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Gratis Bücher verhelfen dem iPad zum Erfolg

von Reto Hartinger

Es ist ja schön, dass die grossen Verlage Apples iPad mit Inhalt bestücken, der iPad könnte aber das Youtube der Bücher werden. Wieso? Die Möglichkeiten das iPad erinnern mich an meine CD-ROM Zeit zurück. Der iPad kann doch alles was eine CD-ROM kann. Text, Animation, Video etc. Besser als beim CD-ROM – der iPad lehnt sich an das Buch an und hat deshalb ein standartisiertes Format bzw. Interface. Ich habe 5 CD-ROMs gemacht, vier davon veröffentlicht und konnte als Nowbody locker mit Burda, Holzbrink und Konsorten mithalten – auch was den Vertrieb und Absatzzahlen anging.

Die traditionellen Verlage werden weniger moderne Books herausgeben, Platz für neue E-Verleger

Mit dem iPad wird es noch einfacher. Ich bin ziemlich sicher, dass ich die besseren iPad-Bücher machen kann als die Buchverlage, denn ich kenne mich mit Technologie einfach besser aus. Beim Vertrieb hätten wir die gleich langen Spiesse – ich muss nicht mehr mit Distributoren verhandeln – Apple nimmt mir diesen Part ab. Ich kann auch immer noch entscheiden, ob ich das Buch verkaufen oder gar gratis anbieten will. Apple wird dafür sorgen, dass ich mein Buch über Werbung refinanzieren kann. Und wieder verdient Apple mit – die Distribution würde ja auch mitverdienen.

Selbstermarktung und neue technologiegetriebene Verlage entstehen

The Swiss Art CD habe ich für Fr. 25.- verkauft (und habe damit eine Revolution ausgelöst, weil CD-ROMs damals zwischen 250 und 650 Franken kosteten). Dem Buchhandel habe ich 55 % Marge und Distributoren an Grossverteiler (wie Manor, Mediamarkt, Kaufhoft etc.) 70 % abgegeben. Mit dem iPad gäbe ich nur 30 % ab. Für den Abverkaufdruck musste ich selber sorgen, da ich ja mein eigener Verlag war. Ich musste also PR, Inserate und Events machen. Das muss ich beim iPad sicher auch – dabei helfen mir heute aber die Social Media wie Facebook und Co. Einen Teil des Inhaltes kann ich als Teaser auf youtube.com veröffentlichen und ich kann ein Verkaufsvideo machen.

Gratis oder kapitelweiser Verkauf wird das beliebteste Vertriebsmodell für die neuen Verleger und Selbstermarkter

Ich würde die ersten 3 Kapitel des Buches gratis abgeben, erst wer fertig lesen will muss bezahlen. Er könnte die Kapitel einzeln bezahlen. Das könnte ich so machen, dass man 1 Kapitel gratis lesen kann, dann könnte man sich entscheiden ob man jedes Kapitel einzeln bezahlt oder bis Kapitel 3  gratis weiter liest und dann das ganze Buch kauft oder nicht. Vielleicht enthalten die ersten 3 Kapitle Werbung und ich kann mich entscheiden, das Buch gleich zu kaufen und muss dann keine Werbung hinnehmen.

Enorm viele Gratisveröffentlichungen machen den iPad attraktiv für Autoren und User

In Deutsch werden pro Jahr 110 000 Bücher veröffentlicht (inklusive Uebersetzungen ausländischer Werke). Viel viel mehr finden aber nie einen Verlage. Es könnte also sein, dass der Markt der Gratis oder Billigbücher bzw direktvermarkteten Bücher auf dem iPad viel grösser sein wird als jener der Verlage. Es kann sein, dass ein Autor viel mehr an einem selbstvermarkteten Buch verdient, als über einen Verlag.

