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Referate an der ONE Konferenz

von Reto Hartinger

Es soll mich einer, nein lieber eine ganze Horde, zurückhalten. Die ONE Konferenz, vom 9. und 10. Mai 2012, ist auf gutem Wege und ich bin so dermassen von den Referatseingaben besoffen, dass ich zusätzlich am 1. Tag Abendtracks von 16.15-19.15 eingeführt habe. Zum Beispiel zum Thema Intranet, das wir gar nicht im Programm hatten. Aber was soll ich machen, wenn die besten Referenten gute Themenvorschläge machen? Für einige Themen reichen die 3 Stunden nicht aus, um all die guten Referate unterzubringen. So werde ich wahrscheinlich diese in den Sessions der Abendtrack unterbringen. Das Programm wird sich also demnächst nochmals erweitern. Hier siehst Du wie sich das Porgramm entwickelt

Zu den Firmen die gleich mehrere Referatsvorschläge eingereicht haben, gehören (Auszug, nicht vollständig) zum Beispiel:

Blogwerk, Crealogix, Edorex, Infocentric Research, INM, Microsoft, Namics, Netcetera, PriceWaterhouseCoopers, SAS Institute, Unic, Zeix

Möchtest auch Du in diesem Umfeld vortragen? Traust Du Dir zu, einen Vortrag vor einem fachkundigen Publikum zu halten? Kannst Du Deine Erkenntnisse anhand von konkreten Fallbeispielen mit Zahlen oder Fakten aus Studienresultaten belegen? Bergen Deine Erkenntinisse  Überraschendes und kannst DuHandlungsanweisungen geben, welche die Zuhörer am nächsten Tag in ihren Projekten umsetzen können? Dann wäre ich interessiert, wenn auch Du einen Referatsvorschlag einreichen würdest. Aber beeilde Dich, die verfügbaren Slots pro Thema schliessen sich.

Schau Dir das Konferenz-Programm an und sag mir was Du davon hälst

Die ONE Konferenz

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OnE: Messe, Konferenz und Beratungshilfe

von Reto Hartinger

Eigentlich braucht es ja gar keine Messe. Man kann sich schneller und jederzeit im Internet informieren, möchte man den persönlichen Kontakt, kommen die Anbieter auch gerne zu einem Beratungsgespräch. Es ist auch noch keine Agentur konkurs gegangen, weil sie nicht an einer Messe auftrat. Wieso berichtet die Presse, dass der Hartinger mit seinem Internet Briefing ein so veraltetes Vehikel mitorganisiert?

Sicht der Besucher

Evaluation hat mit Wissen und Spüren etwas zu tun. Man muss sich Wissen aneignen um richtig evaluieren und entscheiden zu können. Dazu sind Referate geeignet. Man kann von den Best Practices Anderer profitieren und Fehler vermeiden. Das ist bares Geld wert. Ist man inspiriert, möchte man auch die möglichen Angebote und Anbieter sowie Umsetzer kennen lernen. Das gehört zum Spüren. Man möchte spüren, ob der potenzielle Partner zu einem passt. Und man kann erste Abklärungen vornehmen ohne sich outen zu müssen.

Sicht der Aussteller

Ich habe Messen als Besucher gehasst, aber als Aussteller geliebt. Da kommt doch tatsächlich ein potenzieller Kunde als Bittsteller. Ich muss nicht die Klinke bei ihm putzen, er kommt mit einem Anliegen zu mir. Eine tolle Situation, die man ausnützen sollte. Jetzt habe ich den Wohlfühlgrad in der Hand. Ich habe es in der Hand wie willkommen und aufgehoben sich der Kunde fühlt. Bei einem Beratungsgespräch beim Kunden bestimmt dieser wie stark er den Berater an sich ran lässt. Kommt er zu mir, bestimme ich die Inszenierung, ich kann ihn beraten, bewirten und pflegen. Das kann ich mit Neukunden und mit bestehenden Kunden machen. Aber damit nicht genug. Ich kann im Vorfeld der Messe alle Kunden anschreiben, kann ihnen Anreize geben oder wichtiges Mitteilen ohne dass es Spam ist. Das war auch ein wichtiger Punkt für mich. Ich erhöhe die Anzahl Touchpoints und wenn ich es richtig mache, finde ich heraus wer gerade an welchem Thema dran ist. Unbezahlbar.

Der Erfolg eines Messeauftrittes hängt als vor allem mit der Vorbereitung und wie ich die Kundenbeziehung konzipiere. Wie ich diese Kommunikation inszeniere. Ich helfe Dir gerne mit Tipps.

