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Referate an der ONE Konferenz

von Reto Hartinger

Es soll mich einer, nein lieber eine ganze Horde, zurückhalten. Die ONE Konferenz, vom 9. und 10. Mai 2012, ist auf gutem Wege und ich bin so dermassen von den Referatseingaben besoffen, dass ich zusätzlich am 1. Tag Abendtracks von 16.15-19.15 eingeführt habe. Zum Beispiel zum Thema Intranet, das wir gar nicht im Programm hatten. Aber was soll ich machen, wenn die besten Referenten gute Themenvorschläge machen? Für einige Themen reichen die 3 Stunden nicht aus, um all die guten Referate unterzubringen. So werde ich wahrscheinlich diese in den Sessions der Abendtrack unterbringen. Das Programm wird sich also demnächst nochmals erweitern. Hier siehst Du wie sich das Porgramm entwickelt

Zu den Firmen die gleich mehrere Referatsvorschläge eingereicht haben, gehören (Auszug, nicht vollständig) zum Beispiel:

Blogwerk, Crealogix, Edorex, Infocentric Research, INM, Microsoft, Namics, Netcetera, PriceWaterhouseCoopers, SAS Institute, Unic, Zeix

Möchtest auch Du in diesem Umfeld vortragen? Traust Du Dir zu, einen Vortrag vor einem fachkundigen Publikum zu halten? Kannst Du Deine Erkenntnisse anhand von konkreten Fallbeispielen mit Zahlen oder Fakten aus Studienresultaten belegen? Bergen Deine Erkenntinisse  Überraschendes und kannst DuHandlungsanweisungen geben, welche die Zuhörer am nächsten Tag in ihren Projekten umsetzen können? Dann wäre ich interessiert, wenn auch Du einen Referatsvorschlag einreichen würdest. Aber beeilde Dich, die verfügbaren Slots pro Thema schliessen sich.

Schau Dir das Konferenz-Programm an und sag mir was Du davon hälst

Die ONE Konferenz

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Patentstreit zwischen Apple und Samsung nützt beiden

von Reto Hartinger

Ein unglaublich der Krieg den Apple und Samsung gegeneinander führen. Apple will verhindern, dass Samsung seine Tablets und Smartphones verkaufen darf, Samsung tut dasselbe. Das kostet ein Haufen Geld und ist schlecht für’s Image. Denkste. Samsung wirbt mit dem Slogen “Das ist das Tablet das Apple verhindern wollte”. Ein Steilpass für Samsung. Damit positioniert sich Samsung als “die” iPhone Alternative. Wer kein iPhone oder iPad will, hat ein besseres Produkt wenn er Samsung wählt. Im letzten Quartal sollen 42 % mehr Smartphones verkauft werden, trotzdem geben HTC und RIM eine Warnung über schlechte Weihnachts-Verkaufszahlen heraus. Nokias neues Windows Smartphone Lumina verkauft sich mit 800 000 statt 2 Mio Stück weit schlechter als erwartet. Ein Fiasko für Microsoft und Nokia bahnt sich an. Insgesamt sollen Nokias Verkäufe um 31 % auf 19 Mio zurückfallen. Gewinner sind Apple und Samsung. Das iPhone 4S soll sich sehr gut verkaufen, in England stärker als alle Android Smartphones zusammen. Es zeichnet sich ein Zweikampf Apple Samsung ab, der Rest wird zu Statisten degradiert. Aufholen werden auch ZTE und Huawei die Smartphones für 40 Dollar anbieten. Bei den Tablets soll Amazon nicht nur respektable Verkaufszahlen hingelegt haben, das Fire soll sich in kürzester Zeit über 1 Mio mal verkauft haben. Genau Zahlen gibt Amazon nicht bekannt. Ich bin gespannt auf die definitiven Zahlen. Glaubt man nicht den Analysten oder den Marktforschern sondern der Börse, müsste Apple deutlich weniger verdienen als vor einem Jahr. Zurzeit steht das Kurs/Gewinn-Verhältniss bei rekordtiefen 14. Ein Wert welcher sogar konservative Titel übertreffen. Vor einem Jahr lag er noch doppelt so hoch. Apple ist zurzeit extrem unterbewertet.

