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Referate an der ONE Konferenz

von Reto Hartinger

Es soll mich einer, nein lieber eine ganze Horde, zurückhalten. Die ONE Konferenz, vom 9. und 10. Mai 2012, ist auf gutem Wege und ich bin so dermassen von den Referatseingaben besoffen, dass ich zusätzlich am 1. Tag Abendtracks von 16.15-19.15 eingeführt habe. Zum Beispiel zum Thema Intranet, das wir gar nicht im Programm hatten. Aber was soll ich machen, wenn die besten Referenten gute Themenvorschläge machen? Für einige Themen reichen die 3 Stunden nicht aus, um all die guten Referate unterzubringen. So werde ich wahrscheinlich diese in den Sessions der Abendtrack unterbringen. Das Programm wird sich also demnächst nochmals erweitern. Hier siehst Du wie sich das Porgramm entwickelt

Zu den Firmen die gleich mehrere Referatsvorschläge eingereicht haben, gehören (Auszug, nicht vollständig) zum Beispiel:

Blogwerk, Crealogix, Edorex, Infocentric Research, INM, Microsoft, Namics, Netcetera, PriceWaterhouseCoopers, SAS Institute, Unic, Zeix

Möchtest auch Du in diesem Umfeld vortragen? Traust Du Dir zu, einen Vortrag vor einem fachkundigen Publikum zu halten? Kannst Du Deine Erkenntnisse anhand von konkreten Fallbeispielen mit Zahlen oder Fakten aus Studienresultaten belegen? Bergen Deine Erkenntinisse  Überraschendes und kannst DuHandlungsanweisungen geben, welche die Zuhörer am nächsten Tag in ihren Projekten umsetzen können? Dann wäre ich interessiert, wenn auch Du einen Referatsvorschlag einreichen würdest. Aber beeilde Dich, die verfügbaren Slots pro Thema schliessen sich.

Schau Dir das Konferenz-Programm an und sag mir was Du davon hälst

Die ONE Konferenz

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iTV – das ist zu erwarten

von Reto Hartinger

Jetzt hat bald jeder über das TV-Set von Apple berichtet und dennoch ist fast nichts konkret. Ich schaue auch in die Kristallkugel:

Bedienung

Apple kann kaum mit einem besseren Display punkten. Der iTV müsste auch mehr als 3 Geräte in einem sein. Es muss eine bessere, einfachere Bedinung her. Das kann über Gesten oder Sprache geschehen. Eine Fernbedienung entfällt, aber jedes iOS Device kann diese Funktion übernehmen, so gewünscht. Der iTV erkennt über die Kamera und Gesichtserkennung wer vor dem Fernseher sitzt. Mit Gesten wie flippen kann von einem zum nächsten Kanal gezappt werden oder man sagt einfach zdf und  siri lässt den TV zum richtigen Sender springen. Multitouch Apps können sich mit Gesten bedient werden. So ist es möglich, dass zwei Personen gleichzeitig eine App bedienen (vielleicht noch nicht in Version 1). Ich kann einen Film am iTV ansehen, muss aus dem Haus und sehe an der gleiche Stelle auf dem iPad oder iPhone unterwegs weiter. Am neuen Ort angekommen schaue ich auf dessen iTV oder PC weiter.

So hässlich wird der iTV kaum aussehen. Aber mit diesem Gerät beherrscht Apple das die Wohnung

So hässlich wird der iTV kaum aussehen. Aber mit diesem Gerät beherrscht Apple das die Wohnung

Hardware

Der iTV kommt mit einem eigenen Chip. Entweder eine abgespeckte Version derer, die zurzeit in den iOS Geräten sind oder gleich der neueste Chip. Eine Preis/Feature-Frage. Er kann mit allen anderen Geräten kommunizieren, diese steuern oder von diesen gesteuert werden. Der Sound des iTVs lässt sich so über die Stereoanlage hören und das auch in anderen Zimmern. Umgekehrt können alle anderen Devices Daten und Befehle an den iTV übergeben. Natürlich kann der iTV alles was ein iOS Gerät kann, also Harddsicrecording, Internet , iOS-Apps und FaceTime. Man kann gleichzeitig fernsehen und eine App ein einem Fenster laufen lassen (z.B. FaceTime). So wird der TV auch zum live Kommunikationskanal mit dem Sender.

