dann geht auch dort wieder die Post ab. Apple hat in China ein grosses Potenzial. Man kann heute bereits das iPhone 5 zu einem fixen Preis bestellen, obwohl es keine Specs zum Gerät gibt.

Jedes weitere Produkt das Apple hinzufügt stärkt sein Ökosystem. Auch ein Apple Fernsehgerät, das nun endlich diesen Herbst kommen soll, bedient das das Ökosystem das aus Software, Services und weiterer Hardware besteht. Es kommt alles aus einem Guss.Wovor Apple nicht gefeit ist, ist ein Produkteflopp. Schlägt der iPanel oder iTV nicht ein, könnte das einen riesigen Abschreiber mit sich bringen und die Appleaktie ins Jammertal reissen.Die mussten die Firmen die auf GoogleTV gesetzt haben schmerzlich erfahren. Wie gross ist diese Gefahr? Schon längst hätte Apple einen Fernseher lancieren können. Er hätte sich auch leidlich oder gar gut verkauft. Apple bringt aber erst ein Produkt in einen neuen Markt, wenn Apple den Markt wirklich verändern kann. Tim Cook hat kürzlich wieder Film- und Fernsehrechteinhaber getroffen. Der Knackpunkt ist und bleibt das inhaltliche Angebot. Apple weiss, dass es die beste Hardware bringen kann, ohne ein grundlegendes neues Modell beim Inhalteangebot bleibt iTV nur ein nettes Stück Hardware das kopiert werden kann. Mit der Hardware braucht es ein Ökosystem-Innovation. Dann wird aus dem Hobby ein Business das genauso gross oder grösser sein kann als das iPhone.

Aber fehlt da nicht Microsoft in der ganzen Betrachtung? Ich diskutiere das gar nicht mehr. Ich zitiere mal nur Microsoft selber

Windows 8 covers all the computing needs of users

We believe Apple has it wrong

Apple makes great hardware but the point of view, the tablet and PC being different is completely incorrect

Windows 8 is the new era for PC plus, which combines all the devices users need to accomplish all the things they want in a single push of a button

Apple sagt: Microsoft’s Windows 8 is poorly conceived. You can converge a toaster and a refrigerator, but  those things are probably not going to be pleasing to the user.

Die letzen Jahre lag Microsoft immer falsch und Apple immer richtig.

Update Google Zahlen

Google hat gegenüber dem Vorjahr 11 % mehr Gewinn gemacht. Motorola drückt das Jahresergebnis um 233 Millionen Dollar, steigert aber Googles Umsatz um 25 %. Sollte das nicht ändern, gewärtigt Google in den nächsten Jahren eine gewaltige Wertberichtigung auf der Motorola Position. Microsoft hat dieses Quartal aus diesem Grunde erstmals einen Quartalsverlust hinnehmen müssen.

Update Apple Zahlen

Apple hat zwar den Gewinn doppelt so stark gesteigert wie Google, aber Wallstreet dennoch enttäuscht mit kleineren Verkäufen des iPhones (+ 28%) und iPads (+84 %), die Marge stieg von 41,7 auf  42,8 Prozent. So gut die Zahlen tönen, sie sind zwar im Vergleich zur Vorjahresperiode höher, zum letzten Quartal aber tiefer. Das iPhone trägt 60 % zu den Gesamtzahlen bei. So gesehen ist Apple auch stark von einem Produkt abhängig. Das iPad hat im letzten Quartal Marktanteile gewonnen. Um die Börse zu überzeugen braucht Apple dringend den iTV bzw. den iPanel.

Der Aktienkurs von Google steigt, jener von Apple fällt. Ich bleibe bei meiner Analyse, Google ist mit einem P/E von 18 gegenüber von 14 von Apple überbewertet. Zudem sitzt Apple noch auf riesigen Barreserven. Und wie früher erwähnt, bringt eine Ausschüttung einer Dividende dem Apple  (2,65 Dollar je Aktie) dem Aktienkurs gar nix. Meine Prognose: Ende Jahr wird der Applekurs den von Google uneinholbar abgehängt haben.

