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Wochenendsurf-Tour

von Daniel Niklaus

Wochenende! Da geht’s auf die Wochenendsurf-Tour. Entdeckungen von bekannten Blogs, Linklisten und Interessantes aus Newslettern. Wer mitkommen will, sei eingeladen und darf im Kommentar gerne den einen oder anderen Link Ausgeben ;-)

Diese Woche hätte es beinahe keine Wochenendsurf-Tour gegeben. Schuld daran ist die Kontextsendung vom letzten Freitag: Wie knapp ist unsere Zeit eigentlich. Mehr als hörenswert.

Wenn es darum geht, aus einem Interessenten einen Kunden zu machen – also Konversion – helfen folgende Links I & II & III und eine 45-Minuten-Anleitung. Usability Tipps und Formulare für mobile Lösungen.

Wilde Links: 30 Beispiele minimalistischer Navigationen. DIE Kollektion für Gratis-Icons. Für Web-Statistiken gibt noch mehr Tools als Google Analytics. iPhone App mit HTML5. Frühlingsfotos als Inspiration für die neuste Farbkollektion. 40 Fotomanipulations-Tutorials (WOW).

50 Twitter Hintergründe. By the way, wie gefallen euch die Hintergründe bei venturelab und IFJ?

Hier noch ein paar Websitesthemen: 25 of the Best Non-Profit Websites. Webdesign aus Indien. Inspirierende Websites mit Texturen. Und Websites mit HTML5 (daran denken, nicht jeder Browser unterstützt alles…). Website Controls.

Gefunden: die Zutaten für eine erfolgreiche Website.

5 Top jQery Chart Libraries. 45 frische Javascript und jQuery Techniken. Hier was für die CSS-Jünger. Thierry Koblentz wählt aus meiner Sicht mit seinem base.css einen besseren Ansatz, als mit einem “{padding:0;margin;0} und die wunderbare Welt of geo location.

Microsofts iPod ähh Courier. I like it!

Zum Abschluss 30 Fonts für Kreativ-Projekte.

Internet-Firmen im Einkaufskorb der Pensionskassen

von Daniel Niklaus

Am Wochenende ist es so weit, wir stimmen über den neuen Umwandlungssatz ab. Sowohl die Gegner wie auch die Befürworter haben es geschafft, dass wir einen Null-Argumentations-Wahlkampf geführt haben. Rentenklau riefen die einen, zu hohe Boni der PK-Verwalter die anderen. Das eigentliche Thema wurde erfolgreich umgangen. Es ging darum, ob Pensionskassen ab dem Jahr 2015 mit mindestens 4.9% Verzinsung (Umwandlungssatz 6.8%) oder 4.3% Verzinsung (Umwandlungssatz 6.4%) rechnen müssen. Die Lebenserwartung war und ist kein Thema, die hat man schon bei der vorhergehenden Reform auf 24 Jahre gesetzt.

Die gesamte Abstimmung war für mich der nackte Horror. Ernsthaft wurde nicht über das Thema diskutiert und Fundiertes fand man leider viel zu wenig – mit Ausnahmen wie hier und hier. Oft fehlt uns Schweizer die Vorstellung, von wie viel Geld wir hier überhaupt reden. Machen wir dazu doch ein kleines Zahlenspiel und stellen die Frage:

Wie viele Internet-Firmen kann man mit 800 Milliarden Franken kaufen?

800 Milliarden in Zahlen 800′000′000′000 Franken wird von 2′500 Pensionskassen verwaltet. 2′500 Pensionskassen sind in etwa die Anzahl Gemeinden und Städte in der Schweiz. Also jedes Dorf, von Corippos im Tessin mit 17 Einwohnern bis zur Grossstadt Zürich steht für eine Pensionskasse. Das nennt man Effizienz. Wie viele Grossfirmen gibt es, die in jedem Dorf eine Filiale haben? Aber das ist nicht mein Thema, ich möchte viel lieber auf Einkaufstour gehen…

Finden wir heraus, wie viele Dollar wir für unsere 800 Milliarden Franken erhalten. Dazu fragen wir in Google 800 CHF in Dollar. Wir reden aktuell von 750 Milliarden Dollar. Ein hübsches Sümmchen. Damit lässt sich Microsoft für 256 Milliarden und Google für 189 Milliarden locker im Vorbeigehen bezahlen. In den Warenkorb können wir auch Apple für 131 Milliarden packen und legen Yahoo (16 M), ebay (31 M) und Amazon für 54 Milliarden auch noch dazu. Es bleiben immer noch 68 Milliarden Dollar übrig, also rund 73 Milliarden Franken.

