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Die Tablett Lüge

von Reto Hartinger

Apple hat bis Ende 2010 14.8 Mio iPads verkauft und möchte 2011 weitere 40 Mio verkaufen. Über 100 weitere Konkurrenten wollen 2011 Apple mit ihren Tabletts  Konkurrenz machen. Schon gross herausposaunt wieviel sie verkauft haben, hat Samsung. 2 Millionen Stück, was den Apple Marktanteil auf ca 70 % herunter gedrück hätte. Hätte! Samsung hat die 2 Millionen Tabletts an die Händler geliefert, tatsächlich abverkauft wurden fast keine. Der weltweite Handel kann 2 Mio Stück aufnehmen, das haben wir schon bei Windows Mobile 7 Handys gehört. Auch eine grosse Werbekampagne hat aber nicht dazu geführt, dass die Windows Handys Käufer gefunden hat. Der Kanal wird die Nase gestrichen voll haben von unverkäuflicher Ware. Die 99 anderen Tabletts werden es sogar schwer haben, überhaupt in die Regale zu kommen. Wer nicht wie HP über einige Argumente gegenüber dem Kanal und einem eigenen Vertriebsnetz verfügt, wird kaum bis zum Konsumenten dringen. Es wird nochmals massive Werbeanstrengungen brauchen, um auch die Endkunden zu überzeugen.

Schulen und Universitäten

Ein anderer Weg wäre Nischen zu bearbeiten. Zum Beispiel eignet sich ein Tablett hervorragend für Schulungseinrichtungen, die jährlich pro Schüler mehrere Tausend Dollar in Form von Unterrichtsmaterial und Büchern ausgeben, die sich zwecks Amortisation 7 bis 10 Jahre behalten müssen. Ein Tablett könnte da einfacher auf dem neuesten Stand gehalten werden. Apple besetzt diesen Markt schon. Hat eine eigene Abteilung aufgebaut und gibt massive Rabatte.

Verlage ringen nach einer Non-Apple Lösung

Gestrichen die Schnauze voll haben vor allem die europäischen Verlage. Sie prangern Apple an, dass ihnen das App-Vertriebsmodell ihr Business-Modell kaputt macht. Es ist ja zwar schön, dass bei einer App die Distributions und Druckkosten wegfallen, aber wenn bei jedem Verkauf 30 % an Apple abgedrückt werden muss, geht der Vorteil verloren. Zudem können die Verlage mit ihren Kunden keine direkte Geschäftsbeziehung mehr aufbauen worüber sich noch anderes abverkaufen liesse. Auch eine Kombiangebot Print und iPad stösst an seine Grenzen, das Apple immer die hohle Hand aufmacht und die iPad-Version nicht gratis oder massivst verbilligt zulässt. Die Verlage suchen nach einer Alternative. Android-Tabletts können es nicht sein. Zu wirr ist gerade der Formfaktor bei den Android-Geräten und so es nicht sicher ist, dass sie sich am Markt nicht durchsetzen, gleicht die Investition in Android einem Russischen Roulett. Werden die Verlagen in den Apfel beissen (müssen). Auch wenn Apple bis Ende 2011 50 Mio iPads weltweit verkauft hat, gibt es zwei Probleme. Die Stückzahlen in den einzelnen Regionen werden immer noch klein sein und der First-Mover Daily mit einem Abo-Preis von 40 Dollärchen pro Jahr vermiest seinen Konkurrenten die Preise. Daily setzt die Latte. Hoch?

Ist die Daily Kalkulation realistisch?

Das Initial-Investment war 30 Mio und die laufenden Kosten liegen bei 26 Mio jährlich. Bei dieser Burnrate braucht Daily 1 Mio Abos um den Breakeven zu schaffen ohne auf Werbung angewiesen zu sein. Wie lange braucht Daily um auf 1 Mio Leser zu kommen? The Washington Post Print hat 550 000,  The New York Times 913 000 Leser. Daily hat als Firstmover nicht einen regionalen Markt, sondern könnte den gesamten englischsprachigen Markt vereinnahmen. Vor allem so lange, bis die Lokalmatadoren nicht mit valablen Produkten auf den Markt kommen.

Daily schafft es in 2 Jahren

Bei der Lancierung der Sonntagszeitung hat Tamedia eine Summe von 150 Mio angesetz, die sie bereit war auszugeben bis die Sonntagszeitung aus den Roten kommt. Die Sonntagszeitung hat es viel früher geschafft. Murdoch Geldpolster wird grösser sein, aber seine Geduld wird bei 2 Jahen budgetiert sein, der Stecker wird vor 3 Jahren sicher nicht herausgezogen . Das ist zu schaffen. Anders als beim Print, muss er auch keine sprungfixen Kosten befürchten, sollte die Auflage immer grösser werden. Beim Print gibt es eine maximale bzw ideale Auflage, wird diese überschritten, muss nochmals massiv in eine Druckzentrum investiert werden.