Content

Es ist davon auszugehen, dass Apple auch hier unique sein will. So kann man nicht nur aus zig Sendern auswählen, sondern sich Kanäle selber zusammenstellen. Z.B. eine Serie von CBS zwei andere von ABC und so weiter und das für eine monatliche Gebühr. Das Problem ist, dass die Leute dann nur noch die Renner schauen und die Sender auf dem weiteren Mist hocken bleiben. Das wollen sie natürlich nicht und daran klemmts. Das müssten sich die Sender hoch entschädigen lassen oder ablehnen und Apple im Gegenzug will eine günstigen Montasgebühr. Apple hätte die Möglichkeit solche TV-Shows zeitversetzt anzubieten. Dann könnte Apple diese werbefrei oder mit eigener Werbung bespielt in eigenen Sende-Gefässen streamen. Apple hat den Sendern angeboten, ihre Inhalte via Werbeeinnahmensplitting zu refinanzieren. Mit der Gesichtserkennung weiss das iAd wer und wieviele Personen das jeweilige Programm ansehen. Ein starkes Angebot für Werbetreibende. Der TV wäre plötzlich noch messbarer als das Internet. Sender können den Screen splitten und eine eigene App laufen lassen. Z.B. mit Hintergrunddaten während eines Tennis-Matches oder man zeigt sowas wie eine Twitterwall mit dem was Andere über die Sendung meinen. Das hätte über Apple PING gehen können. Schade, dass PING im Musikbereich gefloppt hat. Vielleicht ist Apple klug genug um fremde Apps zuulassen. Auch diese Interaktivität könne sich messen lassen und den Profilen der einzelnen Zuschauern zugeordnet werden. Profile wie wir sie im Internet kennen, wären nur noch ein Abklatsch der iTV Möglichkeiten. Die Werbeprofile könnten auch die anderen iOS Devices übertragen werden. Damit würde iAd endlich abheben. Man sieht, iTV hat noch viele Baustellen, die nicht mit der Hardware zutun haben. Erinnern wir uns an den Launch des iPhones. Da gab es noch gar kein Oekosystem, keine Apps und trotzdem hat das Teil abgehoben. Eine erste Version muss noch nicht alles können.

Preis

Billig kann das iTV nicht sein. Zurzeit werden in den USA 44 Mio TVs verkauft, meist 38 Zoll TVs, durchschnittlich kostet ein TV 460 Dollar.  Der iMac startet bei 1200 Dollar mit 21 Zoll Bildschirm und  2000 Dollar für 27 Zoll. Ein iTV könnte in verschiedenen Grössen zwischen 1500-3000 Dollar kosten. Ich glaube nicht, dass Apple mit einem 3D Bildschirm kommt. Es braucht noch Raum für den iTV 2.

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One more Thing zu Steve Jobs Geburtstag? Apple wird bis April 2012 alle Geräte generalüberholt haben.

Verfügbarkeit

Von der Hardware her gibt es keinen Grund wieso man das Teil nicht bereits im März anbieten könnte. Quellen meinen dass es Herbst oder gar Ende 2012 wird. Augst/September war früher der Termin um Fernseher zu lancieren. Noch rechtzeitig für den Handel um im Weihnachstgeschäft voll abzuschopfen. Heute ist der Treiber nicht mehr der Weihnachtsmann, es sind sportliche Grossanlässe wie die Olympiade in Londen im 2012 oder eine Fussball-WM so das Gerät international einschlagen soll. Ist eine Lancierung erstmal für die USA vorgesehn, müsste der iTV vor dem SuperBowl kommen. Im 2012 wird Apple  a l l e  Geräte generalüberholt haben. Sie alle werden in die “Wir sind zu einem Oekosystem verschweisst” Strategie eingepasst. Die neuen Intel-Chips sind im April verfügbar. There is one more Thing könnte dannzumal der iTV sein oder, meine Vermutung, Apple bringt das iPhone 5 bereits im Januar und den iTV zu Steve Jobs Geburtstag am  24. Februar zusammen mit dem iPad 3 und neuen iPods. Hätte Steve in seinen Memoiren den iTV erwähnt, hätte nicht ein fixer Termin bestanden? Zudem hat Apple einen Pressetermin für Ende Januar in New York reserviert. New York ist eine Neuheit (könnte auch bedeuten, dass Siri für andere Sprachen lanciert wird. Drum mit New York die Nähe zu Europa).

