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Die Tablett Lüge

von Reto Hartinger

Apple hat bis Ende 2010 14.8 Mio iPads verkauft und möchte 2011 weitere 40 Mio verkaufen. Über 100 weitere Konkurrenten wollen 2011 Apple mit ihren Tabletts  Konkurrenz machen. Schon gross herausposaunt wieviel sie verkauft haben, hat Samsung. 2 Millionen Stück, was den Apple Marktanteil auf ca 70 % herunter gedrück hätte. Hätte! Samsung hat die 2 Millionen Tabletts an die Händler geliefert, tatsächlich abverkauft wurden fast keine. Der weltweite Handel kann 2 Mio Stück aufnehmen, das haben wir schon bei Windows Mobile 7 Handys gehört. Auch eine grosse Werbekampagne hat aber nicht dazu geführt, dass die Windows Handys Käufer gefunden hat. Der Kanal wird die Nase gestrichen voll haben von unverkäuflicher Ware. Die 99 anderen Tabletts werden es sogar schwer haben, überhaupt in die Regale zu kommen. Wer nicht wie HP über einige Argumente gegenüber dem Kanal und einem eigenen Vertriebsnetz verfügt, wird kaum bis zum Konsumenten dringen. Es wird nochmals massive Werbeanstrengungen brauchen, um auch die Endkunden zu überzeugen.

Schulen und Universitäten

Ein anderer Weg wäre Nischen zu bearbeiten. Zum Beispiel eignet sich ein Tablett hervorragend für Schulungseinrichtungen, die jährlich pro Schüler mehrere Tausend Dollar in Form von Unterrichtsmaterial und Büchern ausgeben, die sich zwecks Amortisation 7 bis 10 Jahre behalten müssen. Ein Tablett könnte da einfacher auf dem neuesten Stand gehalten werden. Apple besetzt diesen Markt schon. Hat eine eigene Abteilung aufgebaut und gibt massive Rabatte.

Verlage ringen nach einer Non-Apple Lösung

Gestrichen die Schnauze voll haben vor allem die europäischen Verlage. Sie prangern Apple an, dass ihnen das App-Vertriebsmodell ihr Business-Modell kaputt macht. Es ist ja zwar schön, dass bei einer App die Distributions und Druckkosten wegfallen, aber wenn bei jedem Verkauf 30 % an Apple abgedrückt werden muss, geht der Vorteil verloren. Zudem können die Verlage mit ihren Kunden keine direkte Geschäftsbeziehung mehr aufbauen worüber sich noch anderes abverkaufen liesse. Auch eine Kombiangebot Print und iPad stösst an seine Grenzen, das Apple immer die hohle Hand aufmacht und die iPad-Version nicht gratis oder massivst verbilligt zulässt. Die Verlage suchen nach einer Alternative. Android-Tabletts können es nicht sein. Zu wirr ist gerade der Formfaktor bei den Android-Geräten und so es nicht sicher ist, dass sie sich am Markt nicht durchsetzen, gleicht die Investition in Android einem Russischen Roulett. Werden die Verlagen in den Apfel beissen (müssen). Auch wenn Apple bis Ende 2011 50 Mio iPads weltweit verkauft hat, gibt es zwei Probleme. Die Stückzahlen in den einzelnen Regionen werden immer noch klein sein und der First-Mover Daily mit einem Abo-Preis von 40 Dollärchen pro Jahr vermiest seinen Konkurrenten die Preise. Daily setzt die Latte. Hoch?

Ist die Daily Kalkulation realistisch?

Das Initial-Investment war 30 Mio und die laufenden Kosten liegen bei 26 Mio jährlich. Bei dieser Burnrate braucht Daily 1 Mio Abos um den Breakeven zu schaffen ohne auf Werbung angewiesen zu sein. Wie lange braucht Daily um auf 1 Mio Leser zu kommen? The Washington Post Print hat 550 000,  The New York Times 913 000 Leser. Daily hat als Firstmover nicht einen regionalen Markt, sondern könnte den gesamten englischsprachigen Markt vereinnahmen. Vor allem so lange, bis die Lokalmatadoren nicht mit valablen Produkten auf den Markt kommen.

Daily schafft es in 2 Jahren

Bei der Lancierung der Sonntagszeitung hat Tamedia eine Summe von 150 Mio angesetz, die sie bereit war auszugeben bis die Sonntagszeitung aus den Roten kommt. Die Sonntagszeitung hat es viel früher geschafft. Murdoch Geldpolster wird grösser sein, aber seine Geduld wird bei 2 Jahen budgetiert sein, der Stecker wird vor 3 Jahren sicher nicht herausgezogen . Das ist zu schaffen. Anders als beim Print, muss er auch keine sprungfixen Kosten befürchten, sollte die Auflage immer grösser werden. Beim Print gibt es eine maximale bzw ideale Auflage, wird diese überschritten, muss nochmals massiv in eine Druckzentrum investiert werden.

Globaler Werbemarkt

Daily wird wohl auch in Sachen Werbung mit Apple gemeinsame Sache machen. Es ist nicht einfach, eine eigene weltweite Werbeplatz-Vertriebsorganisation für eine einzige Publikation aufzubauen. Diese Investition wird Murdoch auch Apple überlassen und Apple verfügt über ein Zugpferd bei seinen Werbekunden, um iAd zu pushen. Für Apple ist es genauso wichtig, dass Daily ein Erfolg wird. Nur damit lassen sich die anderen Verleger züchtigen. Diese formieren sich bereits zu einer Front gegen Apple.

