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5 Jahre Internet Briefing Konferenz: Call for Speakers

von Reto Hartinger

 

Nächstes Jahr wird das Internet Briefing fünf Jahre alt. Wir kommen in den ersten Chindsgi oder im Internet-Zeitalter stehen wir wohl eher vor der Matura.
Ich möchte das Jubiläum mit zwei grossen Konferenzen begehen (die auch einen sozialen Teil mit Musik und Showeinlagen unserer Mitglieder beinhalten).
Die Konferenzen plane ich für März und September. Deshalb suche ich heute schon Speaker, künstlerische Taltente und Sponsoren. 
Call for speakers
Promotion: Social Media Marketing (wird ein Morgen gewidmet sein), Onlinemarketing, E-CRM, Mobilemarketing etc.
Trends: Userverhalten, Märkte, Businessmodelle, Technologien, E-Business, E-Commerce, Wisdom of the Crowds etc.
Best Cases: Suchmaschinenoptimierung, Usability, Web-Design, Markenführung, Mobile etc.
Mobile: iPhone & Android Trends, Businessmodelle, Ubiquitous Computing, Locationbased Konzepte etc.
Technologie: Cloud Computing, Collaboration, Virtualisierung, SaaS, Open Source, Pervasive Computing, 3D Web, HTML5 etc.
Development: Ajax, Automatisation, Webapplikationsdesign, P2P Architekturen, Agile Methoden, Model driven design, Computational Intelligence etc
und natürlich Deine eigene Idee eines Referates.
Keine Angst, sollte Dein Vorschlag an den Konferenzen nicht unterkommen – werde ich sie an normalen Briefings berücksichtigen können.

Allmächtige Überwachung (Vorratsdatenspeicherung) auch in der Schweiz

von AndreasFink

Wer in den letzten Monaten die Diskussionen im nahen Ausland bezüglich Vorratsdatenspeicherung, Online Durchsuchung und die Diskussion um “Zensursula” verfolgt hat, dem wird bekannt sein das es zur grossen Mode gehört das die Politik das Internet als grosses Gefahrenpotential sieht und alles mögliche tut um das Abzuwenden. Allerdings meist mit zweifelhaftesten Mitteln. So werden Grundrechte ausgehebelt (Zensursula), Urteile vom Ankläger gefällt ohne unabhängigen Richter (siehe Hadopi) und ähnliches.

Bis jetzt sind wir in der demokratischen Schweiz davon verschohnt gewesen. Schweizer Politiker sind konsensfähig. Sie überlegen was sie zum Gesetz machen (zumindest meistens) und suchen pragmatische Lösungen statt populistisches Wahlkampfgehabe.

So steht im Gesetz das z.B. Telefonanschlüsse nur Abgehört werden dürfen bei schwerwiegenden Verbrechen und auch nur wenn die Informationen nicht anders beschafft werden können.

Soweit so gut. Nun kommt das Eidgenössische Justiz und Polizeidepartement, Abteilug Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr und Meldet ihren Bedarf an was sie den in Zukunft überwachen wollen und wie. Dies wird als Vernehmlassung deklariert und an alle Internet Provider und Telekommunikationsanbieter im Juni 2009 geschickt. Das Dokument wird als Vertraulich gekennzeichnet und die Technische Dokumentation (40 Seiten!) wurden ausschliesslich in Englisch abgefasst Das ganze wird zur Ferienzeit mit verkürzter Antwortzeit verschickt und wird am 1. August 2009  verbindlich.

Diese Richtlinien beinhalten Dinge wie das automatisierte verarbeiten von Überwachungsanfragen. Jeder Internet Provider wird verpflichtet eine Schnittstelle zur Verfügung zu stellen auf welcher dann die Überwachungsbehörden Ihre Überwachugsaufträge anliefern und die Daten abholen können. Tönt an sich noch nicht schlimm. Fatal ist aber das der Internet Provider nicht nachvollziehen kann ob ein Richter diese Überwachung überhaupt genehmigt hat. Auch ist die Schnittstelle zwingend und produziert jede Mege Kosten für den Provider das zur Verfügung zu stellen (ich schätze mal ca. 100’000 CHF). Dem Internet Provider werden die Kosten aufgedrückt die er nie zurück kriegt.