Was heisst das für die hiesige TV-oder gar Medien-Industrie?

Ganz streng genommen entstehen neue Sendeplätze. War es früher wichtig bei der Cablecom auf den ersten 4 Plätzen zu sein, wird hier ein neues Gerangel losgehen, das eher der Suchmaschinenoptimierung ähnlich ist als dem Verhandeln mit der Cablecom. Der User entscheidet, wo ich lande oder vielleicht noch Apple. Die Auswahl von den Chanels wird so laufen wie die Vorschläge im App-Store, nach Themen und Beliebtheit und mit Genius-Vorschlägen. Es wird eine Boggisierung des TVs stattfinden. Wenn einzelne Sendungen und nicht mehr Sender wichtig werden, können sich plötzlich spezialisierte Kleinstanbieter einen Platz an der Sonne ergattern. Wieso muss das unbedingt TV sein. Eine Tageszeitung kann genauso in den Newskanal kommen wie 10vor10. Es gibt ein ganz neues Wettrennen und die Grossen werden nicht unbedingt die Gewinner sein. Tamedia hat rechtzeitig das Lokalfernsehen verkauft, ob sie aber in ihrer Strategie bereits soweit sind, interaktives Community-Fernsehen anzubieten, wage ich zu bezweifeln. Heute ist erst Joiz.ch bereit. Fernsehen der Zukunft muss für jede Zielgruppe kultig sein! Und Fernsehen wird nicht mehr gleichzeitig geschaut. Ein Kanal kann wochenalte Sendungen beinhalten, die ich jederzeit abrufen kann.

Eine oder doch mehr Fragen an den Leutschenbach.

Ist SF darauf vorbereitet, dass z.B. die Abteilung Unterhaltung gar nicht mehr in Konkurrenz mit der gleichzeitig ausstrahlenden ARD steht sondern vielleicht sogar mit sich selber, Sendung A die erstmals am Mittwoch im Abendprogramm war mit Sendung B die jetzt gerade läuft? Wie geht man mit Communities um? Pflegt man die? Wie? Könnte es sein, dass plötzlich Verlage doch zur Konkurrenz werden?

Eine Frage an die Publigroup: Nachdem man die letze Reorganisation verdaut hat und die nächste vorbereitet, verfügt man über das Personal um mit den Kunden über solche interaktiven Konzepte zu diskutieren?

Im Druckgewerbe musste man alle 4 Jahre einen neuen Beruf erlernen, weil es den alten einfach nicht mehr gab. Jetzt geht dasselbe bei den Inhalten los. Lieber Journalist, lieber Verlagsleiter, lieber Produzent, lieber Werbeverkäufer etc dein Wissen, deine Erfahrung und dein Instinkt darfst du vergessen, je schneller desto besser. Die Zukunft wird gerade erfunden und sie wird maximal vier Jahre gültig sein. Du wirst sie mitgestalten oder andere werden es tun. Welche Strategie sticht, ist im nachhinein sehr logisch erklärbar. Zurzeit tüfteln noch alle am Businessmodel herum. Paid versus Free oder zieht Freemium? Unabhängig vom Businessmodel muss sich das Angebot an die sich ändernden technologischen Möglichkeiten und den sich daraus ergebenden neuen Verhalten der Konsumenten richten.

Ich werde mit dem Internet Briefing diese Entwicklung begleiten. Ein erstes Event wird es am 9. und 10. Mai dazu an der ONE Konferenz geben. Stay tuned.

OnE: Messe, Konferenz und Beratungshilfe

von Reto Hartinger

Eigentlich braucht es ja gar keine Messe. Man kann sich schneller und jederzeit im Internet informieren, möchte man den persönlichen Kontakt, kommen die Anbieter auch gerne zu einem Beratungsgespräch. Es ist auch noch keine Agentur konkurs gegangen, weil sie nicht an einer Messe auftrat. Wieso berichtet die Presse, dass der Hartinger mit seinem Internet Briefing ein so veraltetes Vehikel mitorganisiert?