Die Konferenz

Mit der Konferenz bestimmen wir weitgehend, für welche Themen wir auf welchem Level Besucher anlocken. Auch wenn diese dann nur die Messe besuchen. Die Konferenzthemen, deren Gehalt und Nutzwert bestimmt, was wir von einem Messebesuch erwarten können. Wir müssen also die bestmöglichen Referate anbieten. Dann hat nicht nur der Kongress Erfolg, sondern auch die Messe. Es geht also nicht darum, Messeaussteller ihre Prospekte vorlesen zu lassen, sondern es geht um Nutzwert für Internet-Entscheider. Dafür stehe ich ein. Hier bist Du nochmals gefordert, hast Du einen guten Referatsvorschlag? Fülle das Formular Call for Speakers aus

Die Sicht der Macher

Zum Messeerfolg braucht es auch ein Messeteam das etwas vom Inhalt versteht. Michael von Babo hat immer gute Messen gemacht, weil er die Themen gelebt hat. Ich glaube hier ist es wieder der Fall. Ich verstehe ja einiges vom Internet, aber von E-Commerce versteht Thomas Lang von Carpathia einiges mehr. Er hat die nötigen Kontakte und Wissen um den E-Commerce Bereich inhaltlich bestens zu füllen und die Macher von Blogwerk verstehen Bogging, Medienproduktion und Social Media und dann sollten sich auch die Mitglieder des Internet Briefings einbringen. Wer möchte seinen Bereich einbringen? Zum Beispiel Mobile, Webentwicklung, Outsorcing, Cloud Services, Online Marketing oder Security? Themen gibt es noch genug zu besetzen. Jetzt seid ihr dran. Mach mit bei der OnE, als Mitorganisator, als Aussteller, als Referent oder als Besucher am 9. und 10. Mai in der Messe Zürich.

Kongress

Es wird 2 – 4 Slots gleichzeitig geben. Jeweils von 08.45-12.00 und von 13.00-15.45. Themenblöcke von 3 Stunden mit 3 – 4 Referenten.

Colayer vs Google Wave: Interview Mit Markus Hegi

von Reto Hartinger

Interview zum

Google erfindet E-Mail neu


Wo liegt denn das Problem mit der ‘alten’ Kommunikationsweise?
Markus Hegi: Da sich heute Online-Kommunikation entlang Tools organisiert, sind die Hauptprobleme die Fragmentierung der Information und die vielen Kopien von ähnlicher Information.
Der Paradigmenwechsel in der Online-Kommunikation führt zu zwei Veränderungen:

Zum einen wird Information nicht mehr nach dem benutzten Werkzeug organisiert, sondern nach dem Kontext, zu dem es gehört. Statt die verschiedenen Kommunikationen im E-Mail oder Chat zu speichern, wird in Zukunft alles an einem Ort zum entsprechenden Thema abgelegt – egal mit welchem Werkzeug die Information entstanden ist. So bleibt zusammen was inhaltlich zusammen gehört.

Andererseits ist das Problem mit E-Mail, dass wir Kopien der Information machen und diese herumsenden, auch an Leute die das überhaupt nicht interessiert. Dies führt zu Informationsüberflutung und im schlimmsten Fall wird deswegen auch nicht mehr gelesen, was man eigentlich hätte lesen sollen. Künftig wird es nur ein Original an einem Ort geben, welches jeder nach seiner persönlichen Relevanz gewichtet einsehen kann.

Wieso hat dann Colayer keine öffentliche Version? Google Wave ist offen und für jedermann zu gebrauchen.
Markus Hegi: Wollen Sie eine ehrliche Antwort?
Ja, bitte
Markus Hegi: Wir sind schlicht nicht in der Lage, den Massenmarkt zu bedienen und wahrscheinlich werden wir es auch mit dem durch Google getriebenen Erfolg nicht sein. Wir konzentrieren uns auf das, was wir am besten können: Firmen ein Produktivitätstool zur Verfügung zu stellen. Bereits dies ist eine gewaltige Aufgabe!
Wir wollen uns dort mit Google messen, wo wir stark sind – den privaten User überlassen wir Google kampflos. Google hat es ja auch einfacher Geld mit der Masse zu verdienen. Google weiss vieles über seine Nutzer. Google analysiert die Inhalte der Dokumente und verknüpft sie mit dazu relevanter Werbung. Damit verdient Google viel Geld. Wir wissen nichts über die Nutzer und uns sind auch deren Inhalte grundsätzlich egal. (lächelt) Ich denke, das kommt uns in der Corporate Welt zu pass.

Ist Google Wave eine grosse Konkurrenz für Colayer?
Markus Hegi: Unsere Konkurrenz ist nicht Google, unsere Konkurrenz ist die alte Art zu arbeiten. Wir sehen Google Wave als Chance für Colayer.