Was kaufen wir mit den restlichen 73 Milliarden Franken?
Mit Firmen wie Xing für 144 Millionen dauert es lange, bis das Geld verbraucht ist. Da müssen wir schon mehr rauf packen. Zum Beispiel die grösste IT-Firma der Schweiz: die Swisscom für 19 Milliarden.

Ups – Bleiben immer noch 54 Milliarden übrig
Richtig, die UBS! Die UBS ist heute an der Börse etwa 54 Milliarden Wert. Und damit sind die rund 800 Milliarden Franken investiert. Über so viel Geld sprechen wir.

Firma Wert in Milliarden*
Microsoft 256
Apple 189
Google 131
Amazon 54
ebay 31
Yahoo 16
Swisscom 19
Xing 0.144
und die UBS 54

Mit unseren Pensionskassengeldern könnte sich die Schweiz das halbe Silicon Valley kaufen…

* Wert vom 03.03.2010 nachgefragt bei http://www.boerse-go.de/

ps: pro Kopf bei 7.2 Millionen Einwohner sind dies 111′111 Franken…

Wo bleibt Microsoft?

von Daniel Niklaus

Andreas Göldi vergleicht Googl Buzz mit Microsoft Office. Dabei zählt er vor allem die Integration verschiedener Dienste und den Plattformvorteil als Pluspunkt auf und erinnert an Microsoft, wie sie den Windows-Vorteil gegenüber der Konkurrenz nutzten. Und das ist richtig. Wordperfect war grottenlangsam auf Windows 3.1 – Word 2.0 war schnell. Excel kaufte man gleich im Office-Paket. (Einer der erfolgreichsten Promoaktionen damals war eine Soundkarte mit Office für 499 oder 990. Die ging weg wie warme Semmel.) Als ich mich 1993 selbstständig machte, zur Zeit als Windows DOS “übernahm”, hatte ich auch einen Entscheid zu treffen, will ich mit dbase (Dos) arbeiten oder setze ich auf Access (Windows). Access war die richtige Wahl. Trotz damals geringerer Installationsbasis.

Was hat das jetzt mit „wo bleibt Microsoft“ zu tun?

Beim lesen seines Artikels kam mir unweigerlich OS/2 in den Sinn. IBM der klare Marktführer, der unangefochtene Spitzenreiter stellte mit dem Betriebssystem OS/2 eine überlegene Windows-Alternative zusammen. Doch irgendwie kam das Teil nie zum Abheben. Genauso wie Microsoft trotz bester Ausgangslage heute irgendwie keinen Fuss im Web fasst.

Microsoft der unerkannte Riese

Google ist stolz auf 150 Millionen Gmail Nutzer? Hotmail hat die doppelte Zahl. Facebook mit 400 Millionen User der unangefochtene Social leader? Microsoft hat über 300 Millionen Windows Live Messenger Kunden. Zusammen mit den Hotmailleuten (Doppeluser ausgenommen) müsste das für den Spitzenplatz reichen. Dazu verfügen sie über den höchsten Browser-Anteil im Netz und wahrscheinlich ist Outlook der meistgenutzte E-Mail-Client. Microsoft ist eine Macht, nur sieht es niemand. Vor allem Microsoft selbst nicht.

Dabei hätten Microsoft alle Funktionen – aber…

Microsoft hat alles, ob Social, ob Software, ob Suche, ob Werbenetzwerk oder Plattform. Aber auch Cloud-Services, Cloud-Diskspace, Kleinunternehmensdienstleistungen und vieles mehr. Sie haben Kundenbeziehungen, Vertriebsnetze, Entwickler und viel, sehr viel Geld. Alles ist da, nur nimmt sie niemand Ernst.

Auf wen sollte heute ein Selbstständiger setzen?

