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OnE: Messe, Konferenz und Beratungshilfe

von Reto Hartinger

Eigentlich braucht es ja gar keine Messe. Man kann sich schneller und jederzeit im Internet informieren, möchte man den persönlichen Kontakt, kommen die Anbieter auch gerne zu einem Beratungsgespräch. Es ist auch noch keine Agentur konkurs gegangen, weil sie nicht an einer Messe auftrat. Wieso berichtet die Presse, dass der Hartinger mit seinem Internet Briefing ein so veraltetes Vehikel mitorganisiert?

Sicht der Besucher

Evaluation hat mit Wissen und Spüren etwas zu tun. Man muss sich Wissen aneignen um richtig evaluieren und entscheiden zu können. Dazu sind Referate geeignet. Man kann von den Best Practices Anderer profitieren und Fehler vermeiden. Das ist bares Geld wert. Ist man inspiriert, möchte man auch die möglichen Angebote und Anbieter sowie Umsetzer kennen lernen. Das gehört zum Spüren. Man möchte spüren, ob der potenzielle Partner zu einem passt. Und man kann erste Abklärungen vornehmen ohne sich outen zu müssen.

Sicht der Aussteller

Ich habe Messen als Besucher gehasst, aber als Aussteller geliebt. Da kommt doch tatsächlich ein potenzieller Kunde als Bittsteller. Ich muss nicht die Klinke bei ihm putzen, er kommt mit einem Anliegen zu mir. Eine tolle Situation, die man ausnützen sollte. Jetzt habe ich den Wohlfühlgrad in der Hand. Ich habe es in der Hand wie willkommen und aufgehoben sich der Kunde fühlt. Bei einem Beratungsgespräch beim Kunden bestimmt dieser wie stark er den Berater an sich ran lässt. Kommt er zu mir, bestimme ich die Inszenierung, ich kann ihn beraten, bewirten und pflegen. Das kann ich mit Neukunden und mit bestehenden Kunden machen. Aber damit nicht genug. Ich kann im Vorfeld der Messe alle Kunden anschreiben, kann ihnen Anreize geben oder wichtiges Mitteilen ohne dass es Spam ist. Das war auch ein wichtiger Punkt für mich. Ich erhöhe die Anzahl Touchpoints und wenn ich es richtig mache, finde ich heraus wer gerade an welchem Thema dran ist. Unbezahlbar.

Der Erfolg eines Messeauftrittes hängt als vor allem mit der Vorbereitung und wie ich die Kundenbeziehung konzipiere. Wie ich diese Kommunikation inszeniere. Ich helfe Dir gerne mit Tipps.

Die Konferenz

Mit der Konferenz bestimmen wir weitgehend, für welche Themen wir auf welchem Level Besucher anlocken. Auch wenn diese dann nur die Messe besuchen. Die Konferenzthemen, deren Gehalt und Nutzwert bestimmt, was wir von einem Messebesuch erwarten können. Wir müssen also die bestmöglichen Referate anbieten. Dann hat nicht nur der Kongress Erfolg, sondern auch die Messe. Es geht also nicht darum, Messeaussteller ihre Prospekte vorlesen zu lassen, sondern es geht um Nutzwert für Internet-Entscheider. Dafür stehe ich ein. Hier bist Du nochmals gefordert, hast Du einen guten Referatsvorschlag? Fülle das Formular Call for Speakers aus

Die Sicht der Macher

Zum Messeerfolg braucht es auch ein Messeteam das etwas vom Inhalt versteht. Michael von Babo hat immer gute Messen gemacht, weil er die Themen gelebt hat. Ich glaube hier ist es wieder der Fall. Ich verstehe ja einiges vom Internet, aber von E-Commerce versteht Thomas Lang von Carpathia einiges mehr. Er hat die nötigen Kontakte und Wissen um den E-Commerce Bereich inhaltlich bestens zu füllen und die Macher von Blogwerk verstehen Bogging, Medienproduktion und Social Media und dann sollten sich auch die Mitglieder des Internet Briefings einbringen. Wer möchte seinen Bereich einbringen? Zum Beispiel Mobile, Webentwicklung, Outsorcing, Cloud Services, Online Marketing oder Security? Themen gibt es noch genug zu besetzen. Jetzt seid ihr dran. Mach mit bei der OnE, als Mitorganisator, als Aussteller, als Referent oder als Besucher am 9. und 10. Mai in der Messe Zürich.