OnE: Messe, Konferenz und Beratungshilfe

von Reto Hartinger

Eigentlich braucht es ja gar keine Messe. Man kann sich schneller und jederzeit im Internet informieren, möchte man den persönlichen Kontakt, kommen die Anbieter auch gerne zu einem Beratungsgespräch. Es ist auch noch keine Agentur konkurs gegangen, weil sie nicht an einer Messe auftrat. Wieso berichtet die Presse, dass der Hartinger mit seinem Internet Briefing ein so veraltetes Vehikel mitorganisiert?

Sicht der Besucher

Evaluation hat mit Wissen und Spüren etwas zu tun. Man muss sich Wissen aneignen um richtig evaluieren und entscheiden zu können. Dazu sind Referate geeignet. Man kann von den Best Practices Anderer profitieren und Fehler vermeiden. Das ist bares Geld wert. Ist man inspiriert, möchte man auch die möglichen Angebote und Anbieter sowie Umsetzer kennen lernen. Das gehört zum Spüren. Man möchte spüren, ob der potenzielle Partner zu einem passt. Und man kann erste Abklärungen vornehmen ohne sich outen zu müssen.

Sicht der Aussteller

Ich habe Messen als Besucher gehasst, aber als Aussteller geliebt. Da kommt doch tatsächlich ein potenzieller Kunde als Bittsteller. Ich muss nicht die Klinke bei ihm putzen, er kommt mit einem Anliegen zu mir. Eine tolle Situation, die man ausnützen sollte. Jetzt habe ich den Wohlfühlgrad in der Hand. Ich habe es in der Hand wie willkommen und aufgehoben sich der Kunde fühlt. Bei einem Beratungsgespräch beim Kunden bestimmt dieser wie stark er den Berater an sich ran lässt. Kommt er zu mir, bestimme ich die Inszenierung, ich kann ihn beraten, bewirten und pflegen. Das kann ich mit Neukunden und mit bestehenden Kunden machen. Aber damit nicht genug. Ich kann im Vorfeld der Messe alle Kunden anschreiben, kann ihnen Anreize geben oder wichtiges Mitteilen ohne dass es Spam ist. Das war auch ein wichtiger Punkt für mich. Ich erhöhe die Anzahl Touchpoints und wenn ich es richtig mache, finde ich heraus wer gerade an welchem Thema dran ist. Unbezahlbar.

Der Erfolg eines Messeauftrittes hängt als vor allem mit der Vorbereitung und wie ich die Kundenbeziehung konzipiere. Wie ich diese Kommunikation inszeniere. Ich helfe Dir gerne mit Tipps.

Die Konferenz

Mit der Konferenz bestimmen wir weitgehend, für welche Themen wir auf welchem Level Besucher anlocken. Auch wenn diese dann nur die Messe besuchen. Die Konferenzthemen, deren Gehalt und Nutzwert bestimmt, was wir von einem Messebesuch erwarten können. Wir müssen also die bestmöglichen Referate anbieten. Dann hat nicht nur der Kongress Erfolg, sondern auch die Messe. Es geht also nicht darum, Messeaussteller ihre Prospekte vorlesen zu lassen, sondern es geht um Nutzwert für Internet-Entscheider. Dafür stehe ich ein. Hier bist Du nochmals gefordert, hast Du einen guten Referatsvorschlag? Fülle das Formular Call for Speakers aus