Sie haben bereits im Jahr 2000 begonnen, reiten sie jetzt einfach die “Google Wave” Welle?
Markus Hegi: Google hilft uns beim Paradigmawechsel. (lacht) Ja, wir sind zufrieden. So ganz alleine mit einem solchen Konzept anzutreten war oft schwierig.

Aber Wird Google Colayer nicht früher oder später aus dem Markt drängen?

Markus Hegi: Je erfolgreicher Google ist mit seinem Ansatz, desto erfolgreicher wird Colayer. Google schafft einen Markt und bearbeitet ihn auch für Colayer. Auf der ‘Google Welle’ werden die Benutzer den Paradigmenwechsel verstehen. Aber auch Google hat noch einen langen Weg vor sich.

Sie sprechen aus Erfahrung?

Markus Hegi: Ja, wir mussten sowohl technisch wie auch marketingmässig Lehrgeld bezahlen. Wir sind zum Beispiel mit dem Slogan: “email will be dead soon” angetreten. Da muss ich sagen, der Google Slogan “If email would be invented today: what would it look like?” ist überzeugender. Er hat eine positive Message und wird somit leichter verstanden. Das ist massentauglich. Als kleine Firma konnten wir Kunden und Partner von den Colayer Konzepten überzeugen, aber nicht die ganze Welt. Wir haben uns deshalb auf Firmenkunden fokussiert.

Wo liegen denn die Hauptunterschiede zwischen Google Wave und Colayer?
Markus Hegi: Das Paradigma, wie Informationen und Tools zu organisieren sind, ist sehr ähnlich: Kommunikation findet im Kontext statt, nicht in Tools. Google Wave ist am Anfang der Entwicklung seiner Konzepte.
Die erste Demo von Google Wave war sehr beeindruckend – Aber es genügt nicht, nur Kommunikationswerkzeuge wie Chat, E-Mail etc zusammenzuführen – Damit generiert man mit den verschiedenen Tools riesige Datenmengen, aber es fehlt die sinngebende Struktur. Stellen Sie sich vor, ein grosses Projektteam oder eine ganze Firma brauchen Google Wave für ihre tägliche Arbeit. Da wird man sich bald im grossen Ozean von Wellen verlieren. Wie kann man sich da schnell einen Überblick verschaffen, was neu ist?

Inhalte eines Chats, wie “Hallo, wie geht’s, und wie ist das Wetter bei Euch” hat ja nicht dieselbe Relevanz, wie beispielsweise das Resultat einer Sitzung, eine getroffene Entscheidung, ein fertiges Dokument, eine Liste mit offenen Fragen oder Todo’s.

Wie bildet Colayer Relevanz ab? Das ist ja sehr individuell.
Wir sind seit 2000 im Markt und haben mit unseren Kunden und Partnern zusammen gelernt, wie mit dieser Komplexität umzugehen ist. Colayer hat Werkzeuge entwickelt, um den Mengen von Informationen gerecht zu werden, sie nach ihrer Relevanz und Wichtigkeit zu strukturieren. Und Colayer gibt den verschiedenen Benutzern individuelle Sichten (Abstraktionsstufen) auf die Kommunikation. Einer unserer Kunden organisiert ein Projekt mit mehr als 200 Mitgliedern in 20 Ländern vollständig über Colayer – ohne E-Mail.

Wenn man Chat, E-Mail, Dokumentenmanagement und beispielsweise ein Issue Management Tool zusammenführen will, muss man den Inhalt auch nach dem Typ der Kommunikation strukturieren können. Man muss ein System bereitstellen, das allen Beteiligten ihre spezifische Sicht auf die Dinge gibt. Ist ein Chat einmal fertig, interessiert wahrscheinlich nur noch das Resultat. Wenn gewünscht, kann man den Chat wieder öffnen und einzelne Teile nachlesen.

Die getroffenen Entscheide, Vorschläge und offenen Fragen müssen alle Teammitglieder sehen. Das mittlere und obere Kader muss nur das Wichtigste und die erreichten Meilensteine sehen.

Wo ist Google Wave besser also Colayer?
Markus Hegi: Ich mag das Ajax User Interface und die Geschwindigkeit ihres ‘real time’: Während die eine Person schreibt, kann die andere irgendwo in der Welt Buchstabe für Buchstabe sehen. Mir hat auch das Co-Editieren von Dokumenten gefallen: Mehrere Personen können gleichzeitig an Dokumenten arbeiten und sehen, wo die anderen sind und was sie tun. Auch das ‘Play-back’ ist cool: Jede Welle kann man bei Bedarf noch einmal Schritt für Schritt ablaufen lassen.