Beispiel: Andreas Fischers animierten Gedichte “Kutschenfahren”

Ich habe Andreas Fischers Posie CD-ROM “Kutschenfahren” verlegt. Als Buch hätte er keinen Velag gefunden und wenn, hätte er 200 Stück verkauft (bei einer Erstauflage von 300 Stück). Das sind seine Aussagen. Bei einem anderen CD-ROM Verlag, hätte er vielleicht keine 100 CDs verkaut, denn die wollten einen Enduser-Preis von mindesten 60 Franken. Ich habe “Kutschenfahren” für 28 Franken angeboten und ca 800 Stück verkauft. Andreas Fischer hat etwas dran verdient, den Buchverlag hätte er wahrscheinlich bezahlen müssen. Mit dem iPad hätte Andreas seine animierte Poesie selber vermarktet und wahrscheinlich gratis in den Shop gestellt. Es ging ihm ja nicht darum viel zu verdienen, sondern viel gelesen zu werden. Ich schätze, dass er so mehrere 1000 Downloads erreichen würde. Alle gewinnen dabei, obwohl kein Rappen Geld geflossen ist. Für Apple werden die gratis Bücher ein wichtiges Verkaufsargument, der Buchverlag hat keinen Verlust gemacht, Andreas Fischer hat allen seinen Kontakten einen Link auf sein Werk geschickt und wurde viel beachtet und der  Konsument hat gute animiert Poesie erhalten.

Das iPad macht Jörg Eugster wird zum viel gelesenen Experten auch in Deutschland und Oesterreich

Jörg Eugster gibt jährlich ein Buch über Online Marketing via Marketing & Kommunikation heraus. Als Autor verdient er dabei nichts. Ist ihm nicht wichtig. Das Buch ist für ihn ein gutes Marketinginstrument. Für M+K ist es eine Möglichkeit Inserate zu verkaufen. Das Buch hat zwar einen Verkaufspreis, wird aber gratis verteilt. Alle sind happy. Jörg wird sich in Zukunft überlegen, ob er sein Buch nicht über den iPad anbieten soll. Er ist ein guter Selbstvermarkter – deshalb schreibt er es ja. Mit dem iPad hätte Jörg sofort auch Oesterreich und Deutschland erschlossen und würde wahrscheinlich mehr Downloads erreichen. Er könnte sein Buch gratis oder für gerademal Fr. 1.- bis Fr. 3.- anbieten. Bei 10 000 Downloads verdiente er 7′000 Franken. Er wird die erste Version gratis anbieten und die nächste Version vielleicht kapitelweise verkaufen.

Achtung Verlage: Befreit von Einschränkungen, werden Bücher anders (multimedialer) daherkommen (müssen)!

Ja, Apple macht den Büchermarkt kaputt. Falsch, Apple macht den Verlagsmarkt kaputt. Schliesslich hat Apple auch nicht den Musikmarkt kaputt gemacht. Wir hören jetzt sicher mehr Musik als früher, gehen immer noch an Konzerte (vielleicht werden die auch einmal billiger) und ein Bandsterben haben wir auch keines erlebt.

Apple kann ganz neue Economics in diese Märkte einführen, denn Apple verdient an den Geräten gutes Geld. Jeder Hardwareanbieter kann das. Es wird für Apple nicht so einfach, diesen Markt zu dominieren. Aber Apple wird der einzige Hardware-Anbieter sein, der diesen Gratis-Markt  erschafft. Goolge wird das für die anderen Geräte übernehmen (wollen). Wetten dass der Google Markt kleiner sein wird als der Apple Book Store obwohl es mehr Reader auf Android oder Chrome Basis gibt? Chrome wird ziemlich sicher den App-Markt versieben – daran haben die Entwickler höchstwarscheinlich nicht gedacht.

Ich bin gespannt wie Du den Markt einschätzt. Diskutiere mit.

Ich überlege gerade, ob ich ein Konzept das ich für CD-ROMs hatte für iPads anbieten soll. Wenn Appentwickler Interesse haben eine gaaaanz cooole App zu entwickeln, bitte melden. Wer einen iPad Verlag aufziehen möchte, sollte sich auch melden und Autoren mit guter Idee sowieso.

