Suchen:

iPod und iPhone werden zu Game Controlern

von Reto Hartinger

man kann auf dem iPod und dem iPhone spielen. Das Display ist aber furchtbar klein. Schöner ist es auf dem iPad, aber auch da kommt noch kein XBox oder Wii Feeling auf. Trotzdem machen die iOS Geräte im Gaming-Markt immer mehr Boden gut. Spannend wird es vor allen dann, wenn mit dem iTV ein noch grösseres Display dazu kommt.  Dann werden die heutigen iOS Devices wie iPod Touch und iPhone zu Game Controlern. Mehrere spielen am Fernseher, jeder mit seinem iOS Device als Steuergerät. Das bringt den Vorteil, dass diese auch Bewegungen erfassen. Präziser und schneller als ein Kintec oder eine Wii. Man kann das Spiel dann auch auf dem iOS Device weiter spielen so man die Reichweite des Fernsehers verlässt. Apple wird selbstverständlich auch Controler ohne Bildschirm anbieten, die noch besser in der Hand liegen und ebenso die Handbewegungen erfassen.

Googles neuer Konkurrent ist ein API

von Reto Hartinger

Es gibt viele Entwürfe für Google-Killer. Nur schon beim Wort Killer kommt mir ein müdes Lächeln über die Lippen und meine Ohren beginnen einzudösen. Es gibt kein Konzept das besser ist als jenes von Google oder es bekommt nicht die Aufmerksamkeit, um Google auch nur im Ansatz einzuschüchtern.

Welches Konzept könnte besser sein als die 10 000 Programmierer, die sich schon jahrelang um die Qualität der Trefferlisten von google.com kümmern? Ganz einfach. Google ist mit einer besseren Trefferliste nicht zu schlagen. Durch keine Methode. Es geht nur, wenn man die Trefferliste ganz weglässt. Auch den Suchschlitz.

Die Kombination von Wolfram Alpha und Siri macht Google obsolet und man merkt es gar nicht, dass man Google nicht benutzt hat. Ich habe dieses Jahr einen 24 Zoll Bildschirm, der sich drehen lässt, gesucht. Ich hatte keinen blassen Dunst, welche Kriterien wichtig sind und wie ich suchen soll. So habe ich 24 Zoll Bildschirm gesucht und dann in der Google Trefferliste nach Testberichten durchstöbert. Ich hätte natürlich auch (zurzeit nur in Englisch in den USA) einfach in ein iPhone 4S sagen könen: “Welches ist der beste 24 Zoll Bildschirm bis 300 Franken” und Siri hätte mir das mitgeteilt, basierend auf einer Wolfram Alpha Suche. Wolfram Alpha bietet ein API mit dem Shops struktuiert Daten liefern können. So könnte ich auch zusätzlich sagen, welche innerhalb von 3 Tagen lieferbar sind und vieles mehr. Kein Durchwühlen der Webseiten mehr. Auf Wolfram Alpha hätte ich das nie gesucht. Wäre mir nie in den Sinn gekommen. Da aber Siri sowas wie eine Maus ist, die ich ständig als Interface benutze, stelle ich ihm diese Art von Fragen. Siri wird das Interface zu Informationen beim iOS.

Anbieter von Produkten und Dienstleistungen werden gerne auf diesen Zug aufspringen und Wolfram Alpha via APIs mit Produktdaten füttern. Statt Suchmaschinenmarketing wird plötzlich die automatisierte Datenlieferung wichtig.

Google sieht Siri als Bedrohung. Nicht nur für die Suchmaschine sondern die Attraktivität von Android und ist dabei einen Konkurrenten zu Siri zu entwickeln. Google hat nurn selber ein Kanibalisierungsproblem. Google VR-Präsident Eric Schmidt geht davon aus, dass in Bälde 50 % der Suchanfragen über portable Devices erfolgen werden. Siri und Androids Siri Konkurrent könnten also das angestammt Google-Geschäft tatsächlich bedrohen.