Müsste ich mich heute selbständig machen, was wäre die Plattform meiner Wahl? iPhone-App, Facebook oder würde ich doch bei Google andocken? Es scheint, als ob jetzt wieder einmal die grosse Schlacht um die Plattformherrschaft stattfindet. Wer sie gewinnt, hat die Chance, die nächsten 20 Jahre im Schlaraffenland zu leben. Bis eine neue Technologie das Internet so alt aussehen lässt, wie das Internet einst Windows alt aussehen liess. Den wer installiert heute noch Twixtel, schreibt mehr Briefe mit Word, als per E-Mail oder nutzt ein anderes Programm öfter, als den Browser?

Streit um offene oder geschlossene Codecs in HTML 5

von Michael Gisiger

Mit YouTube und Vimeo haben bereits zwei Videoplattformen damit begonnen, mit dem für HTML 5 geplanten <video>-Tag zu experimentieren. Dieser neue Tag ermöglicht es, Videos ohne ressourcenbelastende Plug-ins von Drittanbietern wie zum Beispiel Flash direkt im Browser abzuspielen. Diese ersten Schritte sorgten aber bei Mozilla und Opera für rote Köpfe. Der Grund: YouTube und Vimeo setzen den geschlossenen, lizenzpflichtigen Video-Codec H.264. Die bisherigen Umsetzungen von HTML 5 in Firefox und Opera setzen aber auf den offenen Theora-Codec des Ogg-Containerformats. Nutzer der beiden Browser können also die HTML 5-Seiten der Videoplattformen nicht darstellen.

Kein offenes Internet mehr

Mozilla begrüsste zwar die HTML 5-Experimente von YouTube, verurteilte aber gleichzeitig die Verwendung eines geschlossenen Codecs. Für Mozilla ist klar: Der Einsatz eines solchen Codecs birgt eine Reihe von Problemen für Browserhersteller, Content-Erzeuger und User und widerspricht zudem der Vision eines offenen Internets. Aus diesem Grund favorisiert Mozilla Theora.

“Opera ist davon überzeugt, dass das Web auf offenen Standards aufbauen sollte. Die Verwendung des proprietären Codecs H.264 für die native Videowiedergabe in HTML5 beurteilen wir daher kritisch”, erklärt Opera-Web-Evangelist Bruce Lawson. Wie Mozilla plädiert also auch Opera für den offenen und lizenzfreien Codec. Nach dem derzeitigen Lizenzmodell würde eine Unterstützung des H.264-Codecs die Browserhersteller fünf Mio. Dollar pro Jahr kosten.

Unterstützung erhalten beide diesbezüglich von der Videoplattform Dailymotion, die bereits im Mai vergangenen Jahres mit einem Theora-Ogg-basierten HTML5-Experiment auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Lizenzfragen ungeklärt

Für Entwickler wie Opera oder Mozilla ist der Browser das Kerngeschäft. Da fällt ein solcher Betrag stärker ins Gewicht, als zum Beispiel bei Konzernen wie Google, Apple oder Microsoft. Die Lizenzkosten könnten zudem eine kaum überbrückbare Hürde für neue Browser- und Applikations-Entwickler darstellen.

Weitaus schwerwiegender könnte aber das unklare Lizenzmodell die User betreffend. Es ist möglich, dass ab 2011 auch für das Bereitstellen und Produzieren von Video-Inhalten mit dem H.264-Codec Gebühren anfallen könnten. Da werden Erinnerungen an einen vorübergehenden Lizenzstreit rund um das GIF-Format wach, der in den 1990er-Jahren aufgrund kolportierter Zahlungsaufforderungen für Verunsicherung bei Webseiten-Betreibern gesorgt hatte. Für semi-professionelle und professionelle Content-Anbieter könnte das alles also teuer werden.

Google beschwichtigt

Google war indes bemüht, der ganzen Angelegenheit etwas Wind aus den Segeln zu nehmen. Die Unterstützung für HTML5 auf YouTube sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur ein Experiment. Der zukünftigen Einbindung anderer Codecs stehe nichts im Wege. Tatsächlich ist Chrome derzeit auch der einzige Browser, der sowohl H.264 als auch Theora für das Video-Element in HTML5 unterstützt. Firefox ab 3.5 und Opera ab 10.5 setzen hingegen nur auf Theora/Ogg. Apple, welches offenbar gemeinsam mit Microsoft an den Patenten am H.264-Codec beteiligt ist, unterstützt mit Safari natürlich nur diesen. Ganz aussen vor steht Microsoft – der Internet Explorer versteht kein HTML 5.