Sicht der Besucher

Evaluation hat mit Wissen und Spüren etwas zu tun. Man muss sich Wissen aneignen um richtig evaluieren und entscheiden zu können. Dazu sind Referate geeignet. Man kann von den Best Practices Anderer profitieren und Fehler vermeiden. Das ist bares Geld wert. Ist man inspiriert, möchte man auch die möglichen Angebote und Anbieter sowie Umsetzer kennen lernen. Das gehört zum Spüren. Man möchte spüren, ob der potenzielle Partner zu einem passt. Und man kann erste Abklärungen vornehmen ohne sich outen zu müssen.

Sicht der Aussteller

Ich habe Messen als Besucher gehasst, aber als Aussteller geliebt. Da kommt doch tatsächlich ein potenzieller Kunde als Bittsteller. Ich muss nicht die Klinke bei ihm putzen, er kommt mit einem Anliegen zu mir. Eine tolle Situation, die man ausnützen sollte. Jetzt habe ich den Wohlfühlgrad in der Hand. Ich habe es in der Hand wie willkommen und aufgehoben sich der Kunde fühlt. Bei einem Beratungsgespräch beim Kunden bestimmt dieser wie stark er den Berater an sich ran lässt. Kommt er zu mir, bestimme ich die Inszenierung, ich kann ihn beraten, bewirten und pflegen. Das kann ich mit Neukunden und mit bestehenden Kunden machen. Aber damit nicht genug. Ich kann im Vorfeld der Messe alle Kunden anschreiben, kann ihnen Anreize geben oder wichtiges Mitteilen ohne dass es Spam ist. Das war auch ein wichtiger Punkt für mich. Ich erhöhe die Anzahl Touchpoints und wenn ich es richtig mache, finde ich heraus wer gerade an welchem Thema dran ist. Unbezahlbar.

Der Erfolg eines Messeauftrittes hängt als vor allem mit der Vorbereitung und wie ich die Kundenbeziehung konzipiere. Wie ich diese Kommunikation inszeniere. Ich helfe Dir gerne mit Tipps.

Die Konferenz

Mit der Konferenz bestimmen wir weitgehend, für welche Themen wir auf welchem Level Besucher anlocken. Auch wenn diese dann nur die Messe besuchen. Die Konferenzthemen, deren Gehalt und Nutzwert bestimmt, was wir von einem Messebesuch erwarten können. Wir müssen also die bestmöglichen Referate anbieten. Dann hat nicht nur der Kongress Erfolg, sondern auch die Messe. Es geht also nicht darum, Messeaussteller ihre Prospekte vorlesen zu lassen, sondern es geht um Nutzwert für Internet-Entscheider. Dafür stehe ich ein. Hier bist Du nochmals gefordert, hast Du einen guten Referatsvorschlag? Fülle das Formular Call for Speakers aus

Die Sicht der Macher

Zum Messeerfolg braucht es auch ein Messeteam das etwas vom Inhalt versteht. Michael von Babo hat immer gute Messen gemacht, weil er die Themen gelebt hat. Ich glaube hier ist es wieder der Fall. Ich verstehe ja einiges vom Internet, aber von E-Commerce versteht Thomas Lang von Carpathia einiges mehr. Er hat die nötigen Kontakte und Wissen um den E-Commerce Bereich inhaltlich bestens zu füllen und die Macher von Blogwerk verstehen Bogging, Medienproduktion und Social Media und dann sollten sich auch die Mitglieder des Internet Briefings einbringen. Wer möchte seinen Bereich einbringen? Zum Beispiel Mobile, Webentwicklung, Outsorcing, Cloud Services, Online Marketing oder Security? Themen gibt es noch genug zu besetzen. Jetzt seid ihr dran. Mach mit bei der OnE, als Mitorganisator, als Aussteller, als Referent oder als Besucher am 9. und 10. Mai in der Messe Zürich.

Kongress

Es wird 2 – 4 Slots gleichzeitig geben. Jeweils von 08.45-12.00 und von 13.00-15.45. Themenblöcke von 3 Stunden mit 3 – 4 Referenten.

