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Wen das Ego dem Geschäftsinteresse im Wege steht

von Reto Hartinger

Firmen haben eine Persönlichkeit, einen Charakter, eine Seele. Dasselbe gilt für deren Produkte. Als Firmeninhaber in Start-up’s muss man genau das sehr gut pflegen. Je früher man damit beginnt desto besser wird die Firma wachsen, werden sich die Mitarbeiter und die Kunden damit identifizieren können. Oft ist es aber so, dass die Start-up’s starke Gründerpersönlichkeiten haben und deshalb die Firmenpersönlichkeit darunter leiden könnte, dann wen der Gründer die Differenz zwischen Firmenwohl und Eigenwohl nicht macht. Gestandene, grosse börsenkotierte Unternehmen haben dieses Problem manchmal auch. Steve Jobs hat den Grundsatz der Firmen- und Produktepersönlichkeit verinnerlicht. Es gab aber auch die Marke Steve Jobs. Beide haben sich beflügelt. Aber quasi an seinem Totenbett hat er etwas gemacht, das er immer allen verboten hat: Er hat Details über kommende Produkte ausgeplaudert. Dieses eine Mal war ihm sein Ego im Wege. Er wollte in seiner Biografie niedergeschrieben haben, dass er der Vater von kommenden Produkte war. Damit man ganz sicher ist, hat er ziemlich viele Details des iTVs ausgeplaudert. Ich hoffe, dass der iTV wirklich sehr bald kommt, sonst hat die Konkurrenz Zeit, einsprachgesteuertes und ein gestengesteuertes Interface zu entwickeln.

Als Leo Apotheker verkündete, dass HP sein PC-Geschäft möglicherweise aufgeben werde, war das an sich ja kein schlechter Gedanke. Er hat ihn aber zu früh ausgesprochen. Dies nur um der Analystengemeinde zu gefallen. Dem Aktienkurs und seinem Image als Stratege zum Wohle. Leider hat er nicht abgeklärt zu welchen Bedingungen das zu haben ist. Es hat einfach im Moment gut getönt. Dass das PC-Geschäft Synergien hat, welche Optionen in Frage kommen, schliessen, verkaufen, splitten, Management buy out etc, hat er nicht abgeklärt. Aber im Zuge seiner Aussagen wurden gleich Leute aus dem Tablet-Team entlassen, obwohl genau das WebOS am besten hätte verkauft werden können. Die Aussage war eine Operation am offenen Herzen. Die muss schnell gehen, sonst verblutet der Patient – ja der ganze, es stirbt nicht nur das Herz. Ein schlagkräfitges selbständiges PC-Geschäft wäre stärker gewesen als eine, in den Augen des Vorstandes, Spielzeugabteilung die zuwenig Marge bringt und damit zu wenig Fokus des Managements bekommt.

Ein Manager der heutzutage eine Firma ruiniert, sei dies nur mittels einer Bemerkung, wird hochstenfalls ohne Beifall, aber mit einer hohen Abfindung entlassen. Ihm hinterher gehen oft Mitarbeiter, ohne Sozialplan.

Nach Jungunternehmern gibts jetzt den Junginvestor

von Reto Hartinger

Jungunternehmer haben es schwer. Sie  rackern sich zu Tode, um immer weniger Anteile an der Firma zu halten. Oft scheitert das Unternehmen, ausser Spesen und viel Arbeit nichts gewesen. Das gilt leider auch für Junginvestoren. Sie investieren in verschiedene Start-up’s, aber irgendwie immer in die falschen. Investieren will gelernt sein, doch eine entsprechende Ausbildung gibt es nicht. Die SECA, der Investorenverband,  ruft die Young SECA ins Leben.

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Alan Frei

Co-President
Working Group Young SECA

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Cédric Vollmar

Co-President
Working Group Young SECA

Alan Frei und Cédric Vollmar stehen der Gruppe vor, die Neu-Investoren den Einstieg erleichtern soll. Sie bieten Networking und Coaching an. Gruppenmitglieder sollen in erster Linie erfolgreiche Unternehmer unter 40 sein. Wer einen Exit hinter sich hat und die Energie und über das Nötige Kleingeld verfügt, um sich als Business-Angel zu engagieren, soll der Young SECA beitreten.

