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Wieso haben wir nicht? Wie schnell können wir? Was kostet das?

von Reto Hartinger

Irgendwann werden alle nervös, vor allem dann, wenn der Konkurrent etwas Neues gemacht hat vor dem man überrascht wurde. Dann gibt es eine Kaskade – Die Geschäftsleitung geht zum CTO, der zum Projektleiter und dieser wiederum zu seinen Entwicklern. Wieso haben wir nicht? Wie schnell können wir? Was kostet das? Und was antworten die? Wer keinen schlechten Eindruck machen will, sondern eine konkrete kompetente Antwort, für den habe ich den Developer Summit mit den Themen bespickt die in den nächsten 12 Monaten auf CTOs, Projektleiter oder Entwickler zukommen könnten.

Ich bin auch sicher, dass Du an einigen Themen bereits dran bist. Die Entwickler-Konferenz hilft Dir nicht nur aus der Patsche, sie gibt die Inspiration, Wissensvorsprung und gibt konkrete Lösungen.

Internet Briefing Entwickler Konferenz

7. April 2010    Hotel Widder Zürich

  • Real-Time Web: Technische Standards und Herausforderungen
  • Twitterapplikationen programmieren
  • Single Sign on mit Facebook, Twitter, und Google-ID
  • Facebook Applikationen entwicklen
  • Implementierung einer State of the Art iPhone App
  • Entwickeln für den iPad
  • Programmieren für The Web of Things
  • NoSQL oder Not only SQL
  • Skalierbare Applikationen mit HTTP
  • Atomisierung von Komplexen Systemen – Software-Architekturen für die Web-2.0-Welt
  • Boosting Requirements Analysis
  • Software Estimation: The impossible task?
  • “One Web”
  • Für Mitglieder und Sponsoren Fr. 440.-
    Nichtmitglieder bezahlen        Fr. 580.-

    Anmeldung: Entwicklerkonferenz

    Real-Time Web: Technische Standards und Herausforderungen
    Jürg Stuker, CEO namcis AG

    Die Veränderung des Userverhalten und erfolgreiche Anwendungen im sozialen Internet haben einen massiven Einfluss auf Anwendungen, Infrastruktur und Anwendungsentwicklung. Der Beitrag zeigt die wichtigsten Entwicklungen zusammen mit Standards und Entwicklungsaspekten. Inbs. betroffen davon ist Caching, die Datenspeicherung und Benachrichtigungsmechanismen.
    Real-Time Web anhand von typischen Anwendungen erkärt:

    • Wie verändern sich die Erwartungen der User und neue Herausforderungen
    • Geschwindigkeit
    • Aggregation
    • Relevanzgewichtung / Filterung
    • Technische Implikationen inkl. Sicht auf Lösungsansätze
    • Benachrichtungssysteme
    • Aktualisierung von Datenbeständen
    • Aggregation von Quellen
    • Deduplizierung
    • Clients

    Twitterapplikationen programmieren
    Christian Stocker, Partner Liip AG

    Information in Echtzeit gehört zu den wichtigsten neueren
    Entwicklungen im Webbereich – Twitter ist dafür das Paradebeispiel.
    Anhand eines konkreten Beispiels und echter Use Cases besprechen Hannes und Christian wie man eine Twitter App programmiert:

    • Twitter Tools und Libraries für PHP, JS usw.
    • Relevante Standards in der praktischen Anwendung, oAuth & friends
    • SUP und FriendFeed
    • PubSubHubbub & Co.
    • Realtime, Geolocation und Mobile
    • Ausblick: Comet und node.js

    Single Sign on mit Facebook, Twitter und Google-ID
    Dani Niklaus, CEO Netlive GmbH

    In diesem Seminar erhalten Sie einen Überblick zu den aktuellen sozialen Netzwerken und was diese den Entwicklern für Möglichkeiten bieten. So feiert Single-Sign on mit Google Friend Connect und Facebook Connect Auferstehung. Wer einen neuen Dienst startet und User gewinnen will, tut gut daran, dass die User kein neues Passwort anlegen müssen, sondern gleich mit ihrem Google und Facebook Account anmelden. Lernen Sie in diesem Workshop welche Anforderungen an Ihre Applikation gestellt werden und wie Sie Userdaten und Inhalte über API mit Google und Facebook austauschen.

    • Überblick zu den Möglichkeiten der Integration mit Google, Facebook und Twitter
    • Facebook Connect und Google Friend Connect, wie der Login von fremden Diensten genutzt wird
    • API für Datenaustausch mit Facebook

    Facebook Applikationen entwickeln

    Lukas Fischer, CEO netnode IT services GmbH
    Mit über 400 Millionen Mitgliedern ist Facebook das grösste soziale Netzwerk der heutigen Zeit. Facebook stellt zahlreiche Schnittstellen und Möglichkeiten zur Verfügung um eigene Inhalte und Funktionen auf der Facebook Plattform zu realisieren. Dieser Vortrag erklärt was heute möglich ist und wie eine Facebook App entwickelt werden kann. Anhand eines konkreten Beispieles wird erklärt wie eine Facebook App funktioniert und was berücksichtigt werden muss.

  • Was sind Facebook Apps?
  • Was kann ich mit Facebook Apps machen?
  • Architektur von Facebook Apps
  • Was ist Facebook Connect?
  • Verschiedene Integrationsmöglichkeiten von Facebook
  • Die Grenzen von Facebook Integration?
  • Business Aspekte: – Warum überhaupt eine Facebook App?
  • Wie kann ich meine Facebook App promoten?
  • Skalierbare Applikationen mit HTTP
    Patrice Neff, Mitgründer memonic.com

    Dank HTTP konnte das Web auf nie gekannte Grössen erweitert werden. In diesem Vortrag zeigt Patrice Neff, wie Sie mit den gleichen Technologien auch ihre eigene Applikation erfolgreich skalieren können. Mit REST Web Services und Cloud Services ist es heute möglich, schnell und günstig stabile und zukunftsgerichtete Applikationen zu bauen. Die präsentierten Technologien bilden die Grundbausteine von memonic.com undlocal.ch.