Patentstreit zwischen Apple und Samsung nützt beiden

von Reto Hartinger

Ein unglaublich der Krieg den Apple und Samsung gegeneinander führen. Apple will verhindern, dass Samsung seine Tablets und Smartphones verkaufen darf, Samsung tut dasselbe. Das kostet ein Haufen Geld und ist schlecht für’s Image. Denkste. Samsung wirbt mit dem Slogen “Das ist das Tablet das Apple verhindern wollte”. Ein Steilpass für Samsung. Damit positioniert sich Samsung als “die” iPhone Alternative. Wer kein iPhone oder iPad will, hat ein besseres Produkt wenn er Samsung wählt. Im letzten Quartal sollen 42 % mehr Smartphones verkauft werden, trotzdem geben HTC und RIM eine Warnung über schlechte Weihnachts-Verkaufszahlen heraus. Nokias neues Windows Smartphone Lumina verkauft sich mit 800 000 statt 2 Mio Stück weit schlechter als erwartet. Ein Fiasko für Microsoft und Nokia bahnt sich an. Insgesamt sollen Nokias Verkäufe um 31 % auf 19 Mio zurückfallen. Gewinner sind Apple und Samsung. Das iPhone 4S soll sich sehr gut verkaufen, in England stärker als alle Android Smartphones zusammen. Es zeichnet sich ein Zweikampf Apple Samsung ab, der Rest wird zu Statisten degradiert. Aufholen werden auch ZTE und Huawei die Smartphones für 40 Dollar anbieten. Bei den Tablets soll Amazon nicht nur respektable Verkaufszahlen hingelegt haben, das Fire soll sich in kürzester Zeit über 1 Mio mal verkauft haben. Genau Zahlen gibt Amazon nicht bekannt. Ich bin gespannt auf die definitiven Zahlen. Glaubt man nicht den Analysten oder den Marktforschern sondern der Börse, müsste Apple deutlich weniger verdienen als vor einem Jahr. Zurzeit steht das Kurs/Gewinn-Verhältniss bei rekordtiefen 14. Ein Wert welcher sogar konservative Titel übertreffen. Vor einem Jahr lag er noch doppelt so hoch. Apple ist zurzeit extrem unterbewertet.

OnE: Messe, Konferenz und Beratungshilfe

von Reto Hartinger

Eigentlich braucht es ja gar keine Messe. Man kann sich schneller und jederzeit im Internet informieren, möchte man den persönlichen Kontakt, kommen die Anbieter auch gerne zu einem Beratungsgespräch. Es ist auch noch keine Agentur konkurs gegangen, weil sie nicht an einer Messe auftrat. Wieso berichtet die Presse, dass der Hartinger mit seinem Internet Briefing ein so veraltetes Vehikel mitorganisiert?

Sicht der Besucher

Evaluation hat mit Wissen und Spüren etwas zu tun. Man muss sich Wissen aneignen um richtig evaluieren und entscheiden zu können. Dazu sind Referate geeignet. Man kann von den Best Practices Anderer profitieren und Fehler vermeiden. Das ist bares Geld wert. Ist man inspiriert, möchte man auch die möglichen Angebote und Anbieter sowie Umsetzer kennen lernen. Das gehört zum Spüren. Man möchte spüren, ob der potenzielle Partner zu einem passt. Und man kann erste Abklärungen vornehmen ohne sich outen zu müssen.

Sicht der Aussteller

Ich habe Messen als Besucher gehasst, aber als Aussteller geliebt. Da kommt doch tatsächlich ein potenzieller Kunde als Bittsteller. Ich muss nicht die Klinke bei ihm putzen, er kommt mit einem Anliegen zu mir. Eine tolle Situation, die man ausnützen sollte. Jetzt habe ich den Wohlfühlgrad in der Hand. Ich habe es in der Hand wie willkommen und aufgehoben sich der Kunde fühlt. Bei einem Beratungsgespräch beim Kunden bestimmt dieser wie stark er den Berater an sich ran lässt. Kommt er zu mir, bestimme ich die Inszenierung, ich kann ihn beraten, bewirten und pflegen. Das kann ich mit Neukunden und mit bestehenden Kunden machen. Aber damit nicht genug. Ich kann im Vorfeld der Messe alle Kunden anschreiben, kann ihnen Anreize geben oder wichtiges Mitteilen ohne dass es Spam ist. Das war auch ein wichtiger Punkt für mich. Ich erhöhe die Anzahl Touchpoints und wenn ich es richtig mache, finde ich heraus wer gerade an welchem Thema dran ist. Unbezahlbar.

Der Erfolg eines Messeauftrittes hängt als vor allem mit der Vorbereitung und wie ich die Kundenbeziehung konzipiere. Wie ich diese Kommunikation inszeniere. Ich helfe Dir gerne mit Tipps.

