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Fahrplan + Map-Api ≠ Fahrplan Map-Api. Ein Beispiel aus dem echten Leben.

von ThomasK

Ein in der Schweiz bekanntes passioned Team hat eine Map-Api geschaffen, in der nunmal 5 Minuten weiter nachgedacht wurde.

Lassen wir die News, das Marketing, das Business, die Schicksale außen vor. Dieser Fall ist spezifisch – sehr spezifisch. So spezifisch, wie ihn nur das echte Leben schreiben kann.

Achtung – es wird langatmig. Leider!

Es geht um die Verknüpfung zwischen Karte und Fahrplanauskunft im öffentlichen Nahverkehr – hier  im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes kurz RMV… und um eben diese “5 Minuten” des weiter Denkens, die hier fehlen.

Ich bin aktuell telefonische Auskunftei für meine Freundin (zum Glück mit Handy-Flat). Die Aufgabenstellung ist:

Wie kommt sie von unserer klein feinen Burgstadt (aus der “Nassauischen Schweiz”) zu ihrem Veranstaltungsort in die Landeshauptstadt und zurück.

Ich will nicht meckern: In Sachen Verbindungs-Auskunft ist die RMV-Website in dem Fall erstmal brauchbar.
Ich gebe die Straßenadresse in Wiesbaden ein und bekomme Auskunft. S-Bahn bis zum nächsten Knoten-Bahnhof, (private) Regionalbahn bis Wiesbaden, Bus bis in die Nähe, 8 Minuten Fußweg.

Ein kleines Icon in der Fahrplanauskunft läd mich ein, die Umgebungskarte aufzurufen. Das mache ich. Es wird grausam.

Keine Luftbilder, viel zu wenig Straßennamen, eine viel zu große Stecknadel mit Schattenwurf irgendwo auf einer rosanen Fläche (städtische Bebauung).

Das erste große Problem tut sich auf: Wo genau ist der Bussteig am Wiesbadener Hauptbahnhof, wo sie umsteigen muss. Die angebotene Umgebungskarte zu dieser Haltestelle ist ein Witz – es gibt keine Bussteige dort eingezeichnet, keine Linien, keine Fahrpläne.
Ich weiss, dass es 4 Bussteige gibt und das Gelände um den HBF recht weitläufig ist mit großen Straßenkreuzungen, mehrern Ausgängen etc.

Google-Maps kann mir helfen dachte ich –- von wegen. Hier grinst mich ein Bus-Icon an — mitten auf einer zentralen Kreuzung platziert es sagt “Hauptbahnhof”. Von Bussteigen, Linien, Fahrplänen keine Spur… aber man sieht einen Gelenkbus gerade rumkurven. Woher und wohin weiss niemand. Egal.

Fündig wurde ich letztendlich auf der Hompage des ESWE-Verkehrsverbundes – Rubrik “Umsteigehaltestellen” (viel Spaß beim Suchen!). Eine wohl eingescannte s/w-Karte mit Bussteigen.
“Du musst durchen den Haupteingang raus dann gerade aus auf die andere Straßenseite – Bussteig B, Linie 8″

Ich dachte mir so etwas ähnliches schon, habe Ihr den betreffenden Teil der Innenstadt der Ziel-Adresse von Google-Maps als Screenshot samt Fahrplanauskunft (ebenfalls) extra für sie in ein Indesign-Dokument gepackt (Drag-n-drop aus dem Finder, so muss das sein!) und ausgedruckt. Google hat wenigstens die Icons der Bushaltestellen eingezeichnet und eine Karte, die die Bezeichnung auch verdient. Was fehlt : die Haltestellennamen! *grrr*

Man kann zwar auf diese Icons klicken (das geht nur in Wiesbaden in Frankfurt ist man wohl noch nicht so weit, ist ja auch ein anderer Betreiber im Verbund) und sieht die ensprechenden Buslinien und den Haltestellennamen. Man sieht keine Fahrpläne, keine Zeiten nur die Linien. Schön bunt aber eben nicht zu Ende gedacht. Ich war dann so frei und habe ihr die Haltestellen im Indesign beschriftet mit kleine Pfeilen dran.