Die Sicht der Macher

Zum Messeerfolg braucht es auch ein Messeteam das etwas vom Inhalt versteht. Michael von Babo hat immer gute Messen gemacht, weil er die Themen gelebt hat. Ich glaube hier ist es wieder der Fall. Ich verstehe ja einiges vom Internet, aber von E-Commerce versteht Thomas Lang von Carpathia einiges mehr. Er hat die nötigen Kontakte und Wissen um den E-Commerce Bereich inhaltlich bestens zu füllen und die Macher von Blogwerk verstehen Bogging, Medienproduktion und Social Media und dann sollten sich auch die Mitglieder des Internet Briefings einbringen. Wer möchte seinen Bereich einbringen? Zum Beispiel Mobile, Webentwicklung, Outsorcing, Cloud Services, Online Marketing oder Security? Themen gibt es noch genug zu besetzen. Jetzt seid ihr dran. Mach mit bei der OnE, als Mitorganisator, als Aussteller, als Referent oder als Besucher am 9. und 10. Mai in der Messe Zürich.

Kongress

Es wird 2 – 4 Slots gleichzeitig geben. Jeweils von 08.45-12.00 und von 13.00-15.45. Themenblöcke von 3 Stunden mit 3 – 4 Referenten.

Internet Briefing Developer Konferenz

von Reto Hartinger

Jedes Jahr mache ich eine Entwickler Konferenz mit den brennensten Themen und besten Referenten. Da hoffe ich, dass ich es diesmal auch getroffen habe. Mein Augenmerk ist dabei, dass man zum Teil Techniken lernt – wie z.B. den Code in ganz kleine Stücke zu teilen die miteinander sprechen (das müssen heute alle drauf haben die Programme in der Cloud stellen wollen) , neue Best Practicies wie z.B. Wie man robuste Web-Applikationen bauen oder Erfahrungberichte wie z.B. HTML5, da wird ja meist nur berichtet ob es ready ist oder nicht – bei uns, welche Erfahrung damit gemacht wurden. Dann soll es aber auch Referate haben die dich inspirieren sollen wie z.B.  Tracking und Personalisierung, 3D oder Faceted Navigation. Schau in das Programm hinein, melde dich an und vor allem – sage es in deinem Umfeld weiter. Vielleicht bist du nicht Techie, aber ein Problem im Programm ist bei euchauf der Agenda, dann sende den Techie in die Konferenz, es wird dir viel Kosten sparen. Es gibt nichts Günstigeres als von den Besten zu lernen.

Developer Konferenz
Falcone Konferenzzentrum Zürich
8.12.2011  08.30-17.30

08.00-08.20 Registrierung und Networking
08.20-09.15 Mobile Developement – fight the fragmentation
Christoph Ebert & Tobias Ebnöther, Liip
09.15-10.15 Architektur der kleinen Bausteine & Wie baue ich eine komplette Anwendung im Browser
Jens-Christian Fischer , CEO, invisible
10.15-10.45 Robuste Web-Applikationen bauen
Patrice Neff, CTO, memonic.com
10.45-11.00 Pause
11.00-11.10 NoSQL für MySQL
Oliver Sennhauser, Senior MySQL Consultant, FromDual
11.10-12.10 CMS Integration: CMS vendors vs. application developers
Corsin Decurtins, netcetera
12.10-12.10 A/B Testing
Reto Lämmler & Paul Sevinç, CTO, Doodle AG
12.10-13.10 Mittagessen
14.00-14.40 HTML5 und CSS3 – die nächste Stufe der Webentwicklung ist gezündet
Reto Aebersold, Leiter Entwicklung, Atizo AG
14.40-15.20 Clientseitiges Last- und Performancetesting Jürg Stuker, CEO, namics
15.20-15.35 Pause
15.35-16.20 Tracking und Personalisierung
Michael Wechner, Wyona Research and Development, Member at Apache Software Foundation
16.20-16.55 3D: Einführung in WebGL
Jonas Wagner, Local.ch
16.55-17.10 Faceted Search: Websites mit Guided Navigation
Walter Schärer, Jobup AG

Alle Abstracts und Anmeldung hier

Googles Erfolgsstory in Gefahr

von Reto Hartinger

Google hat wieder ein blendendes Resultat erzielt und überrascht die Wall Steet positiv. Google kann wieder mehr Werbeeinnahmen machen. Diesmal verhilft Google die vormals verpönte Display-Werbung zu mehr Umsatz und auch Mobile Adertising kommt immer mehr in Schwung.  Google ist in einer beneidenswerten Position. Nein nicht wegen des Marktanteils, sondern weil Google bei jeder Aenderung vorher feststellen kann, ob sich diese positiv auf ihr Geschäfts auswirkt. Jede Aenderung wird zuerst bei einigen 1000 Usern ausprobiert und erst wenn feststeht, dass das Business davon profitiert, wird die Aenderung auf alle User übertragen.

