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Der Unterschied zwischen Apple und Google

von Reto Hartinger

Heute haben sich die Börsenkurse von Apple  und Google angeglichen. Dabei war der Googlekurs früher einiges höher als jener von Apple, jetzt liegt Apple vorne.  Google hat ganze 1,5 Produkte in seinem Arsenal. Die Suchmaschine mit Adwords und Android mit Onlinewerbung Admob. Richtig Kohle verdient Google mit Adwords auf der Suchmaschine. Die anderen Dienste werfen nur Brosamen ab. Schon besser ist die Onlinewerbung Adsense auf fremden Sites. Google schafft es auch nicht weitere Plattformen zu etablieren, die richtig gutes Geld verdienen. Android macht eigentlich auch kein Geld. So verdient Google mit Mobile-Werbung auf der Apple Plattform iOS mehr als auf Android, obwohl das Android Betriebssystem viel stärker verbreitet ist als das iOS. Für Google ist es schlicht nicht möglich, ein weiteres Produkt hinzuzufügen, das mit Adwords oder der Suchmaschine einigermassen mithalten könnte. Zudem nehmen die Kosten um Traffic auf die Google Suche zu lenken (Mozilla, Telcos und OEMs) immer mehr zu (6,4 % im letzten Quartal). Damit Androide nicht zum Flopp wird, musste Google Motorla kaufen, der Patente wegen. Nun hat Google einen Klotz am Bein das zur Gewinnbremse oder zum Strategiedesaster mutiert. Google muss Motorola stärker und damit gewinnbringend machen, sonst ist Motorola ein Geldvernichter. Je stärker Motorola bevorzugt wird, desto mehr Probleme bekommt Google mit seinen Android-Partnern. Ein Balanceakt mit einem oder mehreren Verlierern.

Apple kann mit jeder neuen Produktelancierung einen Multimilliarden-Markt mit satten Margen öffnen. Einige Analysten gehen davon aus, dass Apple demnächst mehr iPads als iPhones verkaufen wird. Die Begründung: Die Firmen steigen viel schneller auf den iPad-Zug auf, als sie das mit dem iPhone und iPhone tun bzw getan haben. Auf fast allen Produkten (ausser dem iPod) hat Apple weiteres Wachstumspotenzial. Nennt Apple den iPad Mini iPod, kann das iPod Segment sogar wachsen. Sogar die Macs können weiter wachsen und wenn das iPhone in China richtig lanciert wird, dann geht auch dort wieder die Post ab. Apple hat in China ein grosses Potenzial. Man kann heute bereits das iPhone 5 zu einem fixen Preis bestellen, obwohl es keine Specs zum Gerät gibt.

Jedes weitere Produkt das Apple hinzufügt stärkt sein Ökosystem. Auch ein Apple Fernsehgerät, das nun endlich diesen Herbst kommen soll, bedient das das Ökosystem das aus Software, Services und weiterer Hardware besteht. Es kommt alles aus einem Guss.Wovor Apple nicht gefeit ist, ist ein Produkteflopp. Schlägt der iPanel oder iTV nicht ein, könnte das einen riesigen Abschreiber mit sich bringen und die Appleaktie ins Jammertal reissen.Die mussten die Firmen die auf GoogleTV gesetzt haben schmerzlich erfahren. Wie gross ist diese Gefahr? Schon längst hätte Apple einen Fernseher lancieren können. Er hätte sich auch leidlich oder gar gut verkauft. Apple bringt aber erst ein Produkt in einen neuen Markt, wenn Apple den Markt wirklich verändern kann. Tim Cook hat kürzlich wieder Film- und Fernsehrechteinhaber getroffen. Der Knackpunkt ist und bleibt das inhaltliche Angebot. Apple weiss, dass es die beste Hardware bringen kann, ohne ein grundlegendes neues Modell beim Inhalteangebot bleibt iTV nur ein nettes Stück Hardware das kopiert werden kann. Mit der Hardware braucht es ein Ökosystem-Innovation. Dann wird aus dem Hobby ein Business das genauso gross oder grösser sein kann als das iPhone.

Aber fehlt da nicht Microsoft in der ganzen Betrachtung? Ich diskutiere das gar nicht mehr. Ich zitiere mal nur Microsoft selber

Windows 8 covers all the computing needs of users

We believe Apple has it wrong

Apple makes great hardware but the point of view, the tablet and PC being different is completely incorrect

Windows 8 is the new era for PC plus, which combines all the devices users need to accomplish all the things they want in a single push of a button

Apple sagt: Microsoft’s Windows 8 is poorly conceived. You can converge a toaster and a refrigerator, but  those things are probably not going to be pleasing to the user.