Internet Briefing 2010

von Reto Hartinger

Irgendwie bin ich optimistisch, dass das 2010 innhaltlich das beste Internet Briefing Jahr wird. Zum fünfährigen Bestehen des Internet Briefings habe ich eine Konferenzreihe vorgesehen, die mit 3 Konferenzen im März und April zu den Themen E- und Mobile-Commerce, den wichtigsten Developper-Themen und Social Media beginnen. Im Herbst folgen voraussichtlich wieder 3 Konferenz. Mindestens eine davon in Bern.

Es könnte sein, dass wir im April wieder einen Geschäftsleitungsmitglied eines renomierten amerikanischen Webunternehmens bei einem Internet Briefing begrüssen dürfen. Ich sehe sowieso mehr englische Briefings vor, damit sich die englischsprachigen Internetler mit uns besser vermischen.

Wenn Du weisst, dass irgendeine Persönlichkeit aus den USA in die Schweiz kommt, teile es mir doch bitte mit. Ich werde mich bemühen, dass diese vor dem Internet Briefing spricht.

Melde Dich jetzt zu den zu den nächsten Veranstaltungen an:


2.02.2010 11.30-14.00 Internationales Email Marketing
Email Marketing ist auch international d a s Tool um effizient Märkte zu bearbeiten sowie Kunden zu informieren. Aber wie erreichen wir unsere Branding-Ziele und bringen Promotions über verschiedene Sprachen, Kulturen, Zeitzonen an den Mann? Milko van Rijn von Mettler-Toledo International geht der Frage nach, wie man ein Internationales Email Marketing 

2.02.2010 17.30-20.00 User Experience and Application Design at Google
Usability is key in web applications. Simon Raess works as UX Designer at Google Docs in New York. He shares his views on how to create genuine user experiences for the web.

Dieses Event ist auf Englisch – wer es auf Deutsch haben will, geht nach Bern:

3.02.2010 17.30-20.00 User Experience und Application Design bei Google (Deutsch)
Bern: Ristorante La Gioia, Bärenplatz 7 map
Benutzerfreundlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg von Web-Applikationen. Simon Raess arbeitet als UX Designer im Google Docs Team in New York. Er spricht über die Gestaltung von Benutzer-Erlebnissen im Web.

Es warten spannende Konferenz auf Dich – melde Dich jetzt an zu:

15.03.2010 08.30-17.30 Konferenz:

E-Commerce & Mobile Commerce

E-Commerce Trens: Liveshopping, clubshopping, masscustomizing, crowdsourcing

Moderne Produktepräsentatin: Videos, Konfiguratioren, Augmented Reality

Social Commerce: Geld verdienen mit Facebook, Youtube, Twitter & Co, Social Media Kampagnen

Mobile Commerce: M-Commerce Möglichkeiten und Beispiele, Preisvergleiche,

… und mehr Themen


6.4.2010 08.30-17.30 Konferenz:

Social Media Marketing Summit

Kommunikationsstrategien: Facebook, Twitter, Youtube Kampagnen

Inhalte verbreiten:  Webapps, Page, Gruppe und Facebookinhalte auf eigener Page

Twitter: Twitter in Business, Virale Twitter-Applicationen

Mobile: Möglichkeiten und Aussichten

Social Media managen : Aktivitäten monitoren und auslösen, Social Media und CRM


Provisorisches Programm:
- Neue Kommunikationsstrategien mit Botschaften und Botschafter
- Social Media Aktivitäten monitoren und aktivieren
- Webapps, Page, Gruppe: Inhalt er eigenen Website auf Facebook publizieren
- Werbung in Sozialen Netzwerken
- Facebook Gruppe, Facebook Fanpage
- Virale Twitter-Applicationen: Wie man in 4 Wochen 600′000 Benutzer gewinnt
- Social Media goes mobile
- Twitter für Business: selbstreferenzielle Spielerei oder “the next big thing”
- Vom Dialog zum Lead – Social Media Marketing und CRM im Zusammenspiel

7.4.2010 08.30-17.30 Entwickler-Konferenz

Developer Summit

Entwicklen für/von: Twitterapplikationen, Facebook , iPhone und iSlate

Single Sing on mit Facebook, Twitter, und Google-ID

Web & Cloud verschnellern: Skalierbare Applikationen, Atomisierung von Komplexen Systemen

