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Internet Briefing wird sein Angebot mit Webinaren ergänzen – Call for Papers

von Reto Hartinger

Vor 2 Wochen habe ich die Idee lanciert, das Internet Briefing mit Webinaren zu ergänzen. Mir ist natürlich klar, dass das Internet Briefing vom persönlichen Kontakt und von der Diskussion nach dem Referat lebt und sich dadurch von manch anderer Veranstaltung abhebt. Für viele wird es aber immer schwieriger zu den Events anzureisen. Der zweite Grund für mich, und das ist der wichtigere, immer wieder finde ich in einem Vortrag Teilaspekte auf die man gründlicher eingehen sollte, sie aber für ein Internet Briefing zu speziell sind. Auch schon deshalb, weil es danach kaum eine Diskussion gäbe, weil es eher “Wie geht das eigentlich” bzw. “Wie macht man das konkret” Seminare wären. Genau damit könnte man die Internet Briefings ideal ergänzen.

Eine Umfrage bei den Mitgliedern hat ergeben, dass sie grösstenteils von der Idee begeistert sind. Ich habe mögliche Themen identifiziert und schon potenzielle Referenten angeschrieben.

– Google Adsens aufsetzen
– Banner-Kreation
– Social Media in WordPress integrieren
– Linkbuilding
– Flashpage zu HTML5 mitrieten
– Die optimale Navigation / Informationsarchitektur
– Social Recommendation Optimisation
– Social Media in WordPress integrieren
– Tatsachen hinter Öffnungsraten und Spamfilter
– Wie mache ich meinen Blog multimedial
– 5 der besten WordPress Tools
– Wie setze ich ein Wiki auf
– 5 Tools für Profitwitterer
– Webseiteninhalte in Facebook Page einbauen
– Facebook App bauen
– Yahoo Pipes
– Social Media Monitoring

Die Themenliste liesse sich beliebig fortsetzen. Was wichtig ist, dass man immer ganz konkret am Bildschirm zeigt, wie die Dinge genau funktionieren. Steht bei einem Vortrag das Slide im Mittelpunkt, so ist es hier die Demo am Objekt. Mit ist klar, dass das Webinar andere Anforderungen an die Referenten stellt. Nebenher läuft ja auch gerade noch der Chat auf welchen der Referent auch ab und an einen Blick werfen muss um auf die Fragen der Teilnehmenden eingehen zu können. Die Teilnehmenden können sich aber gegenseitig auch die Fragen beantworten.

Das schöne an den Webinaren ist, dass sie auch nachher noch als Video zur Verfügung stehen.

Möchtest Du als Webinar-Referent dabei sein? Welches sind Deine Themen? Muss ja nicht in der obgenannten Themenliste sein. Sende mir ein Mail an insider@vtx.ch. Ich freu mich.

Der Tod der 3D-Welten

von Reto Hartinger

Google hat seinen 3D-Dienst lively abgeschaltet. Gestartet als geniale Initiative um 3D-Welten nicht in ein Websitekäfig einzuschliessen sonder überall zugänglich zu mache – d.h. man hätte beim Surfen quasi immer seinen Avatar zur Seite gehabt und hätte jederzeit auf allen Sites wo es den möglich war, mit seinem Avatar auftreten können. Jede Website hätte die Möglichkeit gehabt “auch” eine 3D-Welt zu haben. Ziemlich genial. Nur leider hat es nach einem kleinen Medienhype niemand benutzt.

Auch um Second Life ist es ruhig geworden. Man hört nicht mehr jede Woche eine Story über und aus Second Life. Auch unser letzter Beitrag ist ein Jahr alt. Heisst das, dass auch Second Life am Ende ist?

Keineswegs, die Nutzung hat im September gegenüber Vorjahresseptember um 45 % zugenommen 

User Hours per Quarter

und auch das Wachstum beim Landkauf ist beeindruckend

Total Land Owned by Residents

So ist also lediglich Googles Initiative gestorben, das ganze 2D Web 3Dfähig zu machen. Wäre das gelungen, hätte das auch Chatportalen ziemlichen Aerger bereitet. Die Idee hinter lively erinnert mich an OpenSocial – da wird auch die Economics verändert bzw. aufgebrochen. Auch hier stellt Google der Internetwelt etwas zur Verfügung, das vorher in Sites eingeschlossen war. Ist der Tod von lively der Tod von solchen Konzepten? Ist Google zu wenig kraftvoll um Basistechnologien dem ganzen Web aufzudrücken?