Trotzdem, der Aktienkurs hat sich in den letzen Jahren schlecht entwickelt. Vor 5 Jahren wies Google ein P/E Ration von 40 auf, jetzt nur noch 20. Das heisst, die Aktionäre glauben axhon lange nicht mehr an eine Wachstumsgeschichte. Es bleibt eine One Product Company. Google steigerte seinen Kurs sogar weniger als Microsoft!  Apple macht in der gleichen Periode einen 4x grösseren Kurssprung. Es könnte für Google noch schlechter kommen.

Aus für Google-Suche im Mobile-Web

Mobile macht immer mehr des Internet Traffics aus und der ist in der Hand von Apples iOS. Gemäss ComScore machen iPod Touch, iPhone und iPad 97,2 % des Webtraffics in den USA aus. Das war bis anhin kein Problem, weil iOS User Google zur Suche benutzt haben. Mit dem iOS 5 und dem Personal Assistent Siri bekommt der iUser Google und dessen Werbeeinblendung nicht mehr zu Gesicht. Die Eingabe und Resultatausgabe erfolgt via Sprache. Siri interpretiert die Frage, sucht dann bei Google, Bing, Widipedia, Wolfram Alpha & Co und spricht das Resultat. OK, Siri kann nicht alle Fragen beantworten, aber immer mehr.

Siri erinnert mich an Knowledge Navigator, eine Apple Vision aus dem Jahre 1987 – also kurz nachdem Erscheinen des Macintosh. (zum Video des Knowledge Navigators). Damals gab es das Web noch nicht! Schön zu sehen, dass eine Vision sich so lange halten konnte und Steve seine Verwirklichung noch erleben durfte. Und so sieht das heute mit Siri aus (zum Video von Siri)

Mobile Werbung – Google hängt Apple ab

Googles Mobile Business macht pro Jahr 2,5 Mia Umsatz. Es steigert sich mit dem steigenden Anteil von Smartphones am gesamten Handymarkt.  Google geht davon aus, dass Mobile-Werbung im nächsten Jahr Displaywerbung überhohlt. Apples iAd Werbung konnte sich nicht durchsetzen. Sogar auf dem iOS ist Googles AdMob erfolgreicher. Es ist möglich, dass Apple iAd einstellt. Ein Teil des Oekosystems ginge verloren. Google wird diesen Markt beherrschen, es gibt keine ernstzunehmende Konkurrenz. Google wir also weiterhin von der wachsenden Mobile Nutzung profitieren. Sogar dann wenn Android Marktanteile verlieren sollte.

Der Motorolakauf schwächt Android

Mit dem Kauf von Montorala hat sich Google zwei Möglichkeiten erworben. Man könnte zum Hardwarehersteller werden, der, ganz wie Apple, die ganze Wertschöpfungskette beherrscht und damit bessere Produkte macht. Ganz wie Apple? Nicht ganz, denn Apple macht auch noch das Chipdesign. Google hat zwar auch ein Chipdesignteam aufgebaut, aber es ist zahlenmässig doch relativ klein. Als zweites Goodie verfügt Motorola über ein beeindruckendes Patenportefolio. So die Theorie.