Trends: NoSQL , One Web, Web of Things

Projektmanagement: Boosting Requirements Analysis, Better Software Estimation

Real-Time Web: Standards und Herausforderungen,  Software-Architekturen für die Web-2.0-Welt

Melde Dich bereits jetzt an

5 Jahre Internet Briefing Konferenz: Call for Speakers

von Reto Hartinger

 

Nächstes Jahr wird das Internet Briefing fünf Jahre alt. Wir kommen in den ersten Chindsgi oder im Internet-Zeitalter stehen wir wohl eher vor der Matura.
Ich möchte das Jubiläum mit zwei grossen Konferenzen begehen (die auch einen sozialen Teil mit Musik und Showeinlagen unserer Mitglieder beinhalten).
Die Konferenzen plane ich für März und September. Deshalb suche ich heute schon Speaker, künstlerische Taltente und Sponsoren. 
Call for speakers
Promotion: Social Media Marketing (wird ein Morgen gewidmet sein), Onlinemarketing, E-CRM, Mobilemarketing etc.
Trends: Userverhalten, Märkte, Businessmodelle, Technologien, E-Business, E-Commerce, Wisdom of the Crowds etc.
Best Cases: Suchmaschinenoptimierung, Usability, Web-Design, Markenführung, Mobile etc.
Mobile: iPhone & Android Trends, Businessmodelle, Ubiquitous Computing, Locationbased Konzepte etc.
Technologie: Cloud Computing, Collaboration, Virtualisierung, SaaS, Open Source, Pervasive Computing, 3D Web, HTML5 etc.
Development: Ajax, Automatisation, Webapplikationsdesign, P2P Architekturen, Agile Methoden, Model driven design, Computational Intelligence etc
und natürlich Deine eigene Idee eines Referates.
Keine Angst, sollte Dein Vorschlag an den Konferenzen nicht unterkommen – werde ich sie an normalen Briefings berücksichtigen können.

Portals

von RobBetgem

Why this Blogpost;
In the recent couple of years Portal technology has become increasingly popular concept discussed about in IT and many organisations. Portal technology has been significantly matured since the introduction of first generation portals. From start on introducing of portals, one of the main problems for companies was to get a clear understanding on the concept and the way how to benefit from this technology and how to fit this concept onto their business processes. The expectation is that in the near future more than half of the companies will be owner of some kind of portal implementation. A good reason to have a more closer look on what portal technology is about. Hopefully this Blog is a starting point for an active discussion about issues like, basic architecture,  the major portal contenders, future trends, best practises on setting up portals in your organization, what is the impact on integrating portals with your existing application and database infrastructure, and when to decide between commercial product or open source, and so on.

What is Portal
In general, a portal is basically a web site containing a set of modules (portlets) exposing content to the user from different sources. On top of this, offering users the ability to create a site that is personalized for individual interests.
Evolution of portals
First generation portal technologies were mainly supporting internet search and navigation capabilities, providing start point for web consumers for exploring the web. Meanwhile the market for portal technology focuses increasingly on delivering better cooperative information to dedicated user groups. 
The next step was offering instrumentation for allowing personalization, notification, collaboration, workflow, knowledge management, groupware and integration of business applications. The general idea is to collect information from different sources, creating a single secured point of access to this information as a library of categorized and personalized content.

When is there a need for a portal
Nowadays lots of companies depend on the information and services they provide to their users via web technologies, say internal staff members, external customers, business partners, etc… In organizational environments where users increasingly make extensive use of web applications, users might be easily get exposed to information overload and find it difficult to locate the needed information or services, in this case there is an obvious need in streamlining and grouping information. To eliminate problems described it would be desirable to set up a portal infrastructure for streamlining and organizing the large flow of information in an effective and efficient manner, so that different type of data owners can be identified by the portal, personalized information is serviced out on relevance and interests of the users according a profile that can be centrally managed by the supporting organization. In this case portal technology can fit in the needs on supplying these kind of services.