Die Überwachungsparanoja verlangt aber auch Verbindungsdaten aufgezeichnet werden und 6 Monate aufbewahrt werden sollen. Das EJPD geht hier davon aus das e-mails z.b. solche Verbindungsdaten sind (wer hat wem wann ein e-mail geschickt), verlangt das aber nur von den Telekommunikationsanbietern aber nicht von der Post.

Die Richtlinien verlange weitere Dinge die weder im Gesetz vorhanden sind noch das sie als Rechtsstaatlich erachtet werden können. Eine Vernehmlassung heisst für mich eine öffentliche Diskussion über ein mögliches neues Gesetz sieht das EJPD als 2 wochen zeit kommentare zu äussern zu eine Richtlinie die weitaus weiter geht als das Gesetz es verlangt und die der Polizei Mittel einräumt Daten zu erfassen über Bürger und Bürgerinnen ohne von irgendjemandem kontrolliert zu werden. Das öffnet Tür und Tor für den Missbrauch. Auch wird der Internet Provider Verpflichtet personensensitive Daten aufzubewahren. Auch das produziert Möglichkeiten des Missbrauchs durch Interessierte Kreise wie z.b. Geheimdienste usw.

Wer hier ein paar Beispiele sehen will, den verweise ich auf die Antwort des Chaos Computer Clubs (CCC) zu Handen des deutschen Bundesverfassungsgerichts zum Thema Vorratsdatenspeicherung.

Ich, als kleiner Internet Provider habe daher entschieden in die Offensive zu gehen und habe unsere Antwort an das EJPD öffentlich Publiziert auf

http://www.fink.org/ejpd-antwort.pdf

Ich hoffe es werden mir viele Internet Provider folgen um den Überwachungswahn des EJPD’s zu stoppen. Es kann nicht sein das unsere Grundpfeiler der Demokratie (Gewaltenteilung, Unschuldsvermutung, Privatsphäre) an der Datensammelwut des EJPD’s zu Grunde gehen.

Unmfrage: Freie und Open Source Software – Geschäftskritisch oder nur Lückenbüsser?

von Hannes Gassert

SwissICT, SIK, /ch/open und andere wollen es wieder einmal wissen und führen erneut eine Studie zu den Chancen und Herausforderungen rund um Open Source Software (OSS) durch. Sie wird aufzeigen, ob und wie Schweizer Unternehmen und die öffentliche Hand OSS einsetzen, welche Bedenken gegenüber dem Einsatz allenfalls bestehen und welche Vorteile man sich von der Verwendung verspricht – ein wichtiges Stimmungsbarometer für ein wichtiges Thema, natürlich gerade für uns Internetleute.

Link zur Umfrage: http://liip.to/fossstudy09de

Das heisst für dich: teile doch deine Meinung vertraulich mit uns und lerne die Einschätzungen anderer Entscheidungsträger kennen. Dazu brauchst du etwa 15 Minuten, kaum mehr.

Bin sehr gespannt was da bei rauskommt, gerade im Licht der aktuellen Geschichten, die in Bundeshaus und Bundesverwaltungsgericht dazu gerade laufen.

Schweizer über den Tisch gezogen I

von Daniel Niklaus

Wow – die Swisscom verkauft uns die Breitbandnutzung als Topposition. Wir sind in der Nutzung im OECD-Vergleich auf Platz 4. Yeaaahhh! Der Wettbewerb spielt, behauptet die Swisscom.

In der Download-Geschwindigkeit abgeschlagen auf Platz 21
Sind wir doch ehrlich, wenn die Schweizer die höchste Dichte an Tennisspielern hat, ist das erst etwas Wert, wenn ein Roger Federer an der Spitze steht. Auch war es uns egal, dass die Schweizer eine der höchsten Bootsfahrscheindichte der Welt hat. Erst als die Alinghi Erfolge feierte, waren wir Stolz darauf. Und die höchste Dichte an Skifahrer der Welt bringt auch nichts, wenn einem die Österreicher vor der Sonne stehen.

Und darum ist der 4. Platz in der Breitbandverbreitung wenig Wert, solange wir in der Downloadgeschwindigkeit abgeschlagen auf Platz 21 hinter Ländern wie Korea, Portugal, Italien und sogar Österreich liegen.