Kongress

Es wird 2 – 4 Slots gleichzeitig geben. Jeweils von 08.45-12.00 und von 13.00-15.45. Themenblöcke von 3 Stunden mit 3 – 4 Referenten.

Wieso Du Dich bei Datenschutz und Sozialen Medien nicht aus der Verantwortung stehlen kannst

von Reto Hartinger

Wir sind uns einfach nicht richtig bewusst, wo wir bei Datenschutz und sozialen Medien in der Verantwortung stehen. Webdienstleister gehen davon aus, dass der Datenschutz Sache des Auftraggebers sei. Fertig. Dem ist leider nicht so. Auch Pech, dass sich das Recht nicht darum kümmert, was wir annehmen und wissen, es schlägt bei einem Fehler einfach gnadenlos zu. Die rechtlichen Vorgaben des Social Media Marketings haben oft nicht nur eine zivilrechtliche, sondern auch eine strafrechtliche Komponente. Angedroht werden Busse und Gefängnis, und zwar auch in Bereichen, wo man dies nicht unbedingt erwarten würde.

Die Internet Briefings vom nächsten Dienstag klären Dich darüber auf. Das darfst Du nicht verpassen:

4.10.2011 17.30-20.00 In den Sozialen Medien und schon fast im Gefängnis?

4.10.2011 11.30-14.00 Inwieweit sind Webentwickler beim Datenschutz mitverantwortlich?

Wenn Du auch inskünftig ruhig schlafen möchtest, meldest Du dich jetzt an.

Inwieweit sind Webentwickler beim Datenschutz mitverantwortlich?
Dagmar Dörig-Meyer, Rechtsanwältin | Öffentliche Notarin, Glaus & Partner Rechtsanwälte

Webdienstleister gehen davon aus, dass der Datenschutz Sache des Auftraggebers sei. Fertig. Das ist zu kurz gedacht. Dagmar Dörig und Alain zeigen auf wieso:

• Ausgangslage Datenschutz im Internet
• Das Dreieck-Verhältnis zwischen Entwickler/Auftraggeber/Systembetreiber
• Grundlage: Datenschutzgesetz, Artikel 7
• Welche Daten schützt das Datenschutzgesetz?
• Die Datenschutzgrundsätze
• Der angemessene Schutz nach Art. 7 DSG
• Was sind angemessene technische Massnahmen?
• Datenschutzgesetz und Verordnung
• Leitlinien des Datenschutzbeauftragten
• Rechtsprechung
• Entwickler + Systembetreiber in der Mitverantwortung?
• Die datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit
• Wofür kann der Entwickler mit-verantwortlich gemacht werden??Entwicklung von Applikationen: ist ein Testing notwendig? Ist ein schriftliches Reporting des Testing eine Schutzmassnahme bei Haftungsansprüchen?
• Wann hat der Systembetreiber die Pflicht vernachlässigt??Muss oder kann er z.B. ein sicherheitskritisches PHP-Update vornehmen?
• Software-Updates – eine Notwendigkeit??Der Systembetreiber weist den Entwickler auf ein notwendiges Update hin. Der Entwickler entscheidet sich dagegen. Als Folge kommt es zu einem Missbrauch.
• Empfehlungen aus datenschutzrechtlicher Sicht

Anmeldung: http://internet-briefing.ch/Datenentwickler

In den Sozialen Medien und schon fast im Gefängnis?
Oliver Staffelbach, Rechtsanwalt, Wenger&Vieli

