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Für die Medienwelt wirds brutal

von Reto Hartinger

Jetzt üben wir schon mehr als 10 Jahre und es ist noch keine vernünftige Antwort auf den schleichenen Tod des Papiers in der Medienwelt herausgekommen. Haben das die Verlage überhaupt nötig? Sie melden Rekordgewinne. Ist die Chefetage bei dieser Ausgangslage überhaupt noch nervös genug, um radikale Veränderungen anzugehen? Der Kleinanzeigenmarkt war ein Schlachtfeld das viel Geld gekostet und praktisch nichts eingebracht hat. Es ist zu erwarten, dass dasselbe bei den durch Tablet und iTV ausgelösten Veränderungen der Medien wieder passieren wird. Welches Konzept auch immer – es wird um Geschwindigkeit und Interaktivität gehen. Aus Abonennten werden Communities. Verlage müssen lernen dass es keine Kundenbindung Medien zu Konsument mehr geben wird sondern eine Konsument zu Konsument auf der Plattform des bzw der Medien. Diese Community muss sich über alle Devices auf der Plattform austauschen können. Der Redakteur wird zum Dompteur – Joiz macht es vor. Das Medium an sich gibt es auch nicht mehr, das Medium generiert zur Marke das sich über verschiedene Kanäle an seine Community richtet. Radio, TV, Print, Internet verschmelzen zu einer einzigen Marke über Transportkanäle. Eine Zeitung wird auch am TV gelesen und enthält Videos und es ist fast nicht mehr zu unterscheiden ist das jetzt ein TV-Kanal oder Internet oder weiss Gott was. Zugegriffen wird via Handy, Tablet, PC und TV – ja und es gibt ein Abo für alles. Die Medium-Marke, nennen wir sie mal Blick,  wird 24 Stunden News haben – auf allen Kanälen. Sie werden irgendwann einfach als Print (gratis am Abend für alle, für Abonennten eine Version am Morgen, am Donnerstag als Magazin mit mehr Hintergründen und Community Beiträgen und eine Version am Sonntag) zusammengefasst und ebenso als Nachrichten-Sendung auf de TV. Jedes Ressort wird ständig auf allen Kanälen präsent sein. Man kann Beiträge immer ansehen – auch wenn sie vor zwei Monaten gemacht wurden. Das ergibt neue Berufsbilder:

Der Themen-Manager

Weil der Blick nicht mehr einfach ein Durchlauferhitzer ist, gibt es für jedes Ressort Themen-Manager. Diese stellen Dossiers zusammen die Bestand haben und jederzeit aus jedem Medium abgerufen werden können. Schalte ich den Fernseher ein und gehe ich auf den Blick Kanal – sehe ich sowas wie die Frontpage. Das heisst das was gerade live läuft und ich habe Menüpunkte zu anderen Ressorts. Es kann sein, dass diese auch gerade live etwas im Programm haben, sonst kommt eine Konserve oder zum Beispiel nur grade aktueller Text. Fernsehen heisst inskünftig nicht nur bewegte Bilder sehen. Der Themenmanager bereitet Dossier aus Video, Audio und Print so auf, dass immer etwas spannendes zu sehen ist. Zu allem was läuft kann man auch zu Dossiers springen, während oder nach der Sendung. Der Themenmanager gibt Journalisten den Auftrag kurz eine Stellungnahme von einem Spezialisten via Skype zu machen und speist dieses in die Kanäle ein.

Der Community Redaktor

Er lässt Versionen von guten Kommentaren aus dem Live-Chat oder Kommentarfeld (wie bei Blogs) in die verschiedenen Kanäle einfliessen. Er bereitet diese Kanalgerecht auf. So erscheinen Live-Statements von Zuschauern im TV oder im Donnerstag-Magazin kommen grössere Kommentare oder deren Zusammenfassungen kommen in die Print und Internet/Tablet Versionen. Er ist dafür zuständig, dass nichtssagende Kommentare keine Bedeutung erhalten. Überwacht die Likes und gibt Ranglisten aus und macht Umfragen, deren Resultat er den TV Moderatoren oder Themenmanagern weiter gibt. Der Community Manager ist auch besorgt, dass die Sozialen Medien mit Inhalten befeuert werden und so Traffic auf die einzelnen Themen locken.

