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Internet Briefing Developer Konferenz

von Reto Hartinger

Jedes Jahr mache ich eine Entwickler Konferenz mit den brennensten Themen und besten Referenten. Da hoffe ich, dass ich es diesmal auch getroffen habe. Mein Augenmerk ist dabei, dass man zum Teil Techniken lernt – wie z.B. den Code in ganz kleine Stücke zu teilen die miteinander sprechen (das müssen heute alle drauf haben die Programme in der Cloud stellen wollen) , neue Best Practicies wie z.B. Wie man robuste Web-Applikationen bauen oder Erfahrungberichte wie z.B. HTML5, da wird ja meist nur berichtet ob es ready ist oder nicht – bei uns, welche Erfahrung damit gemacht wurden. Dann soll es aber auch Referate haben die dich inspirieren sollen wie z.B.  Tracking und Personalisierung, 3D oder Faceted Navigation. Schau in das Programm hinein, melde dich an und vor allem – sage es in deinem Umfeld weiter. Vielleicht bist du nicht Techie, aber ein Problem im Programm ist bei euchauf der Agenda, dann sende den Techie in die Konferenz, es wird dir viel Kosten sparen. Es gibt nichts Günstigeres als von den Besten zu lernen.

Developer Konferenz
Falcone Konferenzzentrum Zürich
8.12.2011  08.30-17.30

08.00-08.20 Registrierung und Networking
08.20-09.15 Mobile Developement – fight the fragmentation
Christoph Ebert & Tobias Ebnöther, Liip
09.15-10.15 Architektur der kleinen Bausteine & Wie baue ich eine komplette Anwendung im Browser
Jens-Christian Fischer , CEO, invisible
10.15-10.45 Robuste Web-Applikationen bauen
Patrice Neff, CTO, memonic.com
10.45-11.00 Pause
11.00-11.10 NoSQL für MySQL
Oliver Sennhauser, Senior MySQL Consultant, FromDual
11.10-12.10 CMS Integration: CMS vendors vs. application developers
Corsin Decurtins, netcetera
12.10-12.10 A/B Testing
Reto Lämmler & Paul Sevinç, CTO, Doodle AG
12.10-13.10 Mittagessen
14.00-14.40 HTML5 und CSS3 – die nächste Stufe der Webentwicklung ist gezündet
Reto Aebersold, Leiter Entwicklung, Atizo AG
14.40-15.20 Clientseitiges Last- und Performancetesting Jürg Stuker, CEO, namics
15.20-15.35 Pause
15.35-16.20 Tracking und Personalisierung
Michael Wechner, Wyona Research and Development, Member at Apache Software Foundation
16.20-16.55 3D: Einführung in WebGL
Jonas Wagner, Local.ch
16.55-17.10 Faceted Search: Websites mit Guided Navigation
Walter Schärer, Jobup AG

Alle Abstracts und Anmeldung hier

HTML5 vor dem Durchbruch

von Reto Hartinger

Letzte Woche hat sich doch einiges getan in Sachen HTML5. Google meint, dass inskünftig in ihren Apps (z.B. Google Docs) ältere Browser nicht mehr unterstützt werden – nämlich die die kein HMTL5 können. Microsoft hat einen Einblick auf das neue Betriebssystem Windows8 gegeben. Erstmals schneidet Microsoft die Brücken zur alten Windowswelt ab. Windows8 soll auf allen Devices laufen, aber vor allem auf Tablets und touchoptimiert sein. Die Applikationen die im neuen User-Interface laufen werden auf Basis HTML5 programmiert! Na dann sollte nur noch die nächste Internet Explorer Version von Microsoft auch HTML5 voll unterstützen. Wenn 2011 das Jahr des iPad wird, dann wird 2012 das Jahr von HTML5 sein!

Wir bereiten uns schon darauf vor.