Die rechtlichen Vorgaben des Social Media Marketings haben oft nicht nur eine zivilrechtliche, sondern auch eine strafrechtliche Komponente. Angedroht werden Busse und Gefängnis, und zwar auch in Bereichen, wo man dies nicht unbedingt erwarten würde. Mit diesem Fokus zeigt Oliver Dos and Donts beim Publizieren und Werben in sozialen Medien auf. Untersucht werden unter anderem folgende Fragestellungen:
Wann liegt bei Werbekampagnen in sozialen Medien Spamming vor und was sind die Folgen davon? Sind Direct Messages Spam? Wie sieht es beim Posten auf Pinwänden aus?
Dürfen im Rahmen von sozialen Netzwerken erlangte Adressen für beliebige weitere Werbezwecke verwendet werden? Wann ist dies besonders heikel? Wie ist mit Auskunftsbegehren von Werbeempfängern umzugehen?
Wann dürfen fremde Texte, Grafiken, Fotos oder Videos in eigene Werbekampagnen eingebaut werden? Wie reagiert man auf Abmahnschreiben?
Wann liegen Persönlichkeitsverletzungen wie Rufschädigungen etc. vor? Kann das Anklicken des Like-Buttons eine Rufschädigung darstellen? Wie geht man bei Persönlichkeitsverletzungen vor?
Wie stellt ein Unternehmen sicher, dass sich seine Arbeitnehmer in sozialen Medien korrekt verhalten? Sind Social Media Guidelines zweckmässig? Wann haftet ein Unternehmen für das Verhalten seiner Arbeitnehmer?

Anmeldung: http://internet-briefing.ch/jail

Wenn Du noch mehr über den Umgang mit Personen und Daten wissen willst – buchst Du gleich die Konferenz

Konferenz: The Value of Data

0.45-11.30 Registrierungund Networking
11.30-12.15 Inwieweit sind Webentwickler beim Datenschutz mitverantwortlich?
12.15-13.15 Diskussion 13.15-13.45 Mittagessen 13.55-14.00 Registrierung und Networking
14.00-14.30 Aggregieren von Produktdaten
14.30-15.00 Interne und externe Daten für strategische Geschäftsprozesse nutzbar machen
15.00-15.30 Verknpüfen der CRM Kundenprofile mit Social Media und News Daten aus dem Web
15.30-15.45 Pause und Networking
15.45-16.15 CRM Daten sammeln und auswerten
16.15-17.15 Open Government Data: Welche Opportunities ergeben sich
17.15-17.45 Registration
17.45-18.45 In den Sozialen Medien und schon fast im Gefängnis?
19.00-20.00 Diskussion
20.00 gemeinsames Essen

Alle Abstracts und Anmeldung:http://internet-briefing.ch/datakonf

Android wird immer weniger gratis

von Reto Hartinger

Firmen die Android verwenden zahlen bereits bis zu 10 $ Lizenzgebühren pro Gerät. Nein nicht an Google, sondern an Microsoft! Microsoft macht entsprechende Patente geltend. Dazu kommt eine Klage von Apple wegen Patentrechtsverletzung. Auch hier könnte HTC verlieren. Dann drohen allen Android-Nutzern entsprechende Gebühren. Nun hat ein Konsortium zu dem Apple, Ericson und Microsoft gehören, für 2.5 Mio 600 Patente aus der Konkursmasse von Nortel gekauft. Leer ausgegangen ist Mitbieter Google. Das versprichts nichts Gutes für HTC & Co. Viele Firmen können eigene Patente ins Spiel bringen, um sich vor Patentabzocke von Apple und Co zu schützen. Dazu ist Google zu jung und hat wenig Patente. Um das ganz zu umgehen, greifen Microsoft und Apple gar nicht Google an, sondern die Handyhersteller die Android verwenden.