Mord in Facebook

von Reto Hartinger

Wer bist Du? Das sagt Dir eine Suche in Google mit Deinem Namen oder Dein Profil in XING, Linkedin oder auch immer mehr in Facebook. Nein das sind keine Spielerein mehr. Für viele Nutzer von Sozialen Netzwerken geht es um mehr als nur ein Datenfriedhof – es ist die Selbstdarstellung um zu einem neuen Job oder einem Auftragzu kommen. Es geht darum das private und geschäftliche Beziehungsnetz zu pflegen. Man ist was das Profil hergibt – Punkt. Profile sind elektronische Persönlichkeiten – von real existierenden Menchen.

Was sind sie für den Betreiber von Sozialen Netzwerken? Ein ausgefülltes Formular. Eine monatliche Einnahmequelle. Usergenerierter Content etc. Sie sind aber auch Gefahrenquellen. Profile können missbraucht oder bespammt werden. Sie haben vor allem eines nicht: einen persönlichen Wert – sie gehören zu einem Algorithmus z.B. um profilbasierte Werbungen einzublenden oder um Spam herauszufiltern. Weil sich die SPAM und anderen Angriffe immer wieder ändern, ändern sich auch die Spielregeln immer wieder – ohne dass dies bemerkt wird. So wichtig ein Profil für den Einzelnen ist, so unwichtig ist das einzelne Profil für den Betreiber.

So lese ich eines Morgens beim Besuch meines Facebook Profils:

Your account has been disabled by an administrator. If you have any questions or concerns, you can visit our FAQ page here.

Hä? Gegen welche Regel habe ich verstossen? Zugegeben, ich habe nie irgendeine Allgemeinen Nutzungs-Bedingung gelesen – wie wohl 99 % der anderen Facebook Nutzer auch. Mich trifft es nicht so hart wie es meinen Sohn treffen würde. Jetzt werde ich einfach nicht mehr zu, mir zwar sehr ans Herz gewachsenen, Parties eingeladen. Ich sehe das persönliche Befinden einiger Freunde nicht mehr. Mein Sohn hat alle seine über die ganze Welt verteilten Schulfreunde wieder gefunden, spricht mit ihnen via Facebook und hat regen Kontakt zu vielen Personen. Ich habe weniger Zeit investiert – hatte wohl knapp 100 Kontakte. Schlimmer wäre es, wenn mein Profil auf XING verschwände. Ja man kann es Mord nennen, wenn seine Identität – wenn das elektronische Leben – ausgelöscht wird.

Gibt es ein Recht auf Existenz im Internet? Ich habe in mein Profil in XING wahrscheinlich mehr als 1000 Stunden investiert und wohl noch mehr Zeit auf XING verbracht. Damit habe ich XING oder Facebook oder wie sie immer heissen sollen, Werte generiert. Jetzt hat mich der Facebook Algorithmus getötet. Wann folgt der XING Tod? Rechtlich habe ich keine Chance – ich bin einen Vertrag eingegangen. Mit meiner Geburt bin ich kein Vertragsverhältnis zum Staat eingegangen, aber per Gesetz habe ich Rechte und Pflichten erhalten. Meine Integrität und meine Persönlichkeit werden geschützt. Facebook verwehrt mir das – mit einer simplen Mitteilung. Durchsage der Leitstelle quasi – persönlich – für mich.

Was meint ihr über das Recht auf Existenz im Internet? Wenn sich das Leben immer mehr ins Internet verschiebt, braucht es vielleicht mehr als nur ein schwammiges Vertragsrecht. Identitätsklau wird immer härter bestraft – wie steht es mit dem Identitätsverlust? Es gibt kein Anspruch auf “Existenz” im Internet – oder doch?