Im morgigenTechtalk HTML5 Update führen Jürg Stuker und Thomas Junghans in die wichtigsten Neuerungen des Standards ein und besprechen, wo heute schon erheblich von HTML5 profitiert wird:

Semantics -Microformats -Neue Elemente -Neue Struktur Multimedia -Audio -Video -Probleme -Warum nicht einfach Flash CSS3 -Transforms -Transition -Animations -Attributes -Selectors JS – Local Storage – Web Workers – Web Sockets – Push State – Notifications – Canvas – Geo Location HTML5 Heute – Was kann bereits wo genutzt werden – Fallback Methoden

Da musst Du dabei sein, sollte der Zug nicht an Dir vorbei fahren. Anmeldung zu HTML5 Update

Weshalb der Mac App Store ein Erfolg wird

von Reto Hartinger

Seit 15 Jahren frage ich jedes Mal wenn ich in einen Apple Laden gehe, ob es eine Software gibt, die man haben muss. Ende 80er, Anfang 90er war ich Redaktor bei MacWorld Schweiz und habe auch für Macintouch und andere IT-Printmedien geschrieben. Immer über den Mac – ok, später auch über Multimedia und CD-ROM. Damals gab es immer irgend eine Killerapplikation, ein Teil das man einfach haben musste. Seit 1995 bekomme ich immer dieselbe Antwort: Ja was für eine Software suchen Sie denn? Das treibt mich schon auf die Palme. Je gopf, gibt es denn nichts was den Verkäufer einfach begeistert, egal wozu? In welchem Bereich suchen Sie denn etwas? Ist mir egal, einwach etwas Neues, etwas ganz neues. Nein, gibt es nicht – ja vieleicht die neue Version von Photoshop oder FinalCut. Für den Mac wird keine Software mehr entwickelt. Ganz sicher, kommt die die noch entwickelt wird nicht mehr in die Läden bis zu uns. Früher hat man auch noch reihenweise kleine Softwaretools die man unter das Apple-Menü laden konnte. Sind wir ehrlich:

Seit 15 Jahren gibt es keine Software mehr die meinen Mac wertvoller macht!

Wäre da nicht das Internet, ich hätte meinen Mac schon längst entsorgen müssen. Denn die Maschine ist wie ein Traktor, der selber macht nämlich gar nichts ausser das Ziehen von Arbeitsmaschinen (ein Spruch von Jean-Daniel Pellet, Chefredaktor von MacInfos selig). Wenn es keine Maschinen mehr zu ziehen gibt, wird der Traktor hinfällig.

Der Appstore haucht dem Mac neues Leben ein

Die Softwareschmieden wollten für das Betriebssystem 10 keine Software mehr entwickeln. Sie haben maximal noch Windows und Mac-Software gemacht. Kleine Buden konnten gar nie eine Distribution für ihre Software finden. Der Mac als Softwareplattform war tot! Jetzt stehen aber plötzlich jedem kleinen Entwickler Millionen von potenziellen Käufern gegenüber. Dieses Feeling haben wir mit Hypercard schon einmal erlebt. Da haben Zahnärzte, Anwälte oder Tischler ihre Branchenlösungen entwickelt. Tonnenweise. Wir werden dies wieder erleben und ich werde regelmässig eine Software kaufen (bei iPad und iPod tue ich das nicht). Ich möchte endlich wieder eine Bildbearbeitung die nicht mehr kann als Photoshop 2.5 z.B. Ja dafür bin ich bereit Geld hinzulegen. Nein, ich möchte nicht tagelang im Internet nach entsprechender Freeware suchen. Gibts das auch gratis im App-Store, nehme ich es auch gratis.

Mac-App vs HTML5 Webapp

Ja man könnte die Software doch in HTML5 schreiben, dann wäre sie gleich auf allen Maschinen lauffähig. Ah ja? Vielleicht., aber nicht auf allen Browsern! Ich liebe HTML5 aber es ist Bockmist gegenüber einer Mac-App. Eine Mac-App ist sicher auch schneller zu entwickeln und der potenzielle Markt ist durch den Store besser zu erreichen. Mac Apps können ja auch mit der Cloud verbunden werden. Vielleicht gibt es auch bald ein Frame-Work, welches eine Mac-App auch auf iOS portiert.

