Suchen:

Neue Produkte von Google

von Reto Hartinger

Ich habe vor ca 1 Jahr behauptet, dass Apple vor Google auf 1000 Dollar steigen werde. Begründet habe ich das, dass Google vorwiegend eine One Product Company sei und Apple immer wieder in der Lage sei, neue Produkte zu lancieren. Apple hat nur ihre alten Produkte renoviert, kein neues lanciert. Ich habe behauptet, dass Google eigentlich nur mit Werbung auf der Suchmaschine bzw mit Adwords und Adsense Geld verdient. Stimmt, denn Microsoft macht mit Android mehr Kohle als Google selber. Jetzt hat Google begonnen, die weltweit zweitgrösste Suchmaschine massiv mit Werbung zu bestücken. Niemand kann die Werbung auf Youtube übersehen und die Innovation von Werbemöglichkeiten auf Youtube wie deren Vermarktung stehen erst am Anfang. 2015 erwartet Google, dass 60 % aller Suchresultate auf einem Mobilen Device angezeigt werden. Es ist also so, dass die Cashcow in Gefahr ist. Deshalb diese massive Investition in Youtube-Werbung. Facebook macht es vor, wie man mit Mobilewerbung Geld verdienen kann. Ganz so einfach wird das für Google nicht sein. Herzstück für neue Werbemöglichkeiten ist Google+ bzw. das Google Account. Daraus lassen sich elegant viele soziodemografische Daten und Preferenzen fischen, um den Werbekunden Zielgruppen anbieten zu können.

Neue Produkte von Google? 

Das selbstfahrende Auto, das schon in vielen Staaten der USA zugelassen ist, könnte sich zu einem neuen Produkt entwickeln. Wilde Gerüchte gehen sogar davon aus, dass Google selbst ein Auto baut. Kaum, aber möglich. Bosch zeigt, dass man mit Zündkerzen im Auto sehr viel Geld verdienen kann ohne dass man ein eigenes Auto bauen muss. Aber was hat Google denn genau anzubieten? Es ist nicht das selbstfahrende Auto, es ist das Auto-Betriebssystem!

Das Auto-Betriebssystem

Es hätte von Steve Jobs ausgedacht sein können, denn es wird nicht irgendeine Technik ins Auto eingebaut, welches dieses selbst fahren lässt, das Auto bekommt ein ganz neues Benutzererlebnis. Es wird stressfrei. Man stelle sich das so vor. Ich steige ins Auto und sage, wir fahren zur Arbeit (ist eigentlich auch nicht nötig, denn das Auto merkt sich um welche Zeit wohin gefahren wird und fragt beim Einsteigen, fahren wir zur Arbeit?) oder wir fahren zu Hugo Meier. In diesem Falle sucht sich das Betriebssystem aus der Agenda die Adresse von Hugo und sagt, Freiestrasse 11 in Zürich? Ja. Wir sind in ca 25 Minuten dort. Jetzt kann das System Musik abspielen etc. Je nach Ausstattung verfügt das Auto über mehrere Touchbildschirme (Tablets) welche als onbeard Entertainment  funktionieren oder man unterhält sich oder benutz die selber mitgebrachten Devices.

Es sind wiederum nur Apple und Microsoft, die ein solches System anbieten könnten. Beide sind aber mächtig im Hintertreffen. Microsoft und Apple versuchen das Wohnzimmer zu erobern, Google fährt mit dem Auto an ihnen vorbei. Es kann sein, dass Google einen eigenen Concpetcar baut, um die Industrie unter Druck zu setzen. Welche Rolle kann Motorola hier spielen? Baut Motorola eine Hardware, welche das Betriebssystem beinhaltet? Wieviel Hardware kommt von Google/Motorola? Ganz spannend.

Wo bleibt Apple?

2013 war ein Totalausfall. Doch, doch, die Produkte sind nett. Also mir gefällt vor allem der neue, runde Mac. Wirklich ein guter Wurf, aber ein Nischenprodukt aus vergangener Zeit. Alle Produkte auf Retina Display zu bringen ist auch schön, aber nicht innovativ. Wo bleibt der Fernseher? Wo bleiben die IoT Produkte? Apple muss 2014 liefern! Microsoft und Apple waren und sind noch zu stark mit sich selber beschäftigt, als dass sie neue Produkte auf den Markt bringen konnten.

So drehe ich also meine Empfehlung, Google wird nächstes Jahr der Renner, Apple der Herausforderer und Microsoft wird immer noch um die Rolle kämpfen, die es zu spielen gedenkt.