Die Leser

Der Leser baut eine Bindung zur Marke auf. Blick begleitet ihn über den ganzen Tag. Er kann sich sein Medienkonsum und die Inhalte individualisieren. Das Medium Blick könnte stärker werden als ein TV-Sender oder eine Tageszeitung. Das Packet wird er abonnieren wollen oder Einzelteile daraus.

Der Webemarkt

Für den Werbemarkt heisst das, ganz ganz genau dort sein, wo das Publikum affin ist. Blöd, jetzt wird auch TV Werbung aufwändig zu buchen und es gibt plötzlich präzise Einschalt und Aktivitätsquoten. Es müssen auch für Auftraggeber Abos her. Key-Account-Manager können im besten Sinne des Werbeauftraggebers auf den verschiedenen Medien Werbung platzieren. Schliesslich entsteht laufend neuer Content, der Werbefläche beinhaltet. Er ist befugt verschiedene Werbemittel ohne Rücksprache mit dem Werbeauftraggeber austesten.

Das Geschäftsmodell

Einnahmequellen sind Abos über alle Kanäle und einzeln, Einzelverkäufe von Beiträgen (eventuell über alle Kanäle aber mit x Artikel, Video gratis – danach bezahlt), Werbung, Werbeadministration, Contentpartnerschaften. Richtig gemacht, könnten TVs in arge Schwierigkeiten geraten, gegen eine solche Marke Blick konkurrenzieren zu können. Wie dramatisch sich das Business-Modell in den USA verändert hat, zeigt diese Grafik.

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Realisierbar?

Alles viel zu teuer, alles viel zu weit in die Zukunft gedacht. Ich weiss. Aber wie lange werden die Verlage für solche Konzepte brauchen? Ich beschreibe die Medien 3.0. Wer Strategien will, die heute umsetzbar sind, der besucht:

09.05.2012 – 13.00 – 15.45 , Messe Zürich

Medien 2.0 – ONE Kongress

http://internet-briefing.ch/onemedien

13.00-13.40 Strategien der Verlage im digitalen Zeitalter
Dr. Marcus Garbe, Geschäftsführer, Transaction Consulting GmbH
13.40-14.30 Zwischen Retweet und Dislike: Herausforderungen für die neuen alten Medien
Jacqueline Badran, Geschäftsführerin Zeix AG Andrea Rosenbusch, Partner Zeix AG
14.30.15.20 Individuelle Tageszeitung: von der Projektidee zum Markttest
Roger Wernli, Head Innovation & Business Development, Previon
15.20-16.00 Round Table

Für Internet Briefing Mitglieder und Gäste Fr. 220.-, Nichtmitglieder Fr. 295.-

Anmeldung

Strategien der Verlage im digitalen Zeitalter
Dr. Marcus Garbe, Geschäftsführer, Transaction Consulting GmbH
Durch die fortschreitende Digitalisierung und der immer höheren Reichweite von Smartphones und Tablet-PCs sei – vergleichbar mit der Entwicklung in USA – ein großes Titelsterben zu erwarten.  
Die Generation der über 40-jährigen bleibt den Kernpublikationen der Verlage (insbesondere den Tageszeitungen) treu – und hinter dieser Lesergruppe verbirgt sich bei den meisten Tageszeitungen mehr als 80 Prozent der Auflage. Im Gegensatz dazu ist die Bindung der jungen Zielgruppen an die Printprodukte nicht gelungen. Die Hoffnung, dass die Jugend „später“ zu den Printprodukten findet, hat sich als Illusion erwiesen. Das Ertrags- problem einer „aussterbenden“ Leserschaft wird bei den Verlagen über Vertriebspreiserhöhungen kompensiert.
Bei den Anzeigenmärkten scheint die Lage leider noch hoffnungsloser: Die Print-Rubrikenmärkte sind weitestgehend verloren. Auch die nationalen Werbebudgets schrumpfen und wandern in Richtung Online-Media. Das größte Risiko für die Verlage liegt bei den Einzelhändlern, die verstärkt Alternativen zur Print-Anzeige testen. Dies liegt zum Einen an neuen digitalen Geschäftsmodellen (z.B. Couponing, Rabattaktionen), aber auch verstärkt an dem Aufbau von eigenen e-Commerce Plattformen, bei denen nun performanceorientierte Online Werbung geschaltet wird, um die Kunden auf die Portale zu locken und zum Kauf auf der Plattform zu bewegen. Marcus bespricht mögliche Lösungsansätze:

  • Kerngeschäft: „More of the same – digitally“
  • (Warum die Einführung von Paid Content so schwierig ist)
  • Hybride Geschäftsmodelle: „Less of the same – digitally “
  • (Medien und Live-Entertainment – eine spannende Kombination für Anzeigenkunden und Leser)
  • Neue Geschäftsmodelle: „Something really new – digitally“
  • (Warum nicht Betten vermieten oder Hundefutter verkaufen?)

Zwischen Retweet und Dislike: Herausforderungen für die neuen alten Medien
Jacqueline Badran, Geschäftsführerin Zeix AG Andrea Rosenbusch, Partner Zeix AG
Unser Informationsverhalten verändert sich rasant mit der explosiven Ausbreitung von Social Media und mobilen Lesegeräten. Wie aber verhalten sich junge Mediennutzer heute tatsächlich? Haben die klassischen Medienhäuser noch eine Chance bei ihnen? Und wie werden der Medienkonsum und die Medieninhalte in Zukunft aussehen? Antworten darauf geben die Referentinnen u.a. anhand einer qualitativen Studie, in der Zeix junge Leute über ihren Medienkonsum befragt hat.
Gestützt auf das Userverhalten wird erläutert, inwiefern klassische Medien in den Dialog eintreten und ihre Themenführerschaft bewahren können. Müssen sich Medienhäuser dazu zu IT- Unternehmen wandeln? Jacqueline und  Andrea bieten eine Auslegeordnung für Handlungsbedarf und – spielraum und zeigen auf, welche Konsequenzen die neuen Kanäle für die Inhalte, Datenhaltung und die Interfacegestaltung der klassischen Medien haben. Anhand konkreter Beispiele gewinnt das Publikum einen Eindruck von Trends und Best Practices. Der Vortrag richtet sich an Medienverantwortliche aller Branchen.

  • Die neuen Medienkonsumenten
  • Welche Strategievarianten stehen Medien offen?
  • Was bedeutet dies für die (Web-)Geschäftsmodelle?
  • Wodurch wird eine gute User Experience erreicht, wenn Medien die Kontrolle über die Kanäle abgeben (müssen)?

Individuelle Tageszeitung: von der Projektidee zum Markttest
Roger Wernli, Head Innovation & Business Development, Previon
Die Medienindustrie befindet sich in einer doppelten Krise. Zum einen in einer wirtschaftlichen, weil das klassische Businessmodell der Werbe- und Anzeigenfinanzierung wegbricht und zum andern in einer strukturellen Krise aufgrund des verändernden Mediennutzungsverhaltens.

Oft kann im klassischen Kerngeschäft keine ausreichende Wertschöpfung mehr generiert werden, was neue Geschäftsmodelle verlangt. Durch die rasante Entwicklung der Digitalisierung und dem Aufschwung von neuen Technologien entstehen neue Marktchancen und die Herausforderung diese neue Technik mit Bestehendem zu verknüpfen.

In diesem Referat werden die Rahmenbedingungen dieses Wandels aufgezeigt und die Beschaffung und Nutzung von Informationsquellen untersucht. Die grund­legenden Eigenschaften von personalisierbaren Mediensystemen werden aufgezeigt.

Es werden Aspekte betrachtet, welche im heutigen Medien­nutzungs­verhalten berücksichtigt werden müssen:

  • Individualisierung
  • Personalisierung
  • Targeting
  • Im Geschäftsmodell der individualisierten Tageszeitung wird auf diese Aspekte und Veränderungen eingegangen.

Round Table

Die verschiedenen angesprochenen Thesen werden mit den Teilnehmern diskutiert.