Aber was meinst Du?

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MacOS App Store macht Software gratis und innovativ

von Reto Hartinger

iTunes und der App Store haben zusammen 5 Mia Umsatz generiert (+23%). Im Vergleich: Adobe hat 3,5 Mia Umsatz gemacht. Wenn Apple den App Store für das MacOS bringt, könnte ein grosser Teil der Programme auch von Adobe, FileMaker und Microsoft über den AppStore verkauft werden und Apple schneidet sich davon wieder 30-40% ab. Der Vertrieb via konventionelle Wege ist nicht günstiger. Die Händler und Distributoren langen auch mächtig zu.  Dazu kommen die Produktionskosten und das Werbematerial.

Segen für die Softwareindustrie

Aber vor allen kleinere Softwareschmieden werden den AppStore begrüssen. Durch den AppStore bekommen sie endlich Zugang zum Weltmarkt. Es ist extrem aufwändig und teuer, überhaupt eine Distribution in seinem Heimmarkt zu kriegen, geschweige denn in der ganzen Welt.

Microsoft war der Totengräber der Softwareindustrie, Apple ist ihr Retter

Microsoft hat mit Office die Softwareindustrie gekillt. Ich kann mich noch gut erinnern, wie jedes Jahr ein bis drei neue Software-Renner auf den Markt kamen. Die Softwareindustrie war innovativ. Microsoft hatte Word und Excel und den Rest wollten die Kunden nicht. Dabei waren nicht mal diese beiden die Bringer – Lotus 123 und Wordperfect waren nicht nur besser, sie verkauften sich besser. Richtig schrottig war Powerpoint – da gab es 5 Konkurrenten die allesamt um Längen besser waren. Doch Microsoft hat diese Programme zusammen auf eine CD gepackt und diese als Office verkauft. Siehe da, es wurde ein Renner. Immer dann wenn ein Microsoft Produkt zu schlecht war, um es zu verkaufen, wurde es schlussendlich in Office versenkt bzw. verschenkt. Siehe Access und Internet Explorer oder MSN.

Distribution ist das Hauptproblem von Software

Die Konkurrenz war sofort tot. Es gab auch keine Möglichkeit mehr Software zu entwickeln. Man hätte gar keine Distributoren gefunden, die gegen Microsoft angetreten wären. Zu teuer. Alle Konkurrenten sind gestorben und neue wurden nicht entwickelt. Nicht einmal neue Produktekategorieen. Adobe (bzw. alle Softwarehauser die in Adobe aufgingen) war eine der Einzigen Softwareschmiede die überlebte.

Innovation wird wieder kommen

Ich habe Ende 80er einige extrem gute französische Softwareschmieden kennen gelernt. Die hatten Sensationelle Produkte, eine erfolgreiche Distribution aufzubauen war aber fast ein Ding der Unmöglichkeit. Jetzt wird es sich wieder lohnen, Software zu entwickeln. Eine gute Software zu entwickeln ist nicht wieder für 5-Mann Betriebe oder gar Einzelmasken machbar geworden. Ich bin sicher, dass damit wieder gute Programme entstehen.

Die Cloud muss warten

Es könnte sogar sein, dass sich damit der Durchbruch des Cloudcomputings verzögert. Vielleicht laden wir die Programme aus dem Appstore auf die Maschinen runter, belassen die Daten in der Cloud aber die Programme laufen native. Ist vielleicht gar nicht einmal so schlecht.

Die grossen Programm bringen den Umsatz, die kleinen die User

Apple wird mit den grossen Programmen das Geld machen. Der LongTail wird wieder voll spielen. Es braucht viele kleine Programme um die Plattform als Ganzes interessant zu machen. Wegen der kleinen Programme werden die User ständig drauf gehen um zu sehen was es Neues gibt.