Regional TV ist ein Auslaufmodell

von Reto Hartinger

Tamedia hat TeleZüri verkauft, jetzt verkauft Edipress seine Regionalsender. Wieso? Das Konzept Regionalfernsehen ist aus dem letzten Jahrhundert. Interaktive Konzepte können kaum eingeführt werden. Die regionale Beschränkung is ein zusätzlicher Klotz am Vermarktungsbein. Wer heute TV via Internet fährt der hat diese Beschränkung nicht. Zudem ist das Verlagshaus der Zukunft kein Print-, Radio- und TV- sondern ein Multimedia-Unternehmen. Unter einer Marke kann alles angeboten und auf verschiedene Kanäle gepusht oder in einem vereint werden. Wieso soll auf einem iPad nicht Text und Video vermischt sein? Tagesanzeiger (ok der Name ist bereits ein Hindernis) könnte als Marke für TV, Print, Magazin einfach alles sein – das in einem iPad Format das alles integriert. Auf einem alten TV würde man dann halt nur das Fernsehen sehen, auf modernen TVs unterscheidet sich der Inhalt zwischen iPad und TV kaum mehr. Etc. nur noch das Device bestimmt in welcher Einschränkung ich etwas sehen kann. Der Jugendsender Joiz macht vor, wie die Kommunikation mit den Inhaltekonsumenten über alle Kanäle  zu bewerkstelligen ist.

Zudem ist die derzeitige Messung von TV Einschaltquoten ein Witz. Allein schon die Altersspanne ist zu gross. Ok, bei dem Leistungsangebot von 50 bis 100 Programmen wiese ein Panel für 20-25jährige auf vielen Sendern gar keine Zuschauer aus. Das ändert sich schlagartig wenn nicht mehr hochgerechnet werden muss, sondern die realen Zugriffe gemessen werden. So wird auch die Fernsehwerbung und deren Konzepte mehr unter Druck kommen. Sender welche diese Innovation nicht mitmachen, werden mittelfristig auf der Strecke bleiben.

Auch deshalb versuchen die Verlage zu verhindern, dass sich die öffentlichrechtlichen Sender im Internet ausbreiten. Sie wollen verhindern, dass diese moderne Konzepte aufziehen.

Zukunft der TV-Inhalte: Schweiz zeigt sich innovativ

von Reto Hartinger

Die Schweiz war schon immer innovativ wenn es um neue TV-Formate ging. So war das Karusell bahnbrechend – ja weltweit. Dann gab es die 24stundenreportagen etc. etc. Ziemlich einzigartig ist der TV-Sender für Jugendliche Joiz. Er richtet sich radikal auf seine Zielgruppe aus und zwar nicht nur inhaltlich, das Internet wird auch voll einbezogen. Man kann Joiz eigentlich gar nicht sehen wenn man nicht gleichzeitig im Internet ist. Neu stellen Joiz und die Migros eine Reality-Show auf die Beine: Die «M-Budget WG».

Eine Jury hat fünf Wohngemeinschaften ausgewählt, die eine Wochenaufgabe lösen müssen, die von der Community via Internet bestimmt wird. Täglich werden Clips darüber auf Joiz ausgesstrahlt. Die Zuschauer entscheiden wöchentlich mittels Internet-Voting, welche WG die Aufgabe am besten gelöst hat. Die WG mit den wenigsten Stimmen scheidet aus. Die Gewinner-WG wohnt ein Jahr lang gratis, erhält kostenlos M-Budget-Produkte und feiert auf Rechnung der Migros eine grosse WG-Party.

Neben den täglichen Clips, zeigt Joiz jeden Donnerstag in einer Live-Sendung die besten Clips der Woche und die Entscheidung,

welche WGs eine Woche weitermachen dürfen.

Für die Migros ist die Sendung ein starkes Branding. Wieviel der Detailhandelsgigant das Engagement kostet, wurde nicht bekannt gegeben.

iTV kommt mit iCloud

von Reto Hartinger

Es war schon erstaunlich wie ruhig es war um Video-Content bei der Vorstellung von iCloud. Da ging es nur um Musik. Hm. Dabei wurde gemunkelt, dass Apple mit ganz Hollywood Verträge unterzeichnet hat. Das besträckt mich zur Annahme, dass der iTV von Apple diesen Herbst endlich kommt.