Globaler Werbemarkt

Daily wird wohl auch in Sachen Werbung mit Apple gemeinsame Sache machen. Es ist nicht einfach, eine eigene weltweite Werbeplatz-Vertriebsorganisation für eine einzige Publikation aufzubauen. Diese Investition wird Murdoch auch Apple überlassen und Apple verfügt über ein Zugpferd bei seinen Werbekunden, um iAd zu pushen. Für Apple ist es genauso wichtig, dass Daily ein Erfolg wird. Nur damit lassen sich die anderen Verleger züchtigen. Diese formieren sich bereits zu einer Front gegen Apple.

Aufstand der Verleger

An einem Kriesengipfel der Europäischen Verleger wird eine gemeinsame Strategie gegenüber Apple formuliert. Je mehr Verleger an den Tisch sitzen, desto mehr Macht haben sie gegenüber Apple. Denkste. Es wird ihnen bewusst werden, wie klein der gemeinsame Nenner sein wird. Sie werden bei Apple nur in Sachen Herausgabe von Kundendaten und vielleicht noch bei einem Satz unter 30 % vorstellig werden. Eine gemeinsame Vertriebsstruktur für Werbung ist genauso ein Wunschtraum wie ein eigenes Verleger Tablett. Lässt sich Apple darauf ein? Sicher wird es Verleger geben, die mit Google gemeinsame Sache machen. Es wird kaum mehr als 10 Mio Android Tabletts auf dem Markt geben.

Das iPad 2 – ein Gamechanger

von Reto Hartinger

So jetzt wissen wir, was die Apple Konkurrenz als Antwort auf das iPad bereit hält. Es reisst einem richtiggehend vom Hocker. Da sind die 7 Zoll Winzlinge die dafür mit Flash umgehen können und deren Batterie sich bei zwei Mal einatmen entleeren und dann gibt es noch grössere Modelle mit und ohne Kamera. Geil. Aber sie alle kommen trotzdem nicht ganz an das existierende iPad heran und kämpfen noch mit etwelchen technischen Problemen und vor allem mit dem Preis. Sie kommen auch erst dann auf den Markt, wenn Apple das neue iPad 2 ankündigt. Es interessiert also, was das iPad 2 zu bieten hat.

Front- und Back-Kamera?

Macht es Sinn, mit einem so grossen Teil zu fotografieren? Hm, kaum. Ich tippe, dass das iPad sicher eine Frontkamera zum Kommunizieren hat. Facetime und Skype-Telefonate über WiFi sind drin – auch über die GSM-Netze? Das werden die Telco-Anbieter entscheiden müssen. Apple zieht hier mit der Konkurrenz gleich.

Bildschirmgrösse

Sicher 7 Zoll ist handlicher aber doch etwas nahe an den Smartphones dran. Es gibt sicher Leute, die das kleinere Format vorziehen. Apple kommt sicher mit einem Bildschirm in jetziger Grösse. Aber halt. Der neue Bildschirm hat die vierfache Pixeldichte und doppelte Auflösung: 2048×1536. Das iPad hat “fast” die Retina-Display-Qualität die iPhones. Es ist jetzt bereits ein Genuss, Videos auf dem iPad anzusehen. Man stelle sich vor, wie das mit dieser Auflösung und dieser Pixeldichte wird. Damit sehen alle Konkurrenten aus wie Spielzeuge. Am stelle sich den 7 Zoll Konkurrenten gegen den iPad mit doppelter Auflösung vor. Und das bei 200 Franken Preisdifferenz.

Preis

Ich nehme an, dass Apple seiner Tradition gehorchend, den Preis belässt wo er war und einfach mehr Features reinpackt. Die Frage bleibt, wieviele Versionen oder Optionen es geben wird? Gibt es eine Variante ohne Kamera? Kaum. Aber vielleicht geht Apple den iPhone Weg und bietet das alte iPad zu einem Bruchteil des Preises an. Dann sieht die Konkurrenz definitiv alt aus.

Prozessorleistung

Apple braucht einen stärkeren Prozessor. Die neuen Features brauchen deutlich mehr Leistung. Man kann einfach die Taktrate des Prozessors hochschrauben. Dann wird das Ding heisser und die Batterielaufzeit geht in die Knie. Oder man benutzt einen besseren Chip der für die verschiedenen Tasks mit Hardwareoptimierung aufwartet. Der neue A5 oder A8 Prozessor wird die doppelte Leistung bei gleicher Taktrate bringen. Das genügt noch nicht. Das ganze Chipdesign muss verbessert werden. Alles in einem Chip geht nicht mehr. Es wird auf jeden Fall ein Graphik-Chip geben. Das heisst deren 4 die wie einer arbeiten. Die werden etwas die vierfache Leistung des heutigen A4 Chips bringen. Die Entwicklung des A4 Chips hat Apple ca 1 Mia Dollar gekostet. Der nachfolger kostet sicher nochmals so viel und ist wahrscheinlich ein Multiple-Core-Prozessor. Dass Apple die Chips selber entwickelt hat den entscheidenden Vorteil, dass damit auch alle anderen Komponenten beeinflusst werden können. Zum Beispiel die

Batterielaufzeit

Die Frage ist berechtig, ob damit die Batterielaufzeit nicht doch drastisch abnimmt? Apple ist aber bewusst, dass eine hohe Autonomität ein entscheidendes Merkmals dieses Gerätetyps ist. Ich glaube nicht, dass Apple dies aufs Spiel setzt. Baut Apple mehr Batterie ein? Das ginge auf Gewicht und Grösse. Ich erwarte das iPad 2 etwas dünner. Es ist anzunehmen, dass Apple die Konkurrenz auch bei der Batterielaufzeit überflügelt.