Die Praxis könnte so aussehen. Apple ist bereits in einem Rechtsstreit mit Motorola verwickelt. Gewinnt Apple, ist das teuer gekaufte Patentarsenal nullkommanichts wert. Pech. Gewinnt Motorla, greift Apple die  Handyhersteller die Android benutzen weiterhin einzeln an, beim Design. Samsung hat kürzlich herbe Dämpfer einstecken müssen. So hat bis jetzt noch kein Gericht den Verkauf des iPhones verhindert, zudem hat Samsung in einigen Prozessen bereits verloren. Es erscheint immer wahrscheinlicher, dass das Verkaufsverbot einiger Samsungs Phones und Pads auf ganz Europa ausgedehnt wird.

Microsofts Gegenoffensive

Die Android-Allianz scheint Google nicht über den Weg zu trauen und setzt wieder, wenn auch zaghaft, auf eigene Betriebsysteme und auf Microsoft. Noch diesen Monat kommt endlich Nokia mit seinem ersten Windows Phone 7 getriebenen Handy auf den Markt. Auch Samsung lanciert WP7 Devices. Alle drei Firmen werden einen spektakulären Werbeauftritt hinlegen. Microsoft zahlt Nokia und Samsung 44 Mio Dollar an ihre Werbekosten. Man wird überall von WP7 sprechen, hören, sehen und riechen. Apple wird im grossen Stil mit Siri werben. In diesem Umfeld gibt es kaum Platz für Android, sich abzuheben.

Kein Durchbruch für Android auf Tablets

Bis jetzt hat sich noch kein Tablet am Markt durchsetzen können. Man traut dies am ehesten dem Amazon Kindle Fire zu. Das basiert zwar auf Android, hat aber eine ganz eigene Benutzerführung, eine eigene Suchmaschine und ein eigenes Oekosystem. Google profitiert in keiner Weise davon. Ein Beispiel das Schule machen könnte. So oder so, Android ist mit dem Kauf von Motorla nicht gestärkt, eher geschwächt worden.

Chrome als Wachstumstreiber

Googles Browser Chrome gewinnt immer mehr Marktanteile. Es ist eine Frage der Zeit, dass Chrome zur Nummer 2 wird. Im Schatten des Chrome Browsers lauert das Chrome Betriebssystem. ChromeBooks können eine eventuelle Schwäche von Android wieder ausbügeln. ChromeBooks können viel günstiger produziert werden als Intel basierende Ultrabooks oder Apples MacBook Air. Chromebooks könnten den Platz einnehmen den die Netbooks hinterlassen haben. Bis jetzt gibt es aber noch keine wirklich ansprechenden Hardwarekonzepte.

Kauft Google die PC-Sparte von HP?

Will Google endgültig auf den Pfaden von Apple gehen, so schnallt es sich die PC-Sparte von HP an. Damit würde Google dem ChromeBook Konzept den nötigen Schub geben. Google könnte HP/Motorola fusionieren und viel günstiger betreiben. Nur, gleich zwei solche Kolosse wären kaum beherrschbar. Google wird schon Mühe haben Motorola auf Google Spirit zu trimmen, geschweige denn HP, deren Business auf Micosoft-Produkten basiert. Mit Eric Schmidt verfügt Google über einen Manager der ein fusioniertes HP/Motorola Gebilde führen könnte. Eric Schmidt ist unterbelastet. Nur schon deshalb wird das Google Management mit diesem Gedanken spielen. Larry Page ist ein Mann der Risiken eingeht, grosse Risiken so sie Sinn machen. Man stelle sich vor, auf jedem HP PC der Zugang zu Googles Clouddienste, der Chromebrowser, Picasa, Desktop und Toolbar vorinstalliert. Docs würde Microsoft Office ernsthaft konkurrenzieren, Google Mail, Voice & Co  würden durchstarten. Das wäre ein empfindlicher Schlag gegen Microsoft.

Google verfügt über 43 Milliarden Cash. Ein HP Kauf könnte auch mit Cash und Aktien finanziert werden. Google führt sicher Kaufgespräche, selbst wenn sie das Ding nicht kaufen, so würden sie dem HP Management wenigstens die ChromeOS und ChromeBook Idee näher bringen und einen tiefen Einblick in die Funktionsweise der Microsoft-Welt geben.