Die Konferenz

Mit der Konferenz bestimmen wir weitgehend, für welche Themen wir auf welchem Level Besucher anlocken. Auch wenn diese dann nur die Messe besuchen. Die Konferenzthemen, deren Gehalt und Nutzwert bestimmt, was wir von einem Messebesuch erwarten können. Wir müssen also die bestmöglichen Referate anbieten. Dann hat nicht nur der Kongress Erfolg, sondern auch die Messe. Es geht also nicht darum, Messeaussteller ihre Prospekte vorlesen zu lassen, sondern es geht um Nutzwert für Internet-Entscheider. Dafür stehe ich ein. Hier bist Du nochmals gefordert, hast Du einen guten Referatsvorschlag? Fülle das Formular Call for Speakers aus

Die Sicht der Macher

Zum Messeerfolg braucht es auch ein Messeteam das etwas vom Inhalt versteht. Michael von Babo hat immer gute Messen gemacht, weil er die Themen gelebt hat. Ich glaube hier ist es wieder der Fall. Ich verstehe ja einiges vom Internet, aber von E-Commerce versteht Thomas Lang von Carpathia einiges mehr. Er hat die nötigen Kontakte und Wissen um den E-Commerce Bereich inhaltlich bestens zu füllen und die Macher von Blogwerk verstehen Bogging, Medienproduktion und Social Media und dann sollten sich auch die Mitglieder des Internet Briefings einbringen. Wer möchte seinen Bereich einbringen? Zum Beispiel Mobile, Webentwicklung, Outsorcing, Cloud Services, Online Marketing oder Security? Themen gibt es noch genug zu besetzen. Jetzt seid ihr dran. Mach mit bei der OnE, als Mitorganisator, als Aussteller, als Referent oder als Besucher am 9. und 10. Mai in der Messe Zürich.

Kongress

Es wird 2 – 4 Slots gleichzeitig geben. Jeweils von 08.45-12.00 und von 13.00-15.45. Themenblöcke von 3 Stunden mit 3 – 4 Referenten.

Regional TV ist ein Auslaufmodell

von Reto Hartinger

Tamedia hat TeleZüri verkauft, jetzt verkauft Edipress seine Regionalsender. Wieso? Das Konzept Regionalfernsehen ist aus dem letzten Jahrhundert. Interaktive Konzepte können kaum eingeführt werden. Die regionale Beschränkung is ein zusätzlicher Klotz am Vermarktungsbein. Wer heute TV via Internet fährt der hat diese Beschränkung nicht. Zudem ist das Verlagshaus der Zukunft kein Print-, Radio- und TV- sondern ein Multimedia-Unternehmen. Unter einer Marke kann alles angeboten und auf verschiedene Kanäle gepusht oder in einem vereint werden. Wieso soll auf einem iPad nicht Text und Video vermischt sein? Tagesanzeiger (ok der Name ist bereits ein Hindernis) könnte als Marke für TV, Print, Magazin einfach alles sein – das in einem iPad Format das alles integriert. Auf einem alten TV würde man dann halt nur das Fernsehen sehen, auf modernen TVs unterscheidet sich der Inhalt zwischen iPad und TV kaum mehr. Etc. nur noch das Device bestimmt in welcher Einschränkung ich etwas sehen kann. Der Jugendsender Joiz macht vor, wie die Kommunikation mit den Inhaltekonsumenten über alle Kanäle  zu bewerkstelligen ist.

Zudem ist die derzeitige Messung von TV Einschaltquoten ein Witz. Allein schon die Altersspanne ist zu gross. Ok, bei dem Leistungsangebot von 50 bis 100 Programmen wiese ein Panel für 20-25jährige auf vielen Sendern gar keine Zuschauer aus. Das ändert sich schlagartig wenn nicht mehr hochgerechnet werden muss, sondern die realen Zugriffe gemessen werden. So wird auch die Fernsehwerbung und deren Konzepte mehr unter Druck kommen. Sender welche diese Innovation nicht mitmachen, werden mittelfristig auf der Strecke bleiben.

Auch deshalb versuchen die Verlage zu verhindern, dass sich die öffentlichrechtlichen Sender im Internet ausbreiten. Sie wollen verhindern, dass diese moderne Konzepte aufziehen.

