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In 4 Minuten 10 000 User mehr

von Reto Hartinger
PR war schon immer die beste Möglichkeit um an mehr User zu kommen. Hinter Produkten müssen Geschichten stehen. Bei Webpages, Software oder Apps sind nicht Features die Zählen sondern deren Nutzen. Wer gar den Wert des Nutzens für den einzelnen sichtbar machen kann, der hat gewonnen. Webpages und neu natürlich auch Smartphone Apps müssen erlebbar sein. Meist dümpeln die Zugriffszahlen bzw. Downloads vor sich hin, bis die Initialzündung durch einen Artikel in einer grossen Zeitung oder ein Fernsehbeitrag ausgestrahlt wird. So ist es dem  Start-up  Spontacts ergangen. Hier und da mal ein kleine Erwähnung und in 6 Monaten 10 000 Downloads. Bist gestern, 10 vor 10. Ja die Nachrichtensendung hat einen 4minütigen Beitrag über Spontacts gemacht. Der Beitrag gleich 10 000 neue Downloads gemacht und Spontacts im Schweizer App Store  auf Platz 2, vor Facebook & co, gehieft. Spontacts ist eine App mit der man sich zu etwas verabreden kann. Jemand postet auf was er Lust hat und andere mit gleichen Interessen schliessen sich an. Wahrscheinlich braucht Spontacs noch viel mehr Downloads um die nötige Traction zu bekommen. Ich schätze mal allein im Grossraum Zürich müssten es 100 000 Downloads sein. Deshalb ist es wichtig, dass Spontacts jetzt dran bleibt, PRmässig. Jetzt nicht die Hosen in den Sack, sondern die Finger aus dem A. nehmen und eine weitere Erfolgsmeldung schreiben. Hat einmal ein Medium berichtet, ist es einfacher dass andere die Story aufnehmen. Jetzt sollte Blick & Co aufspringen. Bitte jetzt mit der Erfolgsmeldung raus, dass der 10vor10 Beitrag die User verdoppelt hat, was daraus entstanden ist. Zahlen, Fakten, Emotionen und Ambitionen. Geschichten müssen auch an Menschen aufgemacht werden. Das können die Gründer oder die User sein. Am besten beides. In diesem Sinne, warte ich mehr von Spontacts zu hören.
Mit dieser Story lassen sich auch Partner anschnallen. Wieso sollen die nicht Spontacts im grossen Stil nutzen um z.B. Premieren, Konzerte und andere Veranstaltungen zu pushen? Gas geben Jungs und über jeden weiteren Schritt informieren.

Googles Erfolgsstory in Gefahr

von Reto Hartinger

Google hat wieder ein blendendes Resultat erzielt und überrascht die Wall Steet positiv. Google kann wieder mehr Werbeeinnahmen machen. Diesmal verhilft Google die vormals verpönte Display-Werbung zu mehr Umsatz und auch Mobile Adertising kommt immer mehr in Schwung.  Google ist in einer beneidenswerten Position. Nein nicht wegen des Marktanteils, sondern weil Google bei jeder Aenderung vorher feststellen kann, ob sich diese positiv auf ihr Geschäfts auswirkt. Jede Aenderung wird zuerst bei einigen 1000 Usern ausprobiert und erst wenn feststeht, dass das Business davon profitiert, wird die Aenderung auf alle User übertragen.

Trotzdem, der Aktienkurs hat sich in den letzen Jahren schlecht entwickelt. Vor 5 Jahren wies Google ein P/E Ration von 40 auf, jetzt nur noch 20. Das heisst, die Aktionäre glauben axhon lange nicht mehr an eine Wachstumsgeschichte. Es bleibt eine One Product Company. Google steigerte seinen Kurs sogar weniger als Microsoft!  Apple macht in der gleichen Periode einen 4x grösseren Kurssprung. Es könnte für Google noch schlechter kommen.