Die letzen Jahre lag Microsoft immer falsch und Apple immer richtig.

Update Google Zahlen

Google hat gegenüber dem Vorjahr 11 % mehr Gewinn gemacht. Motorola drückt das Jahresergebnis um 233 Millionen Dollar, steigert aber Googles Umsatz um 25 %. Sollte das nicht ändern, gewärtigt Google in den nächsten Jahren eine gewaltige Wertberichtigung auf der Motorola Position. Microsoft hat dieses Quartal aus diesem Grunde erstmals einen Quartalsverlust hinnehmen müssen.

Update Apple Zahlen

Apple hat zwar den Gewinn doppelt so stark gesteigert wie Google, aber Wallstreet dennoch enttäuscht mit kleineren Verkäufen des iPhones (+ 28%) und iPads (+84 %), die Marge stieg von 41,7 auf  42,8 Prozent. So gut die Zahlen tönen, sie sind zwar im Vergleich zur Vorjahresperiode höher, zum letzten Quartal aber tiefer. Das iPhone trägt 60 % zu den Gesamtzahlen bei. So gesehen ist Apple auch stark von einem Produkt abhängig. Das iPad hat im letzten Quartal Marktanteile gewonnen. Um die Börse zu überzeugen braucht Apple dringend den iTV bzw. den iPanel.

Der Aktienkurs von Google steigt, jener von Apple fällt. Ich bleibe bei meiner Analyse, Google ist mit einem P/E von 18 gegenüber von 14 von Apple überbewertet. Zudem sitzt Apple noch auf riesigen Barreserven. Und wie früher erwähnt, bringt eine Ausschüttung einer Dividende dem Apple  (2,65 Dollar je Aktie) dem Aktienkurs gar nix. Meine Prognose: Ende Jahr wird der Applekurs den von Google uneinholbar abgehängt haben.

Facebookwerbung aufgrund benutzter Apps

von Reto Hartinger

Jetzt ist Facebook alle drei Monate unter Erfolgszwang. Die Börse hat den Highflyer schon mächtig die Flügel gestutzt. Facebook muss mit guten Zahlen überzeugen, sonst droht das Börsendesaster zur Endlosschleife zu mutieren. Es müssen schnell neue Ideen her, um mehr Umsatz zu generieren. Mit Google Connect verfügt Facebook über ein weiteres ideales Spionage-Tool um die Interessen der User herauszufinden. Verknüpft man das Wissen von Facebook (Soziodemografische Daten) mit den angesteuerten Websites und Apps, können Facebook-Kunden noch gezielter werben. Nur genau das stösst den meisten Usern die sich via Facebook Connect auf Webseiten einloggen sauer auf. Ob in jedem Land auch der Datenschützer wegschaut, ist auch zu bezweifeln, denn Facebook trackt auch was die User auf diesen Seiten so treiben (z.B. welche Bücher sie auf Amazon kaufen)

Facebook wird diese Möglichkeit vorerst nur für Werbung für Mobile Apps einsetzen. Bezahlt wird pro heruntergeladene App statt pro Klick oder View.

Internet Briefings im Juli und September

von Reto Hartinger

Nächsten Dienstag und Mittwoch sind wieder Internet Briefing und ich hoffe, Du hast Dich bereits angemeldet zu:

3.7.2012 11.30-14.00
Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, Zürich


3.7.2012 17.30-20.00
Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, Zürich
Mehr Infos und Anmeldung: http://internet-briefing.ch/adsem

Wie macht man aus einer klassischen Werbekampagne eine crossmediale
4.7.2012 17.30-20.00
Berner Fachhochschule Wirtschaft Morgartenstrasse 2c 3000 Bern 22
Mehr Infos: http://internet-briefing.ch/werbe
Sehr spannende Briefings finden auch im September statt, melde Dich doch bereits an:
HolidayCheck: Wie manage ich eine Community
4.9.2012 17.30-20.00
Falcone Konferenzsall, Birmensdorferstrasse 155, Zürich
Mehr Infos: http://internet-briefing.ch/HolidayCheck

3D Printing: Die nächste Revoltution?
04.09.2012 11.30-14.00
Falcone Konferenzsall, Birmensdorferstrasse 155, Zürich
Mehr Infos: http://internet-briefing.ch/3dprinting

Google+ für Firmen: Was bringts? – Best Practicies
05.09.2012 17.30-20.00
Berner Fachhochschule Wirtschaft Morgartenstrasse 2c 3000 Bern 22
Mehr Infos: http://internet-briefing.ch/googleplus

Im August finden keine Briefings statt.