Key factors and desired functionality:

  • In general portals should support the following list of features.
  • Enable single secured access to one look and feel entry point, enabling the user to gain access to different information and services that are offered via different systems.
  • Information integration (CMS), enabling different departments to setup and update tailored information for different user groups according a common user profile.
  • Personalization, allowing individual users to select the information that are of his interest, able to customize the presentation of this information.
  • Task management and workflow, business process modeling . Collaboration and groupware facilities, enabling plugin facilities for enriching the portal environment with all nowadays groupware wikis, IM, alerts, RSS, etc..
  • Integration technology to other systems, and other portals via WSRP

Platform and product considerations;
Multiple commercial software vendors have been delivering portal solutions, products from IBM, Oracle (BEA), MS and other solutions all come with relatively high license fees. The costs of integration and implementing can add considerably high investments on top of these license costs. Most of these commercial products have highly advanced application integration features allowing quick linking in with ERP, back offices platforms, CMS, etc.. For many small to medium companies this is far too much than needed and not even desired for. Alternatively there is a large number of OS portal software initiatives enabling ease setup of all needed basic portal facilities, almost out of the box, which can than be customized to individual needs. Aspects to be considered when starting the OS selection process are, easiness of managing and setting up the product, the quality of documentation, the size of community (users and developers), what features come out of the box without requiring additional development, is the product based on nowadays standards, has the product any features beyond authentication and site administration, like CMS, collaboration, and much more things to be considered.

Hope this short introduction will lead to an active discussion on this complex but highly interesting topic.

Bringt ein App-Store endlich den Durchbruch für Open Source?

von Reto Hartinger

Apple hat es vorgemacht. Das iPhone hat für ein neues Gerät eine neue Applikationswelt erschaffen und mit dem äusserst erfolgreichen App-Store für die verbreitung der Software gesorgt. Erstaunlich, dass die Apple gelungen ist, denn gerade für Apple wurde in den letzten 10 Jahren einfach nichts mehr entwickelt. Aber halt, auch für die Windowswelt ist kaum mehr eine neue Standardsoftware entstanden. Wieso?

Standardsoftware hatte ein Innovations- und Distributionsproblem

Microsoft geht in jeden Softwarebereich. Lange vernachlässigt wurden CMS, Business- und Grafitk-Software. Microsoft ist schon längst drin. Meist eher mit weniger Erfolg. Sie können aber Innovation erfolgreich plattwalzen indem

- Microsoft kündigt an, “nächstes Jahr” mit einer XY-Software auf den Markt zu kommen. Die Konkurrenz verliert sofort an Schwung. Viele Kunden warten nun auf das Microsoft-Produkt welches frühestens in 2 Jahren mehr als Beat-Version denn als anständiges Produkt auf den Markt geworfen wird.

- Microsoft kauft sich in den Markt ein. Microsoft hat noch nie den Besten oder Zweitbesten eines Marktes gekauft. Meist ist es die Nr. 4. Ein ziemlich rudimentäres Stück Software das aber mit der oben beschriebenen Methode gepusht wird.

- Hat auch das keinen Erfolg, wird die Software einfach Office beigefügt. Dann ist es um die Konkurrenz defintiv geschehen. Denn damit ist das Produkt quasi gratis und verfügt über eine grosse Verbreitung. Die Konkurrenzprodukte sterben, die Innovation ist tot.

Dieses Problem hätte Open-Source Software nicht. Sie ist gratis, wird von vielen Entwicklern getragen und schert sich eigentlich nicht um die Konkurrenz, denn Open-Source Software kennt schon im eigenen Lager viel Wettbewerb. Open-Source Software fehlt es aber an Distribution.

Apple hat es vorgemacht. Niemand hat mehr für das Macintosh Betriebssystem entwickelt. Für das iPhone hat Apple aber eine enorme Anzahl Entwickler hinter sich gebracht, dem AppStore sei Dank. Die Entwickler haben eine Plattform um bei den Usern bekannt zu werden.