Innovations-Trends für 2014

Ubiquitous Computing. Allgegenwärtiges Computing. Geht davon aus, dass wir nicht wie bisher ein Gerät hatten, mit welchem wir alles machen (PC/Laptop), sondern die Intelligenz geht in alle Produkte über. Wenn wir das Beispiel mit dem Auto nehmen, dann weiss das Auto wer einsteigt, da es mich am Handy erkennt. Das On-Board Unterhaltungssystem weiss, dass ich auf dem Fernseher gerade eine Serie geschaut habe und wird also, so ich am On-Board Unterhaltungssystem die Funktion Video wähle, den Film an dem Ort abspielen wo ich am Fernseher aufgehört habe. Oder ich schaue die Serie auf der Brille weiter.

Wearable Computing mit möglichen Produkten: Uhr, Brille, Schuhe, Kleider

Internet of Things: Jedes Produkt bekommt einen Chip und einen sensor, wird ansprech-, programmierbar. Dinge können untereinander Daten austauschen, interagieren und selbständig befehle geben bzw ausführen. Wir haben oben bereits das Autobeispiel gesehen, das natürlich mit IoT funktioniert.

Identitätsträger wird entscheidend

Die Schlüsselrolle, man könnte auch sagen das Lock-in, bei diesen Systemen ist der Identitätsträger. Das was mich ausweist als Reto Hartinger. Ich kann nicht jedes mal ein Passwort eingeben wenn ohne mein Hinzutun Dinge etwas für mich erledigen sollten. Bei Apple ist dies die Apple-ID, das i-Tunes Account, bei Google die Google ID bzw. Google+. Da hat Apple auf Google einen Vorsprung. Die Systeme werden untereinander sicher inkompatibel sein. Ich werde nicht mit einer Apple-ID auf einem Androidbasierenden System, oder was auch immer dem Auto für ein Betriebssystem unterliegt, identifizieren können. Die Hardware dazu wird das Handy oder Tablett sein (einfach das Gerät was die ID herumträgt). Ein kleines Schmankerl, natürlich setzen sich 5 Geräte mit 3 verschiedenen IDs ins Auto, aber nur 2 Personen. Aber das ist lösbar. Dämmerts, wieso Google+ ein so zentrales Produkt für Google ist, egal ob auf der Plattform wirklich etwas läuft oder nicht? Hast Du ein Google Produkt, hast Du Google+

Es werden spannende kommende Jahre. 2014 wird der Beginn dieser Produkte sein. Wenn das Tablet die Industrie verändert hat, dann werden es die obigen Technologien noch mehr.

Suchmaschinen Konferenz

04.02.2014 14.00-20.00
Falcone Konferenzsaal, Zürich

Mehr Infos

 

Wenn Dinge eine Seele erhalten

von Reto Hartinger
Du wachst auf und gehst duschen. Sensoren in der Dusche melden der Kaffeemaschine und dem Toaster, dass du gleich Frühstücken wirst. Der Toaster weiss das du den Toast gerne knuspriger hast und wärmt ihn deshalb auf 180 Grad. Die Temperatur wird nicht über die rudimentäre Einstellung am Toaster geregelt, sondern via Sensor die tatsächliche Temperatur. Am Kleiderschrank meldet dir ein Display das erwartete Wetter und Temperatur von Zuhause und an deinem heutigen Arbeitsort in einer anderen Stadt. Die Information dazu kommt aus deinem Kalender. Nach dem Frühstück machst Du dich auf dem Weg. Da niemand Zuhause ist wird die Temperatur der Wohnung nach unten gestellt. Am Nachmittag startet der Geschirsspüler der dank Sensoren merkt, dass er voll ist und zu diesem Zeitpunkt die Solaranlage in der Region gerade genügend Strom liefert der genutzt werden soll.
Utopie?  Was hier besprochen wird, ist das Internet der Dinge oder auch Web der Dinge. Stell Dir vor, jedes Objekt hat eine URL, eventuell einen Sensor und einen Microship und ist mit dem Internet verbunden.  Das Internet der Dinge ist eines der faszinierendsten Themen heute, weil diese Technologie unser Leben bestimmen wird. Weit sind wir davon nicht mehr entfernt oder doch?