    Patrice Neff ist Mitgründer von memonic.com, ihrem persönlichen digitalem Notizbuch. Davor war er als Frontend Lead bei local.ch tätig und hat dort ebenfalls beim Aufbau der Plattform mitgeholfen.

    Boosting Requirements Analysis

    Marcel Altherr, CEO beck et al projects ag

    Agile Methoden unterscheiden sich in der Erfassung und Beschreibung von Anforderungen deutlich von traditionellen Vorgehensweisen. Wir zeigen in unserem Vortrag ein Vorgehen, das uns erlaubt, ein initiales Product Backlog innert drei Tagen gemeinsam allen Anspruchsgruppen priorisiert und sprintfähig zu erstellen. Die von uns angewandte Methode ermöglicht eine synergetische Interaktion der Stakeholder und erlaubt uns eine effiziente Zusammenführung der verschiedenen Perspektiven in umsetzbare User Stories.

    Software Estimation: The impossible task?

    Aaron Across, Techlead Developer, Google Inc.

    Aaron has learned a lot about software estimation in these past years. The more
    I learn the more “inaccurate” my estimates become, ;-), not really. Actually, I am
    getting better at dealing with uncertainty and have developed some basic techniques
    that are useful for software estimation.
    The most important thing that I’ve learned is that you have to become good at
    “measuring” software efforts. Without past metrics it is just impossible to come
    up with good predictions. The same is valid in other forecasting fields: weather,
    finance, etc. The more past data you have the better your predictions become.

    • Simple techniques to collect past data
    • How to come up with better estimates than just “educated” guesses.
    • Combination of Agile estimation methods and traditional techniques: story points, lines of code, recording change lists and times, triangulation, velocity, scopecreep factors, etc.

    One Web
    Yoan Blanc, CEO doSimple

    Tims Berner Lee said: “Whatever the device you use for getting your information out, it should be the same information.” Browser war is back with the very strong pression from Google with its excellent Google Chrome. But now, the devices range where it happens it wider and more complex. Mobile phones, Netbooks, PDA, as well as the usual so-called PC and the now ubiquitous laptops. Web widgets (Netvibes, iGoogle), Platform-specific applications (Facebook), Phone applications (iPhone, Android, Pre), … are or were hype, depends on your point of view. Developing specific application is a dead-end. Like Microsoft Internet Explorer 5 only was a dead-end, iPhone only is one too nowadays. This presentation aims to show what kind of simple things can be done to offer a great experience on even more devices than the usual ones we think about. Making a mind shift from “I need an iPhone app for my website” to “I need to offer a valuable experience of my website on any devices to anyone”
    Titel des Referates

    - Get to know the technologies available to seamlessly degrade a traditional desktop experience to a netbook, mobile phone experience. But also the ones that can enhance it as well.

    NoSQL not only SQL
    Dr. Michael Marth, Inhaber marth.software.services

    Im Umfeld der Datenspeicherung zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab: weg vom Monopol der relationalen Datenbanken hin zu einer Vielzahl verschiedener Ansätze, die für bestimmte Anwendungen besser geeignet sind.
    Diese alternativen Ansätze umfassen Dokument-orientierte Speicher (z.B. Apache CouchDB), Content-orientierte Systeme (z.B. Apache Jackrabbit) oder Key-Value Stores (z.B. Amazon SimpleDB oder Project Voldemort).
    Neben nicht-relationalen Datenmodellen steht hohe Skalierbarkeit (”Web Scale”) im Fokus einiger dieser Projekte. Im Hinblick auf “Web-Tauglichkeit” wird der Kompromiss zwischen Daten-Konsistenz und Skalierbarkeit neu bewertet. Ein anderer Fokus ist der Verzicht auf Daten-Schemata und die daraus resultierende Agilität bei der Entwicklung.
    Michael bietet einen Überblick über die Landschaft der vielen RDBMS Alternativen, die sich derzeit unter der Bezeichnung “NoSQL” formiert.

    • Überblick über NoSQL: neues Denken bei den Datenbanken
    • NoSQL-Themen: Eventually consistent (statt ACID), Web Scale (sehr hohe Skalierbarkeit) und Schemafreiheit (agile Entwicklung)
    • Beispiele für NoSQL Datenbanken: Apache CouchDB, Redis, Voldemort, Apache Jackrabbit
    • NoSQL und relationelle Datenbanken: anders, besser, gegeneinander oder miteinander

    The Web of Things: Extending the Web to the Real World
    Vlad Trifa, Co-Founder Web of Things

    Learn how to connect the real-world to the Web and how to reuse common Web patterns in the context of physical computing, sensor networks, and mobile ad-hoc interaction.

    Thanks to the stunning progress in the field of embedded devices, physical objects such as home appliances, industrial machines and wireless sensor and actuator networks can now embed powerful computers that can connect to the Internet from anywhere. In the meanwhile, broadband and cheap Internet connectivity is very likely to become a commodity accessible from anywhere and many real-world objects will soon possess direct connectivity to the Internet. This convergence of physical computing devices (Wireless Sensor Networks, mobile phones, embedded computers, etc.) and the Internet provides new design opportunities for interactive applications and tangible artifacts, as digital communication networks will soon not only contain static documents, but also real-time information about places and objects from the real world. We will focus on the development of composite applications on top of the open and simple standards that made the Web so successful (REST, XML, HTTP, or Atom) to interconnect physical devices. Reuse of existing Web standards will allow any device to finally “speak” the same language as other resources on Web, therefore making it much easier to integrate physical devices with any other Web content.