Betriebsystem

Amdroid 3.0 sieht gut aus. Das iOs wirkt wie ein holpriger Greis. Multitasking ist schlecht gelöst. Da und bei vielen anderen Punkten muss Apple aufrüsten. Das iOS 4.3 liegt in einer Betaversion vor. Ich gehe einmal davon aus, dass Android 3.0 dass bessere Betriebssystem für Tablett Computer sein wird, da es nur für Tabletts designt ist und elegant daher kommt.

Oekosystem

Android hat was die Apps anbelangt extrem aufgehohlt. Es ist zurzeit in Android mehr Tempo drin als beim iOS. Das kann man aber nicht einfach so auf die Tabletts übertragen. Entwickerl verdienen mit iOS Applikationen immer noch viel mehr Geld aus mit Android Software. Das wird bei den Tabletts noch extremer sein. Verlage werden sich hüten Versionen für den Displaywirrwar zu schreiben. Google versucht zurzeit, dem von Apple und Microsoft bevorguten Videoformat H.264 den Garaus zu machen und verbannt dieses aus Chrome. Naja. Ob das funktioniert? Es geht dabei tatsächlich um die Brauchbarkeit von Tabletts im Web. Sollte niemand das Appleformat unterstützen, sieht der iPad User noch weniger Videos. Es werden die Verlage sein, die dieses Rennen bestimmen. Die meisten Videos der grossen Rechteanbieter wird Apple aus seinem Datencenter selber streamen. In welchem Format aber Newsvideos gestreamt werden, wird entscheidend sein. Ob die Verlage da Google gegenüber Apple den Vorzug geben und sich damit die Chance auf eine iPad-Version ihrer Produkte vergamen?

Werden Filmstudios und Fernsehanbieter ob des neuen Displays endlich in Apples Arme fallen und Streaming ihrer Inhalte zulassen? Google hat es mit GoogleTV versucht und ist gescheitert.

Apple ist sich seines Oekosystems sicher und tritt extrem selbstbewusst auf und hat ipad Gratisversionen in Zusemmenhang mit einem Printabo mit einem klaren Niet abgeschmettert. Der Heilsbringer diktiert die Bedingungen. Ich bin jetzt wieder überzeugt, dass Apple 40, vielleicht sogar 60 Mio iPads im 2011 absetzen kann. Wer wagt es dann, diesen Markt zu ignorieren?

Den Dritten Weg gibt es irgendwie gar nicht. Das Apple-Offering iPad, iTunes, iAd oder Android und dessen Werbeplattform Admob. Und Microsoft? Wer bitte? Und die Verlage selber? Wie das?

Ankündigung und Verfügbarkeit

Das iPad wurde am 27 Januar 2010 angekündigt und  wurde am 12. April asugeliefert. Am 18. Januar veröffentlicht Apple seinen Geschäftsbericht und für den 19. Januar war die Veröffentlchung von Ruport Murdochs iPad only Tageszeitung Daily angekündigt. Dieser Termin ist auf unbestimmte Zeit nach hinten geschoben worden. Ich nehme an, dass das iPad und Daily gleichzeitig angekündigt werden. Steve Jobs wird Daily benutzen, um den Verlegern mächtig Druck zu machen. Kommt Daily mit der neuen Grösse und 2 Wochen gratis, dann wird dies eine ganz ganz grosse Konkurrenz für alle Verlage sein und genau das Druckmittel, das Steve braucht damit es keine iPad-Gratis-Version mit einem Printabo geben kann. Murdoch verliert jeden Tag Geld mit dem das iPad 2 nicht erscheint bzw. sein Daily, denn alles steht bereit.

Das iPad 2 wird ein Gamechanger. Die Inhalteanbieter werden aufspringen müssen. Da liegt die Stärke des Offerings.

Tablett – wer macht 2011 das Rennen?

von Reto Hartinger

Kaum ein Jahr war schwieriger zu planen als 2011. Wird der Netbook Markt total zusammenbrechen? Welche Tablettgrösse wird sich durchsetzen? 7 oder 10 Zoll? Für die Komponentenhersteller eine schwierige Angelegenheit. Apple hat letztes Jahr so viele iPhones verkauft wie es Displays bekommen hat, also weit weniger als die Nachfrage für iPhones da war. Dasselbe Problem könnte wieder auftreten und zwar bei den Tabletts. Es wird geschäftzt, dass 60 Mio Displays hergestellt werden können. Davon sollen 70 % an Apple gehen. Apple schätzt, dass es 40 Mio Tabletts von der 10 Zoll Grösse verkaufen wird – und hat vorsorglich 60 Mio 10 Zoll Displays bestellt. RIM hat 1 Mio  7 Zoll Displays für das erste Verkaufsquartal bestellt und HP lanciert sein Tablett mit 700 000 für denselben Zeitraum.