(Crosspost von www.wortgefecht.net)

Internet Briefing 2010

von Reto Hartinger

Irgendwie bin ich optimistisch, dass das 2010 innhaltlich das beste Internet Briefing Jahr wird. Zum fünfährigen Bestehen des Internet Briefings habe ich eine Konferenzreihe vorgesehen, die mit 3 Konferenzen im März und April zu den Themen E- und Mobile-Commerce, den wichtigsten Developper-Themen und Social Media beginnen. Im Herbst folgen voraussichtlich wieder 3 Konferenz. Mindestens eine davon in Bern.

Es könnte sein, dass wir im April wieder einen Geschäftsleitungsmitglied eines renomierten amerikanischen Webunternehmens bei einem Internet Briefing begrüssen dürfen. Ich sehe sowieso mehr englische Briefings vor, damit sich die englischsprachigen Internetler mit uns besser vermischen.

Wenn Du weisst, dass irgendeine Persönlichkeit aus den USA in die Schweiz kommt, teile es mir doch bitte mit. Ich werde mich bemühen, dass diese vor dem Internet Briefing spricht.

Melde Dich jetzt zu den zu den nächsten Veranstaltungen an:


2.02.2010 11.30-14.00 Internationales Email Marketing
Email Marketing ist auch international d a s Tool um effizient Märkte zu bearbeiten sowie Kunden zu informieren. Aber wie erreichen wir unsere Branding-Ziele und bringen Promotions über verschiedene Sprachen, Kulturen, Zeitzonen an den Mann? Milko van Rijn von Mettler-Toledo International geht der Frage nach, wie man ein Internationales Email Marketing 

2.02.2010 17.30-20.00 User Experience and Application Design at Google
Usability is key in web applications. Simon Raess works as UX Designer at Google Docs in New York. He shares his views on how to create genuine user experiences for the web.

Dieses Event ist auf Englisch – wer es auf Deutsch haben will, geht nach Bern:

3.02.2010 17.30-20.00 User Experience und Application Design bei Google (Deutsch)
Bern: Ristorante La Gioia, Bärenplatz 7 map
Benutzerfreundlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg von Web-Applikationen. Simon Raess arbeitet als UX Designer im Google Docs Team in New York. Er spricht über die Gestaltung von Benutzer-Erlebnissen im Web.

Es warten spannende Konferenz auf Dich – melde Dich jetzt an zu:

15.03.2010 08.30-17.30 Konferenz:

E-Commerce & Mobile Commerce

E-Commerce Trens: Liveshopping, clubshopping, masscustomizing, crowdsourcing

Moderne Produktepräsentatin: Videos, Konfiguratioren, Augmented Reality

Social Commerce: Geld verdienen mit Facebook, Youtube, Twitter & Co, Social Media Kampagnen

Mobile Commerce: M-Commerce Möglichkeiten und Beispiele, Preisvergleiche,

… und mehr Themen


6.4.2010 08.30-17.30 Konferenz:

Social Media Marketing Summit

Kommunikationsstrategien: Facebook, Twitter, Youtube Kampagnen

Inhalte verbreiten:  Webapps, Page, Gruppe und Facebookinhalte auf eigener Page

Twitter: Twitter in Business, Virale Twitter-Applicationen

Mobile: Möglichkeiten und Aussichten

Social Media managen : Aktivitäten monitoren und auslösen, Social Media und CRM


Provisorisches Programm:
- Neue Kommunikationsstrategien mit Botschaften und Botschafter
- Social Media Aktivitäten monitoren und aktivieren
- Webapps, Page, Gruppe: Inhalt er eigenen Website auf Facebook publizieren
- Werbung in Sozialen Netzwerken
- Facebook Gruppe, Facebook Fanpage
- Virale Twitter-Applicationen: Wie man in 4 Wochen 600′000 Benutzer gewinnt
- Social Media goes mobile
- Twitter für Business: selbstreferenzielle Spielerei oder “the next big thing”
- Vom Dialog zum Lead – Social Media Marketing und CRM im Zusammenspiel