The Best Possible Webapplication

von Reto Hartinger

Ich staune immer wieder wie schnell zum Beispiel Google und Facebook sind. Bis eine Resultatseite bei Google aufgebaut werden kann gibt es eine Menge zu rechnen. Wahrscheinlich mehr noch um die idealen Textanzeigen anzuzeigen als beim organischen Index. Facebook hat nicht nur viel Multimedia, es baut für wirklich jeden User eine eigene Seite, ohne Latenz. Das Wohlfühlfeeling hat sehr viel mit Geschwindigkeit einer Seite zu tun. Gute Webseiten sind nicht nur schnell sie sind auch robust und auf allen Devices verfügbar. Auch bei uns werden nicht mehr einfach Webseiten gebaut. Hinter praktisch jeder Website steht eine Webapplikation.Ich habe mir überlegt, welches diese Kompontenten der besten Websites sind, bezüglich Architektur, eingesetze Technologien und Methoden.

1. Die Software braucht eine Architektur welche für Grids ideal ist. Sie quasi in ganz kleine Teile atomisiert werden. Das hat nicht nur den Vorteil, dass sie von mehrere Prozessoren paralell ausgeführt werden kann, neue Versionen können laufend hinzugefügt werden.

2. Die Rechenleistung muss weg von Server hin zum Client. Ganze Applikationen sollten beim Client-Browser laufen.

3. Was eine Applikation und können wird, hängt vom Datenbankmodell ab. Anforderungen ändern sich laufend, man muss schnell reagieren können. Ein Datenbankmodell in einer SQL Datenbank zu ändern ist schwierig, braucht für Kleinigkeiten oft ein totales Redesign. Da springen NoSQL Datenbank in die Presche. Sie bringen die nötige Flexibilität, sind schneller aber es ist nicht 100% sichergestellt, dass alle gleichzeitig das Gleiche sehen. Geschwindigkeit und Flexibiltät gegen Integrität. Trotzdem werden immer mehr Applikationen mit NoSQL gebaut. Könnte man beides kombinieren? Wo setze ich was ein?

3. HTML5 bringt neue Möglichkeiten. Fertig die Diskussion ob HTML5 schon so weit sein dass man es einsetzen soll. Bei einer modernen Website führt kein Weg an HTML5 vorbei.

4. Alle guten Webseiten sind heute personalisiert. Das Web gibt es nicht mehr – es gibt nur noch ein Personal Web, mein Web, Steve Jobs würde es wohl iWeb nennen (aber das hat er ja schon für ein Produkt gebraucht). Wer nicht persönliche Relevanz für seine User schafft, wird abgehängt.

5. Man muss Komplexität vor dem User verstecken. Ideal ist, ihm immer nur diese Brocken zu zeigen die er im Moment gebrauchen kann und die auf dem gelernten aufbauen.

6. Das Web gibt es nicht mehr ohne Mobile. Man kann den Usern nicht vorschreiben mit welchem Device sie mit uns interagieren sollen. Alles muss im Web und Mobile auf allen Geräten funktionieren

Vielleicht gibt es noch mehr Thesen für die gute Webapplikation. Ich habe aufgrunde dieser Überlegungen eine Konferenz zusammengestellt. Schau dir das Programm an, es enthält praktisch für alle oben beschriebenen Aspekte. Melde Dich an, mach deine Entwickler darauf aufmerksam (als Internet Briefing Mitglied kannst du dein Umfeld von Mitgliederkonditionen profitieren lassen. Sie müssen bei der Anmeldung einfach ins Bemerkungsfeld “Gast von DeinName” schreiben. Das gilt für unendlich viele und du musst selber nicht an der Konferenz teilnehmen damit sie vom Rabatt, Fr. 190.- statt Fr. 390.-, profitieren können. Blogge, tweete und facebooke über die Konferenz, damit die Schweiz bessere Webseiten bekommt.

Developer Konferenz
Falcone Konferenzzentrum Zürich
8.12.2011  08.20-17.30

08.00-08.20 Registrierung und Networking
08.20-09.15 Mobile Developement – fight the fragmentation
Christoph Ebert & Tobias Ebnöther, Liip
09.15-10.15 Architektur der kleinen Bausteine & Wie baue ich eine komplette Anwendung im Browser
Jens-Christian Fischer , CEO, invisible
10.15-10.45 Robuste Web-Applikationen bauen
Patrice Neff, CTO, memonic.com
10.45-11.00 Pause
11.00-11.40 NoSQL für MySQL
Oliver Sennhauser, Senior MySQL Consultant, FromDual
11.40-12.10 NoSQL lessons learned at Doodle
Malte Schiebelmann, Doodle
12.10-13.00 Optimale Integration von Webapplikationen mit Content Management Systemen
Wolfgang Habicht, Senior Software Engineer, Netcetera AG
13.00-14.00 Mittagessen
14.00-14.40 HTML5 und CSS3 – die nächste Stufe der Webentwicklung ist gezündet
Reto Aebersold, Leiter Entwicklung, Atizo AG
14.40-15.20 Clientseitiges Last- und Performancetesting Jürg Stuker, CEO, namics
15.20-15.35 Pause
15.35-16.20 Tracking und Personalisierung
Michael Wechner, Wyona Research and Development, Member at Apache Software Foundation
16.20-16.55 3D: Einführung in WebGL
Jonas Wagner, Local.ch
16.55-17.10 Faceted Search: Websites mit Guided Navigation
Daniel Nydegger, Search Architect, CEO buzzamite GmbH und Walter Schärer, Jobup AG