Preise werden wohl nach Volumen abgerechnet. Damit wird klar, wieso die Apple-Konkurrenz so viel Mühe hat den iPad-Preis zu halten. Trotz wesentlich tieferer Marge. Wieviel Stück bestellen die übrigen 40 iPad Konkurrenten? Welchen Preis werden sie dafür erhalten? Für die Komponennten-Hersteller ist dies ein schwieriges Abwägen. Ich nehme an, dass Apple eine Option hat die es ziehen kann. Sagen wir mal 30 Mio fix bestellt, eine Option von 20 Mio zu Preis X und 10 Mio zu einem Preis y. Könnte sein, dass es Preispenalties gibt, so der Lieferant nicht liefern kann. Noch hat Apple den Tablett-Markt mit seiner Einkaufsmacht in der Hand, beim Handy-Markt ist dies nicht der Fall. Apple wird seine Muskeln spielen lassen.

Das RIM Tablett Betriebssystem scheint in Schwiergkeiten zu sein und erst gegen Ende des 2 Quartals auf den Markt zu kommen. Die Android-Tabletts machen erst dann dem iPad Konkurrenz, wenn sie mit dem Android 3 Betriebssystem kommen. Dieses sieht ganz gut aus. HP wird mit seinem WebOS am schnellsten einen valablen Konkurrenten liefern. Wo bleibt Windows 7 für Tabletts? Wer wird darauf setzen? Es werden sich wohl alle verschätzen. Niemand kann heute sagen welches Tablett sich tatsächlich verkauft. Möglich, dass es für den Star gar keine Hardware gibt und dass die Looser auf zuvielen Displays sitzen bleiben.

Verliert iPad das Rennen gegen Android?

von Reto Hartinger

Apple will 40 Mio iPads nächstes Jahr verkaufen, hat aber für 60 Mio Panles gekauft. Der Gesamtmarkt für Tablets wird auf 40 – 60 Mio geschätzt und Wallstreet traut Apple zu, bis zu 80% des Marktes für sich behaupten zu können. Nachdem ich die erste Hardware gesehen habe, war mir klar, dass die Konkurrenz nicht wirklich ernst zu nehmen ist.

Heute bin ich mir nicht mehr so sicher. Die Tabletts werden das iPad nicht mit einer besseren Hardware oder einem günstigeren Preis schlagen können. Sie werden es mit besserer Software tun. Die neue Version von Android sieht extrem gut aus und scheint eine viel einfachere Benutzerführung, ein besseres Konzept zu haben als das iOs. Wieso? Apple bietet ein OS für alle Geräte an, Google macht eine separate Android Version für die Tabletts. Androis 3.0 ist so modern wie man sich das nächste PC OS wünscht. Damit wird auch Microsoft locker abgehängt.

Es stellt sich jetzt die Frage, was ist stärker, ein Betriebssystem für alle mobilen Devices oder die Android Antwort, ein Separates OS für die Tabletts. Auf jeden Fall muss Apple bei der nächsten OS Version zünftig Gas geben, so oder so. Sonst macht das iPad nicht einmal 50 % des Marktes.

Apples choice: be the best or the best selling

von Reto Hartinger

Früher hat Apple einfach die beste und neuste Technologie in seine Produkte gebaut. Dass die neuste Technologie nicht in Massen verfügbar war, hat keine Rolle gespielt, denn kein Schwein hat die Ptodukte gekauft. Wenn man mit Schwein die Masse meint. Mit dem iPhone hat Apple dies wieder gemacht und so wertvolle Marktanteile verloren. 2010 hat Apple nicht so viel iPhones verkauft wie der Markt aufgenommen hätte, sondern soviel wie Komponenten zur Verfügung standen.

Mit dem iPad hat Apple wieder eine neue Produktekategorie erfunden. Das schöne daran ist, dass bei neuen Produkten die Komponentenverfügbarkeit auch keine grosse Rolle speilt, weil nur wenig Schweine diese auch kaufen. Das iPad hat sich über 10 Mio Mal verkauft – nicht schlecht für eine ganz neue Produktekategorie. Nächstes Jahr sollen es 40 Mio werden. Die Produktionskapazität soll sogar bis auf 6 Mio Stück pro Monat hochgefahren werden. Wenn Apple in diesem Markt den Lead behalten will, dann muss Apple nicht mehr das beste sondern das am besten verfügbare Produkt herstellen, d.h. auf alte – äh exgüsi – bewährte Technologien zurückgreifen – so z.b. bei den Bildschirmen. Es kann also sein, dass es Nischenplayer im Slate-Markt gibt, die ein besseres Produkt als Apple herstellen könnte. Bei dem Mist den die Konkurrenz bis anhin zeigt, ist die Befürchtung klein. Die Konkurrenz bekundet nur schon Mühe, dem iPad 1.0 Paroli zu bieten, das iPad 2.0 könnte die Konkurrenz wirklich alt aussehen lassen. Die Konkurrenz hat auch Mühe mit dem iPad-Preis mitzuhalten.