7.4.2010 08.30-17.30 Entwickler-Konferenz

Developer Summit

Entwicklen für/von: Twitterapplikationen, Facebook , iPhone und iSlate

Single Sing on mit Facebook, Twitter, und Google-ID

Web & Cloud verschnellern: Skalierbare Applikationen, Atomisierung von Komplexen Systemen

Trends: NoSQL , One Web, Web of Things

Projektmanagement: Boosting Requirements Analysis, Better Software Estimation

Real-Time Web: Standards und Herausforderungen,  Software-Architekturen für die Web-2.0-Welt

Melde Dich bereits jetzt an

Schlagabtausch Handydiskussion: Innovation wird gewinnen

von Reto Hartinger

mit Dani Niklaus. Hier meine Antwort.

Du verstehst den Markt als Massenmarkt und hast nur immer die Billigphones im Auge, die die heute die Masse ausmachen. Ich gehen davon aus, dass es ein Telefon zum telefonieren in 3 Jahren (fast) nicht mehr gibt. Es wird so obsolet wie ein Faxgerät – eine Nische. Hersteller können damit einfach zu wenig Geld verdienen und werden mindestens eine weitere Funktion einbauen. Ob das Musik abspielen oder Fotografieren oder weiss was sei, ist eigentlich egal. Da gebe ich Dir Recht. In diesen Markt steigt Apple nie ein. Im Billigsegment ist fast kein Geld zu verdienen. Apple verdient mit einem einsteligen Anteil am gesamten Handymarkt soviel wie alle anderen zusammen.

Mobile wird wichtiger als das Web

Es wird möglich, dass das Smarphone-Betriebssystem wichtiger wird als die heutigen Betriebssysteme, denn sie wachsen aus dem Telefongerät hinaus. Die Zukunft heisst nicht Telefon – sondern mobil. Gelingt es Apple diesen neuen “mobil” Markt mit Smartphone, Slates, Netbooks zu dominieren, dominiert Apple auch die Billigsegmente des Smartphone-Marktes.

Ich sehe eher 3 Gewinner: Apple, Google (Android, Chrome) und Micorosoft.

Keine Applikation mehr die nicht webzweinullig ist

Der Mobile-Markt umfasst neben Telefon und Computing auch Spielen. Er wird location based und sozial sein. Es wird darum gehen, dass praktisch alle Programme webzweinullig sein werden und collaboration features und location based sein werden – wo immer es Sinn macht oder nicht.

So sieht der Markt zurzeit aus:

Quelle Quantcast Mobile Trends report

Featurekrieg

Was Du für Apple anfühst, dass sie ihre Killerapplikationen auch für das Android anbieten müssen um erfolgreich zu sein, gilt auch für Google. So lange sie es nicht machen gibt es einen Featurekrieg zwischen den Systemen. Dabei kommt es weniger darauf an, wieviele Pixel eine Kamera hat, sondern auf die Bedienung – z.B. Multitouch, Spracheingabe oder andere Eingabearten.  Aber auch wieviele und in welcher Qualität Programme zu entwickeln sind. Da hat Andoid mit Multitaking die Nase vorn, Apple hat Multitouch zu bieten.

Google verzettel sich (vielleicht)

Für Apple spricht, dass sich Apple auf ein Betriebsystem für mehrere Devices geeinigt hat (ausser das iSlate hätte nicht das iPhone Betriebssystem). Bei Google kämpfen das Android und das Chrome Team noch um die Vorherrschaft auf dem Notebook. Dem Chrome fehlt der AppMarkt. Google konkurrenziert mit seinen eigenen Applikationen die Entwickler und mit der Bevorzugung von HTC einen Hersteller. Werden die anderen Hersteller das goutieren (müssen)? Vielelicht rächt es sich, dass Apple keine eigene Software macht. Oder es rächt sich für Google – so wäre die Theorie – dass sie die anderen Softwarehersteller konkurrenzieren.

