Die Zukunft des Bankings

Die Schweizer Banken sitzen auf ihren E-Banking-Koloss-Lösungen. Das sind mächige Dinger, sie können viel, auch wenn die Usability hier und dort besser sein könnte und nicht alle Dienste und Daten untereinander optimal verlinkt sind. Aber ich frage mich, sind die Schweizer Banken zu ihren zukünftigen Kunden noch kompatibel? Heute wird gutes Geld mit den potenten älteren Kunden verdient. Es wächst eine Generation nach, die sich anders informiert, verhält und nach anderen Werten tickt. Wird es ein Social Media Bankkunden geben? Unterschätzen die Banken die Macht der Crowd? So lassen sich doch Kredite für Privaten oder gar Unternehmen jenseits der Banken für viel bessere Konditionen in kleinen Tranchen von Sparern oder Anlegern direkt besorgen. Eine Win-Win Situation, weil der Anleger wie auch der Kreditnehmer bessere Konditionen erhalten. Die Überprüfung der Seriösität des Angebots übernimmt die Crowd. Fertig Bank. Bei praktisch jeder Bankdienstleistung lässt sich die Bank umgehen. Es ist noch kein Massenphänomen, aber es kann rasch eines werden. Bedenken wir, dass eine Bank, so das Problem erkannt ist, fünf Jahre braucht um eine Lösung hinzustellen, könnte die eine oder andere Bank in ziemliche Schwierigkeiten geraten, falls sie diesen Trend verpasst.
Die Silver-Bankkunden haben eine Bankbeziehung seit 30 und mehr Jahren und sind damit fest in der Hand von einer oder zwei Banken. Das Vertrauensverhältnis ist ungebrochen. Ist es das? Wenn Banken Banken nicht mehr über den Weg trauen, ihnen kein Geld mehr anvertrauen, liegt dann nicht auch der Schluss nahe, dass dieser Zweifel auch auf ihre Kunden überspringen könnte? Ist es nicht möglich, dass die Kunden auf die Idee kommen könnten, einen Teil ihrer Werte ausserhalb des Bankzugriffs zu platzieren? Sollte der Immobilienmarkt tatsächlich ins Schleudern kommen, wäre ich lieber durch viele kleinere Kreditgeber finanziert als durch eine Grossbank die mir Knall auf Fall die Hypothek kündet. Es könnte also auch sein, dass sogar die Kunden mit denen heute das grosse Geld verdient wird, in den nächsten Jahren auf andere Geschäftsform abspringen könnten.
Die Silver-Bankkunden
Wie sich Banken für dieses Segement aufstellen muss, besprechen in der Konferenz “Die Zukunfts des Bankings” fünf renomierte Referenten im Rahmen des ONE Kongresses.
Die Zukunft des Bankings
9. Mai 08.45-11.45 – Messe Zürich
http://internet-briefing.ch/onebanking

Die Schweizer Banken sitzen auf ihren E-Banking-Koloss-Lösungen. Das sind mächige Dinger, sie können viel, auch wenn die Usability hier und dort besser sein könnte und nicht alle Dienste und Daten untereinander optimal verlinkt sind. Aber ich frage mich, sind die Schweizer Banken zu ihren zukünftigen Kunden noch kompatibel? Heute wird gutes Geld mit den potenten älteren Kunden verdient. Es wächst eine Generation nach, die sich anders informiert, verhält und nach anderen Werten tickt. Wird es ein Social Media Bankkunden geben? Unterschätzen die Banken die Macht der Crowd? So lassen sich doch Kredite für Privaten oder gar Unternehmen jenseits der Banken für viel bessere Konditionen in kleinen Tranchen von Sparern oder Anlegern direkt besorgen. Eine Win-Win Situation, weil der Anleger wie auch der Kreditnehmer bessere Konditionen erhalten. Die Überprüfung der Seriösität des Angebots übernimmt die Crowd. Fertig Bank. Bei praktisch jeder Bankdienstleistung lässt sich die Bank umgehen. Es ist noch kein Massenphänomen, aber es kann rasch eines werden. Bedenken wir, dass eine Bank, so das Problem erkannt ist, fünf Jahre braucht um eine Lösung hinzustellen, könnte die eine oder andere Bank in ziemliche Schwierigkeiten geraten, falls sie diesen Trend verpasst.