    Implementierung einer State of the Art iPhone App
    Andreas Weder, mp technology consulting GmbH

    Am Beispiel der für Starticket entwickelten iPhone Applikation wird aufgezeigt, wie man effizient eine überzeugende App für das iPhone designen und entwickeln kann, worauf man achten muss bei der Entwicklung und wie man die App im Apple App Store erfolgreich platzieren kann. Es werden alle notwendigen Schritte von der Idee bis zum Launch aus Technischer- und Business Sicht aufgezeigt. Weiter wird aufgezeigt wie man eine solche bestehende App auf das neue Apple iPad erfolgreich portieren kann und was dabei beachtet werden muss

    • App Architektur
    • GUI Design
    • On/Offline Support, Local Storage
    • Vorstellung von Third Party Libraries (Three20, XML Parsing)
    • Performance
    • Backend Anbindung
    • Vorgehen bei der Portierung der Starticket App auf das Apple iPad
    • Ticketing mit dem iPhone
    • App Store and App Approval

    Entwickeln für den iPad
    Roger Bösch, CEO iAgentur GmbH

    Mit dem neuen iPad erhält der Entwickler die Möglichkeit Multi-Touch Applikationen auf einem grösseren Device zu realisieren und erlaubt damit im Endeffekt eine neue Art von Applikationen die noch näher an digitale Metaphern von “real-life” Objekten wie Zeitungen, Notizblock etc. herankommen
    und dabei weit darüber hinaus gehen können.
    Diese Session richtet sich an Entwickler mit Erfahrung in der Entwicklung von iPhone Applikationen und zeigt anhand einer Live-Demo auf, wie in mehreren Schritten aus einer iApp eine echte iPad Software wird.

    • Migration von bestehendem Code und Projekten
    • Die neue Usability
    • Möglichkeiten und Herausforderungen
    • Views und View Controller: Was ist anders?
    • Endlich: Komplexes Gesture Handling
    • Text Processing: Mehr als nur SimpleText
    • Portieren des Media Players ”Leider” notwendig, aber es lohnt sich

    Was das iPad verändern wird

    von Reto Hartinger

    Jaja möglich, dass das iPad die Verlagsbranche retten wird. Das TV-Geschäft neu aufmischt etc. Aber das sind Dinge die wir doch alle schon kennen. Wirklich neu wird etwas ganz anderes sein. Ich kann mich noch erinnern als Dial-up noch die gängige Verbindung ins Internet war. Man musste sich also entscheiden, wann man eMails lesen wollte. Bevor man sich einloggte, hatte man einen Plan was man tun wollte. Dann hat mir search.ch eine sage und schreibe tausendfränkige Standleitung gesponsert und ich war ständig im Internet. Ein ganz neues Erlebnis und Mails waren plötzlich da, wenn sie ankamen und so habe ich sie auch sofort beantwortet. Es gab auch keinen Grund mehr ins Internet zu gehen, ich war ja immer schon drin. Ich hatte einen schönen Garten und ein 20 Meter Kabel gekauft in der Annahme, dass ich im Garten arbeiten konnte. Denkste. Nicht mal ohne direktes Sonnenlicht konnte ich im Bildschirm etwas sehen. Aus sense, ich musste also im muffigen Haus arbeiten und das schöne Wetter schönes Wetter sein lassen.

    Genau das wird das iPad ändern. Wir werden wirklich überall online sein – immer.  Die Applikationen und Daten werden in die Cloud verschwinden – ich kann also von überall her auf sie zugreifen und sie nutzen. Dass ich mit dem iPad auch noch Zeitunge, Bücher, TV etc konsumieren kann ist nett, für mich aber nicht matchentscheidend.

    Das vorliegende iPad wird nicht der endgültige Wurf sein. Vieles kann das Teil noch nicht. So muss auch die Telcobranche erst noch die Frage beantworten, ob es einen Deviceunabhängigen Kommunikationszugang gibt. Denn wenn ich für mein iPhone, iPad und mein stationäres Internet einen Betrag bezahlen muss, dann haben wir doch ein Kostenproblem. Aber mit Tripple- und Quadrupleplay bewegen sie sich gedanklich schon in die richtige Richtung. Das wird kommen.

    Es wird also ein Oekosystem rund um dieses neue allways on geben. Die ganze Software muss neu geschrieben werden. Das User Interface wird sich ändern. Wir werden unsere Computer mehr mit Gestures bedienen und diese werden nicht nur wie beim iPad auf einen Touchscreen stattfinden sondern der ganze Körper wird das Eingabegerät sein. Wir werden den Computer an mehreren Stellen unseres Körpers herumtragen und teilweise mittels Gedanken steuern. Jaja ich weiss das klingt verrückt. Wir sind aber nahe dran.

    iPhone: Macht es Apple diesmal richtig?

    von Reto Hartinger

    Steve Jobs ist kein Fan von OEM-Produkten. Aber er lernt dazu. Die Strategie von Apple-Clones ist gründlich in die Hosen gegangen und hat Apple (unter Anderem) an den Rand des Ruins geführt. Welche Strategie Apple zu fahren hat, um den Markt zu dominieren, haben wir hier – auch im Schlagabtausch mit Dani Niklaus – öfters geführt. Zurecht meint Dani, dass “nur” eine offene Strategie zum Erfolg führen kann.