Aus für Google-Suche im Mobile-Web

Mobile macht immer mehr des Internet Traffics aus und der ist in der Hand von Apples iOS. Gemäss ComScore machen iPod Touch, iPhone und iPad 97,2 % des Webtraffics in den USA aus. Das war bis anhin kein Problem, weil iOS User Google zur Suche benutzt haben. Mit dem iOS 5 und dem Personal Assistent Siri bekommt der iUser Google und dessen Werbeeinblendung nicht mehr zu Gesicht. Die Eingabe und Resultatausgabe erfolgt via Sprache. Siri interpretiert die Frage, sucht dann bei Google, Bing, Widipedia, Wolfram Alpha & Co und spricht das Resultat. OK, Siri kann nicht alle Fragen beantworten, aber immer mehr.

Siri erinnert mich an Knowledge Navigator, eine Apple Vision aus dem Jahre 1987 – also kurz nachdem Erscheinen des Macintosh. (zum Video des Knowledge Navigators). Damals gab es das Web noch nicht! Schön zu sehen, dass eine Vision sich so lange halten konnte und Steve seine Verwirklichung noch erleben durfte. Und so sieht das heute mit Siri aus (zum Video von Siri)

Mobile Werbung – Google hängt Apple ab

Googles Mobile Business macht pro Jahr 2,5 Mia Umsatz. Es steigert sich mit dem steigenden Anteil von Smartphones am gesamten Handymarkt.  Google geht davon aus, dass Mobile-Werbung im nächsten Jahr Displaywerbung überhohlt. Apples iAd Werbung konnte sich nicht durchsetzen. Sogar auf dem iOS ist Googles AdMob erfolgreicher. Es ist möglich, dass Apple iAd einstellt. Ein Teil des Oekosystems ginge verloren. Google wird diesen Markt beherrschen, es gibt keine ernstzunehmende Konkurrenz. Google wir also weiterhin von der wachsenden Mobile Nutzung profitieren. Sogar dann wenn Android Marktanteile verlieren sollte.

Der Motorolakauf schwächt Android

Mit dem Kauf von Montorala hat sich Google zwei Möglichkeiten erworben. Man könnte zum Hardwarehersteller werden, der, ganz wie Apple, die ganze Wertschöpfungskette beherrscht und damit bessere Produkte macht. Ganz wie Apple? Nicht ganz, denn Apple macht auch noch das Chipdesign. Google hat zwar auch ein Chipdesignteam aufgebaut, aber es ist zahlenmässig doch relativ klein. Als zweites Goodie verfügt Motorola über ein beeindruckendes Patenportefolio. So die Theorie.

Die Praxis könnte so aussehen. Apple ist bereits in einem Rechtsstreit mit Motorola verwickelt. Gewinnt Apple, ist das teuer gekaufte Patentarsenal nullkommanichts wert. Pech. Gewinnt Motorla, greift Apple die  Handyhersteller die Android benutzen weiterhin einzeln an, beim Design. Samsung hat kürzlich herbe Dämpfer einstecken müssen. So hat bis jetzt noch kein Gericht den Verkauf des iPhones verhindert, zudem hat Samsung in einigen Prozessen bereits verloren. Es erscheint immer wahrscheinlicher, dass das Verkaufsverbot einiger Samsungs Phones und Pads auf ganz Europa ausgedehnt wird.

Microsofts Gegenoffensive

Die Android-Allianz scheint Google nicht über den Weg zu trauen und setzt wieder, wenn auch zaghaft, auf eigene Betriebsysteme und auf Microsoft. Noch diesen Monat kommt endlich Nokia mit seinem ersten Windows Phone 7 getriebenen Handy auf den Markt. Auch Samsung lanciert WP7 Devices. Alle drei Firmen werden einen spektakulären Werbeauftritt hinlegen. Microsoft zahlt Nokia und Samsung 44 Mio Dollar an ihre Werbekosten. Man wird überall von WP7 sprechen, hören, sehen und riechen. Apple wird im grossen Stil mit Siri werben. In diesem Umfeld gibt es kaum Platz für Android, sich abzuheben.