Aufstand der Verleger

An einem Kriesengipfel der Europäischen Verleger wird eine gemeinsame Strategie gegenüber Apple formuliert. Je mehr Verleger an den Tisch sitzen, desto mehr Macht haben sie gegenüber Apple. Denkste. Es wird ihnen bewusst werden, wie klein der gemeinsame Nenner sein wird. Sie werden bei Apple nur in Sachen Herausgabe von Kundendaten und vielleicht noch bei einem Satz unter 30 % vorstellig werden. Eine gemeinsame Vertriebsstruktur für Werbung ist genauso ein Wunschtraum wie ein eigenes Verleger Tablett. Lässt sich Apple darauf ein? Sicher wird es Verleger geben, die mit Google gemeinsame Sache machen. Es wird kaum mehr als 10 Mio Android Tabletts auf dem Markt geben.

Apples choice: be the best or the best selling

von Reto Hartinger

Früher hat Apple einfach die beste und neuste Technologie in seine Produkte gebaut. Dass die neuste Technologie nicht in Massen verfügbar war, hat keine Rolle gespielt, denn kein Schwein hat die Ptodukte gekauft. Wenn man mit Schwein die Masse meint. Mit dem iPhone hat Apple dies wieder gemacht und so wertvolle Marktanteile verloren. 2010 hat Apple nicht so viel iPhones verkauft wie der Markt aufgenommen hätte, sondern soviel wie Komponenten zur Verfügung standen.

Mit dem iPad hat Apple wieder eine neue Produktekategorie erfunden. Das schöne daran ist, dass bei neuen Produkten die Komponentenverfügbarkeit auch keine grosse Rolle speilt, weil nur wenig Schweine diese auch kaufen. Das iPad hat sich über 10 Mio Mal verkauft – nicht schlecht für eine ganz neue Produktekategorie. Nächstes Jahr sollen es 40 Mio werden. Die Produktionskapazität soll sogar bis auf 6 Mio Stück pro Monat hochgefahren werden. Wenn Apple in diesem Markt den Lead behalten will, dann muss Apple nicht mehr das beste sondern das am besten verfügbare Produkt herstellen, d.h. auf alte – äh exgüsi – bewährte Technologien zurückgreifen – so z.b. bei den Bildschirmen. Es kann also sein, dass es Nischenplayer im Slate-Markt gibt, die ein besseres Produkt als Apple herstellen könnte. Bei dem Mist den die Konkurrenz bis anhin zeigt, ist die Befürchtung klein. Die Konkurrenz bekundet nur schon Mühe, dem iPad 1.0 Paroli zu bieten, das iPad 2.0 könnte die Konkurrenz wirklich alt aussehen lassen. Die Konkurrenz hat auch Mühe mit dem iPad-Preis mitzuhalten.

Im Slate- bzw Pad-Markt zählt die Masse

Ob sich ein Tablett durchsetzt oder nicht, hängt fast ausschliesslich von der Masse ab. Verlage werden nur für ein Tablett entwickeln, welches wirklich in Massen bei den Usern ist. Sonst lohnt sich die Chose ganz einfach nicht. Es könnte demnach sein, dass die iPad Konkurrenten wie RIM und HP vor allem Tabletts zum Surfen machen (ganz einfach weil keine Apps zur Verfügung stehen) und die Android Tabletts mit verschiedenen Bildschirmgrössen den Inhaltemarkt so stark fragmentieren, dass er weniger attraktiv erscheint.

Die Verlage werden schliesslich auf die Technologie aufspringen, die die grösste Masse hat und damit am meisten Umsatz verspricht. Das kann Apple nur mit höchstverfügbaren Kompomenten bewerkstelligen. Apple wird diese aber zu seinem Nutzen veredeln wo es geht.

Im Business-Markt spielt der Formfaktor eine Rolle

Apple ist es gelungen, mit dem iPad das Interesse grosser Firmen zu wecken. Viele Laptops eignen sich weniger gut im Aussendienst als ein iPad. Man spührt das Betriebssystem kaum und die Apps können ganz simpel gehalte werden. Es ist ein Genuss, ein Video oder eine Animation auf dem iPad zu zeigen und mehrere Personen können gleichzeitig auf den Bildschirm schauen. Das aber nur, wenn der Bildschirm genügend gross ist. Damit haben die 7-Zöller Konkurrenten das Rennen schon fast verloren. Mit Unisys und Verizon hat Apple zwei Verkaufsorganisationen für den Business-Markt an Land gezogen.

Education Markt schläft

Ein immenser Markt wäre der Schulbereich. Unglaublich, was Schulbücher jedes Jahr kosten. Mit einem iPad pro Student oder Schüler, könnten diese Kosten drastisch reduziert werden. Weil sich zu Beginn aber die Kosten eher erhöhen als gleich senken, ist dieser Markt schwierig zu fassen, würde sich aber durchaus lohnen. Ich sehe keine besonderen Anstrengungen seitens Apple. Schade.