Das Offering von Apple schien eigentlich nie den TV zu konkurrenzieren. Es gab einfach nichts Neues. Auch mir ist die Revoltion nicht wirklich in den Sinn gekommen. Bis jetzt. Aber schauen wir doch einmal an, was der iTV bis jetzt leistet

1. Apps. Damit wird der TV zur Arbeits- und Spielkonsole

2. TV mit Hard-Diskrecording

3. Hollywood – man kann die Filme mieten

.4 Internet kommt ins Wohnzimmer und kann mit der ganzen Familie geteilt werden

5. iCloud. Alles kann aus der Cloud bezogen und mit allen anderen Devices geteilt werden. Also ich kann ein Film auf dem TV sehen, dann fahre ich zur Arbeit und schaue mir den Film an der Stelle wo ich angehalten habe auf dem iPhone weiter an.

6. und …. das erkläre ich gleich

Das hatten wir doch alles irgendwie schon. Das gibt mir zwar ein nettes Gefühl, ändert aber nicht so wahnsinnig viel für mich.

Jetzt hat Apple aber die Voraussetzungen, dass sich doch etwas entscheidendes ändert. Nachdem nun alle Software auf iOS übertragen sind, könnte der iTV dazu genutzt werden die eigenen Filme zu schneiden und diese auf die iCloud zu laden und mit anderen zu Teilen. Es wäre in Youtube Konkurrenz mit voller Länge und HD Qualität geboren.

Was die Konkurrenz nun wieder nicht machen könnte, wäre die Videoschnittsoftware und die Verteilplattform zur Verfügung stellen.  Das Geschäftsmodell von Apple ist wieder einmal viel einfacher als jenes von Googles Youtube. Youtube ist fast nicht mehr zu gebrauchen, dermassen zugepflastert von Werbung. Apple braucht keine Werbung, die Hardware birgt genügend Marge. Die Konkurrenz schaut wieder einmal in die Wäsche, weil ein entsprechnd umfassendes Angebot fehlt. GoogleTV ist ja glänzend gescheitert und die entsprechende Hardware dazu auch.

Mit dem iPad hat Apple erstmals auch die Massenmarkt-Vermarktung begriffen. Was Premium ist, muss keinen Premium-Preis haben. Alle Komponenten zusammen kosten bei der Konkurrenz heute 2000 Dollar, Apple könnte den iTV zum selben Preis anbieten. Die Konkurrenz wäre auch da machtlos. Apple verdient am Oekosystem. Es wird wieder extrem lukrativer für die iOS Plattform zu entwickeln. Noch mehr Software für iOS verkauft auch mehr andere iOS Devices.

Google TV floppt

von Reto Hartinger

Google TV ist eigentlich ein sehr gutes Stück Software, ein gutes Konzept. Dass man Apps auch auf dem Fernseher ausführen kann, halte ich für hochgradig spannend. Dass man zu Fernsehsendungen bessere Informationen bekommt ist nützlich. Dass man über sein Fernseher auch noch Videokonferenzen machen kann, ist genial. Google TV ist gut. Einzig, es fehlt ihm der Inhalt. Die Rechtehalter blocken und sperren wo es geht. Damit fehlt Google TV die Grundlage. Auch die Hardware ist hässlich und zu teuer. Sie verkauft sich nicht. Google TV ist vorerst für alle Beteiligten ein Verlustgeschäft. Kann das Google noch drehen?

Pad Boom schon vorbei?

von Reto Hartinger

Apple will nächstes Jahr 40 Mio iPads bauen. Und die Konkurrenz? Man könnte annehmen, dass nächstes Jahr 60 – 80 Mio Pads, Slates oder wie immer, über den Ladentisch gehen. Wirklich? Tatsächlich haben Leute in meinem Umfeld ein iPad gekauft, denen ich das nie zugetraut hätte. Ja und niemand konnte genau das damit anstellen für was er oder sie das Ding gekauft hat, aber weggeben wollen sie es auch nicht mehr.