Kein Durchbruch für Android auf Tablets

Bis jetzt hat sich noch kein Tablet am Markt durchsetzen können. Man traut dies am ehesten dem Amazon Kindle Fire zu. Das basiert zwar auf Android, hat aber eine ganz eigene Benutzerführung, eine eigene Suchmaschine und ein eigenes Oekosystem. Google profitiert in keiner Weise davon. Ein Beispiel das Schule machen könnte. So oder so, Android ist mit dem Kauf von Motorla nicht gestärkt, eher geschwächt worden.

Chrome als Wachstumstreiber

Googles Browser Chrome gewinnt immer mehr Marktanteile. Es ist eine Frage der Zeit, dass Chrome zur Nummer 2 wird. Im Schatten des Chrome Browsers lauert das Chrome Betriebssystem. ChromeBooks können eine eventuelle Schwäche von Android wieder ausbügeln. ChromeBooks können viel günstiger produziert werden als Intel basierende Ultrabooks oder Apples MacBook Air. Chromebooks könnten den Platz einnehmen den die Netbooks hinterlassen haben. Bis jetzt gibt es aber noch keine wirklich ansprechenden Hardwarekonzepte.

Kauft Google die PC-Sparte von HP?

Will Google endgültig auf den Pfaden von Apple gehen, so schnallt es sich die PC-Sparte von HP an. Damit würde Google dem ChromeBook Konzept den nötigen Schub geben. Google könnte HP/Motorola fusionieren und viel günstiger betreiben. Nur, gleich zwei solche Kolosse wären kaum beherrschbar. Google wird schon Mühe haben Motorola auf Google Spirit zu trimmen, geschweige denn HP, deren Business auf Micosoft-Produkten basiert. Mit Eric Schmidt verfügt Google über einen Manager der ein fusioniertes HP/Motorola Gebilde führen könnte. Eric Schmidt ist unterbelastet. Nur schon deshalb wird das Google Management mit diesem Gedanken spielen. Larry Page ist ein Mann der Risiken eingeht, grosse Risiken so sie Sinn machen. Man stelle sich vor, auf jedem HP PC der Zugang zu Googles Clouddienste, der Chromebrowser, Picasa, Desktop und Toolbar vorinstalliert. Docs würde Microsoft Office ernsthaft konkurrenzieren, Google Mail, Voice & Co  würden durchstarten. Das wäre ein empfindlicher Schlag gegen Microsoft.

Google verfügt über 43 Milliarden Cash. Ein HP Kauf könnte auch mit Cash und Aktien finanziert werden. Google führt sicher Kaufgespräche, selbst wenn sie das Ding nicht kaufen, so würden sie dem HP Management wenigstens die ChromeOS und ChromeBook Idee näher bringen und einen tiefen Einblick in die Funktionsweise der Microsoft-Welt geben.

Für HP wäre es nicht uninteressant, eine Beteiligung an Google zu halten. HP weiss, dass Google ihre PC-Sparte besser führen kann als sie selber. Es würde zu einem Massiven Stellenabbau kommen. Aber es könnte der erste Post-PC-Gigant entstehen. Wer schwieriger zu überzeugen wäre, sind die Google-Aktienäre. Ein solcher Deal würde die Gewinnmarge beträchtlich schmälern (obwohl Apple eine Marge einfährt die sich mit Software vergleichen lässt). Google müsste beweisen, dass es Winner-Hardware bauen kann: Smartphones, Tablets, Chromebooks, Notebooks, Desktops, Drucker …

Die Wettbewerbsbehörde würde den Deal durchwinken. Google würde nicht Marktbeherrschend.