Verlage werden ernüchtert sein

Es ist schon erstaunlich, wie viele Teilnehmer an der Internet Briefing iPad-Konferenz bereit waren für denselben Inhalt auf dem iPad etwas zu bezahlen, den es gratis im Netz gibt. Es gibt sie, die Leute die auf dem iPad für Inhalte etwas bezahlen. Was aber, wenn die Konkurrenz das Produkt gratis anbietet? Sind diese dann immer noch bereits Bares hinzublättern? 2011 wird ein Verteilkampf mit fast nur Verlierern werden. Einige Projekte werden eingehen, vielleicht sogar die Verlage damit, denn bei einigen weden weder Print, noch Internet und auch das Tablett nicht rentabel sein. Wer aus dem letzten Loch pfeift, pfeift 2011 das letzte oder vorletzte Mal. Es wird bitter werden. Drum, wer dann noch auf das falsche Pferd setzt – z.B. Tablett-Eigenbau – oder 10″, 7″ Android, WebOS und/oder iOs, paid oder gratis -Content, Eigenvermarktung vs iAd – könnte aus dem Rennen fallen. Mitte Jahr wird das Internet Biefing einen Kongress zu diesem Thema veranstalten. Bis dann haben sich hoffentlich wenigstens andeutungsweise die Winner und Looser bereits herauskristallisiert.

Wird Social Media überschätzt?

von Reto Hartinger

Jaja wir kennen das Prinzip. Einer postet es, die anderen lesen es und retwittern oder liken dass und deren Freunde lesen und retwittern es wieder. Und das gibt dann einen schneeballähnliche Wirkung. Aha. Stimmt das wirklkich? Es kann stimmen, tut es aber in den meisten Fällen nicht. Die meisten Firmen oder Personen verfügen schlicht nicht über die kritische Masse, damit sich ein Schneeball überhaupt auslösen kann. Auch nicht jede Message eines Überbloggers wie der Leu oder Bloggingtom schafft dies.

Was braucht es für eine Message damit sie retweetet wird?

Zum Beispeil: http://twitter.com/#!/mhegi/status/12776985495339008

Freedom of expression is priceless. For everything else, there’s MasterCard.#wikileaks @anon_operation

Fast immer braucht es Ironie und praktisch immer Aktualität. Das gilt auch für Facebook Posts. Ich selber bin in der glücklichen Lage, dass fast jeder meiner Facebook-Meldungen diskutiert wird, wobei ich praktisch immer an die obigen Kriterien halte. Manchmal twittere ich auch einfach etwas, dass ich in einer Skypeunterhaltung mit jemanden geschrieben habe und ich es für eine allgemein gültige “Erkenntinss” halte.

Daraus wird gefolgert, dass es keine Kampagnen mehr gibt und ein ständiger Dialog mit seinen Kunden aufrecht erhalten werden muss. Aha. Aber welche Firma kann sich überhaupt so spontan und aktuell verhalten? Die Postfinance konnte dies und hat via Facebook auf die Kontoschliessung des Wikileakgründers Assanage und der Ddos-Attake reagiert.

PostFinance Seit Bekanntgabe der Schliessung des Kontos von Julian Assange wird postfinance.ch durch Überbelastung teilweise lahmgelegt. Es handelt sich dabei nicht um einen Hackerangriff, sondern um eine durch viele externe Zugriffe verursachte Überbelastung.

Die Sicherheit der Kundendaten ist nicht beeinträchtigt. Der Zugriff ist nur beschränkt oder langsam möglich. Unsere Informatik arbeitet mit Hochdruck an der Behebung.

Die Postfinance hat 835 Fans. Dieser Post hat ganze  4 Likes und 18 Kommentare ausgelöst.

Auszug:

Petra Lutz Also mal ernsthaft: Ich würde hier Patchen, und nicht mit dem Hochdruckreiniger dahinter. Merkwürdige Sitten, bei der Postfinance…

Dienstag um 12:21 ·  3 Personen · 

Michael Caviglia Denke um das Problem zu beheben solltet ihr besser euer Verhalten anpassen anstatt eure IT-Abteilung zu bemühen!

Dienstag um 12:37 ·  7 Personen · 

Eine engagierte Diskussion mit Tipps was zu machen wäre und Kritik an der Postfinance. Die Postfinance hat auch auf die Kritik reagiert, dass man überhaupt die Kundenbeziehung mit Assange veröffentlich hat

PostFinance Julian Assange hat die Kundenbeziehung zu PostFinance im Internet publiziert. Dies führte zu vielen Medienanfragen aus dem In- und Ausland. Deshalb hat PostFinance die Schliessung des Kontos publik gemacht.

Dies hat 70 Kommentare ausgelöst. Auch nicht viel

Wall für Posts von Freunden oder gar allen offen halten?

Die Postfinance wagt nicht, dass man Kommentare auf ihre Wall posten kann. Ein Fehler? Die Inhalte wären wohl dieselben einfach um das 100fache mehr. Gilt bei Social Media dasselbe wie beim Buch? Egal was über ein Buch geschrieben wird, die Hauptsache es wird geschrieben? Beim Buch werden mit Erwähungen ob negativ oder postiv Verkäufe generiert bei den Social Media die nötige Traction. Man würde darauf hoffen, dass das Negative später verklingt und man mit dazugewonnen “Fans” auf spätere Kommunikation aufbauen kann. Marcel Bernet hat dazu  Überlegungen gemacht, wie sich ein Unternehmen verhalten soll.