Wo ist heute der Nutzen von Colayer für seine Kunden?
Markus Hegi: Unsere Kunden erreichen zuallererst eine Kostensenkung. Denn, wieviel Zeit verbringen Mitarbeiter heute damit, Spam auszufiltern, E-Mails den verschiedenen Themen und Projekten zuzuordnen, und nachzufragen, ob man ein gewisses E-Mail nochmals senden könne, weil man es schlicht und einfach nicht mehr findet.

Die Mitarbeiter werden aber auch produktiver, weil sie überall, mit jedem beliebigen Kommunikationsmittel, im Kontext miteinander Informationen austauschen können – sogar via SMS, wenn es denn sein muss.

Stellen sie sich vor, sie sind in einer Sitzung und brauchen einfach rasch eine Zahl von einem Mitarbeiter, der irgendwo unterwegs und weder über Telefon, noch E-Mail erreichbar ist. Sie senden ihm direkt aus dem Colayer Dokument eine SMS und E-Mail. Er antwortet, sobald er Zugriff hat, zum Beispiel über sein iPhone per E-Mail und fügt eine Grafik bei. Seine Antwort erscheint an der Stelle des Colayer Dokuments, aus der die Anfrage gesandt wurde. Weil die Antwort wichtig ist, beept Colayer und sie können das Resultat noch während der Sitzung präsentieren.

Wohin werden sich solche Tools entwickeln?
Markus Hegi: Intranets werden abgelöst durch Tools wie Google Wave oder Colayer. Mitarbeiter wollen auf einen Blick mit für sie relevanten Informationen gefüttert werden. Sie wollen in Echtzeit über relevante Veränderungen informiert werden und sofort auf Veränderungen reagieren können. Die starren Strukturen der heutigen Intranets machen sie für die Benutzer unattraktiv und sie werden daher kaum benutzt.

Colayer gibt dem Mitarbeiter jederzeit den Überblick über das wirklich Wichtige, und Werkzeuge, um Informationen sofort zu bearbeiten. So werden Intranets hoch interaktiv und von allen Mitarbeitern als Kommunikations- und Arbeitstool genutzt.

Colayer könnte auch Knowledge Management Systeme ablösen oder ergänzen. Knowledge Management Systeme haben die unschöne Angewohnheit, nicht zu vergessen. Zu Beginn halten sie Best-practices fest, mit der Zeit verstärken sie aber das „das haben wir schon immer so gemacht“ und ihr Vorteil kehrt sich in einen Nachteil. Innovation und Ideenfindung brauchen Chaos, Unternehmen benötigen aber ein Tool, um dem ‘kreativen Chaos’ eine Struktur zu geben. Das machen wir mit Colayer.

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Finanzkrise – ein Company 1.0 Problem

von Reto Hartinger

Es wurde mir im Vortrag von Jürg Stucker zum Thema Intranet; Wiki in Unternehmen klar: Dass es zu einer derart grossen Fehleinschätzung der Subprime Titel kommen konnte war und ist ein Problem der 1.0 Firmen. Was meine ich damit und wieso komme ich darauf? Ein Wiki braucht eine ganz andere Unternehmenskultur, wenn plötzlich alle alles einsehen und verändern können. Hierarchie tritt in den Hintergrund – die beste Idee ist gefragt und es braucht eine Streitkultur um zum besten Resultat zu gelangen. Es kann auch der Lehrling eine gute oder die beste Idee haben und Beiträge des Chefs müssen bzw dürfen von allen korrigiert bzw verändert werden.

Genau das ist in der Bankwelt nicht gefragt. Recht hat wer in der Hierarchie höher gestellt ist oder wer den grössten Bonus erhält. Man kann mir nicht sagen, dass es nicht hunderte von Mitarbeitern bei jeder grossen Bank gegeben hat, welche die Subprime-Papiere nicht richtig eingeschätzt hat – nur seine Meinung war nicht gefragt, sie hätte kurzfristig einen hohen Bonus eines Anderen, in der Hierarchie Höhergestellten verhindert. 

Die UBS geriet in die Krise und was hat es geheissen? Ospel sei unersetzbar. Wie bitte? Welches Argument wurde gebraucht, um das zu begründen? Weil es niemanden gibt, der sich in dieser Situation durchsetzen könne. Na also – Hierarchie ist eintscheidend – nicht die Inhalte, nicht die beste Lösung. Die findet in einer solchen Konstellation einfach nicht Gehör.

So lange wir unsere Firmen nicht entsprechend umbauen, werden wir diese Kolosse langfristig nicht aus der …. reiten und vor allem werden wir wieder in die nächste Krise schlittern.

Kann die Informatik bzw das Web dazu einen Beitrag leisten? Vielleicht. Aber es hat noch nie ein Instrument eine Veränderung gebracht – Veränderung findet in Köpfen statt, nicht in PCs. Sie ermöglichen aber den Prozess, sofern die Köpfe folgen. 