Es kommt noch schlimmer. Die Rückfahrt. Wieder die Straßenadresse als Ausgagspunkt in die RMV-Abrage eingegeben und unseren S-Bahnhof als Ziel. Diesmal soll sie von einer anderen Haltestelle abfahren. Willhelmstraße. Auch so ein Knotenpunkt. Der Witz ist: die Willhelmstraße ist sehr lang und hat viele  Haltestellen. Eine davon ist nach ihr benannt — keine Ahnung welche. Die steineitliche RMV-Umgebungskarte protzt mit einer gigantischen Stecknadel mit ebenso gigantischer Beschriftung und verdeckt ausgerechnet den Teil, der wichtig wäre — den genauen Ort. Die Haltestelle “Willhelmstraße” liegt nämlich leicht versetzt in der Luisenstraße. Das weiss ich von Google, nachdem ich sämltiche Icons (ohne Beschriftung) durchgeklickt habe.

“Zu Deiner Linken sollte ein Park sein! Du musst die Straße immer gerade aus laufen, zwei große Kreuzungen weit”.

Sie wetzt die elend lange Willhelmstraße entlang und hofft den stündlich fahrenden Bus noch zu erwischen. Leider um wenige Sekunden verpasst. Was jetzt fehlt sind die Messer-und-Gabel-Icons auf der Map. Ein Käffchen in Ehren wäre echt angemessen…. nur wo? Was hiflt es mir da die Dächer bis ins letzte Detail architektonisch zu bewundern, wenn ich nicht weiss, wo was ist -– liebe Welt-Suchmachine!?

Sie möge doch die Bus-Linie 22 nehmen. Doch halt — was meint die Fahrplanauskunft da:
“Niederflurbus Richtung: Niedernhausen-Oberjosbach Rathaus
ACHTUNG! Diese Fahrt wird von L.21 ausgeführt, mit Anschluss an Naurod Fondett er Str. zu L.22 nach Oberjosbach”

Ja was denn nun? Sonst ist diese Auskunft doch nicht um die verqueresten Umsteigemöglichkeiten (aber hallo — es macht Sinn die Funktion “via” zu benutzen, Ortskenntnis natürlich vorausgesetzt) verlegen und nun eine Geisterlinie als eine Linie, die eigentlich zwei sind.

Meine Korrespondentin vor Ort meldet mir gerade Verspätung bei der Abfahrt in Wiesbaden und dass der Busfahrer nur gebrochenes Deutsch versteht und ihr nicht wirklich weiter helfen kann.
Sie muss wohl tatsächlich umsteigen. RMV heisst nämlich “rechne mit Verspätung!” (es gibt noch mehr passende V-Wörter, die ich jetzt besser weg lasse).

Der Busfahrer kann vielleicht kein gutes Deutsch, das ist aber nicht schlimm, er kann gut Gaspedal!

So konnte sie den Anschluss-Bus noch bekommen und sogar die S-Bahn nach Hause. Wow! Die ist sogar pünktlich. Ein happy End.

— Denkpause —

Liebe Eidgenossen,

Bitte wisst es zu schätzen, was Ihr an Eurer MAP-API an Zeitersparnis habt!
Ich will auch so was haben!!!

Liebes passioned Engeniering Team, die Ihr Eure wirlich geile API produziert habt (und vermutlich leider immer noch nicht genau wisst, wo Euch zu Zukunft hinführen will), währet Ihr bitte so freudlich Euch clonen zu lassen?!