    OEMs trieben Apple fast in den Ruin

    Die Apple Clone Strategie ist von falschen Voraussetzungen ausgeganen. Apple bedient das Premium Segement, die Cloner sollten mit ihren Billigkisten das Tiefpreissegment ansprechen. Aber die OEMs haben keine minderwertigen Produkte verkauft, sie haben einfach auf eine 30%ige Marge verzichtet und günstige, gute Produkte auf den Markt gebracht. Das hat nicht nur den Apple-Absatz geschwächt, sondern auch die Marke.

    Überholt Android das iPhone OS per Ende 2010?

    Das iPhone hat seinen Marktanteil letztes Jahr von 8.2% im 2008 auf 14.4% im 2009 gesteigert, während Android von 0.5% im 2008 auf 3.9% im 2009 hochschnellte.

    Wenn Google tatsächlich wie von Eric Schmidt verkündet, täglich 200 000 Android Telefone verkauft, wird Android das iPhone Ende Jahr überflügeln. Die Produktevielfalt wird es ausmachen. Ich bin zwar immer noch der Meinung, dass sich einige Hersteller wieder frustriet abwenden werden – das wird das Wachstum von Android aber kaum bremsen und Windows Mobil ist bis nächstes Jahr (welches Jahr wird nächstes Jahr sein?) nicht verfügbar sein.

    Apple ist besser aufgestellt als in den 90ern

    All das ist Steve Jobs nicht entgangen. Er braucht also das iPhone Betriebssystem auf mehreren Plattformen, iPhone, iPod und iPad reichen nicht.  Sie suchen jetzt einen Manager, der eine OEM Strategie umsetzt. Den gleichen Fehler wird Apple aber nicht mehr machen. Die Voraussetzungen habe sich auch verändert. Früher hat Apple alles nur aus zuzukaufenden Komponenten gemacht. Es war also gar nicht möglich, die OEMs wirklich zu kontrollieren.

    OEMs nicht mehr direkte Konkurrenten

    Jetzt besitzt Apple auch den Chip und kann damit eine Produktekategorie für OEMs bedienen, die ganz bestimmte Eigenschaften hat. Es ist sogar wahrscheinlicher, dass die iPhone OEMs gar keine iPhone Clones machen. Diese könnten z.B. Geräte für das Auto und Flugzeuge fertigen oder Chip und  iPhone Betriebssystem könnten TV-Geräte steuern. Es könnte gar sein, dass Apple alles Produziert, der OEM die Inhalte und das unter seiner Marke.

    Bordunterhaltung

    Das iPad eignet sich ideal für Bordunterhaltung in Flugzeugen und ist erst noch günstiger als herkömmliche Systeme. Wieso soll Apple diesen Markt alleine bedienen? Es ist günstiger einen OEM Manager einzustellen der einen Deal mit klassischen Onboard-Lieferanten aushandelt und Apple diese dann beliefert. Der Markt ist gigantisch.

    Kindle Konkurrent mit iBookstore aber nicht von Apple

    Es könnte Geräte geben, die nur als E-Reader fungieren. Dies zu einem super Preis und iBookstore. Apple würde mehr daran verdienen als diesen Markt selber zu bedienen. Man bedenke was passiert wenn die E-Paper-Hardware auf den Markt kommt. Dann muss der iBookstore positioniert sein sonst erwächst ihm ein unliebsamer Konkurrent der nicht zu schlagen wäre.

    Für Apple kommt es darauf an, seine Marktplätze für elektronische Güter zu sichern. Wer bei den Inhalten vorne ist wird gewinnen. Deshalb ist das Billigsegment wichtig. Apple als Marke würde schaden nehmen, wenn Apple diese Märkte selber bedienen würde.

    Fernsehgeräte mit iPhone Betriebssystem

    Ich war immer der Meinung, dass Apple den TV-Markt entern sollte. Apple könnte unheimlich abräumen. Apple bliebe aber immer in einer Nische, in der es zwar viel Geld verdienen würde, die besser Strategie ist es aber, mit den herkömmlichen TV-Geräte-Herstellern zusammenzuarbeiten und nur das System d.h. den Chip, das Betriebssystem und den Store zu liefern. Die Verdienstmöglichkeiten wären noch grösser.

    Chip als Kernstück

    Der Chip bestimmt grösstenteils den Preis eines Computers und der Preis eines Chips hängt von seiner Stückzahl ab. Apple ist fast Konkurs gegangen, weil der von Motorola und IBM produziert PowerPC Chip nicht mehr genügend schnell weiter entwickelt werden konnte.  Zu gering waren die Stückzahlen. Produziert Apple mehr Chips für andere, vergünstigt dies seine eigenen Produkte.

    Apple braucht Masse

    Somit hat Apple zwei Komponenten, die Masse brauchen: Die Stores und den Chip. Mit beiden lässt sich sehr viel Geld verdienen und die Marge nochmals erhöhen. Apple sitzt auf sehr viel Cash und hat mit Abstand die grösste Marge der Branche. Beides könnte mit dieser Strategie nochmals explodieren.

    Wochenendsurf-Tour

    von Daniel Niklaus

    Wochenende! Da geht’s auf die Wochenendsurf-Tour. Entdeckungen von bekannten Blogs, Linklisten und Interessantes aus Newslettern. Wer mitkommen will, sei eingeladen und darf im Kommentar gerne den einen oder anderen Link Ausgeben ;-)

    Eine Websurf-Tour kann schon zu Kopfweh führen. Wo um Himmels willen, findet man die Zeit, all die guten Ideen umzusetzen? Wirft man einen Blick in die User Interface Zukunft oder kümmert man sich um konkrete Themen, wie Links besser gestaltet werden? Oder liest man besser den dritten Teil zur Farbtheorie im Web?