Transformieren wir unsere Firmen zu Company 2.0 Organisationen. Lasst uns diese definieren.

Explorer ist einfach zu lahm

von Daniel Niklaus

Nein, ich will kein Microsoft Bashing starten.
Der Explorer hat eine viel zu lahme Javascript Engine. Safari, Opera, Chrome und auch Firefox 3.0 führen Javascript Code doppelt so schnell wie der IE8 aus. und dreimal so schnell wie der weit verbreitete IE 7. Ganz zu schweigen von dem immer noch oft eingesetzten IE 6.x.

Ist das schlimm?
Ja – das ist schlimm. Je schneller Javascript im Browser ausgeführt wird, desto mehr fühlen sich Anwendungen im Browser wie auf dem Desktop an. Die Excel Variante von Google Docs ist im Chrome deutlich angenehmer, als im IE7. Und damit wechsle ich als Kunde viel lieber von der lokalen Installation auf meinem eigenen Computer auf die Internet Version.

Will das Microsoft überhaupt?
Sicher nicht! Office, MSN, Outlook soll nach deren Vorstellung noch möglichst lange auf dem Desktop verharren. Ist das Gut für die Kunden? Eher nicht. Mit Online-Software müssen sich die Kunden nicht mehr um Backup & Co. kümmern. Sie greifen von zu Hause, im Büro und von Hawaii aus den Ferien auf ihre Daten zu. Viel Komfort.

Wer kann helfen?
IT Chefs von Schweizer Grossfirmen. Novartis, Nestlé, UBS, SMH & Co. sind international verteilt. Sie schliessen mit Microsoft die grossen Deals ab und haben oft den Explorer im Firmennetzwerk im Einsatz. Wenn dort vermehrt auf Onlinesoftware gesetzt wird, sollten diese beachten, dass der Explorer die eigenen Entwicklungen behindert und sich Alternativen überlegen. Microsoft achtet sehr genau darauf, wie sich internationale Grossfirmen verhalten und ist durchaus bereit auf deren Wunsch Anpassungen vorzunehmen.

Liebe IT Chefs von Schweizer Grossfirmen sprecht MS darauf an. Testet Onlineapplikationen mit anderen Browsern. Da ihr ja eh schon vermehrt auf Online-Applikationen setzt, profitiert ihr am meisten, wenn der IE endlich eine schnelle Javascript Engine spendiert bekommt.

Texten im Internet: So werden die Inhalte gelesen

von Beat Z'graggen

Internetbesucher sind ungeduldig. Wenn sie nicht innerhalb von 6 – 8 Sekunden erkennen, dass sie auf der richtigen Seite sind, ziehen sie weiter. Ausserdem unterscheidet sich das Leseverhalten im Internet in einigen Punkten wesentlich von gedruckten Unterlagen. Deshalb ist es nicht nur wichtig, was Sie sagen, sondern auch, wie Sie es sagen!

Beim Texten im Internet reicht es nicht aus, so wie im Printbereich zu texten. Am Bildschirm wird langsamer und ungenauer gelesen. Dies ist das Ergebnis mehrerer Untersuchungen. Die Lesegeschwindigkeit ist gegenüber Papier um 25 bis 30 Prozent geringer. Nur 16 Prozent lesen einen Text von Anfang bis Ende. Der Inhalt wird ungenauer und unkonzentrierter wahrgenommen, maximal die Hälfte des Textes bewusst aufgenommen.

Die meisten überfliegen den Inhalt lediglich und bleiben bei Schlüsselwörtern hängen, nach denen sie suchen. Informationen, welche ohne Scrollen sichtbar sind, finden besondere Beachtung und die Botschaft, weswegen man die Seite lesen sollte, gehört an den Anfang der Seite.

Mit diesem vierstufigen Aufbau werden Ihre Internettexte beachtet

  • Die Überschrift verrät sofort, um was es geht: Internetleser entscheiden meist schon bei der Überschrift, ob sich das Weiterlesen lohnt. Formulieren Sie diese deshalb so, dass der Leser sofort erkennt, ob ihn der Text persönlich betrifft und welcher Nutzen für ihn drinsteckt.