Innovation gewinnt – Apple mit eigenem Chip

Wer am schnellsten und besten neue Innovationen bringt, wird gewinnen. Da sehe ich Apple vorne, weil sie inskünftig nicht nur das Betriebssystem sondern auch den Chip produzieren werden und auch beim Chip innovativ sein können. Damit wird sich Apple abgrenzen können. Dann werden die anderen vielleicht alle we metoos aussehen.

Es wird in diesem Krieg viele Verlierer geben. Google und Apple gehören nicht dazu. Vielleicht schafft es sogar noch Microsoft – die sind nie zu unterschätzen.

Google hat Marketing nicht erfunden. Sie sind darin noch ziemlich schlecht. Ich hoffe sie holen noch auf. Aber sie sind super in der Produkteinnovation.

Was ist entscheidend im Handymarkt

von Reto Hartinger

Cool, Deine Replik auf meine Handy “Wer macht das Rennen” Serie. Wir sind ganz anderer Meinung. Ich werde Deine Argumente nochmals verpflücken. Weil es etwas länger wird, nicht als Kommentar in Deinem Post sonder hier als eigener

Software ist für Handys weniger wichtig

Wenn Du mit Handy das Gerät meinst das heute den grössten Teil der transportablen Telefone ausmacht, hast Du Recht. Beim Smartphone, das in 3 Jahren der Stnadard sein wird, nicht. Bei Smartphones wird zur Hälfte der Zeit eine App benutzt. Deshalb ist die App so wichtig. Ob ich Produkt A oder B kaufe entscheidet oft ein einziges fast unbedeutendes Feature; vor allem dann wenn alle Produkte das gleiche machen (z.B. telefonieren). In einem Markt, wo sich der Hersteller über die Produktequalität oder das Produkte-Design nicht mehr abheben kann, wird der Preis wichtiger und das ist leider auf die Dauer fatal. Wer als Hersteller auf das falsche Betriebssystem setzt, hat vielleicht von vorne herein keine Chance auf dem Markt. Wenn Windows Mobile einfach kein Killer-Feature hat, dann kann das Telefon sogar zwei Tastaturen haben – es wird trotzdem nicht gekauft.

Der Einfluss der Firma

Stimmt. Es ist kaum ein Vorteil ob das Geschäft das gleiche Handy hat wie ich – so ich nicht eine gewisse Applikation verwende, die nur auf diesem Handy oder Betriebssystem verfügbar ist (zum Beispiel Outlook Zugang oder eine spezielle iPhone App). Im Gegensatz zum Computermarkt entscheidet beim Handy nicht eine (oder wenige) Personen, welches Betriebssystem oder Gerät gekauft wird, denn oft wird das private Handy auch fürs Geschäft genutzt oder umgekehrt. Ausser man sei z.B. der CIA oder die US Army. Dort ist entscheidend, dass die Daten der Angestellten bzw Soldaten zentral von irgendwo her gelöscht werden können, um die Sicherheit aller zu gewährleisten. Auch cool, dass man ein verlorenes Handy orten kann. Diese Features hat Apple für diese Firmen gebaut und nun erfreuen sich alle darüber – ausser die die eben kein iPhone haben.

Hype ist teil der Marke

Wirklich entscheidend, wenn sich die Geräte in den Grundfunktionalitäten nicht unterscheiden sind User Experience und Marke. Alle Autos können von A nach B fahren. Deshalb ist die Marke so entscheidend. Die Marke sagt mir und den Anderen, wer ich bin, wohin ich gehöre, was ich representiere. Für Apple ist es entscheidend den Hype aufrecht zu erhalten, sonst funktioniert genau das nicht. Apple als Marke profitiert zurzeit davon, dass alle Produkte einen gewissen Status haben – sie befruchten sich also gegenseitig. Den Mac konnte man ignorieren. Aber wenn man den Coolnessfaktor des iPods oder des iPhones auf seinen Laptop übertragen will, dann muss es ein Powerbook sein. Was aber, wenn alle Geräte eine Touchscreen und gute Apps haben? Dann müsste ein riesiges Marketingbudget her und es würde nicht reichen, weil dann der Preis wieder entscheidender wird. Das iPhone muss immer  Features haben, die kein anderes Geräte hat, Features die man gerne Anderen zeigt. Sonst ist das kein Statussymbol.