Mir hätte eine solche Gruppe sicher viel genützt. Leider war ich aber schon über 40 nach meinem Exit :-) also wäre ich nicht berechtig in die Gruppe einzutreten. Eigentlich schade.

Heute weiss ich, dass man fürs Investieren am besten auch eine Investoren-Gruppe bildet. Wieso sollen sich nicht Gleichgesinnte zusammen tun und zusammen in Junge Unternehmen investieren? Das nützt Investoren wie Jungunternehmen viel mehr. Doch leider kennen sich die Leute die einen Exit hinter sich haben und wieder investieren wollen nicht.


In 4 Minuten 10 000 User mehr

von Reto Hartinger
PR war schon immer die beste Möglichkeit um an mehr User zu kommen. Hinter Produkten müssen Geschichten stehen. Bei Webpages, Software oder Apps sind nicht Features die Zählen sondern deren Nutzen. Wer gar den Wert des Nutzens für den einzelnen sichtbar machen kann, der hat gewonnen. Webpages und neu natürlich auch Smartphone Apps müssen erlebbar sein. Meist dümpeln die Zugriffszahlen bzw. Downloads vor sich hin, bis die Initialzündung durch einen Artikel in einer grossen Zeitung oder ein Fernsehbeitrag ausgestrahlt wird. So ist es dem  Start-up  Spontacts ergangen. Hier und da mal ein kleine Erwähnung und in 6 Monaten 10 000 Downloads. Bist gestern, 10 vor 10. Ja die Nachrichtensendung hat einen 4minütigen Beitrag über Spontacts gemacht. Der Beitrag gleich 10 000 neue Downloads gemacht und Spontacts im Schweizer App Store  auf Platz 2, vor Facebook & co, gehieft. Spontacts ist eine App mit der man sich zu etwas verabreden kann. Jemand postet auf was er Lust hat und andere mit gleichen Interessen schliessen sich an. Wahrscheinlich braucht Spontacs noch viel mehr Downloads um die nötige Traction zu bekommen. Ich schätze mal allein im Grossraum Zürich müssten es 100 000 Downloads sein. Deshalb ist es wichtig, dass Spontacts jetzt dran bleibt, PRmässig. Jetzt nicht die Hosen in den Sack, sondern die Finger aus dem A. nehmen und eine weitere Erfolgsmeldung schreiben. Hat einmal ein Medium berichtet, ist es einfacher dass andere die Story aufnehmen. Jetzt sollte Blick & Co aufspringen. Bitte jetzt mit der Erfolgsmeldung raus, dass der 10vor10 Beitrag die User verdoppelt hat, was daraus entstanden ist. Zahlen, Fakten, Emotionen und Ambitionen. Geschichten müssen auch an Menschen aufgemacht werden. Das können die Gründer oder die User sein. Am besten beides. In diesem Sinne, warte ich mehr von Spontacts zu hören.
Mit dieser Story lassen sich auch Partner anschnallen. Wieso sollen die nicht Spontacts im grossen Stil nutzen um z.B. Premieren, Konzerte und andere Veranstaltungen zu pushen? Gas geben Jungs und über jeden weiteren Schritt informieren.

Googles Erfolgsstory in Gefahr

von Reto Hartinger

Google hat wieder ein blendendes Resultat erzielt und überrascht die Wall Steet positiv. Google kann wieder mehr Werbeeinnahmen machen. Diesmal verhilft Google die vormals verpönte Display-Werbung zu mehr Umsatz und auch Mobile Adertising kommt immer mehr in Schwung.  Google ist in einer beneidenswerten Position. Nein nicht wegen des Marktanteils, sondern weil Google bei jeder Aenderung vorher feststellen kann, ob sich diese positiv auf ihr Geschäfts auswirkt. Jede Aenderung wird zuerst bei einigen 1000 Usern ausprobiert und erst wenn feststeht, dass das Business davon profitiert, wird die Aenderung auf alle User übertragen.

Trotzdem, der Aktienkurs hat sich in den letzen Jahren schlecht entwickelt. Vor 5 Jahren wies Google ein P/E Ration von 40 auf, jetzt nur noch 20. Das heisst, die Aktionäre glauben axhon lange nicht mehr an eine Wachstumsgeschichte. Es bleibt eine One Product Company. Google steigerte seinen Kurs sogar weniger als Microsoft!  Apple macht in der gleichen Periode einen 4x grösseren Kurssprung. Es könnte für Google noch schlechter kommen.