Second Life vor Gericht: Werden tausende Nutzer bestraft?

von JKoehler

Second Life ist ein interessantes Experimentierfeld für die seriöse Juristerei. Ein paar Beispiele von den Rechtsdilemmas die ich gefunden habe:

Steuerhinterziehung
In Second Life kann jeder weltweit virtuelle Waren mit der privaten Währung Linden Dollar handeln. Eine schöne neue grenzenlose Welt. Ohne Finanzamt oder Grenzbeamten. Ungeachtet unserere nationalen Herkunft sind wir alle gleich. Wir haben alle die gleichen Rechte – doch welche eigentlich? Muss ich Steuern zahlen auf Umsätze in Second Life? Wie werden Linden Dollar bilanziert? Das Finanzamt erkennt die “Währung” jedoch noch nicht an. Dabei können 5% der Second Life Nutzer von Ihren Umsätzen bereits leben. Das Finanzamt wird sich bald, wenn nicht jetzt schon für deren Umsätze interessieren. Von diesem und anderen Rechtsdilemmas gibt es viele.

Ohne Impressum kein Geschäft
Wie im echten Leben kann jeder in Second Life Räumlichkeiten mieten. Doch was passiert, wenn mich ein Vermieter von seiner Insel wirft und die Miete im Voraus bezahlt wurde? Ich weiß nichtmal wer der echte Vertragspartner überhaupt war. Die Bezeichnungen der “Residents” untereinander sind juristisch nur schwer einzuschätzen. Problematisch wird es spätenstens, wenn reale Geschäfte abgeschlossen werden. Solange die Residents anonym sind (nur der Avatarname ist bekannt), weiß ich nicht, wer nach welchem Recht handelt. Man müsste zumindest wissen, aus welchem Staat derjenige kommt. Dann könnte unter Umständen ein internationales Rechtsgeschäfts ablaufen. Es fehlt eine Regelung, welches Recht angewendet werden soll. Im Moment kann man das überhaupt nicht feststellen.

Einer unserer Shopbetreiber wollte Dirndl nicht nur für Avatare anbieten, sondern auch das gleiche Modell für das reale Leben verkaufen. Rechtlich gesehen wäre das Fernabsatz im Sinne des BGB (nach Deutschem Recht). Dann müsste der Shop ein Impressum haben und eine Widerrufsbelehrung. Wie soll das gehen? Er kann im Grunde nur auf seinen Shop im Web weiterleiten. Innerhalb von Second Life reale produkte verkaufen ist nicht erlaubt. Er dürfte hier nur vorführen, aber der Vertrag müsste über eine Website geschlossen werden – mit realem Namen und realem Geld.

Bücherverkaufen ist verboten
Ein Bekannter wollte seine Bücher in Second Life verkaufen. Bestellung in SL abwickeln und per L$ bezahlen, die Lieferung sollte in real erfolgen. Doch aufgrund der Buchpreisbindung in Deutschland ist das nicht erlaubt Er war schlau und hatte die Idee die Bücher über das Ausland anzubieten. Aber dann müßte die Lieferung auch aus dem Ausland erfolgen, was zu teuer wäre. Auch ein Trick mit einem Wechselkurs einer anderen Währung wäre keine Lösung, da der Linden Dollar keinen festen Wechselkurs hat. In Deutschland darf man außerdem keine Bücher in irgendeiner anderen Währung verkaufen.

Second Life wird in absehbarer Zeit rechtlich eindeutig geklärt werden müßen. Ob vor einem Gericht, wenn zwei Avatare sich streiten oder … die Grundsatzentscheidung wird tausende Nutzer betreffen.

Mehr zum Thema: www.jurawiki.de/SecondLifeRecht

Friedhof der Zukunft – Gedenken im Jahre 2050

von JKoehler

In einem unserer Think Tanks kam jemand auf folgende Idee zum Thema Friedhof.

Der Tod. Ein meist unbehagliches Thema. Für die meisten von uns. In jungen Jahren denkt man meist nicht daran. Doch es betrifft jeden. In unserem Mobilen Leben bleiben wir meist nicht mehr an einem Ort. Nach dem Abitur, kommen mehrere Stationen im In- und Ausland und auch das Arbeits und manche Partnerschaft verschlägt einen in neue Orte. Da geht der Kontakt zu den verstorbenen Angehörigen verloren. Kaum ein junger Mensch geht regelmäßig ans Grab seiner Großeltern, Freunden und Bekannten.

Wie könnte die IT das Gedenken verändern?