  • Die Einleitung fasst das Wichtigste des Texts zusammen: Konkretisieren Sie den in der Überschrift angedeuteten Nutzen, indem Sie das Wichtigste des Texts am Anfang kurz zusammenfassen. Sorgen Sie dafür, dass sich die Einleitung vom restlichen Text deutlich absetzt, zum Beispiel durch eine fette Schrift.
  • Der Hauptteil liefert die Detail- und Hintergrundinfos: Bieten Sie ohne Umschweife die Fakten. Zum Beispiel eine Produktbeschreibung oder eine Anleitung. Hier einige Hinweise zum online Texten.
  • Eine Handlungsaufforderung gehört auf jede Seite! Mit der Handlungsaufforderung soll eine Reaktion beim Leser ausgelöst werden. Ob er direkt auf eine Kontakt- oder Bestellseite gelenkt wird, hängt vom Inhalt ab. Letztendlich soll er aber auf dem Auftritt bleiben, bis sie den Leser auf Ihr gewünschtes Ziel hingelenkt haben.

Grundsätzlich müssen Sie bei Texten im Internet drei Fragen beantworten: Warum soll Ihr Leser etwas tun? Diese Frage muss bereits in der Überschrift und Einleitung beantwortet werden. Was soll er tun? Beantworten Sie diese Frage im Hauptteil in Form von Lösungsansätzen. Wie geht er konkret vor? Was soll er als Nächstes tun? Achten Sie darauf, dass jede Seite eine Handlungsaufforderung hat.

Internet Texte werden kaum gelesen. In der Regel werden sie nur überflogen. Machen Sie sich diesen Umstand zunutze, indem Sie Ihre Leser mit Schnellstrassen durch den Text leiten und ihnen die Essenz des Inhalts präsentieren. Wie gehen Sie beim Texten im Internet vor? Verpacken Sie Schlüsselwörter und Nutzenaussagen in folgende Elemente:

  • Haupt- und Zwischenüberschriften
  • Hervorhebungen, wie farbige oder fette Textstellen
  • Aufzählungen
  • Hyperlinks
  • Bildunterschriften

Weitere Tipps, die Ihre Internet Texte leichter lesbar machen

  • Kurze Absätze: maximal fünf bis sieben Zeilen, durch Leerzeilen getrennt
  • Schriftgrösse mindestens 10 Punkt: Arial bzw. Helvetica als Schriftart ist am Bildschirm am besten zu lesen
  • Textbreite maximal 12 cm: Zum Beispiel im Rahmen eines Dreispaltendesigns mit dem Fliesstext in der Mitte
  • Einfache Satzkonstruktion: Vermeiden Sie Verschachtelungen. Ein Gedanke, ein Satz und lieber ein Punkt als ein Komma.

Nachdem Sie Ihre Seiten erstellt haben, überprüfen Sie diese mit der bekannten AIDA-Formel (ergänzt mit Zufriedenheit) und überprüfen Sie dies auch regelmässig mit geeigneter Internet Statistik:

  • Aufmerksamkeit: Erhält die Seite die Aufmerksamkeit der Besucher und kommt Ihre Botschaft in 8 Sekunden an?

  • Interesse: Stimuliert die Seite das Interesse des Besuchers und wird er darin bestärkt, dass er am richtigen Ort ist?
  • Desire (Verlangen): Inspiriert die Seite zu einer Handlung, die den Besucher zu einem Kauf, der Kontaktaufnahme (oder anderer Ziele) führt?
  • Aktion: Ist es für den Besucher offensichtlich und einfach, diese Handlung auszuführen?
  • Zufriedenheit: Stellt die nächste Seite, die der Besucher gewählt hat, ihn zufrieden, indem er genau das erhält, was er will, auf genau die Art und Weise, wie er es will?

Ursprünglich publiziert unter
Texten im Internet: So werden die Inhalte gelesen
Texten im Internet: Diese Fragen müssen Sie beantworten

69 % der Schweizer haben sich schon online beworben

von Beat Z'graggen

Die Onlinebewerbung ist in der Schweiz zum meist genutzten Instrument bei der Bewerbung um einen neuen Arbeitsplatz geworden. Dies geht aus einer internationalen Studie des Personaldienstleisters Kelly Services hervor. In Grossbritannien erhalten nur noch 9 % der Stellensuchenden ihre Stelle aufgrund eines klassischen Stelleninserates in einer Zeitung!

Kelly Services befragte über 115′000 Teilnehmer in 33 Ländern, davon 2′100 in der Schweiz. Gemäss der Studie haben sich 69 Prozent der Schweizer Jobsuchenden schon einmal online beworben. Mit dem Feedback zufrieden waren allerdings nur 41 Prozent. Trotzdem stuften 76 Prozent der Befragten die Onlinebewerbung als effektiv ein. Allerdings liegt sie damit nur auf dem zweiten Rang: Die traditionelle schriftliche Bewerbung halten nämlich 77 Prozent der Schweizer Befragten für effektiv, was im im internationalen Vergleich überdurchschnittlich viel ist.