Anmeldung


Werden Deine Social Media Aktivitäten von der Presse wahrgenommen?

von Reto Hartinger

Beim Berner Internet Briefing zum Thema Facebook im Business hat während der anschliessenden Diskussion hat Monika Dellenbach vom Kursaal Bern eine spannende Story erzählt. Sie hatten nicht viel Geld um das Asiatische Restaurant im Kursaal zu pushen, dafür eine gute Idee. Sie haben während einigen Wochen via Facebook Fanpage. Testesser eingeladen. Diese haben fleissig getestet und gepostet. Das hat dem Kursaal nicht nur viele Sympathien eingebracht, die Presse ist auf die Aktion aufmerksam geworden und alle lokalen Zeitungen und Telebärn haben darüber berichtet. Im Verlaufe der diskussion sind immer mehr erfolgreiche Beispiele erwähnt worden, bei welchem die Presse via Sozialen Medien auf ein Unternehmen oder eine Aktivität des Unternehmens aufmerksam geworden ist. An der Social Media Marketing Konferenz spricht der Blogger und BlickamAbend Blattmacher Thomas Benkö, wie Journalisten auf Stories aufmerksam werden , notabene via Twitter.

Wie Journalisten Twitter nutzen
Thomas Benkö, Blogger und Blattmacher bei BlickamAbend

Twitter hat sich zur Breaking-News-Promi-Quote-Fettnäpfchen-Tritt-Schleuder entwickelt. Egal, dass Facebook eine grössere Nutzerzahl hat als Twitter. Hier sind die Opinion-Leaders. Die Sendungsbewussten. Die Selbstdarsteller. Die oberen 10‘000 des Social Webs. Während man früher Reporter auf die Pirsch nach Quotes von Prominenten oder heissen Storys schickte, flattern sie nun dank Twitter frei Haus in die Redaktion. Es gilt nur, sie zu finden. Dies geschieht auf zwei Arten: Entweder zufällig bei der Sichtung des Twitter-Streams. Oder durch aktive Suche. Aber natürlich gibt es für die einschlägige Klientel Tricks, damit Journalisten eher auf die richtigen Tweets aufmerksam werden.

  • Fallbeispielen, wie Journalisten auf eine Story aufmerksam wurden
  • Wie Viktor Giacobbos Strandung in Capetown medial ausgeschlachtet wurde
  • Wie Politiker dank Twitter ihre Statements losbringen
  • Wie Firmen ohne PR-Agentur Messages rüberbringen
  • Wie man bei Breaking-News zur Quelle kommt
  • Welchen Leuten man folgen soll und welchen nicht
  • Wie man in der Twitter-Spähre selbst wahrgenommen wird
  • Und: Ab wie vielen Followern bin ich cool?
  • Da solltest Du dabei sein – melde Dich zur Social Media Marketing Konferenz an! Es gibt eine ganze Reihe von Journalisten die ein Twitter Account haben. Hier eine Liste von Twitter-Journis.


    ONE Konferenz ist online und buchbar

    von Reto Hartinger

    Die ONE Konferenz mehr Speaker als manche Konferenz Teilnehmer – 97 an der Zahl. Die Themen sind breit gefächert in 22 verschiedenen Tracks untergebracht. Mitglieder des Internet Briefings haben wieder eine Vergünstigung, statt CHF 295 für einen 3-4 stündigen Track, bezahlen sie nur CHR 220.

    Ich selber bin natürlich begeistert vom Programm. Jetzt bin ich auf Deine Mithilfe angewiesen. Blogge, twittere, verlinke und empfehle die Konferenz weiter und melde Dich an. Als Mitglied darfst Du unbegrenzt viele Deiner Kontakte zu Mitgliederkonditionen einladen, sie müssen bei der Anmeldung einfach Deinen Namen angeben.

    Verwende diesen Link: http://www.one-schweiz.ch/konferenz/

    Du kannst die Programmübersicht auch auf Deiner Website einbinden. Maile mir einfach an insider@vtx.ch

    Referate an der ONE Konferenz

    von Reto Hartinger

    Es soll mich einer, nein lieber eine ganze Horde, zurückhalten. Die ONE Konferenz, vom 9. und 10. Mai 2012, ist auf gutem Wege und ich bin so dermassen von den Referatseingaben besoffen, dass ich zusätzlich am 1. Tag Abendtracks von 16.15-19.15 eingeführt habe. Zum Beispiel zum Thema Intranet, das wir gar nicht im Programm hatten. Aber was soll ich machen, wenn die besten Referenten gute Themenvorschläge machen? Für einige Themen reichen die 3 Stunden nicht aus, um all die guten Referate unterzubringen. So werde ich wahrscheinlich diese in den Sessions der Abendtrack unterbringen. Das Programm wird sich also demnächst nochmals erweitern. Hier siehst Du wie sich das Porgramm entwickelt