Auch für Google ist Android nicht mehr gratis

von Reto Hartinger

Google entwickelt ein Produkt welches es daraufhin verschenkt, einzig, damit darauf die Google Suche läuft. Leider ist nicht einmal dies garantiert. Android Lizenznehmer können das Produkt selber ändern und manch ein Handyhersteller hat daraufhin nicht Google sondern Bing als Defaultsuche eingestellt. Für die Handyhersteller ist Android nicht Lizenzfrei, sie drücken für jedes verkauftes Gerät bereits harte Dollars an Microsoft ab und wohl bald auch an Apple. So verdienen an Android alle. Alle? Google wird von Oracle mit einer Patent-Klage eingedeckt und Google muss in teuren Auktionen Patente kaufen, um gegen weitere Klagen geschützt zu sein. Die 600 Nortel-Patente hat ein Konsortium rund um Apple teuer erworben. Ganz einfach weil Apple mit verschiedene Firmen eine Anti-Android Allianz geschnürt hat. Jetzt steht das nächste Patentepaket zur Auktion. Es wird sicher noch teurer. Es könnte sein, dass es für Google so teuer wird, dass Android einfach kein Geschäft mehr ist. Die Anti-Android Allianz kann Google aus dem Geschäft bieten, denn am Schluss werden die Patente vom Konsumenten bezahlt, ausser es gewinnt Google. Gewinnt Google und ist der Preis exorbitant hoch, wird auch Google Lizenzgebühren verlangen oder Android einstellen müssen. Das wäre es der Android Allianz allemal wert, hoch zu pokern. Google wird deshalb jede Patentauktion verlieren und die Anti-Android Allianz wird immer höhere Lizenzgebühren verlangen.

Eine persönliche Genugtung ist diese Entwicklung auf jeden Fall für Steve Jobs. Der damals Apple-Verwaltungsrat und Google CEO Eric Schmidt wusste von Apples iPhone Plänen und hat innerhalb von Google gleichzeitig Android entwickeln lassen. Voila, die Quittung. Vielleicht sollte Larry Page einfach einmal zum Infinite Loop herüberspatzieren und sich bei Steve entschuldigen. Vielleicht könnte dann eine Lösung gefunden werden. Sonst dreht sich das Patentkarusell ewig im Kreis herum. Noch besser wäre natürlich, die USA würden endlich einmal ein anständiges Patentgesetz durchs Parlament bringen. Aber die Herren dort sind ja zurzeit dabei das Land zu ruinieren und wollen dabei nicht gestört werden.

Bitte noch diese Abstimmungs-App herunterladen

von Reto Hartinger

Während des Vortrag “Verhaltensökonomie und Social Media” musst Du mehrmals abstimmen, wie Du Dich in gewissen Situationen verhalten würdest. Bitte lade dazu diese App herunter. Du wirst an Deinem eigenen Verhalten die Muster erkennen, wie und wann Menschen bereits sind mit anderen zu Kooperieren. Wer auf den Sozialen Medien erfolgreich sein will, muss genau dies erreichen. Sandro wird darauf eingehen, wie sich Dein Unternehmen verhalten muss um kooperativ zu sein.

Google+ hat in den letzten Tagen auch einige Wellen (nein kein Wave) geworfen und ist ziemlich überschwänglich aufgenommen worden. Sandro bespricht, wieso es Google schwer haben könnte, mit Google+ einen Volltreffer zu landen. Danach gibt es auf jeden Fall eine gute Diskussion. Ich habe die Slides gesehen und kann dir versprechen, dass das ein erkenntnissreicher Abend wird.

Android wird immer weniger gratis

von Reto Hartinger

Firmen die Android verwenden zahlen bereits bis zu 10 $ Lizenzgebühren pro Gerät. Nein nicht an Google, sondern an Microsoft! Microsoft macht entsprechende Patente geltend. Dazu kommt eine Klage von Apple wegen Patentrechtsverletzung. Auch hier könnte HTC verlieren. Dann drohen allen Android-Nutzern entsprechende Gebühren. Nun hat ein Konsortium zu dem Apple, Ericson und Microsoft gehören, für 2.5 Mio 600 Patente aus der Konkursmasse von Nortel gekauft. Leer ausgegangen ist Mitbieter Google. Das versprichts nichts Gutes für HTC & Co. Viele Firmen können eigene Patente ins Spiel bringen, um sich vor Patentabzocke von Apple und Co zu schützen. Dazu ist Google zu jung und hat wenig Patente. Um das ganz zu umgehen, greifen Microsoft und Apple gar nicht Google an, sondern die Handyhersteller die Android verwenden.