Internet Briefings im Juli und September

von Reto Hartinger

Nächsten Dienstag und Mittwoch sind wieder Internet Briefing und ich hoffe, Du hast Dich bereits angemeldet zu:

3.7.2012 11.30-14.00
Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, Zürich


3.7.2012 17.30-20.00
Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, Zürich
Mehr Infos und Anmeldung: http://internet-briefing.ch/adsem

Wie macht man aus einer klassischen Werbekampagne eine crossmediale
4.7.2012 17.30-20.00
Berner Fachhochschule Wirtschaft Morgartenstrasse 2c 3000 Bern 22
Mehr Infos: http://internet-briefing.ch/werbe
Sehr spannende Briefings finden auch im September statt, melde Dich doch bereits an:
HolidayCheck: Wie manage ich eine Community
4.9.2012 17.30-20.00
Falcone Konferenzsall, Birmensdorferstrasse 155, Zürich
Mehr Infos: http://internet-briefing.ch/HolidayCheck

3D Printing: Die nächste Revoltution?
04.09.2012 11.30-14.00
Falcone Konferenzsall, Birmensdorferstrasse 155, Zürich
Mehr Infos: http://internet-briefing.ch/3dprinting

Google+ für Firmen: Was bringts? – Best Practicies
05.09.2012 17.30-20.00
Berner Fachhochschule Wirtschaft Morgartenstrasse 2c 3000 Bern 22
Mehr Infos: http://internet-briefing.ch/googleplus

Im August finden keine Briefings statt.