Windows 8 Tablett Surface bricht einige Tabus, es braucht aber mehr

von Reto Hartinger

Das erste Surface wurde in der Schweiz erstmals am Internet Briefing durch Steve Balmer vorgestellt. Damals noch so gross wie ein Tisch und mit Videokameras statt touchsensiblem Screen. Der Tisch hat sich nicht durchgesetzt. Apple hat mit seinem iPad einen unerwarteten Hit gelandet, der Vorsprung ist riesig. Satte 3 Jahre. Bereits zwei Mal hat Microsoft versucht ein Betriebssystem zu entwickeln, welches das iOS in die Schranken weist. Vergeblich. Es ging immer weiter bergab. Windows Mobile dümpelt um 2 % Marktanteil. Mit Windows 8 Mobile könnte es gelingen. Dazu muss Microsoft aber einige Tabus brechen. Die Allianz Microsoft/Intel war heilig. Sie ist gestorben. Das Windows Consumer Tablet Surface kommt mit einem ARM Prozessor. Nur das Pro Modell basiert auf einem Intel-Chip. Noch schwerwiegender ist der Bruch mit 100ten von Hardware-Partnern. Früher machte Microsoft die Entwicklungswerkzeuge und das Betriebssystem, Intel die Chips oder das Motherboard und eine Vielzahl von Hardwareherstellern bastelten daraus eigene Produkte. Das ging so lange gut, bis das iPad signifikant in das PC-Geschäft eindrang. Viele kauften statt eines Notebooks ein Talbet und darauf lief weder ein Intel-Chip noch das Windows Betriebssystem. Zum grossen Aerger hat Apple auch noch ein neues Notebook-Design zu einem sensationell günstigen Preis hingekriegt, das breite Akzeptant erlangte. Intel und Microsoft droht das Geschäft wegzubrechen. Mangels Innovation. Es stellte sich heraus, dass Intel um das MacBook Air zu konkurrenzieren mehr bauen musste als nur das Motherboard. Intel hat gleich das ganze Hardwarekonzept und den Preis für die Hardware bestimmt. Da ist kein Platz mehr für Innovation seitens der PC-Bauers. Um einen iPad Konkurrenten zu entwickeln war die Situation noch schwieriger. Unmöglich ein Gerät mit so langer Laufzeit mit einem Intel Chip.zu bauen Microsoft war gefordert, sein Betriebssystem auch auf ARM Chips lauffähig zu machen. Wenn der Betriebssystemlieferant nun Chip, Hardware und Betriebssystem neu konzipieren muss, wo bleibt da noch die Innovation von Partnern? Wie kann man ein Gerät zu einem vernünftigen Preis anbieten, wenn man noch mehrere Mitesser bedienen muss, die gar nix zur Entwicklung beigetragen haben? Gefertigt werden die Tabletts und PCs sowieso von spezialisierten Assemblierern in China. Was wiegt jetzt noch die PC Marke? Nix, denn bis jetzt haben sich diese alle eine wunde Nase mit mediokren und unverkaufbaren Tabletts geholt. Einzig Samsung kann einigermassen mithalten und Amazon (auch kein Hardwarehersteller). Microsoft wird die ersten Surfaces unter eigener Marke auf den Markt werfen. Ob das so bleiben wird, ist noch unklar. Die PC-Bauer glauben nicht daran.Jetzt haben also alle 3 Tablett-Betriebssystementwickler eine eigene Hardware. Es könnte sein, dass Google voll auf die Karte Motorola setzt und Microsoft sich Nokia einverleibt. Die PC-Welt wäre nicht mehr die selbe. Was hat die PC Sparte von HP  noch zu bieten? Was tragen Acer und Asus im Rennen um Marktanteile und Marge noch bei? Gibt es eine Welt mit 3 grossen Anbietern? Ist das Spiel von Asus, Acer und Co verbei? Apple ist längst eine Software und Inhalteanbieterin wie Google beide setzen nicht auf Software sondern auf Problemlösungen. Die beinhalten auch das Bezahlen, das Auffinden von Produkten in der Nähe und vieles mehr. Apple und Google machen keine Produkte, sie machen Services. Apple alles aus einer Hand mit einem unglaublichen Lockineffekt. Siri, welches ist das nächste Chinesische Restaurant (egal wo auf der Welt ich mich befinde) im Preisrahmen von 20 bis 30 Franken (es versteht sich, dass es von meinen Freunden und anderen Bewertet wurde). Siri zeigt es mir auf dem Device, zeigt mir wie ich am besten dorthin komme, sucht einen Gutschein und reserviert einen Tisch auf meine Anweisung. Nachher kann ich via Handy bezahlen und vielleicht bewerte ich das Restaurant noch. Das sind die Services die Apple und Google im Sinn haben. Je einfacher so etwas geht, desto mehr bin ich Sklave dieser Umgebung. Und Microsoft Office? Schnauze. Microsoft braucht unbedingt eine Reorganisation. So lange Microsoft Office ein solch grosses Gewicht im Organigram hat, solange wird Microsoft niemals solche Services hinkriegen. Vorschlag: Software, Services, Hardware. That’s it.