Für HP wäre es nicht uninteressant, eine Beteiligung an Google zu halten. HP weiss, dass Google ihre PC-Sparte besser führen kann als sie selber. Es würde zu einem Massiven Stellenabbau kommen. Aber es könnte der erste Post-PC-Gigant entstehen. Wer schwieriger zu überzeugen wäre, sind die Google-Aktienäre. Ein solcher Deal würde die Gewinnmarge beträchtlich schmälern (obwohl Apple eine Marge einfährt die sich mit Software vergleichen lässt). Google müsste beweisen, dass es Winner-Hardware bauen kann: Smartphones, Tablets, Chromebooks, Notebooks, Desktops, Drucker …

Die Wettbewerbsbehörde würde den Deal durchwinken. Google würde nicht Marktbeherrschend.

Steckt Android in der Krise?

von Reto Hartinger

Was für eine komische Frage. Da eilt Android von Rekord zu Rekord und mit dem Kauf von Motorola hat Google auch das leidigliche Lizenzproblem gelöst. Werfen wir einen zweiten Blick auf die Situation. Das Lizenzproblem ist alles andere als gelöst. Von den Handyherstellern bezahlen neuerdings alle eine Lizenz von mindestens 5 Dollar. Nachdem auch Samsung eingewilligt hat, ist nur noch Motorola übrig geblieben und Apple und Oracle stehen mit aufgehaltener Hand ebenfalls in der Reihe der Mitesser. Seit der (noch nicht bewilligten bzw. vollzogenen) Motorola Übernahme, findet eine Absetzbewegung von Android statt. Todgesagte Tablet und Smartphone Betriebssysteme werden plötzlich wieder interessant. Amazon hat für sein Tablet Fire zwar Android benutzt, aber eine ganz eigene Oberfläche, den eigenen Internet Browser und sein eigenes Ökosystem darübergestülpt. Von Android ist nichts zu sehen. Jetzt soll Amazon sogar an HPs WebOS interessiert sein. Das halte ich für sehr kostspielig. Käme es tatsächlich zum Kauf, würde es zeigen wie stark die Branche heute Android misstraut. Kommt es zu guter Letzt gar nicht zur Motorola Übernahme, wäre das Desaster komplett.

Die Crux mit Open Source Software

von Reto Hartinger

Open Source Software ist eine gute Sache, wir profitieren alle davon. Das ist ein Wordpress Blog – Open Source – gratis – einfach zu bedienen und eine riesige Entwicklergemeinde pflegt das Teil. Alles in Butter also. So oberflächlich betrachtet schon. Meist krankt aber Open Source Software nach einer gewissen Zeit. Die Tendenz bei Open Source ist, dass sie an einen Punkt gelangt wo sie nicht mehr “in” ist. Plötzlich gibt’s ein besseres Tool und alle springen darauf. Die meisten Open Source Programme bringen es auch nicht auf einen fertigen Stand – es bleibt ein Gebastel, das zwar willig von vielen noch angepasst wird, plötzlich zerfällt sie aber in viele Einzelversionen und kann genau deshalb nicht mehr weiter entwickelt werden. Gratis muss nicht Open Source sein. Gmail und Hotmail sind auch gratis, sie sind aber nicht Open Source. Chrome und Internet Explorer sind gratis und ebenfalls nicht Open Source. Erstaunlich ist, dass sich gegen dieses Duo mit Firefox ein Open Source Projekt halten kann. Firefox/Mozilla hat aber via Google, das pro Suche via Firefox einen Obolus bezahlt, einen stetigen Geldfluss hat. Der wird aber weniger in dem Masse als Chrome an Marktanteil gewinnt.

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Killt die US Patentreform Innovation?

von Reto Hartinger

Es ist ein unglaublicher Patentkrieg im Gange. Er verschlingt Milliarden, dem Enduser bringts nix, den Patentbesitzern zuerstmal auch nur Kosten. Da hören wir doch gerne, dass die Patentreform in den USA nur noch von Präsident Obama unterzeichnet werden muss. Sie wird als Jobgenerator gepriesen. Aha. Appe, Google, IBM, Intel, Microsoft & Co haben dafür Lobbyiert – Apple alleine hat im ersten Halbjahr 2010 1,5 Mio für Loggying zu diesem Thema ausgegeben und ist damit ein Kleiner.