Internet Briefing Developer Konferenz

von Reto Hartinger

Jedes Jahr mache ich eine Entwickler Konferenz mit den brennensten Themen und besten Referenten. Da hoffe ich, dass ich es diesmal auch getroffen habe. Mein Augenmerk ist dabei, dass man zum Teil Techniken lernt – wie z.B. den Code in ganz kleine Stücke zu teilen die miteinander sprechen (das müssen heute alle drauf haben die Programme in der Cloud stellen wollen) , neue Best Practicies wie z.B. Wie man robuste Web-Applikationen bauen oder Erfahrungberichte wie z.B. HTML5, da wird ja meist nur berichtet ob es ready ist oder nicht – bei uns, welche Erfahrung damit gemacht wurden. Dann soll es aber auch Referate haben die dich inspirieren sollen wie z.B.  Tracking und Personalisierung, 3D oder Faceted Navigation. Schau in das Programm hinein, melde dich an und vor allem – sage es in deinem Umfeld weiter. Vielleicht bist du nicht Techie, aber ein Problem im Programm ist bei euchauf der Agenda, dann sende den Techie in die Konferenz, es wird dir viel Kosten sparen. Es gibt nichts Günstigeres als von den Besten zu lernen.

Developer Konferenz
Falcone Konferenzzentrum Zürich
8.12.2011  08.30-17.30

08.00-08.20 Registrierung und Networking
08.20-09.15 Mobile Developement – fight the fragmentation
Christoph Ebert & Tobias Ebnöther, Liip
09.15-10.15 Architektur der kleinen Bausteine & Wie baue ich eine komplette Anwendung im Browser
Jens-Christian Fischer , CEO, invisible
10.15-10.45 Robuste Web-Applikationen bauen
Patrice Neff, CTO, memonic.com
10.45-11.00 Pause
11.00-11.10 NoSQL für MySQL
Oliver Sennhauser, Senior MySQL Consultant, FromDual
11.10-12.10 CMS Integration: CMS vendors vs. application developers
Corsin Decurtins, netcetera
12.10-12.10 A/B Testing
Reto Lämmler & Paul Sevinç, CTO, Doodle AG
12.10-13.10 Mittagessen
14.00-14.40 HTML5 und CSS3 – die nächste Stufe der Webentwicklung ist gezündet
Reto Aebersold, Leiter Entwicklung, Atizo AG
14.40-15.20 Clientseitiges Last- und Performancetesting Jürg Stuker, CEO, namics
15.20-15.35 Pause
15.35-16.20 Tracking und Personalisierung
Michael Wechner, Wyona Research and Development, Member at Apache Software Foundation
16.20-16.55 3D: Einführung in WebGL
Jonas Wagner, Local.ch
16.55-17.10 Faceted Search: Websites mit Guided Navigation
Walter Schärer, Jobup AG