Für die Medienwelt wirds brutal

von Reto Hartinger

Jetzt üben wir schon mehr als 10 Jahre und es ist noch keine vernünftige Antwort auf den schleichenen Tod des Papiers in der Medienwelt herausgekommen. Haben das die Verlage überhaupt nötig? Sie melden Rekordgewinne. Ist die Chefetage bei dieser Ausgangslage überhaupt noch nervös genug, um radikale Veränderungen anzugehen? Der Kleinanzeigenmarkt war ein Schlachtfeld das viel Geld gekostet und praktisch nichts eingebracht hat. Es ist zu erwarten, dass dasselbe bei den durch Tablet und iTV ausgelösten Veränderungen der Medien wieder passieren wird. Welches Konzept auch immer – es wird um Geschwindigkeit und Interaktivität gehen. Aus Abonennten werden Communities. Verlage müssen lernen dass es keine Kundenbindung Medien zu Konsument mehr geben wird sondern eine Konsument zu Konsument auf der Plattform des bzw der Medien. Diese Community muss sich über alle Devices auf der Plattform austauschen können. Der Redakteur wird zum Dompteur – Joiz macht es vor. Das Medium an sich gibt es auch nicht mehr, das Medium generiert zur Marke das sich über verschiedene Kanäle an seine Community richtet. Radio, TV, Print, Internet verschmelzen zu einer einzigen Marke über Transportkanäle. Eine Zeitung wird auch am TV gelesen und enthält Videos und es ist fast nicht mehr zu unterscheiden ist das jetzt ein TV-Kanal oder Internet oder weiss Gott was. Zugegriffen wird via Handy, Tablet, PC und TV – ja und es gibt ein Abo für alles. Die Medium-Marke, nennen wir sie mal Blick,  wird 24 Stunden News haben – auf allen Kanälen. Sie werden irgendwann einfach als Print (gratis am Abend für alle, für Abonennten eine Version am Morgen, am Donnerstag als Magazin mit mehr Hintergründen und Community Beiträgen und eine Version am Sonntag) zusammengefasst und ebenso als Nachrichten-Sendung auf de TV. Jedes Ressort wird ständig auf allen Kanälen präsent sein. Man kann Beiträge immer ansehen – auch wenn sie vor zwei Monaten gemacht wurden. Das ergibt neue Berufsbilder:

Der Themen-Manager

Weil der Blick nicht mehr einfach ein Durchlauferhitzer ist, gibt es für jedes Ressort Themen-Manager. Diese stellen Dossiers zusammen die Bestand haben und jederzeit aus jedem Medium abgerufen werden können. Schalte ich den Fernseher ein und gehe ich auf den Blick Kanal – sehe ich sowas wie die Frontpage. Das heisst das was gerade live läuft und ich habe Menüpunkte zu anderen Ressorts. Es kann sein, dass diese auch gerade live etwas im Programm haben, sonst kommt eine Konserve oder zum Beispiel nur grade aktueller Text. Fernsehen heisst inskünftig nicht nur bewegte Bilder sehen. Der Themenmanager bereitet Dossier aus Video, Audio und Print so auf, dass immer etwas spannendes zu sehen ist. Zu allem was läuft kann man auch zu Dossiers springen, während oder nach der Sendung. Der Themenmanager gibt Journalisten den Auftrag kurz eine Stellungnahme von einem Spezialisten via Skype zu machen und speist dieses in die Kanäle ein.