Software wird gratis

Wenn Software über den AppStore verkauft wird, wieso sollte es dann nicht möglich sein, die Software mit Werbung zu bespielen? Damit könnte Software gratis werden und Apple hält nochmals die Hand hin.

Steve Jobs versteht Software nicht

von Daniel Niklaus

Ich habe grösste Hochachtung vor der Lebensleistung von Steve Jobs. Was er alles auf die Beine stellte und welchen Technologien er zum Durchbruch verhalf, ist bemerkenswert. Er ist ein Genie, was Gesamtkonzepte anbelangt. Während Steve Balmer ein iPhone ansieht und sagt: „bringt nichts“, sieht Jobs, wohin die Reise gehen wird. Er ist der Hardware-Guru, er ist der Meister der Gesamtkonzepte. Wie aber Software funktioniert, davon hat er seit eh und je wenig Ahnung (wahrscheinlich, weil sie ihn nie gross faszinierte).

Eine der grossen Apple-Mythen ist, dass Apple Computer so viel einfacher zu bedienen sind. Es mag wohl einfacher als DOS gewesen sein, aber schon zu Mac Zeiten gab es GEM oder RiscOS. Betriebssysteme, die mehr als ebenbürtig waren. Und manch einer, der von Windows auf Mac umstieg, kehrt heute reumütig zurück, weil Windows 7 mindestens so gut ist.

Apple-Apps sind eine vorübergehende Zeiterscheinung

Steve Jobs verkündet wieder einmal einen grossen Wurf. Dieses Mal mit seinem Betriebssystem. Nächsten Sommer sollen wir den AppStore auf seinem Betriebssystem erhalten. Wow – da kann ich nur laut gähnen. Apps sind tote Pferde, die nur eine vorübergehende Erscheinung sind. Warum soll ich mich als Entwickler in Zukunft auf wenig Marktanteil beschränken, wenn ich den gesamten Markt haben kann?

Cloud, HTML5 und ein Browser

Mehr braucht es nicht. Ich kann tatsächlich einzig für Apple entwickeln. Aber es macht in Zukunft schlicht keinen Sinn mehr. In Zukunft schreibe ich meine Applikation einmal für alle Browser. Dann läuft die Software auf allen Apple, Android, Windows 7, Windows Mobile 7 Geräten und was sonst noch kommt. Mozilla Labs hat dazu einen offensichtlichen Architektur-Entwurf lanciert.

Apples iPhone Marktanteil wird zurückgehen

Auch auf die Gefahr hin, dass man mich auslacht, Apples Marktanteil wird wieder zurückgehen und es fängt beim iPhone an. Sobald eine Geräteklasse oder eine Software den Mindeststandard erreicht hat, zählt nicht mehr die Innovation, sondern es zählen andere Faktoren wie Marketingpower, Verfügbarkeit und der Preis. Apple mag viel Geld in der Kasse haben, aber gegen die gesamte Marketingpower von Microsoft, HTC, Samsung, Nokia & Co. werden sie nichts anrichten können. Diese werden ihre Geräte beim Kunden platzieren. Apple kann dabei nicht mehr mit Innovationen auftrumpfen, es scheint, als ob beim iPhone der „Mindeststandard“ erreicht ist. An was man dies erkennt? Wenn ein Hersteller nur noch „more of the same“ bringt. Das iPhone4 hat einen schnelleren Prozessor, einen besseren Bildschirm, aber nichts, dass es für den Kunden massgeblich vom Vorgänger abhebt (Facetime scheint nicht der Bringer zu sein). Also kaufen die Kunden das günstigere Galaxy oder sonst eine Alternative. Für die meisten Leute genügt dies.

Was bedeutet dies für mich als Entwickler?