Wie Traction aufbauen

Es gibt Firmen, die in ihren Märkten die nötige Traction aufgebaut haben. Über Facebook, Twitter und Blog. Zum Beispiel Namics. Da ist zwar das Firmen Facebook Profil auch nicht der Reisser – 65 Fans. Aber der Blog und Twitter haben ihre Wirkung. Alle Mitarbeiter dürfen unter dem Firmen und eigenen Namen facen, twittern und bloggen. Nicht nur der CEO, auch einzelne Mitarbeiter haben es in ihrer Branche zu hoher Reputation gebracht. Die Kommunikationsverantwortliche Su Franke übersteigt mit ihren Tweets und Posts die Wirkung der Postfinance locker. Namics hat sicher 20 Mitarbeiter (von 280) die in ihrer Branche gewicht haben, weil sie gelesen werden. Nun ist natürlich auch das Umfeld von Namics affin zu neuen Medien, aber auch bei anderen Firmen könnten einzelne Personen zu ihren Kunden eine äusserst privilegierte Kommunikationsbeziehung aufbauen. Schwierig wird es dann, wenn eine solche Person die Stelle wechselt. Sie nimmt diese Beziehungen mit. So geht Su von Namics zu Goldbach Interactive. Das wäre für viele Firmen eine Horrorvision. Hat man mühsam Social Media Kommunikation aufgebaut und dann geht die Identifikationsfigur zur Konkurrenz. Namics kommuniziet dies transparent und macht sich auch gleich gleich Gedanken dazu, was passiert wenn der Coroprate Blogger geht.

Mein Fazit. Social Media entfaltet in den Firmen noch nicht die richtige Wirkung und die mögliche Wirkung wird zurzeit überschätzt. Social Media wird aber stattfinden, ob die Firma dies will oder nicht, denn es geht um Personen und Meinungen und Mitarbeiter haben Meinungen und sie werden diese auch immer mehr kund tun – egal ob das eine Firma kanalisiert oder nicht. Die Key Kommunikatoren in einer Firma werden an Gewicht gewinnen, auch wenn diese nichts mit Kommunikation am Hut haben oder nicht. Es wird ja auch diskutiert, diese Personen bilanztechnisch zu bewerten (womit ein Transferwert einer Su Franke entstünde),  was ich für hochgradig fragwürdig halte. Bei der Auswahl von Personen wird dieser Soziale Wert in gewissen Positionen eine Rolle spielen. Ganz geschickt hat das die Migros gemacht. Sie hat nicht nur einfach Personen angestellt die  Social Media machen sollen, sondern Personen mit grossem Social Media Wert, daraus resultiert natürlich auch automatisch, dass diese davon auch etwas verstehen. Sie haben nicht einfach eine solche Person eingestellt sondern überall gleich einige Stars. Möglich, dass sie das nicht so bewusst gemacht haben.

Damit eine Firma überhaupt eine gewisse Tracktion erreicht, muss sie eben doch beides machen, bewusste Kampagnen in Social Medias fahren und ständig kommunizieren. Sie muss Personen mit Sozialem Wert einstellen und weitere Personen mit Sozialem Wert in den Linien aufbauen oder deren Wert erhöhen (was ja nur über Kommunikation in den Sozialen Medien geht)

Am 24. März 2011 plane ich die 2 Social Media Marketing Konferenz. Da werden wir die einzelen Punkte diskutieren und best practices aus der Schweiz kennen lernen. Trage dieses Datum bereits ein. Hast Du vielleicht einen Referatsvorschlag zu diesem Event’

Pad Boom schon vorbei?

von Reto Hartinger

Apple will nächstes Jahr 40 Mio iPads bauen. Und die Konkurrenz? Man könnte annehmen, dass nächstes Jahr 60 – 80 Mio Pads, Slates oder wie immer, über den Ladentisch gehen. Wirklich? Tatsächlich haben Leute in meinem Umfeld ein iPad gekauft, denen ich das nie zugetraut hätte. Ja und niemand konnte genau das damit anstellen für was er oder sie das Ding gekauft hat, aber weggeben wollen sie es auch nicht mehr.

Ein Massenphänomen

Damit das iPad ein Massenphänomen wird, braucht es aber noch eine Menge Software dazu. Ich habe meine iPad-Nutzung so alle 3 – 4 Wochen komplett geändert, immer je nach Verfügbarkeit von neuen Apps. Zum Surfen brauche ich das Ding schon ganz und gar nicht mehr. Aber 30 000 Apps sind zu wenig. Es fehlen die Killer Apps. Eine App die ich bezahlen muss, benutze ich ausser Pages nicht (ja und das benutze ich auch nicht) bzw wird entsorgt sobald sie zu kosten beginnt.

Meine Favoriten:

Backgammon

BlickTV (ich liebte es darauf Fernseh zu schauen, wirklich ein Erlebnis. Da es jetzt kostenpflichtig ist, wurde die App zum Fernsehprogramm degradiert)

Chess-Free

Clock Free

Samschtig Jass (ich reg mich aber fürchterlich über die Dummheit meines Compi-Partners auf)

SF Schweizer Fernsehen (ich würde gerne mehr Sendungen sehen können. Ich schau mir verpasste Newssendungen aber vor allem Giaccobo Müller und die Arena). Ein Livestream und ich würde mehr auf dem heimischen Sender schauen

TA – die TagesAnzeiger News – die App ist super, der Inhalt eher nicht. Aber ich lese jeden Tag mehrmals – praktisch alle Artikel.

That is it. Die find ich gut gemacht und brauche ich öfters

Ab und zu benutze ich

Facebook

Skype

MSN

Gmail

Wordpress

Die anderen Apps fristen ein erbärmliches Dasein. Sie begeistern mich nicht mehr.