Alle Abstracts und Anmeldung hier

In 4 Minuten 10 000 User mehr

von Reto Hartinger
PR war schon immer die beste Möglichkeit um an mehr User zu kommen. Hinter Produkten müssen Geschichten stehen. Bei Webpages, Software oder Apps sind nicht Features die Zählen sondern deren Nutzen. Wer gar den Wert des Nutzens für den einzelnen sichtbar machen kann, der hat gewonnen. Webpages und neu natürlich auch Smartphone Apps müssen erlebbar sein. Meist dümpeln die Zugriffszahlen bzw. Downloads vor sich hin, bis die Initialzündung durch einen Artikel in einer grossen Zeitung oder ein Fernsehbeitrag ausgestrahlt wird. So ist es dem  Start-up  Spontacts ergangen. Hier und da mal ein kleine Erwähnung und in 6 Monaten 10 000 Downloads. Bist gestern, 10 vor 10. Ja die Nachrichtensendung hat einen 4minütigen Beitrag über Spontacts gemacht. Der Beitrag gleich 10 000 neue Downloads gemacht und Spontacts im Schweizer App Store  auf Platz 2, vor Facebook & co, gehieft. Spontacts ist eine App mit der man sich zu etwas verabreden kann. Jemand postet auf was er Lust hat und andere mit gleichen Interessen schliessen sich an. Wahrscheinlich braucht Spontacs noch viel mehr Downloads um die nötige Traction zu bekommen. Ich schätze mal allein im Grossraum Zürich müssten es 100 000 Downloads sein. Deshalb ist es wichtig, dass Spontacts jetzt dran bleibt, PRmässig. Jetzt nicht die Hosen in den Sack, sondern die Finger aus dem A. nehmen und eine weitere Erfolgsmeldung schreiben. Hat einmal ein Medium berichtet, ist es einfacher dass andere die Story aufnehmen. Jetzt sollte Blick & Co aufspringen. Bitte jetzt mit der Erfolgsmeldung raus, dass der 10vor10 Beitrag die User verdoppelt hat, was daraus entstanden ist. Zahlen, Fakten, Emotionen und Ambitionen. Geschichten müssen auch an Menschen aufgemacht werden. Das können die Gründer oder die User sein. Am besten beides. In diesem Sinne, warte ich mehr von Spontacts zu hören.
Mit dieser Story lassen sich auch Partner anschnallen. Wieso sollen die nicht Spontacts im grossen Stil nutzen um z.B. Premieren, Konzerte und andere Veranstaltungen zu pushen? Gas geben Jungs und über jeden weiteren Schritt informieren.

Googles Erfolgsstory in Gefahr

von Reto Hartinger

Google hat wieder ein blendendes Resultat erzielt und überrascht die Wall Steet positiv. Google kann wieder mehr Werbeeinnahmen machen. Diesmal verhilft Google die vormals verpönte Display-Werbung zu mehr Umsatz und auch Mobile Adertising kommt immer mehr in Schwung.  Google ist in einer beneidenswerten Position. Nein nicht wegen des Marktanteils, sondern weil Google bei jeder Aenderung vorher feststellen kann, ob sich diese positiv auf ihr Geschäfts auswirkt. Jede Aenderung wird zuerst bei einigen 1000 Usern ausprobiert und erst wenn feststeht, dass das Business davon profitiert, wird die Aenderung auf alle User übertragen.

Trotzdem, der Aktienkurs hat sich in den letzen Jahren schlecht entwickelt. Vor 5 Jahren wies Google ein P/E Ration von 40 auf, jetzt nur noch 20. Das heisst, die Aktionäre glauben axhon lange nicht mehr an eine Wachstumsgeschichte. Es bleibt eine One Product Company. Google steigerte seinen Kurs sogar weniger als Microsoft!  Apple macht in der gleichen Periode einen 4x grösseren Kurssprung. Es könnte für Google noch schlechter kommen.

Aus für Google-Suche im Mobile-Web

Mobile macht immer mehr des Internet Traffics aus und der ist in der Hand von Apples iOS. Gemäss ComScore machen iPod Touch, iPhone und iPad 97,2 % des Webtraffics in den USA aus. Das war bis anhin kein Problem, weil iOS User Google zur Suche benutzt haben. Mit dem iOS 5 und dem Personal Assistent Siri bekommt der iUser Google und dessen Werbeeinblendung nicht mehr zu Gesicht. Die Eingabe und Resultatausgabe erfolgt via Sprache. Siri interpretiert die Frage, sucht dann bei Google, Bing, Widipedia, Wolfram Alpha & Co und spricht das Resultat. OK, Siri kann nicht alle Fragen beantworten, aber immer mehr.