Der Community Redaktor

Er lässt Versionen von guten Kommentaren aus dem Live-Chat oder Kommentarfeld (wie bei Blogs) in die verschiedenen Kanäle einfliessen. Er bereitet diese Kanalgerecht auf. So erscheinen Live-Statements von Zuschauern im TV oder im Donnerstag-Magazin kommen grössere Kommentare oder deren Zusammenfassungen kommen in die Print und Internet/Tablet Versionen. Er ist dafür zuständig, dass nichtssagende Kommentare keine Bedeutung erhalten. Überwacht die Likes und gibt Ranglisten aus und macht Umfragen, deren Resultat er den TV Moderatoren oder Themenmanagern weiter gibt. Der Community Manager ist auch besorgt, dass die Sozialen Medien mit Inhalten befeuert werden und so Traffic auf die einzelnen Themen locken.

Die Leser

Der Leser baut eine Bindung zur Marke auf. Blick begleitet ihn über den ganzen Tag. Er kann sich sein Medienkonsum und die Inhalte individualisieren. Das Medium Blick könnte stärker werden als ein TV-Sender oder eine Tageszeitung. Das Packet wird er abonnieren wollen oder Einzelteile daraus.

Der Webemarkt

Für den Werbemarkt heisst das, ganz ganz genau dort sein, wo das Publikum affin ist. Blöd, jetzt wird auch TV Werbung aufwändig zu buchen und es gibt plötzlich präzise Einschalt und Aktivitätsquoten. Es müssen auch für Auftraggeber Abos her. Key-Account-Manager können im besten Sinne des Werbeauftraggebers auf den verschiedenen Medien Werbung platzieren. Schliesslich entsteht laufend neuer Content, der Werbefläche beinhaltet. Er ist befugt verschiedene Werbemittel ohne Rücksprache mit dem Werbeauftraggeber austesten.

Das Geschäftsmodell

Einnahmequellen sind Abos über alle Kanäle und einzeln, Einzelverkäufe von Beiträgen (eventuell über alle Kanäle aber mit x Artikel, Video gratis – danach bezahlt), Werbung, Werbeadministration, Contentpartnerschaften. Richtig gemacht, könnten TVs in arge Schwierigkeiten geraten, gegen eine solche Marke Blick konkurrenzieren zu können. Wie dramatisch sich das Business-Modell in den USA verändert hat, zeigt diese Grafik.

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Realisierbar?

Alles viel zu teuer, alles viel zu weit in die Zukunft gedacht. Ich weiss. Aber wie lange werden die Verlage für solche Konzepte brauchen? Ich beschreibe die Medien 3.0. Wer Strategien will, die heute umsetzbar sind, der besucht:

09.05.2012 – 13.00 – 15.45 , Messe Zürich

Medien 2.0 – ONE Kongress

http://internet-briefing.ch/onemedien

13.00-13.40 Strategien der Verlage im digitalen Zeitalter
Dr. Marcus Garbe, Geschäftsführer, Transaction Consulting GmbH
13.40-14.30 Zwischen Retweet und Dislike: Herausforderungen für die neuen alten Medien
Jacqueline Badran, Geschäftsführerin Zeix AG Andrea Rosenbusch, Partner Zeix AG
14.30.15.20 Individuelle Tageszeitung: von der Projektidee zum Markttest
Roger Wernli, Head Innovation & Business Development, Previon
15.20-16.00 Round Table

Für Internet Briefing Mitglieder und Gäste Fr. 220.-, Nichtmitglieder Fr. 295.-

Anmeldung

Strategien der Verlage im digitalen Zeitalter
Dr. Marcus Garbe, Geschäftsführer, Transaction Consulting GmbH
Durch die fortschreitende Digitalisierung und der immer höheren Reichweite von Smartphones und Tablet-PCs sei – vergleichbar mit der Entwicklung in USA – ein großes Titelsterben zu erwarten.  
Die Generation der über 40-jährigen bleibt den Kernpublikationen der Verlage (insbesondere den Tageszeitungen) treu – und hinter dieser Lesergruppe verbirgt sich bei den meisten Tageszeitungen mehr als 80 Prozent der Auflage. Im Gegensatz dazu ist die Bindung der jungen Zielgruppen an die Printprodukte nicht gelungen. Die Hoffnung, dass die Jugend „später“ zu den Printprodukten findet, hat sich als Illusion erwiesen. Das Ertrags- problem einer „aussterbenden“ Leserschaft wird bei den Verlagen über Vertriebspreiserhöhungen kompensiert.
Bei den Anzeigenmärkten scheint die Lage leider noch hoffnungsloser: Die Print-Rubrikenmärkte sind weitestgehend verloren. Auch die nationalen Werbebudgets schrumpfen und wandern in Richtung Online-Media. Das größte Risiko für die Verlage liegt bei den Einzelhändlern, die verstärkt Alternativen zur Print-Anzeige testen. Dies liegt zum Einen an neuen digitalen Geschäftsmodellen (z.B. Couponing, Rabattaktionen), aber auch verstärkt an dem Aufbau von eigenen e-Commerce Plattformen, bei denen nun performanceorientierte Online Werbung geschaltet wird, um die Kunden auf die Portale zu locken und zum Kauf auf der Plattform zu bewegen. Marcus bespricht mögliche Lösungsansätze:

  • Kerngeschäft: „More of the same – digitally“
  • (Warum die Einführung von Paid Content so schwierig ist)
  • Hybride Geschäftsmodelle: „Less of the same – digitally “
  • (Medien und Live-Entertainment – eine spannende Kombination für Anzeigenkunden und Leser)
  • Neue Geschäftsmodelle: „Something really new – digitally“
  • (Warum nicht Betten vermieten oder Hundefutter verkaufen?)

Zwischen Retweet und Dislike: Herausforderungen für die neuen alten Medien
Jacqueline Badran, Geschäftsführerin Zeix AG Andrea Rosenbusch, Partner Zeix AG
Unser Informationsverhalten verändert sich rasant mit der explosiven Ausbreitung von Social Media und mobilen Lesegeräten. Wie aber verhalten sich junge Mediennutzer heute tatsächlich? Haben die klassischen Medienhäuser noch eine Chance bei ihnen? Und wie werden der Medienkonsum und die Medieninhalte in Zukunft aussehen? Antworten darauf geben die Referentinnen u.a. anhand einer qualitativen Studie, in der Zeix junge Leute über ihren Medienkonsum befragt hat.
Gestützt auf das Userverhalten wird erläutert, inwiefern klassische Medien in den Dialog eintreten und ihre Themenführerschaft bewahren können. Müssen sich Medienhäuser dazu zu IT- Unternehmen wandeln? Jacqueline und  Andrea bieten eine Auslegeordnung für Handlungsbedarf und – spielraum und zeigen auf, welche Konsequenzen die neuen Kanäle für die Inhalte, Datenhaltung und die Interfacegestaltung der klassischen Medien haben. Anhand konkreter Beispiele gewinnt das Publikum einen Eindruck von Trends und Best Practices. Der Vortrag richtet sich an Medienverantwortliche aller Branchen.

  • Die neuen Medienkonsumenten
  • Welche Strategievarianten stehen Medien offen?
  • Was bedeutet dies für die (Web-)Geschäftsmodelle?
  • Wodurch wird eine gute User Experience erreicht, wenn Medien die Kontrolle über die Kanäle abgeben (müssen)?

Individuelle Tageszeitung: von der Projektidee zum Markttest
Roger Wernli, Head Innovation & Business Development, Previon
Die Medienindustrie befindet sich in einer doppelten Krise. Zum einen in einer wirtschaftlichen, weil das klassische Businessmodell der Werbe- und Anzeigenfinanzierung wegbricht und zum andern in einer strukturellen Krise aufgrund des verändernden Mediennutzungsverhaltens.

Oft kann im klassischen Kerngeschäft keine ausreichende Wertschöpfung mehr generiert werden, was neue Geschäftsmodelle verlangt. Durch die rasante Entwicklung der Digitalisierung und dem Aufschwung von neuen Technologien entstehen neue Marktchancen und die Herausforderung diese neue Technik mit Bestehendem zu verknüpfen.

In diesem Referat werden die Rahmenbedingungen dieses Wandels aufgezeigt und die Beschaffung und Nutzung von Informationsquellen untersucht. Die grund­legenden Eigenschaften von personalisierbaren Mediensystemen werden aufgezeigt.

Es werden Aspekte betrachtet, welche im heutigen Medien­nutzungs­verhalten berücksichtigt werden müssen:

  • Individualisierung
  • Personalisierung
  • Targeting
  • Im Geschäftsmodell der individualisierten Tageszeitung wird auf diese Aspekte und Veränderungen eingegangen.

Round Table

Die verschiedenen angesprochenen Thesen werden mit den Teilnehmern diskutiert.