Wer jetzt gedacht hätte, dass die Sache besser wird, irrt sich gewaltig. Es wird immer noch Softwarepatente geben. Was sich ändert ist, dass wer ein Patent zuerst einreicht der bekommt es zugesprochen. Die lange Abklärung wer die Idee wirklich zuerst hatte entfällt.

The new bill will grant patents to the first inventor to file an application, eliminating a time-intensive process used to determine who came up with an idea first.

Das spielt natürlich in die Hände der grossen Firmen. Leider werden Erfindungen meist nicht von grossen Firmen, sondern von Einzelpersonen oder kleinen Start-ups gemacht. Die besitzen leider das Geld nicht, die Patente anzumelden. Heute muss man mit ca 100 000 Franken rechen, um ein Patent durchzukriegen. Ob es etwas wert ist, kann bei Softwarepatenten erst vor Gericht eruriert werden. Es kann sein, dass dieser Betrag durch das neuen Prozedere sinkt. Ob ihn sich die Kleinen leisten können? Was meint ihr?

Sensation: Microsoft präsentiert X-TV mit B&O

von Daniel Niklaus

Es war früh. Ungewöhnlich früh stand ich heute auf. Ich erhielt eine Einladung für einen Microsoft Webcast um 05:00. Der Titel: We proudly present a TV-Sensation. Erwartet habe ich die anfangs Jahr angekündigte TV-Box, was dann kam, war der Hammer. Für einmal heisst es nicht – we changed the world again. Es hiess, on every TV a Microsoft X-TV. Aber jetzt von Anfang an.

Die Integration

Microsoft führt Jahre die X-Box im Sortiment – ohne Blue-ray. Hat mit Kinect eine Gestensteuerung für die “Luft” und mit dem Media-Center eine Lösung für das Home Cinema. Dazu haben Sie die eine Skype und andere coole Software. In einem Referenzdesign integrierten sie endlich all diese Produkte zu einer Gesamtlösung für den TV-Markt. Weil bei Microsoft die Dinge nie schön aussehen, spannte man mit einer Traditionsfirma aus der Unterhaltungsbranche zusammen: B&O.

Design & Funktionalität

B&O ist bekannt für Geräte mit Style. Basierend auf dem BeoVision 10 System wurde die Kinect-Steuerung mit einer X-Box eingebaut. Darauf läuft das gesamte MediaCenter auf Windows8 Compact. Wenn Sie also am Abend nach Hause kommen, schalten Sie mit einem Wink die Stereoanlage ein. Ohne Knopfdruck nur mit Gesten wählen Sie Ihre Lieblingsmusik.
Sitzen Sie zu zweit vor dem TV, gibt es keinen Kampf mehr um die Fernbedienung. Es haben sprichwörtlich beide eine in der Hand. Sollten Sie sich gegenseitig den Kanal streitig machen, hat Microsoft ein hübsches Feature eingebaut. Über die Hauptsteuerung definieren Sie, wessen Hand-Signale zuerst beachtet werden, die integrierte Gesichtserkennung nimmt dann nur noch Befehle von der “höheren” Person an, solange sie im Raum ist. Die Gesichtserkennung wird übrigens auch für die Chats-Session genutzt. Wer die Gestensteuerung nicht möchte, wählt mit jedem neuen Windows Handy die Funktionen.

Integration

X-Box live, MSN und Skype wurden über eine Single-Sign-On zusammengeführt. Sie können also direkt aus Ihrem Wohnzimmer Skype-Anrufe führen. Videos on Demand Filme sehen und Sie haben Zugriff auf die gesamte Musik-, Bilder- und Filmsammlung. Wie es sich gehört, greifen Sie aus allen Räumen über Wifi auf die zentralen Daten zu.