    Zu den Firmen die gleich mehrere Referatsvorschläge eingereicht haben, gehören (Auszug, nicht vollständig) zum Beispiel:

    Blogwerk, Crealogix, Edorex, Infocentric Research, INM, Microsoft, Namics, Netcetera, PriceWaterhouseCoopers, SAS Institute, Unic, Zeix

    Möchtest auch Du in diesem Umfeld vortragen? Traust Du Dir zu, einen Vortrag vor einem fachkundigen Publikum zu halten? Kannst Du Deine Erkenntnisse anhand von konkreten Fallbeispielen mit Zahlen oder Fakten aus Studienresultaten belegen? Bergen Deine Erkenntinisse  Überraschendes und kannst DuHandlungsanweisungen geben, welche die Zuhörer am nächsten Tag in ihren Projekten umsetzen können? Dann wäre ich interessiert, wenn auch Du einen Referatsvorschlag einreichen würdest. Aber beeilde Dich, die verfügbaren Slots pro Thema schliessen sich.

    Schau Dir das Konferenz-Programm an und sag mir was Du davon hälst

    Die ONE Konferenz

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    Google was?

    von Reto Hartinger

    Die meisten User von Google+ sind nur selten drauf. Gähnende leere herrscht. Es sind die Geeks und Journis, genau die die auch zu Beginn bei Twitter waren. Eine grosse Welle hat Google+ nicht ausgelöst. Trotz gigantischem Marktanteil von Google gelingt es dem Konzern nicht, einen, seinem Marktanteil entsprechenden, viralen Effekt auszulösen. Was keinen Einfluss auf das Suchresultat hat, wird von den Usern weitgehend ignoriert. Es war vorauszusehen, dass Google+ irgendeinmal bevorzugt in die Resultate integriert wird. Spätestens als der Vertrag mit Twitter nicht mehr erneuert wurde (anscheinend weil Twitter nicht mehr wollte). Google+ personal Search soll es nun richten. Deutlicher kann man Google+ nicht in den meistbenutzten Google Dienst einbauen.

    Ich frage mich, ob dies genügt. Social Media für Google Suche hätte es gebracht. Aber solange niemand auf Google+ publiziert, erscheint auch nichts in den Google Resultaten und damit ist Google+ für  die Google Suche auch nicht interessant. Google+ für personal Search wird keine grosse Welle auslösen. Die Idee dahinter ist gut, aber gefunden kann nur das werden was existiert. Wie oft geht man in einen Laden nicht das drin hat was man möchte? Eben.

    Google hat einen langen Weg vor sich. Aber auch Facebook scheint mir am Ende angelangt. Es könnte wieder ein neues Soziales Netzwerk geben. Facebook hat sich aus dem Rennen gefiltert und sollte die Welle bei Google+ tatsächlich kommen, dann wird Google+ auch unbrauchbar. Es wird zu einem reinen Publishing-Kanal und niemand liest mehr darin. Man wird von noch unrelevanteren Leuten als heute eingekreist. Google+ ist zu offen, Facebook zu geschlossen.

    OnE: Messe, Konferenz und Beratungshilfe

    von Reto Hartinger

    Eigentlich braucht es ja gar keine Messe. Man kann sich schneller und jederzeit im Internet informieren, möchte man den persönlichen Kontakt, kommen die Anbieter auch gerne zu einem Beratungsgespräch. Es ist auch noch keine Agentur konkurs gegangen, weil sie nicht an einer Messe auftrat. Wieso berichtet die Presse, dass der Hartinger mit seinem Internet Briefing ein so veraltetes Vehikel mitorganisiert?

    Sicht der Besucher

    Evaluation hat mit Wissen und Spüren etwas zu tun. Man muss sich Wissen aneignen um richtig evaluieren und entscheiden zu können. Dazu sind Referate geeignet. Man kann von den Best Practices Anderer profitieren und Fehler vermeiden. Das ist bares Geld wert. Ist man inspiriert, möchte man auch die möglichen Angebote und Anbieter sowie Umsetzer kennen lernen. Das gehört zum Spüren. Man möchte spüren, ob der potenzielle Partner zu einem passt. Und man kann erste Abklärungen vornehmen ohne sich outen zu müssen.