Anmeldung


Kommt der Mobile Markt für Microsoft erst mit Windows 8 zurück?

von Reto Hartinger

Mit einem Marktanteil von jetzt unter 2 % für Windows Mobile, will niemand dafür Software entwickeln. Microsoft ist gezwungen den Entwickler zwischen 60 000 und 600 000 Dollar zu bezahlen, damit die beliebtesten Apps auch auf der Windows Mobile Plattform zur Verfügung stehen. Ohne Software lassen sich keine Smartphones verkaufen, sonst müsste man sie Dummphones nennen. Zurzeit gibt es etwa 40 000 Windows Mobile Apps (weniger als 10% von dem was im iOS oder Android App Store angeboten wird). Mit Windows 8 sollte alles besser kommen. Das läuft dann auf allen Geräten, neben Toaster auch auf Tablets. Das wiederum glaube ich nicht wirkich. Wie sollte Windows 8 auf Smartphones wirklich mit so wenig Memory und einem so bescheidenen Prozessor laufen. Das macht zero Sinn – man wird wohl überall das gleiche Look and Feel hinkriegen. Schon eher macht es Sinn die gleiche Software wie auf einem PC auch auf einem Tablett laufen zu lassen. Aber auch da gilt, kleiner Prozessor, wenig Memory oder sonst sackt die Batterielaufzeit total ab. Dass es im Herbst bereits so weit sei, tönt für mich nach Weltrekord. Dann konkurrieren normale Windwos Applikationen mit Windows Apps auf den selben Geräten. Auch kein Spassfaktor um für Windows Mobile Applikationen zu entwickeln. Microsoft ist schon mit den Grundfunktionen eines Betriebssystem im Hintertreffen, wie soll Windows mit Entwicklungen wie Siri mithalten? Sollte Windows 8 den Durchbruch auch im mobilen Bereich nicht schaffen, braucht Microsoft nicht mehr anzutreten. Dann sind alle Strategie-Varianten gescheitert. Ich hoffe, dass es nicht der Fall sein wird, sieht aber ganz danach aus

ONE Konferenz ist online und buchbar

von Reto Hartinger

Die ONE Konferenz mehr Speaker als manche Konferenz Teilnehmer – 97 an der Zahl. Die Themen sind breit gefächert in 22 verschiedenen Tracks untergebracht. Mitglieder des Internet Briefings haben wieder eine Vergünstigung, statt CHF 295 für einen 3-4 stündigen Track, bezahlen sie nur CHR 220.

Ich selber bin natürlich begeistert vom Programm. Jetzt bin ich auf Deine Mithilfe angewiesen. Blogge, twittere, verlinke und empfehle die Konferenz weiter und melde Dich an. Als Mitglied darfst Du unbegrenzt viele Deiner Kontakte zu Mitgliederkonditionen einladen, sie müssen bei der Anmeldung einfach Deinen Namen angeben.

Verwende diesen Link: http://www.one-schweiz.ch/konferenz/

Du kannst die Programmübersicht auch auf Deiner Website einbinden. Maile mir einfach an insider@vtx.ch

Schlägt Microsoft Windows 8 das Apple User-Interface?