iTV kommt mit iCloud

von Reto Hartinger

Es war schon erstaunlich wie ruhig es war um Video-Content bei der Vorstellung von iCloud. Da ging es nur um Musik. Hm. Dabei wurde gemunkelt, dass Apple mit ganz Hollywood Verträge unterzeichnet hat. Das besträckt mich zur Annahme, dass der iTV von Apple diesen Herbst endlich kommt.

Das Offering von Apple schien eigentlich nie den TV zu konkurrenzieren. Es gab einfach nichts Neues. Auch mir ist die Revoltion nicht wirklich in den Sinn gekommen. Bis jetzt. Aber schauen wir doch einmal an, was der iTV bis jetzt leistet

1. Apps. Damit wird der TV zur Arbeits- und Spielkonsole

2. TV mit Hard-Diskrecording

3. Hollywood – man kann die Filme mieten

.4 Internet kommt ins Wohnzimmer und kann mit der ganzen Familie geteilt werden

5. iCloud. Alles kann aus der Cloud bezogen und mit allen anderen Devices geteilt werden. Also ich kann ein Film auf dem TV sehen, dann fahre ich zur Arbeit und schaue mir den Film an der Stelle wo ich angehalten habe auf dem iPhone weiter an.

6. und …. das erkläre ich gleich

Das hatten wir doch alles irgendwie schon. Das gibt mir zwar ein nettes Gefühl, ändert aber nicht so wahnsinnig viel für mich.

Jetzt hat Apple aber die Voraussetzungen, dass sich doch etwas entscheidendes ändert. Nachdem nun alle Software auf iOS übertragen sind, könnte der iTV dazu genutzt werden die eigenen Filme zu schneiden und diese auf die iCloud zu laden und mit anderen zu Teilen. Es wäre in Youtube Konkurrenz mit voller Länge und HD Qualität geboren.

Was die Konkurrenz nun wieder nicht machen könnte, wäre die Videoschnittsoftware und die Verteilplattform zur Verfügung stellen.  Das Geschäftsmodell von Apple ist wieder einmal viel einfacher als jenes von Googles Youtube. Youtube ist fast nicht mehr zu gebrauchen, dermassen zugepflastert von Werbung. Apple braucht keine Werbung, die Hardware birgt genügend Marge. Die Konkurrenz schaut wieder einmal in die Wäsche, weil ein entsprechnd umfassendes Angebot fehlt. GoogleTV ist ja glänzend gescheitert und die entsprechende Hardware dazu auch.

Mit dem iPad hat Apple erstmals auch die Massenmarkt-Vermarktung begriffen. Was Premium ist, muss keinen Premium-Preis haben. Alle Komponenten zusammen kosten bei der Konkurrenz heute 2000 Dollar, Apple könnte den iTV zum selben Preis anbieten. Die Konkurrenz wäre auch da machtlos. Apple verdient am Oekosystem. Es wird wieder extrem lukrativer für die iOS Plattform zu entwickeln. Noch mehr Software für iOS verkauft auch mehr andere iOS Devices.

Always logged-in

von Reto Hartinger

Ich bin eigentlich immer in Facebook, Google und Skype eingeloggt und dies auf mehreren Computer, nein, mehreren Devices. Ab und zu kommen noch andere dazu. Nach dem Always on kommt das Always logged-in. Inskünftig kann nur wer immer eingeloggt ist auch von der vollen Kraft des Internets profitieren oder besser gesagt von er Kraft seines Social Graph. Das Internet braucht inskünfitg Identität – dazu muss man eingeloggt sein.

