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Kommt der Mobile Markt für Microsoft erst mit Windows 8 zurück?

von Reto Hartinger

Mit einem Marktanteil von jetzt unter 2 % für Windows Mobile, will niemand dafür Software entwickeln. Microsoft ist gezwungen den Entwickler zwischen 60 000 und 600 000 Dollar zu bezahlen, damit die beliebtesten Apps auch auf der Windows Mobile Plattform zur Verfügung stehen. Ohne Software lassen sich keine Smartphones verkaufen, sonst müsste man sie Dummphones nennen. Zurzeit gibt es etwa 40 000 Windows Mobile Apps (weniger als 10% von dem was im iOS oder Android App Store angeboten wird). Mit Windows 8 sollte alles besser kommen. Das läuft dann auf allen Geräten, neben Toaster auch auf Tablets. Das wiederum glaube ich nicht wirkich. Wie sollte Windows 8 auf Smartphones wirklich mit so wenig Memory und einem so bescheidenen Prozessor laufen. Das macht zero Sinn – man wird wohl überall das gleiche Look and Feel hinkriegen. Schon eher macht es Sinn die gleiche Software wie auf einem PC auch auf einem Tablett laufen zu lassen. Aber auch da gilt, kleiner Prozessor, wenig Memory oder sonst sackt die Batterielaufzeit total ab. Dass es im Herbst bereits so weit sei, tönt für mich nach Weltrekord. Dann konkurrieren normale Windwos Applikationen mit Windows Apps auf den selben Geräten. Auch kein Spassfaktor um für Windows Mobile Applikationen zu entwickeln. Microsoft ist schon mit den Grundfunktionen eines Betriebssystem im Hintertreffen, wie soll Windows mit Entwicklungen wie Siri mithalten? Sollte Windows 8 den Durchbruch auch im mobilen Bereich nicht schaffen, braucht Microsoft nicht mehr anzutreten. Dann sind alle Strategie-Varianten gescheitert. Ich hoffe, dass es nicht der Fall sein wird, sieht aber ganz danach aus

Facebook, Google, Apple verändern wie wir suchen

von Reto Hartinger

1 Es ist rasant, wie Google sich in den letzten beiden Jahren verändert hat. Google hat zwar in Europa noch einen Marktanteil von 90 % und kann sich in den USA auf einem hohen Niveau halten, doch nie war Google dermassen unter Druck. Dementsprechend schnell walzt Google neue Initiativen aus. Um Facebook/Bing etwas entgegenzustellen, hat Google mit Google+ einen Dienst entwickelt welcher das was meine Freunde gut finden für mich sichtbarer zu machen. Leider läuft nichts in Google+ und damit kommt das “noch” nicht in Fahrt. Es kommt noch schlimmer, Facebook wird im Zug des Börsengangs eine eigene Suchmaschine ankündigen. Dass Facebook ernst zu nehme ist, ist klar, denn im Februar wurde in Facebook 336 Millionen Mal gesucht. Ok, Google bringts im gleichen Zeitraum auf 11,7 Mia. Sollte die Facebook-Suche mehr als nur Facebook Inhalte beinhalten, ändert sich das drastisch.

Apples Siri sorgt dafür, dass es weniger Suchabfragen gibt, denn es wird nicht mehr nach einer Liste, sondern nach einer Antwort gesucht. Wieso sollte eine Suchmaschine auf die Frage , “wie warm ist es in Madrid?”, eine Liste mit Websites liefern? Siri sagt, 24 Grad, Punkt. Kein Eintippen, kein Klicken und vor allem, keine Werbung. Google wird nun auch semantische Suchresultate bringen. Mardid 24 Grad, Karte – Trefferliste. So kann das zukünftige Resultat in Googe aussehen.

Bing bringt auf Branchen wie z.B. Tourismus spezialisierte Resultate und damit die viel relevanteren Resultate. Auch Google kennt Shopping-Resultate und wird noch mehr solche spezialisierte Resultate anbieten.

Das alles hat Implikationen auf das Suchmaschinenmarketing und auf die Suchmaschinenoptimierung. An der ONE Konferenz betrachten wir die Zukunft der Suchmaschinen und wie SEOs damit umgehen sollten. Internationale Speaker und ausgewiesene schweizer Profis geben die Best Practicies bekannt.