Dasselbe versucht nun Sun mit einen AppStore für Open-Source Software auf Java-Basis. Die schwindelerregenden Zahlen über das Potenzial mit dem Sun sich den Erfolg bereits vorgerechnet hat, möchte ich euch ersparen. Es ist einfach obsolet. Das Problem des Java AppStores ist, das ihm selbst das Distributionsmodell fehlt.

Ich bin skeptisch. Da messe ich Goolges AppStore für Android bessere Chancen aus sowie dem AppStore der voraussichtlich dem Chrome OS zugrunde liegt. Aber die haben mit Java oder Open Source selber nichts am Hut und richten sich auch eher an Cloud Computing den an Desktop Software.

Suns Initiative ist aber sicher zu begrüssen.

Alles blau bei Microsoft

von Reto Hartinger

Endlich macht Microsoft ernst mit der Konkurrenz gegen Google. Schliesslich ist Google dabei, die Welt der Entwickler für sich einzunehmen und die, die gehört ja eigentlich Microsoft. Damit hat man begonnen, dabei soll es bleiben. Mit Android hat Google ein Betriebssystem geschaffen, das nicht nur einfach nur für Mobile Phones taugt, es wird in vielen Geräten eingesetzt werden, denn Google hat auch mehr als nur eine ziemlich coole Entwicklungsumgebung für Entwickler bereit. Sie passen noch nicht so recht zusammen – aber der Tag wird kommen, wo alles ineinander fliesst.

Es hat einen Betriebssystemflopp gebraucht, damit Microsoft enrst macht mit einem Betriebssystem für das Netz. Azure heisst das Cloud Betriebssystem und untersützt ASP.NET, IIS, Visual Studio 2008 also genau die Tools mit denen die Nicht-Open-Source-Welt arbeitet. Azure dringt aber auch in diese Welt vor und soll Eclipse, Ruby, PHP und Python ready sein, da es auch die Protokolle HTTPRESTSOAPRSS und AtomPub beherrscht. Da es sich um ein Cloud-Produkt handelt, muss man keine Server konfigurieren und hat jederzeit die Hardware-Power  zur Verfügung die man gerade benötigt.

Werden wir inskünftig tatsächlich nur noch für die Cloud programmieren. Wir hätten auf einen Schlag viele der Probleme die wir in unserem nächsten TechTalk “Mehr Performance für Websites und Webservices” ansprechen einfach los. Ok, wir müssen unsere Applikationen immernoch so porgrammieren dass sie Antwortzeiten in Millisekunden hergibt und das ist nicht ganz einfach. Ich habe mir an unserer Entwicklungskonferenz Gedanken zu allen RIA Entwicklungsumgebungen und Goolges verschiedenen Entwcklungs-Plattformen gemacht. Sie haben mich alle nicht restlos überzeugt. Noch nicht. So zwingt einem GEARS in eine Ecke andere Umgebungen in eine andere.

Azur ist bestimmt für unser SaaS Projekt auch keine Lösung (Obwohl Cloud Computing verlockend wäre) – wir sind halt nicht auf Microsoftprodukten – oder doch?

Ja und heute doppelt Yahoo mit Y!OS ( Yahoo Open Strategy) nach. Vielleicht sollten wir eine Konferenz zum Thema Cloud Computing machen.

Webseiten verschnellern

von Reto Hartinger

Gerade wer Webservices erstellt oder sonst Ajax einsetzt, hat schnell einmal ein Performanzproblem. Seiten laden zu wenig schnell. Es soll alles im Millisekundenbereich erledigt werden. Tja – gar nicht so einfach. Wo ansetzen? Html? Code? Struktur? Hardware? Betriebssystem? Ich habe schon lange eine Session gesucht, welche diese Probleme aufzeigt und Lösungen bespricht. Meist sind die Leute einfach nur auf einer der Schienen gut. Soll es wirklich was bringen, muss ein Referent aber alle Elemente kennen.

Philipp Hasenfratz, CTO und Partner der admazing AG, zeigt Gefahren, Möglichkeiten und Lösungen zu hochverfügbaren Webapplikationen im Internet auf.