    Vielleicht wirft man auch besser einen kurzen Blick auf Moblie Web Design. Best Practice für Mobile Web Design oder Showcases. Wer für seine Mobile Applikation eine Website braucht, kann sich bei webdesignledger inspirieren lassen.

    Vielleicht sollte man seinem iPHone auch nur wieder einmal ein schönes Wallpaper gönnen. Oder sollte man sich doch eher um das iPad kümmern? Design für das iPad und Icons für iPad-Design.

    Oder will ein Kunde eine Website, die anders aussieht? Ob sie dann aber auch besser wird, dafür will ich keine Garantie abgeben. Ausser bei diesen Beispielen, die sorgen bestimmt für Aufmerksamkeit. Mir persönlich gefällt übrigens arosa.ch sehr gut.

    Webdesignledger stellte Javascripts für Charts zusammen und speckyboy präsentiert 15 jQuery Plugins for Better Web Page Element Layout. Wer den richtigen Browser hat, darf hier wieder einmal einen Blick auf die CSS3 Möglichkeiten werfen.

    Vielleicht sollte man auch seine Website wieder einmal auf Usability testen…oder, wenn es zu viel wird, geben Sie einfach einen tollen 404 aus.
    By the way: Wenn ein Kunde eine Website auf Ihrem Server aufruft, die es nicht gibt, zeigt der Server eine 404 Seite an. Haben Sie Ihre 404 Seite gestaltet? Stehen da nützliche Informationen drauf? Bei Bluewin bestimmt nicht, da kommt einzig No input file specified und die Migros meldet 404 NOT FOUND. Sehr aussagekräftig. Eine verpasste Chance für zusätzliche Infos – schon wieder Arbeit, noch mehr zu tun.

    Damit Sie all das packen und Ihre Ziele erreichen, gebe ich noch einen Link aus, der Ihnen hilft, all Ihre Ziele zu erreichen.

    Wie auch immer, was immer Sie auch anpacken, zum Schluss die amüsante Lebensgeschichte des IE6 von Brad Colbow.

    Vorher noch ein Aufruf:
    Ein junger Mann hatte etwas Pech mit seiner Mediamatiker-Stelle im Raum Zürich. Die Abteilung, wo er seine Lehre machte, wurde geschlossen und er sucht jetzt ein Praktikum oder noch besser, ein Lehrbetrieb wo er seine Lehre abschliessen kann. Wer eine Idee hat oder sogar eine Stelle anbieten kann, soll mir bitte ein Mail senden. Wer mehr zum Thema Lehrlinge in der Informatik wissen will.

    ie6_one
    ie6_two
    ie6_three
    ie6_four

    Selbstverständlich noch der obligate Font-Link.

    Wo bleibt Microsoft?

    von Daniel Niklaus

    Andreas Göldi vergleicht Googl Buzz mit Microsoft Office. Dabei zählt er vor allem die Integration verschiedener Dienste und den Plattformvorteil als Pluspunkt auf und erinnert an Microsoft, wie sie den Windows-Vorteil gegenüber der Konkurrenz nutzten. Und das ist richtig. Wordperfect war grottenlangsam auf Windows 3.1 – Word 2.0 war schnell. Excel kaufte man gleich im Office-Paket. (Einer der erfolgreichsten Promoaktionen damals war eine Soundkarte mit Office für 499 oder 990. Die ging weg wie warme Semmel.) Als ich mich 1993 selbstständig machte, zur Zeit als Windows DOS “übernahm”, hatte ich auch einen Entscheid zu treffen, will ich mit dbase (Dos) arbeiten oder setze ich auf Access (Windows). Access war die richtige Wahl. Trotz damals geringerer Installationsbasis.

    Was hat das jetzt mit „wo bleibt Microsoft“ zu tun?

    Beim lesen seines Artikels kam mir unweigerlich OS/2 in den Sinn. IBM der klare Marktführer, der unangefochtene Spitzenreiter stellte mit dem Betriebssystem OS/2 eine überlegene Windows-Alternative zusammen. Doch irgendwie kam das Teil nie zum Abheben. Genauso wie Microsoft trotz bester Ausgangslage heute irgendwie keinen Fuss im Web fasst.

    Microsoft der unerkannte Riese

    Google ist stolz auf 150 Millionen Gmail Nutzer? Hotmail hat die doppelte Zahl. Facebook mit 400 Millionen User der unangefochtene Social leader? Microsoft hat über 300 Millionen Windows Live Messenger Kunden. Zusammen mit den Hotmailleuten (Doppeluser ausgenommen) müsste das für den Spitzenplatz reichen. Dazu verfügen sie über den höchsten Browser-Anteil im Netz und wahrscheinlich ist Outlook der meistgenutzte E-Mail-Client. Microsoft ist eine Macht, nur sieht es niemand. Vor allem Microsoft selbst nicht.

    Dabei hätten Microsoft alle Funktionen – aber…

    Microsoft hat alles, ob Social, ob Software, ob Suche, ob Werbenetzwerk oder Plattform. Aber auch Cloud-Services, Cloud-Diskspace, Kleinunternehmensdienstleistungen und vieles mehr. Sie haben Kundenbeziehungen, Vertriebsnetze, Entwickler und viel, sehr viel Geld. Alles ist da, nur nimmt sie niemand Ernst.

    Auf wen sollte heute ein Selbstständiger setzen?

    Müsste ich mich heute selbständig machen, was wäre die Plattform meiner Wahl? iPhone-App, Facebook oder würde ich doch bei Google andocken? Es scheint, als ob jetzt wieder einmal die grosse Schlacht um die Plattformherrschaft stattfindet. Wer sie gewinnt, hat die Chance, die nächsten 20 Jahre im Schlaraffenland zu leben. Bis eine neue Technologie das Internet so alt aussehen lässt, wie das Internet einst Windows alt aussehen liess. Den wer installiert heute noch Twixtel, schreibt mehr Briefe mit Word, als per E-Mail oder nutzt ein anderes Programm öfter, als den Browser?