Wenn wir diese “Minderleistung” wenigstens zu tiefen Kosten bekommen würden, wäre es vielleicht noch in Ordnung. Aber im Gegenteil unsere Preise sind Rekordhoch, wie der Kassensturz richtig berichtet.

Wir zahlen hohe Preise, kaufen überdurchschnittlich viel (4. Platz) und bekommen eine minderwertige Leistung (21. Platz)

Schweizer Unternehmen entwickelten in den letzten Jahren eine feine Argumentation, um uns diese Mehrkosten schmackhaft zu machen. Der Schweizer will eine höhere Qualität. Schweizer arbeiten zu höheren Tarifen. Die Topografie der Schweiz ist anders usw. Offenbar fühlen wir uns davon so geschmeichelt, dass wir alles hinnehmen. Ich meine, wer will kein qualitätsbewusster Konsument sein und als Arbeitnehmer viel verdienen?

Um das Vergleichsthema auf Handy Tarife zu wechseln.
Vielleicht werden wir gar nicht über den Tisch gezogen. Österreich hat ja eine ganz andere Topologie als die Schweiz, viel, viel mehr Einwohner und alle wohnen dort in der Stadt. Darum dürfen dort die Handy-Tarife wohl auch so viel tiefer liegen als in der Schweiz.

Am Rechnen kann es nicht liegen, dass wir über den Tisch gezogen werden. Denn im Rechnen liegen wir laut Pisa vor den Österreichern.

Fahrplan + Map-Api ≠ Fahrplan Map-Api. Ein Beispiel aus dem echten Leben.

von ThomasK

Ein in der Schweiz bekanntes passioned Team hat eine Map-Api geschaffen, in der nunmal 5 Minuten weiter nachgedacht wurde.

Lassen wir die News, das Marketing, das Business, die Schicksale außen vor. Dieser Fall ist spezifisch – sehr spezifisch. So spezifisch, wie ihn nur das echte Leben schreiben kann.

Achtung – es wird langatmig. Leider!

Es geht um die Verknüpfung zwischen Karte und Fahrplanauskunft im öffentlichen Nahverkehr – hier  im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes kurz RMV… und um eben diese “5 Minuten” des weiter Denkens, die hier fehlen.

Ich bin aktuell telefonische Auskunftei für meine Freundin (zum Glück mit Handy-Flat). Die Aufgabenstellung ist:

Wie kommt sie von unserer klein feinen Burgstadt (aus der “Nassauischen Schweiz”) zu ihrem Veranstaltungsort in die Landeshauptstadt und zurück.

Ich will nicht meckern: In Sachen Verbindungs-Auskunft ist die RMV-Website in dem Fall erstmal brauchbar.
Ich gebe die Straßenadresse in Wiesbaden ein und bekomme Auskunft. S-Bahn bis zum nächsten Knoten-Bahnhof, (private) Regionalbahn bis Wiesbaden, Bus bis in die Nähe, 8 Minuten Fußweg.

Ein kleines Icon in der Fahrplanauskunft läd mich ein, die Umgebungskarte aufzurufen. Das mache ich. Es wird grausam.

Keine Luftbilder, viel zu wenig Straßennamen, eine viel zu große Stecknadel mit Schattenwurf irgendwo auf einer rosanen Fläche (städtische Bebauung).

Das erste große Problem tut sich auf: Wo genau ist der Bussteig am Wiesbadener Hauptbahnhof, wo sie umsteigen muss. Die angebotene Umgebungskarte zu dieser Haltestelle ist ein Witz – es gibt keine Bussteige dort eingezeichnet, keine Linien, keine Fahrpläne.
Ich weiss, dass es 4 Bussteige gibt und das Gelände um den HBF recht weitläufig ist mit großen Straßenkreuzungen, mehrern Ausgängen etc.

Google-Maps kann mir helfen dachte ich –- von wegen. Hier grinst mich ein Bus-Icon an — mitten auf einer zentralen Kreuzung platziert es sagt “Hauptbahnhof”. Von Bussteigen, Linien, Fahrplänen keine Spur… aber man sieht einen Gelenkbus gerade rumkurven. Woher und wohin weiss niemand. Egal.