Im Slate- bzw Pad-Markt zählt die Masse

Ob sich ein Tablett durchsetzt oder nicht, hängt fast ausschliesslich von der Masse ab. Verlage werden nur für ein Tablett entwickeln, welches wirklich in Massen bei den Usern ist. Sonst lohnt sich die Chose ganz einfach nicht. Es könnte demnach sein, dass die iPad Konkurrenten wie RIM und HP vor allem Tabletts zum Surfen machen (ganz einfach weil keine Apps zur Verfügung stehen) und die Android Tabletts mit verschiedenen Bildschirmgrössen den Inhaltemarkt so stark fragmentieren, dass er weniger attraktiv erscheint.

Die Verlage werden schliesslich auf die Technologie aufspringen, die die grösste Masse hat und damit am meisten Umsatz verspricht. Das kann Apple nur mit höchstverfügbaren Kompomenten bewerkstelligen. Apple wird diese aber zu seinem Nutzen veredeln wo es geht.

Im Business-Markt spielt der Formfaktor eine Rolle

Apple ist es gelungen, mit dem iPad das Interesse grosser Firmen zu wecken. Viele Laptops eignen sich weniger gut im Aussendienst als ein iPad. Man spührt das Betriebssystem kaum und die Apps können ganz simpel gehalte werden. Es ist ein Genuss, ein Video oder eine Animation auf dem iPad zu zeigen und mehrere Personen können gleichzeitig auf den Bildschirm schauen. Das aber nur, wenn der Bildschirm genügend gross ist. Damit haben die 7-Zöller Konkurrenten das Rennen schon fast verloren. Mit Unisys und Verizon hat Apple zwei Verkaufsorganisationen für den Business-Markt an Land gezogen.

Education Markt schläft

Ein immenser Markt wäre der Schulbereich. Unglaublich, was Schulbücher jedes Jahr kosten. Mit einem iPad pro Student oder Schüler, könnten diese Kosten drastisch reduziert werden. Weil sich zu Beginn aber die Kosten eher erhöhen als gleich senken, ist dieser Markt schwierig zu fassen, würde sich aber durchaus lohnen. Ich sehe keine besonderen Anstrengungen seitens Apple. Schade.

Verlage werden ernüchtert sein

Es ist schon erstaunlich, wie viele Teilnehmer an der Internet Briefing iPad-Konferenz bereit waren für denselben Inhalt auf dem iPad etwas zu bezahlen, den es gratis im Netz gibt. Es gibt sie, die Leute die auf dem iPad für Inhalte etwas bezahlen. Was aber, wenn die Konkurrenz das Produkt gratis anbietet? Sind diese dann immer noch bereits Bares hinzublättern? 2011 wird ein Verteilkampf mit fast nur Verlierern werden. Einige Projekte werden eingehen, vielleicht sogar die Verlage damit, denn bei einigen weden weder Print, noch Internet und auch das Tablett nicht rentabel sein. Wer aus dem letzten Loch pfeift, pfeift 2011 das letzte oder vorletzte Mal. Es wird bitter werden. Drum, wer dann noch auf das falsche Pferd setzt – z.B. Tablett-Eigenbau – oder 10″, 7″ Android, WebOS und/oder iOs, paid oder gratis -Content, Eigenvermarktung vs iAd – könnte aus dem Rennen fallen. Mitte Jahr wird das Internet Biefing einen Kongress zu diesem Thema veranstalten. Bis dann haben sich hoffentlich wenigstens andeutungsweise die Winner und Looser bereits herauskristallisiert.

Verizon braucht Apple

von Reto Hartinger

Apple ist mit AT&T einen  exklusiven 3Jahresvertrag eingegangen. Zwei Gründe sprachen dafür. AT&T benutzt dieselbe Netztechnologie  wie der Rest der Welt und Verizon hat das Potenzial des iPhones unterschätzt. AT&T verkauft 2,5 x soviele iPhones wie Verizon Android Handys! Das Wachstum von Android ging auf Kosten von RIMs Blackberry (machte bis Okoteber 2009  90 % der Verizon Smartphoneverkäufe aus). Heute verkauft Verizon gleich viele Andoride wie Blackberrys.

Verizon verkaufte im Quartal  2.7 Millionen Smartphones und 3.3 Millionen im 3 Quartal. AT&T machte den Sprung von .7 Millionen auf 5.7 Millionen. Zur Weihnachtssaison könnte sich der Trend nochmals verstärken, denn viele iPhone Verkäufer haben, wohl von AT&T subventioniert, grosse Rabatte gegeben (und waren im Nu ausverkauft). Noch schlimmer. Apple hat so viele iPhones verkauft wie es überhaupt produzieren konnte. Gibt es eine solche künstliche Limite nicht mehr, würde es noch schlimmer für Verizon aussehen.

Apple finanziert den Bau von neuen LCD Display Fabriken teilweise vor und kauft auch praktisch die ganze Produktion von 10 Zoll Displays auf (deshalb können die anderen nur Slates in 7 Zoll machen). Das Display ist der limitierende Faktor. Apples Taktiv verteuert die Konkurrenzprodukte, weil diese sich beim übriggebliebenen Teil überbieten müssen.

Smartphone Besitzer behalten das Handy länger als üblich und verlängern damit auch den Vertrag beim Provider nicht. Das gilt ebenso für iPhone wie auch für Android Handy Besitzer. Analysten deuten das, dass sie zuwarten bis Verizon das iPhone verkauft.