Das Schweizer Logistik Unternehmen Gilgen baut Lagersysteme u.a. um in Bahnhöfen Koffer einzulagern. In rechteckiges Metallboxen wird dann das Gepäck im Keller Bombensicher aufbewahrt. So könnte eine Katakombe der Zukunft auch aussehen. Urnen werden vollautomatisch eingelagert in persönlich gestalteten Boxen. Auf Knopfdruck wird die Box in einen der 5 Gedenkräume (je nach Thema) transportiert. Kerzen zünden sich automatisch an und Blumen werden geliefert. Über eine Webcam kann man Video Nachrichten im Gedenkbuch hinterlassen und eine direkte Verbindung mit dem Verstorbenen aufnehmen. Ich sehe zwar nur ein Pixelbild, jedoch ist der Entscheidende Mehrwert die direkte Verbindung.

Wo immer ich bin, ich kann das Grab auf dem Handy ansehen, Musik spielen oder einfach ein Gebet sprechen. Dann könnten wir alle in einer Friedhofscommunity weiterleben und das virtuelle Jenseits bereichern…

Web 2.0: 2/3 der Schweizer Kommunikationschefs lesen Blogs

von Beat Z'graggen

Marcel Bernet präsentierte am Lunch-Event des Internet-Briefing eine Studie zum Web 2.0 auf Basis einer Umfrage bei den 200 grössten Unternehmen und Organisationen der Schweiz. Eines der Resultate: Zwei Drittel der Kommunikationschefs der grossen Organisationen lesen bereits Blogs. Einen eigenen Blog haben aber erst 7 %. Hier eine Zusammenfassung für diejenigen, die nicht dabei sein konnten.

Bei der Umfrage wurde nach den bisherigen Einsatzgebieten von Web 2.0 Anwendungen gefragt. Demnach wird die Kommentarfunktion für normale Webseiten bereits von 24 % der Schweizer Unternehmen und Organisationen eingesetzt und weitere 24 % planen, dies einzuführen. Viele der anderen Möglichkeiten von Web 2.0 werden zuerst intern ausgetestet bevor man diese öffentlich einsetzt.

Besonders überraschend war, dass bereits zwei Drittel aller Befragten angeben, dass sie im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit Blogs lesen. Marcel Bernet hat zwar die Befürchtung geäussert, dass die Umfrage verfälscht sein könnte. Wenn Umfragen zum Leseverhalten gemacht werden, geben auch die meisten an, sie würden renommierte Zeitungen wie die NZZ lesen und kaum jemand das Penthouse. Da Blogs heute in sind und zum guten Ton gehören, ist es denkbar, dass die Zahl ein wenig höher ist als dies dem effektiven Leseverhalten entspricht. Aber auch dann ist nicht zu übersehen, dass sich die Blogs einen festen Platz im Medienkonsum der Kommunikationschefs ergattert hat.

Journalisten glauben eher Mitarbeiter-Blogs als Firmenblogs
Nur 8 % der Befragten versenden Pressemitteilungen auch an Blogger. Dort herrscht sicher noch ein Nachholbedarf. Gemäss Marcel Bernet wissen auf der anderen Seite die Journalisten der NZZ nie, ob sie eher den offiziellen Pressemitteilungen von Microsoft glauben sollen oder als Informationsquelle nicht eher die Blogs der Microsoft Mitarbeiter nutzen sollen.

Erst 12 % der befragten Unternehmen führen selber einen Blog. Die Ängste sind gerade bei grossen Organisationen noch gross, die neuen Möglichkeiten nicht handhaben zu können. 63 % der Befragten haben angegeben, dass sie bereits Video-Podcasts einsetzen oder dies zumindest geplant haben. Es ist hier allerdings zu vermuten, dass die Befragten einfach an irgendwelche online zur Verfügung gestellten Videos gedacht haben und nicht unbedingt an Podcasts.

RSS wird von den wenigsten genutzt. Nur gerade 13 % setzen RSS ein. 45 abonnieren die Inhalte per E-Mail. 7 % der Befragten gaben an, auf Second Life präsent zu sein. 92 % sagten aus, dass sie keine Absicht haben, dieses Medium zu nutzen.

Gemäss der Umfrage betreiben 13 % eigene Wikis, vor allem für interne Zwecke. Und 13 % planen die Einführung einer solchen von mehreren Autoren geführten Informationssammlung für die nächsten zwei Jahre. Fast die Hälfte der Schweizer Unternehmen und Organisationen betreibt ein Monitoring von Online-Inhalten. Überraschend war, dass viele davon klassische Mediendienste wie Argus verwenden.