Wenn Apples Marktanteil zurückgeht, verliert der AppStore an Attraktivität. Da baue ich meine Applikationen lieber mit HTML5.

Aber da war doch noch was…

Steve Jobs verspricht Mac-Nutzern nichts weniger als iPad-Feeling auf ihrem stationären Rechner. Das könnte ein Grund sein, einen Apple zu kaufen. Weil hier geht es wieder um ein Gesamtkonzept und da kann ich mir fantastisches Vorstellen. Der AppStore ist es aber bestimmt nicht.

November Briefings

von Reto Hartinger

Im November haben wir wieder spannende Events aus jedem Bereich. Bitte melde Dich jetzt an und informiere die Kontakte in Deinem Umfeld über

2.11.2010 17.30-20.00 Look & Feel als Markenpositionierung

Wie können wir uns von der Konkurrenz abheben? Zu jedem Angebot gibt es dutzende bis tausende von Konkurrenzseiten die um die Gunst der Surfer buhlen. Dr. Martin Fritsche, Managing Partner von BrandEfficiency schlägt eine Differenzierung durch das Look & Feel vor. Schliesslich lässt sich die Marke im Web erleben, d.h. das Look & Feel wird zum Markenerlebnis.

2.11.2010 11.30-14.00 Modernes Webdesign: CSS3,  HTML 5, Progressive Enhancement, Graceful Degradation

Jeder spricht von HTML5 und CSS3. Alle freuen sich auf den Tag, an welchem diese fortschrittlichen Web-Technologien von allen Browsern unterstützt und bedenkenlos eingesetzt werden können. Was viele nicht wissen: Der Tag ist gekommen! Alles was es dazu braucht sind gut bewährte Methoden und ein paar Tricks, die Genc Rashiti, UX Designer bei Ginetta, vorstellen und an konkreten Beispielen erläutern wird.

3.11.2010 17.30-20.00 Die 4.Welle des mobilen Internets – Geschäftsmodelle & Businessfelder

Kein Markt verändert sich so schnell wie der Mobile Markt. Dr. Martin Widmer, Managing Partner Serranetga GmbH, untersucht für uns die Konsequenzen von Smartphones & Slates und den Kampf der mobilen Betriebssystemen und welche Geschäftsmöglichkeiten sich daraus ergeben.

Konferenzen:

2.11.2010 11.00-20.00 Web-Design Konferenz

11.00-11.30 Registration
11.30-12.30 Was CSS3 und HTML 5 leisten
12.30-13.15 Diskussion
13.15-14.00 gemeinsames Essen
14.00-14.30 Registrierung und Networking
14.30-15.15 Die Bildsprache der Homepage
15.30-16.15 Joy of Use – Software die uns glücklich macht
16.15-16.30 Pause
16.30-17.15 Krise der digitalen Identität
17.15-18.00 Registrierung und Networking
18.00-20.00 Look & Feel als Markenpositionierung

11.00-11.30 Registration

11.30-12.30 Was CSS3 und HTML 5 leisten

12.30-13.15 Diskussion

13.15-14.00 gemeinsames Essen

14.00-14.30 Registrierung und Networking

14.30-15.15 Die Bildsprache der Homepage

15.30-16.15 Joy of Use – Software die uns glücklich macht

16.15-16.30 Pause

16.30-17.15 Krise der digitalen Identität

17.15-18.00 Registrierung und Networking

18.00-20.00 Look & Feel als Markenpositionierung

10.11.2010 08.30-17.30  Suchmaschinen- und Facebook-Marketing

08.30 – 09.15 10 Best Practices für effiziente AdWords-Kampagnen

09.15 – 09.45 Neues von Google: Tools, Fallstudien, Marktforschung, Mobile Ad

09.45 – 10.15 Adwordskampagnen und Conversion optimieren

10.15 – 10.30 Pause

10.30 – 11.15 Nach dem Klick, die anderen 50 % der Story

11.15 – 12.00 Einflussfaktoren auf Google Adwords

12.00 – 12.30 Panel mit allen Referenten

12.30 – 13.30 Essen

13.30 – 14.15 Search Funnels: Warum die Last-Click-Messung bei AdWords in die Irre führt