- Was leisten heutige Serversysteme?
- Auf welche Faktoren kommt es an?
- Wie lassen sich Prozesse parallelisieren und wie steigert man die Durchsatzleistung derzeitiger Systeme?
- Performance- und Availability-Verbesserung im AJAX Umfeld mittels:
- Datenbanken
- Lastverteilung
- Webserverkonfiguration
- Analysetools und der Untersuchung aktueller Grenzen solcher Systeme in den Bereichen Verfügbarkeit, Durchsatzleistung, Verbindungs- und Datenverwaltung.

Danach diskutieren wir Lösungsansätze und Tipps, die noch nicht besprochen worden sind. Bring Dich ein. Das wird hochspannend. Melde Dich an zum TechTalk vom 4. November Mehr Performance für Websites und Webservices

RIA Entwicklerkonferenz – Anstrengend aber gut

von Reto Hartinger

Wer meine Konferenzen kennt weiss, sie sind knochenhart, beginnen immer früh und hören spät auf. Ein Vortrag jagt den anderen. Laurent Bugnion, Senior Software Engineer, Siemens Building Technologies meinte: “Es war eine super Konferenz, und es hat mich sehr gefreut, da teilnehmen zu dürfen. Die Diskussion war super interessant. Ich war am Abend erschöpft, aber zufrieden!! Falls du einmal einen anderen Vortrag von mir hören möchtest bin ich gerne zur Verfügung”. Am 2 Tag “RIA Tools und Methoden” haben noch eine Diskussion im Publikum angezogen, die dann bis 19.00 gedauert hat und in Grüppchen ging es danach im Foyer sogar noch weiter :-). Ein Teilnehmer meinte “Die RIA Konferenz vom 29. war wirklich interessant – und die Diskussion am
Schluss hat auch die emotionale Komponente schön gezeigt 8-)”

Was waren meine Eindrücke?
Der erste Morgen war der agilen Software-Entwicklung gewidmet. Wir entwickeln in Indien auch agil, wobei wir unglaubliche Schwierigkeiten hatten, den ersten Sprint erfolgreich abzuschliessen. Niemand konnte das Entwicklungstempo einschätzen und methodisch haben wir doch einiges falsch gemacht. Kein Wunder, über die Kontinente verteilt funktioniert’s nicht so wie im Büro nebenan. Da werden wir nochmals dahinter müssen. Ich habe, wie alle, immer das Gefühl das bei uns einfach zu wenig geht, vor allem zu wenig schnell. Aber welch ein Genuss zu sehen, dass auch Google die gleichen Schwierigkeiten hatten wie wir. Auch sie kämpfen mit der Entwicklungsgeschwindigkeit und mit den ersten Sprints hatten auch sie enorme Mühe. Ein guter
Bericht darüber und über den ersten Konferenztag findet sich in der heutigen Netzwoche (Seite 21).

Hier die Vorträge die ich bereits habe:

Peter Stevens allgemeiner Srum-Vortrag

Bild: Jean Pierre König Wie funktioniert Agile Softwareentwicklung
Vortrag download:
Wie funktioniert agile Software Entwicklung? von Jean-Pierre König namics

Die Slides von Michael Marth zum Tehma Flex on Rails: the Good, the Bad and the Ugly

Der Vortrag Code Reuse, Motivation, Koordination, Kollaboration oder Was Entwicklerteams von Open Source Communities lernen können von Matthias Stürmer hier zum Download

Die Slides: Tools für agile Software-Entwicklung von
Hannes Gassert, CTO und Christian Stocker Vortrag

Michel Wackers Slides zum Beitrag: Entwickeln von Multiuser Applikationen in Flash: Lösungen mit und ohne Java

ich werde die Liste laufend ergänzen

Neue Schweizer Suchmaschine mit Vorschaubildern

von Joel

Ein neuer Suchmaschinen-Prototyp wurde letzte Woche von uns entwickelt. Er zeigt wo die Entwicklung der Suchmaschine in der Zukunft hingehen könnte.