Aus für Google-Suche im Mobile-Web

Mobile macht immer mehr des Internet Traffics aus und der ist in der Hand von Apples iOS. Gemäss ComScore machen iPod Touch, iPhone und iPad 97,2 % des Webtraffics in den USA aus. Das war bis anhin kein Problem, weil iOS User Google zur Suche benutzt haben. Mit dem iOS 5 und dem Personal Assistent Siri bekommt der iUser Google und dessen Werbeeinblendung nicht mehr zu Gesicht. Die Eingabe und Resultatausgabe erfolgt via Sprache. Siri interpretiert die Frage, sucht dann bei Google, Bing, Widipedia, Wolfram Alpha & Co und spricht das Resultat. OK, Siri kann nicht alle Fragen beantworten, aber immer mehr.

Siri erinnert mich an Knowledge Navigator, eine Apple Vision aus dem Jahre 1987 – also kurz nachdem Erscheinen des Macintosh. (zum Video des Knowledge Navigators). Damals gab es das Web noch nicht! Schön zu sehen, dass eine Vision sich so lange halten konnte und Steve seine Verwirklichung noch erleben durfte. Und so sieht das heute mit Siri aus (zum Video von Siri)

Mobile Werbung – Google hängt Apple ab

Googles Mobile Business macht pro Jahr 2,5 Mia Umsatz. Es steigert sich mit dem steigenden Anteil von Smartphones am gesamten Handymarkt.  Google geht davon aus, dass Mobile-Werbung im nächsten Jahr Displaywerbung überhohlt. Apples iAd Werbung konnte sich nicht durchsetzen. Sogar auf dem iOS ist Googles AdMob erfolgreicher. Es ist möglich, dass Apple iAd einstellt. Ein Teil des Oekosystems ginge verloren. Google wird diesen Markt beherrschen, es gibt keine ernstzunehmende Konkurrenz. Google wir also weiterhin von der wachsenden Mobile Nutzung profitieren. Sogar dann wenn Android Marktanteile verlieren sollte.

Der Motorolakauf schwächt Android

Mit dem Kauf von Montorala hat sich Google zwei Möglichkeiten erworben. Man könnte zum Hardwarehersteller werden, der, ganz wie Apple, die ganze Wertschöpfungskette beherrscht und damit bessere Produkte macht. Ganz wie Apple? Nicht ganz, denn Apple macht auch noch das Chipdesign. Google hat zwar auch ein Chipdesignteam aufgebaut, aber es ist zahlenmässig doch relativ klein. Als zweites Goodie verfügt Motorola über ein beeindruckendes Patenportefolio. So die Theorie.

Die Praxis könnte so aussehen. Apple ist bereits in einem Rechtsstreit mit Motorola verwickelt. Gewinnt Apple, ist das teuer gekaufte Patentarsenal nullkommanichts wert. Pech. Gewinnt Motorla, greift Apple die  Handyhersteller die Android benutzen weiterhin einzeln an, beim Design. Samsung hat kürzlich herbe Dämpfer einstecken müssen. So hat bis jetzt noch kein Gericht den Verkauf des iPhones verhindert, zudem hat Samsung in einigen Prozessen bereits verloren. Es erscheint immer wahrscheinlicher, dass das Verkaufsverbot einiger Samsungs Phones und Pads auf ganz Europa ausgedehnt wird.

Microsofts Gegenoffensive

Die Android-Allianz scheint Google nicht über den Weg zu trauen und setzt wieder, wenn auch zaghaft, auf eigene Betriebsysteme und auf Microsoft. Noch diesen Monat kommt endlich Nokia mit seinem ersten Windows Phone 7 getriebenen Handy auf den Markt. Auch Samsung lanciert WP7 Devices. Alle drei Firmen werden einen spektakulären Werbeauftritt hinlegen. Microsoft zahlt Nokia und Samsung 44 Mio Dollar an ihre Werbekosten. Man wird überall von WP7 sprechen, hören, sehen und riechen. Apple wird im grossen Stil mit Siri werben. In diesem Umfeld gibt es kaum Platz für Android, sich abzuheben.