User Experience entscheidet

Apple verzichtet bewusst auch auf Features. Das iPhone hat nicht einmal die Möglichkeit einfach eine Tastatur anzuhängen. Ein Feature das wirklich viele Anwender wollen. Apple möchte aber nicht alle zufrieden stellen sondern eine eigenständige und bessere User Experience schaffen. Apple hat bei den Computern auf das Diskettenlaufwerk verzichtet, aber auf verschiedenfarbige Computer gesetzt. Hä? Das kann ein Techniker nicht verstehen, der Markt schon.

Handys fehlt der Vorteil durch Rückwärtskompatibilität

Ich kann das Betriebssystem nicht wechseln wenn ich Daten auf einer App des iPhones habe und diese Applikation auf einem anderen Betriebssystem nicht zur Verfügung steht. Also ist die App durchaus ein lock in. Wie es sich mit der Datenübernahme bei gleicher App verhält, weiss ich nicht.

Mehr Grosshandel als Betriebssystem getrieben

Na, da wäre ich nicht so sicher. Apple konnte ja das ganze Businessmodell der Branche umwerfen. Ein einmaliger Schachzug von dem sich weder die Carrier noch die Hersteller erholen werden. Wenn auf einem Andoid nicht Google drauf steht, verkauft es sich ziemlich sicher auch schlechter. Die Kräfteverhältnisse haben sich definitiv verändert.

Ich belasse es mal hier. Wir sind offen für mehr Argument. Beteiligt Euch an der Diskussion


Das Smartphone Game

von Reto Hartinger

Das neue Jahr wird spannend im Smartphone Markt. Heute führt Blackberry das Game noch an. RIM verkauft 10 Mio Blackberries, Apple 7.4 Mio iPhones. Die RIM Geräte haben ihre eigene Attraktivität von Push-E-Mail und Tastatur kombiniert mit optischer Schönheit. Android Phones, zu Beginn noch hässlich, verschönern sich mit jedem neuen Telefon und Anbieter.  Das iPhone ist immernoch der Klassiker mit eine extremen Wachstum. Das iPhone Appmarkt wächst schneller als die gesamte Andoid-Basis.

Microsoft belegt im US-Markt immer noch den dritten Platz hinter Blackberry und dem iPhone, wächst aber nicht mehr. Andoid ist zwar noch abgeschlagen, es könnte aber sein, dass bis Ende Jahr mehr Andoid Telefone auf den Markt kommen als Telefone mit anderen Betriebssystemen.

(weiterlesen…)

iPhone takes it all – wie lange noch?

von Reto Hartinger

Langsam gibt es mit Android Konkurrenz für das iPhone. Jeden Monat kommt ein neues Android-Smartphone auf den Markt. Keines kann aber innerhalb eines Monats soviel verkaufen wie Apples iPhone es jeweils über die ersten 3 Tage geschafft hat. Das vielgepriesene Droid von Motorola bringt es auf 250 000 Stück in einem Monat – so man den höchsten Schätzungen glauben darf. Motorola gibt sich bedeckt.

Marketingschlacht zwischen Android und iPhone

Verizon hat eine gute Kampagne gegen den exklusiven iPhonepartner AT&T lanciert in welchem die weitaus bessere Abdeckung des 3G Netzes und Features von Android gepriesen werden ohne das iPhone explizit zu erwähnen. Das kann Wirkung zeigen. Apple hat mit Featurewerbung reagiert.

Der iPhone / Android Krieg ist voll entbrannt. Doch bleiben wir auf dem Boden. Kein Androidhandy bringt es auf einen signifikannten Marktanteil. Das iPhone kommt auf 50 % (zusammen mit dem iPod Touch) und auch das beliebteste Android Handy bringt es auf keinen zweistelligen Marktanteil. Auf die Länge könnte aber die Produkte und Herstellervielfalt Android zum Sieg verhelfen.

Produktevielfalt als Stärke oder Schwäche?

Oder doch nicht? Die Produktevielfalt könnte auch eine Schwäche sein, wie bereits der iPod bewiesen hat. Weil alle iPods bzw iPhones gleich aussehen, kann man seinen Besitzer leicht erkennen – alle anderen haben nur ein Phone, so smart es auch sein mag. Apple muss den Kultstatus hochhalten können, sonst funktioniert das nicht.