Android, Chrome OS: Eine Wand baut sich auf!

von Reto Hartinger

Kannst Du Monopoly spielen? Am Anfang möchten sich alle so viel wie möglich vom Kuchen ergattern und irgendwann ist er verteilt und es ist offensichtlich wer das Spiel gewinnen kann und wer es voraussichtlich verlieren wird. Um seine Gewinnchancen zu erhöhen, muss man Allianzen schliessen. So ist das in der Informatik auch, einmal alle gegen IBM, dann alle gegen Microsoft. Gewinner und Looser schliessen sich zusammen um andere zu bekämpfen und sich in eine bessere Position zu hiefen. Da war mal Apple am Boden und Microsoft hat geholfen. Die Karten sind heute wieder ganz neu gemischt worden und die Players beziehen ihre Positionen. Alle gegen Google. Die dicken Freunde Apple und Google können es nicht mehr zusammen und Apple muss jetzt Microsoft helfen, wieder ins Spiel zu kommen. Dabei geht es um zwei Schlaftfelder bei denen alle (alten) Players gegen Google sind erstens der

Mobile Markt

Microsoft hat ihn verschlafen und Apple drückt sich in eine Nische. Das offene Betriebssystem Android von Google kann beiden den Rang ablaufen.

Desktop vs Cloud

Microsoft ist der König des alten Computing, Google jener des Cloud Computing. Das Schlaftfeld heisst: wird es inskünftig noch einen Harddisk und ein Betriebssystem brauchen oder übernimmt dies das Internet?Microsoft hat den ersten Versuch in diese Richtung schon erfolgreich bekämpft und Netscape mit der Gratisversion seines Browsers in den Konkurs getrieben. Bei Google gelingt dies nicht, weil Google ein Geschäftsmodell fährt, dem Microsoft nichts dagegensetzen kann.

Auch Apple ist in der Cloud noch nicht richtig angekommen, auch wenn Apple da wenigstens besser aufgestellt ist als Microsoft wäre es für Apple gut, würden Desktop-Applikationen und -Betriebssysteme länger leben.

Mein Patent ist besser als Deines

Jetzt kann mann den Markt einnehmen indem man bessere Produkte macht als der Konkurrent oder man macht es wie Apple, EMC, Oracle und Microsoft. Die haben gemeinsam die Patente von Novel gekauft und in eine Verwertungsgesellschaft gesteckt. Das dienst zum Schutz gegen Attacken  von Nokia und anderen Rechtebesitzern aber zur Einschüchterung von Firmen die Android oder Chrome OS in ihren Produkten einsetzen wollen. Das Ziel ist nicht, Google an seiner Arbeit zu hindern, sondern Googles Kunden auszuhungern. Wenn die Rechtsunsicherheit grösser ist und eine Prozesslawine mehr kostet als eine Windows Mobile bzw. Windows 8 Lizenz, dann entzieht das Konsortium Google das Geschäftsmodell.

Ob das wirklich aufgeht? Das Konsortium (CPTN) hat 900 Patente für 450 Millionen Dollar gekauft. Novel hat Netzwerkbetriebssysteme gemacht. Da wird doch einiges an Basis-Technologie patentiert sein. Auch das konkursite Nortel könnte für  CPTN aus den gleichen Gründen spannend sein.


Wem sollten die Inhalte in einem Social Network gehören

von Roger Seeli

Wem sollten die Inhalte in einem Social Network gehören?

Ich schreibe aus aktuellem Grund, denn schon wieder wurde ein Social Network auf eBay verkauft; Roodle.  

Nachfolgend ein paar Zahlen dazu:  

  • 1650 User
  • knapp 100‘000 gespeicherte Bilder
  • 2860 erstellte Alben
  • Entwicklungskosten: ca. EUR 10.000. —

Kurz und bündig: Alles drum und dran wurde für gerade mal 4‘110 Euro verkauft, was ein absoluter Spotpreis ist.  Der Käufer hat somit 100‘000 Bilder für gerade mal 4‘110 Euro ersteigert. Das macht 0.04 Euro pro Bild.

Die Problematik ist, dass diese (zum Teil sicherlich privaten Bilder) nun den Inhaber gewechselt haben und die User jetzt auf den ‘Goodwill’ des neuen Besitzers angewiesen sind.

Aus meiner Sicht darf so etwas nicht passieren, denn die Bilder sollten immer dem User gehören. Alles andere ist nicht akzeptabel für mein Verständniss.