14.15 – 14.45 Weltweiter Traffic durch bezahlte Ads und SEO

14.45 – 15.30 Lessons learnt: Traffic, Content, Brand, Monetization Aufbau mittels Adwords

15.30 – 15.45 Pause

15.45 – 16.15 Life Beurteilung von Kampagnen aus dem Saal

16.15 – 17.00 Facebook Werbung: Die Erfolgsfaktoren und die Ablöscher

Wir haben wieder hervorragende Speaker, welche Dir ganz praktische Tipps geben, die Du am nächsten Tag in Deinen Projekten umsetzen kannst. Das ist das Ziel der Internet Briefings. Ich glaube wir haben das auch an der Suchmaschinen Optimierungs Konferenz vom 15.10. in hohem Masse erreicht. Hier findest Du Bilder dazu und hier eine Zusammenfassung


Interne Explorer unter 50 % Marktanteil

von Reto Hartinger

Die Zeiten sind vorbei da Microsoft mit dem Explorer den Browsermarkt dominiert hat. Sein Marktanteil ist auf unter 50 & gefallen und wohl nur deshalb noch so gross, weil der Internet Explorer auf so vielen PCs voristalliert ist. Dabei ist der Internet Explorer an sich kein so grosses Problem, es die noch installierte Basis von IE 6, die das Netz nicht weiter bringen. Wäre dieser Dynosaurier tot, hätten wir viel mehr gute HTML5 Websites und die Browser müssten mehr HTML5 Features unterstützen. Dass Drag&Drop in Zeiten von Web 2.0 im Explorer 9 nicht implementiert ist, ist eine Schande. Pfui deswegen auch für den Safari.

Browser Marktanteil

Browser Marktanteil

Nächstes Jahr sollten das iPad und die Android Tabletts den Explorer-Anteil noch weiter drücken.

Stirbt das MacOS?

von Reto Hartinger

Der Macintosh war schon mehrmals in Gefahr – bis auf einen Marktanteil von 2 % ist er gesunken. Das hat sich geändert. Der Mac verkauft sich immer besser. Dennoch, das MacOS ist ein Auslaufmodell. Hä? Nein, nicht Windows macht das Rennen gegen das MacOS  sondern Apples iOS. Dieses unterstützt Toucscreens, kommt mit weniger Power aus und läuft auf allen Devices, ausser eben dem Macintosh selber. Apple ist daran, seine ganze iLife Linie auf das iOS zu portieren, iWorks mit Textverarbeitung/Layout und Tabellenkalkulation ist schon auf iPad & Co erhältlich sowie ein Video-Schnitt-Programm. Das iOS ist eng mit dem Cloudcomputing-Konzept verbunden und deshalb auch hoch mobil und macht geräteunabhängiges Arbeiten möglich. Apple ist überzeugt, dass Software nur noch auf zwei Arten überleben wird – als App oder als Internet SaaS.Einzige Firmen die dafür gewappnet sind: Adobe, Apple, Google und HP. Später wird Microsoft dazustossen.  Die Musik machen aber Apple und Google. Apple ist beim App-Konzept besser aufgestellt, Goolge besser bei den Web-Apps bzw. SaaS.

Wir werden sicher beide Konzepte noch einige Jahre benutzen. Ich glaube, dass sich das Web und damit Chrome OS, durchsetzen wird.

Werden Java & Android verschwinden?

von Markus Hegi

Wird ChromeOS das einzige Betriebssystem von Google? – Gibt Palm das grosse Comeback?

In English

Interessant, was gegenwärtig in der Entwicklergemeinde diskutiert wird über die Zukunft der Programmierung & von Betriebssystemen – Ich höre immer mehr skeptische Meinungen über Java & Android.

