The Best Possible Webapplication

Ich staune immer wieder wie schnell zum Beispiel Google und Facebook sind. Bis eine Resultatseite bei Google aufgebaut werden kann gibt es eine Menge zu rechnen. Wahrscheinlich mehr noch um die idealen Textanzeigen anzuzeigen als beim organischen Index. Facebook hat nicht nur viel Multimedia, es baut für wirklich jeden User eine eigene Seite, ohne Latenz. Das Wohlfühlfeeling hat sehr viel mit Geschwindigkeit einer Seite zu tun. Gute Webseiten sind nicht nur schnell sie sind auch robust und auf allen Devices verfügbar. Auch bei uns werden nicht mehr einfach Webseiten gebaut. Hinter praktisch jeder Website steht eine Webapplikation.Ich habe mir überlegt, welches diese Kompontenten der besten Websites sind, bezüglich Architektur, eingesetze Technologien und Methoden.

1. Die Software braucht eine Architektur welche für Grids ideal ist. Sie quasi in ganz kleine Teile atomisiert werden. Das hat nicht nur den Vorteil, dass sie von mehrere Prozessoren paralell ausgeführt werden kann, neue Versionen können laufend hinzugefügt werden.

2. Die Rechenleistung muss weg von Server hin zum Client. Ganze Applikationen sollten beim Client-Browser laufen.

3. Was eine Applikation und können wird, hängt vom Datenbankmodell ab. Anforderungen ändern sich laufend, man muss schnell reagieren können. Ein Datenbankmodell in einer SQL Datenbank zu ändern ist schwierig, braucht für Kleinigkeiten oft ein totales Redesign. Da springen NoSQL Datenbank in die Presche. Sie bringen die nötige Flexibilität, sind schneller aber es ist nicht 100% sichergestellt, dass alle gleichzeitig das Gleiche sehen. Geschwindigkeit und Flexibiltät gegen Integrität. Trotzdem werden immer mehr Applikationen mit NoSQL gebaut. Könnte man beides kombinieren? Wo setze ich was ein?

3. HTML5 bringt neue Möglichkeiten. Fertig die Diskussion ob HTML5 schon so weit sein dass man es einsetzen soll. Bei einer modernen Website führt kein Weg an HTML5 vorbei.

4. Alle guten Webseiten sind heute personalisiert. Das Web gibt es nicht mehr – es gibt nur noch ein Personal Web, mein Web, Steve Jobs würde es wohl iWeb nennen (aber das hat er ja schon für ein Produkt gebraucht). Wer nicht persönliche Relevanz für seine User schafft, wird abgehängt.

5. Man muss Komplexität vor dem User verstecken. Ideal ist, ihm immer nur diese Brocken zu zeigen die er im Moment gebrauchen kann und die auf dem gelernten aufbauen.

6. Das Web gibt es nicht mehr ohne Mobile. Man kann den Usern nicht vorschreiben mit welchem Device sie mit uns interagieren sollen. Alles muss im Web und Mobile auf allen Geräten funktionieren

Vielleicht gibt es noch mehr Thesen für die gute Webapplikation. Ich habe aufgrunde dieser Überlegungen eine Konferenz zusammengestellt. Schau dir das Programm an, es enthält praktisch für alle oben beschriebenen Aspekte. Melde Dich an, mach deine Entwickler darauf aufmerksam (als Internet Briefing Mitglied kannst du dein Umfeld von Mitgliederkonditionen profitieren lassen. Sie müssen bei der Anmeldung einfach ins Bemerkungsfeld “Gast von DeinName” schreiben. Das gilt für unendlich viele und du musst selber nicht an der Konferenz teilnehmen damit sie vom Rabatt, Fr. 190.- statt Fr. 390.-, profitieren können. Blogge, tweete und facebooke über die Konferenz, damit die Schweiz bessere Webseiten bekommt.

Developer Konferenz
Falcone Konferenzzentrum Zürich
8.12.2011  08.20-17.30

08.00-08.20 Registrierung und Networking
08.20-09.15 Mobile Developement – fight the fragmentation
Christoph Ebert & Tobias Ebnöther, Liip
09.15-10.15 Architektur der kleinen Bausteine & Wie baue ich eine komplette Anwendung im Browser
Jens-Christian Fischer , CEO, invisible
10.15-10.45 Robuste Web-Applikationen bauen
Patrice Neff, CTO, memonic.com
10.45-11.00 Pause
11.00-11.40 NoSQL für MySQL
Oliver Sennhauser, Senior MySQL Consultant, FromDual
11.40-12.10 NoSQL lessons learned at Doodle
Malte Schiebelmann, Doodle
12.10-13.00 Optimale Integration von Webapplikationen mit Content Management Systemen
Wolfgang Habicht, Senior Software Engineer, Netcetera AG
13.00-14.00 Mittagessen
14.00-14.40 HTML5 und CSS3 – die nächste Stufe der Webentwicklung ist gezündet
Reto Aebersold, Leiter Entwicklung, Atizo AG
14.40-15.20 Clientseitiges Last- und Performancetesting Jürg Stuker, CEO, namics
15.20-15.35 Pause
15.35-16.20 Tracking und Personalisierung
Michael Wechner, Wyona Research and Development, Member at Apache Software Foundation
16.20-16.55 3D: Einführung in WebGL
Jonas Wagner, Local.ch
16.55-17.10 Faceted Search: Websites mit Guided Navigation
Daniel Nydegger, Search Architect, CEO buzzamite GmbH und Walter Schärer, Jobup AG

1 Kommentar

  1. INM hat zum Thema Ladezeit von Webpages einen interessanten Blogpost gemacht http://www.website-marketing.ch/11928-ladezeit-als-kritischer-faktor-fur-den-erfolg-einer-webseite/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+Website-marketingch+%28website-marketing.ch%29&utm_content=Google+Reader
    Es zeigt die 15 Weltweit grössten Pages und ihre Performance, was meine Thesen bestätigt und dann dasselbe mit den 15 grössten Schweizer Sites. Nur gerade Ricardo kann mithalten. Echt deprimierend. Wieso search.ch so schlecht abschneidet ist mir rätselhaft, haben wir doch früher immer auf Geschwindigkeit geschaut. Ah, ja jetzt haben sie auf der Homepage neben den Menüs auch noch 15 Menü-Icons, 2 Werbungen und das eigene Logo. Soooo schön, richtig herzig. Dass die Menüicons nicht nur Geschwindigkeit fressen sondern den Werbungen Aufmerksamkeit stehlen ist wohl Nebensache. Aber versprochen, ich reg mich nicht mehr auf.

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