Denn hier im (in jüngster Vergangenheit nicht gerade mit den positivsten Schlagzeilen auffallenden) Nachbarland besteht noch ein dringlicher Bedarf an genau dieser API, die nur deshalb so werden konnte weil hier 5 Minuten weiter nachgedacht wurde!

Apples next big thing

von Reto Hartinger

Es wird wieder heftig diskutiert, was die Innovation ist mit der die Konkurrenz nicht wird mithalten können. Dies hat der Apple Finanzchef durchblicken lassen, als Apple die Investoren, von Steve Jobs angeblicher Krankheit, ablenken musste.

Hypothese 1: Revolutionäres Notebook

Ich habe dieses Gerät ja auch schon öfters hier besprochen. Flash-Speicher, Glasscreen wie bei iPhone (damit könnte man endlich auch in der Badi Excel Sheets bearbeiten) und natürlich Touchscreen. So eine Mischung zwischen iPod-Touch, einfach viel grösser und MacBook Air. Kann sein. Das macht auch deshalb Sinn, weil es nochmals iTunes App Store  und Apples Cloud Computing me stützen würde. Durch ein Business. Apple hat über den Store dicke mit Software verdient.  60 Million Programme wurden innerhalb eines Monats heruntergeladen, was einen Umsatz von 30 Millionen Dollar und 9 Millionen Gewinn generiert hat. Apple Rechnet mit 360 Mio Dollar Umsatz im Jahr. Diese Geräte wären aber nachzubauen. Darin hat die Konkurrenz Erfahrung.

Wie ich vorausgesagt habe, ist das iPhone im Gamemarkt sehr erfolgreich. Das meistverkaufte Produkt ist Sega’s Super Monkey Ball mit 3 Millionen Umsatz – immerhin 10 % des ganzen Kuchens. Apple will da hinein. Daher meine

Hypothese 2: Apples iTV oder der ultimative Fernseher

Apple könnte TV, Spiel-Konsole und Internet in einem Gerät vereinigen. Dieser Markt ist viel einfacher zu revolutionieren – weil die Konkurrenz ähnlich wie beim Handy-Markt, den Software- und Internet-Aspekt nicht beherrscht und daher keine entsprechende User-Experience hinkriegt. Apples TV ist selbstverständlich ein Recorder der auch noch alle anderen Geräte steuern (könnte) und weil das ganze Betriebssystem drin ist, lässt sich leicht im Internet surfen. Das Teil kommt mit dem iPhone Multi-Touch-Screen und lässt sich schwenken, so dass mehrere Personen damit spielen können (erinnern wir uns an Steve Ballmer Auftritt am Internet Briefing und was er uns gezeigt hat – Sorry Steve, dein Namensvetter hat Dich wieder geschlagen und kommt mit einem Produkt heraus, das eigentlich bei euch schon angedacht war). Ich kann hier nicht alles aufzählen, was man mit dem Teil alles machen kann (man denke nur an iSight Chat, Multipersonen-Kalender, Fotoalbum, Videobearbeitung) – es wird weniger Computer und mehr Fernseh mit Konsolenfeatures – es wird auch das zentrale Informations- und Unterhaltungsgerät sein. Der PC kam nicht ins Wohnzimmer weil es dort nur ein Multipersonen-Gerät verträgt. Genau das wäre die Stärke dieses Teils mit der Stärke des Computers und des Internets kombiniert. Natürlich ist der Rest auch integriert. Z.B. das iPhone mit Adressverzeichnis und Kalendersynchronisation, einfach so beim Vorbeilaufen. Du telefonierst mit jemanden und lässt dir dein und sein Gesicht auf dem TV Bildschirm (über iSight) anzeigen. Das wäre nicht zu parieren. Die Computerfirmen sind noch nirgends und verstehen diesen Markt nicht (bis jetzt hat ihn ja bis anhin auch Apple nicht begriffen). Der Markt ist riesig und die Weihnachtszeit steht ja auch schon vor der Tür (bis das Gerät erscheint). Zusätzlich stützt es die iTunes (Video) bzw App Store Strategie. Ein weiteres Gerät, das diesen Kanal unterstützt.