    Sicht der Aussteller

    Ich habe Messen als Besucher gehasst, aber als Aussteller geliebt. Da kommt doch tatsächlich ein potenzieller Kunde als Bittsteller. Ich muss nicht die Klinke bei ihm putzen, er kommt mit einem Anliegen zu mir. Eine tolle Situation, die man ausnützen sollte. Jetzt habe ich den Wohlfühlgrad in der Hand. Ich habe es in der Hand wie willkommen und aufgehoben sich der Kunde fühlt. Bei einem Beratungsgespräch beim Kunden bestimmt dieser wie stark er den Berater an sich ran lässt. Kommt er zu mir, bestimme ich die Inszenierung, ich kann ihn beraten, bewirten und pflegen. Das kann ich mit Neukunden und mit bestehenden Kunden machen. Aber damit nicht genug. Ich kann im Vorfeld der Messe alle Kunden anschreiben, kann ihnen Anreize geben oder wichtiges Mitteilen ohne dass es Spam ist. Das war auch ein wichtiger Punkt für mich. Ich erhöhe die Anzahl Touchpoints und wenn ich es richtig mache, finde ich heraus wer gerade an welchem Thema dran ist. Unbezahlbar.

    Der Erfolg eines Messeauftrittes hängt als vor allem mit der Vorbereitung und wie ich die Kundenbeziehung konzipiere. Wie ich diese Kommunikation inszeniere. Ich helfe Dir gerne mit Tipps.

    Die Konferenz

    Mit der Konferenz bestimmen wir weitgehend, für welche Themen wir auf welchem Level Besucher anlocken. Auch wenn diese dann nur die Messe besuchen. Die Konferenzthemen, deren Gehalt und Nutzwert bestimmt, was wir von einem Messebesuch erwarten können. Wir müssen also die bestmöglichen Referate anbieten. Dann hat nicht nur der Kongress Erfolg, sondern auch die Messe. Es geht also nicht darum, Messeaussteller ihre Prospekte vorlesen zu lassen, sondern es geht um Nutzwert für Internet-Entscheider. Dafür stehe ich ein. Hier bist Du nochmals gefordert, hast Du einen guten Referatsvorschlag? Fülle das Formular Call for Speakers aus

    Die Sicht der Macher

    Zum Messeerfolg braucht es auch ein Messeteam das etwas vom Inhalt versteht. Michael von Babo hat immer gute Messen gemacht, weil er die Themen gelebt hat. Ich glaube hier ist es wieder der Fall. Ich verstehe ja einiges vom Internet, aber von E-Commerce versteht Thomas Lang von Carpathia einiges mehr. Er hat die nötigen Kontakte und Wissen um den E-Commerce Bereich inhaltlich bestens zu füllen und die Macher von Blogwerk verstehen Bogging, Medienproduktion und Social Media und dann sollten sich auch die Mitglieder des Internet Briefings einbringen. Wer möchte seinen Bereich einbringen? Zum Beispiel Mobile, Webentwicklung, Outsorcing, Cloud Services, Online Marketing oder Security? Themen gibt es noch genug zu besetzen. Jetzt seid ihr dran. Mach mit bei der OnE, als Mitorganisator, als Aussteller, als Referent oder als Besucher am 9. und 10. Mai in der Messe Zürich.

    Kongress

    Es wird 2 – 4 Slots gleichzeitig geben. Jeweils von 08.45-12.00 und von 13.00-15.45. Themenblöcke von 3 Stunden mit 3 – 4 Referenten.

    Wieso ich aus Google Analytics Reports nicht gescheiter werde

    von Reto Hartinger

    Immer wenn ich in Google Analytics schaue habe ich mehr Fragen als Antworten. Ich bin deshalb frustriet statt erleuchtet und kann kaum Massnahmen aus den geringen Erkenntnissen ableiten. Ich denke es geht vielen so. So gebe ich mir und dem Tool Schuld, dass ich Google Analytics eigentlich gar nicht wirklich brauchen kann.