An der anschliessenden Diskussion wurden auch Dienste wie Trigami besprochen, über welche Blogger bezahlt werden können, etwas zum eigenen Angebot zu schreiben. Trigami kennt zwar ca. 1’500 Blogger aber die grossen und wichtigen Blogs sind zum grössten Teil nicht darunter.

Cross-Posting von
http://news.worldsites-schweiz.ch/web-20-23-der-schweizer-kommunikationschefs-lesen-blogs.htm

Wie funktioniert virales Marketing in virtuellen 3D Welten?

von JKoehler

Ich habe mit einem Kollegen getestet, wie virales Marketing in virtuellen Welten funktioniert. Dazu haben wir Geldautomaten programmiert und auf einer Second Life Insel aufgestellt. Ohne Werbung, ohne Nachrichten in Blogs haben wir innerhalb weniger Wochen folgende Ergebnisse erzielt:

  • Über 660  Terminals sind kopiert, aufgestellt und benutzt worden
  • 2.430.000  Linden Dollar sind an Kunden ausgezahlt worden
  • 70.300 Linden Dollar sind an Partner/Affiliates ausbezahlt worden
  • Der erfolgreichste Partner hat in diesem Monat 10.870 Linden Dollar erhalten!
  • 270 L$=1 US$

Das Wachstum ist überproportional. Auch wenn man von dem Gesamtumsatz – noch – noch nicht leben kann, so ist es doch ein schönes Beispiel. Ohne großen Aufwand läßt sich dieses Modell in verschiendene Länder und mit neuen Services skalieren.

Der wesentliche Unterschied zum Webseiten Marketing ist, daß 3D Objekte erstellt werden, die sich leicht in die Umgebung des Nutzers kopieren lassen.

Obwohl die Verlinkung im Web sehr niedrig ist – und der Service scheinbar wenig bekannt-, ist dagegen die Verlinkung in Second Life selbst sehr hoch. Unsere Kunden kopieren und bewerben die Terminals innerhalb von Second Life. Im Web wird das Angebot hingegen kaum in Blogs besprochen oder Social Bookmarks zum Service gesetzt. Google kann 3D Welten nicht in ihren Index aufnehmen und somit die Webseiten noch nicht angemessen im Ranking bewerten.

So funktioniert der Geldautomat

Unser Service hat viele Vorteile gegenüber der Lindex von Linden Lab, dem “normalen” Weg Lindendollars zu kaufen: Das Bezahlen per Telefon (pay-by-phone) ist einfach, schnell und anonym. Zudem braucht man für den Service keine Kredikarte und keinen Paypal Account. Diese Vorteile überzeugen inzwischen tausende Nutzer , die den Dienst regelmäßig in Anspruch nehmen.

All diese Vorteile haben aber ihren Preis. Dass man bei uns nur 200 L$ für 1 Euro erhält, hat vor allem damit zu tun, dass die Telefonnetzbetreiber kräftig verdienen.

Alternativen

Als Alternative bieten wir daher seit kurzem auch andere Bezahlalternativen an. L$ können direkt per Überweisung gekauft werden, was auch einen gewissen “Load-Balancing” Effekt auf unser eigenes Konto hat. Wir können selbst nicht unbegrenzt L$ auszahlen, sondern müssen uns auch um eine günstige Beschaffung kümmern. Lindendollar können direkt zu einem besseren Kurs gekauft werden (wir zahlen mind. 330 L$ für einen Euro). Direkt heißt: Bezahlung per Überweisung in Euro. Das ist nachvollziehbar und sicher. Sobald das Geld bei uns eingetroffen ist, zahlen wir die L$ an den Avatar aus.

Wir zahlen:

  • Für 20 Euro: 6600 L$
  • Für 50 Euro: 16500 L$
  • Für 100 Euro: 33500 L$
  • Höhere Beträge auf Anfrage per IM in Second Life

Und so geht’s:

  • Die Überweisung wird immer per IM in Second Life ankündigt
  • Ebenfalls per IM: Name und Anschrift, wenn eine Rechnung gewünscht wird
  • Überweisung des Betrags auf das Konto
  • Sobald der Betrag auf dem Firmenkonto gutgeschrieben ist, werden die Lindendollars an den Avatar ausgezahlt.
  • Gegen eine Gebühr 600 L$ schicken wir auch eine Rechnung auf Papier.

Secret City – Die deutschsprachige Alternative zu Second Life?

von JKoehler

Was macht Secret City?