Steve – sofern Du dieses Teil nicht in Arbeit hast – dann mach es doch.

Desaster: Daten verloren – ich bin handlungsunfähig

von Reto Hartinger

Es passiert ja immer nur den Anderen. So blöd kann man doch nicht sein etc. Ja, ja ich gebe es zu – mir ist der Supergau passiert. Ich habe ein Macbook das schon lange spinnt und habe den Techniker kommen lassen um alles wieder ins Lot zu bringen – schliesslich gehe ich ja wieder in die Ferien. Da ich sehr unter Druck war – habe ich in den letzen 2 Wochen keine Datensicherung gemacht. So – der Techniker hat auf meinem alten gut funktionierenden MacBook das neue System 10.4 installiert. Das dauert halt seine Zeit – ich wollte, dass man gleich danach erst die Daten vom neuen (spinnenden) MacBook auf das Alte überträgt, bevor das neue MacBook repariert wird. Nö – weil er sonst rumgesessen wäre, hat er gleich begonnen den alten Harddisk auszubauen und den neuen grösseren Hardisk in einzubauen. Ja – leider kann seit diesem Zeitpunkt nicht mehr auf die Daten dieses Laufwerks zugegriffen werden. Pech – 2 Wochen Daten futsch – viele Anmeldungen für das Internet Briefing @ Bern – haufenweise Zahlungseingänge und Membermutationen im Nirvana. Meine E-Mails – nicht mehr da. Mit jeder Stunde sehe ich, was ich alles nicht mehr machen kann. Der Techniker versucht verzweifelt, die Daten noch zu retten. So lange kann ich keine Daten mehr verarbeiten.

Software as a Service als Lösung?
SaaS wäre doch die Rettung. Das ist mir bewusst und deshalb habe ich tatsächlich auch alle Mails immer auf GMail umleiten lassen. Mir fehlen jetzt aber meine geschriebenen Mails. GMail ist eben weniger bequem zum Mails schreiben als das Mac-Mailprogramm. Inskünftig werde ich aber immer mehr auf gehostete Services setzen.

Hosting als Lösung?
Tja – vor 2 Monaten wollte ich meine Filemaker-Datenbank eigentlich gehostet über das Internet zugänglich machen. Heute bereue ich, dass ich diesen Schritt nicht gewagt habe. Trotzdem – das setzt voraus, dass ich immer einen schnellen Internetzugang habe, verteuert die Sache auch ziemlich. Wie sieht es mit der Garantieleistung aus? SaaS-Dienste haben auch ihre Maken – z.B. wer garntiert mir, dass ich immer Zugang habe? Böses habe ich ja bereits mit Yahoo und Facebook erlebt: Zugang verweigert, Passwort geändert etc.

Automtisches Onlinebackup
Wäre vielleicht auch eine Lösung – wer bietet das für Macintosh an? VTX ist am Abklären. Wie einfach ist das Zurückspielen, Wiederherstellen der Daten tatsächlich? Was passiert von Unterwegs – in einer anderen Zeitzone, mit weniger Power?

Daten aus der Steckdose – so einfach ist das noch nicht. Wie löst ihr das Problem?

Yahoo will bei einer Übernahme mehr Geld von Microsoft

von Beat Z'graggen

Yahoo wehrt sich weiterhin gegen die Übernahme durch Microsoft und startet das Feilschen um den höchstmöglichen Verkaufspreis. Der Verwaltungsrat des Konzerns will US-Zeitungsberichten zufolge mindestens 40 $ je Aktie fordern. Damit schwebt Yahoo nach einem Bericht des “Wall Street Journal” ein Preis vor, der Microsoft s Angebot um mehr als 12 Mrd. $ übertreffen würde.