    Das Internet ist gespickt von Halbwissen. Man hat für mich beim Internet Briefing und dem Blog Google Analytics eingerichtet. Cool. Was ich nicht weiss und nicht nachprüfen kann, ob dies richtig gemacht wurde. Wie alle Manager, die für das Internet verantwortlich sind, muss ich annehmen, dass es richtig gemacht wurde. Schliesslich hat der Techie der es implementiert hat einmal sich im Internet über Google Analytics informiert. Mit vielen Themen ist das so, Techies befassen sich einfach nur  rudimentär mit den Dingen, sie bauen lieber Funktionen. Seit ich die Slides zum TechTalk Google Analytics für Techies gesehen habe, weiss ich, dass Analytics auf meinen Seiten nur rudimentär eingebaut sind. Und ich schätze wieder einmal den Wert Internet Briefing auch für Manager. Dieser TechTalk ist nicht nur für Techies interessant. Wie sollen wir als Manager wissen was man machen kann und wie man es machen kann wenn wir nicht solche TechTalks besucht haben. Wer diese Session besucht hat, lässt sich nicht mehr abspeisen mit einer rudimentären Installation und kann die Technies auch briefen, was und wie sie es machen sollen.

    Umgekehrt wird das Thema von den Techies unterschätzt. Eigentlich sollten alle diesen TechTalk besuchen. Innerhalb von kürzester Zeit sind sie mit den best practicies vertraut. Aber halt, Analytics ist für Anfänger, ein richtig guter Coder liest sich da rasch ein, so er dann mal gezwungen wird es zu implementieren – genauso wie bei Securtiy, Performance, Testing und weiteren Themen.

    Sorry, diesen Frust musste ich mir wegschreiben. Komm an diesen TechTalk und am besten nimm deinen Techie gleich mit oder verdonnere ihn wenigstens zu kommen. Anmeldungen hier:

    Google Analytics für Techies
    01.11.2011 11.30-14.00
    Brasserie Lipp, Uraniastrasse 9, Zürich

    How Safe are the new Facebook Messages?

    von Markus Hegi

    Facebook heavily advertises its new private messaging features. But how safe are these messages? The many current hacking cases and a recent NZZ article about fake identities with FB messages made me think, and the below experiences leaves some doubts: is it possible, that FB messages are read by someone else? What are your views?

    We were looking for a new name for followerrate.org. We are extending features and the current name doesn’t fit anymore. After a brainstorming a small group of us decided to go ahead with one name. I wanted to double check the name with @hofrat - he knows followerrate well & I wanted an outside opinion on the name. I DMed the name to him, and for clarification, I wrote him a Facebook message & explained him the changes & extensions of services we are working on.

    Someone else registered the Twitter name

    Tuesday morning, we started the registration process and were very surprised, that the Twitter handle was not available anymore: A new account was created just a few hours after I sent the FB message.

    What may have happened?

    - It can probably not be a coincidence -
    - The second thought is, that an employee of us (Colayer India) registered or leaked the name. For a number of reasons I think this is unlikely. Only a few knew about it. And it would not be of any use to them, as they know, that we would not go ahead without the twitter handle. Also, the registration time was 2.45am local Indian time – unlikely, as all of them were at work in the morning.

    - More likely is a registration in Europe (23.15) or US (early evening). But neither me nor @hofrat talked about the name with anyone else.

    - Or is it possible, that someone else, a spammer or hacker has read the twitter DM or the FB message? – In my FB message, I mentioned that we plan to register the url, but nothing about Twitter. A reader could  have thought, it would be smart to register the Twitter handle – If he would have registered the url, we would probably have gone for a different name. A plan could have been, to let us build our app on the new name & then sell us the Twitter handle, or use it for spamming.

    But is this likely? -

    Just a few days ago, @hofrat was the target of a spammer attack – a different case and probably not related – but the amount of recent cases in the world as well as in my network is increasing: and most of the cases are not even public!

    Access to message content is not just possible, if someone has a password or a troyan. Also some FB apps are able to read messages in inboxes – Which gives employees (and alumnis?) not only of Facebook, but of many app companies the possibility to get access to messages – Could it be that someone scans messages & tries to use information? -

    What would you do?