Wir haben uns deshalb entschlossen, eine Organisationsform zu erschaffen, bei welcher das Wissen (also der Inhalt) dem User gehört. Dies ist möglich, indem wir Technologien und Inhalte organisatorisch trennen und die Inhalte in einem Verein verwalten. Mitglieder können diesem Verein beitreten und so über den Inhalt (welcher von der Community erarbeitet wurde) mitbestimmen. Das ist aus meiner heutigen Sicht ein faires Angebot wie mit Webinhalten umgegangen werden kann.

Jack Wolfskin: Negativwerbung in Social Media

von ArthurHefti

Vor knapp einer Woche begann Jack Wolfskin Abmahnungen an Hersteller von textilen Produkten mit Pfotendesign zu versenden. Es handelt sich hier aber nicht um Firmen aus Fernost, die Jack Wolfskin Artikel kopieren,  sondern um Artikel auf DaWanda.de, einem Online Portal für Selbstgemachtes. Die Hersteller erhielten Post von Jack Wolfskin mit einer Rechnung von gegen 1000 Euro und der Aufforderung die Produkte vom Portal zu entfernen.

In der betroffenen Blogger Community machte dies sehr schnell die Runde und eine grosse Solidaritätswelle nahm ihren Anfang. Was zuerst nur bei Insidern bekannt war, zog bald grössere Kreise und verschiedentlich ist zu lesen, dass Jack Wolfskin von nun an boykottiert wird. So findet sich die Geschichte nun z.B. auch auf werbeblogger.de, in englisch auf AdvertisingAge und seit gestern auch auf SpiegelOnline. Die grosse Präsenz in den verschiedensten Blogs hat nun auch zur Folge, dass wenn auf google.ch nach Jack Wolfskin gesucht wird, nicht mehr die Firmen Web Site an erster Stelle erscheint, sondern der Spiegel Artikel “Pfoten-Markenrecht Jack Wolfskin mahnt Bastler wegen Tatzen-Mustern ab‎” und einige weitere Links auf der ersten Google Seite verweisen auf Blogs zu diesem Thema. Die offizielle Stellungsnahme von Jack Wolfskin war noch Öl in das Feuer. Dort wurde nochmals bestätigt, dass die Abmahnung rechtens sei und die verrechneten Kosten von knapp Euro 1000 noch sehr günstig ausgefallen sind.

Im Artikel auf SpiegelOnline sind einige der abgemahnten Designs zu sehen. Diese gleichen, meiner Meinung nach, überhaupt nicht der Wolfspfote von Jack Wolfskin sondern mehr Katzenpfoten. Wir haben auch eine Katzenpfote im Firmenlogo und lassen diese auch auf Baseball Caps sticken. Wir hoffen nun, dass wir deshalb nicht von Jack Wolfskin abgemahnt werden.

Ich denke Jack Wolfskin hat die Auswirkungen dieses Handelns stark unterschätzt und angenommen, dass die abgemahnten Personen die Produkte kommentarlos von Netz nehmen. Die betroffene Blogger Community ist jedoch sehr stark verlinkt, so dass die ganze Geschichte grosse Kreise zog. Der Imageschaden ist, meiner Meinung nach, um sehr viel grösser als der erhoffte Nutzen. Das Beispiel zeigt, wie schnell mit den heutigen Möglichkeiten im Web 2.0 etwas erreicht werden kann.

Eine detaillierte Aufstellung der ganzen Geschichte findet sich auf die.waschkueche.

Unlauterer Wettbewerb: Leshop als Gesetzesbrecher

von Reto Hartinger

Das Gesetz versucht Konsumenten zu schützen. Das ist richtig. So darf man keinen Wettbewerb machen an dem man nicht gratis teilnehmen kann oder bei dem man ein Produkt kaufen muss um teilzunehmen. Es gibt natürlich diverse Tricks dies auszuhebeln.

Heute habe ich ein Mail von Leshop bekommen

Gewinnen Sie den neuen VW Polo oder
eine von 100 NESCAFÉ® Dolce Gusto®
Kaffeemaschinen!

Na wollen sie dieses schöne Auto nicht gewinnen? Doch ich will.