Microsofts Übernahme des 1995 gegründeten Internet-Pioniers Yahoo wäre die grösste in der Technologiebranche seit der Fusion von AOL und Time Warner im Jahr 2000. Microsoft will damit den Vorsprung des Rivalen Google im Internet-Suchgeschäft und im Markt für Onlineanzeigen verringern (s. auch Microsoft will Yahoo übernehmen um Google ernsthafte Konkurrenz zu machen). Auch versucht der weltgrösste Softwarekonzern, sich für den Trend zu immer billigeren oder sogar kostenlos im Internet angebotenen Programmen wie Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation zu rüsten. Sowohl Yahoo als auch Google bieten zunehmend solche Alternativen zu Microsoft Office, einer wichtigen Einnahmequelle für den Redmonder Konzern.

Derzeit ist noch unklar, ob Yahoo ein höheres Angebot von Microsoft provozieren will oder grundsätzlich gegen eine Übernahme durch Microsoft ist (s. auch Konkurrenz: Google unterstützt Yahoo beim Kamp gegen Microsoft). Yahoo-Mitgründer Jerry Yang, der im Sommer den Chefposten und damit die Sanierung von Yahoo übernahm, favorisiert auf jeden Fall die Unabhängigkeit seines Unternehmens. Bisher hat aber Yang nicht die Wende im Internetsuchmarkt und bei den Online-Werbeerlösen geschafft. Mit 12,8 % liegt Yahoo weit abgeschlagen hinter Google mit einem Marktanteil von 62,4 % (s. auch Baidu hat mehr Marktanteil als MSN und gehört zu Top-3 der Suchmaschinen).

Ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/yahoo-will-bei-einer-uebernahme-mehr-geld-von-microsoft.htm
publiziert.

VTX entfesselt ADSL

von Reto Hartinger

Schlappe 34 Fränkli im Monat will VTX (mein Provider, neben Green und Cablecom) für sehr sehr viel Leistung:

- 5 Mb/s Downstream und 300 Kb/s Upstream
- VTXbox:Ethernet-Anschlüsse, Firewall, WLAN- und VoIP Anschlüsse

Kommt noch Fernsehen und Video übers Internet dazu. Super – damit schlägt VTX die Konkurrenz um 40 % – Entbündelung sei Dank.

Richtige Verpackungen wählen: Online-Händlern drohen 50′000 Euro Bussgeld

von Beat Z'graggen

Die neue Verpackungsverordnung in Deutschland könnte eine neue Abmahnwelle für Online-Händler auslösen: Denn künftig dürfen Internet-Händler in Deutschland die Waren nur noch in bestimmte Verpackungen stecken und versenden.

Verpackungen müssen in Deutschland zukünftig im Dual System lizensiert sein. Wenn die neue Verpackungsverordnung in Kraft tritt, dürfen Online-Händler keine Verpackung mehr in Umlauf bringen, die nicht bei einem dualen System lizenziert sind. Verstösse gegen die neue Verordnung können mit einer Geldbusse von bis zu 50′000 Euro geahndet werden.

Verpackungen, die bei privaten Endverbrauchern anfallen (so genannte Verkaufsverpackungen) müssen durch haushaltsnahe Erfassungssysteme gesammelt werden. Die Alternative die Verpackungen in Eigenregie zurückzunehmen soll es zukünftig nicht mehr geben.

Also muss jemand mit einem Lager in Deutschland an ein Entsorgungssystem angeschlossen sein. Dies kann entweder der Händler selbst sein, der Lieferant des Händlers oder der Lieferant der Versandverpackung. Da die Versandverpackung ebenfalls zur Verkaufsverpackung zählt, gilt auch für sie die Entsorgungspflicht. Dies betrifft beispielsweise Karton, Packpapier oder Füllmaterial, mit dem die Ware versandt wird.