Siri erinnert mich an Knowledge Navigator, eine Apple Vision aus dem Jahre 1987 – also kurz nachdem Erscheinen des Macintosh. (zum Video des Knowledge Navigators). Damals gab es das Web noch nicht! Schön zu sehen, dass eine Vision sich so lange halten konnte und Steve seine Verwirklichung noch erleben durfte. Und so sieht das heute mit Siri aus (zum Video von Siri)

Mobile Werbung – Google hängt Apple ab

Googles Mobile Business macht pro Jahr 2,5 Mia Umsatz. Es steigert sich mit dem steigenden Anteil von Smartphones am gesamten Handymarkt.  Google geht davon aus, dass Mobile-Werbung im nächsten Jahr Displaywerbung überhohlt. Apples iAd Werbung konnte sich nicht durchsetzen. Sogar auf dem iOS ist Googles AdMob erfolgreicher. Es ist möglich, dass Apple iAd einstellt. Ein Teil des Oekosystems ginge verloren. Google wird diesen Markt beherrschen, es gibt keine ernstzunehmende Konkurrenz. Google wir also weiterhin von der wachsenden Mobile Nutzung profitieren. Sogar dann wenn Android Marktanteile verlieren sollte.

Der Motorolakauf schwächt Android

Mit dem Kauf von Montorala hat sich Google zwei Möglichkeiten erworben. Man könnte zum Hardwarehersteller werden, der, ganz wie Apple, die ganze Wertschöpfungskette beherrscht und damit bessere Produkte macht. Ganz wie Apple? Nicht ganz, denn Apple macht auch noch das Chipdesign. Google hat zwar auch ein Chipdesignteam aufgebaut, aber es ist zahlenmässig doch relativ klein. Als zweites Goodie verfügt Motorola über ein beeindruckendes Patenportefolio. So die Theorie.

Die Praxis könnte so aussehen. Apple ist bereits in einem Rechtsstreit mit Motorola verwickelt. Gewinnt Apple, ist das teuer gekaufte Patentarsenal nullkommanichts wert. Pech. Gewinnt Motorla, greift Apple die  Handyhersteller die Android benutzen weiterhin einzeln an, beim Design. Samsung hat kürzlich herbe Dämpfer einstecken müssen. So hat bis jetzt noch kein Gericht den Verkauf des iPhones verhindert, zudem hat Samsung in einigen Prozessen bereits verloren. Es erscheint immer wahrscheinlicher, dass das Verkaufsverbot einiger Samsungs Phones und Pads auf ganz Europa ausgedehnt wird.

Microsofts Gegenoffensive

Die Android-Allianz scheint Google nicht über den Weg zu trauen und setzt wieder, wenn auch zaghaft, auf eigene Betriebsysteme und auf Microsoft. Noch diesen Monat kommt endlich Nokia mit seinem ersten Windows Phone 7 getriebenen Handy auf den Markt. Auch Samsung lanciert WP7 Devices. Alle drei Firmen werden einen spektakulären Werbeauftritt hinlegen. Microsoft zahlt Nokia und Samsung 44 Mio Dollar an ihre Werbekosten. Man wird überall von WP7 sprechen, hören, sehen und riechen. Apple wird im grossen Stil mit Siri werben. In diesem Umfeld gibt es kaum Platz für Android, sich abzuheben.

Kein Durchbruch für Android auf Tablets

Bis jetzt hat sich noch kein Tablet am Markt durchsetzen können. Man traut dies am ehesten dem Amazon Kindle Fire zu. Das basiert zwar auf Android, hat aber eine ganz eigene Benutzerführung, eine eigene Suchmaschine und ein eigenes Oekosystem. Google profitiert in keiner Weise davon. Ein Beispiel das Schule machen könnte. So oder so, Android ist mit dem Kauf von Motorla nicht gestärkt, eher geschwächt worden.

Chrome als Wachstumstreiber

Googles Browser Chrome gewinnt immer mehr Marktanteile. Es ist eine Frage der Zeit, dass Chrome zur Nummer 2 wird. Im Schatten des Chrome Browsers lauert das Chrome Betriebssystem. ChromeBooks können eine eventuelle Schwäche von Android wieder ausbügeln. ChromeBooks können viel günstiger produziert werden als Intel basierende Ultrabooks oder Apples MacBook Air. Chromebooks könnten den Platz einnehmen den die Netbooks hinterlassen haben. Bis jetzt gibt es aber noch keine wirklich ansprechenden Hardwarekonzepte.

Kauft Google die PC-Sparte von HP?