Was müssen sie tun?

Fügen Sie Ihrer Bestellung bis und mit 27. September 2009 mindestens ein Produkt des Nestlé Festivals bei, so nehmen Sie automatisch an der Verlosung teil.
Mitmachen heisst gewinnen, denn Sie sparen pro halbes Dutzend Nestlé Produkte jeweils CHF 2.-. Je mehr Produkte Sie bestellen, desto höher Ihre Gewinnchancen und
desto grösser Ihr Rabatt
:

Wie bitte? Leshop gehört zur Migros Gruppe und ein Wettbewerb muss doch wohl auch mit Nestle abgesprochen werden. Kaum, denn Nestle und Migros werden über die Gesetzesregelung informiert sein.

Was ist da schief gelaufen? Lieber Dominik Locher, das schreit nach einer Erklärung. Oder liege ich falsch?

Google blendet mir in meinem Gmail-Account zu diesem Mail Anzeigen ein wie:

Der Todestest

Wie lange hast du noch zu leben? Finde es jetzt heraus!

Und andere Abzocke wie

Die Gerüchte sind wahr

Das Mittel, um enorm viel abzunehmen, wurde endlich entdeckt

Katahrina: 62 Kg leichter

Mit uns hat sie 62 Kilo abgenommen So schaffen Sie es auch…

Ich habe absichtlich die Links entfert, damit ich nicht noch Werbung für diese Abzocker mache.

Und liebe Google, wann könnt ihr endlich dies Abzocker herausmisten. Es kann ja nicht sein, dass ihr diese Pappenheimer nicht kennt. Bloggintom hat sich bereits mehrfach via Twitter (an den Google Pressesprecher Deutschland) oder in seinem Blogg darauf hingewiesen.

Werbung darf nicht alles.

Patentpossen neigen sich dem Ende zu

von Reto Hartinger

War unsere Abstimmung über Sinn und Unsinn von Softwarepatenten zu spät? Das Das US-Patentamt vergibt vorerst keine Patente mehr für Software und übernimmt die  Norm aus dem Europäischen Patentübereinkommen. Patente auf Software oder Geschäftsmethoden gibts nur noch, wenn sie einen speziellen Gegenstand in einen anderen Zustand oder eine andere Sache transformieren.

Was mit den lächerlichen hängigen Klagen passiert, steht in den Sternen. Ob sich die Richter oder die Berufungsgerichte entsprechend anpassen werden?

Schweizer Software zum Abhören von Skype

von Reto Hartinger

Schon einmal wurde berichtet, dass eine schweizer Firma im Luzernischen Software entwickle, welche Telekoms erlaubt, Skypegespräche zu stören.

Jetzt outet sich ein Ruben Unteregger. Dass er bei seinem früheren Arbeitgeber ERA IT Solutions in Domat/Ems Malware programmiert hat, welche dem Abhören von VoIP-Telefonaten dient.

Wie das ganze publik gemacht wurde, riecht mir irgendwie nicht echt. Vorstellen kann ich es mir aber.

Einen Eintrag in tel.search.ch oder local.ch gib es über Rueben Unteregger nicht aber einen Wikipedia Eintrag.

Ruben Unteregger (* März 1976) ist ein Programmierer aus der Schweiz, der aufgrund der Entwicklung einer Trojaner-Software zur Aufzeichnung von Skype-Gesprächen bekannt wurde. Diese Software entwickelte Unteregger in der Zeit von 2001 bis 2008 als Angestellter bei ERA IT Solutions. In gegenwärtigen Projekten arbeitet Unteregger an Software zur Stärkung von E-Banking-Sicherheit und Absicherung von VoIP-Gesprächen.