Hier einige weitere Ergebnisse der Studie:

  • In Grossbritannien fanden nur noch 9% der Befragten ihre letzte Stelle durch eine Stellenanzeige bei einer Zeitung

  • 76% der Befragten aus den untersuchten 33 Ländern countries haben Ihre Bewerbung online eingereicht.

Die Studie bestätigt andere Umfragen, welche die überragende Bedeutung des Internet bei der Stellenvermittlung aufgezeigt haben (siehe z.B. Werbetrends in der Stellenvermittlung).

Der Artikel ist ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/69-der-schweizer-haben-sich-schon-online-beworben.htm
erschienen.

Internet Briefing zieht’s nach Bern

von Reto Hartinger

Das Internet braucht wieder eine Leistungsschau in Form einer Messe und einer Konferenz. Und zwar dort, wo die Kunden sind, in den Regionen. Das motiviert mich, zusammen mit der bereits etablierten Messen topsoft und OpenExpo Synergien zu nutzen und in Bern einen Kongress und eine Ausstellung zum Thema Internet zu organisieren.

In den Regionen zu neunen Kunden
Bis anhin waren alle Internet Briefings in Zürich. Internet Briefing hat aber auch viele Mitglieder aus dem Raum Bern und Mittelland. Ich halte dieses Gebiet für die zweitstärkste “Internet” Region, die wir nicht vernachlässigen wollen.

Die topsoft und OpenExpo bieten dem Internet Briefing eine gute Möglichkeit, das Berner Netzwerk stärker zu pflegen. Wir starten mit einer Ausstellung und einem Kongress in den gleichen Räumen der topsoft, der etablierten Fachmesse für Business-Software. Die Topsoft zieht in 2 Tagen ca 2000 Businessentscheider an. Die Besucher sind Geschäfts– und Bereichsleiter, IT-Verantwortliche, IT-Projektleiter, Berater sowie Entscheider und Mitarbeitende aus öffentlichen Verwaltungen und Behörden. Wir werden deren Fokus und das Besucheraufkommen erweitern.

Wir werden unsere eigenen “Interessenten” anziehen, also nicht einfach den Topsoft/OpenExpo Gängern einfach eine neue Kost anbieten.

Meine kleine Umfrage im Vorfeld zum Sinn und Erfolgschancen eines solchen Vorhaben war von Begeisterung bis totale Ablehnung alles drin. Vor allem aber gab es sofortige Zusagen für konkrete Unterstützung den Event bekannt zu machen. Grosse Mailverteiler wurden mir angeboten. Die Berner Szene hat sehr positiv reagiert.

Standkonzept
Als Internet-Briefing-Aussteller profitieren Sie vom «Rund-um-Sorglos-Paket». Es wird Einheitsstände (zu Fr. 4400.-) geben, die vollständig ausgerüstet sind – ein «Rund-um-Sorglos-Paket», einfach kommen PC einstecken und Prospekte auffüllen.

Konferenz “The Best of Internet Briefing”
Starker Part wird eine Konferenz mit unseren besten Themen sein.

E-Commerce Trends: Trends, Erfolgsrezepte, Cases, Technologien, Web 2.0, Userbewertungen, Zahlungssysteme, Logistik
E-Marketingstrategien: Wirkung, Konzepte, Resultate, Studien, Onlinewerbung, Suchmaschinenmarketing, Affiliates etc, E-Mailmarketing, CRM etc.
Websites der nächsten Generation: Cases, Technologien, Usability, User Generated Content und Bewertungen, Video, 3D, Web 2.0, Mash-up, RSS, Ajax, OpenID, Tiny URLs, Semantic etc.

Natürlich bin ich offen für weitere Themen. Einfach Referat anmelden

Networking Apéro
Am ersten Messetag organisieren wir einen Networking-Apéro, der von inside-it.ch offeriert wird.

Haben wir Deine Unterstützung?
Damit das gelingt, brauchen wir die volle Unterstützung aus dem gesamten Netzwerk. Was könntest Du zum Gelingen beitragen?