Ein Massenphänomen

Damit das iPad ein Massenphänomen wird, braucht es aber noch eine Menge Software dazu. Ich habe meine iPad-Nutzung so alle 3 – 4 Wochen komplett geändert, immer je nach Verfügbarkeit von neuen Apps. Zum Surfen brauche ich das Ding schon ganz und gar nicht mehr. Aber 30 000 Apps sind zu wenig. Es fehlen die Killer Apps. Eine App die ich bezahlen muss, benutze ich ausser Pages nicht (ja und das benutze ich auch nicht) bzw wird entsorgt sobald sie zu kosten beginnt.

Meine Favoriten:

Backgammon

BlickTV (ich liebte es darauf Fernseh zu schauen, wirklich ein Erlebnis. Da es jetzt kostenpflichtig ist, wurde die App zum Fernsehprogramm degradiert)

Chess-Free

Clock Free

Samschtig Jass (ich reg mich aber fürchterlich über die Dummheit meines Compi-Partners auf)

SF Schweizer Fernsehen (ich würde gerne mehr Sendungen sehen können. Ich schau mir verpasste Newssendungen aber vor allem Giaccobo Müller und die Arena). Ein Livestream und ich würde mehr auf dem heimischen Sender schauen

TA – die TagesAnzeiger News – die App ist super, der Inhalt eher nicht. Aber ich lese jeden Tag mehrmals – praktisch alle Artikel.

That is it. Die find ich gut gemacht und brauche ich öfters

Ab und zu benutze ich

Facebook

Skype

MSN

Gmail

WordPress

Die anderen Apps fristen ein erbärmliches Dasein. Sie begeistern mich nicht mehr.

News haben es also bei mir zwar geschafft mich während des ganzen Tages zu begleiten, aber eine einzige News-App ist zu wenig. Ich lese sicher 40 Quellen via RSS Feed.

Produktivitätstools benutze ich auch keine. Da könnte in Sachen Apps noch viel gehen. Es hat zwar geheissen, dass man Google Apps jetzt editieren kann – gesehen habe ich es noch nicht. Dann würde ich das iPad stärker nutzen.

Die iPad Killer sehen bis jetzt aus wie Rohrkrepierer. Der iPad 2.0 muss kräftig zulegen, damit tatsächlich 40 Mio iPads verkauft werden und nur dann lohnt es sich auch, dass die Inhalteanbieter tatsächlich massiv in das iPad investieren. Das Magazin Daily aus Rupert Murdochs Küche würde ich für 1 Dollar die Woche abonnieren – ist es denn so gut wie man es annimmt und wäre es auf Deutsch. Englisch mag ich News nicht lesen – heute haben die ja keinen Zeitvorsprung mehr.

Werbung auf dem iPad stört mich nicht und ich klicke sogar öfters drauf als im Internet.

Welche Apps benutzt du?

It’s all about FaceTime

von Reto Hartinger

Die Smartphone-Hersteller machen intelligente Telefone, Apple ein Handy mit dem man via Video  kommunizieren kann. Und dies obwohl ja eigentlch Apple mit den vielen Apps brillieren könnte. Techfirmen sind verliebt in Zahlen. Sie prahlen mit Giga, und Mega-Herz ober -Bytes und verlieren den Kundennutzen aus den Augen. Das ist kein Problem, das machen sie schon über 20 Jahre so und sie sind nicht lernfähig. Deshalb sind ihre Produkte dann auch dementsprechend.

FaceTime auf alle Geräte

FaceTime ist aber das viralste Feature des Telefons. FaceTime macht nur Sinn, wenn auch meine Lieben ein iPhone haben. Der Druck auch ein iPhone zu haben ist als Mega oder gar Giga. Oder es ist ein kolossaler Flop. Andere Soft- und Hardware-Hersteller verspüren keine Lust ihre Produkte FaceTime kompatibel zu machen. Dies zwingt Apple dazu, so rasch als möglich FaceTime auf alle Geräte zu bringen. So ist es nicht auszuschliessen, dass das iPad eine Frontkamera bekommt. Dies wiederum macht eher Sinn für ein 7Zoll als für das bestehende iPad.

iPad Distributionsnetz gewaltig vergrössert

Apple hat das iPad Distributionsnetz gewaltig vergrössert. Zum Weihnachtsgeschäft kommt sogar noch Walmart dazu. Passt ein 7Zoll iPad dazu? Ich bin gespannt – dann hätte das iPad quasi 3 grössen, denn dann wäre das 7Zoll iPad nahe am iPod Touch.