    Software entwickeln für den iPad

    von Reto Hartinger

    Der Apple iPad hat gestern eingeschlagen. Er wird sicher ändern wie viele Industrien mit Computing umgehen werden z.B. Verlage, Gesundheitswesen, Spiele aber auch ganz normale Firmen. Zu den 140 000 für das iPhone verfügabere Applikationen werden viele für das neue Format entwickelte dazukommen. Das iPad ist zum Beispiel ideal zum Erfassen von Inventaren oder für den Aussendienstmitarbeiter. An unserer Entwicklerkonferenz vom 7. April werden wir uns dem Thema annehmen und aufzeigen, wie bestehende iPhone Applikationen ans iPad angepasst und wie neue iPad Applikationen entwickelt werden. Get iPad ready! Mehr Infos zur Internet Briefing Entwicklerkonferenz
    Software Entwickeln für den iPad
    Roger Bösch, CEO iAgentur GmbH
    Mit dem neuen iPad erhält der Entwickler die Möglichkeit Multi-Touch Applikationen auf einem grösseren Device zu realisieren und erlaubt damit im Endeffekt eine neue Art von Applikationen die noch näher an digitale Metaphern von “real-life” Objekten wie Zeitungen, Notizblock etc. herankommen
    und dabei weit darüber hinaus gehen können.
    Diese Session richtet sich an Entwickler mit Erfahrung in der Entwicklung von iPhone Applikationen und zeigt anhand einer Live-Demo auf, wie in mehreren Schritten aus einer iApp eine echte iPad Software wird.
    - Migration von bestehendem Code und Projekten
    - Die neue Usability
    - Möglichkeiten und Herausforderungen
    - Views und View Controller: Was ist anders?
    - Endlich: Komplexes Gesture Handling
    - Text Processing: Mehr als nur SimpleText
    - Portieren des Media Players
    - “Leider” notwendig, aber es lohnt sich

    Apples iSlate ist auch der Totengräber der Verlage

    von Reto Hartinger

    Heute jubeln die Verlage über das Apple Tablett noch und sie werden damit Geld verdienen. Das wird aber nicht so bleiben. Die Position der Buchverlage könnte sich ins “fast” Nichts auflösen. Heute braucht ein Autor einen Verleger um das Buch zu drucken und es zu verteilen. In Zukunft übernimmt das Apple und der App-Store. Für das Marketing, das der Verlag sowieso nicht macht, sorgt der Autor über Social Medias selber. Wird es ein Erfolg, wird es zum Selbstläufer (genau so wie bei den Büchern auch).

    Pro Jahr erscheinen in Deutsch 110 000 Bücher – aber mehr als das zehnfache wird nie einen Verlag finden. Rollt durch das iSlate eine Lawiene auf uns zu? Möglich. Da helfen bei der Auswahl wieder nur Soziale Mechanismen wie Ratings, Empfehlung und Retweets.

    Internet Briefing 2010

    von Reto Hartinger

    Irgendwie bin ich optimistisch, dass das 2010 innhaltlich das beste Internet Briefing Jahr wird. Zum fünfährigen Bestehen des Internet Briefings habe ich eine Konferenzreihe vorgesehen, die mit 3 Konferenzen im März und April zu den Themen E- und Mobile-Commerce, den wichtigsten Developper-Themen und Social Media beginnen. Im Herbst folgen voraussichtlich wieder 3 Konferenz. Mindestens eine davon in Bern.

    Es könnte sein, dass wir im April wieder einen Geschäftsleitungsmitglied eines renomierten amerikanischen Webunternehmens bei einem Internet Briefing begrüssen dürfen. Ich sehe sowieso mehr englische Briefings vor, damit sich die englischsprachigen Internetler mit uns besser vermischen.

    Wenn Du weisst, dass irgendeine Persönlichkeit aus den USA in die Schweiz kommt, teile es mir doch bitte mit. Ich werde mich bemühen, dass diese vor dem Internet Briefing spricht.

    Melde Dich jetzt zu den zu den nächsten Veranstaltungen an:


    2.02.2010 11.30-14.00 Internationales Email Marketing
    Email Marketing ist auch international d a s Tool um effizient Märkte zu bearbeiten sowie Kunden zu informieren. Aber wie erreichen wir unsere Branding-Ziele und bringen Promotions über verschiedene Sprachen, Kulturen, Zeitzonen an den Mann? Milko van Rijn von Mettler-Toledo International geht der Frage nach, wie man ein Internationales Email Marketing 

    2.02.2010 17.30-20.00 User Experience and Application Design at Google
    Usability is key in web applications. Simon Raess works as UX Designer at Google Docs in New York. He shares his views on how to create genuine user experiences for the web.

    Dieses Event ist auf Englisch – wer es auf Deutsch haben will, geht nach Bern:

    3.02.2010 17.30-20.00 User Experience und Application Design bei Google (Deutsch)
    Bern: Ristorante La Gioia, Bärenplatz 7 map
    Benutzerfreundlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg von Web-Applikationen. Simon Raess arbeitet als UX Designer im Google Docs Team in New York. Er spricht über die Gestaltung von Benutzer-Erlebnissen im Web.