In der Praxis läuft die Neuregelung letztlich darauf hinaus, dass sich jeder Internethändler an ein Entsorgungssystem anschliessen muss. Dies wird vor allem kleine Online-Shops treffen, die nicht die Marktmacht haben, ihre Lieferanten dazu zu bringen diese Aufgabe für sie zu übernehmen.

Der Artikel wurde ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/richtige-verpackungen-waehlen-online-haendlern-drohen-50000-euro-bussgeld.htm publiziert.

Internet Briefing zieht’s nach Bern

von Reto Hartinger

Das Internet braucht wieder eine Leistungsschau in Form einer Messe und einer Konferenz. Und zwar dort, wo die Kunden sind, in den Regionen. Das motiviert mich, zusammen mit der bereits etablierten Messen topsoft und OpenExpo Synergien zu nutzen und in Bern einen Kongress und eine Ausstellung zum Thema Internet zu organisieren.

In den Regionen zu neunen Kunden
Bis anhin waren alle Internet Briefings in Zürich. Internet Briefing hat aber auch viele Mitglieder aus dem Raum Bern und Mittelland. Ich halte dieses Gebiet für die zweitstärkste “Internet” Region, die wir nicht vernachlässigen wollen.

Die topsoft und OpenExpo bieten dem Internet Briefing eine gute Möglichkeit, das Berner Netzwerk stärker zu pflegen. Wir starten mit einer Ausstellung und einem Kongress in den gleichen Räumen der topsoft, der etablierten Fachmesse für Business-Software. Die Topsoft zieht in 2 Tagen ca 2000 Businessentscheider an. Die Besucher sind Geschäfts– und Bereichsleiter, IT-Verantwortliche, IT-Projektleiter, Berater sowie Entscheider und Mitarbeitende aus öffentlichen Verwaltungen und Behörden. Wir werden deren Fokus und das Besucheraufkommen erweitern.

Wir werden unsere eigenen “Interessenten” anziehen, also nicht einfach den Topsoft/OpenExpo Gängern einfach eine neue Kost anbieten.

Meine kleine Umfrage im Vorfeld zum Sinn und Erfolgschancen eines solchen Vorhaben war von Begeisterung bis totale Ablehnung alles drin. Vor allem aber gab es sofortige Zusagen für konkrete Unterstützung den Event bekannt zu machen. Grosse Mailverteiler wurden mir angeboten. Die Berner Szene hat sehr positiv reagiert.

Standkonzept
Als Internet-Briefing-Aussteller profitieren Sie vom «Rund-um-Sorglos-Paket». Es wird Einheitsstände (zu Fr. 4400.-) geben, die vollständig ausgerüstet sind – ein «Rund-um-Sorglos-Paket», einfach kommen PC einstecken und Prospekte auffüllen.

Konferenz “The Best of Internet Briefing”
Starker Part wird eine Konferenz mit unseren besten Themen sein.

E-Commerce Trends: Trends, Erfolgsrezepte, Cases, Technologien, Web 2.0, Userbewertungen, Zahlungssysteme, Logistik
E-Marketingstrategien: Wirkung, Konzepte, Resultate, Studien, Onlinewerbung, Suchmaschinenmarketing, Affiliates etc, E-Mailmarketing, CRM etc.
Websites der nächsten Generation: Cases, Technologien, Usability, User Generated Content und Bewertungen, Video, 3D, Web 2.0, Mash-up, RSS, Ajax, OpenID, Tiny URLs, Semantic etc.

Natürlich bin ich offen für weitere Themen. Einfach Referat anmelden

Networking Apéro
Am ersten Messetag organisieren wir einen Networking-Apéro, der von inside-it.ch offeriert wird.

Haben wir Deine Unterstützung?
Damit das gelingt, brauchen wir die volle Unterstützung aus dem gesamten Netzwerk. Was könntest Du zum Gelingen beitragen?