Die Silver-Bankkunden haben eine Bankbeziehung seit 30 und mehr Jahren und sind damit fest in der Hand von einer oder zwei Banken. Das Vertrauensverhältnis ist ungebrochen. Ist es das? Wenn Banken Banken nicht mehr über den Weg trauen, ihnen kein Geld mehr anvertrauen, liegt dann nicht auch der Schluss nahe, dass dieser Zweifel auch auf ihre Kunden überspringen könnte? Ist es nicht möglich, dass die Kunden auf die Idee kommen könnten, einen Teil ihrer Werte ausserhalb des Bankzugriffs zu platzieren? Sollte der Immobilienmarkt tatsächlich ins Schleudern kommen, wäre ich lieber durch viele kleinere Kreditgeber finanziert als durch eine Grossbank die mir Knall auf Fall die Hypothek kündet. Es könnte also auch sein, dass sogar die Kunden mit denen heute das grosse Geld verdient wird, in den nächsten Jahren auf andere Geschäftsform abspringen könnten.

Wie sich Banken für dieses neue Segement aufstellen muss, besprechen am 9. Mai in der Konferenz “Die Zukunfts des Bankings” fünf renomierte Referenten im Rahmen des ONE Kongresses.

Herausforderung Banking 3.0
Daniel Lütolf, Online-Stratege Marktmanagement, PostfFinance
Das Vertrauen der Kunden gegenüber Finanzinstituten und Banken schmilzt dahin wie Schnee an der Sonne. Laut Berufsprestige-Skala sind sogar Politiker in der Öffentlichkeit beliebter als Bankangestellte! Um diesem Negativtrend entgegenzuwirken, investieren Bankinstitute viel Geld, um ihre Glaubwürdigkeit wieder herzustellen. Leider bleibt es insbesondere beim Thema “Transparenz” meistens bei einer Wortwolke, obwohl gerade Social-Media-Anwendungen geradezu optimal wären, um einen glaubwürdigen Dialog führen zu können. Banken scheuen jedoch den professionellen Einsatz von Social-Media-Tools wie der Teufel das Weihwasser. Erschwerend kommt hinzu, dass branchenfremde Firmen das angestammte Kerngeschäft der Retail-Banken angreifen und mit innovativen Dienstleistungen auf Kundenfang gehen.

Daniel Lütolf erläutert anhand von 5 konkreten Thesen, wie sich Schweizer Retail-Banken in Bezug auf Banking 3.0 optimal strategisch aufstellen können und welche Trends bis 2020 in diesem Umfeld zu erwarten sind.

  • In der “Bank der Zukunft” sprechen wir alles, ausser der Sprache des Kunden!
  • Social-Media-Einbindung und deren aktive Nutzung ist ein nachhaltiger Werttreiber!
  • Kunden wollen auch ein Wörtchen mitreden und mitgestalten, und zwar auf Augenhöhe!
  • Der 0815-Kunde braucht mittelfristig keine Bank mehr!
  • Die künftige Grossbank wird Google, Facebook und Co. sein!


Bank 2.0: Von der Vision zur Realität – echt schweizerisch
Dr. Richard Dratva, Strategiechef, CREALOGIX
Bank 2.0: Von der Vision zur Realität – echt schweizerischDr. Richard Dratva, Strategiechef, CREALOGIX
Die Ausgangslage für das Referat ist das neue und veränderte Verhalten der Bankkunden, welches durch die neuesten Technologie-Entwicklungen getrieben wird.Im ersten Teil des Vortrages wird anhand einiger Trends kurz aufgezeigt, wie es auf technologischer und gesellschaftlicher Ebene zu dieser Umwälzung gekommen ist und warum nun endlich auch die Finanzbranche in der „2.0“-Ära angekommen ist.
Im zweiten Teil wird vorgestellt, wie die Banken konkret auf solche Herausforderungen reagieren können und wie eine moderne E-Bank 2.0 IT-Architektur aussehen sollte.Im dritten Teil wird der Fokus auf ein hochattraktives Bank 2.0 Teil-Angebot gelegt: PFM (Personal Finance Management), ein neuer Ansatz zur Verwaltung der persönlichen Finanzen.
Themen in der Übersicht:· Ist Bank 2.0 wieder nur ein Hype?