    Es warten spannende Konferenz auf Dich – melde Dich jetzt an zu:

    15.03.2010 08.30-17.30 Konferenz:

    E-Commerce & Mobile Commerce

    E-Commerce Trens: Liveshopping, clubshopping, masscustomizing, crowdsourcing

    Moderne Produktepräsentatin: Videos, Konfiguratioren, Augmented Reality

    Social Commerce: Geld verdienen mit Facebook, Youtube, Twitter & Co, Social Media Kampagnen

    Mobile Commerce: M-Commerce Möglichkeiten und Beispiele, Preisvergleiche,

    … und mehr Themen


    6.4.2010 08.30-17.30 Konferenz:

    Social Media Marketing Summit

    Kommunikationsstrategien: Facebook, Twitter, Youtube Kampagnen

    Inhalte verbreiten:  Webapps, Page, Gruppe und Facebookinhalte auf eigener Page

    Twitter: Twitter in Business, Virale Twitter-Applicationen

    Mobile: Möglichkeiten und Aussichten

    Social Media managen : Aktivitäten monitoren und auslösen, Social Media und CRM


    Provisorisches Programm:
    - Neue Kommunikationsstrategien mit Botschaften und Botschafter
    - Social Media Aktivitäten monitoren und aktivieren
    - Webapps, Page, Gruppe: Inhalt er eigenen Website auf Facebook publizieren
    - Werbung in Sozialen Netzwerken
    - Facebook Gruppe, Facebook Fanpage
    - Virale Twitter-Applicationen: Wie man in 4 Wochen 600′000 Benutzer gewinnt
    - Social Media goes mobile
    - Twitter für Business: selbstreferenzielle Spielerei oder “the next big thing”
    - Vom Dialog zum Lead – Social Media Marketing und CRM im Zusammenspiel

    7.4.2010 08.30-17.30 Entwickler-Konferenz

    Developer Summit

    Entwicklen für/von: Twitterapplikationen, Facebook , iPhone und iSlate

    Single Sing on mit Facebook, Twitter, und Google-ID

    Web & Cloud verschnellern: Skalierbare Applikationen, Atomisierung von Komplexen Systemen

    Trends: NoSQL , One Web, Web of Things

    Projektmanagement: Boosting Requirements Analysis, Better Software Estimation

    Real-Time Web: Standards und Herausforderungen,  Software-Architekturen für die Web-2.0-Welt

    Melde Dich bereits jetzt an

    Schlagabtausch Handydiskussion: Innovation wird gewinnen

    von Reto Hartinger

    mit Dani Niklaus. Hier meine Antwort.

    Du verstehst den Markt als Massenmarkt und hast nur immer die Billigphones im Auge, die die heute die Masse ausmachen. Ich gehen davon aus, dass es ein Telefon zum telefonieren in 3 Jahren (fast) nicht mehr gibt. Es wird so obsolet wie ein Faxgerät – eine Nische. Hersteller können damit einfach zu wenig Geld verdienen und werden mindestens eine weitere Funktion einbauen. Ob das Musik abspielen oder Fotografieren oder weiss was sei, ist eigentlich egal. Da gebe ich Dir Recht. In diesen Markt steigt Apple nie ein. Im Billigsegment ist fast kein Geld zu verdienen. Apple verdient mit einem einsteligen Anteil am gesamten Handymarkt soviel wie alle anderen zusammen.

    Mobile wird wichtiger als das Web

    Es wird möglich, dass das Smarphone-Betriebssystem wichtiger wird als die heutigen Betriebssysteme, denn sie wachsen aus dem Telefongerät hinaus. Die Zukunft heisst nicht Telefon – sondern mobil. Gelingt es Apple diesen neuen “mobil” Markt mit Smartphone, Slates, Netbooks zu dominieren, dominiert Apple auch die Billigsegmente des Smartphone-Marktes.

    Ich sehe eher 3 Gewinner: Apple, Google (Android, Chrome) und Micorosoft.

    Keine Applikation mehr die nicht webzweinullig ist

    Der Mobile-Markt umfasst neben Telefon und Computing auch Spielen. Er wird location based und sozial sein. Es wird darum gehen, dass praktisch alle Programme webzweinullig sein werden und collaboration features und location based sein werden – wo immer es Sinn macht oder nicht.

    So sieht der Markt zurzeit aus:

    Quelle Quantcast Mobile Trends report

    Featurekrieg

    Was Du für Apple anfühst, dass sie ihre Killerapplikationen auch für das Android anbieten müssen um erfolgreich zu sein, gilt auch für Google. So lange sie es nicht machen gibt es einen Featurekrieg zwischen den Systemen. Dabei kommt es weniger darauf an, wieviele Pixel eine Kamera hat, sondern auf die Bedienung – z.B. Multitouch, Spracheingabe oder andere Eingabearten.  Aber auch wieviele und in welcher Qualität Programme zu entwickeln sind. Da hat Andoid mit Multitaking die Nase vorn, Apple hat Multitouch zu bieten.

    Google verzettel sich (vielleicht)

    Für Apple spricht, dass sich Apple auf ein Betriebsystem für mehrere Devices geeinigt hat (ausser das iSlate hätte nicht das iPhone Betriebssystem). Bei Google kämpfen das Android und das Chrome Team noch um die Vorherrschaft auf dem Notebook. Dem Chrome fehlt der AppMarkt. Google konkurrenziert mit seinen eigenen Applikationen die Entwickler und mit der Bevorzugung von HTC einen Hersteller. Werden die anderen Hersteller das goutieren (müssen)? Vielelicht rächt es sich, dass Apple keine eigene Software macht. Oder es rächt sich für Google – so wäre die Theorie – dass sie die anderen Softwarehersteller konkurrenzieren.