Inskünftig werden wir wohl ständig in 4 – 5 Diensten eingeloggt sein und vielleicht mit dem Handy noch mehr. Es wird also ein Kampf sein, wem wir die Gunst des alwaysälogged-in geben werden. Wahrscheinlich gehören Micrsoft und Apple dazu. Werden sie das alwaysälogged-in auf Betriebssystemebene einführen? Google macht dies mit dem Chrome Computer. Er startet gar nicht auf wenn man sich nicht bei Google einloggt. Weiter gedacht, könnte Google gar den PC gratis abgeben wenn Google dafür die ganze eingeloggte Zeit über Werbung einblenden könnte. Folgt auf Gratis-Software nun die Gratis-Hardware?

Googles neue Rankingkriterien fast ausgebucht

von Reto Hartinger

Obwohl Lukas Stubers Vortrag zu den neuen Rankringkriterien nur für Internet Briefing Mitglieder ist, ist diese Session fast ausverkauft. Melde Dich jetzt noch rasch an, um Dir die letzten Plätze zu sichern:

Di 3.5. 11.30-14.00  Googles neue Rankringkriterien

Google ändert laufend seine Rankingkriterien um für den Benutzer noch bessere Resultate zu liefern und um die Spamer aus den vorderen Rängen zu buxieren. Mit dem Panda Update gab es zahlreiche Stories über schlechtere Google-Ergebnisse. Content Farmen wie eHow gewinnen oder sind total eingebrochen wie Mahalo. Neu wird Google mit +1 ein eigenes Like einbauen. Was haben Social Medias zukünftig für einen Einfluss auf das Ranking? Welche Chancen hat +1 überhaupt? Die verschiedenen, gescheiterten Social Layers von Google (SearchWiki, SideWiki, Google Notebook etc.) bleiben uns in Erinnerung.

Für Gäste offen ist Lucia Yapis Einführung in das Google Display Netzwerk. Man kann mit Banner und Video gute Erfolge erziehlen – aber gewusst wie:

Di 3.5. 17.30-20.00  Das Google-Display Netzwerk

AdWords-Kampagnen können weit mehr, als nur Anzeigen auf der Google-Suchmaschine zu schalten. Im Display Netzwerk von Google erscheinen neben Textanzeigen auch Banner-, Video- und Rich Media-Anzeigen – und das auf unzähligen Webseiten. Doch wie lassen sich diese vielfältigen Anzeigenformate und die hohe Reichweite konkret zur Erreichung der eigenen Werbeziele nutzen?

Lucia Yapi stellt die diversen Möglichkeiten vor, die Google’s Display Netzwerk für AdWords-Werber in der Schweiz bietet, und gibt nützliche Tipps für die Praxis:
- Wo erscheinen die Anzeigen?
- Wie lässt sich die gewünschte Zielgruppe erreichen?
- Wie können die Anzeigen effizient erstellt und gesteuert werden?
- Welche Tools helfen bei der Erstellung und Optimierung der Kampagnen?

Am Mittwoch in Bern spricht der vormals erste Google Schweiz Mitarbeiter Tom Hanan zu:

Mi 4.5. 17.30-20.00  Mobile als Werbe und Verkaufskanal

Heute gibt es bereits mehr Handys als PCs und mit den Tablets kommen nochmals eine ganz neue Lawine auf uns zu. Thomas Hanan, CEO von Webrepublic, untersucht für uns wie wir die mobilen Geräte als Werbe- und Verkaufskanäle nutzen können:
Warum Mobile als ein Kommunikations-, Lead- und Verkaufskanal wichtig und relevant ist
- Mobile Search und worauf zu achten ist
- Mobile als die Brücke zwischen klassischen und digitalen Medien.
- The Renaissance of the Beetagg
- Mobile beim POS und wie das Handy klassische Retail-Ansätze neu definieren könnte
- Online Werbesysteme wie Admob und iAd
- Mobile Commerce

Google sperrt QuickTime und Java aus

von Reto Hartinger

Skandal – Apple hatte und hat Flash aus dem iOS verbannt. Entwcheidet Apple,  was das Internet können soll bzw. welche Technologie es unterstützt. Flash geriet in die Kriese und eine breite Absetzbewegung begann. Mit Android ist ein Konkurrent da, der dem User eine Alternative gibt und promt werben die Android-Geräte-Herstelle damit, dass ihre Devices Flash unterstützen (ok, dass das so nicht stimmt ist ne ganz andere Geschichte). Apple bekam das böse geschlossene Image, Google das offene, gute.