News haben es also bei mir zwar geschafft mich während des ganzen Tages zu begleiten, aber eine einzige News-App ist zu wenig. Ich lese sicher 40 Quellen via RSS Feed.

Produktivitätstools benutze ich auch keine. Da könnte in Sachen Apps noch viel gehen. Es hat zwar geheissen, dass man Google Apps jetzt editieren kann – gesehen habe ich es noch nicht. Dann würde ich das iPad stärker nutzen.

Die iPad Killer sehen bis jetzt aus wie Rohrkrepierer. Der iPad 2.0 muss kräftig zulegen, damit tatsächlich 40 Mio iPads verkauft werden und nur dann lohnt es sich auch, dass die Inhalteanbieter tatsächlich massiv in das iPad investieren. Das Magazin Daily aus Rupert Murdochs Küche würde ich für 1 Dollar die Woche abonnieren – ist es denn so gut wie man es annimmt und wäre es auf Deutsch. Englisch mag ich News nicht lesen – heute haben die ja keinen Zeitvorsprung mehr.

Werbung auf dem iPad stört mich nicht und ich klicke sogar öfters drauf als im Internet.

Welche Apps benutzt du?

Androids Probleme mit der Hardware

von Reto Hartinger

Google macht gute Software. Punkt. Android kommt auf viele Devices und kann sich damit stärker verbeiten als Apples iOs. Wirklich? Für das Telefon mag das ja noch stimmen. Für das iPad sehe ich schon schon mehr Probleme. Der deutsch iPad Konkurrent hat grad Konkurs angemeldet- das Produkt war einfach nix wert. Die Verleger haben schon Mühe beim iPad, ein Layout hinzukriegen das in alle Lagen schön kommt, hoch und quer z.B. Kommen nächstes Jahr noch 7 Zoll iPads dazu, kommt eine weitere Herausforderung dazu.

Bei Android gibt es Pads zwischen 7 und 12 Zoll – irgendwie müssen sich die Hardwarelieferanten von der Konkurrenz abgrenzen. Ein Albtraum fürs Design. Die Android Pads werden keine gute User Experience liefern. Sie werden zwar für 200 Dollar und weniger haufenweise über den Ladentisch gehen, viele User werden sich aber entäuscht wieder davon abwenden.

Noch schlimmer sieht es beim Google-TV aus. Sony und Co. haven es in 3o Jahren nicht fertig gebracht, einen zu bedienenden Videorecorder hinzukriegen, jetzt wiederhohlt sich das Verbrechen mit der Google-TV Fernbedienung. Man lasse sich das Bild einmal zu Gemüte führen.

Sonys GoogleTV Fernbedienung

Sonys GoogleTV Fernbedienung

Erinnern wir uns, wie einfach und schön Apple die iPods gemacht hat und es so niemals einem Konkurrenten möglich war, auch nur 10 % des Markets für sich zu erobern. Wir können nur hoffen, dass Logitech das besser im Griff hat. Wie schön, dass es eine iPhone App für GoogleTV gibt.

GoogleTV hat es auch nicht zustande gebracht, überzeugende Content-Partnerschaften an Land zu ziehen. Schade. Das wird weder GoogleTV noch AppleTV daran hindern, weiter Boden gut zu machen.

Fakten zu Mark Zuckerberg und Facebook – was wir daraus lernen

von Reto Hartinger

Unter dem “Slogan Du kannst keine 500 Millionen Freunde haben, ohne dir ein paar Feinde zu machen” ist der Film The Social Network angelaufen. Der Film thematisiert die Gründung von Facebook . Der Trailer ist schon ziemlich spannend. Mark Zuckerberg meint zwar, dass sein Leben nicht so spannend verlaufen sei aber hier einmal einige Fakten zu Mark Zuckerberg und Facebook:

Am 4. Februar 2004 gründen Mark Zuckerberg, Dustin Moskovitz, Chris Hughes und Eduardo Saverin. Zuvor war er mit anderen Webprojekten gescheitert.
Er studierte bis 2006 weiter an der Harward Universität Psychologie, brach das Studium aber ohne Abschluss 2006 ab. Das erinnert an Steve Jobs und Bill Gates.

Die Bewertung der Firma wird auf 23′000′000′000.- bis 30′000′000′000- Dollar


und die Einnahmen für 2009 auf 800.000.000 geschätzt

Facebook beschäftigt mehr als 1.700 Mitarbeiter

Marc Zuckerberg, ganz Start-up-like, lebt in einem bescheidenen Appartement in Palo Alto

und ist der 36. reichste Amerikaner mit einem Vermögen von $ 6′900′000′000 Dollar

Über 70 Prozent der Facebook-Nutzer sind außerhalb der Vereinigten Staaten.

Facebook hat mehr als 500 Millionen aktive Nutzer

Facebook-Nutzer haben durchschnittlich 130 Freunde.

Mehr als 150 Millionen aktive Nutzer verwenden Facebook, auf ihren mobilen Geräten


Wenn wir die Leben von Zuckerber, Jobs und Gates vergleichen, haben sie alle das Studium abgebrochen. Sie waren einfach zu ideenreich und ihr Tatendrang liess es nicht zu, dass sie auf der Schulbank versauerten.