Dieser ist zur Löschung beantragt.

relevanz? Zenit 00:29, 23. Aug. 2009 (CEST)

Sehe ich auch keine. Google weist auch fast nur blogs etc. auf – - WolfgangS 00:31, 23. Aug. 2009 (CEST)

Jemand, der in einem Bereich bekannt sein soll, der direkt mit dem Internet zu tun hat, aber im WWW nur 83mal gefunden wird, der kann nicht relevant sein. –85.3.67.113 13:07, 23. Aug. 2009 (CEST)

Zumal viele von diesen Hits sich nicht mal auf ihn beziehen, sondern auf einen Sportler – - WolfgangS 13:33, 23. Aug. 2009 (CEST)

Es sind nicht viele und dieser Sportler ist auch er, aber spielt ohnehin keine Rolle. –85.3.67.113 14:50, 23. Aug. 2009 (CEST)

Ich verweise auf die mediale Relevanz, öffentliches Interesse an den BundestrojanernJARU 21:03, 24. Aug. 2009 (CEST)

ruben wer??? der mann ist maximal für sein unternehmen relevant. hier ist er es aber nicht! daher löschenEspundia 12:33, 26. Aug. 2009 (CEST)
Aber machen wir mit der eigentlichen Story weiter. Ruben will keine Vertragsstrafe zahlen, deshalb nennt er den Kunden nicht, veröffentlich aber ein Inteveriew und Auszüge aus dem Source-Code.

Ruben Unteregger, Megapanzer, Bundestrojaner, ERA IT Solutions

Ruben Unteregger: Nachdem die
schweizerische “Sonntagszeitung” im Oktober 2006 einen Artikel über einen Trojaner veröffentlichte, welcher es ermöglichen soll, abhörsichere Skype-Gespräche mitzuschneiden und d
ass das UVEK (Departement für Umwelt, Verkehr und Kommunikation) bereits Interesse daran gezeigt habe, wollte auch die Öffentlichkeit mehr darüber erfahren. Dass der Bund sich Mitteln bedienen will, welche bis
anhin nur in negativen Zusammenhang erwähnt und nur von Internetkriminellen verwendet wurden, löste Diskussionen und Erklärungsbedarf aus. ERA IT Solutions AG hat dann in einem Interview die Existenz dieser Software bestätigt.
Ruben Unteregger: Wenn man sich den öffentlichen Quellen bedient, stellt man fest, dass nebst ERA IT das BKA selbst an einem Trojaner gearbeitet hat und dieser zu Jahresbeginn fertiggestellt wurde. Heise meinte, dass eine BKA-Studie aufgetaucht sei, die “Online-Durchsuchungen, Skype-Abhörmaßnahmen und die Chat-Teilnahme von Kriminalbeamten in den Jahren 2006 bis 2008 analysiert.”. Ich spekuliere mal, dass auch das BKA sein Arsenal an forensischer Software aufgestockt hat.
Wie gesagt, ich kann mir vostellen dass dies alles ein Fake ist, aber auch das es der Wahrheit entspricht. Ich würde als Ruben jedenfalls nicht meine berufliche Karriere aufs Spiel setzen nachdem ich 7 Jahre sowas entwickelt hätte und erst noch eine Klage riskieren. Ob man so über einen Auftrag eines früheren Arbietgebers reden darf?

8500 iPhone Apps pro Woche

von Reto Hartinger

Apple muss begründen, wieso es Google Voice abgelehnt hat. Dabei kommt Interessantes zum Vorschein. Jede Woche kommen 8500 Applikationen oder Upgrades dazu, welche durch 40 Personen bei Apple geprüft werden. Jede App wird von 2 Mitarbeitern angesehen (die armen Kerle – den ganzen Tag im Eilzugstempo Apps ansehen – uf, das könnte ich nicht). Pro App können die Prüfer 6 Minuten aufwenden und deshalb auch nur das Gröbste beurteilen. Zu Beginn haben sie noch beanstandet, wenn eine App sich nicht genug von der Konkurrenz abheben konnte, keine neuen Features drin hatte. 

Zum Fall Google Voice meint Apple, das Produkt ist nicht abgewiesen, es befindet sich noch in Prüfung. Google müsste es nachbessern und vor allem auch sagen, was genau mit den User-Daten geschieht, die zu Google herüberwandern (das ganze Adressbuch des Users). Ein nicht ganz unberechtigter Punkt.

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