Kein Durchbruch für Android auf Tablets

Bis jetzt hat sich noch kein Tablet am Markt durchsetzen können. Man traut dies am ehesten dem Amazon Kindle Fire zu. Das basiert zwar auf Android, hat aber eine ganz eigene Benutzerführung, eine eigene Suchmaschine und ein eigenes Oekosystem. Google profitiert in keiner Weise davon. Ein Beispiel das Schule machen könnte. So oder so, Android ist mit dem Kauf von Motorla nicht gestärkt, eher geschwächt worden.

Chrome als Wachstumstreiber

Googles Browser Chrome gewinnt immer mehr Marktanteile. Es ist eine Frage der Zeit, dass Chrome zur Nummer 2 wird. Im Schatten des Chrome Browsers lauert das Chrome Betriebssystem. ChromeBooks können eine eventuelle Schwäche von Android wieder ausbügeln. ChromeBooks können viel günstiger produziert werden als Intel basierende Ultrabooks oder Apples MacBook Air. Chromebooks könnten den Platz einnehmen den die Netbooks hinterlassen haben. Bis jetzt gibt es aber noch keine wirklich ansprechenden Hardwarekonzepte.

Kauft Google die PC-Sparte von HP?

Will Google endgültig auf den Pfaden von Apple gehen, so schnallt es sich die PC-Sparte von HP an. Damit würde Google dem ChromeBook Konzept den nötigen Schub geben. Google könnte HP/Motorola fusionieren und viel günstiger betreiben. Nur, gleich zwei solche Kolosse wären kaum beherrschbar. Google wird schon Mühe haben Motorola auf Google Spirit zu trimmen, geschweige denn HP, deren Business auf Micosoft-Produkten basiert. Mit Eric Schmidt verfügt Google über einen Manager der ein fusioniertes HP/Motorola Gebilde führen könnte. Eric Schmidt ist unterbelastet. Nur schon deshalb wird das Google Management mit diesem Gedanken spielen. Larry Page ist ein Mann der Risiken eingeht, grosse Risiken so sie Sinn machen. Man stelle sich vor, auf jedem HP PC der Zugang zu Googles Clouddienste, der Chromebrowser, Picasa, Desktop und Toolbar vorinstalliert. Docs würde Microsoft Office ernsthaft konkurrenzieren, Google Mail, Voice & Co  würden durchstarten. Das wäre ein empfindlicher Schlag gegen Microsoft.

Google verfügt über 43 Milliarden Cash. Ein HP Kauf könnte auch mit Cash und Aktien finanziert werden. Google führt sicher Kaufgespräche, selbst wenn sie das Ding nicht kaufen, so würden sie dem HP Management wenigstens die ChromeOS und ChromeBook Idee näher bringen und einen tiefen Einblick in die Funktionsweise der Microsoft-Welt geben.

Für HP wäre es nicht uninteressant, eine Beteiligung an Google zu halten. HP weiss, dass Google ihre PC-Sparte besser führen kann als sie selber. Es würde zu einem Massiven Stellenabbau kommen. Aber es könnte der erste Post-PC-Gigant entstehen. Wer schwieriger zu überzeugen wäre, sind die Google-Aktienäre. Ein solcher Deal würde die Gewinnmarge beträchtlich schmälern (obwohl Apple eine Marge einfährt die sich mit Software vergleichen lässt). Google müsste beweisen, dass es Winner-Hardware bauen kann: Smartphones, Tablets, Chromebooks, Notebooks, Desktops, Drucker …

Die Wettbewerbsbehörde würde den Deal durchwinken. Google würde nicht Marktbeherrschend.

Killt die US Patentreform Innovation?

von Reto Hartinger

Es ist ein unglaublicher Patentkrieg im Gange. Er verschlingt Milliarden, dem Enduser bringts nix, den Patentbesitzern zuerstmal auch nur Kosten. Da hören wir doch gerne, dass die Patentreform in den USA nur noch von Präsident Obama unterzeichnet werden muss. Sie wird als Jobgenerator gepriesen. Aha. Appe, Google, IBM, Intel, Microsoft & Co haben dafür Lobbyiert – Apple alleine hat im ersten Halbjahr 2010 1,5 Mio für Loggying zu diesem Thema ausgegeben und ist damit ein Kleiner.