Alle drei hatten eine wirklich grosse Vision. Sie wollten sich mit ihrer Selbständigkeit nicht selber einen Job geben, sie wollten die Welt verändern. Die ganze Welt und jederman. Da kommt mir Rudolf Räbers Bemerkung in den Sinn: Die schönste Idee und die sorgfältigste Umsetzung nutzen wenig – wenn die Botschaft an den Käufer fehlt.

Am Anfang stand bei Gates und Zuckerberg, dass sie jemanden übervorteilt haben. Jobs vielleicht auch, das weiss ich aber nicht. Alle drei waren aber mit ihren Beziehungen nicht zimperlich. Gates und Jobs hatten aber ein gut funktionierendes Kernteam:  Jobs und Woz, sowie Gates und Balmer.

Alle drei lebten sehr lange ganz bescheiden obwohl sie schon extrem reich waren. Sie waren immer mehr der Sache verschrieben als dem Status und seinen Symbolen. Sie haben sich einen Deut darum gekümmert, was die Anderen über sie dachten oder sagten.

Was sie geschaffen haben gab es vorher schon und kann leicht kopiert werden. Das sollen sich einmal die Venture Kapitalisten der Schweiz in ihr Notizbuch schreiben. Sie wollen nur in Ventures investieren, die durch Patente abgesichert sind. ICT kommt da weniger in Frage. Dass ich nicht lache. Man sehe sich die 10 Reichsten Männer der Welt an und findet ganz oben Carlos Slim Helú und Bill Gates und je nach Jahr auch noch Larry Ellison. Einer in Telekommunikation die  anderen mit Software. Zu denen die am schnellsten Reich wurden gehören wohl Mark Zuckerber, Sergey Brin und Larry Page. Alle im Internet Business.

Und, hast Du jetzt auch Lust Deine eigene Firma endlich anzupacken? Hier noch Links zu Vorträgen unserer Start-up Konferenz

Memonic: Finanzierung eines Internet Start-ups – Dorian Selz

Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten (PDF) – Jan Fülscher

Auf was die Finanzierer achten – Nicolas Berg

Juristische Fallen in VC-Verträgen und Termsheets - Florian Gunz Niedermann

No Funds? Mit 10 000 Franken professionell loslegen- Gaby Stäheli

Gib doch Deine persönlichen Tipps und Bemerkungen zu erfolgreichen Gründern und Erfolgsfaktoren im Kommentar bekannt.

11.30-12.15 Memonic: Finanzierung eines Internet Start-ups http://blog.memonic.com/archive/2010/09/07/start-up-konferenz-wie-wir-memonic-finanziert-haben.html
12.15-13.15 Diskussion 13.15-13.45 Mittagessen 13.15-14.00 Registrierung 14.00-14.40 Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten
http://www.janfuelscher.ch/files/Internet-Briefing-ICT-Startup-finanzieren-und%20-bewerten-V03.pdf
14.40-15.00 Studie: Die Schweizer VC-Szene (Pascal Sieber)
15.00-15.35 Auf was die Finanzierer achten
http://www.slideshare.net/nicoberg/worauf-investoren-schauen-sept-2010-5161432
15.35-15.50 Pause
15.50-16.20 Juristische Fallen in VC-Verträgen und Termsheets
http://www.wwp.ch/e/publications.asp?id=8
16.20-16.50 Key-Learnings: Aufbau bis Exit eines Internetplattform in der Schweiz
16.50-17.15 No Funds? Mit 10 000 Franken professionell loslegen
http://www.gryps.ch/index.php/news-blog

Apple hebt ab, das iPad räumt ab

von Reto Hartinger

Viele gute Nachrichten in letzter Zeit und überbordende Journalisten- und Analystenempfehlungen welche die Apple Aktie locker bei 300 und drüber sahen, einige gar bei 1000!!! haben nichts geholfen. Auch die Erläuterun dass Apple, zieht man den Cash den sie horten ab, mit 12 P/E extrem billig bewertet ist, die Apple Aktie  dümpelte vor sich hin oder gewann nur ganz leicht. Heute aber ist sie abgehofen und auf dem Allzeithoch von 276.57 gelandet. Ha, endlich. Wieso?

Das iPad kennt keine Bad News

Apple lanciert das iPad in China. Das war ja eigentlich bereits bekannt. Apple hat einen neuen Dreh gefunden, wie das iPad zusätzliche Kohle machen kann. Die Verleger sollen Apple für die Vermittlung von Abos einen Abulus abliefern. Im Gegenzug erhalten die Verleger sozidemographische Daten über die Abonnenten. Hui, dass dies den Verlegern so viel Geld wert ist? Springer Chef Döpfner (ja wieder er) ist überzeugt, dass die iPads und Smartphones die Zeitungen der Zukunft sein werden. Die Welt ist anscheinend auf 50 % der iPads installiert und die Einnahmen sind über den Erwartungen. Apples Angebot scheint deshalb alternativlos. Jedenfalls bis die Android Tablets kommen und wieso sollen die nicht auch das hohle Händchen machen.

Das iPad grasst den Markt ab bevor die Anderen kommen

Obwohl jede Woche ein neues Tablet angekündigt wird, einen wirklichen Konkurrenten hat Apple bis Anfang nächstes Jahr nicht zu fürchten. Bis dann hat Apple aber den Markt bereits mit seinen Produkten überschwemmt, die Stellung in den Regalen der Retailers bezogen und eine grosse Basis für die Softwareanbieter und Verleger geschaffen.