FaceTime auf AppleTV und iTV

FaceTime ist auf dem AppleTV noch nicht möglich, müsste aber via App kommen. Der Renner wäre FaceTime aber erst auf einem Apple Fernsehgerät iTV. Cisco, Logitech und Sony haben die GoogleTV Hardware ziemlich verbockt. Apple könnte mit einem schönen Gerät und guter Software punkten. Einem TV mit einer Startseite quasi. Der iTV wird wohl erst dann kommen, wenn Apple auch Motioncontrol beherrscht und damit dem Wii & Co paroli bietet.

FaceTime von Verizon

Jetzt ist es mehr als Definitiv, dass Verizon und China Mobile auch ihr iPhone bekommen. Apple ist in den Verkaufszahlen heute bereits limitiert auf das, was die Hardwarelieferanten überhaupt produzieren können. Welche Komponente führt zu diesem Engpass? Ich glaube es war der Screen. Apple wird gewaltige Stückzahlen absetzen. In China hat es vor den Apple Stores sogar schon Schlägereien gegeben, weil einige Leute einfach so viele iPhone gekauft haben wie sie konnten und dann teurer vor den Läden wiederverkauft haben. Jetzt muss ein iPhone in China online vorbestellt werden und es kann pro Tag nur eines gekauft werden. Apple wird nächstes Jahr seine iPhone Verkaufszahlen mindestens verdreifachen und sich damit vor die Android-Geräte setzen.

Windows Mobile 7 hilft Apple

Apple kann über jeden neuen Konkurrenten froh sein.  WindowsMobile7 wird eher Simbian und Android angreifen denn Apple. Apple hat mit Videokommunikation via Handy das Feld besetzt. Microsoft muss also mit anderen Features auf sich aufmerksam machen und fischt damit eher im Teich von Android.

FaceTime wird 2011 auf über 100 Mio Geräten verfügbar sein. Das kreiert ein Momentum das immer stärker wird. Die anderen Hersteller werden erst merken was zu diesem Momentum geführt hat, wenn es zu spät ist.

Androids Probleme mit der Hardware

von Reto Hartinger

Google macht gute Software. Punkt. Android kommt auf viele Devices und kann sich damit stärker verbeiten als Apples iOs. Wirklich? Für das Telefon mag das ja noch stimmen. Für das iPad sehe ich schon schon mehr Probleme. Der deutsch iPad Konkurrent hat grad Konkurs angemeldet- das Produkt war einfach nix wert. Die Verleger haben schon Mühe beim iPad, ein Layout hinzukriegen das in alle Lagen schön kommt, hoch und quer z.B. Kommen nächstes Jahr noch 7 Zoll iPads dazu, kommt eine weitere Herausforderung dazu.

Bei Android gibt es Pads zwischen 7 und 12 Zoll – irgendwie müssen sich die Hardwarelieferanten von der Konkurrenz abgrenzen. Ein Albtraum fürs Design. Die Android Pads werden keine gute User Experience liefern. Sie werden zwar für 200 Dollar und weniger haufenweise über den Ladentisch gehen, viele User werden sich aber entäuscht wieder davon abwenden.

Noch schlimmer sieht es beim Google-TV aus. Sony und Co. haven es in 3o Jahren nicht fertig gebracht, einen zu bedienenden Videorecorder hinzukriegen, jetzt wiederhohlt sich das Verbrechen mit der Google-TV Fernbedienung. Man lasse sich das Bild einmal zu Gemüte führen.

Sonys GoogleTV Fernbedienung

Sonys GoogleTV Fernbedienung

Erinnern wir uns, wie einfach und schön Apple die iPods gemacht hat und es so niemals einem Konkurrenten möglich war, auch nur 10 % des Markets für sich zu erobern. Wir können nur hoffen, dass Logitech das besser im Griff hat. Wie schön, dass es eine iPhone App für GoogleTV gibt.

GoogleTV hat es auch nicht zustande gebracht, überzeugende Content-Partnerschaften an Land zu ziehen. Schade. Das wird weder GoogleTV noch AppleTV daran hindern, weiter Boden gut zu machen.

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