10.05.2012 – 13.00 – 15.50 , Messe Zürich

Suchmaschinen-Optimierung – ONE Kongress

13.00-14.00 Future of Search
Niels Doerje und Marcus Tandler, Partner, Tandler.Doerje.Partner, München
14.00-14.40 Wie hat sich SEO mit dem Panda- und anderen Updates verändert?
Philipp Sauber, CEO & Inhaber, INM Inter Network Marketing AG
14.45-15.15 Optimierungspotenzial mit Searchmetrics erkennen
Matthias Schmid, Project Manager, Unic
15.15-15.50 SEO Controlling zur Sicherung und Ausweitung der Erfolge
Beat Z’graggen, CEO, Worldsites GmbH
15.50-16.25 Google und die semantische Suche
Patrick Price, CEO, Idealizer AG
16.25-17.00 SEO: Internes Linking
Daniel Houghton, Partner, etaktiker

Für Internet Briefing Mitglieder und Gäste Fr. 220.-, Nichtmitglieder Fr. 295.-

Anmeldung hier klicken

Future of Search
Niels Doerje und Marcus Tandler, Partner, Tandler.Doerje.Partner, München
Marcus Tandler und Niels Dörje betreiben heute selber  Websites/digitale Projekte. Niels hat viele Jahre international für Google gearbeitet, Marcus ist SEO-Interessierten als Mediadonis
bekannt. Niels und Marcus einen fundierten Überblick über die derzeitige Entwicklung bei Google, und die Implikationen auf die Arbeit moderner SEOs. Sie besprechen u.a. :

  • Die Evolution von Google´s Universal Search
  • Social Signals als Rankingfaktor
  • User Intent
  • Aktuelle Search-Patente

Wie hat sich SEO mit dem Panda- und anderen Updates verändert?
Philipp Sauber, CEO & Inhaber, INM Inter Network Marketing AG
Google räumt seinen Such-Algorithmus auf. Mit Panda und anderen Updates zählt Content immer mehr. Was bedeutet das? Der Zusammenhang ist klar: Die besten Conversion Rates erzielt man mit einer guten Platzierung bei Google. Deshalb wird SEO als Marketing-Instrument im Online-Mix immer wichtiger. Die Top-Position beim entsprechenden Keyword erobert man sicher mit gutem Inhalt. Daraus ergeben sich bei der Suchmaschinenoptimierung folgende Fragen

  • Was genau hat der Panda-Update bewirkt, wieso korrigiert Google weiterhin
  • Welche Sites haben davon profitiert und welche an Boden verloren
  • Welche Auswirkungen hat das auf die Onpage-Optimierung
  • Welche Optimierungsfaktoren werden neu stärker gewichtet, welche weniger
  • Welche Bedeutung haben Backlinks, konnte Google den Linkfarmen den Garaus machen

Optimierungspotenzial mit Searchmetrics erkennen
Matthias Schmid, Project Manager, Unic
Es geht um weit mehr, als für ein bestimmtes Keyword auf dem ersten Platz zu sein. Inhalte müssen optimiert werden, Suchresultate ansprechend gestaltet werden und nicht zuletzt muss der HTML-Code maschinenlesbar sein. Searchmetrics liefert die notwendigen Analysedaten – nicht nur für die eigene Website, sondern auch für Konkurrenz-Websites. Damit Entscheidungen datenbasiert getroffen werden können. In diesem Referat wird aufgezeigt, wie mit der mächtigen SEO-Software Searchmetrics Optimierungsmöglichkeiten eruiert werden können und wie die Software für eine systematische Konkurrenzanalyse genutzt werden kann.

SEO Controlling zur Sicherung und Ausweitung der Erfolge
Beat Z’graggen, CEO, Worldsites GmbH
Google-Positionen mit irgendwelchen Tricks zu erreichen wird immer schwieriger. Was ist nötig, um die Positionen auch langfristig zu halten? Welche Controlling-Möglichkeiten gibt es um herauszufinden, wie über die organische Google-Suche mehr Umsatz erzielt wird? Es gibt viele, die immer wieder aufgrund der neusten Vorlieben von Google Anpassungen vornehmen. Später muss das wieder geändert werden, weil Google nicht mehr positiv darauf reagiert oder die Massnahme sogar bestraft. Wie können aber Positionen bei Google langfristig gehalten werden? Was hat sich bewährt? Welche Möglichkeiten bestehen, um den Erfolg zu messen und frühzeitig zu merken, dass Google Probleme mit dem eigenen Auftritt hat?