On every TV

Microsoft besinnt sich auch auf ihre alte Stärke. Statt alles aus einer Hand, ziehen Sie die Power von mehreren Firmen vor. Das gesamte System kann lizenziert werden und in eigene Lösungen integriert werden. B&O ist der erste Anbieter, LG wird als nächster folgen. Gleichzeitig öffnen Sie auch das Referenzdesign für die X-Box. Diese kann nun als Karte auf einem PC angeboten werden, einzeln nachgebaut oder direkt in den Fernseher integriert werden. Wie Sony darauf reagiert? Wahrscheinlich gucken Sie dämlich aus der Wäsche, denn Sony hätte ebenfalls das gesamte Know-how für eine solche Integration.

Was kostete es und wann können Sie es kaufen?

Kaufen können Sie es schon heute. Kosten tut es je nach Anbieter unterschiedlich. Der Nachteil? Sie müssen das Zeugs selbst zusammenbauen. Und ausgeschlafen habe ich auch…

HP gibt sich geschlagen

von Reto Hartinger

Wie gross der Coup war als Steve Jobs das iPad lancierte, ahnte nur er selber. Er bezeichnete das iPad als das wichtigste Produkt an dem er in seinem Leben gearbeitet hat. Reichlich übertrieben fand ich das. Er scheint Recht zu bekommen. Der PC wird mobiler, das Telefon pciger und genau diesen Trend bedient das iPad und definiert die PC-Welt neu. Desktops wurden von Laptops abgelöst, auch bei Privaten, heute werden Laptops von iPads abgelöst, auch bei Firmen.

Ein Analyst sagte kürzlich: “Es gibt kein Tablet-Markt, es gibt nur ein iPad-Markt. Es ist ein Einproduktemarkt”. Dem scheint so. In den USA konnte man nicht einmal aufs WC ohne einer TouchPad Werbung von HP zu begegnen. Nur, die Dinger liessen sich nicht verkaufen. HP lieferte 250 000 Stück an die Kette BestBuy. Trotz Preisnachlass liessen sich nicht mehr als 25000 Stück davon verkaufen. HP wurde gezwungen 100 Mio oder $.05 pro Aktie aufzuwerfen, um die Händler für unverkaufte Inventare zu entschädigen.

Ein ähnliches Schicksal droht der Branche mit den MacBook Air Konkurrenten, den sogenannten Ultrabooks die auf Intels neuem Design aufbauen und die Form und Qualitäten des MacBook Air haben. Leider auch seinen Preis. Der Unterschied, Apple schöpft bei diesem Preis 35 % und mehr Marge ab, die Konkurrenz begnügt sich bei Rund 5 %. Jetzt fordern die PC-Hersteller von Intel einen 50%igen Rabatt, damit sie mit Apple konkurrenzieren können. Intel wird  nur 20% Preisnachlass plus grosse Werberückerstattungen geben.

Tablets wie Ultrabooks sind die kommenden Märkte. Allein die Türkei vergibt einen Auftrag von 15 Mio Tablets, um Schulen von Papier auf Elektronik umzurüsten. Microsoft, Intel und Apple bieten. Den Zuschlag wird nicht unbedingt das preisgünstigste oder beste Produkt erhalten sondern wer mehr kompensationsgeschäfte anbietet. Microsoft möchte bei Zuschlag ein Entwicklungszentrum, Apple die Produktion von Zubehör wie Kopfhörer aufbauen.

Schon IBM musste erkennen, dass mit dem PC kein Geld zu verdienen ist und hat die PC Sparte an Lenovo verkauft. Nun geht auch HP  diesen Schritt. Man muss verkaufen wenn es überhaupt noch potenzielle Käufer gibt. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten macht HP mit der PC Sparte noch Gewinn. Problematisch ist, HP ist die No 1 im Geschäft. Wer kann sich diesen Brocken leisten? Nach der Abspaltung wird HP IBM wie ein eineiiger Zwilling gleichen.

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