Fündig wurde ich letztendlich auf der Hompage des ESWE-Verkehrsverbundes – Rubrik “Umsteigehaltestellen” (viel Spaß beim Suchen!). Eine wohl eingescannte s/w-Karte mit Bussteigen.
“Du musst durchen den Haupteingang raus dann gerade aus auf die andere Straßenseite – Bussteig B, Linie 8”

Ich dachte mir so etwas ähnliches schon, habe Ihr den betreffenden Teil der Innenstadt der Ziel-Adresse von Google-Maps als Screenshot samt Fahrplanauskunft (ebenfalls) extra für sie in ein Indesign-Dokument gepackt (Drag-n-drop aus dem Finder, so muss das sein!) und ausgedruckt. Google hat wenigstens die Icons der Bushaltestellen eingezeichnet und eine Karte, die die Bezeichnung auch verdient. Was fehlt : die Haltestellennamen! *grrr*

Man kann zwar auf diese Icons klicken (das geht nur in Wiesbaden in Frankfurt ist man wohl noch nicht so weit, ist ja auch ein anderer Betreiber im Verbund) und sieht die ensprechenden Buslinien und den Haltestellennamen. Man sieht keine Fahrpläne, keine Zeiten nur die Linien. Schön bunt aber eben nicht zu Ende gedacht. Ich war dann so frei und habe ihr die Haltestellen im Indesign beschriftet mit kleine Pfeilen dran.

Es kommt noch schlimmer. Die Rückfahrt. Wieder die Straßenadresse als Ausgagspunkt in die RMV-Abrage eingegeben und unseren S-Bahnhof als Ziel. Diesmal soll sie von einer anderen Haltestelle abfahren. Willhelmstraße. Auch so ein Knotenpunkt. Der Witz ist: die Willhelmstraße ist sehr lang und hat viele  Haltestellen. Eine davon ist nach ihr benannt — keine Ahnung welche. Die steineitliche RMV-Umgebungskarte protzt mit einer gigantischen Stecknadel mit ebenso gigantischer Beschriftung und verdeckt ausgerechnet den Teil, der wichtig wäre — den genauen Ort. Die Haltestelle “Willhelmstraße” liegt nämlich leicht versetzt in der Luisenstraße. Das weiss ich von Google, nachdem ich sämltiche Icons (ohne Beschriftung) durchgeklickt habe.

“Zu Deiner Linken sollte ein Park sein! Du musst die Straße immer gerade aus laufen, zwei große Kreuzungen weit”.

Sie wetzt die elend lange Willhelmstraße entlang und hofft den stündlich fahrenden Bus noch zu erwischen. Leider um wenige Sekunden verpasst. Was jetzt fehlt sind die Messer-und-Gabel-Icons auf der Map. Ein Käffchen in Ehren wäre echt angemessen…. nur wo? Was hiflt es mir da die Dächer bis ins letzte Detail architektonisch zu bewundern, wenn ich nicht weiss, wo was ist -– liebe Welt-Suchmachine!?

Sie möge doch die Bus-Linie 22 nehmen. Doch halt — was meint die Fahrplanauskunft da:
“Niederflurbus Richtung: Niedernhausen-Oberjosbach Rathaus
ACHTUNG! Diese Fahrt wird von L.21 ausgeführt, mit Anschluss an Naurod Fondett er Str. zu L.22 nach Oberjosbach”

Ja was denn nun? Sonst ist diese Auskunft doch nicht um die verqueresten Umsteigemöglichkeiten (aber hallo — es macht Sinn die Funktion “via” zu benutzen, Ortskenntnis natürlich vorausgesetzt) verlegen und nun eine Geisterlinie als eine Linie, die eigentlich zwei sind.

Meine Korrespondentin vor Ort meldet mir gerade Verspätung bei der Abfahrt in Wiesbaden und dass der Busfahrer nur gebrochenes Deutsch versteht und ihr nicht wirklich weiter helfen kann.
Sie muss wohl tatsächlich umsteigen. RMV heisst nämlich “rechne mit Verspätung!” (es gibt noch mehr passende V-Wörter, die ich jetzt besser weg lasse).

Der Busfahrer kann vielleicht kein gutes Deutsch, das ist aber nicht schlimm, er kann gut Gaspedal!