  • Worauf Google wirklich achtet
  • Wie Positionen langfristig gesichert werden
  • Wie erkenne ich in welche Richtung Google sich bewegt und was das für mich bedeutet
  • Wie der Google Roboter richtig behandelt wird
  • Möglichkeiten für ein auf den langfristigen Erfolg ausgerichtetes Controlling der SEO-Massnahmen

Google und die semantische Suche
Patrick Price, CEO, Idealizer AG
Im März hat Google bekannt gegeben, dass dieses Jahr die grösste Umstellung des Such-Algorythmus in der Geschichte von Google stattfinden wird. Dabei soll Google von der Such-Maschine zur Antwort-Maschine weiter entwickelt werden. Welche Auswirkungen sind davon zu erwarten und wie können Sie ihre eigene Website semantisch strukturieren, damit dieser historische Wechsel von Google für Sie zur Chance, statt zum Risiko wird. Patrick bespricht die semantische Interpretation von Google, damit Du danach Deine eigene Website gezielt auf eine semantische Indexierung hin optimieren kannst

Google und Bing unterstützen seit kurzem offiziell schema.org (semantische microformate), womit Inhalte als Entitäten markiert und somit in einen semantischen Zusammenhang gebracht werden können. Du wirst Microformats und deren Bedeutung verstehen, um deren Implementation in die eigene Website gezielt angehen zu können. So bringen Dir die neuen Entwicklungen in Googles Suchalgorythmus mehr Traffic

SEO: Internes Linking
Daniel Houghton, Partner, etaktiker
Wir wissen, dass viele externe Links gut fürs Ranking in Google sind. Dasselbe gilt aber auch für interne Links. Daniel bespricht anhand des Fallbeispiels Ricardo.ch die Best Practicies der Verlinkung.

  • Was sind interne Links für Google?
  • Was ist „Link Juice“
  • Onpage SEO einen Schritt weiter denken als , meta description und Content.
  • Anzahl interne Links pro Seite. 100-150 wirklich best practice?
  • Bedeutung von Homepage Links.
  • Platzierung der Links
  • Beispiel Tag-Clouds
  • Footer Links / Über Uns Seiten
  • Internes Nofollow => sinnvoll
  • Korrekte Verwendung von Anchor Text
  • Internes Linking bei der Pagination

ONE Konferenz ist online und buchbar

von Reto Hartinger

Die ONE Konferenz mehr Speaker als manche Konferenz Teilnehmer – 97 an der Zahl. Die Themen sind breit gefächert in 22 verschiedenen Tracks untergebracht. Mitglieder des Internet Briefings haben wieder eine Vergünstigung, statt CHF 295 für einen 3-4 stündigen Track, bezahlen sie nur CHR 220.

Ich selber bin natürlich begeistert vom Programm. Jetzt bin ich auf Deine Mithilfe angewiesen. Blogge, twittere, verlinke und empfehle die Konferenz weiter und melde Dich an. Als Mitglied darfst Du unbegrenzt viele Deiner Kontakte zu Mitgliederkonditionen einladen, sie müssen bei der Anmeldung einfach Deinen Namen angeben.

Verwende diesen Link: http://www.one-schweiz.ch/konferenz/

Du kannst die Programmübersicht auch auf Deiner Website einbinden. Maile mir einfach an insider@vtx.ch

Schlägt Microsoft Windows 8 das Apple User-Interface?

von Reto Hartinger

Apple ist der Inbegriff von Einfachheit und Microsoft jener von Behäbigkeit. Das Apple User-Interface ist elegant und einfach.Stimmt. Mit Windows 8 könnte sich das ändern. Schon seit Jahren prangere ich an, dass sich die User-Interface-Metapher eines Schreibtisches mit Werkzeugen und Dokumenten überholt hat und plädiere dafür, Projekte und Menschen in den Vordergrund zu stellen. Das macht zwar Windows 8 auch nicht, aber es erfüllt einen neuen Design-Ansatz: Mobile First. Wer heute eine Website baut, sollte eigentlich zuerst die Mobile Site bauen. Diese ist dann die Grundlage für die Website, weil man sich beim kleinen Mobile Bildschirm bei jeder Aktion aufs Wesentliche konzentrieren muss. Das gibt ein einfaches, fluides Benutzererlebnis und zudem kann am Handy Erlerntes übernommen werden. Nicht ganz unerheblich da es mehr Mobile-Telefone gibt als PCs und das Tablets bald beliebter sein könnte als Notebooks.Damit hätte einzig Microsoft eine durchgehend einheitliche User Experience auf allen Produkten. Die Windows Mobile Oberfläche ist auch durchdachter als die des iOS. Reicht es für Apple einfach Elemente des iOS ins MacOS zu übertragen? Apple und Microsoft haben ihre liebe Mühe mit ihren Social Media Projekten, dabei hätten genau sie die Besten Chancen. Hier der Tipp: Einfach die Personen-Beziehung auf Folders und Dokumente anwenden und zwar radikal. Eine Sicht auf Inhalte via Personen ermöglichen.Menschen und ihre Beziehungen gehören ins Betriebssystem! Google bringts auch nicht auf die Reihe – die haben auch zwei Betriebssysteme: Android und Chrome. Aber wenigstens haben sie mit Google+ die Personenmetapher begriffen und sie verlangen nun für alle ihre Produkte ein Google Profil. Wo sie dieses noch nicht haben, setzen sie die Daten einfach zu einem möglichst umfassenden Profil zusammen. Google kann also via Profil allen Dokumenten und den Betriebssystemen die Personenmetapher zuweisen. Bei Google existiert die Grundlage Filesystem und Filehierarchie nicht. Files werden nicht gebrowst sondern gesucht (auch nicht über alle Zweifel erhaben) und deshalb brauchen sie keine rigide Struktur. So lautet meine Frage: ist Apple in der Lage ein Paradigmawechsel vorzunehmen? Kann Apple eine neue Vision entwickeln? Zentraler Punkt bei Apple ist zurzeit iTunes. iTunes ist das Bindeglied des Geschäftsmodells über alle Produkte und nicht das Betriebssystem.