  • Warum bei Bank 2.0 die IT-Welt Kopf steht
  • Die neuen 2 Ebenen des E-Banking 2.0
  • Von der Transaktions- zur Kundenbetreuungsplattform
  • Das neue Kunden-Cockpit
  • PFM: attraktive Einstiegschance für Banken ins Thema Social Media
  • Wie lässt sich „Social Curiosity“ im Online Banking nutzen?


Content 2.0 – Corporate Rockstars auf die Bühne
Ralph Hutter, Programm Manager e-Channels., Finnova Bankware AG
Der Social Media Hype und das App-Fieber der vergangenen Jahre haben Spuren hinterlassen. Spuren von ersten Gehversuchen: Iconflut auf Corporate Websites, Smartphone Apps mit Crap-Features, verwaiste Twitteraccounts und lahme Facebook Corporate Pages. Ist das alles, was von den visionären Strategien übrig geblieben ist?

Die Geschichte wiederholt sich. Einmal mehr ist es nicht die Technologie sondern die Inhalte und deren zeitgemässe Adaption auf den elektronischen Kanälen. Dabei sitzen viele Unternehmen auf Goldschätzen. Professioneller Content, hochwertige Publikationen und kompetente Autoren verbleiben oftmals auf Hochglanzpapier oder hinter passwortgeschützten Wällen.

Ralph Hutter skizziert eine Vorwärtsstrategie mit den 3 Erfolgsfaktoren für eine zeitgemässes Content Marketing und fordert: “Corporate Rockstars auf die Bühne”.


Welche Bank wünscht sich die nächste Kundengeneration
Dr. Andrej Vckovski, CEO, Netcetera
Die neue Generation von Bankkunden stellt Banken und ihre IT vor neue Herausforderungen. Sie beschäftigen sich mit anderen Finanzfragen, sind aktive Benutzer neuer Technologien, wollen schnelles Feedback, fordern stärkere Interaktion und Transparenz, haben punkto Geheimhaltung und Datensicherheit neue Vorstellungen und konsultieren auch für Finanzfragen Blogs und Foren.

Die Banken von heute sind mit Systemkomplexitäten, Komponenten & Daten-Redundanzen und fehlender Agilität konfrontiert, propagieren Self-Service Portale, können ihre Services nicht über alle Kanäle anbieten und zeichnen sich durch eine fehlende service-orientierte Architekturstrategie aus. Die User Experience leidet aufgrund rigider Frameworks und Manuals, Altlasten diktieren den IT-Alltag und beeinträchtigen die rund um die Uhr Verfügbarkeit.

In diesem Referat geht Andrej Vckovski den Umwälzungen in der Finanzbranche auf die Spur und analysiert die Herausforderungen im Bereich IT im Detail. Er bespricht Lösungsszenarien und zeigt konkrete Empfehlungen auf, wie Banken und ihre IT den Anforderungen der Generation „Y and beyond“ erfolgreich begegnen können.

3 Kommentare

  1. Ich war gerade auf der Suche nach Infos über Banking und so, und hab deinen Artikel hier gefunden. Sehr gut finde ich es, und viele Infos die sehr interessant sind. Danke schön.

  2. Das Banking der Zukunft wird sicher das Bezahlen von Rechnungen erleichtern. Die Systeme müssen allerdings noch sicherer gemacht werden, denn jetzt sind Sie noch zu unstabil.

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