So konnte sie den Anschluss-Bus noch bekommen und sogar die S-Bahn nach Hause. Wow! Die ist sogar pünktlich. Ein happy End.

— Denkpause —

Liebe Eidgenossen,

Bitte wisst es zu schätzen, was Ihr an Eurer MAP-API an Zeitersparnis habt!
Ich will auch so was haben!!!

Liebes passioned Engeniering Team, die Ihr Eure wirlich geile API produziert habt (und vermutlich leider immer noch nicht genau wisst, wo Euch zu Zukunft hinführen will), währet Ihr bitte so freudlich Euch clonen zu lassen?!

Denn hier im (in jüngster Vergangenheit nicht gerade mit den positivsten Schlagzeilen auffallenden) Nachbarland besteht noch ein dringlicher Bedarf an genau dieser API, die nur deshalb so werden konnte weil hier 5 Minuten weiter nachgedacht wurde!

Apples next big thing

von Reto Hartinger

Es wird wieder heftig diskutiert, was die Innovation ist mit der die Konkurrenz nicht wird mithalten können. Dies hat der Apple Finanzchef durchblicken lassen, als Apple die Investoren, von Steve Jobs angeblicher Krankheit, ablenken musste.

Hypothese 1: Revolutionäres Notebook

Ich habe dieses Gerät ja auch schon öfters hier besprochen. Flash-Speicher, Glasscreen wie bei iPhone (damit könnte man endlich auch in der Badi Excel Sheets bearbeiten) und natürlich Touchscreen. So eine Mischung zwischen iPod-Touch, einfach viel grösser und MacBook Air. Kann sein. Das macht auch deshalb Sinn, weil es nochmals iTunes App Store  und Apples Cloud Computing me stützen würde. Durch ein Business. Apple hat über den Store dicke mit Software verdient.  60 Million Programme wurden innerhalb eines Monats heruntergeladen, was einen Umsatz von 30 Millionen Dollar und 9 Millionen Gewinn generiert hat. Apple Rechnet mit 360 Mio Dollar Umsatz im Jahr. Diese Geräte wären aber nachzubauen. Darin hat die Konkurrenz Erfahrung.

Wie ich vorausgesagt habe, ist das iPhone im Gamemarkt sehr erfolgreich. Das meistverkaufte Produkt ist Sega’s Super Monkey Ball mit 3 Millionen Umsatz – immerhin 10 % des ganzen Kuchens. Apple will da hinein. Daher meine

Hypothese 2: Apples iTV oder der ultimative Fernseher

Apple könnte TV, Spiel-Konsole und Internet in einem Gerät vereinigen. Dieser Markt ist viel einfacher zu revolutionieren – weil die Konkurrenz ähnlich wie beim Handy-Markt, den Software- und Internet-Aspekt nicht beherrscht und daher keine entsprechende User-Experience hinkriegt. Apples TV ist selbstverständlich ein Recorder der auch noch alle anderen Geräte steuern (könnte) und weil das ganze Betriebssystem drin ist, lässt sich leicht im Internet surfen. Das Teil kommt mit dem iPhone Multi-Touch-Screen und lässt sich schwenken, so dass mehrere Personen damit spielen können (erinnern wir uns an Steve Ballmer Auftritt am Internet Briefing und was er uns gezeigt hat – Sorry Steve, dein Namensvetter hat Dich wieder geschlagen und kommt mit einem Produkt heraus, das eigentlich bei euch schon angedacht war). Ich kann hier nicht alles aufzählen, was man mit dem Teil alles machen kann (man denke nur an iSight Chat, Multipersonen-Kalender, Fotoalbum, Videobearbeitung) – es wird weniger Computer und mehr Fernseh mit Konsolenfeatures – es wird auch das zentrale Informations- und Unterhaltungsgerät sein. Der PC kam nicht ins Wohnzimmer weil es dort nur ein Multipersonen-Gerät verträgt. Genau das wäre die Stärke dieses Teils mit der Stärke des Computers und des Internets kombiniert. Natürlich ist der Rest auch integriert. Z.B. das iPhone mit Adressverzeichnis und Kalendersynchronisation, einfach so beim Vorbeilaufen. Du telefonierst mit jemanden und lässt dir dein und sein Gesicht auf dem TV Bildschirm (über iSight) anzeigen. Das wäre nicht zu parieren. Die Computerfirmen sind noch nirgends und verstehen diesen Markt nicht (bis jetzt hat ihn ja bis anhin auch Apple nicht begriffen). Der Markt ist riesig und die Weihnachtszeit steht ja auch schon vor der Tür (bis das Gerät erscheint). Zusätzlich stützt es die iTunes (Video) bzw App Store Strategie. Ein weiteres Gerät, das diesen Kanal unterstützt.