Referate an der ONE Konferenz

von Reto Hartinger

Es soll mich einer, nein lieber eine ganze Horde, zurückhalten. Die ONE Konferenz, vom 9. und 10. Mai 2012, ist auf gutem Wege und ich bin so dermassen von den Referatseingaben besoffen, dass ich zusätzlich am 1. Tag Abendtracks von 16.15-19.15 eingeführt habe. Zum Beispiel zum Thema Intranet, das wir gar nicht im Programm hatten. Aber was soll ich machen, wenn die besten Referenten gute Themenvorschläge machen? Für einige Themen reichen die 3 Stunden nicht aus, um all die guten Referate unterzubringen. So werde ich wahrscheinlich diese in den Sessions der Abendtrack unterbringen. Das Programm wird sich also demnächst nochmals erweitern. Hier siehst Du wie sich das Porgramm entwickelt

Zu den Firmen die gleich mehrere Referatsvorschläge eingereicht haben, gehören (Auszug, nicht vollständig) zum Beispiel:

Blogwerk, Crealogix, Edorex, Infocentric Research, INM, Microsoft, Namics, Netcetera, PriceWaterhouseCoopers, SAS Institute, Unic, Zeix

Möchtest auch Du in diesem Umfeld vortragen? Traust Du Dir zu, einen Vortrag vor einem fachkundigen Publikum zu halten? Kannst Du Deine Erkenntnisse anhand von konkreten Fallbeispielen mit Zahlen oder Fakten aus Studienresultaten belegen? Bergen Deine Erkenntinisse  Überraschendes und kannst DuHandlungsanweisungen geben, welche die Zuhörer am nächsten Tag in ihren Projekten umsetzen können? Dann wäre ich interessiert, wenn auch Du einen Referatsvorschlag einreichen würdest. Aber beeilde Dich, die verfügbaren Slots pro Thema schliessen sich.

Schau Dir das Konferenz-Programm an und sag mir was Du davon hälst

Die ONE Konferenz

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Patentstreit zwischen Apple und Samsung nützt beiden

von Reto Hartinger

Ein unglaublich der Krieg den Apple und Samsung gegeneinander führen. Apple will verhindern, dass Samsung seine Tablets und Smartphones verkaufen darf, Samsung tut dasselbe. Das kostet ein Haufen Geld und ist schlecht für’s Image. Denkste. Samsung wirbt mit dem Slogen “Das ist das Tablet das Apple verhindern wollte”. Ein Steilpass für Samsung. Damit positioniert sich Samsung als “die” iPhone Alternative. Wer kein iPhone oder iPad will, hat ein besseres Produkt wenn er Samsung wählt. Im letzten Quartal sollen 42 % mehr Smartphones verkauft werden, trotzdem geben HTC und RIM eine Warnung über schlechte Weihnachts-Verkaufszahlen heraus. Nokias neues Windows Smartphone Lumina verkauft sich mit 800 000 statt 2 Mio Stück weit schlechter als erwartet. Ein Fiasko für Microsoft und Nokia bahnt sich an. Insgesamt sollen Nokias Verkäufe um 31 % auf 19 Mio zurückfallen. Gewinner sind Apple und Samsung. Das iPhone 4S soll sich sehr gut verkaufen, in England stärker als alle Android Smartphones zusammen. Es zeichnet sich ein Zweikampf Apple Samsung ab, der Rest wird zu Statisten degradiert. Aufholen werden auch ZTE und Huawei die Smartphones für 40 Dollar anbieten. Bei den Tablets soll Amazon nicht nur respektable Verkaufszahlen hingelegt haben, das Fire soll sich in kürzester Zeit über 1 Mio mal verkauft haben. Genau Zahlen gibt Amazon nicht bekannt. Ich bin gespannt auf die definitiven Zahlen. Glaubt man nicht den Analysten oder den Marktforschern sondern der Börse, müsste Apple deutlich weniger verdienen als vor einem Jahr. Zurzeit steht das Kurs/Gewinn-Verhältniss bei rekordtiefen 14. Ein Wert welcher sogar konservative Titel übertreffen. Vor einem Jahr lag er noch doppelt so hoch. Apple ist zurzeit extrem unterbewertet.