Windows 8 Tablett Surface bricht einige Tabus, es braucht aber mehr

von Reto Hartinger

Das erste Surface wurde in der Schweiz erstmals am Internet Briefing durch Steve Balmer vorgestellt. Damals noch so gross wie ein Tisch und mit Videokameras statt touchsensiblem Screen. Der Tisch hat sich nicht durchgesetzt. Apple hat mit seinem iPad einen unerwarteten Hit gelandet, der Vorsprung ist riesig. Satte 3 Jahre. Bereits zwei Mal hat Microsoft versucht ein Betriebssystem zu entwickeln, welches das iOS in die Schranken weist. Vergeblich. Es ging immer weiter bergab. Windows Mobile dümpelt um 2 % Marktanteil. Mit Windows 8 Mobile könnte es gelingen. Dazu muss Microsoft aber einige Tabus brechen. Die Allianz Microsoft/Intel war heilig. Sie ist gestorben. Das Windows Consumer Tablet Surface kommt mit einem ARM Prozessor. Nur das Pro Modell basiert auf einem Intel-Chip. Noch schwerwiegender ist der Bruch mit 100ten von Hardware-Partnern. Früher machte Microsoft die Entwicklungswerkzeuge und das Betriebssystem, Intel die Chips oder das Motherboard und eine Vielzahl von Hardwareherstellern bastelten daraus eigene Produkte. Das ging so lange gut, bis das iPad signifikant in das PC-Geschäft eindrang. Viele kauften statt eines Notebooks ein Talbet und darauf lief weder ein Intel-Chip noch das Windows Betriebssystem. Zum grossen Aerger hat Apple auch noch ein neues Notebook-Design zu einem sensationell günstigen Preis hingekriegt, das breite Akzeptant erlangte. Intel und Microsoft droht das Geschäft wegzubrechen. Mangels Innovation. Es stellte sich heraus, dass Intel um das MacBook Air zu konkurrenzieren mehr bauen musste als nur das Motherboard. Intel hat gleich das ganze Hardwarekonzept und den Preis für die Hardware bestimmt. Da ist kein Platz mehr für Innovation seitens der PC-Bauers. Um einen iPad Konkurrenten zu entwickeln war die Situation noch schwieriger. Unmöglich ein Gerät mit so langer Laufzeit mit einem Intel Chip.zu bauen Microsoft war gefordert, sein Betriebssystem auch auf ARM Chips lauffähig zu machen. Wenn der Betriebssystemlieferant nun Chip, Hardware und Betriebssystem neu konzipieren muss, wo bleibt da noch die Innovation von Partnern? Wie kann man ein Gerät zu einem vernünftigen Preis anbieten, wenn man noch mehrere Mitesser bedienen muss, die gar nix zur Entwicklung beigetragen haben? Gefertigt werden die Tabletts und PCs sowieso von spezialisierten Assemblierern in China. Was wiegt jetzt noch die PC Marke? Nix, denn bis jetzt haben sich diese alle eine wunde Nase mit mediokren und unverkaufbaren Tabletts geholt. Einzig Samsung kann einigermassen mithalten und Amazon (auch kein Hardwarehersteller). Microsoft wird die ersten Surfaces unter eigener Marke auf den Markt werfen. Ob das so bleiben wird, ist noch unklar. Die PC-Bauer glauben nicht daran.Jetzt haben also alle 3 Tablett-Betriebssystementwickler eine eigene Hardware. Es könnte sein, dass Google voll auf die Karte Motorola setzt und Microsoft sich Nokia einverleibt. Die PC-Welt wäre nicht mehr die selbe. Was hat die PC Sparte von HP  noch zu bieten? Was tragen Acer und Asus im Rennen um Marktanteile und Marge noch bei? Gibt es eine Welt mit 3 grossen Anbietern? Ist das Spiel von Asus, Acer und Co verbei? Apple ist längst eine Software und Inhalteanbieterin wie Google beide setzen nicht auf Software sondern auf Problemlösungen. Die beinhalten auch das Bezahlen, das Auffinden von Produkten in der Nähe und vieles mehr. Apple und Google machen keine Produkte, sie machen Services. Apple alles aus einer Hand mit einem unglaublichen Lockineffekt. Siri, welches ist das nächste Chinesische Restaurant (egal wo auf der Welt ich mich befinde) im Preisrahmen von 20 bis 30 Franken (es versteht sich, dass es von meinen Freunden und anderen Bewertet wurde). Siri zeigt es mir auf dem Device, zeigt mir wie ich am besten dorthin komme, sucht einen Gutschein und reserviert einen Tisch auf meine Anweisung. Nachher kann ich via Handy bezahlen und vielleicht bewerte ich das Restaurant noch. Das sind die Services die Apple und Google im Sinn haben. Je einfacher so etwas geht, desto mehr bin ich Sklave dieser Umgebung. Und Microsoft Office? Schnauze. Microsoft braucht unbedingt eine Reorganisation. So lange Microsoft Office ein solch grosses Gewicht im Organigram hat, solange wird Microsoft niemals solche Services hinkriegen. Vorschlag: Software, Services, Hardware. That’s it.

iPod und iPhone werden zu Game Controlern

von Reto Hartinger

man kann auf dem iPod und dem iPhone spielen. Das Display ist aber furchtbar klein. Schöner ist es auf dem iPad, aber auch da kommt noch kein XBox oder Wii Feeling auf. Trotzdem machen die iOS Geräte im Gaming-Markt immer mehr Boden gut. Spannend wird es vor allen dann, wenn mit dem iTV ein noch grösseres Display dazu kommt.  Dann werden die heutigen iOS Devices wie iPod Touch und iPhone zu Game Controlern. Mehrere spielen am Fernseher, jeder mit seinem iOS Device als Steuergerät. Das bringt den Vorteil, dass diese auch Bewegungen erfassen. Präziser und schneller als ein Kintec oder eine Wii. Man kann das Spiel dann auch auf dem iOS Device weiter spielen so man die Reichweite des Fernsehers verlässt. Apple wird selbstverständlich auch Controler ohne Bildschirm anbieten, die noch besser in der Hand liegen und ebenso die Handbewegungen erfassen.

iTV – das ist zu erwarten

von Reto Hartinger

Jetzt hat bald jeder über das TV-Set von Apple berichtet und dennoch ist fast nichts konkret. Ich schaue auch in die Kristallkugel:

Bedienung

Apple kann kaum mit einem besseren Display punkten. Der iTV müsste auch mehr als 3 Geräte in einem sein. Es muss eine bessere, einfachere Bedinung her. Das kann über Gesten oder Sprache geschehen. Eine Fernbedienung entfällt, aber jedes iOS Device kann diese Funktion übernehmen, so gewünscht. Der iTV erkennt über die Kamera und Gesichtserkennung wer vor dem Fernseher sitzt. Mit Gesten wie flippen kann von einem zum nächsten Kanal gezappt werden oder man sagt einfach zdf und  siri lässt den TV zum richtigen Sender springen. Multitouch Apps können sich mit Gesten bedient werden. So ist es möglich, dass zwei Personen gleichzeitig eine App bedienen (vielleicht noch nicht in Version 1). Ich kann einen Film am iTV ansehen, muss aus dem Haus und sehe an der gleiche Stelle auf dem iPad oder iPhone unterwegs weiter. Am neuen Ort angekommen schaue ich auf dessen iTV oder PC weiter.

So hässlich wird der iTV kaum aussehen. Aber mit diesem Gerät beherrscht Apple das die Wohnung

So hässlich wird der iTV kaum aussehen. Aber mit diesem Gerät beherrscht Apple das die Wohnung

Hardware

Der iTV kommt mit einem eigenen Chip. Entweder eine abgespeckte Version derer, die zurzeit in den iOS Geräten sind oder gleich der neueste Chip. Eine Preis/Feature-Frage. Er kann mit allen anderen Geräten kommunizieren, diese steuern oder von diesen gesteuert werden. Der Sound des iTVs lässt sich so über die Stereoanlage hören und das auch in anderen Zimmern. Umgekehrt können alle anderen Devices Daten und Befehle an den iTV übergeben. Natürlich kann der iTV alles was ein iOS Gerät kann, also Harddsicrecording, Internet , iOS-Apps und FaceTime. Man kann gleichzeitig fernsehen und eine App ein einem Fenster laufen lassen (z.B. FaceTime). So wird der TV auch zum live Kommunikationskanal mit dem Sender.

Content

Es ist davon auszugehen, dass Apple auch hier unique sein will. So kann man nicht nur aus zig Sendern auswählen, sondern sich Kanäle selber zusammenstellen. Z.B. eine Serie von CBS zwei andere von ABC und so weiter und das für eine monatliche Gebühr. Das Problem ist, dass die Leute dann nur noch die Renner schauen und die Sender auf dem weiteren Mist hocken bleiben. Das wollen sie natürlich nicht und daran klemmts. Das müssten sich die Sender hoch entschädigen lassen oder ablehnen und Apple im Gegenzug will eine günstigen Montasgebühr. Apple hätte die Möglichkeit solche TV-Shows zeitversetzt anzubieten. Dann könnte Apple diese werbefrei oder mit eigener Werbung bespielt in eigenen Sende-Gefässen streamen. Apple hat den Sendern angeboten, ihre Inhalte via Werbeeinnahmensplitting zu refinanzieren. Mit der Gesichtserkennung weiss das iAd wer und wieviele Personen das jeweilige Programm ansehen. Ein starkes Angebot für Werbetreibende. Der TV wäre plötzlich noch messbarer als das Internet. Sender können den Screen splitten und eine eigene App laufen lassen. Z.B. mit Hintergrunddaten während eines Tennis-Matches oder man zeigt sowas wie eine Twitterwall mit dem was Andere über die Sendung meinen. Das hätte über Apple PING gehen können. Schade, dass PING im Musikbereich gefloppt hat. Vielleicht ist Apple klug genug um fremde Apps zuulassen. Auch diese Interaktivität könne sich messen lassen und den Profilen der einzelnen Zuschauern zugeordnet werden. Profile wie wir sie im Internet kennen, wären nur noch ein Abklatsch der iTV Möglichkeiten. Die Werbeprofile könnten auch die anderen iOS Devices übertragen werden. Damit würde iAd endlich abheben. Man sieht, iTV hat noch viele Baustellen, die nicht mit der Hardware zutun haben. Erinnern wir uns an den Launch des iPhones. Da gab es noch gar kein Oekosystem, keine Apps und trotzdem hat das Teil abgehoben. Eine erste Version muss noch nicht alles können.