von Reto Hartinger

Apple ist der Inbegriff von Einfachheit und Microsoft jener von Behäbigkeit. Das Apple User-Interface ist elegant und einfach.Stimmt. Mit Windows 8 könnte sich das ändern. Schon seit Jahren prangere ich an, dass sich die User-Interface-Metapher eines Schreibtisches mit Werkzeugen und Dokumenten überholt hat und plädiere dafür, Projekte und Menschen in den Vordergrund zu stellen. Das macht zwar Windows 8 auch nicht, aber es erfüllt einen neuen Design-Ansatz: Mobile First. Wer heute eine Website baut, sollte eigentlich zuerst die Mobile Site bauen. Diese ist dann die Grundlage für die Website, weil man sich beim kleinen Mobile Bildschirm bei jeder Aktion aufs Wesentliche konzentrieren muss. Das gibt ein einfaches, fluides Benutzererlebnis und zudem kann am Handy Erlerntes übernommen werden. Nicht ganz unerheblich da es mehr Mobile-Telefone gibt als PCs und das Tablets bald beliebter sein könnte als Notebooks.Damit hätte einzig Microsoft eine durchgehend einheitliche User Experience auf allen Produkten. Die Windows Mobile Oberfläche ist auch durchdachter als die des iOS. Reicht es für Apple einfach Elemente des iOS ins MacOS zu übertragen? Apple und Microsoft haben ihre liebe Mühe mit ihren Social Media Projekten, dabei hätten genau sie die Besten Chancen. Hier der Tipp: Einfach die Personen-Beziehung auf Folders und Dokumente anwenden und zwar radikal. Eine Sicht auf Inhalte via Personen ermöglichen.Menschen und ihre Beziehungen gehören ins Betriebssystem! Google bringts auch nicht auf die Reihe – die haben auch zwei Betriebssysteme: Android und Chrome. Aber wenigstens haben sie mit Google+ die Personenmetapher begriffen und sie verlangen nun für alle ihre Produkte ein Google Profil. Wo sie dieses noch nicht haben, setzen sie die Daten einfach zu einem möglichst umfassenden Profil zusammen. Google kann also via Profil allen Dokumenten und den Betriebssystemen die Personenmetapher zuweisen. Bei Google existiert die Grundlage Filesystem und Filehierarchie nicht. Files werden nicht gebrowst sondern gesucht (auch nicht über alle Zweifel erhaben) und deshalb brauchen sie keine rigide Struktur. So lautet meine Frage: ist Apple in der Lage ein Paradigmawechsel vorzunehmen? Kann Apple eine neue Vision entwickeln? Zentraler Punkt bei Apple ist zurzeit iTunes. iTunes ist das Bindeglied des Geschäftsmodells über alle Produkte und nicht das Betriebssystem.

iPod und iPhone werden zu Game Controlern

von Reto Hartinger

man kann auf dem iPod und dem iPhone spielen. Das Display ist aber furchtbar klein. Schöner ist es auf dem iPad, aber auch da kommt noch kein XBox oder Wii Feeling auf. Trotzdem machen die iOS Geräte im Gaming-Markt immer mehr Boden gut. Spannend wird es vor allen dann, wenn mit dem iTV ein noch grösseres Display dazu kommt.  Dann werden die heutigen iOS Devices wie iPod Touch und iPhone zu Game Controlern. Mehrere spielen am Fernseher, jeder mit seinem iOS Device als Steuergerät. Das bringt den Vorteil, dass diese auch Bewegungen erfassen. Präziser und schneller als ein Kintec oder eine Wii. Man kann das Spiel dann auch auf dem iOS Device weiter spielen so man die Reichweite des Fernsehers verlässt. Apple wird selbstverständlich auch Controler ohne Bildschirm anbieten, die noch besser in der Hand liegen und ebenso die Handbewegungen erfassen.

Referate an der ONE Konferenz

von Reto Hartinger

Es soll mich einer, nein lieber eine ganze Horde, zurückhalten. Die ONE Konferenz, vom 9. und 10. Mai 2012, ist auf gutem Wege und ich bin so dermassen von den Referatseingaben besoffen, dass ich zusätzlich am 1. Tag Abendtracks von 16.15-19.15 eingeführt habe. Zum Beispiel zum Thema Intranet, das wir gar nicht im Programm hatten. Aber was soll ich machen, wenn die besten Referenten gute Themenvorschläge machen? Für einige Themen reichen die 3 Stunden nicht aus, um all die guten Referate unterzubringen. So werde ich wahrscheinlich diese in den Sessions der Abendtrack unterbringen. Das Programm wird sich also demnächst nochmals erweitern. Hier siehst Du wie sich das Porgramm entwickelt

Zu den Firmen die gleich mehrere Referatsvorschläge eingereicht haben, gehören (Auszug, nicht vollständig) zum Beispiel:

Blogwerk, Crealogix, Edorex, Infocentric Research, INM, Microsoft, Namics, Netcetera, PriceWaterhouseCoopers, SAS Institute, Unic, Zeix

Möchtest auch Du in diesem Umfeld vortragen? Traust Du Dir zu, einen Vortrag vor einem fachkundigen Publikum zu halten? Kannst Du Deine Erkenntnisse anhand von konkreten Fallbeispielen mit Zahlen oder Fakten aus Studienresultaten belegen? Bergen Deine Erkenntinisse  Überraschendes und kannst DuHandlungsanweisungen geben, welche die Zuhörer am nächsten Tag in ihren Projekten umsetzen können? Dann wäre ich interessiert, wenn auch Du einen Referatsvorschlag einreichen würdest. Aber beeilde Dich, die verfügbaren Slots pro Thema schliessen sich.

Schau Dir das Konferenz-Programm an und sag mir was Du davon hälst

Die ONE Konferenz

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