OnE: Messe, Konferenz und Beratungshilfe

von Reto Hartinger

Eigentlich braucht es ja gar keine Messe. Man kann sich schneller und jederzeit im Internet informieren, möchte man den persönlichen Kontakt, kommen die Anbieter auch gerne zu einem Beratungsgespräch. Es ist auch noch keine Agentur konkurs gegangen, weil sie nicht an einer Messe auftrat. Wieso berichtet die Presse, dass der Hartinger mit seinem Internet Briefing ein so veraltetes Vehikel mitorganisiert?

Sicht der Besucher

Evaluation hat mit Wissen und Spüren etwas zu tun. Man muss sich Wissen aneignen um richtig evaluieren und entscheiden zu können. Dazu sind Referate geeignet. Man kann von den Best Practices Anderer profitieren und Fehler vermeiden. Das ist bares Geld wert. Ist man inspiriert, möchte man auch die möglichen Angebote und Anbieter sowie Umsetzer kennen lernen. Das gehört zum Spüren. Man möchte spüren, ob der potenzielle Partner zu einem passt. Und man kann erste Abklärungen vornehmen ohne sich outen zu müssen.

Sicht der Aussteller

Ich habe Messen als Besucher gehasst, aber als Aussteller geliebt. Da kommt doch tatsächlich ein potenzieller Kunde als Bittsteller. Ich muss nicht die Klinke bei ihm putzen, er kommt mit einem Anliegen zu mir. Eine tolle Situation, die man ausnützen sollte. Jetzt habe ich den Wohlfühlgrad in der Hand. Ich habe es in der Hand wie willkommen und aufgehoben sich der Kunde fühlt. Bei einem Beratungsgespräch beim Kunden bestimmt dieser wie stark er den Berater an sich ran lässt. Kommt er zu mir, bestimme ich die Inszenierung, ich kann ihn beraten, bewirten und pflegen. Das kann ich mit Neukunden und mit bestehenden Kunden machen. Aber damit nicht genug. Ich kann im Vorfeld der Messe alle Kunden anschreiben, kann ihnen Anreize geben oder wichtiges Mitteilen ohne dass es Spam ist. Das war auch ein wichtiger Punkt für mich. Ich erhöhe die Anzahl Touchpoints und wenn ich es richtig mache, finde ich heraus wer gerade an welchem Thema dran ist. Unbezahlbar.

Der Erfolg eines Messeauftrittes hängt als vor allem mit der Vorbereitung und wie ich die Kundenbeziehung konzipiere. Wie ich diese Kommunikation inszeniere. Ich helfe Dir gerne mit Tipps.

Die Konferenz

Mit der Konferenz bestimmen wir weitgehend, für welche Themen wir auf welchem Level Besucher anlocken. Auch wenn diese dann nur die Messe besuchen. Die Konferenzthemen, deren Gehalt und Nutzwert bestimmt, was wir von einem Messebesuch erwarten können. Wir müssen also die bestmöglichen Referate anbieten. Dann hat nicht nur der Kongress Erfolg, sondern auch die Messe. Es geht also nicht darum, Messeaussteller ihre Prospekte vorlesen zu lassen, sondern es geht um Nutzwert für Internet-Entscheider. Dafür stehe ich ein. Hier bist Du nochmals gefordert, hast Du einen guten Referatsvorschlag? Fülle das Formular Call for Speakers aus

Die Sicht der Macher

Zum Messeerfolg braucht es auch ein Messeteam das etwas vom Inhalt versteht. Michael von Babo hat immer gute Messen gemacht, weil er die Themen gelebt hat. Ich glaube hier ist es wieder der Fall. Ich verstehe ja einiges vom Internet, aber von E-Commerce versteht Thomas Lang von Carpathia einiges mehr. Er hat die nötigen Kontakte und Wissen um den E-Commerce Bereich inhaltlich bestens zu füllen und die Macher von Blogwerk verstehen Bogging, Medienproduktion und Social Media und dann sollten sich auch die Mitglieder des Internet Briefings einbringen. Wer möchte seinen Bereich einbringen? Zum Beispiel Mobile, Webentwicklung, Outsorcing, Cloud Services, Online Marketing oder Security? Themen gibt es noch genug zu besetzen. Jetzt seid ihr dran. Mach mit bei der OnE, als Mitorganisator, als Aussteller, als Referent oder als Besucher am 9. und 10. Mai in der Messe Zürich.