Preis

Billig kann das iTV nicht sein. Zurzeit werden in den USA 44 Mio TVs verkauft, meist 38 Zoll TVs, durchschnittlich kostet ein TV 460 Dollar.  Der iMac startet bei 1200 Dollar mit 21 Zoll Bildschirm und  2000 Dollar für 27 Zoll. Ein iTV könnte in verschiedenen Grössen zwischen 1500-3000 Dollar kosten. Ich glaube nicht, dass Apple mit einem 3D Bildschirm kommt. Es braucht noch Raum für den iTV 2.

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One more Thing zu Steve Jobs Geburtstag? Apple wird bis April 2012 alle Geräte generalüberholt haben.

Verfügbarkeit

Von der Hardware her gibt es keinen Grund wieso man das Teil nicht bereits im März anbieten könnte. Quellen meinen dass es Herbst oder gar Ende 2012 wird. Augst/September war früher der Termin um Fernseher zu lancieren. Noch rechtzeitig für den Handel um im Weihnachstgeschäft voll abzuschopfen. Heute ist der Treiber nicht mehr der Weihnachtsmann, es sind sportliche Grossanlässe wie die Olympiade in Londen im 2012 oder eine Fussball-WM so das Gerät international einschlagen soll. Ist eine Lancierung erstmal für die USA vorgesehn, müsste der iTV vor dem SuperBowl kommen. Im 2012 wird Apple  a l l e  Geräte generalüberholt haben. Sie alle werden in die “Wir sind zu einem Oekosystem verschweisst” Strategie eingepasst. Die neuen Intel-Chips sind im April verfügbar. There is one more Thing könnte dannzumal der iTV sein oder, meine Vermutung, Apple bringt das iPhone 5 bereits im Januar und den iTV zu Steve Jobs Geburtstag am  24. Februar zusammen mit dem iPad 3 und neuen iPods. Hätte Steve in seinen Memoiren den iTV erwähnt, hätte nicht ein fixer Termin bestanden? Zudem hat Apple einen Pressetermin für Ende Januar in New York reserviert. New York ist eine Neuheit (könnte auch bedeuten, dass Siri für andere Sprachen lanciert wird. Drum mit New York die Nähe zu Europa).

Was heisst das für die hiesige TV-oder gar Medien-Industrie?

Ganz streng genommen entstehen neue Sendeplätze. War es früher wichtig bei der Cablecom auf den ersten 4 Plätzen zu sein, wird hier ein neues Gerangel losgehen, das eher der Suchmaschinenoptimierung ähnlich ist als dem Verhandeln mit der Cablecom. Der User entscheidet, wo ich lande oder vielleicht noch Apple. Die Auswahl von den Chanels wird so laufen wie die Vorschläge im App-Store, nach Themen und Beliebtheit und mit Genius-Vorschlägen. Es wird eine Boggisierung des TVs stattfinden. Wenn einzelne Sendungen und nicht mehr Sender wichtig werden, können sich plötzlich spezialisierte Kleinstanbieter einen Platz an der Sonne ergattern. Wieso muss das unbedingt TV sein. Eine Tageszeitung kann genauso in den Newskanal kommen wie 10vor10. Es gibt ein ganz neues Wettrennen und die Grossen werden nicht unbedingt die Gewinner sein. Tamedia hat rechtzeitig das Lokalfernsehen verkauft, ob sie aber in ihrer Strategie bereits soweit sind, interaktives Community-Fernsehen anzubieten, wage ich zu bezweifeln. Heute ist erst Joiz.ch bereit. Fernsehen der Zukunft muss für jede Zielgruppe kultig sein! Und Fernsehen wird nicht mehr gleichzeitig geschaut. Ein Kanal kann wochenalte Sendungen beinhalten, die ich jederzeit abrufen kann.

Eine oder doch mehr Fragen an den Leutschenbach.