Es reicht nicht eine Hardware zu bauen und Android drauf zu peppen

Die ersten Android-Geräte werden masslos enttäuschen. Nein, die Hardware, die bessere Kamera etc wird nicht das Problem sein. Diesmal ist Android das Problem. Eine Android Smartphone App kann nicht einfach durch Pixelverdoppelung tabletfähig gemacht werden. Jetzt rächt es sich, dass es so viele verschiedene Displaygrössen gibt, dass Android nie mit dem Hintergedanken eines viel grösseren Displays gemacht wurde. Es muss zuerst ein Developer Kit gemacht werden etc. etc. Google wird es nicht aus dem Ärmel schütteln können.

Die Aktionäre haben begriffen, dass das iPad  mehr Geld machen könnte als die normalen Macs. Nächstes Jahr möchte Apple 36 Mio iPads verkaufen, jedes mit der Möglichkeit via Aboverkauf zusätzliches Geld zu verdienen. Persönlich glaube ich (noch) nicht, dass Apple viele Verlagsabos verkaufen wird. Ich lasse mich aber gerne überraschen.

Lehrgeld im Werbemarkt

Ein weiterer Geldesel wäre der Werbemarkt. Da hat Apple wie bereits vermutet, noch einiges an Lehrgeld zu bezahlen. Aber Apple kontrolliert die Distribution und kann also auch schlimmstenfalls das Händchen hohl machen, wenn andere damit verdienen.

Demokratie 2.0

von Markus Hegi
Die Politik entdeckt das Web 2.0 und das Social Web
English Translation

Die Wahlen 2011 könnten für die Schweiz die ersten sein, in welchen das Social Web eine wichtige Rolle spielt – wie das auch in anderen Ländern zunehmend der Fall ist. Neben den statischen Informationen auf Websites spielen der soziale Austausch auf Web 2.0 Sites eine zunehmende Rolle für den politischen Prozess.

Die Politik bewegt sich dabei vor allem auf drei Ebenen, welche drei Zwecken dienen:
1) Die Mobilisierung
2) Die Meinungsbildung
3) Die Umsetzung
Die politische Mobilisierung findet auf grossen öffentlichen Netzwerken statt – in der Schweiz ist das heute vor allem Facebook. Es gibt dort schon zahlreiche Gruppen und Seiten mit politischen Inhalten und künftig wird dies eine zunehmende Rolle Spielen.
Aber auch die Profile und Seiten der Politiker spielen eine wichtiger werdende Rolle. Nicht nur als Information, sondern auch für die direkte Interaktion mit den Wählern.
Andere Plattformen spielen noch eine untergeordnete Rolle: Twitter wurde unter Anderem bekannt als politisches Instrument, z.B im Wahlkampf von Barak Obama – In der Schweiz ist die Twitter community heute noch sehr bescheiden und kein Massenmedium für die Politik – Dies kann sich jedoch schnell ändern, falls eine wichtige politische Persönlichkeit Twitter aktiv zu nutzen beginnt. Bis dahin ist Twitter vor allem wichtig, um ein Segment von Key Opinion Leaders anzusprechen. In Zukunft wird es wohl mehr Plattformen geben, welche meist eng verknüpft sind mit Facebook und/oder Twitter.
Die zweite Ebene dient der politischen Meinungsbildung. Sie hat eine kleinere Benutzergruppe: die politisch interessierten und politischen Opinion Leader. Als Web Tools findet man heute vor allem Diskussionsforen mit politischem Inhalt: Einige werden von Parteien betrieben, andere sind unabhängig. Ich denke in Zukunft findet die Meinungsbildung vor allem auf unabhängigen Plattformen statt, da die politisch interessierten für die Diskussion und Meinungsbildung keine “Propaganda” wollen, sondern eine möglichst breite Diskussion. Auch ist es auf Sozialen Plattformen möglich, die Informationsflüsse nach seinen Vorlieben zu “filtern” (’Follow’) und das über alle Parteigrenzen hinweg.
Die Tools werden sich in diesem Bereich stark wandeln. In der Schweiz ist Politnetz ein gutes Beispiel, in welche Richtung die Entwicklung gehen wird:
> Starke Integration mit der ersten Ebene (Facebook & Twitter). So kann aus der Mobilisierung eine breite politische Diskussion entstehen.
> Nicht nur Diskussionen, sondern Personen: Es geht eben im Social Web nicht mehr nur um Information, als vielmehr um Personen, Profile, ‘Freundschaften’ etc.
> Anreicherung mit Funktionen der Kollektiven Meinungsbildung & -bekundung: Das “I-Like” von Facebook gibts hier für Kommentare, wie auch für Personen (Unterstützen)
Eine Integration in die dritte Ebene fehlt zur Zeit noch weitgehend.

Die dritte Ebene der Umsetzung von politischen Programmen findet heute bei den Parteien noch wenig auf dem Web statt. Es gibt einige Ansätze und Experimente, wie der Grünliberale IdeenPool der Sektion Kloten (Auf Colayer implementiert), welcher teilweise offen gegen aussen ist, und für die Partei einen Bereich bietet für die Diskussion und Koordination der Umsetzung.
Eine Ausnahme bildet hingegen die Piraten Partei, bei der ein Grossteil nicht nur der Information, Mobilisierung & Meinungsbildung, sondern auch der Umsetzung auf dem Web geschieht. Dafür werden diverse Tools genutzt: Neben einer Website und einem Newsletter sind das vor allem:
> Ein Forum für die breite Diskussion, wie auch zur Koordination und Unterstützung der Umsetzung.
> Ein Wiki für Begriffsdefinitionen.
> IRC und Mumble für real time.