Apps der beste Lockin

Es wird schwierig als iPhone Besitzer auf ein anderes Handy-Betriebssystem zu wechseln, wenn man sich an iPhone-Programme gewohnt hat und die Daten dort drauf sind. Bekanntlich sind Daten mehr Wert als das Device. Umgekehrt hat Android mit dem Routenplaner eine Killerapplikation die man auf dem iPhone vermissen wird.

Die anderen Hersteller bleiben auf der Strecke

Aufgerieben werden vor allem die anderen Systeme. Apple macht mit dem iPhone alleine schon mehr Gewinn als Nokia insgesamt und der Trend wird sich fortsetzen. Nokias Simbian ist der grosse Verlierer – betrachtet man das ganze vorherige Jahr gewinnen nur das iPhone und Android.

Apple wird im nächsten Halbjahr auch auf dem Verizon-Netz bei Verizon zu haben sein. Bis dahin muss aber noch gewaltig etwas gehen mit neuen Geräten. Ich wette immer noch darauf, dass Apple mit einem eigenen Chip kommt, der die Konkurrenz in den Schatten stellt.

Das Google Bing Verleger Spiel

von Reto Hartinger

Der Gedanke ist schon reizvoll – die Verleger sperren Google aus  und lassen ihre Inhalte nur noch von Microsofts Bing indexieren – gegen entsprechendes Geld selbstverstänglich. Endlich kämen die Verleger an den grossen Geldtopf heran. Leider hinkt die Betrachtungsweise.

1. Das grosse Geld macht Google und nicht Microsoft mit Onlinewerbung. Mit gerademal 10 % Marktanteil – ok mit Yahoo zusammen immerhin 30 % in den USA wäre es für die Verleger nicht wirklich lukrativ. Man müsste darauf setzen, dass Bing Marktanteile gewinnt und dies Microsoft auch entsprechend richtig Kohle wert ist. Das kann sogar sein.

2. Tritt dieses Szenario ein, wird es aber  s e h r   l  a  n  g  e  dauern bis der Marktanteil von Bing wirklich steigt. Inzwischen können sich andere Newskanäle eine goldige Nase und Renomee mit dem neu gewonnenen Google-Traffic verdienen. Die Geduld einiger Verleger reicht gerade im Internet nicht sehr lange – sie werden sich höchstfreiwillig wieder von Google indexieren lassen – ohne Geld zu bekommen sebstverständlich. Man überlässt der (namenlosen) Konkurrenz nicht das Feld und schon gar nicht die Kohle.

3. Die Verlegen haben ein eigenes Newssuchsystem bzw Newsportal mit allen Quellen aufgebaut. Schade, dass auch dies nicht wirklich interessiert. Wenn in Suchmaschinen keine News sind, geht man zuerst zu seinem Titel und nicht zu einer Plattform. Ist diese nur bezahlt zu haben, geht man zum nächsten der gratis ist (via Google Suche). Die Verleger werden nicht mehr bezahlte Online-Abos generieren und ihre Portale werden auf dem Werbemarkt nur noch unbedeutender. Die Werberelevanz der so geschaffenen Emporkömmlingen steigt unaufhaltsam weiter je länger das Spiel geht.

4. Google lenkt ein und bezahlt auch für Inhalte der Verleger. In diesem Falle wird Google sein Newsportal mit Werbung versehen um sich zu refinanzieren. Der Wert etwas für die News zu bezahlen sinkt auch bei Microsoft auf den Betrag den man mit Werbung gewinnen kann. Da keine Konkurrenz mehr aufkommt sinkt der Preis den die Giganten zu zahlen bereits sind mit jedem Jahr.

5. Die Verleger sperren alle Suchmaschinen aus und push ihr Newsportal. Zurück auf das Szenario von Punkt 3 – einfach ohne Geld von Microsoft.

6. Es passiert gar nichts – die wahrscheinlichste Variante. Murdoch krebst bald selber wieder zurück weil im Alleingang nur die negativen Konsequenzen zu spüren sind – aber keine positiven Nebeneffekte.

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