VDSL und ADSL, Macintosh gegen PC

von Reto Hartinger

Ich benutze neu neben einem ADSL Anschluss von VTX einen VDSL von Green beide über Ethernet und wireless sowohl mit PCs als auch mit Macintosh Geräten. Das gab mir natürlich die Gelegenheit, die verschiedenen Gerätschaften einander gegenüberzustellen. Meine Testumgabung ist natürlich nicht repräsentativ und meine Analyse enthält voraussichtlich auch Denkfehler. Sie entspricht einfach dem, was ein KMU bei einem Vergleich erlebt und hat genau da seine Richtigkeit. Ein KMU postet eben einfach das was es gibt und stellt dann etwas fest, das man sicher hätte besser machen können – hätte man dies oder das gewusst.

Zuerst lassen wir einmal zwei von Apples Notebooks gegeneinander antreten. Sie wurden beide im gleichen Raum aufgestellt. Bitte alle Spezialisten, korrigiert mich bei der Internpretation.

MacBook Pro Intel VDSL, green.ch (brutto 22048/6704)
WiFi, 8.43 Mpbs
Ethernet 8.71 Mbps
ADSL vtx.ch (brutto 5120/640)
WiFi, 4.18 Mbps
Ethernet, 4.10 Mbps

PowerBook G4 VDSL, green.ch (brutto 22048/6704)
Reto WiFi, 2.85 Mpbs
Ethernet 9.82 Mbps
ADSL vtx.ch (brutto 5120/640)
WiFi, 3.11 Mbps
Ethernet, 4.35 Mbps

Eine unglaubliche Differenz beim WiFi VDSL zwischen den beiden Maschinen -. kann ich mir nicht erkären. Beim alten Kübel fahre ich mit ADSL über WiFi sogar noch besser. Über Ethernet ist die ältere Maschine stärker und zwar bei ADSL und VDSL. In den meisten Fällen ist die gefühlte Geschwindigkeit zwischen ADSL und VDSL zwar besser, aber nicht wesentlich .

Jetzt hohle ich ein ganz altes Gerät hervor. Den iMac G3 – uralter Prozessor, sack langsam.

iMac G3
VDSL Ethernet 5.87 Mbps
ADSL Ethernet 3.33 Mbps

Siehe da, VDSL hat sich gelohnt. Die gefühlte Geschwindigkeit ist auch viel besser.

PC VDSL Ethernet, 11.38 MBPS
ADSL Ethernet 4.77 MBPS

Hier kommt das Wow-Gefühl. Der PC wird zur Rakete. In den Testresultaten wie bei der gefühlten Geschwindigkeit.

Ich frage mich, wieso ist der PC so wesentlich viel schneller als die Macs?
Wer kann die Resultate richtig interpretieren?

Handy –TV Konzession an Swisscom – wen wunderts?

von Reto Hartinger

Die Eidgenössische Kommunikationskommission ComCom hat Swisscom die landesweite Konzession für Handy –TV zugeschlagen. Swiss Mobile TV (MoTV) guckt in die Röhre und bezeichnet das Verfahren als Farce. Die Konzession gilt für 10 Jahre und die gesamte Schweiz.

Ich hab mich auch gefragt, wieso nur eine Konzession vergeben wird. Es kann so keine Konkurrenz geben und da ist von vorneherein der logische Sieger die Swisscom.

Die Swisscom will in den Euro08 Städten die Uebertragung der Fussball-Europameisterschaften möglich machen und baut ein entsprechendes Netz auf.

Unser Mitglied Bruno Bucher von MoTV hält sein inhaltliches Konzept für besser und ist entäuscht. Die bessere Netzabdeckung hat die besseren Inhalte ausgestochen.

Bruno – kannst Du Stellung nehmen?