So gibt es zum Beispiel zunehmend die Ansicht, dass Java bald nicht mehr eine bevorzugte Technologie sein wird. Wahrscheinlich wird Java noch lange überleben, genauso wie Cobol – Und vor allem in grossen Unternehmen wird auch die Entwicklung noch einige Zeit weitergehen. Aber für neue Projekte wird Java immer weniger verwendet. Gründe, warum der Glaube an Java abnimmt:
> Java ist ein Teil von Oracle: kulturell kein guter fit.

> Java ist komplex – Und das Web 2.0 hat ein klarer Trend zur Einfachheit. Im rasch sich verändernden geschäftlichen Umfeld müssen Web-Anwendungen schnell anpassbar sein und ‘Rapid Prototyping’ und agile Methoden unterstützen. Die Trends gehen in Richtung dynamischen Sprachen, Scripting, reinem http, NoSQL , Cloud Computing & nur Browser-basierte Applikationen.

Auch glauben immer mehr, dass Android mit der Zeit durch ChromeOS ersetzt wird. Dass also ChromeOS langfristig das einzige Betriebssystem von Google wird. Hauptgründe können sein:
> Android basiert zu einem großen Teil auf Java – Wenn also Java immer weniger benutzt wird, hat auch Android ein Problem.
> Der Desktop wird verschwinden, und der Browser wird die universelle Benutzeroberfläche – Wie es ja für ChromeOS angekündigt ist. Software wird immer mehr auf ‘leichteren’ Technologien entwickelt – vermutlich JavaScript, da es eine sehr grosse Entwicklergemeinde gibt.
> Google wird langfristig nicht in der Lage sein, zwei verschiedene Betriebssysteme zu unterstützen – Und wird Android stoppen … genau so wie Wave.
Falls dies eintrifft, wie würden dann in Zukunft Betriebssysteme für Clients aussehen? – Neben Apple, die wohl auch weiterhin einen guten Marktanteil halten werden, scheint es noch nicht klar, wer den Markt dominieren wird. Apple wohl kaum, da zu geschlossen um einen dominanten Marktanteil zu erhalten.
Der Desktop und lokale apps werden wahrscheinlich verschwinden – Ganz einfach deshalb, weil ein Browser leichter zu bedienen ist, und die Wartung & das Handling der Geräte viel einfacher wird ohne lokale apps und Daten. Google hat mit ChromeOS sicher eine sehr gute Chance. Aber ChromeOS ist noch nicht im Markt, und die Zukunft wird zeigen, ob das Google richtig hinkriegt.
Es gibt aber heute schon ein Betriebssystem auf dem Markt, welches dem Betriebssystem der Zukunft ziemlich nahe kommt: WebOS - von einer Firma, die wir alle schon fast vergessen hatten: Palm. @twtomcat dazu: “WebOS ist schon jetzt, was ChromeOS verspricht”: Es basiert vollständig auf Web-Technologien, hat die Google-V8 JavaScript Engine integriert (die wahrscheinlich beste JS-Engine). Es gibt zwar noch Client Apps, diese werden jedoch vollständig auf JavaScript und HTML entwickelt.

Demokratie 2.0

von Markus Hegi
Die Politik entdeckt das Web 2.0 und das Social Web
English Translation

Die Wahlen 2011 könnten für die Schweiz die ersten sein, in welchen das Social Web eine wichtige Rolle spielt – wie das auch in anderen Ländern zunehmend der Fall ist. Neben den statischen Informationen auf Websites spielen der soziale Austausch auf Web 2.0 Sites eine zunehmende Rolle für den politischen Prozess.