Kongress

Es wird 2 – 4 Slots gleichzeitig geben. Jeweils von 08.45-12.00 und von 13.00-15.45. Themenblöcke von 3 Stunden mit 3 – 4 Referenten.

Internet Briefing Developer Konferenz

von Reto Hartinger

Jedes Jahr mache ich eine Entwickler Konferenz mit den brennensten Themen und besten Referenten. Da hoffe ich, dass ich es diesmal auch getroffen habe. Mein Augenmerk ist dabei, dass man zum Teil Techniken lernt – wie z.B. den Code in ganz kleine Stücke zu teilen die miteinander sprechen (das müssen heute alle drauf haben die Programme in der Cloud stellen wollen) , neue Best Practicies wie z.B. Wie man robuste Web-Applikationen bauen oder Erfahrungberichte wie z.B. HTML5, da wird ja meist nur berichtet ob es ready ist oder nicht – bei uns, welche Erfahrung damit gemacht wurden. Dann soll es aber auch Referate haben die dich inspirieren sollen wie z.B.  Tracking und Personalisierung, 3D oder Faceted Navigation. Schau in das Programm hinein, melde dich an und vor allem – sage es in deinem Umfeld weiter. Vielleicht bist du nicht Techie, aber ein Problem im Programm ist bei euchauf der Agenda, dann sende den Techie in die Konferenz, es wird dir viel Kosten sparen. Es gibt nichts Günstigeres als von den Besten zu lernen.

Developer Konferenz
Falcone Konferenzzentrum Zürich
8.12.2011  08.30-17.30

08.00-08.20 Registrierung und Networking
08.20-09.15 Mobile Developement – fight the fragmentation
Christoph Ebert & Tobias Ebnöther, Liip
09.15-10.15 Architektur der kleinen Bausteine & Wie baue ich eine komplette Anwendung im Browser
Jens-Christian Fischer , CEO, invisible
10.15-10.45 Robuste Web-Applikationen bauen
Patrice Neff, CTO, memonic.com
10.45-11.00 Pause
11.00-11.10 NoSQL für MySQL
Oliver Sennhauser, Senior MySQL Consultant, FromDual
11.10-12.10 CMS Integration: CMS vendors vs. application developers
Corsin Decurtins, netcetera
12.10-12.10 A/B Testing
Reto Lämmler & Paul Sevinç, CTO, Doodle AG
12.10-13.10 Mittagessen
14.00-14.40 HTML5 und CSS3 – die nächste Stufe der Webentwicklung ist gezündet
Reto Aebersold, Leiter Entwicklung, Atizo AG
14.40-15.20 Clientseitiges Last- und Performancetesting Jürg Stuker, CEO, namics
15.20-15.35 Pause
15.35-16.20 Tracking und Personalisierung
Michael Wechner, Wyona Research and Development, Member at Apache Software Foundation
16.20-16.55 3D: Einführung in WebGL
Jonas Wagner, Local.ch
16.55-17.10 Faceted Search: Websites mit Guided Navigation
Walter Schärer, Jobup AG

Alle Abstracts und Anmeldung hier

Googles Erfolgsstory in Gefahr

von Reto Hartinger

Google hat wieder ein blendendes Resultat erzielt und überrascht die Wall Steet positiv. Google kann wieder mehr Werbeeinnahmen machen. Diesmal verhilft Google die vormals verpönte Display-Werbung zu mehr Umsatz und auch Mobile Adertising kommt immer mehr in Schwung.  Google ist in einer beneidenswerten Position. Nein nicht wegen des Marktanteils, sondern weil Google bei jeder Aenderung vorher feststellen kann, ob sich diese positiv auf ihr Geschäfts auswirkt. Jede Aenderung wird zuerst bei einigen 1000 Usern ausprobiert und erst wenn feststeht, dass das Business davon profitiert, wird die Aenderung auf alle User übertragen.

Trotzdem, der Aktienkurs hat sich in den letzen Jahren schlecht entwickelt. Vor 5 Jahren wies Google ein P/E Ration von 40 auf, jetzt nur noch 20. Das heisst, die Aktionäre glauben axhon lange nicht mehr an eine Wachstumsgeschichte. Es bleibt eine One Product Company. Google steigerte seinen Kurs sogar weniger als Microsoft!  Apple macht in der gleichen Periode einen 4x grösseren Kurssprung. Es könnte für Google noch schlechter kommen.