Stakeholder-Orientierung – Was treibt das Identity Management?

von Martin Kuppinger

Eine der Diskussionen, mit denen wir uns als Analysten im Identity Management einerseits selbst intensiv beschäftigen, andererseits auch durch Nachfragen immer wieder konfrontiert sind, ist die nach den Business-Treibern – und den daraus resultierenden Business-Values – des Identity Managements. Die Antwort auf diese Frage wird einfacher, wenn man die Stakeholder betrachtet und deren Perspektiven einnimmt.

Man könnte es auch anders formulieren: Jeder braucht Identity Management. Nur weiß es nicht jeder. Und vor allem ist vielen nicht klar, dass es sich bei dem, was sie brauchen, um Identity Management handelt. Grundsätzlich kann man schon einmal (mindestens) drei Gruppen unterscheiden:

    IT-Verantwortliche in Unternehmen.
    Das Non-IT-Management in Unternehmen.
    Die Endanwender.

Diese Gruppen lassen sich weiter unterscheiden. Identity Management-Themen sind in der Unternehmens-IT beispielsweise für die Identity Management-Verantwortlichen, die IT-Sicherheit, die Anwendungsarchitekten oder die zuständigen Personen für Unternehmensportale – um nur einige zu nennen – interessant.

Beim Non-IT-Management gibt es beispielsweise die Revision oder den Finanzbereich, der Compliance-Anforderungen umsetzen muss, das Top-Management mit dem Ziel der Governance oder den Vertrieb, der mit seinen CRM-Systemen ja einen der größten Identitätsspeicher des Unternehmens betreibt.

Aus Sicht von Endbenutzern ist dagegen vor allem die eigene Identität interessant – sei es im Unternehmen, wo man meist mehr als eine solche Identität für die Authentifizierung benötigt oder sei es im Internet, wo man auch meist mit vielen Identitäten agiert.

Schon an den genannten Interessensgruppen wird aber deutlich, dass die Treiber für das Identity Management und die verwendeten Begrifflichkeiten durchaus unterschiedlich sind. Das eigentliche Bindeglied ist die digitale Identität – von Mitarbeitern, von Kunden, von Geschäftspartnern. Ein CRM speichert Informationen über Kunden oder, genauer, eine digitale Repräsentation dieser Kunden. Identity Management wird aus Sicht von CRM immer wichtiger, um einerseits alle Identitätsdaten von Kunden zusammenfassen zu können und andererseits dem Kunden einen einfachen Zugang zu bieten. Dabei wird die Unterstützung von Technologien wie OpenID und CardSpace schnell an Bedeutung gewinnen.

Man könnte nun von CRM-driven Identity Management sprechen, wenn man diesen Bereich betrachtet. Ein CRM-Businessverantwortlicher wird das Thema allerdings nicht als Identity Management-Thema begreifen. Er sieht es als eine Herausforderung im Umgang mit der digitalen Identität seiner Kunden. Wenn man über die Vorteile – eine einheitliche Sicht auf alle Informationen zum Kunden, einfacheren Zugang der Kunden zum Unternehmen und damit höhere Kundenbindung,… – spricht, wird er dieses Thema aber verstehen. Denn es ist ein wichtiges Thema für ihn.

In gleicher Weise kann man die Relevanz des Identity Managements, die Treiber und die entstehenden Business Values auch für andere Stakeholder definieren. Dabei wird man manchmal eher technisch und mit dem Begriff des Identity Managements, manchmal aber auch wenig technisch und mit ganz anderen Begriffen operieren.

Was bedeutet das in der Konsequenz? Um die Technologien des Identity Managements und um die digitalen Identitäten herum müssen spezifische Sichtweisen entwickelt werden, die aus Sicht der jeweiligen Stakeholder definiert sind. Das setzt voraus, dass man sowohl das Identity Management als auch die Business-Herausforderungen der jeweiligen Stakeholder versteht. Dann ist es gar nicht so schwierig, die Business-Treiber und Business-Values zu definieren – und damit auch Identity Management-Projekte voranzutreiben und die dafür erforderlichen Budgets zu gewinnen.

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