Eigentlich erstaunlich, dass in der Schweizer Politik noch so wenig auf dem Web geschieht. Gerade im Schweizer Milizsystem könnten Web 2.0 und Social Tools eine wichtige Unterstützung werden – bei der Mobilisierung und im politischen Diskurs, und künftig wohl auch immer mehr bei der politischen Umsetzung.

Netzmedien geht in die Offensive

von Reto Hartinger

Richtiggehend durch Zufall habe ich erfahren, dass die Netzmedien (Herausgeber der Netzwoche) ein neues Blatt lanciert. Ich habe das XING-Profil von Markus Stotz besucht, weil er auf meiner XING-Seite war und dort steht:

Netzmedien füllt also das Loch das der IT-Reseller hinterlassen hat. Das wird den Vogel Verlag treffen, denn

,

Der Chefredaktor ist für mich ein unbeschriebenes Blatt, das wird sich hoffentlich ändern

Ob sie Journalisten von IT-Reseller abwerben? Wird die Redaktion so mutig und eigenständig sein wie das Hugenschmidt damals war und jetzt mit inside-it.ch ist? Ich hoffe es. Die Redaktion müsste allerdings nicht mit Volontären, sondern mit gestanden oder neuen frechen Persönlichkeiten bestückt werden.

Erste Sahne ist jedenfalls der Verkauf mit Leiter

Das sind Kaliber, die den Markt bewegen können und werden. Die Kohle sollte fliessen.

Ich gratuliere Heinrich Meyer zu diesem Move.

Damit spielt die Netzmedien zukünftig in der Oberliga der Branche.

Apple verkauft bald auch Fernsehwerbung

von Reto Hartinger

Noch ein Bereich wo Apple Google aushelbet, bei der Werbung. War doch Google der neue Werbestar mit astronomischen Einnahmen und Ambitionen in Print, Radio und TV-Werbung. Doch Google hat Werbung nie wirklich verstanden. Google ist gut wenn es um Verkaufsleadsgenerierung geht. Aber Werbung beschränkt sich nicht auf das. Werbung beinhaltet auch Meinungsbildung und schaffen von Bedürfnissen. Googles Werbeangebote setzen da an, wo der Entscheid zu kaufen schon gemacht ist und es darum geht, auszuwählen wer den Zuschlag erhält. Eine starke Position

Apple versteht mehr von Werbung als Google

Genau das hat die Werbe- und Verlagsbranche in eine tiefe Kriste gestürzt. Aber, da ist ja noch Steve Jobs, der die Branche rettet. Mit iAd wird endlich wieder Displaywerbung gemacht, Bedürfnisse kreiert und Marken positioniert. Ja, genau so wie das die Werber lieben.

Mobilemarkt ist gross, TV-Markt ist noch potenter

Mit dem Einstieg von Apple in den mobilen Werbemarkt hat Apple die Türe aufgestossen für ein neues Gerät. Schon seit 2 Jahren prophezeie ich, dass Apple ein eigenes TV-Gerät auf den Markt bringen wird. TV-Geräte sind aber margenschwach, weshalb Apple nie eingestiegen ist. Mit iAd hat Apple aber einen Trumpf in der Hand, der den Markt viel verheissungsvoller aussehen lässt.

Apples iTV oder der ultimative Fernseher

Apple wird nicht einfach eine Set-Top-Box anbieten, sondern ein formschönes Geräte. Premium natürlich. Eine Schaltzentrale für das Wohnzimmer. Apple vereinigt TV, Spiel-Konsole,  Internet, Musikplayer in einem Gerät. Der iTV ist selbstverständlich ein Recorder der auch noch alle anderen Geräte steuert und weil das iOs darunter liegt, beherrscht der iTV auch Multi-Touch, iApps und spielt iAds ein. Vielleicht kommt die teurere Version des iTV auch mit einer Frontkamera für FaceTime  Videochat und nachdem das iOs auch Multipersonen-Kalender, Fotoalbum, Videobearbeitung beherrscht, würde das heissen, dass dies Quasi ein iMac wäre. Der iMac würde wegfallen oder bekäme ein Upgrade, da ja noch vieles was auf dem MacOs möglich ist, auf dem iOs noch nicht geht.

Launch schon im Augst?

Normalerweise kommen neue iMacs im August, gerade richtig zum Schulanfang. Der iTV kommt im August wenn er en iMac ersetzt oder Ende September  für das Weihnachtsgeschäft.

Apple wird zum Schwergewicht im Werbemarkt

Es ist nicht auszudenken was für ein Gewicht Apple im Werbemarkt erhält, wenn nochmals mehrere Millionen iTVs pro Monat verkauft werden. Was passiert mit den TV-Vermarktern? Was mit der Fernsehwerbung an sich? Ist es für TV-Stationen unter Umständen nicht besser, Unterbrecherwerbung zu reduzieren und stattdessen die interaktiven iAds zuzulassen? Sollten sich durch solche Geräte Harddiscrecorder sowieso durchsetzen, wird genau das zum Problem und zur Lösung. Die TV-Anstalten werden sich mit Apple zusammensetzen (müssen), um die für beide Seiten beste Lösung zu finden. Apple möchte ja das Geschäft für die Inhalteanbieter lukrativ belassen, sich einfach nur – sagen wir 30 % – davon abschneiden.

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