Die deutschsprachige 3D-Welt Secret City möchte in die Fußstapfen von Second Life treten und schlägt dabei eine Rute ein, die kommerziell sehr erfolgreich sein kann: Man verzichtet auf “user generated content”, dafür konzentriert man sich auf Matchmaking, Dating und Erotik. Während in Second Life Dating und virtueller Sex nur eine Facette des Lebens ist, so machen die Betreiber von Secret City kein Hehl daraus, was hier im Vordergrund steht:
Vergiss den Alltag, lerne nette und aufgeschlossene Menschen kennen, verabrede Dich mit ihnen und lass Dich verführen.

Ein spannendes Abenteuer voller Vergnügen, Leidenschaft und Verführungen.
Der teilweise hohe erotische Reiz der Avatare, der dem “ersthaften Business” in Second Life manchmal im Wege steht, dürfte bei Secret City der Motor des Geschäfts sein. Viele werden gerne 20 Euro im Monat dafür ausgeben, ihrem (zumeist weiblichen) Avatar Unterwäsche aussuchen zu dürfen.

Da man bis zu 1 Million Mitglieder anstrebt, wird es bei diesem Geschäftsmodell auch unerheblich sein, ob “liebevoll gestaltete Online-Geschäfte wie ein Versandhandel oder eine Internetapotheke” (Zitat von der SC-Website) entscheiden zum Umsatz beitragen. Second tought: Wenn sie dem Umfeld entsprechende Produkte anbieten, kann das durchaus der Fall sein.

Alles in Allem erfolgversprechend aber sicher keine Plattform auf der sich eine BMW oder eine Deutsche Bank präsentieren möchte. Selbst bei Lifestylemarken sind da sicher vorsichtig.

München in Second Life

von JKoehler

Ein Modell der Innenstadt von München  wurde kürzlich realisiert. Hier eine Videovorschau der Stadt.

Die Highlights:

  • 220 Gebäude

  • 15 Sehenswürdigkeiten

  • 5 Kirchen

  • regelmäßige Berichterstattung in den Medien

  • hochwertiges Umfeld für Marken

  • technisch zuverlässige Umsetzung

Kann Second Life das Städtemarketing revolutionieren?

Meiner Ansicht nach ist das schwierig.  Unter anderem aus folgenden Gründen:

  1. noch geringe Reichweite
  2. hohe Hardware Anforderungen
  3. bisher fehlende Integration in die normalen Suchmaschinen von SL Inhalten

Der einzige bleibende Unterschied zu Google Earth ist, daß die Modelle mehr Details haben und das Avatare die Welt betreten können. Gemeinsames Erleben soll angeblich bald in Google Earth integriert sein.

Der einzige Vorteil für Sponsoren bliebe damit die PR Aufmerksamkeit. Anstelle teure Werbeanzeigen in Presse und TV zu schalten, könnten dann journalistische Inhalte zur Hälfte des Preises die Aufmerksamkeit in der Zielgruppe verschaffen. Doch reicht das als Verkaufsargument aus, um derartige Modelle zu einem finanziellen Erfolg zu verhelfen?

Second Life mit eigener Boerse

von Reto Hartinger
Second Life überrascht mich immer mehr. The World Stock Exchange sitzt für einmal nicht in New York, sondern auf einer Insel im Second Life und gehandelt werden Hype String, Spontaneous Rich Investments Inc., Ginko Perpetual Bonds, Capital Limited und mehr – alles in der Second Life eigener Währung Linden Labs. Es gibt auch IPOs.

Ginko Financial hat übrigens bereits Pleite gemacht (Verlust 750 000 Dollar). Hä, wie ist das möglich? Ginko hat seinen Depoteinlegern 40 % Zinsen versprochen und zuerst sogar 100 % p.A. bezahlt. Die Sache hat nur einen Hacken – wenn Ginko Geld ausleiht um auch Geld zu verdienen, muss sie dies einem Avatar geben. Tja und wie nun treibe ich Geld ein wenn dieser nicht bezahlen will?

Ein weiterer Ort für Gamblers.

Wir besprechen die Relevenz von Second Life für Firmen in unserem nächsten Internet Briefing vom 4. September. Mehr Infos und Anmeldung:
http://www.internet-briefing.ch/secondlife

Hier eine Tour in die Second Life Börse gemacht von einem TechCrunch Mitarbeiter.

clipped from www.techcrunch.com

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