Verizon steht vor einem Wachstumsproblem. Just jetzt wo es ein neues 4G Netz aufgebaut hat, aber gar kein Handy dafür verfügbar ist. Verizon hat Apple vorgeschlagen, das nächste iPhone 4G-Technologie fähig zu machen und auch Konzessionen gemacht, so dass T-Mobile und Sprint das iPhone nicht verkaufen dürfen. Damit hofft Verizon wieder Marktanteile zu gewinnen. Wie sehen die Konditionen aus? Sicher einmal dieselben wie alle Carrier haben, vielleicht musste Verizon auch noch einen speziellen Effort bei der Vermarktung eingehen.

Es wird gemunkelt, dass das 4G-Verizon iPhone bereits nach Weihnachten in die Regale kommt. Egal wann es kommt, das Verizon iPhone wird einschlagen, den damit verfügt Verizon über das beste Netz mit dem beliebtesten Handy.

Das Smartphone Game

von Reto Hartinger

Wieso haben Sony und Philips lange ihre Märkte dominiert? Sie haben zusammen Produkte entwickelt (Technologien patentiert), aber separat produziert und vermarktet. Wieso dominiert Nokia den Handy-Markt?   Nokia hat Produkte und ein eigenes Betriebssystem entwickelt und dies anderen zur Verfügung gestellt. Leider ist Apple mit einem besseren Betriebssystem gekommen und wirft sie langsam aus dem Markt. Reagieren konnte Nokia bis heute nicht. Der Chef von Simbian wurde geschasst und der Chef des Nachfolgebetriebssystems hat gekündigt.

Nokias Schwäche machte erst Platz für Google

Das gab Platz für Google. Die haben der lechzenden Mobile-Gemeinde eine valable iOs Kopie gebracht. Das Problem ist, so können sich die Gerätebauer nicht unterscheiden. Sie setzen also über Android eine eigne Oberfläche drauf – das können sie erst machen, wenn eine neue Android Version fertigt entwickelt ist und sie  unterscheiden sich in Form.

Google wartet auf Hersteller und diese auf Google

Der entscheidende Nachteil dabei: Goolge muss immer warten was die Hardwaregemeinde produzieren will und die Hersteller warten auf Goolges Betreibssystemversion. Sie hinken mit ihren Konzepten immer hinterher. Google wie die Hersteller kopieren oft nur. Google ist dort stark wo es existierende Hardware nutzen kann – z.B. bei Speech to Action. Da ist Google Apple voraus. Da wird Apple kopieren müssen.

Kein Geld für Forschung

Apple forscht beim Chip und bei der Hardware (Display, Batterie). Das macht kein Android Kunde. Die Android Kunden hatten schon Mühe mit Nokias Forschung mitzuhalten und ist dabei fast Pleite gegangen. Siehe Motorola. Google hat ihnen wieder Leben eingehaucht.

Wieviele iPhones Apple tatsächlich hätte verkaufen können, weiss wohl nicht einmal Apple selbst. Geworden sind es so viele wie Displays zur Verfügung standen.

Apples wichtigstes neues Patent

Welches sind demnach heute die entscheidenden Hardware-Faktoren? Das Display und die Batterielebensdauer. Diese hängen heute von der Batterie und dem Prozessor und der Software ab. Für Apple heisst das alles was Strom frisst optimieren. Konkret: Flash weg, Prozessor selber entwickeln, Batterie optimieren. Jetzt ist noch ein Patent dazu gekommen das den Stromkonsum beim Display reduziert. Apple hat mit dem Retinadisplay schon gepunktet was den Blickwinkel und die Auflösung des Bildschirminhalts angeht, mit dem neuen Patent wird die Bildschirmschärfe nochmals erhöht.

Apple, der einzige Hersteller der Phoneentwicklungen auf die PCs übertragen kann

Desktop Computer sind out. Seit Jahren. Auch dort wo diese früher sinnvoll im Einsatz waren, werkeln heute Laptops vor sich hin. Damit werden Baterielebensdauer und Gewicht zum entscheidenden Faktor. Bis jetzt war Apple zwar immer etwas besser, aber nicht um Längen besser. Intel war noch nie wirklich gut im Produzieren von stromsparenden Prozessoren Prozessoren und Microsofts Betriebssystem ist Prozessor und damit Strom hungrig. Das Duo wird also auch im Netbook und Notebook Markt Mühe bekunden. Apple wird Konsequent die Forschung aus dem Mobile-Markt auch in seine Notebooks einfliessen lassen: Batterie, Display, Prozessor, Betriebssystem, Geschäftsmodell.

Investition in Displayhersteller?

Steve Jobs hat durch die Blume verlauten lassen, dass dieses Jahr noch eine grössere Acquisition kommen könnte. Ein LCD Display Produzent würde Sinn machen. Mit dem neuen Display würde nächstes Jahr endlich auch der iTV Realität werden.