Fr. 200.- Rabatt am “Intranet 2.0 FORUM” für Internet Briefing Mitglieder

von Reto Hartinger

Intranetverantwortlich werden nicht grosszügig mit Veranstaltungen bedient. Man kann auch nicht wie bei Websites einfach einmal nachsehen was die Konkurrenz tut. So ist der Erfahrungsaustausch umso wichtiger. Das ECM Forum ist deshalb eine wichtige Grösse im Kalender der Intranet-Verantwortlichen. Dieses Jahr ganz im Zeichen von 2.0. Unser Mitglied Leila Summas Vortrag zum Beispiel segelt unter dem Titel Wanted: Mitarbeiter 2.0 – wenn Technologien auf Nutzer warten und Jürg Stukers Beitrag unter Vertrauensbasierte Zusammenarbeit in Enterprise Wikis – konsolidierte Praxiserfahrungen aus über 20 Projekten. Das Programm ist spannend – Titel wie Ajax und Web 2.0-Technologien: Potentiale und Ansätze in einem bestehenden Intranet und Die Rolle des Intranet Leiters: vom Webmaster zum moderierenden Wissensmanager lassen mich aufhorchen. Der Veranstalter bietet den Mitgliedern des Internet Briefings einen Rabatt von Fr. 200.- an (Fr. 799.- statt Fr. 995.-), einfach im http://www.ecm-world.ch/veranstaltungen/intranet-20-forum/anmeldung.html beim Gutscheincode Intranet Briefing eingeben. Nichts wie hin am 07.12.2007 ins Marriott Hotel in Zürich.

Web 2.0: 2/3 der Schweizer Kommunikationschefs lesen Blogs

von Beat Z'graggen

Marcel Bernet präsentierte am Lunch-Event des Internet-Briefing eine Studie zum Web 2.0 auf Basis einer Umfrage bei den 200 grössten Unternehmen und Organisationen der Schweiz. Eines der Resultate: Zwei Drittel der Kommunikationschefs der grossen Organisationen lesen bereits Blogs. Einen eigenen Blog haben aber erst 7 %. Hier eine Zusammenfassung für diejenigen, die nicht dabei sein konnten.

Bei der Umfrage wurde nach den bisherigen Einsatzgebieten von Web 2.0 Anwendungen gefragt. Demnach wird die Kommentarfunktion für normale Webseiten bereits von 24 % der Schweizer Unternehmen und Organisationen eingesetzt und weitere 24 % planen, dies einzuführen. Viele der anderen Möglichkeiten von Web 2.0 werden zuerst intern ausgetestet bevor man diese öffentlich einsetzt.

Besonders überraschend war, dass bereits zwei Drittel aller Befragten angeben, dass sie im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit Blogs lesen. Marcel Bernet hat zwar die Befürchtung geäussert, dass die Umfrage verfälscht sein könnte. Wenn Umfragen zum Leseverhalten gemacht werden, geben auch die meisten an, sie würden renommierte Zeitungen wie die NZZ lesen und kaum jemand das Penthouse. Da Blogs heute in sind und zum guten Ton gehören, ist es denkbar, dass die Zahl ein wenig höher ist als dies dem effektiven Leseverhalten entspricht. Aber auch dann ist nicht zu übersehen, dass sich die Blogs einen festen Platz im Medienkonsum der Kommunikationschefs ergattert hat.

Journalisten glauben eher Mitarbeiter-Blogs als Firmenblogs
Nur 8 % der Befragten versenden Pressemitteilungen auch an Blogger. Dort herrscht sicher noch ein Nachholbedarf. Gemäss Marcel Bernet wissen auf der anderen Seite die Journalisten der NZZ nie, ob sie eher den offiziellen Pressemitteilungen von Microsoft glauben sollen oder als Informationsquelle nicht eher die Blogs der Microsoft Mitarbeiter nutzen sollen.

Erst 12 % der befragten Unternehmen führen selber einen Blog. Die Ängste sind gerade bei grossen Organisationen noch gross, die neuen Möglichkeiten nicht handhaben zu können. 63 % der Befragten haben angegeben, dass sie bereits Video-Podcasts einsetzen oder dies zumindest geplant haben. Es ist hier allerdings zu vermuten, dass die Befragten einfach an irgendwelche online zur Verfügung gestellten Videos gedacht haben und nicht unbedingt an Podcasts.

RSS wird von den wenigsten genutzt. Nur gerade 13 % setzen RSS ein. 45 abonnieren die Inhalte per E-Mail. 7 % der Befragten gaben an, auf Second Life präsent zu sein. 92 % sagten aus, dass sie keine Absicht haben, dieses Medium zu nutzen.

Gemäss der Umfrage betreiben 13 % eigene Wikis, vor allem für interne Zwecke. Und 13 % planen die Einführung einer solchen von mehreren Autoren geführten Informationssammlung für die nächsten zwei Jahre. Fast die Hälfte der Schweizer Unternehmen und Organisationen betreibt ein Monitoring von Online-Inhalten. Überraschend war, dass viele davon klassische Mediendienste wie Argus verwenden.

An der anschliessenden Diskussion wurden auch Dienste wie Trigami besprochen, über welche Blogger bezahlt werden können, etwas zum eigenen Angebot zu schreiben. Trigami kennt zwar ca. 1′500 Blogger aber die grossen und wichtigen Blogs sind zum grössten Teil nicht darunter.

Cross-Posting von
http://news.worldsites-schweiz.ch/web-20-23-der-schweizer-kommunikationschefs-lesen-blogs.htm

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