Wer jetzt gedacht hätte, dass die Sache besser wird, irrt sich gewaltig. Es wird immer noch Softwarepatente geben. Was sich ändert ist, dass wer ein Patent zuerst einreicht der bekommt es zugesprochen. Die lange Abklärung wer die Idee wirklich zuerst hatte entfällt.

The new bill will grant patents to the first inventor to file an application, eliminating a time-intensive process used to determine who came up with an idea first.

Das spielt natürlich in die Hände der grossen Firmen. Leider werden Erfindungen meist nicht von grossen Firmen, sondern von Einzelpersonen oder kleinen Start-ups gemacht. Die besitzen leider das Geld nicht, die Patente anzumelden. Heute muss man mit ca 100 000 Franken rechen, um ein Patent durchzukriegen. Ob es etwas wert ist, kann bei Softwarepatenten erst vor Gericht eruriert werden. Es kann sein, dass dieser Betrag durch das neuen Prozedere sinkt. Ob ihn sich die Kleinen leisten können? Was meint ihr?

Innovations-News

von Reto Hartinger
Firmensprechtage zu F&E Fördermöglichkeiten am 12. und 13. Oktober 2011 in Zürich

In Kooperation mit accelopment bieten wir Ihnen die Möglichkeit, anlässlich der Firmensprechtage auszuloten ob und in welchem Rahmen F&E Fördermöglichkeiten für Innovationen in Ihrem Unternehmen beantragt werden können. Weitere Angaben finden Sie im beiliegenden Flyer. Ebenfalls in der Beilage finden zwei Erfolgsgeschichten. Mehr Informationen sowie das Anmeldeformular finden Sie unterwww.firmensprechstunde.ch,

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TEK/KTI-Veranstaltung zum Thema “Führung von Innovation in KMU” am 19. September 2011 in Zürich
Der Verein Technologietransfer für KMU TEK und die nationale Förderagentur für Innovation KTI sind Partner für technologie- und exportierte KMU, die am Technologietransfer mit der ETH und anderen Hochschulen interessiert sind. An der Veranstaltung vom 19. September 2011 im Technopark Zürich berichten Industrievertreter über ihre Technologietransfer-Erfahrungen. Im Anschluss an die Referate besteht die Möglichkeit an der Tischmesse mit den vertretenen Organisationen und Institutionen fachlich tiefer zu bohren. Mehr Informationen
www.tek-kmu.ch

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“Innovation als Wachstumsmotor – WTT CHost als Bindeglied zwischen Wirtschaft & Wissenschaft” am 6. September 2011 an der HSR Rapperswil
Das Konsortium WTT CHost informiert an dieser Veranstaltung über seine Rolle als Bindeglied zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Ziel ist, den Unternehmen die Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie von den vielfältigen Hochschulkompetenzen profitieren können. In drei Kurzreferaten berichten Unternehmens-Vertreter über ihre erfolgreiche Entwicklungs-Zusammenarbeit mit Hochschulen. Experten verschiedenster Fachrichtungen sind vor Ort und stehen als persönliche Gesprächspartner zu aktuellen Fragestellungen zur Verfügung. Mehr Informationen im beiliegenden Flyer oder unter www.standort.sg.ch

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Bundesinstrumente: KTI Innovationscheck und Innovationsvoucher


Innovationsscheck: leichter Einstieg in die F&E-Projektförderung
Im Juni 2011 hat die Kommission für Technologie und Innovation KTI eine neue Serie von Innovationsschecks lanciert. Insgesamt steht ein Budget von 1 Mio. Franken zur Verfügung. Mit dem Innovationsscheck können kleine und mittlere Unternehmen F&E-Leistungen von öffentlichen Forschungsinstitutionen in der Höhe von max. 7’500 Franken beziehen. Bis 15. November 2011 können Gesuche (aus allen Fachthemen) eingereicht werden. Die Vergabe erfolgt bis Ende November 2011. Der Innovationsscheck ist ein niederschwelliges Förderinstrument für KMU in der Schweiz. Für mehr Informationen siehe
www.kti.admin.ch/projektfoerderung/00029/index.html?lang=de