    Innovation gewinnt – Apple mit eigenem Chip

    Wer am schnellsten und besten neue Innovationen bringt, wird gewinnen. Da sehe ich Apple vorne, weil sie inskünftig nicht nur das Betriebssystem sondern auch den Chip produzieren werden und auch beim Chip innovativ sein können. Damit wird sich Apple abgrenzen können. Dann werden die anderen vielleicht alle we metoos aussehen.

    Es wird in diesem Krieg viele Verlierer geben. Google und Apple gehören nicht dazu. Vielleicht schafft es sogar noch Microsoft – die sind nie zu unterschätzen.

    Google hat Marketing nicht erfunden. Sie sind darin noch ziemlich schlecht. Ich hoffe sie holen noch auf. Aber sie sind super in der Produkteinnovation.

    Was ist entscheidend im Handymarkt

    von Reto Hartinger

    Cool, Deine Replik auf meine Handy “Wer macht das Rennen” Serie. Wir sind ganz anderer Meinung. Ich werde Deine Argumente nochmals verpflücken. Weil es etwas länger wird, nicht als Kommentar in Deinem Post sonder hier als eigener

    Software ist für Handys weniger wichtig

    Wenn Du mit Handy das Gerät meinst das heute den grössten Teil der transportablen Telefone ausmacht, hast Du Recht. Beim Smartphone, das in 3 Jahren der Stnadard sein wird, nicht. Bei Smartphones wird zur Hälfte der Zeit eine App benutzt. Deshalb ist die App so wichtig. Ob ich Produkt A oder B kaufe entscheidet oft ein einziges fast unbedeutendes Feature; vor allem dann wenn alle Produkte das gleiche machen (z.B. telefonieren). In einem Markt, wo sich der Hersteller über die Produktequalität oder das Produkte-Design nicht mehr abheben kann, wird der Preis wichtiger und das ist leider auf die Dauer fatal. Wer als Hersteller auf das falsche Betriebssystem setzt, hat vielleicht von vorne herein keine Chance auf dem Markt. Wenn Windows Mobile einfach kein Killer-Feature hat, dann kann das Telefon sogar zwei Tastaturen haben – es wird trotzdem nicht gekauft.

    Der Einfluss der Firma

    Stimmt. Es ist kaum ein Vorteil ob das Geschäft das gleiche Handy hat wie ich – so ich nicht eine gewisse Applikation verwende, die nur auf diesem Handy oder Betriebssystem verfügbar ist (zum Beispiel Outlook Zugang oder eine spezielle iPhone App). Im Gegensatz zum Computermarkt entscheidet beim Handy nicht eine (oder wenige) Personen, welches Betriebssystem oder Gerät gekauft wird, denn oft wird das private Handy auch fürs Geschäft genutzt oder umgekehrt. Ausser man sei z.B. der CIA oder die US Army. Dort ist entscheidend, dass die Daten der Angestellten bzw Soldaten zentral von irgendwo her gelöscht werden können, um die Sicherheit aller zu gewährleisten. Auch cool, dass man ein verlorenes Handy orten kann. Diese Features hat Apple für diese Firmen gebaut und nun erfreuen sich alle darüber – ausser die die eben kein iPhone haben.

    Hype ist teil der Marke

    Wirklich entscheidend, wenn sich die Geräte in den Grundfunktionalitäten nicht unterscheiden sind User Experience und Marke. Alle Autos können von A nach B fahren. Deshalb ist die Marke so entscheidend. Die Marke sagt mir und den Anderen, wer ich bin, wohin ich gehöre, was ich representiere. Für Apple ist es entscheidend den Hype aufrecht zu erhalten, sonst funktioniert genau das nicht. Apple als Marke profitiert zurzeit davon, dass alle Produkte einen gewissen Status haben – sie befruchten sich also gegenseitig. Den Mac konnte man ignorieren. Aber wenn man den Coolnessfaktor des iPods oder des iPhones auf seinen Laptop übertragen will, dann muss es ein Powerbook sein. Was aber, wenn alle Geräte eine Touchscreen und gute Apps haben? Dann müsste ein riesiges Marketingbudget her und es würde nicht reichen, weil dann der Preis wieder entscheidender wird. Das iPhone muss immer  Features haben, die kein anderes Geräte hat, Features die man gerne Anderen zeigt. Sonst ist das kein Statussymbol.

    User Experience entscheidet

    Apple verzichtet bewusst auch auf Features. Das iPhone hat nicht einmal die Möglichkeit einfach eine Tastatur anzuhängen. Ein Feature das wirklich viele Anwender wollen. Apple möchte aber nicht alle zufrieden stellen sondern eine eigenständige und bessere User Experience schaffen. Apple hat bei den Computern auf das Diskettenlaufwerk verzichtet, aber auf verschiedenfarbige Computer gesetzt. Hä? Das kann ein Techniker nicht verstehen, der Markt schon.

    Handys fehlt der Vorteil durch Rückwärtskompatibilität

    Ich kann das Betriebssystem nicht wechseln wenn ich Daten auf einer App des iPhones habe und diese Applikation auf einem anderen Betriebssystem nicht zur Verfügung steht. Also ist die App durchaus ein lock in. Wie es sich mit der Datenübernahme bei gleicher App verhält, weiss ich nicht.

    Mehr Grosshandel als Betriebssystem getrieben

    Na, da wäre ich nicht so sicher. Apple konnte ja das ganze Businessmodell der Branche umwerfen. Ein einmaliger Schachzug von dem sich weder die Carrier noch die Hersteller erholen werden. Wenn auf einem Andoid nicht Google drauf steht, verkauft es sich ziemlich sicher auch schlechter. Die Kräfteverhältnisse haben sich definitiv verändert.

    Ich belasse es mal hier. Wir sind offen für mehr Argument. Beteiligt Euch an der Diskussion


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