Ist SF darauf vorbereitet, dass z.B. die Abteilung Unterhaltung gar nicht mehr in Konkurrenz mit der gleichzeitig ausstrahlenden ARD steht sondern vielleicht sogar mit sich selber, Sendung A die erstmals am Mittwoch im Abendprogramm war mit Sendung B die jetzt gerade läuft? Wie geht man mit Communities um? Pflegt man die? Wie? Könnte es sein, dass plötzlich Verlage doch zur Konkurrenz werden?

Eine Frage an die Publigroup: Nachdem man die letze Reorganisation verdaut hat und die nächste vorbereitet, verfügt man über das Personal um mit den Kunden über solche interaktiven Konzepte zu diskutieren?

Im Druckgewerbe musste man alle 4 Jahre einen neuen Beruf erlernen, weil es den alten einfach nicht mehr gab. Jetzt geht dasselbe bei den Inhalten los. Lieber Journalist, lieber Verlagsleiter, lieber Produzent, lieber Werbeverkäufer etc dein Wissen, deine Erfahrung und dein Instinkt darfst du vergessen, je schneller desto besser. Die Zukunft wird gerade erfunden und sie wird maximal vier Jahre gültig sein. Du wirst sie mitgestalten oder andere werden es tun. Welche Strategie sticht, ist im nachhinein sehr logisch erklärbar. Zurzeit tüfteln noch alle am Businessmodel herum. Paid versus Free oder zieht Freemium? Unabhängig vom Businessmodel muss sich das Angebot an die sich ändernden technologischen Möglichkeiten und den sich daraus ergebenden neuen Verhalten der Konsumenten richten.

Ich werde mit dem Internet Briefing diese Entwicklung begleiten. Ein erstes Event wird es am 9. und 10. Mai dazu an der ONE Konferenz geben. Stay tuned.

Patentstreit zwischen Apple und Samsung nützt beiden

von Reto Hartinger

Ein unglaublich der Krieg den Apple und Samsung gegeneinander führen. Apple will verhindern, dass Samsung seine Tablets und Smartphones verkaufen darf, Samsung tut dasselbe. Das kostet ein Haufen Geld und ist schlecht für’s Image. Denkste. Samsung wirbt mit dem Slogen “Das ist das Tablet das Apple verhindern wollte”. Ein Steilpass für Samsung. Damit positioniert sich Samsung als “die” iPhone Alternative. Wer kein iPhone oder iPad will, hat ein besseres Produkt wenn er Samsung wählt. Im letzten Quartal sollen 42 % mehr Smartphones verkauft werden, trotzdem geben HTC und RIM eine Warnung über schlechte Weihnachts-Verkaufszahlen heraus. Nokias neues Windows Smartphone Lumina verkauft sich mit 800 000 statt 2 Mio Stück weit schlechter als erwartet. Ein Fiasko für Microsoft und Nokia bahnt sich an. Insgesamt sollen Nokias Verkäufe um 31 % auf 19 Mio zurückfallen. Gewinner sind Apple und Samsung. Das iPhone 4S soll sich sehr gut verkaufen, in England stärker als alle Android Smartphones zusammen. Es zeichnet sich ein Zweikampf Apple Samsung ab, der Rest wird zu Statisten degradiert. Aufholen werden auch ZTE und Huawei die Smartphones für 40 Dollar anbieten. Bei den Tablets soll Amazon nicht nur respektable Verkaufszahlen hingelegt haben, das Fire soll sich in kürzester Zeit über 1 Mio mal verkauft haben. Genau Zahlen gibt Amazon nicht bekannt. Ich bin gespannt auf die definitiven Zahlen. Glaubt man nicht den Analysten oder den Marktforschern sondern der Börse, müsste Apple deutlich weniger verdienen als vor einem Jahr. Zurzeit steht das Kurs/Gewinn-Verhältniss bei rekordtiefen 14. Ein Wert welcher sogar konservative Titel übertreffen. Vor einem Jahr lag er noch doppelt so hoch. Apple ist zurzeit extrem unterbewertet.

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