Pilotprojekt Innovationsvoucher

Ebenfalls vom KTI wurde diesen Sommer das Pilotprojekt Innovationsvoucher lanciert. Dieses ermöglicht in der Schweiz ansässigen KMUs und Startups, ihre Innovationskraft zu erhöhen und die Zeit von der angewandten Forschung bis zur Marktreife massgebend zu verkürzen. Mit einem minimalen administrativen Aufwand und Unterstützung bei der Gesuchseingabe durch Experten und Coaches können sich Unternehmen um einen Innovationsvoucher bewerben. Wie bei den bewährten KTI-Projekten verdoppelt das KTI die Investitionen der eingegebenen Forschungs- und Entwicklungsprojekte, indem es die Kosten für die ausgewählte Forschungsinstitution übernimmt. Neu ist, dass sich das Unternehmen den Forschungspartner selbst aussuchen und damit den zeitlichen Fahrplan selber bestimmen kann. Die ersten zehn Innovationsvoucher mit einem Gegenwert von je CHF 350’000 sollen noch dieses Jahr vergeben werden. Unlängst haben die ersten drei Unternehmen den Betrag von CHF 350’000 zugesprochen erhalten: Darunter zwei aus dem Kanton Zürich (siehe hierzuwww.ethlife.ethz.ch/archive_articles/110826_KTI_Voucher_tl/index). Innovationsvoucher-Kandidaten sind KMU und Startups “mit einer exportorientierten Strategie und einem hohen Technologieanspruch”. Mehr Informationen unter www.kti.admin.ch/projektfoerderung/00025/00135/index.html

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Informationen zu neuen EU-Ausschreibungen
Robert Luedi stellt regelmässig Informationen zu EU-Ausschreibungen zusammen. Hier ein Auszug aus seinem letzten Update: Am 20. Juli 2011 wurden rund 40 neue EU-Ausschreibungen zum 7. F+E-Rahmenprogramm der EU publiziert. Eingabetermine je nach Teilprogramm in 3-6 Monaten. EU-Fördervolumen von ca. 10 Milliarden EURO, wobei der Schweizer Anteil bei rund 3% liegen dürfte. Die detaillierten Themen/R+D Topics müssen in den oft sehr umfangreichen Arbeitsprogrammen von 100 und mehr Seiten ermittelt werden, aufgrund der Interdisziplinarität zunehmend in verschiedenen Dokumenten. Rund 500 einzelne F+E-Topics lassen sich in den diversen Arbeitsprogrammen ermitteln. Die Zusammenstellung aller Topics kann auf Wunsch angefordert werden. Mehr Informationen erhalten Sie über
robert.luedi@bluewin.ch bzw. www.luedi-consulting.ch.

Geschäftsstrategie schärfen

von Reto Hartinger
Mit diesem Programm begleiten wir innovative, vielversprechende Projekte/Spin-offs auf dem Weg zum erfolgreichen Start-up. Dabei entwickeln oder überarbeiten die Teilnehmenden in 5 Tagen ihr Businessmodell und schlagen weitere Pflöcke in den Bereichen Strategie, Marketing, Finanzen und IP-Schutz ein. Abgeschlossen wird das ganze am 5. Tag mit einem 7-minütigen Pitch vor Experten. Überwww.venturelab.ch/vplan findest Du weitere Informationen zu den Inhalten und Zielen.
Melde Dich doch unter www.venturelab.ch/vplan gleich für den terminlich passenden Kurs an. Wir werden Dich dann umgehend für den Workshop einladen. Der nächste «venture plan» im Technopark Zürich startet übrigens am 8.September 2011. Nutze die Chance, Deinem Projekt/Start-up neue Impulse zu geben!

Du bist dabei, ein Projekt auf die Beine zu stellen, hast konkrete Vorstellungen wie das vor sich gehen soll. Vielleicht hast Du bereits einen Prototypen. Alles ist klar. Startklar. Wirklich? Ich kann Dir nur empfehlen, Dein Idee, Dein Businessplan und Deine Strategie kritisch zu hinterfragen und zwar nicht einfach in Deinem Umfeld sondern von und mit Profis. Das Institut für Jungunternehmer hat ein Workshop worin die Teilnehmenden in 5 Tagen ihr Businessmodell entwickeln oder überarbeiten. Damit schärfst Du Strategie, Marketing, Finanzen und IP-Schutz und machst ein stimmiges Konzept. Abgeschlossen wird das ganze am 5. Tag mit einem 7-minütigen Pitch vor Experten (ca 20). Das sind zu 70 % Geldgeber bei denen Du auch sofort Feedback über Deine Finanzierungschancen erhalten kannst.