Apple vermiest den PC-Herstellern die Preise

von Reto Hartinger

Ist es nicht ironisch? Apple hat immer hochpreisige Produkte hergestellt und  mit riesige Margen auch bei kleinen Marktanteilen richtig Kohle gemacht. Und jetzt, jetzt kommt Apple mit diesem blöden iPad und versaut den PC-Herstellern das Geschäft. Tabletts werden nächstes Jahr zwischen 200 und 300 Dollar kosten. Nur Apple wird seine teurer verkaufen können. Alles auf Kosten von Net- und Notebooks, deren Verkaufszahlen noch weiter einbrechen werden. Kein Wunder, dass alle nun versuchen, auf den Zug aufzuspringen. Leider gibt es noch gar keine valable Betriebssysteme. Auch die Chiphersteller Intel und AMD haben den Zug verpasst. Sie haben keine brauchbaren Chips für solche Geräte. Intel versucht es zwar, AMD steigt vorerst gar nicht ins Rennen ein. Aber es kommt noch schlimmer.

Das neue MacBook Air stürzt die Branche in ein noch grösseres Dilema

Am Montag wird Apple ein neues MacBook Air herausbringen. Mit 1′800 Dollar war das Vorgängermodell prohibitiv teuer. Das MacBook Air ist die Antwort auf das, was dem iPad fehlt: Eine Tastatur und Desktop-Programme. Dazu kommen die Vorteile des iPads. Aufs Maximum reduzierte Hardware, da die Daten und viele Programme in der Cloud sind. Schnelles Aufstarten und lange Baterielebensdauer (weil kein Harddisk). Touchscreen? Auf jeden Fall Touchpanel. Möglichkeit iOS Apps laufen zu lassen? Vielleicht.  Gleiche Bildschirmgrösse wie das iPad und ein Gewicht von ca. 1 Kilo. Der Prozessor kommt nicht von Intel sondern von AMD (von Apple modifiziert?). Damit ist das MacBook Air für 900 Dollar machbar.

Ein weiterer Renner ist vorprogrammiert

Wer will da noch ein anderes Notebook? Rechtzeitig kommt von Microsoft auch noch die neue Mac Office Version. Damit wird der Mac für Firmen definitiv interessant. Privatanwender erst recht. Der Hammer kommt aber, wenn Apple für das MacBook Air die gleiche Distribution benutzen kann wie für das iPad.

Wieso die Konkurrenz nicht reagieren kann

Es ist niederschmetternd. Darauf ist die Konkurrenz wieder nicht vorbereitet und wird mindestens wieder 6 Monate hinterher hecheln. Jetzt rächt sich für die Hardwarehersteller und die Chipproduzenten, dass Microsoft keine Konzeptführerschaft im Bereich Betriebssystem mehr hat. Apple spielt jetzt die Trümpfe voll aus, dass sie Hardware und Softwarekonzepte aus einer Hand machen. Dass das iPad so einfach nicht zu schlagen ist, kommt auch daher, dass Apple nun auch im Chipdesign seine Finger drin hat. Deshalb würde es mich nicht wundern, wenn Apple auch einen modifizierten AMD Chip benutzt oder in Zukunft benutzen wird.

Gewinner und Verlierer?

Die Konkurrenz kann wieder nur mit fallenden Preisen reagieren. Die Geräte werden noch austauschbarer, noch beliebiger. In diesem Game hat einzig HP eine Chance – aber ihr WebOS kann kein Office, Android leider auch nicht. Bis das Desktop endgültig passé ist, hat Apple eine gute Lösung.

It’s all about FaceTime

von Reto Hartinger

Die Smartphone-Hersteller machen intelligente Telefone, Apple ein Handy mit dem man via Video  kommunizieren kann. Und dies obwohl ja eigentlch Apple mit den vielen Apps brillieren könnte. Techfirmen sind verliebt in Zahlen. Sie prahlen mit Giga, und Mega-Herz ober -Bytes und verlieren den Kundennutzen aus den Augen. Das ist kein Problem, das machen sie schon über 20 Jahre so und sie sind nicht lernfähig. Deshalb sind ihre Produkte dann auch dementsprechend.

FaceTime auf alle Geräte

FaceTime ist aber das viralste Feature des Telefons. FaceTime macht nur Sinn, wenn auch meine Lieben ein iPhone haben. Der Druck auch ein iPhone zu haben ist als Mega oder gar Giga. Oder es ist ein kolossaler Flop. Andere Soft- und Hardware-Hersteller verspüren keine Lust ihre Produkte FaceTime kompatibel zu machen. Dies zwingt Apple dazu, so rasch als möglich FaceTime auf alle Geräte zu bringen. So ist es nicht auszuschliessen, dass das iPad eine Frontkamera bekommt. Dies wiederum macht eher Sinn für ein 7Zoll als für das bestehende iPad.

iPad Distributionsnetz gewaltig vergrössert

Apple hat das iPad Distributionsnetz gewaltig vergrössert. Zum Weihnachtsgeschäft kommt sogar noch Walmart dazu. Passt ein 7Zoll iPad dazu? Ich bin gespannt – dann hätte das iPad quasi 3 grössen, denn dann wäre das 7Zoll iPad nahe am iPod Touch.

FaceTime auf AppleTV und iTV

FaceTime ist auf dem AppleTV noch nicht möglich, müsste aber via App kommen. Der Renner wäre FaceTime aber erst auf einem Apple Fernsehgerät iTV. Cisco, Logitech und Sony haben die GoogleTV Hardware ziemlich verbockt. Apple könnte mit einem schönen Gerät und guter Software punkten. Einem TV mit einer Startseite quasi. Der iTV wird wohl erst dann kommen, wenn Apple auch Motioncontrol beherrscht und damit dem Wii & Co paroli bietet.