Die Politik bewegt sich dabei vor allem auf drei Ebenen, welche drei Zwecken dienen:
1) Die Mobilisierung
2) Die Meinungsbildung
3) Die Umsetzung
Die politische Mobilisierung findet auf grossen öffentlichen Netzwerken statt – in der Schweiz ist das heute vor allem Facebook. Es gibt dort schon zahlreiche Gruppen und Seiten mit politischen Inhalten und künftig wird dies eine zunehmende Rolle Spielen.
Aber auch die Profile und Seiten der Politiker spielen eine wichtiger werdende Rolle. Nicht nur als Information, sondern auch für die direkte Interaktion mit den Wählern.
Andere Plattformen spielen noch eine untergeordnete Rolle: Twitter wurde unter Anderem bekannt als politisches Instrument, z.B im Wahlkampf von Barak Obama – In der Schweiz ist die Twitter community heute noch sehr bescheiden und kein Massenmedium für die Politik – Dies kann sich jedoch schnell ändern, falls eine wichtige politische Persönlichkeit Twitter aktiv zu nutzen beginnt. Bis dahin ist Twitter vor allem wichtig, um ein Segment von Key Opinion Leaders anzusprechen. In Zukunft wird es wohl mehr Plattformen geben, welche meist eng verknüpft sind mit Facebook und/oder Twitter.
Die zweite Ebene dient der politischen Meinungsbildung. Sie hat eine kleinere Benutzergruppe: die politisch interessierten und politischen Opinion Leader. Als Web Tools findet man heute vor allem Diskussionsforen mit politischem Inhalt: Einige werden von Parteien betrieben, andere sind unabhängig. Ich denke in Zukunft findet die Meinungsbildung vor allem auf unabhängigen Plattformen statt, da die politisch interessierten für die Diskussion und Meinungsbildung keine “Propaganda” wollen, sondern eine möglichst breite Diskussion. Auch ist es auf Sozialen Plattformen möglich, die Informationsflüsse nach seinen Vorlieben zu “filtern” (‘Follow’) und das über alle Parteigrenzen hinweg.
Die Tools werden sich in diesem Bereich stark wandeln. In der Schweiz ist Politnetz ein gutes Beispiel, in welche Richtung die Entwicklung gehen wird:
> Starke Integration mit der ersten Ebene (Facebook & Twitter). So kann aus der Mobilisierung eine breite politische Diskussion entstehen.
> Nicht nur Diskussionen, sondern Personen: Es geht eben im Social Web nicht mehr nur um Information, als vielmehr um Personen, Profile, ‘Freundschaften’ etc.
> Anreicherung mit Funktionen der Kollektiven Meinungsbildung & -bekundung: Das “I-Like” von Facebook gibts hier für Kommentare, wie auch für Personen (Unterstützen)
Eine Integration in die dritte Ebene fehlt zur Zeit noch weitgehend.

Die dritte Ebene der Umsetzung von politischen Programmen findet heute bei den Parteien noch wenig auf dem Web statt. Es gibt einige Ansätze und Experimente, wie der Grünliberale IdeenPool der Sektion Kloten (Auf Colayer implementiert), welcher teilweise offen gegen aussen ist, und für die Partei einen Bereich bietet für die Diskussion und Koordination der Umsetzung.
Eine Ausnahme bildet hingegen die Piraten Partei, bei der ein Grossteil nicht nur der Information, Mobilisierung & Meinungsbildung, sondern auch der Umsetzung auf dem Web geschieht. Dafür werden diverse Tools genutzt: Neben einer Website und einem Newsletter sind das vor allem:
> Ein Forum für die breite Diskussion, wie auch zur Koordination und Unterstützung der Umsetzung.
> Ein Wiki für Begriffsdefinitionen.
> IRC und Mumble für real time.

Eigentlich erstaunlich, dass in der Schweizer Politik noch so wenig auf dem Web geschieht. Gerade im Schweizer Milizsystem könnten Web 2.0 und Social Tools eine wichtige Unterstützung werden – bei der Mobilisierung und im politischen Diskurs, und künftig wohl auch immer mehr bei der politischen Umsetzung.

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