Aus für Google-Suche im Mobile-Web

Mobile macht immer mehr des Internet Traffics aus und der ist in der Hand von Apples iOS. Gemäss ComScore machen iPod Touch, iPhone und iPad 97,2 % des Webtraffics in den USA aus. Das war bis anhin kein Problem, weil iOS User Google zur Suche benutzt haben. Mit dem iOS 5 und dem Personal Assistent Siri bekommt der iUser Google und dessen Werbeeinblendung nicht mehr zu Gesicht. Die Eingabe und Resultatausgabe erfolgt via Sprache. Siri interpretiert die Frage, sucht dann bei Google, Bing, Widipedia, Wolfram Alpha & Co und spricht das Resultat. OK, Siri kann nicht alle Fragen beantworten, aber immer mehr.

Siri erinnert mich an Knowledge Navigator, eine Apple Vision aus dem Jahre 1987 – also kurz nachdem Erscheinen des Macintosh. (zum Video des Knowledge Navigators). Damals gab es das Web noch nicht! Schön zu sehen, dass eine Vision sich so lange halten konnte und Steve seine Verwirklichung noch erleben durfte. Und so sieht das heute mit Siri aus (zum Video von Siri)

Mobile Werbung – Google hängt Apple ab

Googles Mobile Business macht pro Jahr 2,5 Mia Umsatz. Es steigert sich mit dem steigenden Anteil von Smartphones am gesamten Handymarkt.  Google geht davon aus, dass Mobile-Werbung im nächsten Jahr Displaywerbung überhohlt. Apples iAd Werbung konnte sich nicht durchsetzen. Sogar auf dem iOS ist Googles AdMob erfolgreicher. Es ist möglich, dass Apple iAd einstellt. Ein Teil des Oekosystems ginge verloren. Google wird diesen Markt beherrschen, es gibt keine ernstzunehmende Konkurrenz. Google wir also weiterhin von der wachsenden Mobile Nutzung profitieren. Sogar dann wenn Android Marktanteile verlieren sollte.

Der Motorolakauf schwächt Android

Mit dem Kauf von Montorala hat sich Google zwei Möglichkeiten erworben. Man könnte zum Hardwarehersteller werden, der, ganz wie Apple, die ganze Wertschöpfungskette beherrscht und damit bessere Produkte macht. Ganz wie Apple? Nicht ganz, denn Apple macht auch noch das Chipdesign. Google hat zwar auch ein Chipdesignteam aufgebaut, aber es ist zahlenmässig doch relativ klein. Als zweites Goodie verfügt Motorola über ein beeindruckendes Patenportefolio. So die Theorie.

Die Praxis könnte so aussehen. Apple ist bereits in einem Rechtsstreit mit Motorola verwickelt. Gewinnt Apple, ist das teuer gekaufte Patentarsenal nullkommanichts wert. Pech. Gewinnt Motorla, greift Apple die  Handyhersteller die Android benutzen weiterhin einzeln an, beim Design. Samsung hat kürzlich herbe Dämpfer einstecken müssen. So hat bis jetzt noch kein Gericht den Verkauf des iPhones verhindert, zudem hat Samsung in einigen Prozessen bereits verloren. Es erscheint immer wahrscheinlicher, dass das Verkaufsverbot einiger Samsungs Phones und Pads auf ganz Europa ausgedehnt wird.

Microsofts Gegenoffensive

Die Android-Allianz scheint Google nicht über den Weg zu trauen und setzt wieder, wenn auch zaghaft, auf eigene Betriebsysteme und auf Microsoft. Noch diesen Monat kommt endlich Nokia mit seinem ersten Windows Phone 7 getriebenen Handy auf den Markt. Auch Samsung lanciert WP7 Devices. Alle drei Firmen werden einen spektakulären Werbeauftritt hinlegen. Microsoft zahlt Nokia und Samsung 44 Mio Dollar an ihre Werbekosten. Man wird überall von WP7 sprechen, hören, sehen und riechen. Apple wird im grossen Stil mit Siri werben. In diesem Umfeld gibt es kaum Platz für Android, sich abzuheben.

Kein Durchbruch für Android auf Tablets

Bis jetzt hat sich noch kein Tablet am Markt durchsetzen können. Man traut dies am ehesten dem Amazon Kindle Fire zu. Das basiert zwar auf Android, hat aber eine ganz eigene Benutzerführung, eine eigene Suchmaschine und ein eigenes Oekosystem. Google profitiert in keiner Weise davon. Ein Beispiel das Schule machen könnte. So oder so, Android ist mit dem Kauf von Motorla nicht gestärkt, eher geschwächt worden.