Steve – sofern Du dieses Teil nicht in Arbeit hast – dann mach es doch.

Desaster: Daten verloren – ich bin handlungsunfähig

von Reto Hartinger

Es passiert ja immer nur den Anderen. So blöd kann man doch nicht sein etc. Ja, ja ich gebe es zu – mir ist der Supergau passiert. Ich habe ein Macbook das schon lange spinnt und habe den Techniker kommen lassen um alles wieder ins Lot zu bringen – schliesslich gehe ich ja wieder in die Ferien. Da ich sehr unter Druck war – habe ich in den letzen 2 Wochen keine Datensicherung gemacht. So – der Techniker hat auf meinem alten gut funktionierenden MacBook das neue System 10.4 installiert. Das dauert halt seine Zeit – ich wollte, dass man gleich danach erst die Daten vom neuen (spinnenden) MacBook auf das Alte überträgt, bevor das neue MacBook repariert wird. Nö – weil er sonst rumgesessen wäre, hat er gleich begonnen den alten Harddisk auszubauen und den neuen grösseren Hardisk in einzubauen. Ja – leider kann seit diesem Zeitpunkt nicht mehr auf die Daten dieses Laufwerks zugegriffen werden. Pech – 2 Wochen Daten futsch – viele Anmeldungen für das Internet Briefing @ Bern – haufenweise Zahlungseingänge und Membermutationen im Nirvana. Meine E-Mails – nicht mehr da. Mit jeder Stunde sehe ich, was ich alles nicht mehr machen kann. Der Techniker versucht verzweifelt, die Daten noch zu retten. So lange kann ich keine Daten mehr verarbeiten.

Software as a Service als Lösung?
SaaS wäre doch die Rettung. Das ist mir bewusst und deshalb habe ich tatsächlich auch alle Mails immer auf GMail umleiten lassen. Mir fehlen jetzt aber meine geschriebenen Mails. GMail ist eben weniger bequem zum Mails schreiben als das Mac-Mailprogramm. Inskünftig werde ich aber immer mehr auf gehostete Services setzen.

Hosting als Lösung?
Tja – vor 2 Monaten wollte ich meine Filemaker-Datenbank eigentlich gehostet über das Internet zugänglich machen. Heute bereue ich, dass ich diesen Schritt nicht gewagt habe. Trotzdem – das setzt voraus, dass ich immer einen schnellen Internetzugang habe, verteuert die Sache auch ziemlich. Wie sieht es mit der Garantieleistung aus? SaaS-Dienste haben auch ihre Maken – z.B. wer garntiert mir, dass ich immer Zugang habe? Böses habe ich ja bereits mit Yahoo und Facebook erlebt: Zugang verweigert, Passwort geändert etc.

Automtisches Onlinebackup
Wäre vielleicht auch eine Lösung – wer bietet das für Macintosh an? VTX ist am Abklären. Wie einfach ist das Zurückspielen, Wiederherstellen der Daten tatsächlich? Was passiert von Unterwegs – in einer anderen Zeitzone, mit weniger Power?

Daten aus der Steckdose – so einfach ist das noch nicht. Wie löst ihr das Problem?

Yahoo will bei einer Übernahme mehr Geld von Microsoft

von Beat Z'graggen

Yahoo wehrt sich weiterhin gegen die Übernahme durch Microsoft und startet das Feilschen um den höchstmöglichen Verkaufspreis. Der Verwaltungsrat des Konzerns will US-Zeitungsberichten zufolge mindestens 40 $ je Aktie fordern. Damit schwebt Yahoo nach einem Bericht des “Wall Street Journal” ein Preis vor, der Microsoft s Angebot um mehr als 12 Mrd. $ übertreffen würde.