Hier gleich ein Screenshot der Suchmaschine zum Anklicken:

Suche nach Madonna

Statt viel Text erhält der Benutzer bei der neuen Suchmaschine von Enzian Media GmbH die Webseiten als Bild dargestellt. Keine Textartefakte aus den New York Times, sondern die ganze Seite als Screenshot! Beim Fahren mit der Maus über die Suchresultate erscheint auch die URL und ein kleiner Beschreibungs-Text.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus den Resultaten:

Amazon-Artikel und YouTube-Filme werden besonders angezeigt.

Probieren sie doch die Suchmaschine aus:
Suche nach Simpsons
Suche nach Madonna
Suche nach iPod
– Oder Hintergrundbild ändern… :)

Es gibt auch schon kleine Firefox-Plugins welche bei anderen Suchmaschinen Screenshots anzeigen, dies ist aber nicht zu vergleichen. Denn die Plugins zeigen nicht die tatsächliche Seite an, sondern nur die Startseite. Statt einem Artikel über Madonna also die Startseite der New York Times. Auch sind die Screenshots bei “Enzian Search” grösser (Titel sind lesbar) und viel aktueller.

Doch es ist noch ein weiter Weg zu einer ausgereiften Suchmaschine: Mit nur zwei Servern könnten die Such-Abfragen langsam werden bei vielen Benutzern, auch gibts noch viele Screenshots welche Darstellungsfehler beinhalten oder gar nicht erst angezeigt werden. Falls Probleme auftreten, probieren Sie es bitte später einfach erneut.

Wenn sie die Idee toll finden, aber mit der Geschwindigkeit nicht zufrieden sind: Vielleicht möchten sie uns mit einem Server untersützen und dafür an möglichen Werbe-Umsätzen beteiligt werden?

Entwickelt wurde die Suchmaschine von Joel Janser, 23 Jahre, Enzian Media GmbH. Wir wissen, dass die Mitglieder von Internet-Briefing sehr viel Know-How haben und hoffen auf gute Tipps und Ratschläge um uns im harten Internet-Business etwas durchzukämpfen.

Ein richtiges Design und weitere Verbesserungen werden folgen…

Leckerbissen: Google Besuch und Rich Internet Application

von Reto Hartinger

Nächsten Montag pilgert die zweite Gruppe von Internet Briefing Mitgliedern zu Google. Die normalerweise geschlossenen Türen der Google Labs öffnen sich uns für eine kurze Zeit. Wir wandern in verschiedenen Gruppen durch das Gebäude und plaudern, wie die Leute arbeiten, mit welchen Mitteln, welche Besonderheiten und Schwierigkeiten bei Google herrschen. Dann gibt ein Apéro in der Mensa und anschliessend wird Bernhard Seefeld einen Vortrag halten:

Google’s Engineering Culture – Wie bei Google Software geschrieben wird
Er bespricht die 10 Prinzipien der Google Software Engineering Kultur und wie die hohe Qualität vom Code erhalten wird. Es hat da schon einige Ueberraschungen dabei, die ich bei einem so grossen Unternehmen nie erwartet hätte. Anschliessend diskutieren wir ob diese auch für andere Umgebungen Sinn machen und wie Du sie selber umsetzen könntest.

Gleich ein nächster Leckerbissen ist das Treffen vom 6. November

Rich Internet Application-Technologie: Frontend, Communication, Middleware

Beat Steiger bespricht die relevanten Layers Frontend, Communication, Middleware, einer übergreifenden und durchgängigen Architektur und zeigt das Zusammenspiel der Komponenten durch alle Layers anhand von Real-World Fallbeispielen:

- Vorteile sowie Nachteile der RIA-Technologie gegenüber klassischen Webanwendungen
- Wie setzt man eine RIA am besten auf eine SOA-Umgebung auf – Wie optimiert man die User-Experience
- Tools für das Entwickeln eines plattformübergreifenden Frontend
- Aufbau der Kommunikationsinfrastruktur, welche ein durchgängiges, objektorientiertes System ermöglicht
- Services direkt oder durch die Benutzung eines Façade-Patterns
- Effizient SOA-Architektur

Danach diskutieren wir unsere Erfahrungen. Ich würd mich freuen, Dich dabei zu haben. Melde Dich hier an.

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