Am 2. Juli gibt unsere Web of Things Konferenz einen realistischen Uberblick zum Thema mit allen Aspekten. Es zeigt Dir auf, ob und wie Du einsteigen kannst. Genauso in die Programmierung, Produktentwicklung oder das Business und natürlich, was es für Dich und Deine Arbeitswelt bedeuten wird. Lass Dich inspirieren, melde Dich jetzt an:

02.07.2013 11.30-20.00 , Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, Zürich

Web of Things Konferenz

Mitglieder Internet Briefing CHF 75 Nichtmitglieder CHF 175

11.30-13.20 Für das Internet der Dinge entwickeln
Max Kleiner, Inhaber, kleiner kommunikation
14.20-15.10 Internet of Things Hardware – Get started
Thomas Amberg, Gründer, Yaler GmbH
15.10-15.50 Web of Things Produkte und Markenerlebnisse
Roland Sailer. Partner, Head of Interaction Design, Nose
16.10-16.30 Das Internet der Dinge und die Zukunft der Arbeit in Organisationen
Dr. Daniel Boos, Senior User Research Consultant, Swisscom (Schweiz) AG
16.30-17.15 Internet der Dinge: Geschäftsmodelle, Potenziale und Stolpersteine
Katja Moser, Senior Consultant, Core Information Consult AG
18.00-20.00 Das Internet der Dinge – Erste „Lessons Learned“
Dr. Cuno Pfister, Geschäftsführer, Oberon microsystems AG

Alle Abstracts und Infos

Schon für unsere nächste Konferenzen angemeldet?

Online Marketing Konferenz

04.06.2013 14.00-20.00
Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, ZürichMehr Infos

Intranet Best Practice Konferenz

03.07.2013 14.00-20.00
Berner Fachhochschule Wirtschaft Morgartenstrasse 2c 3000 BernMehr Infos

 

Spannende Diskussion zu läuft hier: https://www.facebook.com/reto.hartinger/posts/10152284188492841? Diskutiere mit

4 Technologien welche die Welt verändern

von Reto Hartinger

Wenn wir zurückblicken, dann hat es in der letzten Zeit keinen revolutionären Fortschritt gegeben. Hä? Doch, doch wirst Du jetzt sagen. Ich vergleiche das mit dem letzten Jahrhundert. Auto, Flugzeug,  Mondlandung. Sie haben unsere Welt zum Dorf gemacht und das Leben aller beeinflusst. Telefon, Fernsehen, Computer, Handy. Vieles Anderes waren incrementelle Verbesserung, genau so wie wir sie heute sehen Aber wo bleibt die Revolution? Ich identifiziere 4 Technologien die in den nächsten 25 Jahren unser Leben verändern werden.

Web of Things  in 5 Jahren geläufig, in 15 Jahren Mainstream

3D Druck in 10 Jahren geläufig, in 25 Jahren Mainstream

Nanotechnologie in 8 Jahren geläuft, 25 Mainstream

Gentechnologie /Genom geläufig 15 Jahren 20 Mainstream

Es gibt Technologien die zwar machbar sind, ich mir aber nie vorstellen konnte, dass sie der breiten Masse zugänglich werden. Schon Ende 60er Jahre hat man beschrieben, dass Autos ein Navigationssystem haben werden und mit diesem die Autos gesteuert werden. Dazu braucht es aber Satelliten am Himmel, welche nur für diesen Zweck im All stationiert werden. Undenkbar. Schlichtweg zu teuer. Und wer würde den ersten Schritt zu einer so teuren und hirnrissigen Idee wagen? Heute hängen sogar unsere Telefone an diesen Sateliten uns es wurden hunderte Satelliten  Ich habe deshalb jede Technologie unterschieden in geläufig = Es wird in Teilbereichen erfolgreich eingesetzt und man kennt es. Mainstream ist, wenn sich ein bzw. mehrere Businessmodelle durchgesetzt haben und die Technologie in alle Bereiche des Lebens durchgedrungen ist. Wir möchten diese nicht mehr missen und zwar alle.

Web of Things, ist wohl eher eine evolutionäre Technologie so wie das Mobile es zum Telefon ist. Trotzdem hat es dazu einer weiternen Technologie – Computer – benötigt um das Handy hervorzubringen. Web of Things ist die reifste der angesprochenen Technologien.

Ich werde zu allen 4 Technologien separate Beurteilungen machen und hoffe, ihr diskutiert mit. Seht ihr sonst noch Technologien, die das Zeugs haben, unsere Welt und die Art wie wir leben umzukrempeln?

 

Beachte unser Konferenzen:

Web of Things Konferenz

02.07.2013 11.30-20.00
Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, ZürichMehr Infos

 

Online Marketing Konferenz

04.06.2013 14.00-20.00
Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, ZürichMehr Infos

Intranet Best Practice Konferenz

03.07.2013 14.00-20.00
Berner Fachhochschule Wirtschaft Morgartenstrasse 2c 3000 BernMehr Infos 

Recent Artikel

Recent Kommentare

Letzte Trackbacks