FaceTime von Verizon

Jetzt ist es mehr als Definitiv, dass Verizon und China Mobile auch ihr iPhone bekommen. Apple ist in den Verkaufszahlen heute bereits limitiert auf das, was die Hardwarelieferanten überhaupt produzieren können. Welche Komponente führt zu diesem Engpass? Ich glaube es war der Screen. Apple wird gewaltige Stückzahlen absetzen. In China hat es vor den Apple Stores sogar schon Schlägereien gegeben, weil einige Leute einfach so viele iPhone gekauft haben wie sie konnten und dann teurer vor den Läden wiederverkauft haben. Jetzt muss ein iPhone in China online vorbestellt werden und es kann pro Tag nur eines gekauft werden. Apple wird nächstes Jahr seine iPhone Verkaufszahlen mindestens verdreifachen und sich damit vor die Android-Geräte setzen.

Windows Mobile 7 hilft Apple

Apple kann über jeden neuen Konkurrenten froh sein.  WindowsMobile7 wird eher Simbian und Android angreifen denn Apple. Apple hat mit Videokommunikation via Handy das Feld besetzt. Microsoft muss also mit anderen Features auf sich aufmerksam machen und fischt damit eher im Teich von Android.

FaceTime wird 2011 auf über 100 Mio Geräten verfügbar sein. Das kreiert ein Momentum das immer stärker wird. Die anderen Hersteller werden erst merken was zu diesem Momentum geführt hat, wenn es zu spät ist.

Werden Java & Android verschwinden?

von Markus Hegi

Wird ChromeOS das einzige Betriebssystem von Google? – Gibt Palm das grosse Comeback?

In English

Interessant, was gegenwärtig in der Entwicklergemeinde diskutiert wird über die Zukunft der Programmierung & von Betriebssystemen – Ich höre immer mehr skeptische Meinungen über Java & Android.

So gibt es zum Beispiel zunehmend die Ansicht, dass Java bald nicht mehr eine bevorzugte Technologie sein wird. Wahrscheinlich wird Java noch lange überleben, genauso wie Cobol – Und vor allem in grossen Unternehmen wird auch die Entwicklung noch einige Zeit weitergehen. Aber für neue Projekte wird Java immer weniger verwendet. Gründe, warum der Glaube an Java abnimmt:
> Java ist ein Teil von Oracle: kulturell kein guter fit.

> Java ist komplex – Und das Web 2.0 hat ein klarer Trend zur Einfachheit. Im rasch sich verändernden geschäftlichen Umfeld müssen Web-Anwendungen schnell anpassbar sein und ‘Rapid Prototyping’ und agile Methoden unterstützen. Die Trends gehen in Richtung dynamischen Sprachen, Scripting, reinem http, NoSQL , Cloud Computing & nur Browser-basierte Applikationen.

Auch glauben immer mehr, dass Android mit der Zeit durch ChromeOS ersetzt wird. Dass also ChromeOS langfristig das einzige Betriebssystem von Google wird. Hauptgründe können sein:
> Android basiert zu einem großen Teil auf Java – Wenn also Java immer weniger benutzt wird, hat auch Android ein Problem.
> Der Desktop wird verschwinden, und der Browser wird die universelle Benutzeroberfläche – Wie es ja für ChromeOS angekündigt ist. Software wird immer mehr auf ‘leichteren’ Technologien entwickelt – vermutlich JavaScript, da es eine sehr grosse Entwicklergemeinde gibt.
> Google wird langfristig nicht in der Lage sein, zwei verschiedene Betriebssysteme zu unterstützen – Und wird Android stoppen … genau so wie Wave.
Falls dies eintrifft, wie würden dann in Zukunft Betriebssysteme für Clients aussehen? – Neben Apple, die wohl auch weiterhin einen guten Marktanteil halten werden, scheint es noch nicht klar, wer den Markt dominieren wird. Apple wohl kaum, da zu geschlossen um einen dominanten Marktanteil zu erhalten.
Der Desktop und lokale apps werden wahrscheinlich verschwinden – Ganz einfach deshalb, weil ein Browser leichter zu bedienen ist, und die Wartung & das Handling der Geräte viel einfacher wird ohne lokale apps und Daten. Google hat mit ChromeOS sicher eine sehr gute Chance. Aber ChromeOS ist noch nicht im Markt, und die Zukunft wird zeigen, ob das Google richtig hinkriegt.
Es gibt aber heute schon ein Betriebssystem auf dem Markt, welches dem Betriebssystem der Zukunft ziemlich nahe kommt: WebOS - von einer Firma, die wir alle schon fast vergessen hatten: Palm. @twtomcat dazu: “WebOS ist schon jetzt, was ChromeOS verspricht”: Es basiert vollständig auf Web-Technologien, hat die Google-V8 JavaScript Engine integriert (die wahrscheinlich beste JS-Engine). Es gibt zwar noch Client Apps, diese werden jedoch vollständig auf JavaScript und HTML entwickelt.

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