Google hat aber seine liebe Mühe das Flash-Versprechen einzuhalten und mit 3.0 wird Android geschlossener. Mit Chrome wendet Google das Apple-Ausschliessverfahren nun selbst an. Chrome wird bei jeder Site die QuickTime oder Java einsetzt jedes Mal fragen ob diese Plug-Ins benutzt werden dürfen oder für diese Site immer zugelassen werden. Ziemlich nervtötend. Möglich, dass es wieder eine Absetzbewegung, von diesen beiden Technologien geben wird, denn im Internet will niemand seinen Usern unnütze Hürden in den Weg stellen. Setzt Google nicht selber auch Java in einigen Produkten ein? Musste zu Beginn nicht alles was für Googles Cloudangebot entwickelt wurde, in Java geschrieben sein? Diese Entwickler werden sich freuen. Wird die Chrome Verbreitung darunter leiden?

Neues Geschäftsmodell für Apple

von Reto Hartinger

Apple hat mit iTunes und den AppStores ein geniales Oekosystem über alle seine Devices aufgezogen. Ausser den kleinen iPods. Schön. Nun hat Apple aber ein neues Geschäftsmodell entdeckt, das die grössten Probleme des Handymarktes lösen könnte.

Vielleicht zuerst die Vorgeschichte: Apple hat ein vertragsfreies Handy gebaut, bei welchem der User selber  ad hoc von einem Anbieter zum anderen wechseln kann. Das ist vor allem auf Reisen ein Segen. Kein teures Roaming mehr, man wählt sich einfach in das Handynetz des lokalen Anbieters ein und kauft sich dort Minute, Monate, oder was weiss immer. Aufschrei der Carrier – so nicht. Schliesslich subventionieren sie das iPhone mit langen Aboverträgen. Kundenbindung ist das A und O im Markt. Also niet.

So schnell gibt Apple Pläne nicht auf, die ein zentrales Bedürfniss des Kunden befriedigen. Kann der Kunde einfach von einem Anbieter zum nächsten switchen, geraten auch die Datentarife ins Rutschen. Viele User in den USA möchten nicht 60-120 Dollar pro Monat für ihr Abo bezahlen. Damit ist das iPhone nur für die Besserverdiener. Mit einem Billig-iPhone könnte Apple seinen Marktanteil, das Oekosystem und den Hallo-Effekt für Macintosh PCs verstärken.

Der Plan ist, dass Apple im ganz grossen Stil weltweit Daten und Telefonminuten einkauft und somit ein günstiges prepaid iPhone Nano auf den Markt bringt. Das Mobile könnte sich via iTunes automatisch wieder aufladen sobald der Kredit aufgebraucht ist. Das iPhone würde auch automatisch nach dem günstigsten Anbieter suchen.

Apple setzt seine Einkaufsmacht ein. Genügend Geld in der Portokasse wäre vorhanden. Zudem da Prepaid, gäbe es kaum eine grosse Finanzierungslücke. Ich vermute mal, dass Apple eine Marge von sagen wir einmal 30 % auf die Tarife rechnen könnte, vielleicht sogar via Tarife die Hardware subventionieren könnte.

Damit das angestammte Geschäft nicht gefährdet wird, muss es ein anderes iPhone sein – was genau wird Apple weglassen? Die Kamera. Hm, nein – Facetime soll ja ein Hit werden. Kleinerer Screen? Doof, denn dann müssten die Entwickler ihre Produkte wieder neu Designen. Wer hilft spekulieren?

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