Chrome als Wachstumstreiber

Googles Browser Chrome gewinnt immer mehr Marktanteile. Es ist eine Frage der Zeit, dass Chrome zur Nummer 2 wird. Im Schatten des Chrome Browsers lauert das Chrome Betriebssystem. ChromeBooks können eine eventuelle Schwäche von Android wieder ausbügeln. ChromeBooks können viel günstiger produziert werden als Intel basierende Ultrabooks oder Apples MacBook Air. Chromebooks könnten den Platz einnehmen den die Netbooks hinterlassen haben. Bis jetzt gibt es aber noch keine wirklich ansprechenden Hardwarekonzepte.

Kauft Google die PC-Sparte von HP?

Will Google endgültig auf den Pfaden von Apple gehen, so schnallt es sich die PC-Sparte von HP an. Damit würde Google dem ChromeBook Konzept den nötigen Schub geben. Google könnte HP/Motorola fusionieren und viel günstiger betreiben. Nur, gleich zwei solche Kolosse wären kaum beherrschbar. Google wird schon Mühe haben Motorola auf Google Spirit zu trimmen, geschweige denn HP, deren Business auf Micosoft-Produkten basiert. Mit Eric Schmidt verfügt Google über einen Manager der ein fusioniertes HP/Motorola Gebilde führen könnte. Eric Schmidt ist unterbelastet. Nur schon deshalb wird das Google Management mit diesem Gedanken spielen. Larry Page ist ein Mann der Risiken eingeht, grosse Risiken so sie Sinn machen. Man stelle sich vor, auf jedem HP PC der Zugang zu Googles Clouddienste, der Chromebrowser, Picasa, Desktop und Toolbar vorinstalliert. Docs würde Microsoft Office ernsthaft konkurrenzieren, Google Mail, Voice & Co  würden durchstarten. Das wäre ein empfindlicher Schlag gegen Microsoft.

Google verfügt über 43 Milliarden Cash. Ein HP Kauf könnte auch mit Cash und Aktien finanziert werden. Google führt sicher Kaufgespräche, selbst wenn sie das Ding nicht kaufen, so würden sie dem HP Management wenigstens die ChromeOS und ChromeBook Idee näher bringen und einen tiefen Einblick in die Funktionsweise der Microsoft-Welt geben.

Für HP wäre es nicht uninteressant, eine Beteiligung an Google zu halten. HP weiss, dass Google ihre PC-Sparte besser führen kann als sie selber. Es würde zu einem Massiven Stellenabbau kommen. Aber es könnte der erste Post-PC-Gigant entstehen. Wer schwieriger zu überzeugen wäre, sind die Google-Aktienäre. Ein solcher Deal würde die Gewinnmarge beträchtlich schmälern (obwohl Apple eine Marge einfährt die sich mit Software vergleichen lässt). Google müsste beweisen, dass es Winner-Hardware bauen kann: Smartphones, Tablets, Chromebooks, Notebooks, Desktops, Drucker …

Die Wettbewerbsbehörde würde den Deal durchwinken. Google würde nicht Marktbeherrschend.

Steckt Android in der Krise?

von Reto Hartinger

Was für eine komische Frage. Da eilt Android von Rekord zu Rekord und mit dem Kauf von Motorola hat Google auch das leidigliche Lizenzproblem gelöst. Werfen wir einen zweiten Blick auf die Situation. Das Lizenzproblem ist alles andere als gelöst. Von den Handyherstellern bezahlen neuerdings alle eine Lizenz von mindestens 5 Dollar. Nachdem auch Samsung eingewilligt hat, ist nur noch Motorola übrig geblieben und Apple und Oracle stehen mit aufgehaltener Hand ebenfalls in der Reihe der Mitesser. Seit der (noch nicht bewilligten bzw. vollzogenen) Motorola Übernahme, findet eine Absetzbewegung von Android statt. Todgesagte Tablet und Smartphone Betriebssysteme werden plötzlich wieder interessant. Amazon hat für sein Tablet Fire zwar Android benutzt, aber eine ganz eigene Oberfläche, den eigenen Internet Browser und sein eigenes Ökosystem darübergestülpt. Von Android ist nichts zu sehen. Jetzt soll Amazon sogar an HPs WebOS interessiert sein. Das halte ich für sehr kostspielig. Käme es tatsächlich zum Kauf, würde es zeigen wie stark die Branche heute Android misstraut. Kommt es zu guter Letzt gar nicht zur Motorola Übernahme, wäre das Desaster komplett.

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