Will Google endgültig auf den Pfaden von Apple gehen, so schnallt es sich die PC-Sparte von HP an. Damit würde Google dem ChromeBook Konzept den nötigen Schub geben. Google könnte HP/Motorola fusionieren und viel günstiger betreiben. Nur, gleich zwei solche Kolosse wären kaum beherrschbar. Google wird schon Mühe haben Motorola auf Google Spirit zu trimmen, geschweige denn HP, deren Business auf Micosoft-Produkten basiert. Mit Eric Schmidt verfügt Google über einen Manager der ein fusioniertes HP/Motorola Gebilde führen könnte. Eric Schmidt ist unterbelastet. Nur schon deshalb wird das Google Management mit diesem Gedanken spielen. Larry Page ist ein Mann der Risiken eingeht, grosse Risiken so sie Sinn machen. Man stelle sich vor, auf jedem HP PC der Zugang zu Googles Clouddienste, der Chromebrowser, Picasa, Desktop und Toolbar vorinstalliert. Docs würde Microsoft Office ernsthaft konkurrenzieren, Google Mail, Voice & Co  würden durchstarten. Das wäre ein empfindlicher Schlag gegen Microsoft.

Google verfügt über 43 Milliarden Cash. Ein HP Kauf könnte auch mit Cash und Aktien finanziert werden. Google führt sicher Kaufgespräche, selbst wenn sie das Ding nicht kaufen, so würden sie dem HP Management wenigstens die ChromeOS und ChromeBook Idee näher bringen und einen tiefen Einblick in die Funktionsweise der Microsoft-Welt geben.

Für HP wäre es nicht uninteressant, eine Beteiligung an Google zu halten. HP weiss, dass Google ihre PC-Sparte besser führen kann als sie selber. Es würde zu einem Massiven Stellenabbau kommen. Aber es könnte der erste Post-PC-Gigant entstehen. Wer schwieriger zu überzeugen wäre, sind die Google-Aktienäre. Ein solcher Deal würde die Gewinnmarge beträchtlich schmälern (obwohl Apple eine Marge einfährt die sich mit Software vergleichen lässt). Google müsste beweisen, dass es Winner-Hardware bauen kann: Smartphones, Tablets, Chromebooks, Notebooks, Desktops, Drucker …

Die Wettbewerbsbehörde würde den Deal durchwinken. Google würde nicht Marktbeherrschend.

Auch für Google ist Android nicht mehr gratis

von Reto Hartinger

Google entwickelt ein Produkt welches es daraufhin verschenkt, einzig, damit darauf die Google Suche läuft. Leider ist nicht einmal dies garantiert. Android Lizenznehmer können das Produkt selber ändern und manch ein Handyhersteller hat daraufhin nicht Google sondern Bing als Defaultsuche eingestellt. Für die Handyhersteller ist Android nicht Lizenzfrei, sie drücken für jedes verkauftes Gerät bereits harte Dollars an Microsoft ab und wohl bald auch an Apple. So verdienen an Android alle. Alle? Google wird von Oracle mit einer Patent-Klage eingedeckt und Google muss in teuren Auktionen Patente kaufen, um gegen weitere Klagen geschützt zu sein. Die 600 Nortel-Patente hat ein Konsortium rund um Apple teuer erworben. Ganz einfach weil Apple mit verschiedene Firmen eine Anti-Android Allianz geschnürt hat. Jetzt steht das nächste Patentepaket zur Auktion. Es wird sicher noch teurer. Es könnte sein, dass es für Google so teuer wird, dass Android einfach kein Geschäft mehr ist. Die Anti-Android Allianz kann Google aus dem Geschäft bieten, denn am Schluss werden die Patente vom Konsumenten bezahlt, ausser es gewinnt Google. Gewinnt Google und ist der Preis exorbitant hoch, wird auch Google Lizenzgebühren verlangen oder Android einstellen müssen. Das wäre es der Android Allianz allemal wert, hoch zu pokern. Google wird deshalb jede Patentauktion verlieren und die Anti-Android Allianz wird immer höhere Lizenzgebühren verlangen.

Eine persönliche Genugtung ist diese Entwicklung auf jeden Fall für Steve Jobs. Der damals Apple-Verwaltungsrat und Google CEO Eric Schmidt wusste von Apples iPhone Plänen und hat innerhalb von Google gleichzeitig Android entwickeln lassen. Voila, die Quittung. Vielleicht sollte Larry Page einfach einmal zum Infinite Loop herüberspatzieren und sich bei Steve entschuldigen. Vielleicht könnte dann eine Lösung gefunden werden. Sonst dreht sich das Patentkarusell ewig im Kreis herum. Noch besser wäre natürlich, die USA würden endlich einmal ein anständiges Patentgesetz durchs Parlament bringen. Aber die Herren dort sind ja zurzeit dabei das Land zu ruinieren und wollen dabei nicht gestört werden.

Recent Artikel

Recent Kommentare

Letzte Trackbacks