Microsofts Übernahme des 1995 gegründeten Internet-Pioniers Yahoo wäre die grösste in der Technologiebranche seit der Fusion von AOL und Time Warner im Jahr 2000. Microsoft will damit den Vorsprung des Rivalen Google im Internet-Suchgeschäft und im Markt für Onlineanzeigen verringern (s. auch Microsoft will Yahoo übernehmen um Google ernsthafte Konkurrenz zu machen). Auch versucht der weltgrösste Softwarekonzern, sich für den Trend zu immer billigeren oder sogar kostenlos im Internet angebotenen Programmen wie Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation zu rüsten. Sowohl Yahoo als auch Google bieten zunehmend solche Alternativen zu Microsoft Office, einer wichtigen Einnahmequelle für den Redmonder Konzern.

Derzeit ist noch unklar, ob Yahoo ein höheres Angebot von Microsoft provozieren will oder grundsätzlich gegen eine Übernahme durch Microsoft ist (s. auch Konkurrenz: Google unterstützt Yahoo beim Kamp gegen Microsoft). Yahoo-Mitgründer Jerry Yang, der im Sommer den Chefposten und damit die Sanierung von Yahoo übernahm, favorisiert auf jeden Fall die Unabhängigkeit seines Unternehmens. Bisher hat aber Yang nicht die Wende im Internetsuchmarkt und bei den Online-Werbeerlösen geschafft. Mit 12,8 % liegt Yahoo weit abgeschlagen hinter Google mit einem Marktanteil von 62,4 % (s. auch Baidu hat mehr Marktanteil als MSN und gehört zu Top-3 der Suchmaschinen).

Ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/yahoo-will-bei-einer-uebernahme-mehr-geld-von-microsoft.htm
publiziert.

VTX entfesselt ADSL

von Reto Hartinger

Schlappe 34 Fränkli im Monat will VTX (mein Provider, neben Green und Cablecom) für sehr sehr viel Leistung:

– 5 Mb/s Downstream und 300 Kb/s Upstream
– VTXbox:Ethernet-Anschlüsse, Firewall, WLAN- und VoIP Anschlüsse

Kommt noch Fernsehen und Video übers Internet dazu. Super – damit schlägt VTX die Konkurrenz um 40 % – Entbündelung sei Dank.

Richtige Verpackungen wählen: Online-Händlern drohen 50’000 Euro Bussgeld

von Beat Z'graggen

Die neue Verpackungsverordnung in Deutschland könnte eine neue Abmahnwelle für Online-Händler auslösen: Denn künftig dürfen Internet-Händler in Deutschland die Waren nur noch in bestimmte Verpackungen stecken und versenden.

Verpackungen müssen in Deutschland zukünftig im Dual System lizensiert sein. Wenn die neue Verpackungsverordnung in Kraft tritt, dürfen Online-Händler keine Verpackung mehr in Umlauf bringen, die nicht bei einem dualen System lizenziert sind. Verstösse gegen die neue Verordnung können mit einer Geldbusse von bis zu 50’000 Euro geahndet werden.

Verpackungen, die bei privaten Endverbrauchern anfallen (so genannte Verkaufsverpackungen) müssen durch haushaltsnahe Erfassungssysteme gesammelt werden. Die Alternative die Verpackungen in Eigenregie zurückzunehmen soll es zukünftig nicht mehr geben.

Also muss jemand mit einem Lager in Deutschland an ein Entsorgungssystem angeschlossen sein. Dies kann entweder der Händler selbst sein, der Lieferant des Händlers oder der Lieferant der Versandverpackung. Da die Versandverpackung ebenfalls zur Verkaufsverpackung zählt, gilt auch für sie die Entsorgungspflicht. Dies betrifft beispielsweise Karton, Packpapier oder Füllmaterial, mit dem die Ware versandt wird.

In der Praxis läuft die Neuregelung letztlich darauf hinaus, dass sich jeder Internethändler an ein Entsorgungssystem anschliessen muss. Dies wird vor allem kleine Online-Shops treffen, die nicht die Marktmacht haben, ihre Lieferanten dazu zu bringen diese Aufgabe für sie zu übernehmen.

Der Artikel wurde ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/richtige-verpackungen-waehlen-online-haendlern-drohen-50000-euro-bussgeld.htm publiziert.

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