    The twitter account is registered without any public information. No tweets, no bio, no location, no following, no followers. Would you contact Twitter and try, if they re-assign the handle to us? Or would you contact both, Twitter & Facebook because there may be hacking involved, and ask them to investigate the case further? They could see the IP & location of the registrant & ev find out his identity – and in case it was an employee or someone related to us, we should know! -

    Social Media Strategie

    von Reto Hartinger

    Die Slides der Vortrag für die 2. Social Media Marketing Konferenz trudeln ein und ich bin begeistert. Vor allem auch vom Vortrag von Sandra Stirnemann, Brand Manager Ovomaltine bei der WANDER AG. Sie bespricht Organisation: Strategie, Prozess-Standardisierung, Optimierung

    und gibt Einblicke in das was sich bewährt hat und auch was sie bei Ovomaltiene wieder abgeschossen haben. Es ist einfach spannend die Learnings anderer zu hören. Social Media ist noch so jung, dass die meisten noch gar nicht über entsprechendes Zahlenmaterial verfügen. Man kann seine Erfahrungen schlecht mit anderen vergleichen. Ovomaltine präsentiert ihre Überlegungen und Resultate. Spannend. Da musst Du dabei sein. Melde Dich zur

    2. Social Media Marketing Konferenz

    24.03.2011 08.30-17.30
    Kongresshaus Zürich
    hashtag smmk11

    an.

    SociallyPay sucht Developer

    von Falk Wolsky

    Auf der Zugfahrt zurück von Wien nach Einsiedeln streikt der Tomcat auf meinem Rechner. Ich kann stundenlang nichts programmieren. Mist. Das geht für mich eigentlich gar nicht. Also setze ich mich an ein anderes Thema was mir seit Wochen durch den Kopf geht und schaffe es, die gesamte Patent-Anmeldung für SociallyPay im Zug zu schreiben. Das ist knapp 3 Wochen her.

    Inzwischen gibt es Website (www.sociallypay.com), Facebook-Page mit schon 100 Likes (www.facebook.com/SociallyPay) und Twitter (www.twitter.com/sociallypay) mit 550 Followern. Das spornt an. Irgendwie hat es diese Erfindung “eiliger” als meine anderen…

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    Worum geht es eigentlich:

    Ausgangspunkt war ein hochinteressantes Gespräch mit Frau Schneider, einer Verlagsleiterin in Bern (wieder im Zug…). Aus meiner Sicht müssen Verlage in Zukunft aufhören ausschließlich ganze Werke zu verkaufen. Verlage haben in Ihrer “Produktion” bereits Zugriff auf die thematischen Einzelteile. Also sollten sie diese Einzelteile für die kommenden jüngeren Zielgruppen ebenso zugänglich machen und die Zusammenstellung eigener Werke aus diesen “Snippets” für die Kunden möglich machen… Damit verbunden muss es aber eine einfache Möglichkeit geben, paid Content auch ohne Hürden bezahlen zu können. Und die jüngere Zielgruppe ist natürlich im Social Media Space zuhause. Womit die Idee schon gut umrissen ist…

    SociallyPay ist ein Web-Button auf dem ein Preis steht, mit dem man sich an einem “Dienst” wie Facebook, Twitter, Google oder Yahoo anmeldet und genau mit dieser Anmeldung eine Zahlung autorisiert. Wenn man SociallyPay das erste mal benutzt, gibt man die Verbindung und einige Einstellungen zu einem Payment Provider wie PayPal oder Google Checkout an. Später können SociallyPay Benutzer einfach mit ihrem SocialNetwork Login bezahlen und müssen keine sensiblen Daten mehr eingeben. Da viele ohnehin den ganzen Tag eingeloggt bleiben, reduziert sich das bezahlen im Web im besten Fall auf einen einzigen Klick. Aus der Perspektive der eCommerce Betreiber oder Content Anbieter – die nur den Button integrieren müssen – eine geniale Kombination. Man vereinfacht die Zahlung für die Kunden und kann deren Social Media Profil erhalten, wenn die Kunden es “freigeben”. Damit erhält man eine direkte Bindung von Produkten und Social-Media Profilen!

    Kurze Rede, langer Sinn: Ich suche Entwickler, die sich mit Payment Provider APIs – natürlich am Anfang vor allem mit PayPal und Google Checkout auskennen. Bei Interesse bitte einfach eine Mail an falk.wolsky@sociallypay.com senden.

    Und wie immer: Vielen Dank an Reto!

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