Weitere Informationen zu den Inhalten und Zielen. Der nächste «venture plan» startet  am 8.September 2011 im Technopark Zürich. Nutze die Chance, Deinem Projekt/Start-up neue Impulse zu geben!

Google kauft Motorola Mobility

von Reto Hartinger

Das Patentegezänkt um Android könnte ein Ende haben. Google kauft Motorola Mobility und steigt damit ins Hardwarebusiness ein. Nun bringt Motorola nicht nur eine gute Distribution ein, sondern auch einige Patente. Vor allem aber muss jetzt Microsoft und Apple gegen Google/Motorola direkt prozessieren.

Mit dem Kauf von Motorola kann Google wie Apple Betriebsystem und Hardware aufeinander abstimmen. Vielleicht sogar auch beim Prozessordesign mitreden. Gleich lange Spiesse um das beste Produkt hervorzubringen. Google kann so auch endlich mit Android direkt Geld verdienen.

Was passiert mit HTC & Co wenn Google einen eigenen Hardwareproduzenten hat? Werden sie Android noch stärker ändern müssen? Werden sie sich vermehrt in Microsofts Arme begeben? Beides. Sie könnten theoretisch im Patentstreit noch geschwächter dastehen. Zugang zum Betriebssystem erhalten sie gegenüber Motorola viel zu spät und müssen die optimale Hardware nachbauen.

Eine Chance für Microsoft doch noch signifikant Marktanteile zu erhalten. Sollte dies nicht aufgehen, kann Microsoft immer noch Nokia kaufen. Dann hätten alle Betriebssysteme ihre eigene Hardware. Der Rest würde zwischen den Fronten aufgerieben.

Für Apple ändert sich kaum etwas, ausser dass Android besser wird. Gerade im Tablet-Bereich ist wohl nur ein Hardware/Software-Anbieter in der Lage mit Apple zu konkurrenzieren.

SVOX wird in die USA verkauf – weiterer erfolgreicher Exit

von Reto Hartinger

Schon wieder ein erfolgreicher Exit. Das ehemalige ETH Spinnoff Svox von Volker Janzen und Christof Traber, geht für über 100 Millionen an die amerikanische Firma Nuance. Wenn in einem Gerät eine Computerstimmt ertönt und diese klingt als spreche ein Mensch, steckt Svox-Technologie dahinter, zum Beispiel im Navigationssystem TomTom. Wobei Svox nicht nur in Sprachausgabe führend ist sondern auch in Spracheingabe. Der mit 100 Mitarbeitern starke Schweizer Hauptsitz wird als Forschungsstandort weiter bestehen bleiben. Die Svox hatte auch schon schwierige Zeiten hinter sich, weshalb ich Investoren und Gründern mein Hochachtung ausspreche.

Serial Entrepreneur David Marcus macht wieder Kasse

von Reto Hartinger

Der Genfer David Marcus hat sich spezialisiert in Mobile und Bezahlsysteme. Sein erstes Unternehmen, die Echovox, hat er Anfang 2000 in Genf gegründet. Echovox befasste sich mit mobilem Datentransfer, inklusive Gebührenerfassung und -verrechnung. Reuters,  RTL und Edipresse gehörten zu den Kunden, die  Inhalte gegen Bezahlung in TV-Shows, Dating, Ratespielen  und Chats anboten.  Es zog David Marcus 2008 ins Silicon Valley um seine Beziehungen in der Telcowelt  weiter zu entwickeln und besser vermarkten zu können. Daraus entstand die Firma Zong, welche das Einkaufen via Handyrechnung ermöglicht. So können innerhalb einer Facebook-App oder von Online-Spielen in zwei Schritten digitale Güter gekauft werden. Ebay übernimmt für 240 Millionen Dollar Zong vollständig und nutzt Zong für den Bezahldienst Paypal.

Aus der Schweiz heraus wäre ein solcher Deal mit Paypal kaum möglich gewesen. Den Schritt über den Teich kann sich lohnen.

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